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Wii U Pikmin 3
 
 
Pikmin 3 - Wii U
Matthias Engert (12.08.2013)

SYSTEM: Wii U-PAL
ENTWICKLER: Nintendo
GENRE: Strategie
SPIELER: 1-2 Spieler
HANDBUCH: Deutsch
SPEICHER: 100 MB
DOWNLOADS: Ja
SCHWIERIGKEIT: 1-7
CONTROLLER: Pad,Remote,Pro
SPRACHHÜRDE: Keine
ALTERSFREIGABE: USK6
5.1/DD/HD: Ja/Nein/1080p
TERMIN: Erhältlich
PREIS: ca.40 Euro
KOMPLETTLÖSUNG: Nein
CHEATS / TIPPS: Nein
ONLINE GAMEPLAY: Nein
MIIVERSE: Ja

   
TESTUPDATE vom 15.10.2013....

Wie heißt es so schön. Aus aktuellem Anlass melden wir uns noch einmal kurz zu Wort. ;-) Grund genug gibt es und zumindest ein wenig wurden die Wünsche der User ja erhört. Denn die meisten Pikmin 3 Spieler haben die Spielzeit zwar intensiv genossen, hätten sich aber dennoch etwa mehr Inhalt gewünscht. Dem kommt Nintendo jetzt nach und veröffentlicht aktuell den ersten Zusatz Content für Pikmin 3. Leider nichts was den Abenteuer Modus verlängert oder erweitert, dafür aber neues Futter für die Freunde der Missionen bietet. Denn genau hier gibt es Neues zu berichten. Wer also seinen Pikmin 3 wieder im Schrank vergraben hat, darf ihn nun wieder herausholen. Erste Bürgerpflicht ist das Update auf die neue Version 1.2.0. Ist dies geschehen, startet man das Spiel und entdeckt nun auf der Hauptseite ein eShop Symbol über dem Button Missionen. Startet ihr diesen, erscheint nun oben links ein neuer Button "Nintendo eShop". Über diesen wählt man sich nun direkt vom Spiel aus ein und bekommt schlussendlich das aktuelle Angebot zu sehen. Dieses beinhaltet in dieser Variante die Zusatzlevels 7-10, die es hier gleich im Set gibt und später im Missionen-Modus die untere Reihe bei der Schatzsuche füllen. Diese 4 neuen Missionen decken den Sammelteil der Missionen ab und belegen im Speicher 42MB. Kostenpunkt für das gesamte Set ist 1,99 Euro. Habt ihr genug Guthaben, könnt ihr direkt von hier aus die Missionen herunterladen und landet am Ende wieder im Spiel auf dem Missionen Menu. Um die neuen Missionen spielen zu können, bedarf es eines komplett Neustarts des Spiels. Erst dann sind sie auch direkt anwählbar.

Alle 4 neuen Missionen können in beliebiger Reihenfolge gespielt werden und bringen inhaltlich vor allem völlig neue Umgebungen mit, die man bisher so nicht gesehen und gespielt hat. Auch wenn sie natürlich thematisch an den Abenteuer Modus angelehnt sind. Es Warten neben Wald & Wiesenlandschaften auch Eisgebiete oder Ödland auf euch. Von der Größe her mit den anderen Missionen der Schatzjagd vergleichbar, ist vor allem die Gegner Ansammlung anders gestaltet. Bedeutet hier dass man mehr mischt, da man nicht nur auf 2 oder 3 Pikmin Arten festgelegt ist. Ein Negativpunkt, zumindest in meinen Augen, ist aber auch hier geblieben. Unendlich Zeit hat man natürlich nicht und die Missionen dauern mal 8 und 9 Minuten, in denen ihr versuchen müsst, möglichst viele Schätze und Früchte zu sammeln, um eine der begehrten Auszeichnungen zu erhalten. Dies könnt ihr wie immer mit der ganzen Welt vergleichen und euch damit in Ranglisten verewigen. Spielerisch fordern die Missionen einmal mehr und es ist schon schwierig Gold zu holen. Sprich die neuen Missionen empfinde ich durchaus als einen Tick schwerer. Daraus ziehen die Missionen auch hier natürlich ihren Reiz. Ob man dafür 2 Euro ausgeben möchte, muss zwar jeder mit sich selber ausmachen, ich für meinen Teil kann das aber empfehlen. Gerade für die ausgehungerten, die einfach nicht genug vom Spiel bekommen können, erhalten hier neues Futter. Auch wenn das leidige Thema Zeitlimit wieder eine große Rolle spielt. Man darf gespannt sein, wie oft, umfangreich und auch Kostenintensiv kommende Inhalte sein werden. Am Ende des Tests findet ihr auch 2 Videos, die sich nur mit diesem Thema beschäftigen.

