konsolenkost.de

 
Wii U Call of Duty Ghosts
 
 
Call of Duty Ghosts - Wii U
Matthias Engert (20.09.2014)

SYSTEM: Wii U-PAL
ENTWICKLER: Treyarch
GENRE: Shooter
SPIELER: 1-2(12) Spieler
HANDBUCH: Deutsch
SPEICHER: 316 MB
DOWNLOADS: Ja
SCHWIERIGKEIT: 3-10+
CONTROL: Pad,Pro,Remote+CC
SPRACHHÜRDE: Keine
ALTERSFREIGABE: USK18
5.1/DD/HD: Ja/Nein/1080p
TERMIN: Erhältlich
PREIS: ca.30 Euro
KOMPLETTLÖSUNG: Nein
CHEATS / TIPPS: Nein
ONLINE GAMEPLAY: Ja
MIIVERSE: Nein

   
Einleitung....

Ich gebs ja zu, wir haben im Mag64 ab und an mal den Hang, speziell die großen Titel sehr spät oder gar nicht zu testen. Hat mehrere Gründe, vor allem aber sicherlich, weil für diese Titel meist kein Test notwendig ist. Soll aber kein Freifahrtschein für uns sein. ;-) Mal abgesehen vom immer noch fehlenden Zelda Klassiker Test (die meisten wissen was gemeint ist), betrifft das speziell im Wii U Zeitalter die Assassins Creed und Call of Duty Reihen. Vergessen haben wir sie natürlich nicht und auch reichlich gespielt. Besser spät als nie, wollen wir uns nun auch um diese natürlich noch kümmern. Vor allem auch deshalb, da die jeweiligen Nachfolger in diesem Winter, Advanced Warfare und Unity ja leider nicht mehr für die Wii U kommen. So können wir wenigstens sagen, wir hätten 2014 jeweils einen Test zur Serie. ;-))) Aber zurück zum eigentlichen Thema. Die Call of Duty Reihe ist natürlich ein solches Schwergewicht und schon seit Black Ops II auf der Wii U zuhause. Wurde man dort vor allem grafisch verwöhnt, so ging Ghosts mit einem neuen spielerischen Ansatz an den Start. Vor allem der sogenannte Trupps Modus sollte die Fans ködern und ein neues Spielgefühl vermitteln. Als Spieler, die besonders auf diese Team Feature stehen, die Conflict Reihe seinerzeit lässt grüßen, waren natürlich auch wir gespannt, was uns in Ghosts erwarten würde. Also wollen wir euch unseren Eindruck zum Spiel natürlich noch nachreichen.

Menus und die Story....

Wie immer unter dem Dach der Firma Activision erschienen, ist die Serie mittlerweile eines der ganz großen Standbeine der Firma. Die Entwicklung der Wii U Version wurde von Treyarch übernommen, denen wir Nintendo Spieler schon einiges zu verdanken haben. Also keine Portierung einer eher unbekannten Firma. Merkt man auch schnell an den Rahmenbedingungen. Hier passt eigentlich alles und auf dem Papier bleiben keine Wünsche des Spielers offen. Wie schon der Vorgänger, kommt auch Ghosts in der hier skalierten 1080p Auflösung daher, während der auch hier recht satte Sound über die Standard 5.1 Variante der Wii U abgedeckt wird. Speichertechnisch sollte man 316 MB frei haben, wobei allein davon 125 für Zusatzinhalte und 185 für die Update Daten draufgehen. Sollte man sich aber schon gönnen. Spielbar ist der Titel mit sehr vielen Controllern. Angefangen beim Pad, dem Pro und Classic Controller, ist auch die Remote wieder nutzbar. Als einer der wenigen Titel kann man hier auch den Sprachchat und damit die verfügbaren Headsets nutzen. Highlight ist einmal mehr der Mehrspieler, der neben Offline und Online Action für bis zu 12 Spieler, vor allem den Mehrspieler über TV und Pad gleichzeitig ermöglicht. Das was ein Mario Kart nicht bietet, gibt es hier wieder und hebt vor allem den Spaß für 2 Spieler immens an. Abgerundet werden diese positiven Punkte von einem komplett deutschen Spiel, was sowohl für alle Texte und die Sprachausgabe gilt. Wie immer in einem Call of Duty Spiel spielt die Story eine wichtige Rolle. Oder sagen wir besser, man ist jedes Mal gespannt in welchem Zeitalter und Umfeld wir uns bewegen. Schon lange vorbei sind die Zeiten, in denen wir uns im 2.WK bewegt haben. Alle Versionen der letzten Jahre waren hochtechnisiert und spielten teils auch in der Zukunft. In diesem Bereich bewegen wir uns auch mit dem Ghosts Ableger, wobei die Geschichte wieder mehrere Zeitschienen mitbringt, in denen man sich als Spieler bewegt. Und das am Schluss die Fortsetzung quasi auf dem goldenen Tablet serviert wird, ist auch alles andere als überraschend. ;-)

