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Wii Marvel Ultimate Alliance 2
 
 
Marvel Ultimate Alliance 2 - Wii
Matthias Engert (01.11.2009)

SYSTEM: Wii-PAL
ENTWICKLER: N-Space
GENRE: Action
SPIELER: 1-4 Spieler
HANDBUCH: Deutsch
SAVEGAME: 20 Seiten
60HZ-MODUS: Ja
SCHWIERIGKEIT: 1-7
NUNCHUK: Ja
SPRACHHÜRDE: Gering
ALTERSFREIGABE: K.E.
PLII/HDTV: Ja/Ja
TERMIN: Erhältlich
PREIS: ca.55 Euro
KOMPLETTLÖSUNG: Nein
CHEATS / TIPPS: Ja
ONLINE/LAN: Ja/Nein
MII UNTERSTÜTZUNG: Nein

   
Einleitung....

Das Thema Marvel und seine Superhelden beschäftigt uns jetzt eigentlich schon seit Anbeginn unserer Videospiel Geschichte. Dank dem schier unerschöpflichen Fundus, gab es kaum einen der männlichen und weiblichen Recken, denn man Solo nicht mal steuern konnte. Konnte man früher diesen "Einzelumsetzungen" leider oft ein überschaubares Spaßpotential ankreiden, änderte sich dies in meinen Augen schlagartig, als man die Helden gebündelt auf die Spieler ließ. Was mit der X-Men Legends Serie auf dem GCN begann, setzt nun die Ultimate Alliance Reihe fort. Die Mischung aus vielen Marvel Superhelden, dem actiongeladenen Gameplay samt der Rollenspiel Einflüsse und einer guten Spielzeit, machte aus den Titeln allein und vor allem mit Freunden den Spaß aus. Auch auf der Wii gehen wir mittlerweile in die zweite Runde. Was sich die Entwickler haben einfallen lassen, um erneut zu überzeugen, verraten wir euch im folgenden Test.

Menus und die Story....

Mittlerweile durften schon 3 Entwickler Hand an das Spielprinzip legen. Kamen die X-Men Legends Titel noch von Raven Software, übernahm den ersten Teil der Ultimate Alliance Reihe Vicarious Visions. Mit dem aktuell zweiten Teil auf der Wii beauftragte man die mittlerweile durchaus bekannte Spieleschmide N-Space. Und auch wenn das Spielprinzip grob gleich geblieben ist über die Jahre, verschiedene Handschriften der Entwickler spürt man dennoch. Konstant geblieben sind aber zunächst die Rahmenbedingungen. Technisch bietet man zunächst alles was die Wii Konsole drauf hat. Alle Bildmodi stehen zur Auswahl, sowohl 50 und 60Hz, aber auch die EDTV/HDTV Variante. Punkten sollte das Spiel vor allem wieder mit dem Multiplayer, der erneut bis zu 4 Spieler an das eigentliche Hauptspiel lässt. Abstriche gibt es wieder beim Thema Speicherbelegung mit 18 Seiten, vor allem aber erneut bei der Sprache. Erneut präsentiert man das Spiel komplett in Englisch, was jüngeren Marvel Cracks nicht so gefallen wird. Egal ob die Sequenzen oder Untertitel. Einziger Pluspunkt, den man daraus ziehen kann, ist die Tatsache, das man so die original Stimmen der Recken zu hören bekommt. In gelungenem Surround Sound bekommt man diese auch mehr als oft zu hören. Denn die Story sorgt für einen besseren roten Faden durch das Spiel, als dies bei den Vorgängern der Fall war. Storytechnisch setzt man ein wenig an der Geschichte des Vorgängers an und führt euch als Spieler erneut in die Hintergründe des sogenannten Marvel Bürgerkrieges ein. Nachdem euch hier die Story zu Beginn ein wenig in die Irre führt, gipfelt das ganze in einer kleinen Glaubensfrage und Ihr als Spieler müsst euch im Spiel für eine Seite entscheiden. Aus allen möglichen bekannten und neuen Marvel Helden entstehen 2 Teams, die über die Zukunft der Helden entscheiden soll. Denn mit Iron Man und S.H.I.E.L.D. und dem Rebellengegenstück um Captain America vertretet ihr im Spiel 2 Ansichten. Wobei allein das Ende dieser Story durchaus sehr interessant gestaltet ist und den Spieler und Marvel Fan wieder ruhig schlafen lässt. ;-) Bis dahin dürft Ihr euch allerdings mit einem neuen Schurken und seinen Schergen auseinandersetzen.

