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Wii TrackMania Wii
 
 
TrackMania Wii - Wii
Matthias Engert (29.11.2010)

SYSTEM: Wii-PAL
ENTWICKLER: Firebrand
GENRE: Funracer
SPIELER: 1-6(8) Spieler
HANDBUCH: Deutsch
SAVEGAME: 39 Seiten
60HZ-MODUS: Ja
SCHWIERIGKEIT: 1-10
NUNCHUK: Ja(CC)
SPRACHHÜRDE: Keine
ALTERSFREIGABE: USK0
PLII/HDTV: Nein/Ja
TERMIN: Erhältlich
PREIS: ca.35 Euro
KOMPLETTLÖSUNG: Nein
CHEATS / TIPPS: Ja
ONLINE/LAN: Ja/Nein
MII UNTERSTÜTZUNG: Ja

   
Einleitung....

Schön zu sehen, dass es auch 2010 immer noch Serien gibt, die man das erste Mal auf Nintendo's Flaggschiff erleben darf. Das Phänomen TrackMania gehört nun endlich auch mit dazu. Bisher konnte man Kontakt zu dieser Serie neben dem PC, zumindest auf dem DS aufnehmen. Denn schon vor knapp 2 Jahren gab es hier den ersten Handheld Vertreter. Der aus dem Online Gaming Bereich stammende Titel, hat sich über die Jahre immer weiter entwickelt und verfügt daher auch über eine große Fangemeinde, die man nun versucht auch auf der Wii anzusprechen. Spieler mit gewohnten Rennspiel Vorlieben sollten sich dennoch ein wenig umgewöhnen. Denn altbekanntes Grand Prix Gameplay oder Meisterschaften sollte man hier nicht erwarten. TrackMania hat sein ganz spezielles Gameplay, dass man entweder mag oder eben nicht. Ob es euch anspricht, versuchen wir im folgenden Test etwas ausführlicher anzusprechen.

Menus und die Story....

Mit dem Release von TrackMania für die Wii, erleben wir mal wieder ein Produkt der Softwareschmiede Firebrand. Mir fällt da immer wieder der sehr gelungene DTM Race Driver für den DS ein. Ist also keine unbekannte Firma, die sich nun mit dem Thema auf der Wii versucht. Und man kann vorweg schon sagen. Technisch und von den Rahmenbedingungen her, haben sie ein gelungenes Spiel auf die Beine gestellt. In Sachen Bildmodi unterstützt man alle verfügbaren, welche die Wii darstellen kann. Surround Sound wird zwar nicht geboten, kann aber dennoch durch den typischen Trackmania Sound überzeugen. In Sachen Texten und nur die gibt es hier, kommt das Spiel komplett lokalisiert daher. Kleinerer Wermutstropfen ist die Speichernutzung mit 39 Seiten für ein Savegame. Dazu kommt ja auch die Tatsache mit dem integrierten Track Editor, der ebenfalls ein unverkennbares Feature der Serie ist. Neben dem Einzelspieler Modus wartet in TrackMania auch eine Mehrspieler Variante, die man sowohl Offline, wie auch Online vorfindet. Auch dies ist für das Thema Wiederspielwert nicht zu unterschätzen. Wobei es da noch mehr Feature gibt. Aber dazu im entsprechenden Abschnitt noch ein paar Zeilen. Zu guter Letzt punktet das Spiel auch beim Thema Controller. Gerade hier spielt der Classic Controller seine Stärken aus. Zwar auch mit dem Remote / Nunchuk Doppel spielbar, ist es gerade der Controller, mit dem sich das Spiel sehr gut steuern lässt. Eine Story sollte man hier natürlich nicht erwarten. Denn hier geht es nur darum in den reichlichen vorhandenen Events Medaillen zu holen ohne Ende. Ohne irgendeinen Hintergrund geht es hier nur um persönliche Erfolge mit den vorhandenen Fahrzeugen. Mittels der TrackMania Währung, den Coppers, kann man zudem reichlich Belohnungen freischalten.