Das Spiel führt uns einmal mehr in die Geschichte Gut gegen Böse. Klar dass wir als Mitglied der Ghosts auf der guten Seite stehen. Das Spiel beginnt relativ gemütlich mit einer Unterhaltung in den Wäldern Kaliforniens mit dem eigenen Vater und Bruder. Hier erfahren die Jungs von einer legendären Einheit aus 14 Kämpfern, die den Namen Ghosts von ihren Gegnern erhalten haben. Die Unterhaltung wird abrupt gestoppt, als ein vermeintliches Erdbeben die Region heimsucht. Wie sich herausstellt handelt es sich dabei aber um den Einsatz einer Waffe aus dem All. Diese sogenannte O.D.I.N.-Raumstation war für die USA eigentlich der Beginn der Weltraum Kriegsführung. Wie sich zeigen sollte lief aber einiges schief und Geschosse aus dem All waren die Ursache für die verheerende Zerstörung Kaliforniens. Es wird zu Beginn noch verrückter, als das Spiel in der Zeit 15 Minuten vorher ins All schwenkt und ihr dort die Kontrolle über einen Charakter übernehmt. Ihr werdet Zeuge wie die Kontrolle der Raumstation von fremden Kräften übernommen wird, während danach erneut auf die Erde geschwenkt wird. Zusammen mit dem Vater und eurem Bruder versucht ihr aktiv dem Inferno zu entkommen, ehe der Title Screen diesen Teil des Vorspanns beendet. Danach wird der Spieler über die eigentlichen Verhältnisse aufgeklärt. Verantwortlich für all das ist die sogenannte Föderation, die von Südamerika operierend den Norden ins absolute Chaos stürzt. Dank der Übernahme von ODIN durch die Föderation existiert die USA in dem Sinne nur noch auf dem Papier und jegliche Hoffnung sich den Attacken zu wiedersetzen scheint dahin… Die eigentliche Geschichte des Spiels beginnt 10 Jahre nach diesem verheerenden Angriff. Nur noch wenige Truppen wiedersetzen sich dem Angriff aus dem Süden und die Ghosts sind die einzige Kraft, die sich dem Gegner entgegenstellen. Ihr als Angehöriger dieser Truppe macht euch zusammen mit eurem Bruder und euren Kameraden auf den Weg, den Feind zu eliminieren und die Mächte hinter dem Angriff auszuschalten. Das euch dabei reichlich Schauplätze, Verräter und Balleraction ohne Ende erwarten, dürfte jedem klar sein. Auf jeden Fall eine passende Geschichte, die von den Schauplätzen her oft an James Bond Szenarien erinnert.

Kümmern wir uns nun zunächst mal um die Menüs und Vorbereitung. Habt ihr das Spiel gestartet, erwartet euch das Hauptmenu. Anfangs warten dort derer 3 Menüpunkte, ehe zu einem späteren Zeitpunkt ein 4. dazu kommt. Für den Einzelspieler gibt es auch in Ghosts die Kampagne mit dem enthaltenen Story-Modus. Alles andere bedient zwar den Mehrspieler, kann aber ebenfalls auch allein gezockt werden. Sollte später ein durchaus motivierendes Feature sein. So habt ihr hier als Menüpunkt den reinen Mehrspieler, den Modus Trupps und erhaltet später Zugriff auf den Extinktion Modus, der Alien Freunden unter euch etwas bieten sollte. Optionen gibt es hier noch nicht, da man dieser später über die einzelnen Modi verteilt hat und jeweils entsprechende Möglichkeiten zur Anpassung haben wird. Sprich wir wollen uns hier auch nicht weiter aufhalten und steigen zunächst mal in den Einzelspieler und damit die Kampagne ein.

