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Wii U Bayonetta 2
 
 
Bayonetta 2 - Wii U
Matthias Engert (29.12.2014)

SYSTEM: Wii U-PAL
ENTWICKLER: Platinumgames
GENRE: Action
SPIELER: 1-2 Spieler
HANDBUCH: Deutsch
SPEICHER: 1 MB
DOWNLOADS: Nein
SCHWIERIGKEIT: 4-10+++
CONTROL: Pad,Pro,Remote,CC
SPRACHHÜRDE: Keine
ALTERSFREIGABE: USK16/18
5.1/DD/HD: Ja/Nein/1080p
TERMIN: Erhältlich
PREIS: ca.55 Euro
KOMPLETTLÖSUNG: Nein
CHEATS / TIPPS: Nein
ONLINE GAMEPLAY: Ja
MIIVERSE: Ja

   
Einleitung....

Action Spiele die nachhaltig Eindruck hinterlassen, sind durchaus eine seltene Angelegenheit. Wobei man Action ja auf vielerlei Art definieren kann. Mir speziell fällt da immer wieder Sin & Punishment ein. Weniger die ebenfalls gelungene Neuauflage, sondern das damalige N64 Original. Irgendwie ein Spiel das technisch und spielerisch seiner Zeit etwas voraus war und das in der Masse an entsprechenden Titeln einfach nicht aus dem Gedächtnis verschwindet. Natürlich allein deshalb schon ein großes Kompliment für das Spiel. Zeigt aber dass es nur wenige Spiele in diesen erlauchten Kreis an Spielen schaffen. Ich denke jeder Spieler hat da so seine eigenen Favoriten in den diversen Genres. Glücklicherweise ist das nicht nur auf die "guten alten Zeiten" beschränkt. Das wäre auch schlimm in meinen Augen, immer nur an die Vergangenheit zu denken. Auch aktuell gibt es sie schon, die Spiele die man einfach als etwas Besonderes einstuft. Und schon bekomme ich die Kurve zu Bayonetta 2, das auf der Wii U bleibenden Eindruck hinterlässt. Und das gleich aus mehreren Gründen. Schön dabei dass es sich mal wieder um einen Exklusivtitel handelt, der sich für die entsprechende Zielgruppe als System Seller entpuppt. Denn ich muss ebenfalls ehrlich gestehen mit einer anderen Erwartungshaltung an das Spiel herangegangen zu sein. Jetzt nach dem Durchspielen steht meine Meinung fest und ich bin nicht nur positiv überrascht, sondern regelrecht begeistert. Warum das so ist und warum der Titel nicht nur bei mir einen bleibenden Eindruck hinterlassen hat, zeigen wir euch im Test zum zweiten Teil der Bayonetta Reihe.

Menus und die Story....

Dabei ist die ganze Geschichte um das Spiel herum nicht minder interessant. Auch wenn Nintendo draufsteht, verantwortlich ist für die Serie ein anderer Entwickler. Platinum Games ist mittlerweile kein Unbekannter und war nicht nur für den Vorgänger verantwortlich, sondern hat sich unter anderem mit The Wonderful 101 auch auf der Wii U schon einen Namen gemacht. Das wir den zweiten Teil der Bayonetta Serie überhaupt und dann auch noch exklusiv erleben, haben wir Nintendo zu verdanken. Man mag viel über die Jungs aus Kyoto schimpfen. Hier haben sie richtig entschieden, als sie Platinum Games unterstützten, als niemand Interesse am zweiten Teil zeigte. Denn der Vorgänger war ja bekanntermaßen auf den Konkurrenz-Plattformen zuhause. Weiterhin muss man auch die Versionsvielfalt durchaus mal ansprechen. Denn auch an die Noobs der Serie hat man gedacht und kann in 2 speziellen Editionen auch den ersten Teil in der 18er Version erleben. Geht uns nicht anders und wir können euch beide Versionen durch die First Print Edition vorstellen. Zwar fangen wir dennoch mit dem Test des zweiten Teils an, werden aber zu einem späteren Zeitpunkt auch den für die Wii U überarbeiteten ersten Teil vorstellen. Aber nun zurück zum Spiel, das es mehr als Wert ist darüber zu schreiben. Ihr als Spieler bekommt, egal welche Edition ihr euch kaufen wollt, ein lokalisiertes Spiel an die Hand, das zumindest komplett deutsche Texte bietet. Die Sprachausgabe kommt dafür in feinstem Englisch daher und entfaltet auch in einem Spiel wie diesen seinen Reiz. Kurze Erinnerungen an ein Xenoblade werden ab und an mal wach. ;-) Eines der großen Highlights ist die technische Seite, die euch mit 1080p und 60fps erfreut. Etwas das man im Spiel sofort spürt und mehr als oft auch spielerisch erlebt. Soundtechnisch ist man da mit dem gewohnten 5.1 Sound fast schon auf der normalen Seite. Speichertechnisch sollte man für das Spiel läppische 1MB bereithalten. Dass es bis heute kein Update gibt, spricht ebenfalls klar für das Spiel.

