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Wii U Rayman Legens
 
 
Rayman Legends - Wii U
Matthias Engert (23.10.2013)

SYSTEM: Wii U-PAL
ENTWICKLER: Ubisoft
GENRE: Jump'n Run
SPIELER: 1-5 Spieler
HANDBUCH: Deutsch
SPEICHER: 3 MB
DOWNLOADS: Challenges
SCHWIERIGKEIT: 3-10
CONTROL: Pad,Pro,Remote,CC
SPRACHHÜRDE: Keine
ALTERSFREIGABE: USK6
5.1/DD/HD: Ja/Nein/1080p
TERMIN: Erhältlich
PREIS: ca.45 Euro
KOMPLETTLÖSUNG: Nein
CHEATS / TIPPS: Nein
ONLINE GAMEPLAY: Ja
MIIVERSE: Ja

   
Einleitung....

Erinnern wir uns mal ein gutes halbes Jahr zurück. Damals war die Jumper Welt noch in Ordnung und sehr viele Wii U Spieler und Rayman Fans rieben sich die Hände, ob dem kurz bevorstehenden Release von Rayman Legends. Ein Titel, den es nur für die Wii U geben sollte und der spielerisch schon nach kurzen Anspielsessions Lust auf viel mehr machte. Ging uns nicht anders und wir freuten uns diebisch auf das Eintreffen des Musters. Dann kam jener Tag, kurz vor dem Erscheinen und alles war plötzlich wieder so weit weg. Der Termin wurde auf Ende August verschoben und Rayman Legends sollte zudem für alle Konkurrenz Plattformen umgesetzt werden. Starker Tobak für jeden Nintendo Spieler. Obwohl das Spiel eigentlich fertig war, ging danach ein Aufschrei durch die Weiten des Webs. Rechtfertigungen, Erklärungen seitens Ubisoft, bis zu Boykott-Aufrufen in der Community waren die Folge. In der Form selten erlebt, war auch unsere Enttäuschung nicht gerade gering. Als kleine Entschädigung brachte Ubisoft die Challenge App für die Wii U heraus, um die aufgebrachte Gemeinde etwas zu beruhigen. Unterhaltsam und jeden Tag aufs Neue fesselnd, machte das aber auch wieder Lust auf viel mehr. Das halbe Jahr verging und Ende August war es nun endlich soweit. Rayman Legends eroberte den Markt und sollte auch das Genre gehörig durcheinanderwirbeln. Soviel kann man an dieser Stelle schon sagen. Und das erste Mal seit einer gefühlten Ewigkeit sieht der Platzhirsch Mario die Rücklichter eines Konkurrenten. Warum das so ist und was euch hier erwarten wird, soll euch der folgende Test etwas näher bringen.

Menus und die Story....

Dass wir über hier über den Ideenreichtum und die spielerische Abwechslung ins Schwärmen geraten, liegt einmal mehr vor allem am Team rund um Michel Ancel. Eine absolute Größe in der Szene, ist er nicht umsonst der Schöpfer von Rayman und auch der uns Nintendo Spielern bekannten Serien Beyond Good & Evil und den Raving Rabbids. Geballte Ideenschmiede, was man als Spieler hier an allen Ecken und Enden zu spüren bekommt. Nach einer derartigen Warteschleife, die das Game gedreht hat, müssen wir uns natürlich technisch keinerlei Sorgen machen. Das beginnt beim Grafikmodus in feinstem 1080p, samt einer butterweichen Framerate, reicht über eine komplett lokalisiertes Spiel, bis hin zum gewohnten 5.1 Sound der Wii U. Wobei man gerade bei der Musik und den Effekten später noch ein paar spezielle Zeilen bringen kann. Spielbar ist der Titel mit 5 Leuten und bringt zudem auch die von der Challenge App gewohnten Inhalte mit, so dass nach dem Durchspielen der Geschichte, hier noch lange nicht Schluss ist. Speichertechnisch werden euch knapp 3MB abgeknapst, was ebenfalls perfekt in das tolle Gesamtbild passt. Das Spiel nutzt das Pad extrem gut, unterstützt alle möglichen neuen und alten Controller und setzt selbst auf die Gyro Technik des Gamepads. Das Miiverse komplett eingebunden ist, braucht man da eigentlich nur noch am Rande erwähnen. Schon bei den reinen Fakten zeigt man den 2D Konkurrenten Mario und Luigi, was auf der Wii U alles in einem Jumper geboten werden kann. Da tritt die Geschichte fast schon ein wenig in den Hintergrund. Auch ist sie nicht unbedingt episch und mehr Mittel zum Zweck. Aber nichts was man dem Spiel negativ auslegen kann. In einem gelungenen Vorspann wird euch von einem langen Schlaf berichtet, den die Helden der Lichtung der Träume gerade erleben. In dieser Zeit vermehrten sich die Alpträume in Raymans Welten und erschufen wieder neue Dämonen. Die Lichtung der Träume ist also einmal mehr in Gefahr und die Welt braucht ein weiteres Mal die schlagkräftigen Argumente des legendären Helden und seiner Freunde.

