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Wii Tony Hawks Proving Ground
 
 
Tony Hawk's Proving Ground - Wii
Matthias Engert (29.01.2008)

SYSTEM: Wii-PAL
ENTWICKLER: Page 44 Studios
GENRE: Skateboarding
SPIELER: 1-2 Spieler
HANDBUCH: Deutsch
SAVEGAME: 17 Seiten
60HZ-MODUS: Nein
SCHWIERIGKEIT: 1-7
NUNCHUK: Ja
SPRACHHÜRDE: Keine
ALTERSFREIGABE: K.E.
PLII/HDTV: Ja/Nein
TERMIN: Erhältlich
PREIS: ca.40 Euro
KOMPLETTLÖSUNG: Nein
CHEATS / TIPPS: Nein
ONLINE/LAN: Nein/Nein
MII UNTERSTÜTZUNG: Nein

   
Einleitung....

Zum Start der Wii Konsole im Jahr 2006 bekamen die Spieler gleich als Launch Titel einen Tony Hawk Titel. Das ungewöhnliche daran war die Tatsache, das gerade für die Nintendo Plattformen das Gameplay und damit der Titel an sich mal etwas anderes bot. Bekamen die anderen Plattformen mit Project 8 fast schon gewohntes Gameplay, dürften wir mit Downhill Jam einer eher als Racer designten Skater Titel zocken. Schlecht war der Einstand nicht und bot eben aufgrund des etwas anderen Gameplays durchaus eine Menge Spaß. Dennoch sehnte man sich als Tony Hawk Fan doch irgendwie nach gewohnter Trick Action der alten Machart und das Warten auf Proving Ground begann. Denn schnell war klar das dieser Titel wieder an das alte Trick Action Gameplay anknüpfen würde. Auch wenn Downhill Jam schon einen kleinen Vorgeschmack auf Trick Action pur bot, erst mit Proving Ground konnte man wirklich sehen, was in dieser Hinsicht mit der Wii Steuerung möglich sein würde. Also schauen wir ein wenig intensiver auf die Inhalte im aktuellen Tony Hawk Titel.

Menus und die Story....

Eine Entwicklung ist allerdings mittlerweile bei vielen Spieletiteln zu sehen. Gerade was die "Main Games" angeht, geben viele Publisher die Entwicklung an Drittfirmen ab und lassen nicht mehr nur die Haus und Hof Entwickler an den Programmcode. Tony Hawk für die Nintendo Konsolen ist ein gutes Beispiel. War früher nur Neversoft für die Umsetzungen verantwortlich, ändert das sich schon bei Downhill Jam, wo die Softwareschmiede Toys for Bob verantwortlich war. Auch im aktuellen Titel ist das nicht anders. Denn entwickelt wurde die Wii Version von den Page 44 Studios. Eine Entwicklerfirma, die eher unbekannt ist. Leider sollte sich dies an vielen Stellen des Spiels durchaus bemerkbar machen. Das beginnt schon bei den technischen Fakten. Proving Ground ist hier selbst gegenüber Downhill Jam ein klarer Rückschritt. Einzig im 50Hz Modus kann man das Spiel angehen, was man dem ganzen ansieht und auch anmerkt. Hier für 2 Spieler gemacht ist der positivste Punkt noch die Sprache, die sowohl was Texte als auch Sprachausgabe angeht, komplett in deutsch daherkommt. Auch der Surround Modus ist in meinen Augen nur auf der Packung vorhanden. Im Spiel kommt davon wenig rüber. Bei einem Vergleich mit SSX Blur, liegen zwischen beiden Spielen in diesem Bereich Welten. In Sachen Wii Speicher werden euch hier immerhin 17 Seiten abgeknapst. Beim Thema Story gleicht das ganze vielen Tony Hawk Spielen. Wieder seid Ihr als Spieler in der Rolle eines Rookies und dürft euch in verschiedenen Kategorien die Sporen verdienen. Etwas vergleichbar mit den Underground Spielen werdet Ihr inhaltlich mehr erleben als nur das reine Skaten um Geld und Ehre.

Der Start in das Spiel ist typisch und beginnt mit einem erneut witzig gemachten Neversoft Vorspann. Eher nebenbei erfährt man wer wirklich für das Spiel verantwortlich ist. Ohne großen Sequenzen oder einführende stimmige Intros landet Ihr auf dem Hauptmenu. Zunächst sehr spartanisch wirkend, könnt Ihr hier die Story für einen Spieler beginnen, im 2 Player Modus Just for Fun mit einem Freund skaten und in den Optionen nach dem rechten sehen. Diese bieten euch angefangen bei den Sound und Anzeige Optionen auch eine Cheats Rubrik. Steuersetups und verstellbare Aktionen findet man dagegen nicht vor. Alles geht nach festen Regeln im Spiel ab und erfordert auch hier das Steuerdoppel Remote und Nunchuk. Mehr könnt Ihr zu Beginn nicht machen und dürft euch gleich in den Story Modus stürzen, der natürlich auch hier wieder den Kern des Spiels darstellt.

