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Wii U Monster Hunter 3 Ultimate
 
 
Monster Hunter 3 Ultimate - Wii U
Matthias Engert (29.04.2013)

SYSTEM: Wii U-PAL
ENTWICKLER: Capcom
GENRE: Action
SPIELER: 1-4 Spieler
HANDBUCH: Deutsch
SPEICHER: 155 MB
DOWNLOADS: Ja
SCHWIERIGKEIT: 3-10
CONTROL: Pad,Pro,Remote+CC
SPRACHHÜRDE: Keine
ALTERSFREIGABE: USK12
5.1/DD/HD: Ja/Nein/1080p
TERMIN: Erhältlich
PREIS: ca.50 Euro
KOMPLETTLÖSUNG: Nein
CHEATS / TIPPS: Nein
ONLINE GAMEPLAY: Ja
MIIVERSE: Nein

   
Einleitung....

Es gibt ja immer mal so die Zeiten, in denen man sich als Redakteur wünscht, sich mal lange und intensiv nur einem Spiel widmen zu können. Das ist dann durchaus mal der Fluch unserer Arbeit, wenn einen das Spielfieber packt und man eigentlich immer weiter und weiter will, ohne sich nebenbei mit anderen Games zu beschäftigen. Man kann diese Spiele zwar einzeln aufzählen, aber es gibt sie eben, die durchaus mal den Redakteursalltag lahmlegen können. Monster Hunter 3 Ultimate ist einer davon, der genau dieses Gefühl mal wieder erzeugte, dass ich persönlich das letzte Mal so bei Xenoblade empfand. Wobei es damals noch etwas extremer war. Man kann ja hier durchaus sogar noch von Glück sprechen, dass man mit dem Datentransfer auf den 3DS die Möglichkeit hat, seinen Spielstand ohne Pause auch unterwegs weiter nutzen zu können. ;-) Eines der genialen und schon im 3DS Test hoch gelobten Features, die man mit den beiden Games erleben durfte. Im Gegensatz zur Handheld Version hat man hier aber eben noch den Genuss, daheim auf dem großen TV Bildschirm spielen zu können und in Sachen Steuerung und Übersicht ein noch gelungeneres Spielgefühl zu bekommen. Auch wenn ich wohl nicht den gesamten Text neu schreiben werde, Copy & Paste wird es aber nicht geben. Schauen wir uns also nach der 3DS Version nun den großen Bruder etwas genauer an.

Menus und die Story....

Inhaltlich erwartet euch auch auf der Wii U genau das gleiche Spiel, wie auch schon auf dem 3DS. Sonst wäre unter anderem ja auch das Spielstand Tauschfeature gar nicht möglich. Unterschiede gibt es aber dennoch, die sich aber hauptsächlich auf den hier voll integrierten Online Modus beziehen. Klar dass der gleiche Entwickler auch für die "große" Version verantwortlich war, die sich aber gerade in technischer Hinsicht hier ein wenig mehr austoben konnten. Allem voran natürlich die Auflösung, die in Full HD in vielen Gebieten den alten Tri Spielern unter uns die Augen feucht werden lassen. Auch wenn nicht alles komplett überzeugen kann in diesem Bereich. Soundtechnisch in normaler 5.1 Variante, unterstützt euch aber auch hier die Soundqualität hervorragend beim Gameplay. Manchmal ganz vorteilhaft, nicht sofort nach Release mit dem Test fertig zu sein, sind hier mittlerweile 2 Updates zum Spiel erschienen, die unter anderem auch das Spielen auf dem Gamepad möglich machen. Wäre vor kurzem vielleicht noch ein kleiner Minuspunkt gewesen. Klares Highlight in der Wii U Version ist der angesprochene Mehrspieler. Anders als auf dem 3DS habt ihr hier natürlich eine komplette Online Variante und könnt euch jederzeit mit 3 anderen Mitspielern verabreden. Hier ebenfalls dank des letzten Updates, jetzt mit der Spielergemeinde weltweit. In Sachen Texten ist natürlich auch die Wii U komplett lokalisiert. Dafür erlebt man leider wieder keine Sprachausgabe, die hier und da der Atmosphäre durchaus noch den einen oder anderen Kick gegeben hätte. Speichertechnisch gehört das Spiel zu den etwas hungrigeren Vertretern und knapst euch 155 MB vom wertvollen Wii U Speicherplatz ab, wobei 144 MB allein für die Upgrade Daten draufgehen. Die Geschichte des Spiels ist natürlich die gleiche wie schon in Tri und logischerweise auch im aktuellen 3DS Bruder.