Dazu kommen Funktionen um das Spiel nur auf dem Pad zu spielen, ein Mehrspieler als Online Variante und ein interessanter Kostümwechsel Bereich, wenn man den ersten Teil fertig hat. Auch dieses Thema decken wir zu einem späteren Zeitpunkt ab. Im Moment weiß man ja mal wieder nicht, was man zuerst in seine Wii U schieben soll. ;-) Positiv das man dem Spieler 3 separat nutzbare Spielstände an die Hand gibt. Speziell was die Schwierigkeitsgrade angeht, kann man diese dafür nutzen. In einem Spiel wie diesem darf natürlich auch eine Geschichte nicht fehlen. Um alles zu verstehen ist es schon ratsam beide Teile mal gespielt zu haben. Ansonsten fehlt einfach ein gewisser Teil des großen Ganzen. Im zweiten Teil dreht sich natürlich alles wieder um die Heldin des Spiels, die Hexe Cereza, auch bekannt unter dem Namen Bayonetta. ;-) Dabei setzt die Geschichte nach dem Vorgänger an und ihr als Spieler findet euch zunächst in der weihnachtlichen Ostküsten Metropole wieder. Allerdings bleibt es nicht beim Shoppen und der friedlichen Atmosphäre. Just beim Shopping erleben Bayonetta und ihre Hexen Schwester Jeanne den Angriff einiger Kreaturen. Nicht Dämonen der Unterwelt wie sonst, sondern Engel attackieren die Bewohner und sie selbst. Neben eigenen martialischen Attacken beschwört Bayonetta den Dämon Gomorrah, der sich allerdings gegen sie stellt. Also ihr Jeanne helfen will, wird sie von einem tödlichen Treffer erwischt und ihre Seele wandert in die Inferno Unterwelt. Um ihre Seele zu retten, gibt es für Bayonetta nur eine Möglichkeit. Sie muss zum legendären Berg Fimbulventr, der ein Tor in die Unterwelt bieten soll. Das sie dort mehr erlebt, dürfte jedem klar und vor dem Spieler liegt ein actiongeladenes Abenteuer der ganz besonderen Art.

Der Spielstart ist zunächst relativ einfach gemacht. Zumindest wenn man sich schnell zum Speicherplatzmenü hangelt. Dort wählt man seinen Spielstand und landet danach auf dem Hauptmenu des Spiels. Hier könnt ihr neben dem Start der Story den Online Modus für 2 Spieler anwählen, sowie einiges an Statistiken einsehen. Dazu kommen die Einstellungen, die euch neben der Rumble Funktion auch die Wahl zwischen 2 Steuermethoden erlauben. Mögen die Cracks mit der gewohnten Stick/Tasten Variante ihren Spaß haben, wurde für die Wii U auch eine Touchpen-Steuerung eingebaut. Mal was anderes und beim Spielen über das Pad durchaus mal was zum Ausprobieren. Ich für meinen Teil bin aber dann schon bei der herkömmlichen Variante geblieben. Ihr könnt zudem die Kamerasteuerung beeinflussen und natürlich die Achsen, die in diesem Spiel vor allem am Ende eine große Rolle spielen. Wer das Spiel mindestens 1x beendet, erhält mit dem Galerie Modus und Jeanne als spielbarem Charakter im Online Modus die ersten von mehreren Belohnungen. Keine Sorge, es gibt noch mehr davon. Ok soweit das Vorgeplänkel. Nun wollen wir uns in die Action um Engel und Dämonen stürzen.

