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Wii TNA Impact! Total Nonstop Action Wrestling
 
 
TNA Impact! Total Nonstop Action Wrestling - Wii
Jens Morgenschweiss (30.05.2009)

SYSTEM: Wii-PAL
ENTWICKLER: Midway
GENRE: Wrestling
SPIELER: 1-2 Spieler
HANDBUCH: Deutsch
SAVEGAME: 1 Seite
60HZ-MODUS: Nein
SCHWIERIGKEIT: 1-6
NUNCHUK: Ja
SPRACHHÜRDE: Keine
ALTERSFREIGABE: 16+
PLII/HDTV: Nein/Nein
TERMIN: Erhältlich
PREIS: ca.25 Euro
KOMPLETTLÖSUNG: Nein
CHEATS / TIPPS: Nein
ONLINE/LAN: Ja/Nein
MII UNTERSTÜTZUNG: Nein

   
Einleitung....

Die TNA ist noch eine recht junge Wrestling Liga, die sich als Konkurrenz zur WWE sieht. TNA bedeutet, Total Nonstop Action. Wenn man sich die Namen der Wrestler durch liest, die hier kämpfen, kann man fast nostalgisch werden. Kämpfer wie Jeff Jarrett, Kurt Angle, Sting oder Scott Steiner bringen Erinnerungen nach oben, an eine Zeit, wo wir selbst noch junge Hirsche waren. Und mit Verlaub, damals waren die Jungs , wie Sting oder Steiner, schon alte Männer. Und das diese alten Säcke noch das Publikum ziehen, hat man in den USA sehr deutlich wahrgenommen. Nun möchte man sich auch auf der Software Schiene mit der Konkurrenz messen und das ist niemand geringeres als WWE Smackdown. Ob und wie sie sich behaupten, werden wir versuchen, in den nächsten Zeilen zu klären.

Menus und die Story....

Das Menu unterscheidet sich schon einmal deutlich zur Konkurrenz. Als Spieler kann man sich in den Exhibitions austoben und die Story nachvollziehen. Dabei bietet die Exhibition mit 9 verschiedenen Spielmodi reichlich Auswahl. Das reicht vom normalen Match oder normalen Tag Team Match bis hin zu den TNA Leckerbissen, wie Ultimate X und Ultimate X FFA.. Natürlich gibt es auch die Submission Matches und Handicap´s. Die Optionen beinhalten neben den üblichen Soundoptionen, auch Zugriff auf die Spieleinstellungen und Steuerung. Über die Spieleinstellungen lassen sich die Schwierigkeitsgrade, das automatische Speichern und das Einblenden der Untertitel regeln. Gerade die Untertitel sind nicht so verkehrt, wenn man sich der englischen Sprache nicht gewachsen fühlt. Da man TNA Impact! neben dem Classic Controller auch mit Nunchuck spielen kann, ist ein schneller Blick in die Steuerungserklärung nicht verkehrt. Wer sich nicht gleich mit der trockenen Steuerungserklärung herumschlagen will, der darf sich unter TNA Extras die Trainingslektionen in Bewegung ansehen. Mit vier Videos bleiben eigentlich keine Fragen offen.

Das Hauptaugenmerk in diesem Spiel ist aber der Story Mode. Bevor wir auch nur einen Move machen können, wird uns erklärt, wer wir sind und warum wir wurden wie wir sind. Einen kurzen Abriss möchte ich auch hier an dieser Stelle machen. Wir schlüpfen in die Rolle von „Suicide", der ein aufsteigender Stern am Wrestling Himmel ist. Bevor er ungeschlagen zum Titelkampf antritt, wird er von zwei maskierten Typen darauf hingewiesen, das er seinen Titelkampf verlieren soll. Natürlich macht er das nicht und holt sich den Gürtel. Backstage wird ihm durch schlagende Argumente klar gemacht, das man das ganze nicht sonderlich gut fand. Halb tot kommen wir Tage später wieder zu Bewusstsein. Neben den körperlichen Strapazen macht uns aber das Dunkel im Kopf mehr Kopfzerbrechen. Ohne jede Erinnerung an unser voriges Leben machen wir uns auf den Weg auf der Suche nach Antworten. Und nun geht es los, aus einen Nobody wieder einen Superstar zu machen.