Einleitung....

Ein Jahrzehnt zwischen 2 Teilen einer Spieleserie, das ist im Moment wohl eher die Ausnahme. Bei schlechten Vorgängern interessiert das niemanden, bei absoluten Knaller Games sieht das natürlich anders aus. Die Pikmin Serie ist ein perfektes Beispiel dafür. Knapp 10 Jahre ist es her, dass Nintendo die kleinen Racker auf die Spieler losgelassen hat. Und erst auf der Wii U sollten die Gamer dann endlich erhört werden. Teil 3 wurde angekündigt und die Erwartungshaltung schoss fast schon ins Unermessliche. Unvergessen das Gegröhle und die fast schon regelrechten Jubelstürme bei der E3 Vorstellung im Saal, als eigentlich nur die Musik eingespielt wurde. Ging mir nicht anders und auch meine Wenigkeit konnte von den Pikmin seinerzeit eigentlich nie genug bekommen. Besonders der 2er war und ist schon eine echte Perle im Spieleschrank. Eine Messlatte die sich Nintendo damit selber hochgelegt hatte und man war echt gespannt, was sie sich für Teil 3 alles haben einfallen lassen. Mittlerweile ist der dritte Teil erschienen und der Abspann gelaufen. In welche Kategorie man Pikmin 3 nun einordnen kann und was vor allem spielerisch auf euch wartet, das verraten wir euch im folgenden Test.

Menus und die Story....

Nach der langen Wartezeit war eigentlich auch klar, dass sich hier Nintendo selber um die Entwicklung gekümmert hat. Das Thema Auftragsentwicklung spielt hier also mal keine Rolle. Auch nicht weiter überraschend sind die Rahmenbedingungen zum Spiel. Komplett Deutsch in Sachen Texten, kommt beim Sound die gewohnte 5.1 Ausgabe zum Einsatz. Sprachausgabe und Nintendo, dass erlebt man auch hier kaum. Einzig im Vor- und Abspann wird man damit erfreut. Die Akteure im Spiel selber haben mal wieder eine der vielen Pseudosprachen bekommen, die wir in unserer langen Nintendo Historie nun schon erleben durften. Grafisch kommt Pikmin 3 in feinstem 1080p daher, was man dem Spiel an vielen Stellen auch ansieht. In Sachen Mehrspieler gibt es erneut einen lokalen 2-Player Modus, während man Online leider nur Rankings einsehen und Miiverse nutzen kann. Speichertechnisch schlägt das Spiel mit 100MB zu Buche, wovon 70MB allein für Update Daten reserviert werden. Nach knapp 10 Jahren durfte man gespannt sein, was man sich für die Story hat einfallen lassen. Olimar und sein Kumpel sind Geschichte und spielen doch eine große Rolle im aktuellen Auftritt. Hier dreht es sich zunächst um den Planeten Koppai, der an starker Nahrungsknappheit leidet. Um das zu ändern werden Sonden in die Weiten des Alls geschickt. Als man die Hoffnung fast schon aufgegeben hatte, wurde die letzte Sonde fündig und es wurde ein Planet entdeckt, auf dem Nahrung in ausreichender Menge zu finden sein sollte. Es wurde nun eine Expedition ins Leben gerufen, die sich auf den Weg macht, diesen Planeten zu besuchen und die Nahrung nach Koppai zu holen.