Hier greift ihr nun in das Geschehen ein und schlüpft erneut in die Rolle von Rayman und vielen weiteren Charakteren, um diesem Treiben mal wieder entgegenzutreten. Schon der Start in das Spiel ist einfach anders als man das gewohnt ist. Denn bevor man hier in den zahlreichen Menüs loslegen kann, wird Rayman geweckt und ihr dürft ein erstes kleines Tutorial Level spielen, in dem schon ein Teil der vielen gelungenen spielerischen Elemente mal kurz angerissen werden. Erst danach landet man auf dem eigentlichen Hauptmenu, das den Spieler zu Beginn schnell die inhaltliche Fülle zeigt. Denn einfach nur über simple Menüpunkte navigiert man hier nicht. Hier ist alles über Räume umgesetzt und Gemälde, an denen Rayman vorbeiläuft und die Inhalte durch Hineinspringen anwählen kann. Vieles ist noch gesperrt und man ist gespannt, was sich hinter den mysteriösen Gemälden wohl verbergen mag. Als wäre das noch nicht genug, wird bei Benutzung des Gamepads auch dieses noch einbezogen und bietet Punkte, die man auf dem TV Bildschirm gar nicht erst zu sehen bekommt. Gerade die eigenen persönlichen Statistiken und Wertungen, die man so im Laufe der Zeit erspielt hat. Will man die wichtigsten aufzählen, so bieten die Räume auf dem Hauptmenu die eigentlichen Spielwelten, einen Bereich nur für wähl- und spielbare Charaktere, sowie Boni in Hülle und Fülle. Neben ausgewählten Levels aus Origin gibt es einen Bereich Kuscheltiere und natürlich den Challenge Bereich, der Spielern der App natürlich sofort auffällt. Dazu noch einen Bereich "Kung Foot", der ein Minispiel mit einer speziellen Fußball Umsetzung bieten sollte. Aber kümmern wir uns hier um einen Bereich nach dem anderen. Sonst werden wir hier nie fertig und ihr schlaft mir noch beim Lesen ein. ;-)) Und das will ja nun auch keiner. Also nicht lange gefackelt und auf geht's in die abgedrehten Abenteuer in Rayman Legends für die Wii U.

Das Gameplay....

Habt ihr euch zunächst einmal sattgesehen, an den meist noch gar nicht zugänglichen Möglichkeiten, sollte man sich nun den ersten spielerischen Aufgaben widmen. Und das sollten einige sein. Zunächst ist das Spiel über die Gemälde eingeteilt in 6 Hauptwelten, wobei es hier wie schon erwähnt auch den Bonus Origin gibt, wo man bekannte Levels aus dem Vorgänger noch einmal neu erleben kann. Dabei greift natürlich auch hier wieder ein wunderbares System mit Abhängigkeiten und Erfolgen die man als Spieler erst einmal erspielen muss. Dabei fällt einem auf dem Hauptmenu gleich mal eine Zahl ins Auge. Rechts oben steht dort die Zahl 700, welche hier die sogenannten Electoons darstellen, die es auch schon in Origins gab. Nur waren es dort derer 249. Erspielen kann und muss man die über Erfolge in den Levels und schalten dann immer bei bestimmten Mengengrenzen allerlei neue Welten, Levels und Aufgaben frei. Denn einfach nur "simple" Jumper Level warten hier auf keinen Fall und sind ein weiterer Grund, warum das Spielerlebnis auch so abwechslungsreich werden sollte. Die enthaltenen Welten und darin befindlichen Levels sind zudem über Totenkopfsymbole auch in Schwierigkeitsgrade eingeteilt. Links oben im Hauptmenu bekommt man die aktuell erzielte Anzahl an Lums angezeigt, die dazu dienen um die erneut aufgestockte Anzahl an spielbaren Charakteren freizuschalten. Und nicht umsonst reden wir hier über Hundertausende Lums, die man erspielen kann. Um jedoch im Spiel voran zu kommen sind erst einmal die Electoons wichtig. Zu Beginn ist eine Welt möglich, anhand derer ich euch weitere Grundlagen von Legends darlegen kann.