Das Gameplay....

Das Markenzeichen der TNA ist der 6 eckige Ring. Und der steht sogar in Mexiko auf einer Kirmes, denn dort beginnt unsere Reise. Mit jedem Sieg steigt unser Ansehen und wir bekommen Einladungen zu Matches in die zivilisierte Welt. Das Kämpfen an sich, stellt sich relativ einfach dar. Man hat den A Knopf zum Schlagen, den B Knopf zum Treten, wenn man die beiden in Verbindung mit dem Z Knopf bedient, werden die Aktionen ein wenig härter. Geblockt wird mit dem Kreuz, genau wie das Abklatschen im Tag Team Modus oder dem Pinfall. So weit so gut. Doch leider birgt die simple Steuerung auch Nachteile. So ist die Auswahl an Moves sehr begrenzt. Und wer es gewohnt ist, seinen Kämpfer selbst zu schaffen und dabei eine umfangreiche Move Liste zur Verfügung zu haben, der wird mit diesem Sortiment nicht glücklich. Der Finisher, der eigentlich der krönende Abschluss eines Fights sein soll, entpuppt sich als „laues Lüftchen". Der Gegner (oder wir) schütteln uns einmal kurz, dann wird der Mund abgeputzt und weiter geht es. Da werden viele Smackdown Veteranen verwundert die Augen reiben, aber es nützt nichts.

Die Steuerung an sich ist stellenweise auch mal ein wenig unsauber, was dazu führt, das der eine oder andere Move gar nicht ausgeführt wird, oder man dreimal hinter einander den gleichen Move macht, obwohl man das sicherlich nicht vor hatte. Und das man den Block oder Konter auf das Steuerkreuz gelegt hat, macht im Eifer des Gefechtes auch keinen glücklichen Eindruck. Zwar zeigt einem das Spiel an, wann man das Steuerkreuz für einen Konter drücken muss, allzu oft schaffen es aber die Finger nicht dahin. Mit abwechslungsreichen Moves und gekonterten Aktionen, füllt sich unsere Impact Anzeige und man kann zum Finisher übergehen. Da sich die Anzeige langsam wieder leert, hat man nicht ewig Zeit um die Aktion auszuführen. Der Balken darunter zeigt den Zustand der Wrestler an, der sich stetig füllt, wenn man in die Mangel genommen wird. Ist der Balken voll, kann man ruhig sagen, man steht neben sich. Nun müssen wir mit dem analogen Stick „rödeln", um die Anzeige leer zu bekommen. In diesem benommenen Zustand sind wir leichte Opfer für High Flying Moves und andere schmerzhafte Dinge. Das Figurensymbol zeigt uns schonungslos, welche Körperregionen besonders gelitten haben und wie die allgemeine Befindlichkeit ist. Wenn unser Gegner besonders an den Beinen malträtiert wurde und diese einen rote Färbung angenommen haben, dann sollte man dies bei Submission Griffen berücksichtigen. Denn wenn etwas besonders weh tut, gibt man schneller auf ;-) Bei den Submission Moves wird von den Spielern allerdings noch mehr verlangt. In diesem Haltegriff, erscheinen links in der Ecke Buttonsymbole, die in der Reihenfolge gedrückt werden müssen. Nur so kann man seine Submission vervollständigen oder sich aus ihr befreien. Das ganze schreibt oder liest sich so einfach, wer aber schon zwei Stunden gespielt hat, dem fehlt schlicht und einfach die Konzentration dafür.