Soweit die geplanten Dinge. 3 neue Helden wurden zum neuen Planeten geschickt, die bei der Landung auf ziemlich unsanfte Weise voneinander getrennt wurden. Alle 3 über verschiedene Ecken des Planeten verstreut, müssen sie sich zunächst einmal selber finden, ehe sie auch nur einen Gedanken an Nahrung verschwenden können. Was sie dabei entdecken sollten, sind nicht nur Helden der Vergangenheit, sondern natürlich auch kleine wuselige Wesen mit einem Blatt über dem Kopf. Willkommen in Pikmin 3. ;-) Etwas enttäuscht durfte man durchaus vom Vorspann sein. Hier werden euch einzig kleine Zeichnungen präsentiert, während sich der Sprecher über die Geschichte auslässt. Beim ersten Spielstart beginnt sofort das Spiel, während nach dem ersten Speichern zunächst das Titel- und natürlich Hauptmenu auf euch wartet. Hier findet man den Abenteuer Modus, die Missionen und das sogenannte Bingoduell, das einen der Mehrspieler Bereiche abdeckt. Optionen in dem Sinne gibt es im Spiel keine. Muss es auch nicht, da vieles erneut klaren Regeln folgt. Einzig beim Thema Schwierigkeitsgrad oder den zahlreichen Zeitfakten hätte man sich so etwas durchaus gewünscht. Also halten wir uns nicht lange auf und steigen nach gefühlten 50 Jahren endlich wieder in ein Pikmin Abenteuer ein.

Das Gameplay....

Nach einer so langen Pause muss man beim Test durchaus etwas ausholen und es würde in meinen Augen nicht reichen, einfach nur auf Unterschiede zwischen Teil 2 und 3 einzugehen. Viele Leser werden vielleicht den ersten Kontakt mit dem Spiel machen. Daher versuche ich mal den schmalen Grat zwischen dem Urschleim des Spielprinzips und den neuen Dingen zu finden. Sobald nun also der magere Vorspann Geschichte ist, übernehmt ihr einen der drei neuen Protagonisten. Nach dem Gesetz der Serie dürften in Teil 4 ja dann wohl 4 Helden auf uns warten. ;-)) Das Pikmin Spielprinzip baut auf einer Mischung aus Strategie und Action auf, wobei in diesem Spiel nichts ohne die kleinen Bewohner des Planeten läuft, den Pikmin. Kleine Lebewesen, die in verschiedenen Klassen vorhanden sind und allerlei Fähigkeiten und Aufgaben innehaben. Nur mit ihnen kann der Spieler alle Aufgaben erledigen. Die eigentlichen Story-Helden sind wenn man so will nur die Befehlshaber und lassen die Pikmin arbeiten. Ein weiteres übergeordnetes Ziel ist dann natürlich auch das Thema Nahrung. Nicht nur weil man diese zum Heimatplaneten holen soll, sondern auch um hier erst einmal zu überleben. Denn für jeden gespielten Tag müssen die Racker 1 Nahrungseinheit zu sich nehmen. Das Spiel beginnt dabei mit 3 verfügbaren Nahrungseinheiten, so dass man also schnellstens für Nachschub sorgen muss. Die erste Zeit im Spiel ist man nun mit nur einem Helden unterwegs, mit dem man seine ersten Gehversuche unternimmt und das Grundprinzip schnell kennenlernt.