Das Gameplay....

Der Start in das Spiel ist äußerst stimmig gemacht. Denn ihr als Spieler bekommt die Geschichte über einen Sprecher zu hören, während ihr selber in einem Art Tutorial Level schon einmal kämpfend loslegen könnt. Nicht nur mit Bayonetta selber, sondern unter anderem auch mit ihrem Mech-Anzug, den man sonst erst gegen Ende des Spiels erlebt. Hier noch in einem Art Retro Look gemacht, zeigt diese Einführung sehr schnell, wohin die Reise gehen wird. Erst danach darf man sich ein wenig sammeln und erlebt das erste richtige Kapitel im Spiel. Knapp 20 gibt es davon, die es allesamt in sich haben. Allein schon vom Schwierigkeitsgrad her. 3 verschiedene gibt man euch zunächst zur Auswahl, die selbst auf dem leichten Grad schon einiges bieten. Wer dagegen gleich auf Schwer beginnt, wird durchaus seine Grenzen kennenlernen. Erfahrung und natürlich auch Ausstattung der Heldin spielen dabei eine elementare Rolle. Denn einfach nur metzelnd durch die Levels zu ziehen, wäre ein wenig simpel. Das Spiel bietet in diesem Bereich schon etwas mehr. Dass dabei auch die Geschichte im Verlauf um einiges anzieht, dürfte ebenfalls nicht überraschen. Denn auf der Reise zum Berg und in die Unterwelt erlebt die Heldin noch eine ganz andere Geschichte um den Schöpfer der Welt. Mehr will ich an dieser Stelle nicht verraten. Die enthaltenen Kapitel spielt man hier schön nacheinander und kann jedes einzelne immer wieder angehen. Hintergrund sind gleich mehrere Dinge. Zum einen kann man Arcade-typisch um eine Bewertung spielen, um einen Highscore und natürlich um Belohnungen, die man direkt oder über Umwege erspielen kann. Alles gut aufeinander abgestimmt, schaukelt sich vieles im Spiel wunderbar auf und motiviert nicht nur dadurch den Spieler selber. Bedeutet hier dass es unter anderem einen Shop gibt, über den man die Heldin ausrüsten und verbessern kann. Dazu eine kleine Hexenküche, über die man mittels Materialien gewisse Items selber herstellen kann, die man vor allem auf den höheren Graden mehr als gut gebrauchen kann.

Dabei ist nun das Grund Gameplay eigentlich zunächst immer gleich. Ihr als Spieler durchforstet in den Kapiteln mehr oder weniger frei begehbare Areale und trefft eigentlich aller paar Meter auf Gegner ohne Ende. Das Wort Action sollte man hier also sehr wörtlich nehmen. Wirkliche Momente mal zu verschnaufen hat man in diesem Spiel eigentlich nicht. Es sei denn mal drückt die Pausentaste. ;-) Dabei ist es übrigens egal, mit welchem Controller ihr das Spiel steuert. Oder besser gesagt man hat mit dem Pad jetzt keinen Vorteil aufgrund des Touch Screens. Es sei denn ihr wollt unbedingt die Pen Variante nutzen. Von daher entscheidet hier die Vorliebe des Spielers. Einmal im Level angekommen, spielt sich in Sachen Sichtweise alles nach dem gleichen Schema ab. In der Third Person Sichtweise begleitet ihr die Heldin, die mit ihren oft auch interessanten Bewegungen für einige Hingucker sorgt. Die 18er Wertung des ersten Teils wird nicht nur durch Blut und Brutalität erklärbar. ;-) Dabei unterstützt euch eine sehr gute automatische Kamera, die man aber selber beeinflussen kann. Gesteuert wird Bayonetta über den linken Stick. Dazu kommen nun die Actiontasten für Schlag und Trittangriffe, sowie eine Sprungfunktion. Doppelt umgesetzt kann die Heldin auch für einen gewissen Moment schwebend größere Abgründe überwinden. Aber keine Sorge, einen Geschicklichkeitstest erlebt ihr hier nicht. ;-) Allein diese Grundlagen reichen aus, um Bildschirmfüllende Action auf einen einprasseln zu lassen und viele Gegner sind auch damit schon besiegbar. In einer unglaublich schnellen Abfolge wird auf die Gegner eingedroschen, dass man oft kaum hinterher kommt. Aber und das spricht klar für das Spiel, verliert man eigentlich nie die Übersicht. Hätte ich nicht gedacht, bei der Schnelligkeit und vor allem Effektfülle, die wohl ihresgleichen im Moment sucht.