Springt ihr in ein Weltengemälde, landet ihr in dieser und erneut warten nebeneinanderstehende Bilder darauf gespielt oder erst einmal freigeschaltet zu werden. Auch hier gibt es erneut mehrere Varianten an spielbaren Inhalten. Den Hauptanteil bilden zunächst die großen Actionlevels. Allen Varianten gleich ist die schon aus Origin bekannte Medaillon Anzeige über dem jeweiligen Gemälde. Dort kann man sehen wie viele es zu holen gibt und zudem die üblichen Pokale, die man ebenfalls wieder Erspielen kann. Von 3 bis 10 Electoons Symbolen kann man holen und das Level mit Gold, Silber oder Bronze abschließen. Die Aufgaben für beides sind klar abgesteckt und fordern dennoch mit der Zeit den ganzen Spieler. ;-) Jedes der Symbole steht für einen Kleinling, der mehr oder weniger gut versteckt im Level irgendwo zu finden ist und den ihr befreien müsst. Wie immer gilt es den Käfig zu finden und zu zerstören, damit sich der Kleinling im Medaillon verewigt und auf euer Konto wandert. Neben den normalen Kleinlingen gibt es die Königsvarianten, die besser versteckt und schwerer zu befreien sind und auch mit einer kleinen Dankesanimation versehen sind. Was die Pokale angeht, muss dafür die Anzahl der im Level gesammelten Lums stimmen. Hier gibt es neben den gelben Lums auch das lilafarbene Gegenstück, dass wieder das Doppelte wert ist. Lustig empfinde ich immer die Ansammlung der geretteten Kleinlinge nach der Levelaction, die sich dann vor dem Gemälde im Menü positionieren.

Die spielerischen Grundlagen sind zunächst in weiten Teilen bekannt, bekommen aber spätestens durch den Charakter Murfy einen innovativen Zusatz. Aber eines nach dem anderen. Startet ihr ein Level, erfreut man sich zunächst an den recht kurzen Ladezeiten. Gefühlt um einiges kürzer als noch in Origins. Einmal gestartet bleibt natürlich auch in Legends das spielerische 2D Grundgerüst und ihr bewegt Rayman und seine Freunde von links nach rechts durch die Umgebung. Hier ist es nun das Ziel einen Endpunkt zu erreichen, an dem ihr bewertet werdet. Dazwischen gilt es sich den Gegnern zu erwehren, reichliche Geschicklichkeitseinlagen hinter sich zu bringen und natürlich die Kleinlinge zu retten, samt einer möglichst großen Anzahl an Lums. Die Lums die man mit den Münzen in den Mario Spielen vergleichen kann, gibt es wieder auf unterschiedlichstem Wege. Mal liegen sie herum, man zieht sie aus dem Boden oder zerstört schwebende Blasen, in denen sie zu finden sind. Boni gibt es immer dann wenn in einer schwebenden Reihe hintereinander das erste ein lilafarbenes ist. Sobald man das als erstes berührt werden nach und nach auch die anderen lila und ergeben einen höheren Endwert. Die Kleinlinge wiederum schweben oder liegen in ihren Käfigen herum und müssen befreit werden. Die etwas kniffligeren Königsvarianten findet man selten sofort und sind in Räumen versteckt, zu denen man erst einmal die Eingangstür finden muss. Oft hinter Wasserfällen oder an Abzweigen nicht sofort sichtbar, gibt es dann wieder ein herrliches Geräusch, sobald man diese Räume findet und betritt.

