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Wii Wing Island
 
 
Wing Island - Wii
Matthias Engert (28.05.2007)

SYSTEM: Wii-PAL
ENTWICKLER: Hudson
GENRE: Flugspiel
SPIELER: 1-2 Spieler
HANDBUCH: Deutsch
SAVEGAME: 1 Seite
60HZ-MODUS: Ja
SCHWIERIGKEIT: 1-5
NUNCHUK: Ja
SPRACHHÜRDE: Keine
ALTERSFREIGABE: 3+
PLII/HDTV: Ja/Ja
TERMIN: Erhältlich
PREIS: ca.40 Euro
KOMPLETTLÖSUNG: Nein
CHEATS / TIPPS: Nein
ONLINE/LAN: Nein/Nein
MII UNTERSTÜTZUNG: Nein

   
Einleitung....

Flug Games im 3D Format sind auf Konsolen immer noch eine große Seltenheit. Zu früheren Zeiten konnte man diese Spiele mit der Hand abzählen. Dabei teilten sich die wenigen Vertreter meist auch noch in verschiedene Zeitepochen, oder gingen oft den Weg mal hin zur Simulation und zum Spaßtitel. Beides vereinen konnte auf dem N64 Pilotwings, den viele Spieler noch immer mit Begeisterung anführen, wenn das Thema auf diese Spiele fällt. Auf der Wii Konsole spürt man diesen Trend ebenfalls. Konnte man in Blazing Angels reale Flieger des 2.WK steuern, gab Heatseeker zumindest die Möglichkeit neue Fabrikate durch die Lüfte zu bewegen. Was eigentlich noch fehlte war ein Titel den man mit Pilotwings vergleichen konnte. Als Nintendo Wing Island für die Wii Konsole vorstellte, freuten sich viele Spieler auf einen Pilotwings Klon. Ob der Titel diese Erwartungshaltung auch erfüllt, soll euch der folgende Test etwas näher bringen.

Menus und die Story....

Entwickelt wurde der Titel dabei von Hudson, mittlerweile Nintendos Haus und Hoflieferant in Sachen Spaß und Unterhaltung. Dabei überrascht es hier nun nicht weiter, das ein offizieller Nintendo Titel fast alles mitbringt was man auf der Wii Konsole erwarten darf. Technisch bietet das Spiel neben 50 und 60Hz Modus auch die EDTV/HDTV Variante. Fehlen tut in Sachen Sound der Surround Modus, der einem Flugspiel eigentlich gut zu Gesicht stehen würde. Sprachlich muß man sich in Sachen Texten keine Gedanken machen. Hier findet der Spieler ein komplett deutsches Spiel vor. Was schade ist das man mal wieder auf Sprachausgabe verzichtet hat und solche Momente mit Nintendo typischen Lauten abdeckt. In Sachen Wii Speicher hält sich das Spiel dagegen mit 1 Seite angenehm zurück. Abgerundet werden diese Feature durch den 2Player Modus. In Sachen Steuergeräten spielen auch in Wing Island Remote und Nunchuk die Hauptrolle. Wer in Wing Island eine neue Story Revolution a la Starfox erwartet wird enttäuscht. Wie der Name schon sagt dreht sich alles um eine Insel und eine Firma namens Wing Inc. Die Personen der Geschichte sind keine Menschen, sondern Vogelähnliche Charaktere, bei denen der junge Sparrow Wing Jr. die Hauptrolle spielt. Sein Großvater leitet dabei die Firma Wing Inc., entschließt sich aber eines Tages eine Reise zu unternehmen und übergibt die "Amtsgeschäfte" an seinen Enkel. Von nun an dürft Ihr also eine Flugfirma leiten, deren Aufgaben oder sogenannten Missionen vielschichtig sind und sich um die angesprochene Insel drehen. Air America auf der Wii Konsole könnte man vereinfacht meinen. ;-)

