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Wii Western Heroes
 
 
Western Heroes - Wii
Kilian Pfeiffer (10.11.2010)

SYSTEM: Wii-PAL
ENTWICKLER: Neko
GENRE: Action
SPIELER: 1-4 Spieler
HANDBUCH: Deutsch
SAVEGAME: 1 Seite
60HZ-MODUS: Nein
SCHWIERIGKEIT: 1-2
NUNCHUK: Ja
SPRACHHÜRDE: Keine
ALTERSFREIGABE: USK12
PLII/HDTV: Nein/Nein
TERMIN: Erhältlich
PREIS: ca.50 Euro (Bundle)
KOMPLETTLÖSUNG: Nein
CHEATS / TIPPS: Nein
ONLINE/LAN: Nein/Nein
MII UNTERSTÜTZUNG: Nein

   
Einleitung....

Ihr habt Lust auf seichte Rail Shooter-Kost? Dann seid Ihr bei „Western Heroes" genau richtig. Der von Neko Entertainment entwickelte Titel, der in Deutschland von Bigben Interactive auf den Markt gebracht wird, verspricht zwar keine tiefgängigen Ausflüge ins Western-Genre, dafür aber eine unterhaltsame Umsetzung in technisch veraltetem Gewand. Mit dabei: Ein Plastik-Gewehr, das realistisch aufwartet, dennoch während des Tests seine Tücken bewies.

Menus und die Story....

„Western Heroes" bietet in der Tat eine Story – die Jagd nach dem verrückten Professor Molina -, keine großartige, eher eine solche, die Euch für zwei Stündchen unterhält. Denn nach diesen zwei Stunden seid Ihr am Ende der Haupthandlung angelangt. Allerdings bedeutet dies nicht, dass es keine weiteren Modi gäbe, die es sich nicht noch zu Gemüte führen lohnte. Vor allem jene, die man mit bis zu drei weiteren Freunden angehen darf.

Das Gameplay....

Ein Rail Shooter? Ein solcher ist „Western Heroes". Als Spieler müsst Ihr Euch also zu keinem Zeitpunkt darum sorgen, den eigenen Spielcharakter zu steuern. All das übernimmt das Programm. Der Held wandelt sozusagen auf vorgegebenen Pfaden, durch geskriptete Ereignisse hindurch, in Richtung Level-Ziel. Leider ist die Spielzeit arg beschränkt, nach zwei Stunden seht Ihr den circa 20 Sekunden dauernden Abspann. Das ist für einen Titel, der den Vollpreis kostet – trotz zusätzlichem Plastik-Gewehr – einfach zu wenig. Da nützen auch alle Übungsmodi, bei welchen Ihr Dosen und Teller schießen könnt, nicht wirklich viel. Begeistert hätte uns, wäre die Story einfach ein paar Stunden länger ausgefallen.

Bevor wir einen Blick auf den Singleplay-Modus werfen, führen wir uns jene Modi zu Gemüte, die als spielerischer Zusatz dienen sollen und durchaus witzig sind – für ein paar zusätzliche Spielminuten. So müsst Ihr etwa in den Überlebens-Levels so lange als möglich am Leben bleiben und den angreifenden Opponenten-Horden Saures entgegen setzen. Fünf Settings stehen Euch hierbei zur Auswahl. Gleiches gibt es im sogenannten „Ballfalle"-Modus, in dem Ihr so viele Ziele als möglich in der vorgegebenen Zeit vom Himmel holen müsst. Der eigentliche Fokus liegt jedoch auf jenen zwölf Missionen, die den Einzelspieler bilden. Zwölf Levels, die in typischer Rail Shooter-Manier daherkommen, mitten im Wilden Westen, dort, wo der Staub den Boden bedeckt, die Männer noch Whiskey gegen den Durst trinken und in jeder Sekunde ein Schuss durch die hitzige Luft donnert. Als einer von insgesamt vier vorgegebenen Charakteren macht Ihr Euch auf, seid zu Fuß unterwegs, auf der Kutsche, auf dem Rücken eines Pferdes. Ihr verfolgt einen hochexplosiven, vor Waffen strotzenden Zug, macht Gangster per Schusswaffe „dingfest" und sprengt große Bauwerke, „Horte des Bösen", mit gezielten Schüssen in die Luft.