Unter einer gelungenen rhythmischen Musik startet das Spiel und alles beginnt mit dem Anlegen des eigenen Profils. Hier darf man als Avatar auch seinen Mii auswählen, der aber sonst keine Bedeutung hat. Das eigentliche Hauptmenu ist übersichtlich gestaltet und zeigt euch die 3 großen Hauptmodi an, sowie die 3 erweiterten Menu Punkte. Spielerisch gibt es hier den Einzelspieler, den Mehrspieler Bereich und eben den Strecken Editor. Dazu kommen die Optionen, ein Shop und der Punkt Profil. Hier kann man sich zum einen reichlich Statistiken über sein Off- und Online Spiel anschauen und die Fahrzeuge mit gekauften Skins ausstatten. Der Shop beinhaltet die schon angesprochenen Skins für die vorgegebenen Fahrzeuge, sowie die Möglichkeit Bauteile und Strecken selber zu Kaufen. Zu guter Letzt warten die Optionen auf euch. Hier kann man zum einen Soundtechnische Einstellungen vornehmen, die Steuerung anpassen, Gegner Namen Ein- oder Ausblenden und auch die eigenen Erfolge komplett löschen. Aber wer will das? ;-) Denn eines wartet im Spiel auf jeden Fall auf euch, die ganz spezielle TrackMania Rennspielkost, die euch lange unterhalten kann. Schauen wir also zunächst mal in den Einzelspieler Bereich etwas genauer hinein.

Das Gameplay....

Wählt man den Einzelspieler Modus an, so erwartet euch hier ein weiteres kleines Hauptmenu. Zu Beginn ist hier nur einer von 3 möglichen Hauptmodi anwählbar – die eigentlichen Rennen. Die anderen beiden Modi Plattform und Puzzle schaltet man erst mit der Zeit frei. Wer möchte kann hier auch ein Just for Fun Rennen angehen, bei dem ihr via Zufallsgenerator sofort auf eine Piste entlassen werdet. Auch die eigenen, oder Online herunter geladenen Strecken kann man von hier aus angehen. Also befassen wir uns erst mal mit dem Rennen Modus, der den Hauptteil im Spiel abdeckt. Auch wenn er bei den Strecken den Hauptanteil stellt. Denn satte 200 Strecken bietet das Spiel, auch wenn diese in Sachen Rennlänge oft anderes gestrickt sind, als man dies von herkömmlichen Rennspielen gewohnt ist. Wie schon erwähnt ja nicht der einzige Punkt, bei dem sich TrackMania von der großen Rennspiel Masse unterscheidet. Der erste Kontakt mit dem Spiel ist dann das Zentrum der Action, der sogenannte Rennen Bildschirm. Von hier aus geht man seine Jagd nach spielerischen Erfolgen zunächst an. Dabei erwarten euch hier insgesamt 6 verschiedene Gebiete, die auch derer 6 verschiedener Fahrzeug Typen bieten. Sprich jedes Gebiet fährt man mit einem anderen Gefährt. TrackMania typisch beginnt alles mit dem Buggy, reicht über Rally und Truck Action und lässt euch auch hinter das Lenkrad von Edelkarossen schlüpfen. Alle fahren sich auch einen Tick anders, so das man sich immer wieder ein wenig umgewöhnen muss. Einer der Unterschiede zu anderen Racern ist die Tatsache, das man Fahrzeuge weder dazu kaufen, noch die vorhandenen irgendwie in Sachen Tuning verbessern kann. Das macht später auch den Reiz des Online Modus aus, wo halt wirklich fahrerisch gewonnen und verloren wird. Einzig die angesprochenen Skins lassen die Fahrzeuge optisch anders aussehen.

Der Rennen Bildschirm zeigt euch nun auf insgesamt 9 Seiten die möglichen Inhalte. Eingeteilt n verschiedenen Schwierigkeitsgrade hat man zunächst nur die Trainings Strecken aller Gebiete zur Auswahl. Alle anderen muss man Freischalten. Das geschieht auf interessante und durchaus motivierende Weise. Pro Gebiet gibt es 5 Strecken, die man meistern muss. Dabei kann man alle Strecken mit Gold, Silber oder Bronze abschließen. Insgesamt kommt man so bei allen Strecken auf 468 Medaillen, die man holen kann. Zumindest theoretisch, da dies schon eine kleine Lebensaufgabe darstellt. Hat man nun die Strecken eines Gebietes im Grad Training geschafft, warten danach auf einem höheren Grad neue Strecken in den 6 bekannten Gebieten. Diese werden anspruchsvoller und vor allem länger, was hier eben ein nicht zu unterschätzender Fakt ist. Denn viele Strecken reichen vor allem in den ersten Graden von 15 bis vielleicht 40 Sekunden Länge. Dabei wird schnell klar, dass hier eher die Jagd nach Zehntelsekunden entscheidet, als nun abendfüllende Grand Prix Action. Des Weiteren bietet euch der Rennen Bildschirm eine Statistik über die erfahrenen „Copper" und euren persönlichen Rang. Für stetige Erfolge erhält man Offline die sogenannten Skillpunkte (SP) Über einen Balken wird so, ähnlich einem RPG an Erfahrung gewonnen und bei einer kompletten Leiste steigt man einen Rang auf. Soweit die Rahmenbedingungen im Rennen Modus. Nun wollen wir auch mal schauen, wie sich das Ganze spielerisch zeigt. Wählt man eine der verfügbaren Strecken an, so ist das Prozedere und dazu die Regeln zu Beginn immer gleich. Ziel ist es die angesprochenen Medaillen zu erringen. Umgesetzt ist dies so, dass jede Medaille einer bestimmten Zielzeit entspricht, die man als Spieler unterbieten muss. Dabei fahren auf den Strecken 3 sogenannte Ghostfahrer mit euch. Diese kann man weder anrempeln oder sonst wie beeinflussen. Hält man sich bis zum Ziel vor dem Gold Fahrer, hat man logischerweise diese Medaille geholt. Wer Gold holt, bekommt hier Silber und Bronze gleich mit, so dass man also pro Rennen 3 Medaillen holen kann.