Das Gameplay....

Wollte ihr euch zunächst allein vergnügen, steht die Kampagne als erster Anlaufpunkt bereit. Logisch das euch auch hier ein entsprechendes Menü erwartet. Ihr könnt hier die Kampagne beginnen, ein gespeichertes Spiel fortsetzen, oder auch per Missionswahl alte Levels erneut angehen. Dazu kommen die Punkte Steuerung und die Optionen, in denen ihr das Spielgeschehen nach euren Wünschen anpassen könnt. Dabei bleibt eigentlich kein Wunsch offen und neben Kalibrierung der verschiedenen Controller und Anpassung der Achsen samt Drehgeschwindigkeiten, könnt ihr die Helligkeit und Soundeinstellungen anpassen. Ihr könnt die Zielhilfe aktivieren, sowie unter anderem das Pad allein oder zusammen mit dem TV als Audiogerät nutzen. Habt ihr diese Grundeinstellungen getätigt, wobei gerade die Achsen und Drehgeschwindigkeiten auch später gerne mal besucht werden, könnt ihr euch in die eigentliche Kampagne stürzen. Der angesprochene Vorspann beginnt, die im Spiel auch dazu genutzt werden, um in einem speziellen Stil die Ladezeiten zu überbrücken. Am Ende landet ihr in voller Ausstattung in der aktuellen Basis und unterhalb der Hollywood Buchstaben beginnt die Balleraction in Call of Duty Ghosts. Vor euch liegen zunächst im Einzelspieler 18 Levels, die voneinander getrennt gespielt werden, inklusive einem ständigen Gebietswechsel. Nur in den Ruinen amerikanischer Großstädte geht es hier beileibe nicht zur Sache. Und auch zu Fuß mit der Waffe in der Hand seid ihr nicht unentwegt. Was man schon hier sagen kann, ist die bessere spielerische Abwechslung im Einzelspieler, als man das noch in Black Ops II erleben konnte. Geblieben sind 2 Dinge, die mittlerweile die Call of Duty Reihe definieren. Ihr bewegt euch innerhalb der Levels relativ linear durch die Gegend und steht zudem eigentlich immer unter Zeitdruck. Die zahlreichen Kritikpunkte des fast völlig fehlenden Einflusses diverser taktischer Möglichkeiten, kann man also auch hier zunächst durchaus nachvollziehen.

Aber und das muss man Ghosts nach dem Durchspielen schon zugestehen. So extrem wie im eigenen Vorgänger ist es hier nicht mehr. Von Stellungskämpfen, Schleicheinlagen und taktischen Vorgehensweisen z.B. der Conflict und Tom Clancy Spiele ist man aber auch hier meilenweit entfernt. Call of Duty bleibt auch mit Ghosts ein actiongeladener Titel, bei dem es ohne großen Pausen nur in eine Richtung geht - Vorwärts!! Aber man kommt zumindest mal ab und an zum Luft holen. ;-) Klar dürfte sein, dass man im Spiel in der First Person Sichtweise agiert, an dem sich natürlich das ganze Spielsystem ausrichtet. Das reicht von Einblendungen, über die Art und Weise die Waffen und Ausrüstungen zu benutzen und endet im typischen rötlich färben des Screens bei eigenen Treffern. Auch hier greift das altbekannte System, das je mehr Treffer man kassiert, der Bildschirm immer mehr in sattes Rot getaucht wird. Ist es zu viel des Guten, geht man in die ewigen Jagdgründe und startet am letzten Rücksetzpunkt, die aber insgesamt relativ zahlreich vorhanden sind. Grundlage des Vorankommens ist die Bewegung des Spielers. Egal mit welchem Controller ihr spielt, stehen euch per Stick das Laufen, die Hocke und das Kriechen zur Verfügung, die natürlich alle ihre bekannten Vor- und Nachteile haben. Allem voran das Tempo, das je nach Art variiert. Dazu kommt per Druckfunktion des Sticks das Rennen, das zumindest zeitweise funktioniert. Wie im wahren Leben rennt man auch hier mit voller Ausrüstung nicht ewig lang durch die Gegend. Ein Ghost ist ja auch nur ein Mensch. ;-) Die Ziele in den einzelnen Levels sind sehr verschieden und definieren sich einmal mehr durch die Umgebung, das Fortbewegungsmittel und Tageszeit. Auch das spielt hier natürlich eine Rolle. Geht es wie schon erwähnt oft in der freien Natur und engen Häuserpassagen zur Sache, wird hier eben durchaus mal stark variiert. Sei es in den Weiten des Alls, als Pilot eines Helikopters oder Panzers, reicht die Auswahl bis zu einem Level auf einem Flugzeugträger. Allen Levels gemein ist die pure Action die euch erwartet.