Um all das nun auch zu schaffen, gibt es weitere wichtige Rahmenbedingungen. Stichwort Leben Feature und Rücksetzpunkte. Eine Lebensanzeige hat man erneut nicht und kann einzig durch das finden einer Flasche zumindest einen Treffer wegstecken. Erleidet man dann Schaden, fängt man am letzten Rücksetzpunkt an. Nicht zu häufig, sind diese aber dennoch an markanten Stellen zu finden. Wobei es in Legends viele Levels gibt, in denen man keine findet. Was dann aber auch an der spielerischen Idee und Umsetzung dahinter liegt. Die Steuerung im Spiel ist vergleichbar mit Origins, ist aber im Fall der Pad Nutzung auch an dieses angepasst. Über den linken Stick wird der Charakter gesteuert und man kann mittels ZR Rennen. Schlagen kann man mittels X und Y, wobei natürlich auch der aufgeladene Power Schlag wieder enthalten ist. A und B decken den Sprung ab, der sich wieder butterweich steuern lässt. Erst mit verschiedenen Charakteren gibt es dann wieder einige Unterschiede. In Verbindung mit mehreren Aktionen könnt ihr zudem wieder aus der Luft nach unten sausen, oder Objekte aus dem Boden ziehen. Alles vollkommen ausreichend um hier Spaß ohne Ende zu haben. Liegt natürlich am Anspruch der Umgebungen, der platzierten Gegner und vielen kleinen Gimmicks, die das Spiel so für euch bereithält. Gutes Beispiel ist die Gyro Technik, wo man das Pad drehen muss, damit der Charakter auf dem Bildschirm z.B. mit einem drehenden Rad agieren kann. Nicht übertrieben eingesetzt, wirkt es dadurch auch nicht aufgesetzt. In diesen normalen Jumper Levels kommen zudem alle möglichen Facetten zum Vorschein, die man in einen entsprechenden Jumper packen kann.

Angefangen bei Luft oder Wassereinflüssen, in denen sich die Steuerung und die Aufgaben komplett verändern, ihr habt zudem die Shooter Abschnitte, in denen es wie in guten alten Parodius Zeiten ballernd und gleichzeitig fliegend zur Sache geht. Da man diese Dinge sehr oft mischt, macht man selbst die "einfachen" Jumper Levels oft sehr abwechslungsreich. Aber es gibt ja noch viel mehr in Rayman Legends. Nächstes Highlight sind die selbstscrollenden Levels, in denen ihr ohne Pause vor einer Bedrohung davonlauft, die stetig links im Bild erscheint. So versucht euch z.B. ständig eine Feuerwand zu erwischen, oder gar der dunkle Rayman und ihr müsst ständig in Bewegung bleiben. Man hat keine Zeit stehenzubleiben und muss bei einem verpassten Käfig auf jeden Fall noch einmal hier. Wenn ihr denkt das wäre schon schwierig und knifflig genug, gibt es hier auch eine Steigerung. Für mich auch ein herausragendes Feature. Denn hier haben die Entwickler ein paar Variationen eingebaut. Stichwort 8-Bit Versionen, in denen man während der Action die Grafik in einen starken Pixeleffekt taucht, was die Sache noch einmal erschwert. Oder die Unterwasserlevel, in denen man einen Fischaugen Effekt nutzt, der spielerisch und natürlich auch optisch mal was völlig neues ist. Komplett neu und richtig innovativ sind in meinen Augen die Murfy Levels. Wer die Challenge App das letzte halbe Jahr genutzt hat, der kennt diese Variante schon. Für "Neuankömmlinge" im Legends Universum möchte ich aber auch dieses Highlight noch einmal vorstellen.