Der Start in das Spiel ist zunächst nicht so weltbewegend, wie man dies vielleicht erwarten kann. Außer dem typischen Marvel Vorspann gibt es in diesem Bereich erstmal nichts zu berichten. Relativ schnell landet Ihr so auf dem eigentlichen Hauptmenu. Ihr legt ein Profil an, unter dem ab sofort die Erfolge und Statistiken gespeichert werden. Das Hauptmenu kommt recht spartanisch daher, braucht aber auch nicht mehr. Neben dem Play Modus um einzusteigen, gibt es die Options, die Profil Sektion und die Credits. Wichtig sind zunächst eigentlich nur die Options. Hier könnt Ihr neben dem einsehen der Steuerung z.b. auch die Level Up Funktion auf manuell stellen. Etwas das sich durchaus als wichtig erweisen sollte. Denn niemand levelt so gut wie der Spieler selber. ;-) Mehr ist es eigentlich zunächst auch nicht und wir können uns gleich dem Play Modus widmen und steigen ein in die Geschichte von Ultimate Alliance 2.

Das Gameplay....

Sobald Ihr den Play Modus startet, entfaltet auch die Geschichte ihren Reiz. Dabei erwartet euch jetzt im Vergleich zur DS Version storytechnisch und inhaltlich der gleiche Weg zum Ziel. Klar besser als auf dem Handhelden ist natürlich die technische Seite. Das sieht man schon anhand der Sequenzen, an denen man sich mit der Zeit nicht satt sehen kann. Zwar werden diese Videosequenzen im Verlauf des Spiels immer seltener, dennoch ist der Umfang weit mehr, als es verschiedene Konkurrenz Produkte bieten. Alles vertont erzählt man so auf jeden Fall die vielleicht intensivste Marvel Geschichte. Egal an welchem Punkt des Spiels man sich gerade befindet, man will einfach immer intensiver wissen, wie die Geschichte weiter- und schlussendlich ausgeht. Dazu der typische Humor in manchen Small Talk Einlagen zwischen den Helden untereinander. Wie auf dem DS beginnt die spielerische Action 3 Jahre vor der eigentlichen Geschichte um die Teilung der Marvel Helden. Noch zusammen, gilt es hier mal wieder Dr.Doom das Handwerk zu legen und man lässt euch diese Zeitspanne natürlich auch spielerisch erleben. Wenn man so will mal wieder ein kleines Tutorial unter Wettkampfbedingungen. Insgesamt erwarten euch auch hier wieder unterschiedliche Locations die euch von New York, über Afrika bis nach Island führen werden. Satte 28 Level warten darauf von euch gelöst zu werden. Dabei sollte Ultimate Alliance 2 ein Spiel sein, das seinen ganzen spielerischen Inhalt wirklich nur dann preisgibt, wenn man es zumindest einmal durchspielt. Denn ich könnte z.b. auch den reinen Fakt anbringen, das man für ein einmaliges Durchspielen auf Normal 9 Stunden braucht. Das ist nicht wirklich viel für ein Spiel dieser Art, aber auch nur die halbe Wahrheit. Aber dazu lasse ich mich dann im Text noch etwas ausführlicher aus. Zunächst bringt euch das Spiel nach der ersten einleitenden Sequenz nach Doomstadt, ohne das Ihr mit Menus oder Charakterstats konfrontiert werdet. Aber so zeigen sich auf jeden Fall die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu den Vorgängern und natürlich auch die reine Gameplay und Technik Seite. Auf den ersten Blick ist dabei vieles beim alten geblieben.