Mal ausgenommen einige Abschnitte, in denen man auch mal schleichend und möglichst lautlos agieren muss, sprechen ansonsten ausnahmslos die Waffen. Dabei kann der Charakter neben 2 Waffentypen wie dem Sturmgewehr und einer Pistole, zusätzlich diverse Granaten nutzen und später aus speziellen Gadgets wählen, um Ziele per Ortung oder Kameragesteuerter Fernlenkwaffen zu eliminieren. Dabei ist das Steuersetup eine gewohnte Variante, wie man sie in vielen Shootern dieser Art erlebt hat. Hier geht man keine Experimente ein, was auch insgesamt keineswegs überfrachtet wirkt. Zu viel Hightech und Möglichkeiten, die man über unzählige Tastenfunktionen abdeckt, gibt es in Ghosts nicht. Was das Spiel auch allein auszeichnet, ist die recht gute Dynamik und Atmosphäre, die man trotz ständigen nach vorn Preschen erzeugt. Hier spielt die KI eine große Rolle und das recht nachvollziehbare Agieren der Gegner, die selten wirkliches Kanonenfutter darstellen. Anders sieht es da oft bei den eigenen Mitstreitern aus, über die man manches Mal nur noch den Kopf schütteln kann. Speziell beim ab und an etwas langsameren Vorrücken agieren sie oft kaum und "verstecken" sich irgendwo. Man fragt sich schon oft ob man hier eigentlich allein agieren muss und die Teammitglieder nur Staffage sind. Und ballern sie dann doch mal reichlich mit einem mit, so streuen sie sehr oft und treffen vieles, nur nicht zwingend die Gegner. Das ist schon ein gewisser Kritikpunkt und man verlässt sich mit der Zeit in der Kampagne viel mehr auf sich selbst, als darauf zu hoffen, dass die CPU-Mitstreiter einem selber Deckung geben. In diesem Bereich gibt es in der Tat bessere Shooter auf diesem Planeten. Den Spaß mindert es aber nur bedingt. Man stellt sich mit der Zeit darauf ein und agiert auch entsprechend. Schade finde ich immer wieder, dass man innerhalb der Geschichte nicht Waffen oder Ausrüstungen mit in die nächsten Abschnitte nimmt. Zumindest da wo es passen würde. Auch eine Einbindung der Möglichkeit den Charakter zu verbessern wäre eine feine Sache.

Auf diese Dinge verzichtet man hier, so dass die Kampagne spielerisch zwar voller Action ist, aber bei weitem nicht den Bezug zum Helden herstellt, wie man sich das vielleicht wünscht. Speziell auch hier, wo man später im Trupp Modus auch allein einen ganz anderen Motivationsschub bekommt. Aber dazu im Mehrspieler Abschnitt ein paar Zeilen. Teils sehr gut empfand ich den atmosphärischen Teil, der neben der reinen Action auch von den Sounds der Waffen und Umgebung lebt. Egal wo man sich befindet, die Waffen klingen einfach geil und untermalen die eigentliche Action wunderbar. Da macht auch Ghosts in meinen Augen wieder alles richtig. Dazu kommt hier wieder der angesprochene Location Mix, der oftmals echt an alte Bond Filme erinnert. Goldeneye oder Moonraker lassen hier grüßen. Genial ist wie immer das Ende, wenn man es so nennen will. Denn irgendwie geht es ja nie so aus, wie man sich das die Kampagne über so ausmalt. So auch hier, wo das Ende fast eher überraschend ist und klar einen Ausblick auf Ghosts 2 gibt. Nach gut 10 Stunden erlebt man diesen Moment, so dass die Kampagne wieder nicht ewig lang ist, aber dennoch unterhaltsamer und spannender rüberkommt, als im eigenen Vorgänger. Von daher freue ich mich auf Ghosts 2, der ja vielleicht auch wieder das Licht der Welt auf der Wii U entdecken wird. Der Glaube stirbt ja bekanntlich zuletzt. ;-)