Grundlage ist das generieren und befehligen der Pikmin. Ihr als Spieler schaut dabei in Iso Sicht auf das Geschehen. Schade das Nintendo auf die Höhenkamera hier nun verzichtet und man nicht mehr die knuffigen Nahaufnahmen wie im zweiten Teil hinbekommt. Kameratechnisch könnt ihr mittels rechtem Stick nur die Blickrichtung beeinflussen. Der linke Stick auf dem Pad dient zum Steuern des gerade aktiven Charakters. Die Pikmin selber steuert man nicht direkt, sondern sie folgend automatisch dem aktuellen Befehlshaber. Gespielt werden kann Pikmin 3 sowohl mit dem Pad, als auch dem Pro Controller und dem Remote/Nunchuk Doppel. Auch hier macht sich das Pad durchaus am besten, da auf dem Screen zusätzlich die Karte zu sehen ist und auch erweiterte Steuerungsfunktionen genutzt werden können. Aber dazu gleich noch etwas mehr. Logisch das man zu Beginn die ersten Pikmin findet und lernt mit ihnen zu agieren. Dabei gibt es nun in Pikmin 3 erneut 2 neue Pikmin Sorten. Einmal die Stein-Pikmin und die fliegenden Pikmin, welche die Möglichkeiten durchaus erweitern. Das im Spiel insgesamt 7 Arten enthalten sind, muss man aber relativieren. Denn die aus dem zweiten Teil bekannten weißen und violetten Pikmin sind hier nicht im Abenteuer zu finden, sondern nur in den alternativen Missionen. Das Spiel ist dabei wieder voller Abhängigkeiten, die aufeinander aufbauen. So findet Ihr wieder gleich zu Beginn die roten Pikmin. Zuerst ein paar wenige, die in einem speziellen Gebilde, der sogenannten Zwiebel zuhause sind. Mit diesen Pikmin beginnt alles.

Die Pikmin haben verschiedene Fähigkeiten, die sich im Verlauf des Spiels als unbedingt notwendig erweisen und Ausbaufähig sind. Allen gleich ist die Notwendigkeit des Vermehrens. Nur ein Pikmin reicht nicht um hier was zu reißen. Also muss man für mehr der kleinen Racker sorgen. Dies geschieht auf mehreren Wegen. Zu Beginn mit wenigen Pikmin ist dies zuerst mühselig. Erste und einfache Variante ist es kleine Items zu finden die wie ein überdimensionaler Puck aussehen. Auf diesen Items, die es in mehreren Größen gibt, steht immer eine Zahl. Diese Zahl definiert die Anzahl an Pikmin die man benötigt um es durch die Gegend schleppen zu können. Einfach gesagt drückt man die ZR-Taste um einen visuellen Kreis zu erschaffen. Alle in diesem Kreis befindlichen Pikmin folgen dem aktuellen Befehlshaber. Per Stick bewegt man dann diesen Kreis frei um sich herum, um Pikmin damit zu "aktivieren". Hier ist natürlich die Remote mit der Pointer Funktion ein richtiger Vorteil gegenüber dem Pad. Nehmt Ihr einen und werft ihn auf eine Pflanze mit dem Symbol 1 so "erntet" er dieses und trägt es selbstständig zur Zwiebel, von es eingesaugt wird. Praktisch wird das Item verarbeitet und oben aus dem Gebilde fällt oder fallen nun neue Pikmin der gleichen Farbe. Diese verschwinden zunächst im Boden und einer der Helden muss sie herausziehen. Danach folgen sie euch ebenfalls automatisch. Zweite Variante ist natürlich das Besiegen von Gegnern, die einmal am Boden ebenfalls von einer bestimmten Anzahl Pikmin getragen werden und über die Zwiebel für Nachwuchs sorgen. Später im Spiel kommt natürlich ein Kick durch 3 unabhängig agierende Befehlshaber.