Wie immer eher etwas, dass auch hier in den Hintergrund rückt. Die Geschichte war noch nie die Stärke des Spiels und bietet hier das bekannte Szenario, welches man schon von der Tri Version her kannte. Wenn man es so will, ist es auch hier die typische "Neuling wird zum Experten" Geschichte, wie sie auch in vielen Rollenspielen greift. Hintergrund hier ist das Dorf Moga, wo im Spiel nicht nur die eigentliche Geschichte beginnt, sondern vom Start weg euer stetiger Ausgangspunkt sein wird. Ihr kommt hier als Neuling der Monster Jäger Szene an und dürft euch nun im Jagen, Fangen und Erlegen der enthaltenen Monster bewähren. Auf dem Hausaufgaben Zettel ganz oben steht dabei lange Zeit das Jagen und Töten des "Obermonsters" Lagiacrus. Allerdings ein Thema, dass euch nach einigen Begegnungen im Verlauf wirklich erst später interessieren sollte. Eure Aufgabe ist es vorher neben der eigenen Entwicklung, auch die des Dorfes mit zu beeinflussen. Dabei steht euch wieder eine durchaus immense und größere Spielwelt als in Tri zur Verfügung, die man ähnlich wie in einem PSO immer und immer wieder besucht. Man rüstet seinen Recken immer wieder neu aus, schaltet neue Gebiete frei und begegnet immer stärker werdenden Monstern. Dabei gilt es neue Fertigkeiten zu nutzen und vor allem unzählige Items und Ausrüstungen. Dazu das Materialfeature, das in Monster Hunter fast schon exzessiv ausgelebt werden darf. Keine Story, die einen nun magisch in ihren Bann zieht, aber für das hier gebotene Gameplay perfekt abgestimmt ist. Das ist auch auf der Wii U nicht anders.

Wie auf dem 3DS erwartet euch natürlich auch hier der imposante Vorspann in feinster HD Qualität, der jedem Monster Hunter schnell die Hände feucht werden lässt. Wobei auch Neulinge der Serie schnell Lust auf mehr bekommen werden. Danach landet man auf dem eigentlichen Hauptmenu, das euch mehrere Punkte zur Auswahl gibt. Neben dem Start eines neuen Abenteuers, könnt ihr natürlich einen gespeicherten Spielstand laden. Auch hier gibt man euch 3 Spielstände zur Auswahl, so dass auch innerhalb der Familie jeder so sein eigenes Monstersüppchen kochen kann. ;-) Dazu kommen nun die Optionen, der Punkt Übertragung und abschließend der DLC, der es euch ebenfalls erlaubt Extras wie Quests herunterzuladen. Deckt der Punkt Übertragung, den gleich noch näher beschriebenen Datenaustausch mit dem 3DS ab, locken die Optionen mit einigen Unterpunkten. Neben den Soundeinstellungen, dem Anpassen der Helligkeit und des "Blutfaktors", könnt ihr in den reinen Spieleinstellungen nun eben auch das Gamepad als Hauptbildschirm angeben. Alles Weitere soll uns hier nicht weiter kümmern. Einmal mehr widmen wir uns nun dem Gameplay Teil etwas intensiver.

Das Gameplay....

Gleich zu Beginn dieser Zeilen möchte ich mich wie beim 3DS Test dem Thema Spielstand Tausch widmen, den man hier mit dem 3DS vornehmen kann. Vielleicht hat nicht jeder den Testbericht zur 3DS Version gelesen. Denn nimmt man mal den Netzwerk-Modus heraus, der auf der Wii U den spielerischen Online Teil abdeckt, sind beide Spiele komplett identisch. Das erlaubt Besitzern beider Versionen, eigentlich ohne Pause spielen zu können. Wer am Wochenende also Zuhause auf der Wii U 10 Stunden spielt, kann diesen Spielstand auf den 3DS transferieren und dort über die Woche z.B. weitere 10 Stunden spielen. Hat man wieder mehr Zeit daheim, so kann man das Savegame mit 20 Stunden Spielzeit wieder zurück auf die Wii U überspielen und an genau diesem Punkt dort weiterspielen. Das hat schon was und ist in der Form schon etwas ganz besonderes. Einzig wenn mehrere Personen mit beiden Versionen agieren, wird es Stress geben. Denn solange ihr z.B. auf dem 3DS mit einem transferierten Wii U Spielstand zockt, ist dieser auf der Wii U gesperrt. Man kann zwar weiterspielen, bekommt aber eine Fehlermeldung beim nächsten Versuch den 3DS Spielstand auf die Wii U zu kopieren. Anders herum ist es noch extremer. Will man seinen Spielstand von der Wii U auf den 3DS transferieren, muss dieser zwingend leere Spielstände haben. Ausgeführt wird dies nun über ein kostenloses Zusatzprogramm, dass man über den eShop auf dem 3DS herunterladen muss. Die Wii U ist immer der wartende Teil, da die Kopiervorgänge immer vom 3DS aus gestartet werden. Egal in welche Richtung. Bevor man sich aber an die spielerischen Feinheiten machen kann, gilt es natürlich erst mal einen Helden zu Erschaffen. Dafür steht euch ein sehr umfangreicher Editor zur Verfügung, der vor allem in Sachen Kleidung einiges hergibt. Auch wenn man sagen muss, das sich der Charakter im Verlauf mit jeder neuen Rüstung auch visuell verändert. Für die Ewigkeit gestaltet man hier zu Beginn also nichts. ;-)