Ganz wichtig sind dabei nun begleitende Dinge in der oberen linken Bildecke. Neben der Lebensleiste, wird dort auch in Form von kleinen Kreisen die sogenannte Magie-Leiste angezeigt. Diese Anzeige füllt man im Normalfall durch Attacken auf Gegner und kann am Ende mit dem sogenannten Umbra-Climax Feature Spezialattacken per L-Taste auf die Gegner niederprasseln lassen. Noch besser und auch schneller füllt man die Anzeige mit der speziellen Ausweichtechnik der Heldin. Sobald die Gegner die Heldin attackieren, kann man die ZL Taste im richtigen Moment drücken und wechselt in einen Ausweichmodus. Dann wird das gesamte Bild anders eingefärbt und man kann den Gegner ohne Gegenwehr kurz attackieren und füllt allein dadurch die Magieleiste um einiges schneller. Die Möglichkeiten werden mit zunehmendem Spielverlauf aber auch anderweitig zahlreicher. In der Grundausstattung besitzt Bayonetta ihre speziellen Pistolen, die sie über die Hände und Füße benutzen kann. Im Spielverlauf erhaltet ihr die Möglichkeit die Waffen zu wechseln. Sobald Rodin mit seinem speziellen Shop die Bühne betritt, gibt es auch mehr als genug Möglichkeiten das virtuelle Zahlungsmittel einzusetzen. Um alles kaufen zu können, reicht übrigens ein Durchgang bei weitem nicht aus. Sprich schon allein deshalb spielt man alte Kapitel immer wieder neu. Klar das anfängliche Abschnitte, die man vielleicht beim ersten Mal gerade so geschafft hat, in einem zweiten Durchgang viel leichter schafft, wenn man die Zarte entsprechend aufgerüstet hat. Denn die Möglichkeiten werden nicht nur durch die Art und Weise der Waffen zahlreicher. Denn mit der Zeit bekommt ihr die Chance 2 Katanas einzusetzen, einen Bogen, eine Peitsche oder auch speziellen Flammenwerfer. Ich persönlich bin irgendwie bei den Katanas geblieben. Haben etwas Spezielles und sind ebenfalls vom Speed her so unglaublich schnell einsetzbar, dass es einfach nur eine Freude ist, sie zu benutzen. Wobei das Gefühl grundlegend jede Waffe erzeugt. ;-)

Immer mal zwischendurch hinterlassen spezielle Gegner auch Waffen, die man temporär aufnehmen und einsetzen kann. Die Sorge über zu wenige Attacken muss hier niemand haben. Speziell durch Combos und das Mischen beider Grundattacken gibt es mehr als genug Möglichkeiten den Gegner einzuheizen. Und oftmals ist man mehr mit dem Timing beim Ausweichen beschäftigt. Aber alles spielt sich in einer immensen und unglaublichen Dynamik und Atmosphäre ab. Und das ist dann auch die größte Stärke im Spiel. Die ununterbrochene Action, die Bildschirmfüllend und ohne Pause vor eurem Spielerauge abläuft. Dazu der Speed und die technische Seite, die für mich mehr als beeindruckend war. Wer zudem einmal den Shop besucht hat, darf sich sogar noch mehr Sachen für die Heldin kaufen. Vorausgesetzt ihr habt das nötige Kleingeld. ;-) So kann man die Heldin über 2 spezielle Slots mit entsprechenden Items ausrüsten, die neben Statusveränderungen auch einige Abläufe ändern. So z.B. das Treffer absorbiert werden können, sofern man ein entsprechendes Item anlegt. Oder man bekommt nach dem Ableben der Gegner einfach mehr Geld und Belohnungen. Egal ob das die Finanzen aufbessert, oder auch die Materialien betrifft. Man nimmt alles gerne mit. Denn die sind nicht zu unterschätzen. Sobald man diese spezielle Küche freigeschaltet hat, kann man spezielle Items herstellen und auf die Steuerkreuzplätze legen. Im Kampf kann man sich so mal Heilen, Unverwundbar machen, oder seine Angriffe verstärken. Alles macht mal hier und da auch Sinn. Speziell was die Unmengen an großen und kleinen Boss Gegner angeht, die es wirklich in sich haben. Positiv das man als Spieler unten rechts immer auch eine Lebensleiste für die Gegner zu sehen bekommt. Teilweise muss man mehrere übereinanderliegende Ballenanzeigen leeren, ehe man als Sieger aus dem Kampf hervor geht. Kleine Krämpfe in den Fingern begleiten euch dann auch noch. ;-) Alle Gegner im Spiel werden zudem über ein spezielles Lexikon archiviert, so dass jeder seine gewisse Individualität bietet.