Nach dem Einschalten erhaltet Ihr einen Überblick über die Charaktere und ein kleiner Trailer zeigt euch schnell das wir uns im Zeitalter der Doppeldecker befinden, ohne das es aber irgendeinen Bezug zu realen Örtlichkeiten oder gar Fabrikaten gibt. Ähnlichkeiten mögen beabsichtigt sein, reale Bezüge gibt es aber nicht. Sobald Ihr euch auf dem Hauptmenu wiederfindet stehen euch mehrere Menupunkte zur Auswahl. Dabei startet das ganze mit einem Tutorial, das euch in mehreren Übungseinsätzen die Grundlagen der Steuerung näher bringt. Wie immer in einem Spiel wie diesem durchaus sinnvoll und ratsam es komplett hinter sich zu bringen. Auch um schnell zu merken was einem im Spiel wohl am meisten Probleme bereiten und ärgern wird. ;-) Dazu kommen der Story Modus, der an sich den Kern des Spiels darstellt. Weiterhin warten der Modus Freies Spiel auf euch, wo Ihr die Locations einfach so Just for Fun durchfliegen könnt, der Wettbewerb für 2 Spieler und zu guter letzt die Optionen. Allerdings und das ist auf der Wii Konsole eher selten, spielen diese keine wichtige Rolle. Denn zum einen findet man hier einzig die Soundeinstellungen und den aktivierbaren Autosave und zum anderen nimmt ein festes Steuersetup den Optionen natürlich die Inhalte. Denn irgendwas verstellen kann man hier nicht. Also halten wir uns hier nicht allzulange auf und schwingen uns gleich in die Lüfte im Story Modus.

Das Gameplay....

Wählt man den Story Modus an wartet auch hier ein immer festes Story Menu, das euch von nun an begleitet und das zur Organisation und dem Starten der einzelnen Missionen dient. Einfach gesagt bietet das Spiel keine Gesamtwelt in dem Sinne, sondern spielt sich auf 3 verschiedenen Inseln ab. Allen gemein ist das Erfüllen bestimmter Aufträge auf jeder der Inseln. Unabhängig davon habt Ihr im Story Menu weitere Möglichkeiten, die auf dem Papier sehr gelungen erscheinen. Neben einem Hangar, in dem Ihr neue Flieger kaufen könnt wartet eine Tuning Abteilung und Upgrade Shop auf den Spieler. Zu Beginn des Spiels ist nur die erste Insel anwählbar. Wählt man diese an erscheinen nun die ersten Missionen und Aufträge für den Spieler. Das Ziel ist es nun durch die Wahl des richtigen Fliegers und dem fliegerischen Erfüllen der Aufgaben diese Missionen zu lösen. Denn nur so schaltet man auf jeder Insel weitere, anfangs nicht sichtbare Missionen frei und aktiviert die weiteren Inseln überhaupt. Dabei greift in Wing Island ein bekanntes Belohnungs und Bewertungsprinzip. Man kann die Missionen einfach so abschließen, oder eben besonders gut abschneiden. Je besser um so höher die Bewertung und damit auch das erspielte Geld, das man nun in neue Flieger investieren kann oder verbesserte Teile. Dabei spielt in allen Missionen das Thema Zeit eine wichtige Rolle. Also nicht nur wie gut Ihr im fliegerischen Sinne seid, sondern auch wie schnell man die Missionen abschließt. Dabei ist die Vorgehensweise und der Ablauf eigentlich immer gleich und bietet vor allem in Sachen Story kaum Überraschungen, geschweige denn fesselndes. In kleinen animierten Sequenzen samt dem angesprochenen Kauderwelsch als Sprachausgaben Ersatz unterhält sich unser junger Firmenchef mit einem seiner Angestellten. Ihr entscheidet davor jeweils welche der Missionen Ihr angehen wollt. Alle sichtbaren pro Insel könnt Ihr also wahllos starten und spielen. Ihr werdet so grob in die Aufgabe eingewiesen und dürft danach den dafür geeigneten Flieger wählen. Zu Beginn stehen euch 2 Fabrikate zur Verfügung. Einer der eher das Thema Wendigkeit und damit Geschick abdeckt, während der zweiten mehr Speed und Lastvermögen besitzt und sich damit für solche Aufgaben eignet.

