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Wii U Lego Batman 3: Jenseits von Gotham
 
 
Lego Batman 3: Jenseits von Gotham - Wii U
Matthias Engert (09.12.2014)

SYSTEM: Wii U-PAL
ENTWICKLER: Travellers Tales
GENRE: Act.Adventure
SPIELER: 1-2 Spieler
HANDBUCH: Deutsch
SPEICHER: 94 MB
DOWNLOADS: Nein
SCHWIERIGKEIT: 1-8
CONTROL: Pad/Pro/Remote
SPRACHHÜRDE: Keine
ALTERSFREIGABE: USK6
5.1/DD/HD: Ja/Nein/720p
TERMIN: Erhältlich
PREIS: ca.45 Euro
KOMPLETTLÖSUNG: Nein
CHEATS / TIPPS: Nein
ONLINE GAMEPLAY: Nein
MIIVERSE: Nein

   
Einleitung....

Die Lego Spiele haben sich mittlerweile mehr als nur etabliert und konnten in der Vergangenheit oft genug positiv überraschen. Das lag zum einen an der reichlichen Umsetzung an Lizenz-Themen wie Star Wars oder Der Herr der Ringe. Zweiter Punkt war aber auch das exzellente Gameplay, das vor allem in den Open World Spielen sehr gut umgesetzt wurde. Spätestens seit dem Wii U Debut von Lego City Undercover, oder den Marvel Super Heroes richten sich die Titel bei weitem nicht mehr nur an die junge Klientel, sondern erfreut auch die Spielerherzen der älteren Generation. Zähle mich mit meinen 43 Lenzen auch dazu und kann den Lego Umsetzungen seit jeher viel abgewinnen. Von daher muss uns niemand zwingen, den neuesten Titel in die Wii U zu schieben und wir dürfen uns erneut mit einem weiteren Vertreter der Klötzchen Helden auseinandersetzen. Nach einer kurzen Pause dürfen mal wieder die DC Comic Helden ihren Beitrag im Lego Universum leisten. Und wie immer ist die Fülle auch hier wieder Programm. Denn Batman als Namensgeber ist einmal mehr nur das Aushängeschild. Mitwirken tun so ziemlich alle DC Comic Helden die man so kennt. Und dieses Mal vollkommen egal, ob sie auf der guten oder bösen Seite zuhause sein. Was also drin steckt in Lego Batman 3: Jenseits von Gotham soll euch der folgende Test etwas näher bringen.

Menus und die Story....

Wie Kontinuität aussieht, zeigt uns Warner Bros. Interactive als Publisher auch hier wieder. Denn verantwortlich für die Entwicklung ist einmal mehr die Firma Travellers Tales. Kein Wunder das man Experimente nicht zu erwarten hat und somit das Grundgerüst alles andere als neu daherkommt. Das zeigt man an vielen Stellen des Spiels. So auch bei den Rahmenbedingungen. Grafisch präsentiert man den Titel in der oft genutzten 720p Auflösung, was locker ausreicht, um die Klötzchen-Grafik ansprechend darzustellen. Dazu kommt der typische Wii U 5.1 Sound, der auch akustisch die gewohnte Qualität auf den Spieler loslässt. Speichertechnisch müsst ihr 94 MB bereithalten, wobei davon aber nur 8 MB für das Savegame draufgehen. Der Rest sind Updaten Daten, die beim erstmaligen Spielen installiert werden. Ebenfalls wieder enthalten ist der typische 2-Player Modus, der hier durch die technische Umsetzung zu gefallen weiß. Aber dazu im entsprechenden Abschnitt weiter unten noch ein paar Ausführungen. Einen Online-Modus in dem Sinne gibt es aber auch hier wieder nicht. Steuerungstechnisch dürft ihr neben den Wii U Controllern auch wieder zum Remote / Nunchuk Doppel greifen. Einstauben müssen die guten alten Wii Controller also nach wie vor nicht. Wirklich mal was anderes ist die Hintergrundgeschichte des Spiels und der Zusatz "Jenseits von Gotham" im Titel ist hier auch Programm. Denn dieses Mal geht es nicht der Heimatstadt Batmans zur Sache, sonders es verschlägt die DC Comic Sippschaft in die Weiten des Alls. Hintergrund ist ein mysteriöses Flugobjekt, dass für mächtig Wirbel im Universum sorgt. Denn mit ihm betritt der schurkische Brainiac die Bühne und versucht seinen finsteren Plan in die Tat umzusetzen.

