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Wii Wild Earth: African Safari
 
 
Wild Earth: African Safari - Wii
Kilian Pfeiffer (08.09.2010)

SYSTEM: Wii-PAL
ENTWICKLER: Majesco
GENRE: Minispiele
SPIELER: 1-4 Spieler
HANDBUCH: Deutsch
SAVEGAME: 1 Seite
60HZ-MODUS: Nein
SCHWIERIGKEIT: 2-3
NUNCHUK: Ja
SPRACHHÜRDE: Keine
ALTERSFREIGABE: USK 0
PLII/HDTV: Nein/Nein
TERMIN: Erhältlich
PREIS: ca.20 Euro
KOMPLETTLÖSUNG: Nein
CHEATS / TIPPS: Nein
ONLINE/LAN: Nein/Nein
MII UNTERSTÜTZUNG: Nein

   
Einleitung....

Vieler Menschen Traum ist es, auf große Safaritour zu gehen. Um dort – eigentlich müsste es bereits klar sein – wilde Tiere anzutreffen und Pflanzen, die es in den eigenen Breitengraden unter Garantie nicht gibt. „Wild Earth - African Safari" ist eine solche Safaritour, virtuell, versteht sich, aber doch recht ansprechend, was die Umsetzung angeht.

Menus und die Story....

Ihr seid Fotojournalist und arbeitet für die Zeitschrift „Wild Earth". Gute Fotos sind das Kapital der Publikation. Es liegt also an Euch gute Bilder zu liefern. Und glaubt uns: Während der Safaritour gibt es zahllose Möglichkeiten, tolle Schnappschüsse aufzunehmen und für die Ewigkeit zu speichern.

Das Gameplay....

Eigentlich lässt sich zu „Wild Earth - African Safari" nicht viel sagen, da das Spiel recht speziell und vor allem ohne großartigen Abwechslungsreichtum aufgebaut wurde. Ok, es gibt eine Reihe von integrierten Minispielen, die Ihr nach und nach freischaltet, die aber nur als Bonus gelten, denn wirklich mit dem eigentlichen Spiel verbunden sind sie nicht.

Ihr macht Euch also auf, als Fotograf, „bewaffnet" seid Ihr mit einem Fotoapparat und einem Zoomobjektiv, das Euch erlaubt, ganz nah an das Geschehen heranzuzoomen. Alles, was Ihr auf der Tour zu tun habt, ist überschaubar. Offenen Auges durch die Landschaften zu tingeln, ist von Vorteil. Denn: Von Eurem Auftraggeber erhaltet Ihr die Anordnung, gute Fotos mitzubringen, konkrete Wünsche sind an der Tagesordnung. So kann es also durchaus sein, dass Ihr einen riesigen Elefantenhaufen vor die Linse bekommen sollt, Kleinstlebewesen ablichten müsst, die auf dem heißen Wüstenboden herumkreuchen, oder aber umgeknickte Bäume, die die Landschaft als solche einzigartig machen. Bei jedem Auftrag werden Euch mehrere Motive vorgegeben, wobei es Bonusmotive gibt und solche, die wesentlich sind, um in der Story voranzukommen. Erst wenn es Euch gelungen ist 75 Prozent aller vorgegebenen Motive geknipst zu haben, gilt ein Auftrag als erfolgreich erledigt.

Auf Eurem langen, beschwerlichen Weg werden Euch insgesamt 30 afrikanische Tiere begegnen, die Ihr möglichst alle vor die Kamera locken solltet. Der Peilsender, der Euch den Weg weist, hilft bei der Suche gewaltig, denn er wird immer dann eingeblendet, wenn Ihr vom rechten Weg abkommt und einer falschen Fährte – abseits der eigentlichen Motive – folgt. Toll: Sowohl seid Ihr zu Fuß unterwegs, als auch mit einem Geländewagen, der Euch über Stock und Stein, Hügel und saftige Wiese bringt.

Grafik & Sound....

Gut gefallen hat uns die Optik des Titels durchaus. Ein derartiges Spiel, das so ganz klar eine bestimmte Zielgruppe anspricht, gibt es nur selten. Dafür ist die Grafik erste Sahne. Gefallen haben uns sowohl die Darstellungen der Tiere, als auch die Landschaften an und für sich. Die gesamte Flora und Fauna wirkt lebendig, nicht künstlich – man fühlt sich in „Wild Earth - African Safari" wohl, so, als befände man sich fern der Heimat, irgendwo in Afrika.

Buschtrommeln, afrikanische Melodien – so macht die Akustik Spaß. Dank dieser fühlt man sich noch tiefer in das Geschehen hineingezogen. Besonders lobenswert und daher hervorzuheben ist die deutsche, professionell wirkende Sprachausgabe, die viel her macht, da sie doch durch das gesamte Spiel hindurchführt.

Multiplayer....

Bis zu vier Spieler erlaubt „Wild Earth - African Safari". Vier Konkurrenten, die darum wetteifern, wer die meisten – und schließlich auch besten – Fotos macht. Dennoch haben wir den tieferen, den grundgebenden Gedanken hinter dem Mehrspieler-Modus nicht so ganz verstanden, denn wirkliche Unterhaltung kommt kaum dabei auf. Im Übrigen dürfte es schwer sein, ausreichend spielwillige Mitstreiter zu finden, die sich in die Foto-Action stürzen.

Fazit....

„Wild Earth - African Safari" ist durchaus gelungen, wenn man den Anspruch der Entwickler als solchen hervorhebt, der im spielerischen Ergebnis dann letztlich auch erfüllt wurde. Fotos zu schießen ist nicht unbedingt spektakulär, macht aber Laune und unterhält. Vor allem jene, die auch im „real life" mit der Kamera unterwegs sind und sich – ohne in Realismus zu verfallen – einfach auf entspannende Stunden im fernen Afrika freuen. Die Motivaufträge können überzeugen, wenngleich der Abwechslungsreichtum im Gesamten etwas auf der Strecke bleibt.

 

+ über 30 Tiere
+ elf Minispiele
+ gute deutsche Sprachausgabe
+ gute Afrika-Umsetzung
- wenig Abwechslung
- sehr Zielgruppenspezifisch

GRAFIK: 68%

SOUND/EFFEKTE: 71%

MULTIPLAYER: 55%

GESAMTWERTUNG: 69%

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