Hier kommt nun das Pad zum Einsatz und man nutzt dieses auf sehr ungewöhnliche Weise. Während auf dem TV Bildschirm Globox selbstständig durch die Level fegt, müsst ihr ihm mittels Touch Screen den Weg ebnen. Ihr beseitigt Hindernisse und schneidet z.B. Seile durch, damit die daran hängenden Baumstämme zu Plattformen werden. Ihr klickt Plattformen an und könnt dies in ihrer Position verändern, so dass sie Globox nutzen kann. Ihr könnt Gegner kitzeln, die beim Lachanfall plötzlich für den selbstagierenden Globox angreifbar sind. Allein hier sind so viel kleine und große geniale Ideen vorhanden, dass man gar nicht mehr aufhören möchte. Kein Wunder das man diese Dinge oft in den täglichen Challenges erlebt. Machen einfach großen Spaß, wie eigentlich alles in diesem Spiel. Dabei ist die reine Spielzeit um alles einmal gesehen zu haben nicht episch hoch und nach 12-15 Stunden kann man zumindest sagen alle Levels mal gespielt zu haben. Das man dabei aber noch weit weg ist vom kompletten Erreichen aller Spielziele, ist die Kehrseite der hier aber auf beiden Seiten glänzenden Medaille. Nicht nur die Challenges sorgen dafür, dass man hier einen extrem hohen Wiederspielwert vorfindet. Man geht die Levels einfach immer wieder an, fragt sich wo die versteckten Kleinlinge sind, um sie dann doch irgendwann zu finden. Genau dieser Drang zieht einen immer wieder vor das Spiel, das einen dabei immer unterhält. Der große Humor, die vielen kleinen Dingen, die man oft erst im zweiten oder dritten Durchgang erlebt, machen hier den Reiz aus. Eine perfekte Spielbarkeit, gepaart mit diesen vielen außergewöhnlichen Elementen macht aus Rayman Legends etwas ganz Besonderes.

Grafik & Sound....

Grafisch ist Rayman Legends ein 2D-Feuerwerk ersten Ranges, das den Spieler optisch verwöhnt und auch sehr oft zum Schmunzeln bringt. Hier kann man den Entwicklern ein sehr großes Lob aussprechen, die zeigen wie viel Liebe zum Detail man in einen 2D-Jumper stecken kann. Das beginnt schon bei der technischen Seite, die aufgrund der 1080 Umsetzung, samt extrem hoher Framerate keine Wünsche offen lässt. Butterweich umgesetzt ist es dabei egal welche Umgebung oder spielerische Einlage man erlebt. Man weiß hier eigentlich kaum wo man anfangen soll, ohne dabei auch noch etwas zu vergessen. Allein die verschiedensten Level Umgebungen strotzen nur so vor Abwechslung und man entführt euch in so ziemlich jedes Thema, das sich für dieses Genre anbietet. Dazu ist vieles animiert und allerorten warten Details auf den Spieler. Egal ob passive Umgebungen, oder im Falle der Murfy Level auch bei den aktiven Umgebungen, die man ja ständig selber beeinflusst. Herrlich anzuschauen sind die Animationen der enthaltenen steuerbaren Charaktere, wobei auch die Gegner teils sehr humorvoll gestaltet sind. Es passt einfach alles in diesem Bereich. Für mich persönlich ein echtes Schmankerl stellen die 8-Bit Levels dar, die mit teils verpixelter Grafik ein so noch nicht gespieltes Erlebnis bringen. Überall warten satte Farben, weiche Farbübergänge und einfach nur verspielte Umgebungen. Perfektionismus pur, der in ein Rayman Spiel passt wie die sprichwörtliche Faust im Gesicht der Gegner. ;-)

Der Sound toppt die grafische und technische Seite in meinen Augen noch ein wenig. Schon bei Origins gab es Hintergrundmusiken, die den Spieler unglaublich in ihren Bann ziehen konnten. Das ist bei Legends in meinen Augen noch einmal verbessert worden. Auch hier strotzen die Welten nur so vor Abwechslung und man kann sich oft nicht satthören an den Musiken. Die sehr gute Qualität rundet diesen Bereich ab. Auch hier sind die 8-Bit und Murfy Level im Allgemeinen einen besonderen Kommentar wert. Ohrwürmer und vor allem motivierende Stücke, die einfach so viel Abwechslung bieten. Das gilt auch für die Effekte. Rayman typisch gibt es hier alles, was man aus der Serie kennt. Neben dem unverwechselbaren Stil, ist auch der Wiedererkennungseffekt sehr hoch. Absolut Klasse was die Entwickler hier auf die Beine gestellt haben.

Multiplayer/Online....

