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Wii U Mighty No.9
 
 
Mighty No.9 - Wii U
Jan Rehm (20.07.2016)

SYSTEM: Wii U-PAL
ENTWICKLER: Inti Creates Co.,Ltd
GENRE: Action
SPIELER: 1(2) Spieler
HANDBUCH: Deutsch
SPEICHER: 2MB
DOWNLOADS: Ja
SCHWIERIGKEIT: 3-8
CONTROL: Pad/Pro
SPRACHHÜRDE: Keine
ALTERSFREIGABE: USK12
5.1/DD/HD: Ja/Nein/720p
TERMIN: Erhältlich
PREIS: ca.30 Euro
KOMPLETTLÖSUNG: Nein
CHEATS / TIPPS: Nein
ONLINE GAMEPLAY: Ja
MIIVERSE: Nein

   
Einleitung....

Wenn ich so an meine Videospiel-Anfänge Ende der 80ziger, Anfang der Neunziger nachdenke, fallen mir sofort Titel wie Turrican und Probotector und später dann auch Metal Slug sofort ein. Ja auch Mega Man war damals sicherlich mit von der Party, allerdings habe ich Mega Man nie große Beachtung geschenkt. Warum dies damals so war, kann ich beim Spielen von Mighty No.9 wieder nachvollziehen.

Menus und die Story....

Der Planet wird bedroht. Einst friedliche Roboter wurden von einem Virus befallen und laufen nun Amok. Einzig und allein "Beck", also eure Spielfigur, wurde davon verschont und muss den Wahnsinn aufhalten… Sorry recht wenig, aber mehr ist es nun mal an Story nicht. Im Hauptmenü selbst stehen neben dem Hauptmodus, noch der EX Modus und die Optionen zur Verfügung. In den Optionen findet ihr neben den typischen Einstellungen wie Helligkeit und Lautstärke, zusätzlich noch die Möglichkeit zwischen "normalen" Sound und Retromusik zu wechseln. Auch könnt ihr die Anzahl, der euch von Beginn an zur Verfügung stehenden Leben ändern. Werte zwischen 2 und 9 sind hier möglich. Auch an Fans der original japanischen Sprachausgabe wurde gedacht, die sich auf Wunsch einstellen lässt. Deutsche Sprachausgabe gibt es nicht, wohl aber deutsche Untertitel.

Das Gameplay....

Durchaus nicht ganz unwichtig ist der Fakt, sich unbedingt das mittlerweile verfügbare Update herunter zu laden. Ohne dieses könnt ihr einige Probleme beim Spielen bekommen. Fangen wir aber nun mit dem Hauptmodus an. Ob ihr am TV spielt oder aber auf dem Gamepad ist euch überlassen, beides ist möglich. Der Touchscreen eures Gamepads erfüllt bei Mighty keine "spezielle" Funktion. Gesteuert wird wahlweise mit dem linken Stick oder mit dem Steuerkreuz. Wobei ich persönlich das Steuerkreuz bevorzuge, da sich Beck hier präziser steuern lässt. Mit Button X springt und mit Y feuert euer Protagonist. In der linken oberen Ecke wird eure Powerleiste angezeigt, die sich entsprechend bei jedem Treffer verringert, aber auch mit gesammelten PowerUps wieder auffüllen lässt. Habt ihr alle Leben aufgebraucht, geht es mit unendlich vielen Continues weiter. In der rechten oberen Ecke wird eure Punktzahl angezeigt. Mighty No.9 ist ein klassisches japanisches 2D-Side-Scrolling-Spiel. Insgesamt gilt es zunächst 9 Stages zu bestehen, wobei ihr hier bis zu 12 erspielen könnt. Nicht umsonst gibt es eine entsprechende Erweiterung für das Spiel. Am Ende jeder Stage wartet ein Boss. Ist der Boss erledigt, erfolgt eine Abschlussbewertung. Weiterhin wird euch die Zeit angezeigt, die ihr zum Abschluss des Levels verbraucht habt. Ich selbst habe pro Level, inklusive Boss um die 10 Minuten benötigt.

