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Wii Tatsunoko vs Capcom: Ultimate All-Stars
 
 
Tatsunoko vs Capcom: Ultimate All-Stars - Wii
Matthias Engert (05.02.2010)

SYSTEM: Wii-PAL
ENTWICKLER: Capcom
GENRE: Prügelspiel
SPIELER: 1-2(4) Spieler
HANDBUCH: Deutsch
SAVEGAME: 1 Seite
60HZ-MODUS: Ja
SCHWIERIGKEIT: 3-10++
NUNCHUK: Ja (GCN,CC)
SPRACHHÜRDE: Gering
ALTERSFREIGABE: 12+
PLII/HDTV: Nein/Ja
TERMIN: Erhältlich
PREIS: ca.40 Euro
KOMPLETTLÖSUNG: Nein
CHEATS / TIPPS: Nein
ONLINE/LAN: Ja/Nein
MII UNTERSTÜTZUNG: Nein

   
Einleitung....

Oft gibt es Zeiten, in denen sich bestimmte Spiele Firmen lange Zeit zurück halten und man den Eindruck hat, sie hätten die eigene Lieblingskonsole vergessen, um dann wieder relativ viele Titel hintereinander zu bringen. Capcom ist da im Moment ein gutes Beispiel. Denn seit November liefern sie doch relativ kontinuierlich Software für die Wii Konsole, die auch inhaltlich und spielerisch überzeugen. Neben den Zombiejagden und dem bald kommenden Monster Hunter, bringen sie mal wieder einen Titel auf Markt, für die sie ja auch mehr als bekannt sind. Denn wer schwärmt nicht von Prügelspielen aus dem Hause Capcom. Street Fighter ist ja wohl jedem ein Begriff, wobei sie hier gerade auf der Wii durchaus Nachholebedarf haben. Mit Tatsunoko vs. Capcom ändern sie das endlich und erfreuen die Nintendo Prügelfans mit einem dennoch ungewöhnlichen Titel. Denn einfach nur ein „simpler" Prügler mit Street Fighter Hintergrund erwartet den Spieler hier nicht. Vielmehr hat Capcom versucht bekannte Charaktere und spielerische Inhalte um ein paar interessante neue Aspekte zu erweitern. Was euch hier inhaltlich erwartet und ob der Titel auch unterhält, erfahrt Ihr wie immer im folgenden Artikel.

Menus und die Story....

Das Capcom hier selber auch sehr aktiv an der Entwicklung beteiligt war, spürt man in technischer Hinsicht und beim Drumherum doch sehr. Gut so, denn man kann sich auch schnell den Ruf einer Serie mit „Auftragsprogrammierung" kaputt machen. Hier passt eigentlich alles. Spielbar in allen Bildmodi der Wii, wird der Titel Soundtechnisch selber in normalem Stereo präsentiert. Lokalisiert wurde der Titel nicht, sprich Texte und Menus sind hier in Englisch gehalten. Allerdings stellen Prügler neben den Racern die Titel dar, wo man auf eine Lokalisierung verzichten kann. Sprachausgabe in dem Sinne gibt es nicht. Es sind eher diverse Samples der Charaktere, die man zu hören bekommt. Oft im japanischen Original immer irgendwie stimmig. Speichertechnisch mit 1 Seite mehr als Vorbildlich, stellt eine weitere Stärke die Mehrspieler Action dar. Neben der bekannten Variante für 2 menschliche Spieler, gibt es ein Bonus Minispielchen für bis zu 4 Spieler und einen überraschend gut umgesetzten Online Modus, samt Ranking. Vor allem für die Langzeit Motivation mehr als Gelungen. Eine Story sucht man an sich eigentlich vergebens. Zumindest wenn man sich irgendwas Episches im Stile der letzten Mortal Kombat Titel vorstellt. Was man euch bietet, das Ihr innerhalb des Arcade Modus mit jedem Charakter ein anderes Ende zu sehen bekommt. Leider dann aber nur mit Standbildern und einigen Story Sätzen. Nichts was hier etwas besonderes darstellt. Ist aber auch nicht das Hauptaugenmerk des Titels. Die Stärken liegen glücklicherweise wo ganz anders.