Ihr gebt dem Charakter einen Namen, der später auch im Mehrspieler angezeigt wird und erlebt danach den eigentlichen Spielstart. Per Sequenz werdet Ihr Zeuge eurer eigenen Ankunft per Handelsschiff im Dorf Moga, wo euch kurz darauf der Älteste und dessen Sohn begrüßt und ein wenig in die Örtlichkeiten und Gegebenheiten einweiht. Nicht umsonst macht man so einen ersten Kontakt mit Lagiacrus, wenn auch nur als Erzählung. Spielerisch erlebt ihr ihn später einige Male. Danach entlässt man euch nach ein wenig Plauderei in das Spiel und Ihr dürft euch mit den ersten spielerischen Dingen in Monster Hunter 3 Ultimate befassen. Nicht nur hier, sondern allgemein werden Tri Spieler zu Beginn des Spiels kaum Neues entdecken. Zunächst überlässt man euch ein Heim und etwas Geld und Ihr dürft erst mal die Infrastruktur des Dorfes kennenlernen. Ebenso bekommt ihr schon mal die Sichtweise auf Geschehen präsentiert. In Monster Hunter 3 Ultimate spielt sich die Action natürlich komplett in der Third Person Perspektive ab, die ihr nun nach dem zweiten Update auch auf dem Gamepad komplett erleben dürft. Gesteuert wird der Charakter auf der Wii U zunächst mit dem linken Stick des Gamepads was das Laufen angeht, während die Kamerasteuerung mittels des rechten Sticks abgedeckt wird, oder man alternativ per L-Taste die Kamera jederzeit hinter den Helden holen kann. Logisch das damit einer der Kritikpunkte wegfällt, den es auf dem 3DS ohne Schiebepad Pro ja noch gab. Geblieben ist aber der ungewohnte Laufpart den man schnell merkt. Gemeint ist das etwas verzögerte Laufen bei Stickbewegungen, so dass der Charakter schon bei der kleinsten Bewegung zumindest einen Schritt macht.

Da sich später auch das Timing beim Nutzen der Waffen anpasst, muss man sich daran erneut erst einmal etwas gewöhnen. Positiv das auch auf der Wii U das neue Kamerasystem bei den Quest-Monstern greift und man bei großen und wichtigen Gegnern ein Zielsystem zuschalten kann, so dass per L-Taste sofort zu diesem geschaut wird. Bevor man sich also ein wenig in die spielerischen Tiefen begibt, kann man erst mal das zunächst klein wirkende Dorf besuchen. Man findet hier wie schon erwähnt eine eigene Unterkunft, in der man Speichern kann und die persönliche Objektkiste vorfindet. Denn eigentlich bei jedem Ausflug in die Gebiete hinter dem Dorf, bringt man irgendwas an Items und Materialien mit. Nicht alles wird gehandelt, verkauft oder gleich gebraucht. Also will man es ja irgendwo Lagern. Ebenso könnt Ihr hier immer wieder den Editor aufrufen, um vielleicht noch ein wenig am Aussehen zu feilen und natürlich die Ausrüstung anpassen. Ebenfalls ein fester Bestandteil von Anfang an sind 2 Shops, 1 Schmiede, der sogenannten Gildenschalter und der Sohn des Ältesten, der euch in vielerlei Hinsicht bei euren Abenteuern unterstützt. Ein Shop erlaubt es euch in Sachen Rüstungen und Waffen fertige Dinge zu kaufen. Der Schmied nebenan bietet das Gleiche, nur mit dem Unterschied, dass man hier Materialien bringen muss, damit dieser neue Ausrüstungen und Waffen herstellt. Ist billiger und bietet auch die Möglichkeit die Waffen und Ausrüstungen einem Upgrade unterziehen zu können. Im Verlauf des Spiels werden die Örtlichkeiten zudem noch erweitert und Ihr lernt Seeleute und weitere Händler kennen, oder dürft die örtliche Farm nutzen, um spezielle Produkte anzubauen. Denn gerade dieses Thema setzt man in Monster Hunter natürlich wieder extrem tiefgehend um. Unmengen an Materialien und Items, die man Kombinieren, Verkaufen, oder zur Entwicklung des Dorfes einsetzen kann.

Zu Beginn des Spiels verfügt Ihr als Spieler über eine sehr simple Ausrüstung. Eigentlich habt Ihr nur eine einfache Waffe zur Verfügung und mal wieder keine Ahnung wie es weiter geht. ;-) Aus diesem Grunde sind die ersten Stunden durchaus auch als Tutorial anzusehen. Speziell die ersten Quests und Aufgaben haben dann eher Lerncharakter. Übrigens auch ein Grund, warum man zu Beginn schon ein paar zähe Stunden hinter sich bringen muss. Das war bei Tri schon so und ist auch in Ultimate nicht anders. Ging mir zumindest so und ich bin wirklich erst nach knapp 7-8 Stunden wieder halbwegs warm mit dem Spiel geworden. Das liegt allerdings auch an einem Punkt, auf den ich doch sehr subjektiv eingehen möchte. Unbedarfte welche die Serie vielleicht nicht kennen, stellen sich hier sicherlich durchaus einen Rollenspiel Titel vor, bei dem man auch den Helden selber entwickeln kann. Sprich man erspielt Erfahrungspunkte, levelt auf und verbessert somit die Eigenschaften des Helden. Xenoblade lässt grüßen. Genau das bietet der Titel eben nicht und ein Punkt, der mir nach wie vor zum ganz großen Monster Hunter Glück hier fehlt. Gebe ich auch offen zu. Denn nichts motiviert in einem Spiel wie diesem eigentlich mehr, als immer besser zu werden und die Entwicklung des Helden fast schon greifen zu können. Entwicklungen und Verbesserungen bietet das Spiel schon, und das auch mehr als reichlich. Nur ist das Thema hier ganz anders umgesetzt. Spezielle Menus zeigen euch unter anderem so auch schnell die persönlichen Eigenschaften des Helden. Diese bieten natürlich Werte wie Angriff oder Verteidigung. Würde man also nicht selber aktiv werden bei der Ausrüstung des Helden, die simple Schlagwirkung wäre nach 20 Stunden genauso hoch wie nach 1 Stunde. Man muss hier also ein wenig umdenken. Zunächst ist Monster Hunter 3 Ultimate natürlich ein Action Titel, wie er im Buche steht und spielt sich schon sehr Vergleichbar zu anderen großen Rollenspielen.