Mit der Macht der Ringe der Lanterns, schrumpft Brainiac ganze Welten, um sie seiner Sammlung miniaturisierter Städte aus dem gesamten Universum hinzuzufügen. Noch ein wenig mit sich selbst und den üblichen Bösewichten beschäftigt, bemerkt Batman die Gefahr erst spät. Als sich der Brainiac aber die gute alte Erde vornimmt, ist endgültig die Butter braun. Von nun an versuchen die DC Comic Charaktere sich dem Brainiac entgegenzustellen und seine Pläne zu vereiteln. Was im Spielverlauf zu äußerst interessanten Allianzen führt, die wohl nur in den Spielen funktionieren. Denn Batman und den Joker Seite an Seite zu erleben, schafft wohl nur ein Videospiel. ;-) Wie immer beginnt alles nach dem Einschalten mit einem typischen Travellers Tales Intro, das Batman bei der Arbeit daheim zeigt, ehe der Spieler auf dem Speicherplatz Bildschirm landet. Wie immer stehen euch 4 Spielstände zur Verfügung, die euch mit dem Spielverlauf einhergehend, gewisse Fortschritte anzeigen. Einmal mehr darf man vor allem die Prozentanzeige für den Fortschritt nicht allzu ernst nehmen. Denn nicht weiter überraschend sind 100% Spielfortschritt und das Durchspielen einmal mehr 2 völlig verschiedene Dinge. Das eigentliche Hauptmenu ist spartanisch gestaltet. Neben dem Neustart gibt es die Laden Funktion, die Credits und die Optionen. Hier könnt ihr die Sprache und Soundeinstellungen anpassen und euch die Steuerung etwas näher zu Gemüte führen. Aber nichts was einen lange verweilen lässt. Dazu kann man die Ausmaße des Spielbildschirms dem eigenen TV anpassen. Mehr ist es eigentlich auch nicht und wir können das Spiel beginnen lassen.

Das Gameplay....

Alles im Spiel beginnt natürlich mit einer einführenden Sequenz, die für sich schon ungewöhnliche Inhalte bietet. Denn auch hier spielt Gotham keine Rolle und die Geschichte beginnt im All, als sich plötzlich alle möglichen DC Comic Charaktere in der Schwerelosigkeit wiederfinden und selber etwas verwirrt nach Aufklärung verlangen. Wer dafür verantwortlich ist, wissen sie nicht und werden auch relativ lange darüber im Unklaren gelassen. So wie auch ihr als Spieler. Wie immer so angelegt, dass man den betreffenden hört, aber nur sein Fortbewegungsmittel zu sehen bekommt. Hintergrund ist wie immer, dass man zunächst den Helden an sich in Szene setzen will und euch die ersten Gehversuche wieder in einem Art Tutorial vor die Nase setzt. Bedeutet hier speziell, dass ihr euch zunächst mit Batman und Robin auf die Jagd nach ein paar Schurken begebt, ohne zu wissen was im Hintergrund noch so alles schief läuft. Wobei man schnell merkt, dass einiges anders ist. Auch wenn es zu Beginn noch in der Bat-Höhle und Umgebung zur Sache geht, der Weg ins All lässt danach nicht lange auf sich warten. Aber wie immer zeigt man euch als Spieler schnell, wie sich das Gameplay im aktuellen Batman gestaltet. Dabei fallen sehr schnell mehrere Dinge auf. Das Grund Gameplay ist unverändert geblieben und es geht weiterhin in den Action Missionen von einem Startpunkt zum einem Zielbereich. Auf dem Weg dahin seht ihr die eigentliche Action erneut in der Third Person Perspektive, für die alle Lego Spiele mittlerweile berühmt sind. Glaube das wird sich auch über die nächsten Jahre nicht ändern. Muss es auch nicht, bietet es doch eine sehr gute Übersicht auf das Geschehen. In diesem simplen Bereich ist auch die Grundsteuerung wie man sie bisher kannte.