Nach einer erträglichen Ladezeit startet ein Rennen und man sieht das eigene Fahrzeug aus den möglichen 2 Viewpoints in der Startbox. Ist der Countdown zu Ende beginnt das Rennen, ohne das es Hilfen wie einen Frühstart gibt. Jetzt tauchen plötzlich auch die 3 Ghosts auf und die Jagd nach der Bestzeit beginnt. Wobei man auch jederzeit nach einem Rennen den eigenen Versuch als Ghost Speichern kann. Meisterschaften und ähnliches gibt es hier also nicht. Das gibt es in einer abgewandelten Form nur Online gegen Freunde und Gegner aus aller Welt. Auch das Thema Rundenrennen spielt hier nicht die Rolle. Es geht hier auf mehr oder weniger langen Strecken im Rally Stil von einem Start- zu einem Zielpunkt. Wie schon erwähnt macht sich der Classic Controller exzellent bei der Steuerung der Boliden. Je nach Gebiet warten Strecken innerhalb eines Stadions auf euch, in Schneelandschaften, Wüstenpisten, oder auch den Küstenabschnitten, die vor allem grafisch punkten können. Das Salz in der Suppe sind die Streckenführungen, die ebenfalls wenig mit Tourenwagen Spielen zu tun haben. Auch hier dreht sich alles um teilweise abgedrehte Varianten, die selten wirklich geradeaus gehen. Schanzen, Loopings, enge Abschnitte in der Luft, oder mit Beschleunigern gespickte Abschnitte warten auf euch. All dies zeichnet TrackMania viel eher aus. Und davon gibt es reichlich. Klar gibt es auch Strecken, die fast schon als „gewöhnlich" durchgehen. Wirklich nutzen muss man mit der Zeit aber wirklich den kürzesten Weg. Da die Gegner ja auch mitfahren, sieht man schnell, das hier ein möglichst direktes Fahren vonnöten ist. Dabei punktet gerade bei der Steuerung das Lenkverhalten der Boliden. Je nach Fahrzeug kann man Driften, oder auch sehr scharf Einlenken. Beide Varianten sind je nach Strecke auch zwingend notwendig um eine Chance zu haben. Denn mögen die ersten beiden Grade noch gehen vom Anspruch, wird es ab dem dritten Grad durchaus knackig, immer an Gold zu kommen. Und irgendwann entfaltet das Spiel dann eben auch den Wiederspieleffekt, der die Serie auszeichnet. Man holt irgendwo nur Bronze, weiß aber eben genau an welcher Stelle man einen Fehler gemacht hat. Also nichts wie noch mal rein in das Rennen, um zu versuchen es besser zu machen.