Um nun im Spiel etwas zu reißen, gilt es Geld zu verdienen und Materialien zu finden. Beides dient grob dazu, um den Charakter in Sachen Ausrüstung besser zu machen. Erst wenn man eine neue Waffe besitzt, wird der Charakter besser. Schauen wir uns mal ein paar Grundlagen an. Über allem stehen dabei die sogenannten Quests, die man in Ultimate auf über 300 Stück geschraubt hat. Zu Beginn des Spiels gibt man euch leichte Suchen & Finden Aufgaben, die garniert sind mit ein wenig Monster Action. Über mehrere Wege kann man das Dorf verlassen und wahlweise frei in den angrenzenden Gegenden umherstreifen, oder eben man nimmt eine der zahlreichen Quests an, die jeweils ein bestimmtes Ziel von euch verlangen, dass es nach Zeit zu lösen gilt. Beginnen wir mal mit einem simplen Herumlaufen ohne eine Aufgabe, um das System ein wenig kennenzulernen. Ausgehend vom Dorf selber bietet das Spiel verschiedene Areale, die in sich nochmals in viele kleine Gebiete eingeteilt sind. Auch hier wurde einiges erweitert und ihr könnt nun gleich in 3 neuen Arealen gegenüber Tri herummetzeln. Zwischen diesen Gebieten gibt es immer einen kurzen Ladebildschirm, der aber angenehm kurz ausgefallen ist. Als großes Ganzes ist die Spielwelt hier also nicht gestaltet. So erwarten euch zunächst einfache Wald & Wiesenlandschaften. Innerhalb dieser Areale kann man nun auf verschiedenste Weise an Materialien gelangen. Beispielsweise kann man Pilze sammeln, Erze per Spitzhacke abbauen oder Monster töten, um von ihnen spezielle Materialien zu bekommen. Um diese Dinge zu sammeln, besitzt Ihr einen Rucksack, der anfangs zwar ausreichend Platz zu haben scheint, mit der Zeit aber ruhig größer sein könnte.

Vor allem auch deshalb, weil man bei vielen Materialien nur begrenzt viel davon aufnehmen kann. Die üblichen 99er Mengen hat man hier nicht und bei vielen ist bei 10 Schluss. Und je nach Quest oder Herumstreifen, kann das viel zu wenig sein. Das Spiel bietet zudem einen Tag/Nacht Rhythmus, der euch neben visuellen Unterschieden auch spielerische Variationen in Sachen Monstern oder Materialien bringt. Auch hier gibt es gute Kunde für Tri Spieler. Denn auch diese Anzahl hat man im Vergleich zur Wii Version jetzt für die Wii U verdoppelt. Verlässt man also das Dorf für eine Stippvisite, kommt natürlich auch die Steuerung zu ihrem Recht. Zum einen wie schon oben erwähnt etwas gewöhnungsbedürftig, actionlastig und auch ein wenig umständlich. In seiner Grundform läuft der Charakter ohne Waffe in der Hand. Diese zieht man mit der X-Taste und kann mit der gleichen Taste kleine Kombos landen. Zu Beginn versucht man sich eh erst einmal mit dem Schwert, bekommt aber hier gleich von Anfang an mehr Auswahl. 12 Waffenarten stehen euch in Ultimate zur Verfügung, die wieder bis hin zu den Schussvarianten reichen. Ebenso deckt man per A-Taste einen alternativen Angriff ab, der sich je nach Waffe unterscheidet. Die B-Taste dient dem Ausweichen, während man mit Y ein Item nutzen kann. Aber z.B. wieder erst nachdem man die Waffe weggesteckt hat. Auf der Wii U hat man dieses Feature nun etwas verändert. Zunächst gibt es die sehr unglückliche Variante über das Menu im Spielbildschirm. Bei gedrückter L-Taste aktiviert man es und scrollt nach links und rechts per Y und A Taste, was alles andere als leicht und auch schnell von der Hand geht. Später in der Action selber mehr ein Krampf. Schneller und bequemer ist da die Variante über den Touch Screen, wo man die nutzbaren Items auch antippen kann. Da man das Spiel aber in dem Moment nicht pausieren kann, gilt es die für sich selber gängigste Lösung erst einmal zu finden.