Das Grundgameplay selber ist auch im zweiten Teil gleich geblieben. Wieder geht es darum mit 4 Marvel Helden gleichzeitig mehr oder weniger lineare Level Feindfrei zu machen, alles mögliche zu Zerstören, Objekte und bauliche Dinge zu Zerbröseln und erneut sehr vielen Boss Gegnern das Fürchten zu lehren. Dabei werdet Ihr erneut vom RPG Teil begleitet, der die Helden allein dadurch sehr an die Spieler bindet. Stichwort Heldenwahl für die 4er Teams. Denn wer wirklich mal alle Freigeschaltet hat, darf sich über 26 Marvel Charaktere freuen. Kümmern wir uns zuerst einmal um das grobe Gameplay, das wie in den Legends Spielen umgesetzt ist, und genau dadurch seinen unverwechselbaren Reiz bezieht. Nicht nur Baldurs Gate Fans werden das ganze zu schätzen wissen. Über allem steht dabei die Kameraposition über den Charakteren, die dynamisch mitgeht und das Geschehen mal mehr oder weniger nah zeigt. Per 1-Taste könnt Ihr zudem die Position der Kamera mittels Remote Bewegungen beeinflussen. In dieser Sichtweise steuert Ihr einen der 4 möglichen Helden per Stick des Nunchuk laufend durch die festen Areale, die erneut mit einer oft zerstörbaren Umgebung daherkommen. Alle anderen Recken laufen nun einfach mit euch mit und agieren selbsttätig wenn es Ärger gibt. Denn geblieben ist auch in Marvel Ultimate Alliance 2 die Tatsache, das immer 4 Charaktere durch die Gegend ziehen. Zwar sind die reinrassigen Rätsel wieder weniger geworden, ganz ohne kommt aber auch Ultimate Alliance 2 nicht aus. Hier war nicht nur in diesem Bereich Legends 2 auf dem GCN das höchste der Gefühle. Anfänglich stehen euch für alle Charaktere verschiedene Grundaktionen zur Verfügung. Beim Thema Steuerung findet man augenscheinlich einen sehr großen Unterschied zum Vorgänger. Denn konnte man im ersten Teil der Ultimate Alliance Reihe vieles mit Tasten sowie freien Bewegungen ausführen, geht man hier wieder einen Schritt zurück und beschränkt sich hier wieder fast ausschließlich auf die Tastenaction. Remote und Nunchuk haben daher teils andere Bedeutungen. Neben dem Laufen via Stick deckt der Nunchuk mit der C-Taste das Springen ab, sowie mittels Z-Taste das Blocken. Dazu kommen nun vor allem die Attacken, ohne die das Spiel natürlich nicht auskommt. Auch hier ist die Belegung und Umsetzung natürlich etwas anders. Mit der A-Taste führt man den Standard Angriff aus, während man mit B eine stärkere, aber auch langsamer ausgeführte Attacken starten kann. Mit beiden Tasten zusammen kann Objekte wie auch Gegner greifen, während Plus und Minus zum Durchwechseln durch die Charaktere dient. Denn natürlich könnt Ihr jederzeit einen der 4 Helden steuern.

Hier ist ein wichtiger Teil der Anzeige neu. Während früher diese Anzeige in einer Ecke Platz fand, besitzt nun jeder Charakter sein Bild samt Anzeigen in einer der Bildschirm Ecken. Dort sieht man neben dem Charakterbild auch wieder beiden Leisten für Gesundheit und Energie, sowie die schon auf dem DS gespielten Fusionssterne. Diese werden später für die Teamattacken oder die Wiederbelebung genutzt. Doch eins nach dem anderen. Hat man einmal den Start hinter sich gebracht landet man in der sogenannten Basis, die es von nun an mehrfach innerhalb der einzelnen Locations geben wird. Hier ist alles feindfrei und dient neben der Organisation und Zusammensetzung der 4er Gruppe auch um die Boni auszuwählen. Denn erst zu einem späten Zeitpunkt werden die wirklich lohnenswerten Boni anwählbar. Dazu zählen vor allem die Review Abteilung, bei der Ihr jedes Level mit den aktuellen Stats noch mal spielen könnt, sowie die Klasse Bonuslevel. Nur über diese schaltet man 90% der versteckten Helden frei. Auch dazu später noch ein paar Zeilen. Doch bis dahin, bis auch zum gelungenen Finale samt Belohnungen stehen euch einiges an Zerstörungs- und Metzelaction bevor. Um alle Aktionen der Charaktere nutzen zu können, gilt es diese aber zu entwickeln. Das bedeutet hier wieder Erfahrungspunkte durch das Besiegen von Gegnern zu erspielen und diese Punkte danach in den Charaktermenus sinnvoll zu verteilen. Denn jeder Charakter verfügt neben A und B für die normalen Attacken auch über die 4 Steuerkreuz Richtungen, um die Specials eines jeden zu Nutzen. Diese ziehen zwar Energie aus der blauen Energieleiste ab, erzielen aber ein ungemein höhere Wirkung bei den Gegnern. Gegner auf die man trifft, besitzen selber eine Gesundheitsleiste, die man sehen kann. Ist der Gegner eliminiert kann er verschiedene kleine Kristalle hinterlassen. Anders als früher, wo man kleine Flaschen gesammelt hat, dienen diese hier sofort dazu um Lebens, Energie- und Fusionsstern Anzeigen aufzufüllen. Verschiedenfarbig sieht man schnell, was welcher Gegner hinterlassen hat. Die Erfahrungspunkte sammelt man eher unterbewusst ein, sprich man sieht nicht wie viel es gibt. Irgendwann aber sieht man um die 4 Charaktere eine Lichtsäule aufsteigen und bekommt damit ein Level Up angezeigt. Wenn man denkt genug gesammelt zu haben, darf man sich ruhig mal in das Charaktermenu wagen.