Grafik & Sound....

Überraschenderweise empfand ich die grafische Gestaltung schlechter als beim eigenen Vorgänger Black Ops II. Ich denke mal schon, dass seinerzeit als Launch Titel der Fokus größer war und man vielleicht doch ein wenig mehr Feintuning an den Tag gelegt hat. Was nicht heißen soll Ghosts wäre ein grafisch mauer Titel. Das könnt ihr genauso schnell ad acta legen. Vergleichen mit vielen anderen Spielen dieser Art, zeigt auch Ghosts immer wieder wozu die Wii U Hardware fähig ist. ;-) Denn auf der Haben Seite steht über allem eine imponierende Framerate, die auch in großer Action keine Einbrüche mitbringt. Egal ob ihr dabei Offline in der Kampagne agiert, oder Online gegen andere Spieler antretet. Sicherlich spielt die eigene Anbindung dort eine große Rolle. Aber mit unserer 16er Leitung war flüssiges Spielen auch zu zweit nie ein Problem. Punkten kann das Spiel grafisch in Sachen Abwechslung. Vorbei die Zeiten, wo es fast nur im Dschungel und ein paar Stadtlocations zur Sache ging. Dabei lebt das Ganze hier vor allem durch die Einbindung alternativer Fortbewegungsmittel. Speziell im All, fliegend per Helikopter oder auch mit dem Panzer. All diese Aspekte spielen in verschiedenen Umgebungen, die dem Spiel mehr Abwechslung mitgeben. Gilt so auch für die Online Locations, die sich ebenfalls wieder stark voneinander unterscheiden. Ebenfalls gelungen ist das Thema Animationen der Umgebung und Gegner. Angenehm weich und auch wenig gekünstelt wirkt das Ganze auf den Spieler. Die Kollisionsabfrage ist sehr gut und mit den entsprechenden Waffen ist das Agieren auf große Entfernungen eine runde Sache. Kritik gibt es für Kleinigkeiten. Manche Waffen wirken recht grob und nicht ganz so detailliert wie beim Vorgänger. Auch sind manche Explosionen etwas mau geraten, wobei auch hier alles ein Jammern auf sehr hohem Niveau ist. Die Steuerung und damit auch technische Seite gehen gut von der Hand und lassen eben vor allem mit dem Pro Controller dem Spieler eine sehr gute Kontrolle. Dank stufenloser Anpassung der Achsen bleiben auch hier keine Wünsche offen. Zu guter Letzt muss man auch hier wieder das Feature erwähnen, zu zweit auf dem TV und dem Pad spielen zu können. Auch hier gibt es technisch nichts zu meckern.

Beim Sound sticht immer wieder vor allem der Waffenklang hervor. Es gibt nur wenige Spiele, die über alle Waffenarten hinweg so authentische Klänge bieten. Das kommt wieder extrem gut rüber und unterstützt die Atmosphäre ungemein. Was aber auch die Soundkulisse tut, die je nach Spielsituation mitgeht, aber auch mal nur auf Umgebungsklänge setzt. Das Agieren im Dschungel, um schleichend an den Gegnern vorbei zu kommen, ist da wieder ein sehr gutes Beispiel. Bei der Synchro der einzelnen Beteiligten gibt es die üblichen Highlights, aber durchaus auch einige recht emotionslose Sprecher. Dennoch schön das wieder viel Funkverkehr herrscht und damit ebenfalls atmosphärisch gepunktet wird. Es mag Spiele mit epischer wirkender Musik geben. Für einen Action Shooter wie Call of Duty ist die gebotene Soundkulisse sehr gut.