Sprich man kann mit jedem einzeln eine bestimmte Anzahl Pikmin befehligen und an verschiedenen Orten der jeweiligen Location arbeiten. Per Y-Taste schaltet man dann immer zwischen den Helden und deren Pikmin Horde um. Weist man einer Gruppe Aufgaben zu, machen sie dies automatisch, bis man die anderen wieder übernimmt. Hat man anfangs 10 oder gar 20 Pikmin zusammen, kann man sich größeren Items widmen oder auch Gegnern im Spiel. Folgen euch die Pikmin automatisch, könnt Ihr sie zum einen mit der B-Taste deaktivieren, das heißt irgendwo "parken" oder neben einem Item dazu bringen dieses aufzunehmen. Gerade bei Objekten mit 15 oder mehr geforderten Pikmin hilfreich. Bei kleineren Objekten oder auch diversen Wegerätseln kann man die Pikmin auch per A-Taste einzeln und gezielt werfen. Positiv das man per L-Taste zwischen den verschiedenen Arten der Pikmin durchschalten kann. Selbst die anderen beiden Helden kann und muss man teilweise durch die Gegend werfen. Grobes Ziel ist es nun mit den Pikmin die verstreuten Nahrungen aufzusammeln und zurück zum Raumschiff zu bringen. Das geschieht im Spiel nun in 5 voneinander unabhängigen Locations, wobei die letzte eine spezielle Aufgabe für euch bereithält. Wie Items oder erledigte Gegner benötigt auch jedes Nahrungsteil eine bestimmte Anzahl an Pikmin zum wegtragen. So ganz langsam merkt der Spieler danach dass mehr auf ihn wartet als gedacht. Zunächst einmal hat man nicht ewig Zeit. Geblieben ist der Zeitdruck innerhalb eines Tages vom Sonnenaufgang bis zum Untergang. Knappe 15 Minuten dauert einer der Tage, über was man wieder trefflich diskutieren kann.

Entschärft in Pikmin 3 aber auch durch die Tatsache, dass nach 30 Tagen nicht Schluss ist. Hier gibt es eigentlich keine Grenze und wirklich erst nach dem letzten Boss ist Schluss. Man kann so durch das Spiel fegen, nur das Notwendigste erledigen und in 7 Stunden das Abenteuer schaffen, oder aber versuchen alle der 66 Früchte im Spiel zu holen. Dann sitzt man zumindest um die 15 Stunden am Spiel. Bin da selber das beste Beispiel und habe 50 Tage mit dem Spiel erlebt. Aber man muss durchaus hier schon anmerken, dass im Vergleich zum zweiten Teil weniger Inhalt vorhanden ist. Auch der Anspruch sollte nicht so hoch sein, wie beim eigenen Vorgänger. Denn um dort die 200 Schätze zu finden, wurde dem Spieler teilweise anspruchsvollere Kost geboten. Aber ich schweife ab. Es gilt also auch im 3er wieder die Mischung aus effektivem Arbeiten und den typischen Entdeckertouren zu schaffen. Hier macht sich natürlich das Feature mit 3 Helden zu agieren schon sehr gut. Je mehr Pikmin Arten ihr nun findet, umso sorgsamer muss man auch deren Zusammensetzung wählen. Denn ebenfalls geblieben ist die Anzahl der maximal in der Location agierenden Pikmin. Auch im 3er ist bei 100 Pikmin Schluss. Wie ich fand an der Grenze bei 5 Pikmin Arten. Neben alten Bekannten gibt es nun eben auch wieder 2 neue Arten. Zunächst nicht neu sind die 3 Grundarten. Die roten Pikmin sind Allrounder was Kampf und Kraft angeht und halten auch Feuer stand. Die gelben verfügen über die Fähigkeit Elektro-Angriffen standzuhalten oder z.B. geladene Zäune und Tore einzureißen. Dazu die Fähigkeit der Blauen, die durch Wasser gehen können. Gleichzeitig muss der Spieler aufpassen eben durch diese Fähigkeiten die anderen nicht zu verlieren. So sterben die roten bei Wasser Berührung, während z.B. die gelben und blauen bei Feuer Kontakt schnell die ewigen Jagdgründe besuchen können.