Ihr lauft mit dem linken Stick und werdet dabei von einer dynamischen Kamera begleitet, die wenig Anlass zur Kritik gibt. Auch deshalb weil sie sich fast nur im Zoom verändert und selten im Winkel. Liegt daran das trotz Bewegungsfreiheit in alle Richtungen der Blick von der Seite immer beibehalten wird. In Sachen Grundsteuerung gibt es ebenfalls nichts Neues. Mit der Y-Taste könnt ihr auf alles einschlagen, was euch vor die Plastikfäuste kommt und zerstört damit alle kaputtbaren Objekte, um die typischen Lego-Steine freizulegen, oder Objekte, die man per gedrückter A-Taste zu einem funktionalen Objekt zusammenbauen kann. Begleitet wird der Spieler dabei von den ebenfalls immer gleichen Anzeigen. Links oben habt ihr den Skin eures Helden, sowie dessen 4 Herzen als Lebensanzeige. Eigentlich ist diese schon immer ein wenig unsinnig, weil beim Ableben Live sofort an der Stelle weiter gespielt wird, an der man das "Zeitliche" gesegnet hat. Das ist auch in Lego Batman 3 nicht anders. Die B-Taste deckt den Sprung ab, was bei vielen Geschicklichkeitseinlagen auch eingesetzt wird. Die Neuheiten und Änderungen zeigen sich erst auf den zweiten Blick. Nicht neu, aber eben anders als in den Vorgängern ist die Umsetzung der Spielwelt. Open World Szenario wie in Undercover, dem Hobbit oder den Marvel Super Heroes gibt es hier nicht. In Lego Batman 3 setzt man mal wieder auf hintereinander folgende Missionen, zwischen denen es keine frei begehbare Welt gibt, wie es seinerzeit in Gotham oder Mittelerde war. Musste man dort die Wege und Missionen finden, frei erlaufen und ansteuern, so geht es hier wirklich hintereinander weg. Ausnahme sind die spielerischen Zentren, von denen man alle Missionen im Freien Spiel erneut angehen kann, oder sich Statistiken und z.B. Pokale genauer anschauen.

Dazu dient hier der Wachturm der Gerechtigkeitsliga, zu dem ihr immer zurückkehren könnt, um organisatorische Dinge zu tun, oder eben in den Errungenschaften ein wenig zu stöbern. Hier muss ich sagen ist man doch schon etwas verwöhnt worden, von den älteren Lego Titeln, die mit dem Open World Szenario schon das gewisse Etwas und Freiheitsgefühl boten. Selbst der eigene Vorgänger bot dies, was schon viele spielerische Vorteile hat. Man besinnt sich hier in der Tat auf das Core Gameplay der ersten Lego Spiele Generation, wie man es z.B. in den ersten Star Wars Umsetzungen vorfand. Mag Geschmackssache sein, ich persönlich empfinde die Open World Umsetzung als stimmiger. Dafür passen hier die Menge und der Umfang der Missionen. Knapp an die 50 verschiedene Missionen warten auf euch, ehe man dem Brainiac das Handwerk legt und die hier ungewöhnlichen Allianzen Früchte tragen. Vor allem die Umfänge und damit Spielzeit der einzelnen Missionen haben stark angezogen. Wobei dafür aber auch andere Dinge verantwortlich sind, auf die ich auch noch näher eingehen werde. Jede Mission ist durchzogen von verschieden langen und komplett vertonten Sequenzen, so dass man die schon etwas abgedrehte Story nach und nach vervollständigt und selber als Spieler merkt, worum es hier eigentlich geht. Der größere Umfang lässt sich erstens dadurch schon erklären, dass es mittlerweile mehrere Checkpoints gibt, an denen man auch innerhalb einer Mission fest Speichern kann. Ansonsten übernimmt diesen Part das Spiel zu bestimmten Zeitpunkten selber. Die beiden wichtigsten Punkte, was das Gameplay und die Umfänge erklärt, finden sich im Rätsel Gameplay und der damit stark zusammenhängenden Charakter Vielfalt. Bis zu 150 Charaktere aus dem DC Comic Universum warten im Spiel freigeschaltet und benutzt zu werden.