Der Mehrspieler ist in seiner Machart auf der Wii U alles andere als neu. Denn die hier möglichen 5 Spieler boten in der Form auch schon Mario und Luigi. Kein Grund, um nicht auch hier einige lobende Wort zu finden. Denn vor allem der komplett im Hauptspiel integrierte Mehrspieler zieht immer wieder mehrere Spieler vor den Bildschirm. Wie bei Mario und Luigi auch, kann man sich so auch viele Abschnitte durchaus leichter machen. Die gebotene Übersicht ist selbst bei den Musik Levels komplett geboten, wobei bei 2 Spielern das Erlebnis schon perfekt ist. Grund ist auch hier wieder das die Spieler im Vollbild agieren und dazu das Pad mit einbezogen werden kann. Und lustig ist es allemal. Globox und die Kleinlinge zusammen auf dem Bildschirm zu erleben ist einfach ein ganz spezieller Anblick. ;-) Und selbst dann bleibt die Übersicht auf sehr gutem Niveau. Für Freunde des Online Spiels gibt es zwar keinen direkten Modus, um gegen oder mit Freunden zu spielen. Dafür sorgen die Challenges für ein langes Spielvergnügen, auch nach dem Ende des Story Modus. Täglich gibt es diese Herausforderungen, die viele schon von der motivierenden App für die Wii U kennen. Hier nun komplett eingebunden, erleben die Spieler zudem eine angenehme Überraschung. Die Genialitätsstufe aus der App bleibt auch hier bestehen und man wird zusätzlich belohnt, wenn man mit der App einiges erreicht hat. So gibt es gleich nach dem erstmaligen Start von Rayman Legends Bonus Lums ohne Ende, je nachdem wie erfolgreich man in der App war. Es gibt das Ranglisten System und die Geisterdaten in vielen Challenges, die sich natürlich nicht nur auf die täglichen Varianten reduzieren, sondern auch für die länger dauernden Herausforderungen gelten. Auch hier gibt es viel Lob und eigentlich nichts zu meckern.

Fazit....

Die Wartezeit auf den Titel war lang, die Enttäuschung über die Verschiebung seinerzeit groß, umso schöner dass sich die lange Wartezeit gelohnt hat. Denn spielerisch bietet Rayman Legends unglaublich viel und ist allgemein eines der besten Spiele für die Wii U. Selbst die bis jetzt verfügbaren Mario und Luigi Titel müssen sich zumindest im 2D-Bereich mal einem Konkurrenten geschlagen geben. Was die Entwickler hier für eine spielerische Abwechslung in das Spiel gepackt haben, kann man gar nicht oft genug hervorheben und machen aus Rayman Legends etwas ganz Besonderes. Vorbei die Zeiten, wo man einfach nur mehr oder weniger Anspruchsvoll von links nach rechts gehüpft ist. Hier mischt man viele Elemente mit einer exzellenten Spielbarkeit und teilweise neuen und recht abgedrehten Dingen. Der Spieler wird immer wieder überrascht und dabei auch gefordert, ohne dass es unfair zugeht oder gar langweilig wird. Der mittlerweile für Wii U Verhältnisse gewohnte 5 Spieler Support in einem Jumper zieht auch hier seinen Reiz und das Spiel bietet mit den Challenges auch Futter nach dem Ende des Story Modus. Sofern selbst dort das Erreichen aller 700 Embleme ein Ding für sich darstellt. Man kann Ubisoft und Michel Ancel nur beglückwünschen. Mit Rayman Legends ist ihnen für uns Spieler ein außergewöhnliches Game gelungen, das die Messlatte für künftige Konkurrenten extrem hoch gelegt hat.

 

+ Unglaublicher Jumper
+ Abwechslungsreich ohne Ende
+ Gelungene Steuerung
+ Gelungene Spielzeit/Anspruch
+ Humorvoll umgesetzt
+ Mehrspieler mit guter Übersicht
+ Grafik / Bezaubernde Musik
+ Täglich neue Challenges
+ Komplett Deutsch
- Nichts was man erwähnen muss

GRAFIK: 89%

SOUND/EFFEKTE: 92%

MULTIPLAYER: 89%

GESAMTWERTUNG: 92%

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