Die beiden neuen Arten könnten nun unterschiedlicher nicht sein. Die Stein Pikmin sind zum einen stark und können auch Glas und ähnliche Barrieren zerstören. Die Flugpikmin sind vom spielerischen Ansatz her fast schon überfällig gewesen. Sie sind zwar schwache Kämpfer, können aber auch bei versperrten oder nicht gangbaren Wegen Items und sonstiges zur Zwiebel oder dem Raumschiff bringen. Auch Wasser stellt kein Hindernis dar, sofern der Befehlshaber nicht in die Tiefe muss. Aber normale Bäche kann man also auch mit den fliegenden Rackern überwinden. Nur bei fliegenden Gegnern zeigen sie was sie können. Gerade wenn man also ein Gebiet oder einen Bereich das erste Mal im Spiel besucht, sind je 20 Pikmin sinnvoll, da alle doch mal gebraucht werden. Alternativ lässt man einen der 3 Helden am Raumschiff zurück, falls man Nachschub holen muss. Dabei greift euch in Sachen Tageszeit und Dauer eines Tages das Spiel ein wenig unter die Arme. Gefundene Items oder Gegnerreste bleiben bis zum nächsten Tag liegen, so dass man nicht auf Krampf alles gleich am selben Tag holen muss. Genauso kann es sein, dass ihr natürlich Tage habt, an denen ihr mal keine Nahrung findet, während an anderen Tagen gleich mehrere gefunden werden. Das passt schon ganz gut. Die meiste Zeit ist man mit dem Erkunden beschäftigt und muss sich mit vielen kleinen Wegerätseln befassen. Barrieren unter Wasser sind nur mit den Blauen Pikmin zu öffnen, während z.B. feurige Hindernisse nur mit den roten machbar sind. Dafür kann man die Pikmin auch trennen und jedem Befehlshaber eine Sorte an die Hand geben. Das ständige Wechseln ist an der Tagesordnung und geht auch relativ leicht von der Hand.

Um nach und nach alle Gebiete freizuschalten, gilt es neben der Nahrung eben auch wieder einige Bosse zu erledigen. Diese sind im Vergleich zum 2er aber bedeutend weniger und auch leichter zu besiegen. Gilt auch für den letzten Endboss des Spiels, der zwar nett anzuschauen ist, aber den Spieler vor keine unlösbare Aufgabe stellt. Dabei hilft das Spiel auch mehr als früher. Die Pikmin sind erneut entwicklungsfähig, sprich man kann sie stärker und schneller machen. Musste man früher einen speziellen Saft in der Umgebung finden, wird das hier gleich über den roten Krafttrank mit erledigt. Früher wurden sie beim Nutzen des Saftes nur für kurze Zeit stärker, blieben aber in der einfachen "Blattvariante". Im 3er bekommen sie beim Trank gleich auch die Blüte über dem Kopf und damit das Upgrade. Gut gemeint, macht den Titel aber natürlich nicht schwerer. Ist leider nicht ganz der einzige Kritikpunkt, eben wenn man auf den eigenen Vorgänger schaut. Gegner an sich sind weniger eingebaut und nach einigen Versuchen weiß man auch, wie man diese schnell und effektiv besiegt. Auch die Wegerätsel hätten allein durch die beiden neuen Arten intensiver und vor allem zahlreicher sein können. Wirklich gut sind hier vor allem die neuen Brückenrätsel, bei denen man zig Bruchstücke in der Umgebung erst einmal finden muss. Oft nur mit bestimmten Pikmin zu erreichen, gilt auch in Pikmin 3 einmal mehr, dass man viele Gebiete mehrmals besucht. Über die Weltenkarte werden euch die Gebiete und schon geholten Nahrungseinheiten angezeigt.