Mag man über die reine Anzahl streiten können und ob man sie wirklich braucht, so ist spätestens beim Freien Spiel der Sinn zumindest vieler Charaktere schon gegeben. Denn eine einmal beendete Mission kann im Freien Spiel erneut angegangen werden, um im Story-Durchgang nicht geholte Belohnungen und Objekte gezielt zu erreichen. Hier kann man dann erneut frei wählen, welche Helden man mitnehmen möchte. Hintergrund sind einmal mehr die verschiedenen Fähigkeiten und man bedient sich hier wieder des Aktionsmenüs, das man per gedrückt gehaltener Action-Taste aufrufen kann. Oder man schaltet alternativ per L und R zwischen den verfügbaren Fähigkeiten durch. Verantwortlich dafür sind die Anzüge der einzelnen Charaktere. So kann jeder Charakter im Spiel bis zu 8 verschieden Anzüge nutzen, die allesamt eine spezielle Fähigkeit abdecken. Das reicht vom Tarnanzug, um ungesehen durch Laserfallen zu gelangen, reicht als Beispiel über den Weltraumanzug um per Laserstrahl spezielle Barrieren zu zerstören und geht bis hin zu Raketenwerfern oder auch der Fähigkeit zu Fliegen und fremde Charaktere mittels Gehirnwäsche manipulieren zu können. Alle wichtig, um wirklich jedes Secret in den Missionen holen zu können. Aber und hier kommt auch ein Kritikpunkt dazu. Die Entwickler haben in meinen Augen sehr wild gemischt und nicht klar abgegrenzt. Es gibt Charaktere die können nur einige davon, andere wiederum decken die gesamte Palette ab, so dass man als Spieler nie so richtig sicher ist, mit welchem Charakter man zu bestimmten Zeitpunkten agieren kann. Das wirkt dann doch etwas aufgesetzt und unterbricht den flüssigen Spielablauf schon. Hier fließt auch der zweite Kritikpunkt mit ein, dass man als Spieler zwar sehr viele Rätsel zu lösen bekommt, speziell die Wegerätsel um innerhalb des Areals einfach vorwärts zu kommen. Aber man hat manche etwas künstlich hintereinander gebaut, für die man auch ständig die Charaktere und dann auch deren Anzüge wechseln muss.

Das mag nicht weiter schlimm klingen, erzeugt aber im Spiel oft den einen oder anderen Seufzer. Die Spitze des Ganzen erreicht man dann, wenn man selber gleichzeitig 4 Helden steuert. Hier steuert man einen speziellen, während die anderen stupide hinter euch herlaufen. Wie immer kann man aber jederzeit durch das drücken der X-Taste zum jeweils nächststehenden wechseln. Wenn man das im Sekundentakt hintereinander machen muss und dann erstmal überlegt, wer denn jetzt wieder welchen Anzug hatte, dann macht man oft das eigentlich flüssige Gameplay etwas zunichte. Dadurch wirken manche Momente etwas auf Krampf und übertrieben gewollt gemacht. Das fand ich nicht so schön. An sich ist die Idee mit dem Mehr an Rätseln sehr lobenswert, nur nimmt man dem Ganzen oft ein wenig die Leichtigkeit und man verhaspelt sich als Spieler ab und zu mehr im Suchen nach dem richtigen Charakter und dem nötigen Anzug. Dabei hat mir eigentlich sehr gut gefallen, dass die Entwickler viel weniger Hilfen eingebaut haben als früher. Hier hat man nicht die typische Unterstützung, wo man immer sofort weiß was zu tun ist. Im Gegenteil und man steht öfters mal ratlos in der Gegend herum, als man denkt. Eigentlich eine tolle Sache, da man doch endlich mal mehr überlegen muss was zu tun ist. Aber aufgrund der angesprochenen Schwächen empfindet man das nicht immer so. Abwechslung gibt es auf der anderen Seite aber mehr als genug. Passen die Rätsel und Actioneinlagen ohne dass man nervig herumsuchen muss, erlebt man eine ansprechende spielerische Abwechslung. Da geht es in den verschiedensten Flug und Fahrgeräten zur Sache, wobei die Flugeinlagen wirklich Laune machen. Denn gerade diese hat man in der Art alter Scroll Shooter umgesetzt. Ein fast vergessenes Gameplay, das auch heute nichts von seinem Reiz verloren hat.