Multiplayer/Online....

Der Mehrspieler ist natürlich wieder das Herzstück des Spiels und auch heute immer noch ein Garant für durchzockte Nächte. Die Advanced Warfare nicht für die Wii U kommen wird, wird das Redaktionsintern auch so bleiben und Jens und meine Wenigkeit sich weiter auf den Ghosts Servern tummeln. Dabei teilt sich der Mehrspieler einmal mehr in die Offline Variante und das Online Gegenstück ein. Gibt es viele Modi, in denen man wirklich nur Just for Fun spielt, sorgen das Ranking System und vor allem der Trupp Modus für schlaflose Nächste. Speziell letztgenannter stellte sich im Verlauf der Sessions als Killer Feature heraus. Vor allem zu zweit kann man damit eine Ewigkeit verbringen. Überhaupt punktet der Mehrspieler auf der Wii U gleich durch mehrere Dinge. Zum einen dem komplett kostenlosen Spielvergnügen Online und natürlich wieder der Tatsache, dass zumindest bei 2 Spielern beide auf ihrem eigenen Bildschirm spielen können. Während ein Spieler auf dem TV-Bildschirm agiert, verzieht sich der andere in eine Ecke und hat mit dem Pad seinen eigenen Bildschirm. Das dabei weder Speed noch Grafikleistung leiden, rundet diesen extrem positiven Punkt ab. Bevor wir uns aber auch ein paar Kritikpunkten widmen, ja die gibt es auch, wollen wir euch die Möglichkeiten des Mehrspielers näher darlegen. Einteilen kann man die Möglichkeiten in 3 Bereiche. Den reinen Mehrspieler Offline wie Online, den Trupp Modus und zu guter Letzt die Extinktion Variante, der wir uns am Schluss widmen. Erster Punkt ist der normale Mehrspieler, der Offline 2 Spieler und Online bis zu 12 Recken verbinden kann. Schade dass man den 4er Offline Modus nicht mehr bietet. Denn auch heutzutage hätte er immer noch seine Daseinsberechtigung. Dem gegenüber steht bei 2 Spielern auf der Couch die Tatsache, natürlich auch Bots mit einbinden zu können. Grundlage für den Hauptspieler ist im Mehrspieler und dem Trupp Modus ein Ranking System und die damit einhergehende Personalisierung und Entwicklung des eigenen Recken.

Bis zu einem Level 60 kann man seinen Charakter entwickeln, was vor allem dadurch ungemein motiviert, dass man im Trupp Modus Offline leveln kann. Sprich ohne eine Minute Online zu agieren, könnte man Level 60 erreichen. Das hat was und ist nicht nur zum Üben ideal. Allein um die 15 möglichen Maps kennenzulernen ideal. Dabei kommt zu den 14 normalen MP Maps die Variante Free-Fall, die man im eShop kostenlos herunterladen kann. Auffällig bei allem Karten ist die Tatsache, kaum einen der typischen "Wartepunkte" zu finden. Sprich sich irgendwo zurückziehen und den Gegnern simpel auflauern funktioniert in diesem Spiel nicht. Finde ich gut und sorgt speziell in den Team Modi für Action ohne Ende. Es gibt immer einen Weg hinter einem, wo einen die Gegner eben von der anderen Seite erwischen können. Dabei sind die Mehrspieler Karten im Vergleich relativ groß geworden. Nachteil wenn nur wenige Spieler agieren, aber in meinen Augen gelungen wenn gerade Online bis zu 12 Spieler loslegen. Dabei gibt man euch wieder reichliche Modi an die Hand, die weit über das typische Death Match hinausgehen. Neben dem bekannten Erobern und Halten von Positionen gibt es auch ungewohnte Varianten wie "Abschuss bestätigen" oder "Aufgeputscht". Bei Erstgenanntem hinterlässt ein eliminierter Feind eine Marke, die man erst noch einsammeln muss, um den Abschuss als gewertet zu bekommen. Allein die Zeit um die Marke zu holen reicht, um den Spielerverlauf zu verändern. Denn holt ein Mitspieler des Getroffenen die Marke, wird der Abschuss nicht gewertet. Und man selber kann locker erwischt werden, beim Versuch über z.B. offenes Gelände die Marke zu holen. Beim Modus "Aufgeputscht" ist man gezwungen Abschüsse zu generieren. Denn nach einem Treffer läuft eine Zeitanzeige herunter, innerhalb der man den nächsten Treffer landen muss. Auch das gibt dem Spielverlauf einen gewissen Kick. Die knapp 10 verschiedenen Modi für den reinen Mehrspieler bieten für jeden Spielertypen etwas.