Unterstützt werdet Ihr zudem während der Action von verschiedenen Anzeigen. Ganz wichtig sind oberhalb 2 Leisten. Neben der Variante für die eigene Lebensenergie, existiert darunter ein zweite für die Ausdauer. Setzt man z.B. die R-Taste für das Rennen ein, verbraucht man Energie aus dieser Leiste. Sie regeneriert sich zwar wieder von selber, baut aber mit der Zeit dennoch ab. Dafür gilt es dann oftmals bestimmte Objekte zu haben und zu nutzen. Ebenso kann man die dafür benötigten Items und Materialien Kombinieren. Auch so ein ganz wichtiges Thema im Spiel. Um z.B. grundlegende Dinge herzustellen, muss man immer mehrere Sachen zur Verfügung haben. Ein einfaches Kraut füllt kaum Energie auf. Kombiniert man es mit einem bestimmten Pilz, wird ein Trank daraus. Kombiniert man diesen Trank dann mit Honig wird ein Mega Trank daraus. Nach diesem Prinzip funktionieren sehr viele Dinge in Monster Hunter 3 Ultimate und man könnte Romane allein über dieses Thema schreiben. Dabei ist vieles wirklich vergänglich und eben nicht ewig nutzbar. Selbst um zu Angeln oder beim Thema Spitzhacke für den Erzabbau, muss man immer wieder selber "Nachproduzieren". So gilt es für die Spitzhacken, die es wie vieles in verschiedenen Ausführungen und Qualitäten gibt, zum einen Knochen zu finden und dazu Erz. Zu Beginn bekommt man diese noch gestellt oder kann sie sich auch Kaufen. Mit der Zeit muss man selber zurechtkommen. Je besser wiederum das Erz, umso besser die Spitzhacke, die dann einfach gesagt viel länger hält. Dieses System findet man in allen Bereichen des Spiels. Die meisten Materialien gibt es aber nach dem Erlegen der Monster im Spiel. Trifft man auf diese, die oft aus der Saurier Ecke stammen, aber auch als Käfer, fliegende, schwimmende und kriechende Varianten daherkommen, gilt es diese mit Waffengewalt zu besiegen. Hier greift das übliche Action Prinzip in Echtzeit. Dabei werden euch aber keine Lebensbalken oder ähnliches angezeigt, so dass man also nie weiß, wann der Gegner das Zeitliche segnet. Erfahrung ist hier wirklich alles. Vor allem später im Spiel, wenn es in vielen Quests darum geht Monster auch zu Fangen und eben nicht zu Töten.

Hat man ein Monster besiegt, muss man die Waffe wegstecken und stellt sich praktisch an den Kadaver. Per A-Taste kann man nun daraus Materialien bekommen. Unzählige Varianten gibt es hier. Von Knochen, über Zähne, Häute, Fleischvarianten, bis hin zu ganz speziellen Körperteilen reicht die Auswahl. Und mit diesen Dingen kann man nun z.B. zum Schmied gehen, der euch je nach Spielfortschritt bestimmte Waffen anbietet, die er herstellen kann. Dort sieht man dann auch was eine neue Waffe bringen kann. Denn neben dem Stärke Prinzip greift hier auch das Klassenelement wie Feuer oder Eis. Dinge die sich auch auf das Kampfverhalten auswirken, weil bestimmte Gegner weniger Schaden anrichten, oder man selber besonders effektiv ist. Irre was man hier alles beachten muss. Allein schon die richtige Waffenwahl ist eine Wissenschaft im Spiel. War schon früher so und ist in Ultimate natürlich nicht anders. So gibt es unter anderem als Beispiel eben neben dem schnellen, normalen Schwert auch das Großschwert Gegenstück. Oft fast größer als der Charakter selber, ist diese Waffe zwar um einiges mächtiger, aber auch äußerst langsam. Dazu kommen die Axt, der Hammer, das Langschwert, die Lanze und oder auch die Armbrust. Erinnert auch ein wenig an die Charakterklassen aus einem PSO. Und jede Waffe bietet ganz spezielle Eigenschaften, die man unbedingt mal durchprobieren sollte, um seinen Favoriten zu finden. Schön das man gleich zu Beginn von jeder Variante etwas in der Objektkiste hat. Hat man einmal im Spiel eine gewisse Grundausstattung, wird der Spieler gekitzelt. Denn die Waffen sind upgradebar und lassen sich beim Schmied auch als Grundlage für eine weitere nehmen, so dass völlig neuen Waffen daraus entstehen können, die man im Shop gar nicht oder erst sehr viel später bekommt. Auch Rüstungen sind so natürlich verbesserbar. Dabei wird euch immer angezeigt, was der Schmied haben will.

Neben Geld eben die Materialien, deren Suche mit der Zeit fast schon zur Religion wird. Wohl dem der auch Online agieren kann, da man dort oft bessere und seltenere Materialien erspielen kann. Zudem kann man viele dieser Ausrüstungen "füllen". Es existieren in vielen Ausrüstungen sogenannte Slots, die man mit schmiedbaren Items füllen kann. Hintergrund sind dann verbesserte Eigenschaften auf einem bestimmten Gebiet des Charakters. Man könnte dieses System ewig fortsetzen und würde hier nicht fertig werden. Von daher ein ganz großes Lob an die Entwickler, was man hier wieder alles an Tiefgang eingebaut hat und vor allem an neuen Dingen, so dass dies nur ein Punkt ist, der auch Tri Spieler locken wird. Vieles andere zeigt sich dagegen wirklich erst nach langer Spielzeit, so dass man Gedanken über einen etwaigen Fehlkauf schnell ad acta legen kann. Hat man seine ersten Erfolge erspielt, kann man sich dann an das "ernsthafte" Gameplay wagen, die schweren Monster-Quests. Hat man die Basis außerhalb des Dorfes erspielt, kann man am Gildenschalter diese Aufträge annehmen. In mehreren Wertigkeiten, die hier in Form von Sternen angezeigt werden, warten hier neben Suchen & Finden Quests, die sogenannten Tötungsquests und als drittes die Variante, bei der es gilt bestimmte Monster auch zu Fangen. Dabei geht das ganze hier nach Zeit und meist stehen euch 50 Minuten zur Verfügung, um die Quest zu schaffen. Danach wird abgerechnet und neben persönlichen Belohnungen, profitiert auch das Dorf davon. Denn viele der dabei erspielten Materialien werden simpel gesagt in Rohstoffpunkte für das Dorf umgewandelt. Diese dienen dazu, um mit der Zeit erweiterte Möglichkeiten dort zu erhalten und die sogenannten Dorf Quests zu erfüllen. Einfaches Beispiel ist die angrenzende Farm, die euch so mit der Zeit mehr Möglichkeiten anbietet, Produkte selber anbauen zu lassen. Innerhalb der Quests verändert sich oben links die Anzeige, so dass Ihr immer im Blick habt, wie viel Zeit noch zur Verfügung steht.