Wie schon erwähnt sollte man kein allzu freies Agieren erwarten. Man spendiert euch hier in den Missionen schon ein sehr lineares Spielvergnügen, bei dem die Entwickler auf ein Rätsel nach dem anderen setzen. Eine Aufwertung erfahren diese, sobald die Helden den Schurken im Spiel dann doch mal zu Gesicht bekommen. Denn dann passieren interessante Dinge, die auch für DC Cracks durchaus mal was anderes sind. Denn zum einen bilden sich völlig neue Allianzen und die Wegerätsel werden noch einmal erweitert. Da erlebt man dann Momente, wenn sich plötzlich der Joker und Batman in einem Team zusammenfinden und gemeinsam durch die Areale fegen. Zusätzlich setzt man dann viele Missionen mit Team Play Einflüssen um. Als Beispiel gibt es einige Missionen, in denen gleich mehrere Teams auf die Reise gehen. Einige werden von der CPU übernommen und bewegen sich imaginär durch einen anderen Bereich der Location. Ihr steuert ein spezielles Team und öffnet Wege für die anderen. Zu einem bestimmten Zeitpunkt übernimmt man dann genau über diese Teams nach und nach die Kontrolle und bahnt so für alle den Weg durch die Location. Bleiben tun die Kritikpunkte mit dem manchmal aufgesetzt wirkenden Rätseln und dem manchmal unglücklichen Anzug Feature. Das bekommt man über den Spielverlauf gesehen nicht weg und erlebt so auch mal etwas zähe spielerische Momente. Von daher ist es fast schon eine Glaubensentscheidung. Wer auf die ersten Spiele der Lego Serie steht, bekommt genau dieses Gameplay auch hier wieder mal in Reinkultur und kann bedenkenlos zugreifen. Ich für meinen Teil gehöre eher zur anderen Fraktion, die dem ebenfalls schon oft genutztem Open World Szenario mehr Spaß abgewinnen kann. Wer das erleben will, sollte sich den Kauf überlegen.

Grafik & Sound....

Grafisch zeigt man einen soliden Auftritt, wobei man in vielen Momenten hier einfach nicht so viel machen kann. Denn zumeist geht es doch im Inneren diverser Ortschaften zur Sache, so dass eher dunkle Umgebungen klar in der Mehrzahl sind. Sprich extreme HighRes Backgrounds sollte man im aktuellen Batman Ableger nicht erwarten. Was man machen kann, zeigen die Entwickler aber. Vor allem gelungene Licht Effekte bekommt der Spieler oft zu sehen, die vor allem im Zusammenspiel mit den oft als große Arenen gestaltete Umgebungen punkten können. Dazu das übliche Lego Gewusel, dass auch hier wieder seine Stärke ausspielt. Egal ob das die überall zerstörbare Umgebung ist, oder eben die zahlreichen animierten Umgebungsobjekte. Aufgelockert wird die Gestaltung zudem oft durch Action abseits der Arenen. Diverse Luftkämpfe und Rennen spielen dabei eine Rolle und wissen auch in Sachen Steuerung und Technik zu überzeugen. Kleine Gimmicks gibt es ebenfalls wieder oft zu sehen. Als Beispiel will ich hier mal Flash nennen, der immer wieder in untätigen Momenten zu seinen Highspeed Liegestützen ansetzt. Diese berühmten Kleinigkeiten der Lego Spiele findet man also auch hier wieder vor. Deshalb ist der grafische dieses Mal zwar nicht so beeindruckend, wie das vor allem im letzten Hobbit oder Undercover der Fall war. Dazu fehlen einfach die hellen Umgebungen und auch das fehlende Open World Szenario. Was man aber in den meist dunklen Arealen machen kann, haben die Entwickler auch recht ordentlich hinbekommen. Von daher erinnert vieles auch grafisch an die typischen Star Wars Umsetzungen früherer Tage.