Aber selbst das ist noch lange nicht alles. Im Spielverlauf darf der Spieler verschiedenste Gameplay Facetten erleben und kämpft vor allem bei weitem nicht nur am Boden. Da wird tauchend agiert, als Seeschlange gekämpft, oder surfend die Gegnerschaft bearbeitet werden. Später wird es noch intensiver, wenn man Afterburner like auf den Tragflächen eines Jets agiert und diesen direkt steuert. Oder wie wäre es mit dem angesprochenen Mech-Anzug, der aus der zarten Kämpferin eine Angriffstrotzende Killer Maschine macht. Da sind die zahlreichen reinen Luftkämpfe fast schon nichts Besonderes mehr. ;-) Und selbst für Freunde der sammelbaren Dinge ist etwas dabei. Man kann neben den Materialien versteckte Notizen finden, Einzelteile vom LP's oder Perlen, die alle im Spiel ihre Bedeutung haben. Das all dies in verschiedene Zeitschienen eingepasst ist, rundet das Ganze dann sehr stimmig ab. Wer hier einmal das Ende erlebt hat, klopft sich auf den höheren Graden durchaus mal auf die Schulter. Und das Bayonetta 2 kein Spiel wie jedes andere ist, merkt man selbst im Abspann, wo ebenfalls im Retro Look unter der Melodie von Moon River von Andy Williams aus den 60er Jahren Bayonetta mit eindeutigen Bewegungen an einer Stange tanzt. Das man sich nicht immer so ernst nimmt, wie es einem das Spiel vielleicht suggeriert, merkt man auch an den vielen Sequenzen mit allen Beteiligten, die sich zu gerne mal etwas auf die Schippe nehmen. Eine teils deftige Aussprache und Wortwahl inklusive. So vergehen die 10-12 Stunden reine Spielzeit für einen Durchgang wie im Fluge und man möchte eigentlich gar nicht aufhören. Muss man ja auch nicht und neben der Möglichkeit alle Kapitel jederzeit wieder zu spielen, kann man sich gerne an einem höheren Grad versuchen. Immer dann wenn man denkt, man wäre eine Leuchte im Spiel, wird man so schnell wieder auf den Boden der Tatsachen geholt. Einfach Klasse und imposant was einem hier geboten wird. Großes Lob schon an dieser Stelle für die Entwickler.

Grafik & Sound....

Man kann sich ja immer wieder weit herauslehnen bei solchen Spielen. Aber was Bayonetta 2 grafisch, vom Speed und der technischen Seite her bietet, ist wohl mit das Beste, was die Wii U im Moment zeigen darf. Ich fand seinerzeit Ninja Gaiden schon imposant. Bayonetta 2 toppt das um Längen. Eine derartige Fülle an genial designten Gegnern habe ich so noch nicht gesehen. Auch Plattformübergreifend nicht. Die 60fps und damit butterweiche Darstellung lässt einen als Spieler sehr oft staunen. Man darf dabei vor allem nicht vergessen, mit welcher Farbpower und Detailverliebtheit man hier agiert. Man möchte sich eigentlich jeden Gegner erst einmal in Ruhe anschauen, ehe man auf ihn einprügelt. Kann man leider nicht, sieht aber dennoch immer wieder feinste Gestaltungen bis ins Detail. Alles ist animiert und erzeugt durch diese mehr als edle Darstellung ein extrem geniales Feeling beim Spieler, der auf so eine Action steht. Nicht nur deshalb kann man Nintendo nur beglückwünschen, dass sie diesen Teil auf die Wii U geholt haben. Dabei reden wir noch nicht mal von den Umgebungen, die sich nahtlos in dieses Feuerwerk an grafischer Klasse einreihen. Egal ob das Texturen sind und vor allem die Wasser Effekte. Wirklich alles bietet hier höchstes Niveau auf der Wii U. Da fallen die Sequenzen selber mit einer leicht pixeligen Darstellung sogar noch etwas ab. ;-) Man kann es nur immer wieder betonen. Eine grafische Augenweide auf höchstem Niveau, die ohne Ruckeln eine perfekte technische Seite zeigt.