Das Game startet eher ungewöhnlich mit einem von Japano Rap unterlegten Vorspann, der in seiner etwas schnellen und hektischen Bildfolge, Charaktere und Action vorstellt. Allerdings nicht irgendwie in Spielgrafik, sondern eher künstlerisch Wertvoll. Hat man sich dann mal sattgesehen, landet man auf dem eigentlichen Hauptmenu. Wie vieles im Spiel, eher sehr Modern gehalten. Über ein Scroll Menu wählt Ihr die einzelnen Punkte an, die sehr zahlreich geworden sind. Über allem steht der Arcade Modus, sowie die Punkte Survival und Time Trial. Dazu kommt nun, das hier nicht unwichtige Training und die Wi-Fi Connection, um Online loslegen zu können. Des Weiteren kommen nun neben den Optionen weitere Rubriken, wie die Gallery oder der Shop dazu. Beides hängt miteinander zusammen und Dinge die man im Shop gekauft hat, tauchen als Punkt in der Gallery auf. Nicht weiter überraschend das hier in Zennys bezahlt wird. Mega Man lässt grüßen. Und das ist hier nicht bloß ein blöder Spruch. ;-) Neben Artworks und Charakter Vorstellungen könnt Ihr auch Outfits für die Racker kaufen und nutzen. Zu guter Letzt sollte ein Blick in die Optionen gewagt werden. Neben den Soundeinstellungen könnt Ihr vor allem das Steuersetup und den Schwierigkeitsgrad beeinflussen. Stufenlos in Form einer langen Leiste, was den Schwierigkeitsgrad angeht und frei in der Tastenbelegung, was das Steuersetup angeht. Um mit dem Spiel Kontakt aufzunehmen, solltet Ihr euch aber zunächst mal in das Training wagen. Also auf in den Gameplay Abschnitt.

Das Gameplay....

Wie eigentlich in jedem Prügler, sollte man sich für einen ersten Kontakt in den Trainingsmodus begeben. Das ist auch hier nicht groß anders. Denn gerade in Sachen Aktionsvielfalt bringt der Titel zwar keine Unmengen mit, dafür aber Interessantes was die Ausführung und Anwendung angeht. Gleichzeitig bekommt man hier schon mal das Thema Charaktervielfalt und Stage Design zu sehen. Der große Unterschied zu vielen anderen Prüglern ist die Umsetzung der Kampfaction. Zwar geht es auch hier in 2D Manier darum, die Lebensleiste der Gegner auf Null zu bringen, nur in der Capcom Variante fast ausschließlich als Tag Team Action. Das heißt hier bis auf 2 Ausnahmen, das immer ein Team in den Kämpfen antritt. Egal welchen Modus ihr später auswählt, dürft Ihr in der Charakterauswahl als erstes dieses Team auswählen. Mehr als 20 Charaktere laden dazu genutzt zu werden, wobei nicht alle sofort jedem Spieler geläufig sind. Auch wenn Ultimate All-Stars im Titel zu finden ist, fehlen in meinen Augen hier und da schon noch ein paar bekannten Capcom Helden. Gerade das Thema Street Fighter ist in meinen Augen ein wenig zu kurz gekommen. Mit Ryu und Chun-Li sind dafür allerdings 2 der bekanntesten Serienhelden vertreten. Multiplattform Spieler kommen zudem in den Genuss, einige Helden aus Spielen hier zu erleben, die auf keiner Nintendo Plattform vertreten sind, wie z.b. Darkstalkers oder Lost Planet. Auf der anderen Seite sind aber auch bekannte Helden dabei, die dem Spiel durchaus gut tun. Egal ob das Mega Man Charaktere sind, aus einem Onimusha stammen, oder meinem persönlichen Liebling Viewtiful Joe, der auch spielerisch sehr interessant eingebunden ist. Mit den beiden überdimensionalen Vertretern Lightan: the Golden Warrior und Ivan aus Lost Planet gibt es auch die angesprochenen Ausnahmen, die aufgrund ihrer Größer allein in die Kämpfe ziehen. Neben der Größe sorgt hier durchaus auch die Angriffspower dafür, das sie nicht im Team agieren können. Dafür sind sie aber auch nicht die schnellsten. Bevor Ihr euch also in ein Match begebt, wählt Ihr zunächst das Team aus. Der Erstgewählte ist später auch der Hauptcharakter, mit dem Ihr den Kampf beginnt, während der zweite Charakter eher als Reserve enthalten ist. Allerdings und das macht ja Tag Team Action aus, kann man ihn im Kampf herbeirufen. Und ist die Lebensleiste des Hauptcharakters auf Null, steigt der Reserve Charakter eh als Hauptperson ein.