Von den 25 Wrestlern müssen viele erst im Storymode frei gespielt werden, was mit der Zeit immer schwieriger wird. Der langsam steigende Schwierigkeitsanspruch wird immer spürbarer und man muss für einen Sieg später das eine oder andere Match noch einmal spielen. Nach einem erfolgreichen Kampf, bekommt man eine kleine Statistik eingeblendet, die einem vermittelt, wie viele Moves oder harte Moves man ausgeführt hat. Die Phase zwischen den Kämpfen bietet für uns Spieler nichts weiter, als noch einmal zu speichern, in den Optionen zu walten oder den Story Mode zu verlassen bzw das nächste Match zu starten. Ein wenig mehr Interaktion hätte ich mir hier schon gewünscht. Da saugt man die Sequenzen regelrecht auf, in denen man über den Fortlauf der Story informiert wird. Der Multiplayer Modus bezieht sich auf das kämpfen in den Exhibitions mit einem Freund. Natürlich kann man sich aussuchen, ob man gegeneinander antritt oder sich in einem Tag Team formiert. Das ist für ein schnelles Match in einer Werbepause sicherlich ganz nett, aber um sich den Abend so vertreiben, reicht das Beileibe nicht aus. Also wird das mit dem punkten auf dem Multiplayer Modus auch nichts.

Grafik & Sound....

Grafisch kann man eigentlich nicht wirklich viel aussetzen. Die Gesichter sind sehr gut getroffen und auch die Bewegungsabläufe sehen recht geschmeidig aus. Die Umsetzung der Moves wirkt auch sehr gelungen. Bei den Einmärschen wünschte man sich noch ein wenig mehr TamTam, mehr Spots und ein bisschen mehr Animationen. Die Zuschauer bleiben auch in diesem Game nur ein nötiges Anhängsel. Auf die scheint keiner wirklich Wert zu legen, das sie auch mal positiv erwähnt werden. Nun ja ...! Was ein wenig stört sind kleinere Clippingfehler und die manchmal unausgewogene Kollisionsabfrage. Manchmal bekommt ein Tag Team Match Züge eines Handicap Matches, weil schlicht und ergreifend der zweite Wrestler nicht an uns vorbei aus dem Ring gehen kann. Das kann mal passieren, sollte aber keine Gewohnheit werden.

Akustisch lebt dieses Genre von harten Gitarrenriffs und dröhnenden Gesängen. Auch TNA Impact! steht in dieser Beziehung in nichts nach. Wer kein Freund dieser Musik ist, hat zum einen, einen schlechten Musikgeschmack ;-), und zum anderen schlechte Karten beim spielen. Die Zuschauer machen beim Fight eine gute Figur, zumindest was die Stimmung angeht. Das größte Übel sind allerdings die Kommentatoren. Viele wünschen sich deutsche Sprachunterstützung – auch ich. Doch nicht in einem solchen Spiel !!! Was anfangs ganz lustig ist, wird beim fünften Match langweilig und beim achten Kampf nervig. Die Samples wiederholen sich ständig und wer zum sechsten mal im Kampf hört :"voll auf die Nüsse", der hat keinen Spaß mehr daran.

Fazit....

Mit TNA Impact! wollte man Bewegung auf dem Wrestling Sektor bringen. Doch noch nicht mit dieser Version. Wer Smackdown liebt, wird TNA meiden. Zu unauffällig schiebt sich dieses Spiel nach vorne. Die Leute wollen ihre eigenen Haudegen erstellen, mit Moves und Gegenständen ausrüsten. Die Story von TNA ist ok, aber das allein fesselt nur kurzfristig und wird mit der unausgewogenen Steuerung auf Dauer nervig. Man kann gute Ansätze erkennen und auch grafisch braucht man sich nicht zu verstecken, aber das reicht heute nicht mehr, um die große Gemeinde der Wrestling Fans zu binden und zu überzeugen. Auch wenn es mir für den „Stinger" und Co leid tut, wenn man mich fragt, Smackdown oder TNA – meine Wahl steht fest. Ich bevorzuge den viereckigen Ring!

 

+ Wrestler Wiedererkennungswert
+ Story Mode
+ guter Sound/Grafik
+ Nostalgie Gedanken
- deutsche Kommentatoren
- keine Spielerkreation möglich
- unausgewogene Steuerung
- zu wenige Modi
- mäßiger Multiplayer
- fehlende Move Abwechslung

GRAFIK: 70%

SOUND/EFFEKTE: 70%

MULTIPLAYER: 50%

GESAMTWERTUNG: 65%

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