Jederzeit im Spiel möglich, kann man per 2-Taste dieses Menu aufrufen und muss nicht immer bis zur Basis oder den Zwischenspeicherpunkten in einem Level warten. Wobei man dort aber nur die Teams verändern kann. Um aber seine Recken zu Leveln, kann man jederzeit per 2-Taste loslegen. Wählt man einen der Charaktere an, so gelangt man zu seinen persönlichen Stats die man hier in mehreren Bildschirmen eingeteilt hat und die alle aufeinander aufbauen. Ähnlich anderen RPG's beginnt Ihr bei Level 1 und habt genug Spielzeit vor euch um diese verschiedenen Stats zu entwickeln. Haut Ihr also genug Gegner um, wobei im Verlauf auch Missionsziele und deren Erfüllung Erfahrungspunkte bringen, durchbrecht Ihr immer wieder EP Grenzen und steigt ein Level auf. Positiv das alle Charaktere diese EP bekommen und selbst die im "Kontor" davon profitieren. Wer seine 4 Hauptrecken ewig führt und später einmal durchwechseln will bekommt auch aus dem Kontor mitentwickelte Recken. Dabei entscheidet Ihr euch ob die erspielten Entwicklungspunkte automatisch genommen werden sollen oder ob Ihr das machen wollt. Das beginnt bei den eigentlichen Grundstats, wie z.b. dem Erhöhen der Gesundheitsleiste, dem Zielvermögen, der Warscheinlichkeit kritischer Treffer oder der Kraft für alle normalen Attacken die man mit den Actiontasten ausführt. Ebenso könnt Ihr die Specials entwickeln und wählen welche wieviel Entwicklungspunkte bekommen. Das ganze bei jedem einzelnen Charakter der Gruppe. Dazu kommt eben das selbst diese Specials für sich abgetrennt auch entwickelbar sind. Ich sag ja, man verbringt hier sehr viel Zeit. Vieles schaut man sich bei den CPU gesteuerten Recken zudem eine Weile an und sieht ja mit der Zeit welche Attacken, die sie selbsttätig nehmen, auch wirklich was bringen. Wobei es zu allem eine Beschreibung gibt. Im Unklaren lässt man euch da also nicht. Allerdings gibt es hier auch 2 Kritikpunkte. Zum einen hat man erneut auf das Shop Feature verzichtet und zum anderen gibt es keine Ausrüstungsslots mehr. Das ist ein wenig Schade und hat in vielen Leveln früher dafür gesorgt, wirklich alle Ecken abzusuchen. Entschärft hat man das ganze durch die Boost Slots. 4 davon kann man Freischalten und kann dafür in 4 Kategorien Items finden und erspielen. Diese Boni verstärken dann immer gleich das gesamte Team um bestimmte Effekte. Stärkere Angriffe, mehr Resistenz gegen bestimmte Attacken, oder z.b. mehr Erfahrungspunkte pro erledigtem Gegner. Logisch das die Entwicklungsstufen mit der Zeit immer teurer werden und man mehr Entwicklungspunkte braucht, als man zur Verfügung hat. Selbst am Ende des ersten Durchspielens ist man noch weit von komplett entwickelten Charakteren entfernt.