Die Unterschiede sind schon recht eindeutig und werden euch anhand diverser Statuswerte auch sichtbar angezeigt. Ist dies geschehen wartet ein letztes kurzes Briefing auf euch und Ihr werdet in die Lüfte entlassen. Die Aufgaben die nun vor euch liegen haben mit realen Ereignissen nur wenig zu tun und lassen sich wenn man so will in reine Geschicklichkeit, dem Holen und Bringen Part samt Rettungs und vereinzelter Zerstörung einteilen. Ein sehr wichtiges Feature lernt der Spieler ebenfalls schnell kennen. In Wing Island seid Ihr die meiste Zeit nicht allein unterwegs, sondern in einer Formation. Gut 2/3 des Spiels übernehmt Ihr die Steuerung eine ganzen Formation von 5 Fliegern, mit denen es umzugehen heißt. In Sachen Steuerung und dem Drumherum beschäftigen wir uns aber erstmal mit einer Einzelflieger Mission. Denn die Steuerung greift hier genauso wie mit 4 Begleitern. Starten von irgendwo müßt Ihr in Wing Island nicht. Die Missionen beginnen eigentlich immer in der Luft im direkten Anflug auf die jeweilige Insel. Die Sicht ist dabei recht weit entfernt vom Flieger und auch nur in einer Variante enthalten. Um euch herum sorgen diverse Anzeigen für Übersicht. Das beginnt bei einer Anzeige für den künstlichen Horizont, einem Radar sowie Anzeigen für Speed und Zustand des Fliegers anhand einer "Lebensleiste". Unten links findet man zudem Missionsspezifisch Anzeigen über den Fortschritt oder diverse Zähler was man wovon noch zu machen hat. Die Steuerung des oder der Flieger ist nun mit dem Heatseeker System gemein. Meine Hoffnung das Wing Island eher das Blazing Angels Prinzip verfolgt erfüllte sich leider nicht. Das heißt einfach gesagt das die Steuerung des Flieger mittels Remote getätigt wird und der Nunchuk samt Stick andere Aufgaben übernimmt. So hält man im Idealfall die Remote gerade nach vorn gerichtet um den Flieger geradeaus fliegen zu lassen. Will man nun nach links oder rechts abdrehen kippt man die Remote in der gesamten Länge auf die entsprechende Seite. Funktioniert zwar ordentlich, jedoch empfinde ich das ganze als wenig spektakulär. Das Feeling eines Steuerknüppels hat man damit nicht und man merkt das hier das Blazing Angels System irgendwie viel mehr Flugfeeling rüberbrachte.