Dabei muss man immer beachten, das oft auch Dinge in der Basis abgeliefert, sprich auch Laufwege eingeplant werden müssen. Je mehr Quests ihr löst, umso mehr Gebiete bekommt Ihr zur Verfügung gestellt. Und nach einer gewissen Zeit giert man danach, auch wenn man weiß, dass man Waffentechnisch noch auf der Stelle tritt. Aber man will einfach neue Materialien, oder besser gesagt man muss sie zwingend haben und ihr als Spieler fangt an direkt nach Materialien zu suchen und welche Quest euch was bringen könnte. Und viele gibt es eben erst bei neuen, bestimmten und eben schweren Gegnern. So schaukelt sich das System wunderbar auf. Egal ob Ihr nun zu Lande agiert, oder eben auch Unterwasser. Dazu kommt nun ein weiteres tolles Feature in der Ultimate Version. Ihr könnt zu gewissen Zeitpunkten im Spiel und Quests 2 Mitstreiter an eure Seite bekommen. Vergleichbar mit kleinen verkappten "Leibwächtern" gehen dann mit euch 2 kleine und eher niedlich wirkende Racker auf Pirsch. Diese kann man nun wiederum entwickeln und bieten für sich Fähigkeiten samt eigener Stufen und damit Stärken. Man kann sie mit der Zeit auch selber anpassen und ihnen z.B. spezielle Attacken zuweisen. Im Gegnergewühl kämpfen sie nun an eurer Seite, was eine große Hilfe ist und auch bei schweren Gegnern den Spieler eher motiviert. Denn gerade die fetten Brocken sind so nicht nur auf euch fixiert und man hat mal die Zeit zu verschnaufen, oder seine Angriffe besser und gezielter anzubringen. Wie gesagt, zu Beginn geht vieles ein wenig zäh von der Hand, da viele Grundlagen erst an den Spieler gebracht werden. Schließlich hat man hier in der Tat ein Spiel mit epischen Ausmaßen vor sich, das selbst erfahrenen Tri Spielern neue Möglichkeiten offeriert. Und dank Spielstand Transfer theoretisch eigentlich ohne Pause. ;-) Hat man einmal das System verstanden, packt es den Spieler. Das ist auch klar wieder meine eigene Geschichte mit diesem Spiel, auch wenn man Dank Tri schon ein wenig mehr über das Wie & Was wusste. Es kommt der Zeitpunkt, wo man jeden Zentimeter absucht, sich auf neue Gebiete ungemein freut und bei jedem neuen Monster frohlockt, was es wohl an Materialen bringt. Hat man dann auch seine ersten Upgrades in Sachen neue Waffe hinter sich gebracht, fesselt das Spiel.

Wobei ich mich dann dennoch oft bei dem Gedanken ertappt habe, was wohl wäre wenn auch noch ein komplettes Level System enthalten wäre. Es ist eben die andere Herangehensweise, die teilweise ja auch an ein Ökosystem erinnert. Denn je weiter man kommt, umso schwerer und kniffliger werden natürlich auch die Monster. Sprich man muss deren Verhalten beobachten. Auch die KI ist wieder recht interessant. Gerade was Einzelgänger und Rudelbildung angeht. Hier lernt man die verschiedensten Instinkte der Monster kennen. Auch das ist gut gemacht und ein weiterer positiver Punkt im Spiel. In Sachen Spielzeit kann man einen Titel wie diesen wieder kaum taxieren. 100 Stunden in Ultimate sind eigentlich gar nichts, wenn man was erreichen will. Denn Rückschläge gibt es genug. Und wie seinerzeit bei einem PSO sind auch mehrere hundert Stunden möglich. Das ausgeklügelte Gameplay von Monster Hunter, mit seinem teils doch ungewöhnlichen Spielsystem ist nun auch eine echte Bereicherung für die Wii U. Dazu bietet der Titel einfach ungemein viel. Einzig das fehlende RPG System für den Charakter selber, ist für mich immer noch der Kritikpunkt und Grund für einige Seufzer.

Grafik & Sound....