Im Trainings Modus könnt Ihr euch nun die Gegner frei aussuchen und auch festlegen, wie sie Agieren sollen. Ob nun als stumme Dummies, die jeden Schlag ohne Gegenaktion einstecken, bis hin zum vollständigen Kampf gegen die CPU Trainingspartner. Ebenso lernt ihr die ersten Stages kennen, die das Spiel bietet. Hier punktet das Spiel doch sehr und bietet für Wii Verhältnisse Imposantes, was die reine Background und Effekt Grafik angeht. Bevor wir uns nun den spielerischen Aspekten zuwenden, natürlich noch ein paar Warte zur Steuerungsvielfalt. Auch hier werden viele Vorlieben abgedeckt und Tatsunoko Vs Capcom unterstützt einige Varianten. Denn neben einer einfachen Variante, nur mit der quer gehaltenen Remote, gibt es auch die erweitere Variante zusammen mit dem Nunchuk. Trotzdem bevorzuge ich persönlich keine dieser beiden Varianten. Bedingt durch das 2D Gameplay, machen sich der mögliche Classic Controller, vor allem aber das GCN Pad in meinen Augen besser. Wobei gerade dieses Thema durchaus auch durch die persönliche Vorliebe geprägt ist. Ich für meinen Teil stelle euch die Steuerung anhand des GCN Pads vor. Sobald nun ein erster Übungskampf beginnt, ist es natürlich das Ziel die Lebensleisten der Gegner auf Null zu bringen. Mit Ausnahme der beiden Solo Akteure ist hier also ein Kampf nur dann zu Ende, wenn man entweder beide Gegner besiegt hat, oder man bei eingestelltem Zeitlimit mehr Treffer angebracht hat. Auch diese Regel bietet das Spiel, was später auch im Arcade Hauptmodus greift. Nachdem der übliche Prügelcountdown beendet ist, startet die eigentliche Action. Gekämpft wird nun in typischer 2D Manier von Links nach Rechts oder umgekehrt. Mortal Kombat Feeling mit 3D Einflüssen, um z.b. um Gegner herum zu laufen, gibt es hier also nicht. So erlebt man im Grundgameplay hier eher das alte Street Fighter Feeling. Innerhalb des Screens unterstützen euch nun in den Kämpfen diverse Anzeigen. Überschaubar und auf das Nötigste beschränkt, muss man hier nicht zig Anzeigen im Auge behalten um die Kämpfe zu überstehen. Links oben findet man hier nun die beiden Lebensleisten der beiden Team Mitglieder. Auf der Gegenseite natürlich die eurer Kontrahenten. In der Mitte angebracht ist der übliche Timer, der natürlich dann wichtig ist, wenn Ihr als Rundenlänge bestimmte Werte einstellt. Einziger Zusatz in Sachen Anzeigen sind nun unten im Bild je Links und Rechts eine Balkenanzeige. Diese definiert die sogenannte Hyper Combo Anzeige, die alle Charaktere nutzen können. Einfach gesagt kann man diese Balken mehrfach Aufladen und damit Specials an den Mann oder die Frau bringen.

Das Grundgameplay definiert sich zunächst aus den Bewegungen und Schlagvarianten. Wahlweise mit dem Stick oder auch dem Steuerkreuz bewegt Ihr die Charaktere nach beiden Seiten und könnt bei geradem oder schrägen nach oben Drücken auch in die entsprechenden Richtungen springen. Ebenso könnt Ihr euch Ducken und über die Richtungen auch Blocken. Ein zweimaliges Richtungsdrücken zum Gegner lässt euch Rennen, so das auch hier nichts ungewöhnliches auf den Spieler wartet. An Schlagvarianten teilt das Spiel in 3 Ausführungen, Leicht, Mittel und Schwer, die man auf die A, Y und X Tasten gelegt hat. Wobei wie schon erwähnt die Tastenbelegung frei geändert werden kann. Die B-Taste ruft im Kampf den Team Kollegen auf die Bühne, der dann kurz agiert und wieder verschwindet. Mit der Z-Taste könnt Ihr den Gegner verhöhnen, während die R-Taste ein feste Abfolge der 3 Grundschläge abdeckt. Nicht nur damit kann man z.b. auch Combos starten, die das Spiel ja bietet. Dennoch und das ist für mich zumindest eine kleine Schwäche, ist die Schlagvielfalt im Basis Gameplay überschaubar. Die Aktionen sind weder sehr Tastenintensiv, noch kompliziert. Es ist hier eher das Timing das zählt. Auch weil der reine Gamespeed ungemein hoch ist und alle Aktionen sehr flüssig vonstatten gehen. Ausmaße wie z.b. in einem Mortal Kombat, wo man Abende zubrachte um die zig Tastenkombinationen zu erlernen, hat man hier nicht vor sich. Nun denkt aber nicht, das Tatsunoko Vs Capcom ein seichter Button Smasher wäre. Das ist der Titel keineswegs. Die Feinheiten in den Aktionen stellen auch hier die möglichen Combos dar, die man einmal Normal ausführen kann oder auch unter Zuhilfenahme der Hyper Combo Anzeige. Unterschiede findet man dann logischerweise in der Wirkung beim Gegner. Während normale Specials meist durch das Drücken von Richtungen plus Tasten ausgeführt werden, muss bei den Hyper Combos zusätzlich die entsprechende Menge an Energie vorhanden sein. Dabei kann man die Hyper Combo Anzeige bis zu 5x aufladen. Für die entsprechenden Moves sind dann, je nach Wertigkeit und Wirkung, eben verschiedene "Füllmengen" nötig. Einmal so einen Move am Gegner angebracht und man möchte sie nicht mehr missen. Nicht weil sie grafisch äußerst opulent in Szene gesetzt sind, sondern weil sie dem Gegner einiges an Energie abziehen. Hier im richtigen Moment noch den eigenen Team Kollegen dazu geholt und man leert die Gegnerleisten äußerst fix. Zumal es ja auch direkt Team Combos gibt, die über die Hyper Combo Anzeige möglich sind. Wie viele "Füllungen" diese Anzeige momentan hat, wird euch auch über einen Zahlenwert angezeigt. Somit seid Ihr da immer auf dem Laufenden.