In Sachen Flugmanöver gibt es natürlich noch einige weitere Aktionen. Allerdings sind nicht alle ideal in meine Augen. Per Kreuz oben und unten beschleunigt man oder verlangsamt den Flieger. Mittels schneller Bewegung nach vorn zündet man einen Nachbrenner, der natürlich bei Doppeldeckern Standard ist. ;-)) Ein Grund warum man schnell aufkommende Gedanken an eine Sim Variante vergessen kann. Mittels schneller Bewegung nach links und rechts fliegt man sofort eine enge Kurve und damit im Ergebnis eine Kehrtwende. Ist zwar nett animiert und auch oft sehr sinnvoll, nur eben nicht gerade sehr real gemacht und eben komplett automatisiert. Zu guter letzt kommen noch die beiden logischsten Aktionen mit dem Steigen und Fallen mittels Auf und Abbewegungen der Remote. Das war es eigentlich auch schon mit den Aktionen was das reine Fliegen angeht. Zwar lassen sich die Fabrikate alle sehr weich und angenehm steuern, dennoch wirkt alles irgendwie ein wenig simpel und zu einfach umgesetzt. Was auch daran liegt das der Gamespeed bedingt durch die Doppeldecker nicht sonderlich hoch ist. So lassen sich die Einzelflieger Missionen nicht nur am einfachsten steuern, sondern sind im Vergleich auch recht simpel gemacht. Ein gutes Beispiel ist die Kuhmission. Hier müßt Ihr als Flieger 5 Kühe auf der Insel ausfindig machen, die entlaufen sind. Habt Ihr eine gesehen fliegt man knapp über sie, bekommt bei entsprechender Nähe ein Fadenkreuz auf die Kuh und drückt die Aktionstaste B. Sofort wird ein Netz abgeworfen das die Kuh trifft und noch 4 weitere warten darauf gefunden zu werden. Ist vielleicht das extremste Beispiel, zeigt aber deutlich was den Spieler hier erwartet. Wesentlich anspruchsvoller können die Missionen sein, die Ihr mittels Formationen fliegt. Hier übernehmt Ihr ebenfalls steuertechnisch zwar nur 1 Flieger, nämlich den in der Mitte, habt aber eben noch 4 Wingman um euch herum. Gleiches Fabrikat stehen euch hier 3 Formationen zur Verfügung. Eine V-Variante, eine als Linie hintereinander und zu guter letzt das Kreuz, also 4 Flieger an allen Seiten eures Flugzeuges.

Auch nicht so ideal ist das Umschalten der Formationen. Hier bedient man sich der A-Taste und muß gleichzeitig die Remote nach den Seiten bewegen. Klappt bei zweien immer recht gut, will man zur dritten und wieder zurück klappt das ganze nicht immer ideal. Problem daran ist auch das die Missionen hier oft einhergehen mit nahem Flug an Felsen oder sonstigen Bauten. Und hier kommen die Lebensleisten zu ihrem Recht. Denn verlieren darf man auch keinen Flieger. Problem an der Sache ist die teils etwas mäßige Einschätzung der Tiefenwirkung. Auch hier ist die Kamera fest hinter allen Fliegern. Zwar kann man mit dem Stick des Nunchuk die Kamera drehen und über die Formation setzen, dennoch verschätzt man sich gerne mal. Viele Aufgaben erfordern zudem das ständige Wechseln der Formationen. Beispiel sind eine Masse an Ballons die man eine Strecke hinaus auf den Gipfel zerplatzen lassen muß. Solange die Ballons in einer Linie angebracht sind und man mehr oder weniger enge Kurven fliegen muß ist das ganze noch recht spaßig. Sobald aber die Anordnung wechselt hat man gerne mal Probleme. Mal will die Formation nicht gleich klappen oder man verreißt unweigerlich die Remote, was zu ungewollten Flugbewegungen führt. Das hätte man trennen müssen. Zwischen Bergen oder Toren hindurch zu fliegen ist dann so eine Sache. Ansonsten warten hier Missionen, in denen Ihr z.b. Brände löschen müßt. Also fliegt man über ein Waldstück und läßt Wasser per B-Taste ab. Easy solange man Platz hat. Nervig ist dann fast schon wieder eine Mission in der man Holz zu bestimmten Orten fliegen muß. Erstmal rauf auf den Berg und ganz nah über dem Boden per B-Taste dieses Holz aufnehmen. Danach durch teils enge Canyons diese im richtigen Moment abwerfen. Der Grad zwischen einer schweren und anspruchsvollen Mission und Frust und Nervigen Momenten ist hier sehr schmal. Das einem da halt immer wieder die Zeit im Nacken sitzt macht es nicht besser. Zumindest muß man sich hier auch an das Flugverhalten aller in der Formation ein wenig gewöhnen. Man steuert zwar immer nur einen und die anderen folgen euch fest in ihren Radien. Problematisch aber dann wenn man mitten in Manövern die Formation wechseln will und sich diese Versuche auf die Steuerung stark auswirken.