Bedingt durch die Wii Version Tri, kann man natürlich grafisch ein neues Spielgefühl erleben. Ist ja irgendwie immer so, wenn man ältere bekannte Spiele nun noch einmal in HD aufgelegt bekommt. Auch hier natürlich ein klarer Pluspunkt, wenn man die bekannten Gebiete miteinander vergleicht. Besonders spürbar für mich in der Sandebene, die richtig schöne satte Farben bietet und auch von den Texturen her sehr gut rüberkommt. Im Gegensatz dazu wirkt das Dorf Moga fast schon etwas altbacken. Oder sagen wir mal so. Manche Texturen, speziell in Nahaufnahmen wirken durchaus auch mal verwaschen und wenig detailliert. Gilt auch für die eine oder andere Ausrüstung des Helden, sobald man auch hier etwas näher hinschaut. Dafür ist natürlich jeder Wechsel der Ausrüstung sofort auch visuell sichtbar. Darauf muss der Spieler also nicht verzichten. Frei von Kritik sind für mich die Monster selber. Die neuen sowieso, so können aber auch die bekannten überzeugen und bieten durchaus einen neuen Reiz in der nun genutzten Grafikpracht. Speziell die großen Quest Monster sind auch technisch und von den Animationen her gut umgesetzt. Der Hunter selber läuft nach wie vor in seinem Stil, den man wenig verändert hat. Der Blutfaktor wirkt ein wenig aufgesetzt, erfüllt aber dennoch seinen Zweck. Bedingt durch die neuen Gebiete, bekommt die Abwechslung einen höheren Stellenwert, so dass der Spieler auch hier mehr vorfindet als früher. Technisch gibt es wenig zu meckern. Es sind zwar auch Momente zu sehen, wo das Spiel mal kurz ruckeln kann. Aber extrem, wie hier und da mal zu lesen war ist es aber nicht. Ich denke hier haben auch die Updates ihren Teil geleistet. Was geblieben ist sind kleine Grafikfehler, wie das berühmte stehen neben einem Monster, um ihm dennoch Materialien aus dem Leib zu schneiden. Stimmig bleiben die teils großen Areale, die auch durch animierte Details zu gefallen wissen. Wo man nicht zu viel erwarten sollte, sind die Einsätze unter Wasser. Hier gibt es nicht so viele Gebiete, wo man wirklich ins Staunen gerät. Hier wäre sicherlich mehr möglich gewesen. Fällt aber auch aufgrund der nicht so häufigen Wassereinsätze nicht so ins Gewicht. Auch wenn die Action gegen Lagiacrus durchaus eine Menge Spielzeit in Anspruch nimmt. Ein Selbstläufer ist der Bursche nicht. ;-)

Beim Sound trifft auch hier die gleiche Einschätzung zu, wie wir sie schon von der Wii und dem 3DS her kennen. Man denkt man anfangs noch, dass einen hier epische und orchestrale Stücke ohne Ende begleiten. Das ist gar nicht der Fall und man wird schnell eines Besseren belehrt. Zwar sind die enthaltenen Musikstücke sehr gelungen, im Spiel selber hat man mit Musik so gut wie gar nichts am Hut. Hier verwöhnen euch meist Umgebungs- und vor allem Monstergeräusche. Diese sind dafür umso stimmiger und man fängt auch damit die Atmosphäre gut ein. Kampfgeräusche sind gut eingebunden und vor allem Action gegen Horden von mehreren Seiten, werden Dank 5.1 Surround durchaus zum Erlebnis. Der I-Punkt wäre aber zu guter Letzt natürlich schon eine vollständige Sprachausgabe. Aber das betrifft ja nicht nur die Wii U Version, sondern auch schon den Vorgänger und die 3DS Version.

Multiplayer/Online....

Konnte man auf dem 3DS über den Mehrspieler auch das eine oder andere Negative schreiben, so bietet die Wii U Version dafür keinen Anlass. Dazu sind hier einfach alle Möglichkeiten abgedeckt, so dass man sowohl Online wie auch Offline seinen Spaß haben kann. Auch auf lange Sicht. So teilt sich auch hier die reine Mehrspieler Action in die beiden großen Bereiche Offline und Online auf, die sich aber inhaltlich kaum unterscheiden. Logischerweise mit dem Unterschied, dass man Offline mit Freunden auf der heimischen Couch agiert und Online mit Spielern auf der ganzen Welt. Dafür ist allerdings das zweite Update zum Spiel notwendig. Schauen wir uns beide Varianten mal genauer an. Maximal 4 Spieler können im Mehrspieler jeweils miteinander spielen. Über das Dorf Moga könnt ihr über einen speziellen Charakter die entsprechenden Orte besuchen. Einmal die Promenade und Taverne, wo man euch auch organisatorische Dinge und Shops anbietet, sowie die wichtigen Quest Schalter. Möglich ist übrigens auch ein komplettes Spielen allein, ohne dass man andere Spieler mit auf Reisen nehmen möchte. Denn Online kann man seine eigenen Quests starten und per Passwort sichern. Offline bietet sich der Mehrspieler immer dann an, wenn ihr Freunde mit einem 3DS samt Spiel um euch versammeln könnt. Für einen verregneten Tag gibt es fast nichts Besseres, um sich spielerisch zu betätigen. Sobald die Spieler alle vom Dorf Moga aus in ein Mehrspieler Abenteuer starten, werden diese auch bei den Mitspielern angezeigt und es erscheint eine entsprechende Einblendung über die Mitspieler. Sind alle angemeldet, sieht man die Mitspieler logischerweise um sich herum. Da sich die Quests kaum unterscheiden, kann man auch so mehr als genug Zeit investieren und dazu an viele gute und auch seltene Materialien kommen.