Die Schwierigkeit im Spiel ist vor allem das Reagieren auf die verschiedenen Gegner Attacken. Hier bietet der Titel wesentlich mehr als nur ein Schema A. Man kann eigentlich bei fast allen Gegnern seine Taktik umstellen um Erfolg zu haben, was weit darüber hinaus geht ob diese nun eher Nah- oder Fernattacken bevorzugen. Spätestens im Arcade Modus lernt man das ganze ja dann auch unter Wettbewerbsbedingungen kennen. Dieser Modus ist eigentlich der Kern des Spiels und wartet in der typischen Machart auf euch. Hier gilt es insgesamt 8 Stages zu bewältigen. Ohne die Möglichkeit zwischendrin zu Speichern, geht es von Kampf zu Kampf. Je weiter Ihr kommt um so mehr Punkte und Zennys gibt es. Wer zwischendrin mal Scheitert, was je nach gewähltem Schwierigkeitsgrad oft genug passiert, kann jederzeit ein Continue nutzen und den Kampf noch mal wiederholen. Positiv das man hier auch das Team neu wählen kann, ehe man z.b. noch mal auf Stage 4 sein Glück versucht. Erreicht Ihr die letzte Stage, wartet hier ein Boss Gegner auf euch. Ungewöhnlich nicht nur in seiner Gestaltung, warten hier gleich 3 Teilkämpfe auf euch, in denen er euch in verschiedenen Varianten entgegentritt. Überzeugt hat er mich aber nicht, da er mir persönlich zu sehr über simples Tastengehämmer zu besiegen ist. Gerade das gute Special Gameplay greift hier nur bedingt, was den Endkampf ein wenig den Kick nimmt. Zumal es auch einen speziellen Charakter gibt, bei dem das Tastengehämmer viel zu leicht zum Erfolg führt. Positiv für Langzeitspieler, das jeder Charakter ein anderes Ende bietet, wenn auch nur in simplen Standbildern mit ein wenig Text garniert. Am Ende dürft Ihr euch dann in die Listen eintragen, sofern euer Score dafür ausreicht und erhaltet die angesprochenen Zennys. Wem der Arcade Modus nicht ausreicht, kann sich dann in den beiden Alternativ Modi versuchen. Hier spielt Tasten Gehämmer viel weniger eine Rolle. Ziel im Survival Modus ist es natürlich soviel Kämpfe wie möglich zu überstehen, ohne das die eigenen Lebensleisten auf Null sinken. Denn hier bekommt man verlorene Lebensenergie nach einem Kampf nur zu einem kleinen Teil zurück und versucht einen Kampf nach dem anderen zu überstehen. Der Time Attack Modus ähnelt dem Arcade Modus, nur das hier eben oben rechts im Screen eine Zeitanzeige mitläuft. Ziel ist es natürlich die Kämpfe so schnell wie möglich zu Beenden. Zu guter letzt dient der Versus Modus dazu gegen einen Freund anzutreten. Wobei gerade in diesem Bereich der Online Modus ein ganz anderes Kaliber darstellt. Schon alleine wegen des enthaltenen Rankings.

Grafik & Sound....