Schließlich bringen mehr Medaillen auch dementsprechend mehr Coppers und somit Möglichkeiten im Shop auf Tour zu gehen. Von daher ist es fast schon ein wenig Schade, das man seine Erfolge Offline nur in Sachen Zeiten mit anderen vergleichen kann. Hier bleibt das Mario Kart System einfach unerreicht. Aber das System macht Spaß und fordert den Spieler, es oft eben immer und immer wieder zur probieren. Wobei man im ersten Rutsch natürlich erst mal versucht, überall mindestens eine Medaille zu holen. Das Thema Medaillen bleibt euch auch in den anderen Modi erhalten. Egal ob nun im Puzzle oder Plattform Modus. Beim Puzzle Modus werden eure Fähigkeiten mit dem Editor gefordert. Denn hier gibt man euch zunächst ein halbfertige Strecke und eine begrenzte Anzahl an Bauteilen. Ziel ist es mit diesen Teilen die Strecken zu vollenden und danach ein normales Rennen zu Fahren, bei dem es erneut mit Zeitvorgaben und dementsprechend den Medaillen zur Sache geht. Der Plattform Modus ist auch eine ganz spezielle Herausforderung. Hier hat man unendlich Zeit für die einzelnen Strecken. Das Ziel für die Medaillen ist, hier so wenig wie möglich zurück gesetzt zu werden. Einfaches Beispiel. Die Strecken sind durchzogen von Checkpoints. Macht man im Verlauf der Strecke Blödsinn und fällt z.b. von der Piste ins Aus, so kann man sich jederzeit per Y Taste wieder an den letzten Checkpoint beamen lassen. Nachteil das man eben 1 mal zurück gesetzt wurde. Bronze gibt es hier z.b. nur, wenn man nicht mehr als 10 solcher Momente erlebt hat. Klar das die Strecken hier zum einen länger sind und somit weit mehr Möglichkeiten bieten Unsinn zu machen. Vor allen weite Sprünge, wo man ein bestimmtes Tempo an einem Absprung erreicht haben muss, findet man mehr als häufig vor. Hat aber auch seinen eigenen Reiz und Anspruch.

Dennoch macht auf lange Sicht der Rennen Modus am meisten Spaß. Hier lernt man wirklich nach der richtigen Mischung aus dem kürzesten Weg und dem möglichst konstanten Tempo zu suchen. Denn genau das ist der Schlüssel zum Erfolg. So schön es ist hier zu Driften, bringt es wenig oder man verliert dabei zu viel Schwung, ist vielleicht die Medaille weg. Man muss ein wenig Umdenken, wenn man bisher vielleicht nur mit langen und rundenbasierten Racern zu tun gehabt hat. TrackMania ist da einfach anders gestrickt. Dennoch unterhält das Spielprinzip und kann auch von der Spielzeit überzeugen. Denn ehe man wirklich auf allen Graden und jedem Gebiet Medaillen geholt hat, vergehen Stunden. Und wer sich über die manche Strecken aufregt, der besucht einfach den Editor. Hier hat Firebrand ja schon auf dem DS gezeigt, was möglich ist. Zig Teile für jedes Gebiet, das man im Shop auch erst noch Kaufen kann, eröffnen euch reichlich Möglichkeiten, eigene Strecken anzulegen. Die Tatsache, diese dann auch mit Freunden Offline zu fahren, oder via WFC anderen Spielern zur Verfügung zu stellen, erhöht die Motivation hier auch wirklich Zeit zu investieren. Zwar hier und da etwas umständlich in der Bedienung, gefällt der Editor und erweckt den Strecken Architekten in euch zum Leben. ;-) Alles in allem eine wirklich runde Sache. Vorausgesetzt man steht auf das Spielprinzip. Wer lieber um Meisterschaftspunkte fährt, ist hier eher falsch. Die riesige TrackMania Fangemeinde zeigt aber, welchen Spaß man damit haben kann. Und ab jetzt eben auch auf der Wii mit einem gelungenen Debut.

Grafik & Sound....

Grafisch gehört der Titel auf der Wii zu den besseren Spielen. Natürlich bietet der Titel aufgrund der Wii Hardware nicht den bekannten edlen Glanzeffekt wie auf dem PC, bringt aber das TrackMania Feeling dennoch sehr gut rüber. Mal abgesehen von den vielleicht etwas sterilen Stadion Umgebungen, können alle anderen 5 Umgebungen durchaus überzeugen. Speziell bei allen Strecken der Rally und Coast Umgebung ertappt man sich oft genug bei dem Gedanken, warum macht Firebrand nicht auch einen „normalen" Tourenwagen oder Grand Prix Racer. Wobei aktuell mit Ferrari Challenge ein solcher Titel verfügbar ist. In Kürze gibt’s auch dazu einen Test. Drauf haben sie es allemal. Warme Farben und Texturen, gepaart mit breiten Strecken, klaren und detailreichen Strecken Backgrounds und sehr gelungenen Fahrzeug Modellen machen Lust auf mehr und unterstützen auch das Gameplay auf stimmige Art und Weise. Die Streckendesigns sind TrackMania typisch und bieten angefangen von den einfachen und kurzen Tracks auch die etwas längeren Varianten. Wobei man dafür schon ein paar Erfolge eingefahren haben sollte. Technisch überzeugt TrackMania bis auf wenige Ausnahmen, wo man auch mal ein sichtbares Ruckeln wahrnimmt. Neben der weichen Steuerung mit dem Classic Controller, punktet der hohe Gamespeed, samt der Kollisionsabfrage. Hier hat Firebrand ebenfalls gute Arbeit geleistet.