Highlight für mich ist aber der angesprochene Trupp Modus, der auch genau den taktischen Aspekt mitbringt, den man ansonsten durchaus vermisst. Erster großer Pluspunkt ist dabei das Entwickeln, dass eben Offline passieren kann. Im Trupp Modus habt ihr die Möglichkeit wie in einem Clan, bis zu 10 Spieler zu beeinflussen. Später im Match können von diesen 10 Charakteren, derer 6 gleichzeitig agieren. Wahlweise Online oder eben Offline gegen 6 CPU Gegner. Das geniale daran ist die Möglichkeit wirklich jeden einzelnen zu steuern und damit zu entwickeln. Ihr könnt jeden einzelnen personalisieren, ihm einen Namen geben und wie den eigenen Hauptcharakter ausrüsten. Auch hier gilt, man könnte einen Trupp mit 6 Leuten, die alle Level 60 haben in den Kampf führen, ohne auch nur eine Minute Online gespielt zu haben. Denn für alles im Spiel, das dem Ranking und Entwicklungssystem unterliegt, gibt es ja in den CoD Spielen Erfahrungspunkte und das typische Level Up. Je höher umso wertiger sind die Ausrüstungen, die man erhalten kann, Hier spielen die sogenannten Trupp-Punkte mit hinein, die ebenfalls erspielt werden müssen und später Ausrüstung oder Waffen erst freischalten, ehe man sie einem Spieler zuweisen kann. Das führt dann soweit, dass man bei 6 Leuten im Trupp jeden anders ausrichten kann. Neben Leuten für Sturmangriffe und pure Action, könnte man Sniper und Deckungscharaktere ausrüsten, die im Kampf später auch so agieren. Zwar werden die 5 nicht gesteuerten von der CPU gesteuert, dennoch ist die KI relativ hoch. Das ist unglaublich motivierend und macht halt schon Offline Spaß. Online spielt es seinen Reiz dann komplett aus, auch weil z.B. der zweite Charakter der Truppe von einem Freund auf der heimischen Couch gesteuert werden kann. Hier spielt Zeit kaum eine Rolle und nur die Zielvorgaben des jeweiligen Modus beenden eine Session. Bis dahin kann man auch mal taktisch agieren und im Team eben ganz anders vorrücken.

Ansonsten besticht der Mehrspieler allgemein durch sehr flüssiges Spielen, eine sehr gute Kollisionsabfrage und ordentliche KI, sofern man Bots mit in eine Session nimmt. Nicht so gefallen hat mir das Wiedereinstiegssystem im Online Play. Geht man drauf, setzt einen das Spiel zu gerne mal weit hinter den "feindlichen Linien" ab, oder komplett entfernt an der einsamsten Stelle der Map. ;-) Je nachdem wo man neu startet, geht man gerne sofort wieder drauf, oder läuft sich erstmal einen Wolf, ehe man die Gegner erreicht. Da helfen auch die sehr guten Gadgets nicht, die auch Ghosts wieder mitbringt. Hier sind dann die recht großen Maps durchaus mal nachteilig. Geschmacklich treffen nicht alle unseren Geschmack. Manche sind uns zu technisch, oder fast schon zu verwinkelt. Aber das ist wie immer Geschmackssache und gilt ja eben nicht für alle Karten. Laune und Unterhaltung machen die Mehrspieler Modi alle. Das gilt auch für den Zusatz Extinktion. Hier gibt es zwar nur eine Map, aber es geht in düsteren Umgebungen gegen allerlei Alienbrut. Ihr als Spieler fangt mit einer einfachen Ausstattung an und müsst hier sogenannte Nester ausheben, indem ihr einen speziellen Bohrer an den zahlreich vorhandenen Nestern platzieren müsst. Während der Bohrer seine Arbeit tut, und das dauert etwas, kommen immer neue Wellen an Aliens auf euch zu und versuchen euch den Garaus zu machen. Alles bringt Punkte und damit Geld und ihr könnt so mit der Zeit die Ausrüstung im Spiel verbessern und herumliegende Waffen und Items kaufen und nutzen. Ebenso z.B. Munition. Im Team besonders genial, weil man sich hier um einiges mehr helfen kann, als man das denkt. Durch seinen Anspruch und durchaus sehr dunkle Atmosphäre auch eine guter Modus für Zwischendurch. Den reinen Mehrspieler, oder den Trupp Modus schlägt man aber nicht. Die bieten auf Monate Spaß und vor allem Motivation, ohne das es langweilig wird.