Was man aber auch nicht unbedingt braucht und ich komme zu einem weiteren Kritikpunkt. Zumindest im Vergleich zu den Vorgängern. Die KI der eigenen Mitstreiter ist höchst unterschiedlich. Manche Charaktere gehen äußerst passiv vor und halten sich teilweise regelrecht zurück. Auch ist bei vielen die Wirkung bei Gegnern nicht mit der euren vergleichbar. Mein bevorzugter Charakter war einmal mehr Wolverine. Und während er z.b. auf Level 50 viele Gegner mit 1-2 Schlägen umlegt, brauchen die CPU gesteuerten auf dem gleiche Level einiges mehr an eigenen Attacken. Man muss hier wirklich viele mal durchprobieren, da dies ganz unterschiedlich ist. Mein Team mit Hulk, der Fackel und Captain America war da noch am lohnenswertesten. Entschärft wird das ganze auch durch den Schwierigkeitsgrad an sich, der seichter angesetzt ist als in den Vorgängern. Zwar gibt man euch mehrere Grade zur Auswahl, aber erst Hard nach einmaligem Durchspielen verdient den Namen auch. Das sorgt eigentlich hauptsächlich für ein paar Punkte Abzug. Verliert man doch mal ein Leben, was selten und wenn nur bei den wieder gut gemachten Boss Gegnern passiert, greift nun die Fusionsenergie zum ersten mal ein. Habt Ihr einen Stern in der Fusionsanzeige, drückt man die Z-Taste und zielt via Pointer auf das Charakterbild im Screen. Danach kann man diesen Wiederbeleben. Die wichtigere Funktion der Fusionsenergie stellen aber die Attacken dar. Dazu müssen allerdings alle 4 Sterne gefüllt sein. Dann löst man ebenfalls das Ganze per Z-Taste und Schütteln des Nunchuk aus. Jetzt geht das Spiel in einen Zeitlupen Modus und man zieht ein Art Fadenkreuz auf einen der anderen 3 Mitstreiter und löst damit immer wieder verschiedene Attacken aus, die Bildschirmfüllend und teils grafisch sehr geil in Szene gesetzt sind. Meist werden dann alle Gegner im Screen angegriffen und wesentlich mehr Trefferpunkte generiert. Aber eben auch bei den Boss Gegnern sehr sinnvoll. Und von denen gibt es reichlich. Nicht nur durch die Story Teams, die sich zeitweise ja auch bekriegen, sondern auch die Handlanger des Bösewichts sorgen für reichlich Boss Action. So ist das Spiel zunächst auf den ersten Blick bei gleichem Gameplay leichter, kürzer und linearer. Würde es bei einem einmaligen Durchspielen bleiben und die Boni nicht in der Art gegeben wie hier, die Wertung wäre schlechter ausgefallen.

Was das Spiel aber wieder nach oben hebt sind einige Dinge hinten raus und beim Neustart. Denn zum einen sind die Bonus Level, sofern sie im letzten Drittel mal anwählbar sind, sehr gelungen. Hier kann man in teils neuen Levelumgebungen um 3 Spielziele kämpfen. 3 Medaillen, die jeweils Preise offerieren, wie eben vor allem die versteckten Charaktere. Da man diese Bonus Level jederzeit spielen kann, lohnt es nicht nur für diese Boni, sondern einfach nur um zu Leveln. Hier sitzt man fast noch mal genauso lange wie am eigentlichen Hauptspiel. Größter Bonus bietet sich aber den ausdauernden Spielern unter euch. Wer das Spiel einmal durch hat, bekommt zunächst einen ganz speziellen Charakter und dazu den Schwierigkeitsgrad HARD. Dieser ist schon viel eher das was man sich erwartet. Der Clou ist aber das man zum Neustart sein letztes Savegame laden kann und somit beim zweiten mal seine entwickelten Helden weiter führt. Man kann jetzt mit stärkeren Gegnern rechnen und wenn man möchte auch mal die Seite wechseln und erhält so auch die andere Seite der Story mal zu Gesicht. Das lohnt sich durchaus und lässt die Wertung des Spiels wieder steigen. Zwar erreicht der Titel trotzdem nicht die Wertungen der Vorgänger, lohnenswert und unterhaltsam ist der Titel dennoch ohne Wenn und Aber.

Grafik & Sound....

Grafisch hat sich eigentlich nicht soviel getan. Bedingt auch durch die Sichtweise liegt das Augenmerk auf bestimmten Dingen der Umgebung. So sind vor allem wieder die Effekte auf kleinem Raum sehr gelungen. Zwar verliert man dadurch bei der Action kurzzeitig gerne mal den Überblick, aber das war seit dem ersten X-Men Legends Teil nicht anders und auch kein Problem. Etwas weniger Abwechslung als früher gibt es bei den Umgebungen. Mit persönlich geht es zu oft in technischen Locations zur Sache. Reine Naturumgebungen oder Tempel sind selten geworden. Punkten kann das Spiel wieder durch die Farbpower und klaren Grafikgestaltungen der Umgebungen. Auch wenn es manchmal ein wenig eintönig sein kann, dennoch passend. Highlight sind die Effekte an vielen Stellen und vor allem bei bestimmten Gegner Kämpfen. Speziell manche Boss Gegner erzeugen zusammen mit euren eigenen Special Attacken Effekthascherei vom Feinsten auf dem Schirm. Technisch gibt es kaum was zu bemängeln. Die Kollisionsabfrage bei den Umgebungen könnte manchmal ein wenig genauer sein und die Kamera ist hier und da mal etwas unglücklich. Aber weit davon entfernt als echte Kritikpunkte betitelt zu werden.