Der Sound ist ebenfalls sehr typisch für die Serie. Die schnellen Sounds, die oft technisch angehaucht sind, wissen zu gefallen und werden prima ergänzt durch Gitarren Rhythmen und die Fahrzeug Geräusche. Gerade was die Motorensounds angeht, überzeugen die 6 verschiedenen Fahrzeugtypen. Man hört durchaus heraus, mit welchem Typ man gerade unterwegs ist.

Multiplayer/Online....

Der Mehrspieler Modus erlaubt es euch 2-8 Spieler in verschieden Modi am Spiel teilhaben zu lassen. Dabei unterscheidet man hier unter den Offline Inhalten und der Rennaction via Wi-Fi Connection. Unterschiede findet man auch in der Spieler Anzahl. Offline können gleichzeitig 4 Spieler via Splitscreen antreten und im Hot Seat Modus derer 8. Wobei hier eben die Spieler nacheinander dran sind und nicht gleichzeitig. Online sieht das schon anders aus. Denn hier habt Ihr es mit immerhin 5 Gegnern zu tun. Zwar bei weitem keine Mario Kart Verhältnisse, aber dennoch ausreichend um Spaß zu haben. Dabei kann man auch hier wahlweise gegen Freunde oder Gegner aus aller Welt fahren. Interessant dürfte für Ranglisten Freunde die Tatsache sein, dass man Online um sogenannte Ladderpunkte (LP) fahren kann. Diese ergeben nach den einzelnen Rennen auch Platzierungen in den Weltranglisten, so dass auch das Thema Motivation abgedeckt ist. Man fährt also nicht nur einfach so zum Spaß. Man kann Gegner Online auch dauerhaft als Rivale Speichern, um diese später wiederzufinden. Dabei geht es im Mehrspieler ja auch wahlweise auf Strecken mit Anfangs- und Endpunkt zur Sache, oder auch Rundenbasiert. Zum Abschluss darf natürlich das Streckenfeature hier nicht fehlen. So könnt Ihr wahlweise eigene Hochladen, oder euch auch Offline an den Strecken anderer Spieler erfreuen. Ebenso gibt es Inhalte vom Entwickler, die man sich Herunterladen kann. Größer Pluspunkt ist aber die Action gegen andere Spieler weltweit. Auch in einzelne Etappen eingeteilt, geht es hier in 5 aufeinanderfolgenden Events zur Sache. Und alles bringt die wichtigen Punkte für die Online Rangliste. Und technisch gelten die gleichen Maßstäbe wie Offline. Unterschiede gibt es hier glücklicherweise keine.

Fazit....

Alles in allem ist das TrackMania Debut auf der Wii als sehr gelungen anzusehen. Klar ist es nicht jedermans Sache, auf den oft kurzen Strecken zu agieren. Auf der anderen Seite ist was man spielt technisch gelungen und bietet reichlich Abwechslung, der knackig kurzen Art. Passende und gut gestaltete Umgebungen, einem hohen Gamespeed, samt der wirklich guten Steuerung zeichnen den Titel aus. Der gute Mehrspieler rundet diesen gelungenen Eindruck ab. Spieler die lieber auf Meisterschaften, Tuning und Tonnen an versteckten Fahrzeugen stehen, sind hier eher falsch. Wer auf knackigen Anspruch auf eher kurzen Strecken steht, ist dagegen richtig bei TrackMania. Denn hier zählt vor allem die Jagd nach der fehlenden Zehntelsekunde. ;-) Ein Vergleich mit einem Need for Speed wäre z.b. völlig absurd. Wem das Spielsystem hier liegt, sollte aber zugreifen. Vergleichbares in der Form gibt es eigentlich nicht auf der Wii.

 

+ Steuerung/Möglichkeiten
+ 6 Gebiete/Streckenvielfalt
+ Jagd nach Zehntelsekunden
+ Gelungener Onlinemodus
+ Hoher Wiederspielwert
+ Ausladender Editor
+ Komplett Deutsch
- Ruckelt hier und da
- Nichts für GP Modus Fans

GRAFIK: 74%

SOUND/EFFEKTE: 74%

MULTIPLAYER/WiFi: 80%

GESAMTWERTUNG: 75%

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