Was mir gut gefallen hat sind die Rennen und damit Bonusmissionen. Schafft man alle Standard Missionen einer Insel werden neue freigeschaltet, wo auch solche Rennen dabei sind. Hier gilt es ebenfalls per Formation Ringe nach Reihenfolgen zu durchfliegen und gegnerische Formationen zu schlagen. Hier kommt dann auch das Upgrade Feature wirklich zum Tragen. Denn durch Erfolge in den Missionen, besonders den Bonusvarianten erspielt man Geld das man in die Flieger investieren kann. Und gerade Speed ist hier sehr sinnvoll wie man sich denken kann. Trotz der angesprochenen Kritikpunkte lassen sich die Aufgaben dennoch bewältigen, auch wenn man hier und da schon über diese Dinge schimpft. Der größte Kritikpunkt ist aber neben diesen Dingen leider die Spielzeit. Wer einigermaßen mit der Steuerung klarkommt kann die Missionen und damit den Story Modus in 5 Stunden beenden. Wohlgemerkt zumindest Lösen. Denn wie schon erwähnt kann man es in allen Missionen immer besser machen und Gold holt man selten auf Anhieb. Zwar punktet das Spiel auch dadurch das man später mit verbesserten Maschinen alte Missionen durchaus nochmal angehen kann. Dennoch entwickelt das Spiel bei weitem nicht den Kick und die Lust auf das erneute Spielen wie man vielleicht denken könnte. Dazu trägt in meinen Augen auch die laue Story und ihre Charaktere bei. Irgendwie wirkt das ganze etwas blass und man stellt als Spieler wenig Bezug zu den Helden und der Story her. Zumindest ging es mir so. Ein neues Universum al a Starfox wird Wing Island deshalb kaum erreichen. Dazu wirkt vieles zu austauschbar auf den Spieler. Im gesamten läßt sich das ganze zwar ordentlich steuern, bringt aber viele kleine Kritikpunkte mit, die den Spielspaß nicht übermäßig ansteigen lassen. Auch ohne die Erwartungshaltung an ein neues Pilotwings muß man hier einige Abstriche hinnehmen. Für ältere Spieler ist das Game in meinen Augen zu kurz und entwickelt einfach wenig Flair und Atmosphäre. Die Steuerung ist in Ordnung, entwickelt aber bei weitem nicht das Fluggefühl eines Blazing Angels. Damit meine ich nicht die Flieger an sich, sondern das Steuersetup. Gefällt dort einfach besser. Umfangreicher und ein bißchen vielschichtiger in Sachen Steuerung hätte Wing Island also sein dürfen.

Grafik & Sound....

In Sachen Grafik profitiert das Spiel schon vom EDTV/HDTV Modus. Wie immer bei beweglichen Objekten sieht man einen Unterschied in Sachen Schärfe. Bei der reinen Farb und Detailgestaltung gehört Wing Island zum Mittelfeld auf der Wii Konsole. Fliegt man nah über Objekte hinweg sind die Texturen durchaus ansprechend auf mittlerem Niveau. Bei weiten Entfernungen wird die Grafik etwas verwaschen und Fernsicht wird etwas eingeschränkter. Auch hier muß man das ganze einfach mit Blazing Angels vergleichen, das einen weitaus höheren Speed und wesentlich gelungenere Bodentexturen hatte. Wing Island hat sicherlich einen anderen Ansatz und ist mehr das Zweckgame in Sachen Grafik. Dennoch hätte man ruhig mehr einbauen können als ein paar Häuser, an der Hand abzählbare Bauern auf dem Feld oder hier und da ein paar Bäume. Technisch muß man sich keine Gedanken machen. Aufgrund des nicht so hohen Gamespeeds auch nicht so verwunderlich. Weder die Framerate noch Kollisionsabfrage schwächeln.