Die Gegnervielfalt pro Level geht absolut in Ordnung, auch wenn es über alle Stages gesehen durchaus Wiederholungen gibt. Die Bosse sind das optische und spielerische Highlight am Ende eines jeden Levels, die es durchaus in sich haben und nur mit guter Taktik zu besiegen sind. Wobei diese gern für meinen Geschmack, etwas größer hätten ausfallen dürfen. Ist das erste Level abgeschlossen, habt ihr sofort die Möglichkeit, alle Levels zu betreten. Was mich dann nicht unbedingt reizt, ein Level abzuschließen, da ich auch so in das nächste springen kann. Ein weiterer großer Kritikpunkt, gerade am Anfang des Spiels ist, ihr müsst vieles selbst herausfinden, denn Spielmechaniken werden einfach nur sehr dürftig erklärt. Warum leuchtet ein Gegner, nachdem er mehrmals getroffen wurde, in unterschiedlichen Farben? Was sind das für Kreise über dem Kopf eures Protagonisten? Ist es zu viel verlangt, dies dem Spieler in den ersten Minuten zu erklären? Ich denke nicht. Also finden wir es eben selbst raus. So können wir mittels "Dash-Attacke", nachdem wir einen Gegner mehrmals per Waffe getroffen haben und dieser in unterschiedlichen Farben leuchtet, diesen dann absorbieren. Hier habt ihr dann die Möglichkeit, je nach Farbgebung des Gegners, Waffenverbesserungen, Geschwindigkeits-Boosts oder Heilung zu erhalten. Habt ihr einmal durchgespielt wartet auf euch…, leider so gut wie nichts. Somit ist der Wiederspielwert relativ gering. Ausnahme ist der EX Modus plus einige Zusätze, die zumindest den Secrets Gehalt nach oben schrauben.

Zur Verfügung steht euch, allerdings schon von Anfang an, wenn auch noch nicht komplett freigespielt, der EX-Modus. Im EX Modus selbst gilt es in verschiedenen Stages ein bestimmtes Ziel zu erreichen. Neben dem Zeitlimit, machen auch verschiedene Handicaps das Erreichen des Ziels schwieriger. So müsst ihr Beispielweise alle Gegner erledigen bevor die Zeit abgelaufen ist, oder aber müsst innerhalb des Zeitlimits das Ziel erreichen, könnt jedoch keine Angriffe einsetzten. Der EX Modus ist so ganz nett, jedoch wollte auch hier der Funke nicht ganz überspringen. Dazu sind auch die Levels eben oft recht simpel designt, ohne aber dabei auf unfaire Stellen zu verzichten. Zwar ist die einfache Arcade Steuerung samt Sprung Feature der Freund des Spielers, dafür sorgen manchmal Umgebungsdetails und Gegner Platzierungen für leichtes aufstellen der Nackenhaare. So will sich wenig bis kein Kick einstellen und Mighty spielt sich in der Tat durchaus eintönig.

Grafik & Sound....

Alle Stages sind unterschiedlich thematisiert gestaltet. Sei es dass ihr auf glitschigem Eisboden zurechtkommen müsst, euch vor Feuerteppichen in der Raffinerie in Acht nehmen müsst oder aber, ihr euch durch Unterwasser-Level mit geringer Sicht kämpft. Auch wenn die einzelnen Levels unterschiedlich gestaltet sind, so fällt einem doch auf, dass es in den Levels oft an Details fehlt und diese somit kahl wirken. Das Gegnerdesign wirkt für meinen Geschmack oft uninspiriert und zu Comiclastig. Die soundtechnische Untermalung ist eher als unterer Durchschnitt zu bezeichnen, da man diese kaum war nimmt. Fahrstuhlsound halt.

Fazit....

Ob es gelungen ist, hier einen würdigen MegaMan Nachfolger zu erschaffen, kann ich nicht beurteilen, da ich Mega Man so gut wie nie gespielt habe. Allerding sei gesagt, von einem Entwickler mit knapp 30 Jahren Industrieerfahrung, kann man definitiv mehr erwarten und das ist noch sehr sehr gelinde ausgedrückt. Mich selbst hat Mighty No.9 nicht beeindruckt. Wenn wir nochmal an den Anfang des Textes spulen, kann ich jetzt sagen warum ich Mega Man schon damals liegen gelassen habe. Mega Man, Mighty, Probotector, Turrican und Metal Slug sind zunächst auf den ersten Blick alles 2D-Sidescroller. Genauer betrachtet, bezeichne ich jedoch MegaMan und Mighty als 2D-Sidescroll-Jump&Run. Turrican, Probotector und Metal Slug als 2D-Sidescroll-Shoot'em Up's, die mir persönlich mehr zusagen.

 

+ Einfache Arcade Steuerung
+ EX Modus recht umfangreich
+ Secrets freispielbar
- Schnelles Nutzen aller Levels
- Gegner Vielfalt könnte höher sein
- Mäßige Level-Designs
- Ohne Update kaum spielbar!
- Hilfen gut versteckt
- Insgesamt sehr eintönig
- Schwache Story/Präsentation
- Ruckelt gerne mal /Ladezeiten

GRAFIK: 60%

SOUND/EFFEKTE: 50%

MULTIPLAYER: --

GESAMTWERTUNG: 55%

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