Der Sound ist erneut gelungen, lässt aber ein wenig federn im Gegensatz zu den Vorgängern. Teilweise schon sehr episch und martialisch angehaucht, fehlt ihm dennoch hier und da ein wenig die Power. Hier war man vom Vorgänger durchaus sehr verwöhnt. Effekte gibt es dafür wieder reichlich, die eigentlich alles akustisch abdecken, was auf dem Screen so abgeht. Wer eine Surround Anlage nutzen kann, sollte dies tun. Erhöht das Feeling hier durchaus. Ebenfalls auf der Haben Seite ist die Sprachausgabe. Zwar Englisch, aber mit den original Stimmen und gut betont.

Multiplayer....

Der Multiplayer ist auch in Marvel Ultimate Alliance 2 etwas ganz besonderes. Wie schon erwähnt könnt Ihr das Spiel maximal zu viert spielen. Neben dem Nutzen auch der Bonus Level wird es wieder überstrahlt vom Hauptspiel das per Co-op möglich ist. Dabei gefällt mir vor allem das Ihr jederzeit Spieler einsteigen lassen wie auch rausschmeißen könnt. Im Pausenmenu könnt Ihr egal wo Ihr euch im Spiel befindet 1 bis 3 Spieler anmelden. Nun hat jeder seinen Helden und Team Action wird noch mal eine Spur größer geschrieben. Es bleiben zwar technisch bedingt alle im selben Screen, bietet aber dennoch eine hervorragende Übersicht. Also nichts was nun ungewohnt erscheint. Ihr müsst also nicht mit mehreren von vorn beginnen sondern steigt jederzeit mit Freunden in euer Savegame ein. Alles logischerweise im Vollbild auch auf kleineren Bildschirmen machbar. Wer also auf das Gauntlet Prinzip steht ist hier wieder goldrichtig. Oder einfach gesagt Baldurs Gate mit 3 Leuten. Das hat auch mit Ultimate Alliance 2 nichts von seinem Reiz verloren. Wer übrigens denkt das Wi-Fi Logo beschreibt ein Online Gameplay mit Freunden, der irrt. Leider kann man hier nur seine Levelscores Online hochladen und mit anderen Spielern vergleichen.

Fazit....

Ultimate Alliance 2 ist ein Spiel, das man auf den ersten Blick schlecht bewerten kann. Schaut man sich nur die Fakten an, müsste eine weitaus schlechtere Wertung rauskommen als beim Vorgänger und den X-Men Legens Spielen. Denn gemessen an Spielzeit, Schwierigkeitsgrad und Levelumfängen bietet der zweite Teil auf der Wii weniger. Aber das ist eben nur die halbe Wahrheit. Denn schaut man genauer hin, gibt es neben 2 Story Strängen, die man spielen kann, die exzellenten Bonus Level und den Fakt das ein Durchspielen belohnt wird mit einem Neustart auf einem hohen Schwierigkeitsgrad, samt dem entwickelten Team des ersten Durchspielens. Von daher punktet das Spiel also schon. Dennoch gibt es hier und da ein paar Schwächen, die Punkte kosten. Wer alle Teile kennt und genossen hat, kommt auch hier nicht drum herum. Vielleicht noch etwas Teuer, dennoch ein lohnenswerter Titel. Wer die Serie und das Gameplay noch nicht kennt, dem empfehle ich nach X-Men Legends 2 für den GCN zu suchen. Für mich immer noch der beste Teil dieser Serie.

 

+ Sehr gelungenes Gameplay
+ Steuerungs Mischung Alt / Neu
+ Hauptspiel zu Viert möglich
+ Umfangreicher RPG Teil
+ Exzellente Marvel Story
+ Bonuslevel samt Secrets
+ 26 Helden, inkl. neuen Recken
+ 2 Teams / teils 2 Wege
- Komplett Englisch
- Könnte schwerer sein
- Kaum noch Rätsel dabei

GRAFIK: 81%

SOUND/EFFEKTE: 83%

MULTIPLAYER: 83%

GESAMTWERTUNG: 80%

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