Auch beim Sound kann man sich auf die gewohnte Qualität der Lego Spiele freuen. Neben den einmal mehr gewohnt guten Effekten aller Beteiligten, punktet dieser Bereich wieder durch sehr viele orchestral angehauchte Stücke. Passen sehr gut zur spielerischen Action und erzeugen eine passende Atmosphäre in Sachen Akustik. Seit mittlerweile vielen Jahren gehört die Sprachausgabe der Lego Spiele zu den Highlights. So auch hier, wo es einmal mehr viele humorvolle Dialoge zwischen den Helden gibt. Wie immer komplett in Deutsch und gelungen in Sachen Betonung.

Mehrspieler....

Der Mehrspieler erlaubt es wieder 2 Spieler auf Pirsch zu schicken. Wie man das in den Lego Spielen gewohnt ist, kann man den Mitspieler jederzeit durch das Anschließen eines zweiten Controllers aktivieren und in das Spielgeschehen einbinden. Bedeutet wie immer, dass man die komplette Story zu zweit von Anfang bis Ende durchspielen kann. Was mir dabei besonders gut gefallen hat ist die technische Umsetzung. Wer möchte kann zwar auch hier auf die bewährte Splitscreen Variante zurückgreifen, aber eben auch auf die Vorteile des Wii U Gamepads setzen. Denn wer mit Pad und einem anderen Controller agiert, kann jedem Spieler Vollbild Action spendieren. Während einer am TV spielt, agiert der andere auf dem Gamepad. Ein Feature, das den Mehrspieler in einem solchen Spiel immer aufwertet.

Fazit....

Insgesamt hinterlässt Lego Batman 3 einen durchaus gemischten Eindruck. Auf der einen Seite steht das immer wieder gelungene Gameplay der Serie, das auch hier wieder von der Masse an Charakteren, der hohen Spielzeit durch über 40 Missionen und der Aktionsvielfalt lebt. Auf der anderen Seite muss ich gestehen, dass der Spaß nicht an die Open World Ausgaben heranreicht, die einfach gezeigt haben, was man damit machen kann. Im Vergleich zu den eigenen Brüdern wie Undercover, der Hobbit Umsetzung oder den Marvel Super Heroes fehlt einfach was. Es sei denn ihr steht auf das Core Gameplay der Serie, mit der seinerzeit alles angefangen hat. Viele Rätsel auf engem Raum, die aber hier manchmal etwas zu sehr auf Krampf aufeinanderfolgen. Hier muss man auch die gut gemeinte Charakter und Anzug Vielfalt erwähnen. Das oft ständige Hin- und Herschalten zwischen den Helden binnen kurzer Zeit unterbricht den flüssigen Spielablauf in meinen Augen schon. Nichts was man nun im negativen Sinne allzu hoch hängen muss. Aber man spürt das als Spieler und merkt schon, wie sehr man durch das Open World Szenario verwöhnt ist. Wen das nicht stört, bekommt vor allem in Sachen Spielzeit und Action gewohnt gute Lego Kost.

 

+ Hohe Spielzeit
+ Ungewöhnliche Locations
+ Knapp 150 Charaktere spielbar
+ Typische alte Lego Gameplay
+ Humorvolle dt. Sprachausgabe
+ MP auf TV und Pad gleichzeitig
+ Weltraum Kämpfe unterhaltsam
- Ladezeiten hier und da
- Leider keine Open World...
- ...dadurch recht linear
- Rätsel teils auf Krampf
- Anzug Feature mit Schwächen

GRAFIK: 76%

SOUND/EFFEKTE: 82%

MULTIPLAYER: 71%

GESAMTWERTUNG: 74%

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