Killer Feature bleibt aber natürlich die reine Power und Angriffskraft bei mehreren Helden gleichzeitig. Damit sind selbst viele Quest Monster kein Problem. Hat jeder auch noch einen der beiden CPU Mitstreiter an Board, geht es auf dem Bildschirm ordentlich zur Sache. Das gilt natürlich auch für den Online Mehrspieler, der speziell in Sachen Materialien auch einen weiteren Vorteil bietet. Kommunikation unter den Beteiligten ist über Text und Chat möglich, so dass die Zeiten mit simplen und vorgefertigten Texteinblendungen der Geschichte angehören. Mit Gamepad und Tastatur ist man hier also auf der sicheren Seite. ;-) Wählt man sich Online ein, darf man nun viele verschiedene Lobbys nutzen, die sich vor allem durch den Schwierigkeitsgrad unterscheiden und welcher Hunter Rang erforderlich ist. Positiv sind mehrere Dinge. Zum einen kann man so auch unabhängig von Offline Spiele mal in neue Gebiete schauen, die man allein noch gar nicht freigeschaltet hat und zum anderen kommt man so eben schneller an benötigte Materialien. Einen Nachteil bietet der Online Modus allerdings. Wählt man sich bei fremden Spielern mit ein, so ist man immer auf die Lust und Laune des "Hosts" angewiesen. Beendet der sein Abenteuer, verlasst auch ihr sofort die Session, ohne dass ihr vielleicht den angestrebten Erfolg habt. Das übliche Anschauen in Sachen Ausrüstung der anderen Mitspieler geht wie gewohnt über das Pad vonstatten. Ideal sind immer gemischte Teams. Also Spieler mit Nahkampf und Fernwaffen Action. Speziell wenn man Freunde mit in seine Team holt, ein nicht zu unterschätzender Faktor. Es lohnt sich dann auch wirklich für alle.

Auch nicht unerwähnt lassen sollte man den Fakt, dass man selbst mit Wii U und Spiel nur einen 3DS Freund mit Online nehmen kann. 1x Wii U und 3x 3DS zusammen geht nur in der Offline Variante. Passen die eigenen Rahmenbedingungen, samt die der Mitspieler, so spielt der Online Modus ganz klar seinen Reiz aus. Auch wenn man in Ultimate auch allein wesentlich mehr Inhalt zur Verfügung hat. Ständige Sessions Online sind nicht zu ersetzen und vor allem im Hinblick auf schnelleres Verbessern der Ausrüstung ein klarer Vorteil. Und da technisch selten wirklich spürbar Negatives zu sehen war, macht das Ganze auch in dieser Hinsicht sehr viel Spaß.

Fazit....

Konnte man der 3DS Version vor einigen Tagen schon ein gutes Zeugnis mit ein paar Schwächen hier und da ausstellen, so treffen vor allem die Kritikpunkte beim kleinen Bruder, für die Wii U Version nicht zu. Hier findet der geneigte Monster Hunter Fan genau das Spiel, dass ihm bis zum 4er schon eine Weile beschäftigen wird. Denn vor allem auf lange Sicht, und wir reden hier locker über eine Spielzeit im dreistelligen Bereich, punkten die Neuerungen. Vieles das man anfangs gar nicht sieht oder mitbekommt, spielt hier spätestens nach 10 Stunden seinen Reiz aus. War man bei Tri früher allein irgendwann an einem Punkt angelangt, an dem man dem Solo Spiel nicht mehr so viel abgewinnen konnte, so hat man in Ultimate wesentlich mehr und eben dadurch länger zu tun. Was den Online Part allerdings nicht schmälert und für Freunde der schnellen Charakter Entwicklung in Sachen Ausrüstung sehr viel bietet. Man muss sich hier echt wieder reinspielen, bekommt aber eine ganze Menge für sein Geld. Immer wenn man denkt, jetzt hat man doch endlich mal eine richtig gute Ausrüstung, zeigt einem die nächste Monster Quest, dass es immer noch Luft nach oben gibt. Genau dieses Spielfeeling, es immer wieder zu versuchen und irgendwann jedem Krümel Material nachzujagen, zeichnet den Titel in meinen Augen aus. Eine eigene kleine Welt in die man sich begibt und die Dank der Neuerungen und erweiterten Inhalte einer der Must Have Titel auf der Wii U ist. Zumindest dann wenn man auf das fehlende Level System verzichten kann. Für mich persönlich immer noch der einzige richtige Makel am Spielsystem, aber wie bei den anderen Versionen eine rein subjektive Meinung.

 

+ Spielzeit/Quest Gameplay
+ Funktionierendes Öko-System
+ Neue Gebiete/Gegner/Quests
+ Spielstand Tausch mit 3DS
+ Reichlich Ausrüstungen/Waffen
+ Klasse Online Mehrspieler
+ Upgrades/Kombinier Feature
+ CPU Mitstreiter
+ Komplett Deutsch
- Ersten Spielstunden etwas zäh
- Kein Level Feature für RPG Fans
- "Rucksack" könnte größer sein

GRAFIK: 82%

SOUND/EFFEKTE: 80%

MULTIPLAYER: 88%

GESAMTWERTUNG: 85%

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