Fazit....

Call of Duty Ghosts schreibt die positive Geschichte der Serie weiter, wobei alles andere auch ein wenig überraschend wäre. Dabei bleibt sich das Spiel in vielen Dingen zunächst treu. Typisch sind die erneut nicht ewig lange Kampagne für einen Spieler und der Fokus auf dem Mehrspieler, der hier Zuwachs bekommen hat. Schaut man sich zunächst die Kampagne an, so fällt auf, dass man nicht mehr ganz so linear und gehetzt agieren muss, wie es z.B. in Black Ops II der Fall war. Natürlich bleibt es ein ständiges Vorrücken und reichlich Action ohne Pausen, hat aber dennoch ein paar mehr Möglichkeiten alternativ zu agieren. Taktische Elemente, oder gar das sich ewig Zeit lassen für bestimmte Abschnitte gibt es in der Kampagne aber auch hier nicht. Dafür bekommt man allein aber auch andere sehr motivierende Dinge an die Hand. Allem voran der Trupp Modus, der mir sehr gefallen hat und neben der Möglichkeit allein zu leveln, eben später auch Online mit Freunden zu agieren. Diese Mischung macht den Reiz aus. Der reine Mehrspieler mit all seinen Möglichkeiten bietet mehr als genug, um sich die auf lange Zeit die Zeit zu vertreiben. Es mag Kleinigkeiten geben, an denen man herumnörgeln kann, das Gesamtpaket stimmt aber. Das reicht vom Finden genügend vorhandener Gegenspieler Online, über das Thema entwickeln des oder der Trupp Charaktere, bis hin zum relativ respektvollen Umgang miteinander. Heutzutage leider nicht alltäglich auf den einzelnen Plattformen. Da zeigt sich die Wii U Version von der angenehmen Seite. Technisch ein gelungenes Spiel, dürfen sich Einzelspieler genauso mit dem Titel vergnügen, wie natürlich auch Freunde die man um sich schart. Egal ob auf der heimischen Couch oder eben in den Weiten des Webs. Dazu rundet das Killer Feature für 2 Spieler mit TV und Pad gleichzeitig, speziell diesen Teil ab. Nicht nur aufgrund der Tatsache, dass Advanced Warfare nicht für die Wii U kommt, kann man Ghosts auch aktuell noch jedem Interessierten wärmstens empfehlen.

 

+ Gelungener Action Shooter
+ Trupp Modus sehr gut umgesetzt
+ Technik/Framerate
+ Online Action ein Zeitkiller :-)
+ Offline Leveln im Trupp Modus
+ Waffenklänge/2Player mit Pad
+ Abwechslung durch Heli/Panzer
+ Ende mit Nachfolger Garantie :-)
+ Komplett Deutsch
- Story wieder recht linear
- Wenig Taktik Einflüsse
- Offline nur 2 Spieler

GRAFIK: 84%

SOUND/EFFEKTE: 84%

MULTIPLAYER: 85%

GESAMTWERTUNG: 82%

Sämtliche Inhalte wie Bilder und Texte zu diesem Artikel sind geistiges Eigentum des Mag'64. Eine Benutzung oder anderweitige Verwendung darf nur mit ausdrücklicher Genehmigung des Mag'64 erfolgen.

 
                   

Game-and-Fun.de