Von allen Seiten erscheinen Gegner, sie kommen hinter Felsformationen hervor, fliegen mit – westernuntypischen – Jet-Packs durch die Luft, reiten Euch auf Pferden entgegen oder segeln im Mini-Zeppelin herum. Es gibt solche Widersacher, die mehrere Schüsse bedürfen, ehe sie sich verabschieden und solche, die bereits nach einem Treffer weg vom Fenster sind. Möglichst viele Punkte zu sammeln, ist eines der möglichen Ziele, das Erreichen des Level-Ziels ein weiteres, wobei letzteres keine sonderliche Schwierigkeit darstellt, da das Spiel relativ anspruchslos ausfällt. Was uns leider während des Testes nicht gelang, war das Verbinden von Gewehr-Controller und Wii-Fernbedienung. Irgendwie wollte der Anschluss nicht in die Buchse. Somit mussten wir uns mit der Wii-Remote samt Nunchuk begnügen. Allerdings hoffen wir nicht, dass das bei der Auslieferungsmenge von „Western Heroes" die Regel darstellt. Neben dem Abschießen der Gegner gibt es noch einige Items, die es zu treffen gilt. Gelingt Euch dies, verlangsamt Ihr die Zeit, erhaltet kurzfristig bessere Munition oder löscht alle auf dem Bildschirm befindlichen Gegner mit einem Schlag aus.

Grafik & Sound....

Grafisch vollführen die Entwickler von Neko Entertainment keine optischen Meisterleistungen. Der Titel hätte in dieser Form genau so auch auf dem Gamecube erscheinen können. Die Charaktere erweisen sich als kantig, abwechslungsarm, detailvernachlässigt. Überhaupt sind die Texturen keine besondere Erwähnung wert.

Der Sound ist da schon eine Schippe besser, obwohl es keine Sprachausgabe gibt. Man merkt dem Titel einfach an, dass das Budget relativ gering ausgefallen sein muss. Und dennoch hat man es geschafft – sofern man Rail Shooter leiden kann -, dass man bis zum Abspann vor dem TV-Screen verweilt.

Multiplayer....

Bis zu vier Spieler können im Multiplayer-Part von „Western Heroes" teilnehmen. Sei es in kooperativer Manier oder aber im Wettbewerb, in welchem Ihr mehr Punkte als Eure Mitspieler erreichen solltet, um als Sieger hervor zu gehen. Kurzfristig macht das auch alles richtig Spaß, man erkennt allerdings nach relativ kurzer Zeit, dass es nur wenige Möglichkeiten gibt, die einen dauerhaften Spaß rechtfertigen würden.

Fazit....

„Western Heroes" ist ein spaßiges Unterfangen – leider nur für kurze Zeit. In dieser unterhält das Spiel aber vorzüglich. Das Plastik-Gewehr kann sich eigentlich sehen lassen, wenn da nicht das Problem mit dem Anschluss an die Wii-Fernbedienung gewesen wäre. Ein unterhaltsamer Mehrspieler-Modus, einfache Rail Shooter-Einlagen – und dennoch ist der im selben Genre angesiedelte Resident Evil-Ausflug bei weitem besser umgesetzt, was die Story und deren Erzählweise angeht. Fans dieser Art von Spiele dürfen aber einen Blick auf den Titel werfen.

 

+ inklusive Plastik-Gewehr
+ simple Rail Shooter-Kost
+ witzig in der Gruppe
- sehr kurze Spielzeit
- Probleme mit dem Gewehr
- technisch auf GCN-Niveau
- nur für Rail Shooter-Cracks

GRAFIK: 45%

SOUND/EFFEKTE: 70%

MULTIPLAYER: 71%

GESAMTWERTUNG: 70%

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