Das macht erneut einen sehr großen Spaß, sich den zunächst oft liegengelassenen Früchten zu widmen. Und da man zumindest nicht auf die reine Tagesanzahl schauen muss, ist zumindest dieser Zeitdruck weg. Über die 15 Minuten pro Tag kann man dann wieder reichlich diskutieren. Etwas mehr Zeit und dadurch auch größere Locations wären durchaus eine feine Sache gewesen. Von daher wiegen die Neuheiten nur zum Teil die lange Wartezeit wieder auf und ich muss zugeben, für den Test noch einmal ein paar Stunden in den 2er investiert zu haben. Und spielerisch macht dieser immer noch mehr her und zieht seinen Reiz auch durch die Anzahl der Schätze dort und vor allem das Höhlen-Gameplay, in denen die Zeit ja nicht vergeht. Das bietet der 3er z.B. gar nicht. Gespeichert wird demzufolge hier nur nach einem Tag. Innerhalb eines 15minuten Tages macht das dann auch wenig Sinn. Das Thema Zeitlimit beschäftigt mich aber auch noch aus einem anderen Grund. Hat man das Hauptspiel mal durch, oder will sich mal eine Session zwischendurch gönnen, so kann man dafür die Missionen nutzen. Hier könnt ihr 3 Modi wählen. Einmal nur um Schätze zu holen, nur Gegner zu besiegen, oder auch um alle Bosse aus dem Abenteuer noch einmal einzeln zu erleben. Dafür stehen euch einige spezielle Level zur Verfügung, die sich thematisch an das Abenteuer anlehnen. Allein und zu zweit spielbar ist aber auch hier der Zeitrahmen das Problem. Teilweise weniger als 10 Minuten machen hier viele Missionen eher zum Krampf. Da hilft dann auch das Ranking System für einen Vergleich Online mit anderen Spielern nicht. Zeitdruck ist gut und schön, aber hier in meinen Augen zu viel des Guten.

Denn gerade für eine entspannende Session und das Spielprinzip bietet sich dafür ja nun schon an, ist das in meinen Augen hinderlich um auf lange Sicht Spaß zu haben. Man muss also schon klar differenzieren. Spaß macht Pikmin 3 auf alle Fälle und jedem Pikmin Fan muss man den 3er schon ans Herz legen. Aber im Vergleich zum Vorgänger zieht er den Kürzeren in meinen Augen.

Grafik & Sound....

Grafisch müssen wir nicht lange um den heißen Brei reden, oder gar den Vorgänger zum Vergleich heranziehen. Pikmin 3 ist grafisch ein äußerst gelungenes Spiel, das vor allem durch die Farben, Details und vielen kleinen Animationen glänzt. Allein die Wassereffekte sehen fantastisch und geben der ganzen Umgebung auch ein sehr lebendiges Flair. Dazu die wilde Wuselei der Pikmin, auch wenn man den Kamerazoom der alten Teile eben nicht mehr erlebt. Die verschiedenen Tageszeiten sind sehr schön in Szene gesetzt und selbst Regen spielt hier mal eine Rolle. Auch wenn er sich spielerisch nicht auswirkt. Klares Highlight sind dazu die Bodentexturen, die teilweise extrem scharf daherkommen. Das stellt schon einen Quantensprung gegenüber dem 2er dar. OK ist ja auch kein Kunststück. ;-) Auch die Gegner sind sehr gut gestaltet und im Falle der Bosse auch Bildschirmfüllend. Kritikpunkt ist halt die Vielfalt und Menge. Nur wirklich wenig neue Varianten haben den Weg in den 3er gefunden. Dazu kommt auch hier wieder eine gelungene Animationsfülle der Helden und Pikmin, die ebenfalls der Lebendigkeit der Spielwelt zugutekommt. Weiteres Highlight ist je nach Kameraposition eine recht plastisch wirkende Umgebung, die ebenfalls sehr edel rüberkommt. Technisch gibt es nichts zu meckern. Hier bekommt man erneut die gewohnte Nintendo Qualität geboten. Das gilt auch für KI der Pikmin, die sich durchaus leicht verbessert zeigt.

Beim Sound gilt ähnliches wie bei der Grafik. Verschiedene Musikstücke, die sich auch je nach Tageszeit, Situation und Ort voneinander unterscheiden, passen durch die melodische Machart sehr gut zum Geschehen. Highlight, wenn auch nicht neu, sind die Soundeffekte. Klingen sehr satt und sind so typisch für die Serie. Hier fühlt man sich schon nach wenigen Minuten sofort heimisch. Sprachausgabe wäre schön gewesen, aber wir sind ja mittlerweile die Machart wie hier durchaus gewohnt.