Grafisch ist der Titel nicht nur in seinem Genre einer der Gelungensten auf der Wii. Dafür sind vor allem 2 Dinge verantwortlich. Zum einen sind die Stages wunderbar gestaltet. Das betrifft vor allem die Farbpower, Detailfülle und vielen animierten Dingen rund um die Action selber. Dabei sieht das ganze selbst auf großen LCD Bildschirmen sehr edel aus und spielt seinen Reiz hier aus. Der zweite große Pluspunkt bei dem Thema Grafik ist die unglaubliche Effektfülle mit der das Spiel ausgestattet ist. Selbst einfache Specials sehen ungemein imposant aus. Auch hier sehr detailreich und mit satter Farbpower ausgestattet, gehen die Combos oft Bildschirmfüllend über die Bühne. Hier darf die Wii gerade in diesem Bereich seit langem mal wieder zeigen was die drauf hat. Abgerundet wird das ganze von einer sehr guten Technik. Egal was auf dem Schirm abgeht, die Framerate bleibt äußerst konstant hoch. Auch die Kollisionsabfrage ist sauber und lässt den Spieler nie im Stich. Nicht nur hier hat Capcom ganze Arbeit geleistet.

Auch beim Sound bleibt der gelungene Gesamteindruck. Die oftmals recht modernen Hintergrundmusiken wissen sehr zu gefallen und unterstützen das actiongeladene und oft sehr schnelle Gameplay sehr gut. Dabei gefallen auch die Effekte, die angefangen bei den japanischen Sprachsamples, bis hin zu den reinen Kampfeffekten sehr gut zum Spiel passen. Auch hier gibt es großes Lob für die Entwickler.

Multiplayer/Online....

Das eigentliche Killerfeature des Spiels ist allerdings in meinen Augen der Multiplayer. Dabei meine ich aber nicht unbedingt die Versus Offline Variante, oder das 4Player Minispiel. Nein vielmehr der Online Modus ist das was man eine Dauermotivation nennt. Denn Offline ist man allein doch irgendwann mal fertig. Mit einem Freund geht es eher mal zwischendurch zur Sache, ohne das man nun Wochenlang vor dem Spiel hängt. Online jedoch hat man es hier mit einem Spiel zu tun, das euch auch auf lange Sicht unterhalten wird. Das liegt vor allem am enthaltenen Ranking System und der technischen Seite. Neben der Wahl der Gegner, die man per Freundescodes einbindet, oder auch anonym über den ganzen Globus verteilt sucht, überall spielt ein internes Ranking eine Rolle. Sprich jeder Kampf bringt Punkte und man hat ewig zu tun, um hier nach Oben in den Listen zu wandern. Denn nur bei Siegen gibt es Punkte für das eigene Konto. Positiv dabei das man neben der freien Wahl eines Gegners, wo man durchaus mal auf einen absoluten Crack trifft, ein sehr gut funktionierendes Rivalen Gameplay hat. Einfach gesagt solche Gegner die genau euer Level besitzen. Neben diesen Features punktet aber vor allem die Technik. Denn auch Online habt Ihr genau die Features in Sachen Gamespeed, Grafik und Action, die auch Offline für Unterhaltung sorgen. Wer sich also Offline für eine Leuchte hält und nach neuen Herausforderungen sucht, sollte eine Onlinefähige Wii haben. Auf lange Sicht das Killerfeature im Spiel.

Fazit....

Tatsunoko Vs Capcom bringt frischen Wind in das Prügelgenre auf der Wii. Ein schnell zugängliches Kampfsystem, opulente Optik und ein schnelles und technisch einwandfreies Game hat man hier vor sich. Auf lange Sicht ist dabei vor allem der Online Modus zu nennen, der bedingt durch das Ranking System und die Technik äußerst lohnenswert ist. Abgesehen vom überschaubaren Basis Gameplay, punktet der Titel bei den Specials und dem Anspruch. Hier finden viele Spielertypen genau den Grad, der sie fordern wird. Unterstützt werden ebenso viele Spielervorlieben durch die Steuermöglichkeiten, die auch Pad Gameplay mit einbeziehen. Allein gibt es hier und da schon ein paar Schwächen, über die man aber durchaus hinweg sehen kann. Gerade für Online Spieler, die sich immer wieder mit neuen Gegnern duellieren wollen, ist der Titel absolut lohnenswert.

 

+ Steuerung/Steuersetups
+ Grafisch sehr beeindruckend
+ Stage Designs
+ Hoher Gamespeed / Technik
+ Gelungener Anspruch
+ Klasse MP und Online Modus
+ Stimmige Hintergrundmusiken
- Könnten mehr Charaktere sein
- Wenig Story Einflüsse
- Überschaubare Move Anzahl
- Endgegner Arcade Modus

GRAFIK: 87%

SOUND/EFFEKTE: 84%

MP/ONLINE: 83%

GESAMTWERTUNG: 78%

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