Der Sound paßt sich in meinen Augen der Story an und bietet irgendwie zu simple und blasse Klänge. Die Musik dudelt nett vor sich hin, wirkt aber irgendwie austauschbar und entwickelt nicht den Bezug den man erreichen könnte. Stichwort Starfox, der mit seinen Musiken einfach unverkennbar geworden ist über die Jahre. Effekte halten sich im Hintergrund wenn es um die Flieger selber geht. Zwar hört man schon das es sich um Doppeldecker handelt, aber so die Sounds bei diversen Manövern wie z.b. einem Sturzflug sind mit persönlich zu simpel gehalten. Auch hier wäre durchaus mehr drin gewesen.

Multiplayer....

Der Multiplayer beschränkt sich in Wing Island auf Spielchen mit 2 menschlichen Spielern. Dazu wählt man zunächst den Modus Wettbewerbe an. Vorteil und durchaus mit einigen gelungenen Modi gespickt kann man sich hier auch allein beschäftigen und gegen die CPU antreten. Dabei beschränken sich die Modi dort, ob allein oder zu zweit auf 3 Events. Zum einen die Rennen durch Ringe auf den den jeweilgen Inseln, das zerplatzen lassen von frei schwebenden Ballons entweder allein oder auch zu zweit und der Modus Flugzeugheck, der mir persönlich am besten gefallen hat. Allein im Vollbild und zu zweit per Splitscreen hängen an jedem Flugzeugheck 50 Ballons in einer Linie. Ziel dieses Modus ist es nach Zeit soviele wie möglich des Gegners im Flug zu erwischen. Hier kommt durchaus viel Spaß auf und ist ein sehr gelungener Modus auch gegeneinander. Interessant ist die Controller Aufteilung zu zweit. Auch allein reichen eine Remote und ein Nunchuk aus. Spielt Ihr zu zweit steuert einer seinen Flieger wie gewohnt per Remote, während Spieler 2 alles per Nunchuk und dortigen freien Bewegungen macht. Also hat man zumindest als Spieler 2 genau das grobe Setup wie in Blazing Angels. Zum Zeitvertreib gut geeignet unterhalten die Modi auch Dank Score und Zeitentabellen, so das man sich hier immer wieder verbessern kann.

Fazit....

Im gesamten ist Wing Island auf keinen Fall ein Pilotwings Klon. Dagegen spricht zum einen die Spielzeit und zum anderen der Anspruch. Zwar schafft man in Wing Island nur wenige Missionen auf Anhieb mit einer Goldbewertung, dennoch sieht man recht fix alle Inhalte. Positiv ist das Flugverhalten, das Upgrade Feature und manche der Bonusmissionen. Was mir persönlich dagegen nicht so gefällt ist die wenig Flair entwickelnde Story mit ihren Charakteren und manch Ärgernis in Sachen Steuersetup. Fliegt man auf Solopfaden, ein recht einfach zu steuerndes Spiel ist einiges zu automatisiert und manches zu unglücklich. Gerade Formationswechsel in bestimmten Flugmanövern können den Spieler durchaus nerven, wenn nicht alles so funktioniert wie man das möchte. Gewöhnt man sich an die Eigenheiten der Steuerung kann man zwar gefallen an der weichen Flugsteuerung finden. Einem Vergleich mit einem Blazing Angels in Sachen Steuersetup und damit einfach nur dem Fluggefühl hält Wing Island keinesfalls stand. Vieles wirkt etwas aufgesetzt und gezwungen. Wer also Anspruch und Flugfeeling haben möchte sollte entweder warten oder sich hinter den Knüppel einer Spitfire oder Me-109 setzen.

 

+ Einfache Grundsteuerung
+ Aufgabenvielfalt
+ Upgrade Feature
+ Wettbewerbs Modus
+ MP Event Flugzeugheck
+ Komplett Deutsch
- Spielzeit Story zu kurz
- Nicht das Flugfeeling eines BA
- Story entwickelt kein Flair
- Formationswechsel in bestimmten Situationen

GRAFIK: 71%

SOUND/EFFEKTE: 68%

MULTIPLAYER: 65%

GESAMTWERTUNG: 64%

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