Multiplayer/Online....

Der Mehrspieler in Pikmin 3 bietet in meinen Augen Licht und Schatten. Schade dass man den Abenteuer Modus nur allein spielen kann. Hier wäre Team Play durchaus wünschenswert gewesen. Möglich ist das nur im Missionen Modus und dem Bingoduell. Kritikpunkt gerade auf der Wii U ist das fehlende Spielen auf dem Pad. Zwar kann man per Minustaste im Einzelspieler auch nur auf dem Pad-Bildschirm spielen. Im Mehrspieler geht das dann leider nicht. Hier kommt dann die alte Splitscreen Variante zum Einsatz. Schade da mittlerweile doch viele Spiele auf das Pad setzen, wenn es um 2Player Action geht. Nehmen wir die Missionen zu zweit mal heraus, die aufgrund des Zeitlimits nicht den erhofften Spaß bringen, punktet das Bingoduell überraschenderweise. Hier geht es ebenfalls in einem abgegrenzten Areal zur Sache, ohne das euch dabei ein Zeitlimit im Nacken sitzt. Hier geht es darum, die auf einer Bingo Karte befindlichen Objekte möglichst schnell zu holen, so dass man eine Reihe füllt. Dabei kann man den Gegner ärgern und verfügt über genug Möglichkeiten die Pikmin Arten zu nutzen. Hat was und macht auch im Splitscreen durchaus Laune.

Fazit....

Puh Nintendo…, da gebt ihr einem aber eine Aufgabe an die Hand Pikmin 3 richtig einzuschätzen. Denn für mich erzeugt Pikmin 3 schon ein lachendes und weinendes Auge. Lachend natürlich wenn ich die gespielten Stunden resümiere. Pikmin 3 macht Spaß und gibt dem ausgehungerten Pikmin Fan nach langer Zeit neues Futter an die Hand. Grafisch und technisch ein sehr überzeugendes Spiel, bringt das Spiel Neues mit das auch gefällt. Angefangen bei 3 Helden, neuen Pikmin Arten und dem so lange vermissten Pikmin Flair in neuen Umgebungen. Was man spielt macht Spaß und man will eigentlich viel mehr davon haben. Genau hier setzt aber auch das weinende Auge an. Würde man es ganz kritisch sehen, könnte man auch meinen, was ist in den letzten knapp 10 Jahren eigentlich passiert? Denn einige Stunden mit dem 2er zum Vergleich haben mir auch gezeigt, dass der 3er nicht den Umfang und Anspruch seines Vorgängers mitbringt. Dafür sind die Neuheiten fast schon etwas dürftig. Weniger Gegner, geringere Spielzeit und seichterer Anspruch lassen da schon den einen oder anderen Seufzer aufkommen. Gemessen an der langen Pause zwischen Teil 2 und 3 wäre in meinen Augen durchaus mehr drin gewesen, auch wenn der 2er die Messlatte schon sehr hoch gelegt hat. Trotz einer klaren Empfehlung und dem erlebten Spaß kommt man um diese Meinung aber eben nicht herum. Übrigens gibt es den 2er als New Play Control auch für die Wii. Und die laufen ja bekanntlich auch auf der Wii U. Nur so als Hinweis für all die Spieler, die den zweiten Teil nicht kennen. ;-)

 

+ Pikmin Charme zieht auch 2013
+ Zeitloses Spielprinzip
+ 3 steuerbare Charaktere
+ Grafisch sehr gelungen
+ 2 neue Pikmin Varianten
+ Mehrspieler gelungen
+ Gameplay finale Location
+ Komplett Deutsch
+ Möglichkeiten durch 5 Arten...
- ...aber nicht konsequent genutzt
- Spielzeit Abenteuer
- Keine Höhenkamera mehr
- Vergleichbar weniger Gegner
- Anspruch geringer als in Teil 2

GRAFIK: 90%

SOUND/EFFEKTE: 83%

MULTIPLAYER: 79%

GESAMTWERTUNG: 82%

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