Der Sound ist ebenfalls einfach mal was anderes. Und da meine ich nicht nur den schon angesprochenen Abspann mit Moon River, sondern alle Stücke des Spiels. Sehr viele Stilrichtungen und zunächst oft unpassend wirkende Musiken, die aber immer wieder die Kurve kriegen und orchestral und melodisch den Spieler unterhalten. Dazu die wirklich sehr gute Sprachausgabe, die auch von der Betonung lebt. Wohin man schaut auch hier höchstes Niveau. Denn auch die Kampfeffekte gehören mit zum Besten, was Actionspiele dieser Art bisher zeigen durften.

Multiplayer/Online....

Der Mehrspieler in Bayonetta 2 fällt da fast schon wenig ab. Aber weniger was die Qualität angeht, sondern einfach weil es nur 1 Modus dafür gibt. Schade dass man die Story nicht zu zweit spielen kann. Aber da wäre die Hardware wohl doch mal an ihre Grenzen gestoßen. ;-) So darf man sich Online mit einem weiteren Spieler zusammentun und in speziellen Arenen Gegner vermöbeln. Über spezielle Karten, die man im Spielverlauf erspielt, kann man die Rahmenbedingungen festlegen und auch Geld selber auf sich setzen. Schafft man die Vorgaben, können so beide Spieler davon profitieren und Geld verdienen. Da man zusammen agiert, kann man einen Mitspieler auch heilen, wenn ihm mal die Puste ausgeht. Speziell weil viele Kämpfe über mehrere Durchgänge gehen. Mal ganz nett, aber eben hier fast schon nur Beiwerk.

Fazit....

Insgesamt hinterlässt Bayonetta 2 einen mehr als bleibenden Eindruck. Vor allem die technische Seite, die grafische Präsentation und der Speed beindrucken auf der ganzen Linie. Eine derartige Fülle an pausenloser Action auf technisch und grafisch höchstem Niveau hat man bisher kaum irgendwo gesehen. Speziell für einen Actiontitel wie diesen ist das phänomenal. Viele Gegner zerbröselt man fast schon zu schnell, ehe man sie sich mal in Ruhe anschauen kann. Nicht nur hier haben die Entwickler sehr viel Liebe zum Detail walten lassen. Alles wirkt im Einzelspieler wie aus einem Guss. Das Gameplay schaukelt sich wunderbar hoch und man will in jedem Kapitel einfach nicht mehr aufhören. Ein genialer Gegner nach dem anderen erwartet euch und man selber agiert mit der Steuerung immer besser. Man spielt alte Kapitel ständig nochmal, ohne dass man sich dazu genötigt fühlt. Danke Nintendo, dass ihr euch dieses Projekt an Land gezogen habt. Denn als Exklusivtitel erschließt man damit eine weitere Käuferschicht, die sich diesen Titel und die Konsole doch mal näher anschauen werden. Ein Titel der Lust auf mehr macht. Und mit dem eigenen überarbeiteten Vorgänger bekommt man die eher ungewöhnliche Möglichkeit dazu. Wer seinen Kumpels mal zeigen will, was die Wii U an bildschirmfüllender Effektpower drauf hat, holt sich diesen Titel. Und wer Spaß an derartigen Action Titeln hat sowieso. ;-)

 

+ Unglaubliche Grafik und Technik
+ Perfekter Gamespeed
+ Tolle Gegner Designs
+ Einfache und gelungene Steuerung
+ Action satt und ohne Pause
+ Atmosphärisch Top / Heldin
+ Entwickelbare Charakterin
+ Passende Rücksetzpunkte
+ Komplett Deutsch
- Mehrspieler fällt etwas ab

GRAFIK: 95%

SOUND/EFFEKTE: 89%

MULTIPLAYER: 78%

GESAMTWERTUNG: 91%

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