Das Gameplay....

Beginnt Ihr eine neue Story dürft Ihr euch zunächst in einem passenden und recht ausladenden Editor euren eigenen Recken zusammenbasteln. Viele Rubriken vom Gesicht über Haare, Kleidung bis zu Ausrüstung sind zudem vielen Dinge abgedunkelt, die man erst über Erfolge in der Story freispielt. Ihr könnt dem Skater einen Namen geben, woher er kommt und natürlich die Stellung auf dem Board einstellen. Am Ende speichert Ihr das ganze und beginnt eure Karriere in der ersten von 10 in sich abgeschlossenen Locations in Philadelphia. Die Locations selber sind fast alle neu und bieten daher Neuland beim Thema Entdeckung der Möglichkeiten und Umgebungen. Anfangs steht euch nur eine Location zur Verfügung, während die anderen erst über Erfolge im Story Modus freigespielt werden. Proving Ground ist zunächst spielerisch wie schon erwähnt an die alten Level Varianten angepaßt. Das heißt pro Location müßt und könnt Ihr Aufgaben erledigen, euren Skater verbessern und somit in der Rangfolger der Skater aufsteigen, ohne das es dafür eine Wertigkeit oder gar Ranglisten gibt. Das Ziel im Spiel ist es neben dem Vorankommen durch die Locations, verschiedene Stile zu spielen. Über allem stehen dabei Karriere Punkte, welche euch im Spiel vorankommen lassen. Das Thema Stile hat man nun in Proving Ground noch etwas verfeinert und Ihr werdet im Spiel Bekanntschaft mit 3 verschiedenen Stilen machen. Karriere, Riggen und Hardcore. Einfach gesagt stehen die Karriere Aufgaben für Geld und Ruhm, Hardcore für den Trick Skater den alles um ihn herum nicht weiter interessiert und Rigger, bei dem Ihr in jeder Location zum Bauherrn werdet. Allerdings und das ist dann auch positiv zu nennen, muß man nicht alle Aufgaben aller Stile immer komplett lösen um im Spiel voran zu kommen. Wer mit einem Aufgabenstil nicht so recht warm wird, findet eigentlich immer Alternativen in den einzelnen Locations. Sobald das Spiel startet kommt erstmal gewohntes zum Vorschein was die Sichtweise und Steuerung angeht. Ihr seht euren Skater aus der Third Person Sichtweise und könnt per Kreuz Richtungen die Kamera frei um ihn herum bewegen. Was Bildschirmanzeigen angeht ist eigentlich nur der Kompaß wirklich eine feste Größe, der als Linie am oberen Bildschirmrand die Zielpunkte anzeigt.

Innerhalb der Locations stehen hier und da Charaktere herum, oder spezielle Challenge Punkte für eben jene 3 Stilaufgaben. Verschiedenfarbig kann man sich diesen über den Kompaß nähern und weiß immer wo diese zu finden sind. Dazu kommen einige Automaten in den Leveln, die das Urgameplay zu tage fördern. Doch darum kümmern wir uns später. Ein weitere Fakt zu Beginn ist die Tatsache das euer Skater bei weitem noch nicht alle Tricks und Möglichkeiten drauf hat. Gerade im ersten Level werden viele davon über Stilaufgaben freigeschaltet. Das Grundlayout der Steuerung ist aber wie immer. Per 3D Stick gebt Ihr eurem Skater einen ersten Schwung, lenkt damit und beeinflußt die Drehungen in der Luft. Die A-Taste dient erneut dazu in die Hocke zu gehen um Speed aufzunehmen und um beim loslassen zu Springen. Einmal in der Luft stehen euch mit der Zeit alle relevaten Flip oder Grab Tricks zur Verfügung, die man auf unterschiedliche Weise ausführt. Meist nutzt man dafür eine der Nunchuk Tasten samt Stick Richtungen. Mit der Zeit schaltet man weitere Basics frei und darf den Grind und Manual ausführen. Grinden kann man nach dem Sprung via B-Taste auf einen entsprechenden Untergrund, während der Manual via Hoch Runter Bewegung des Sticks ausgeführt wird. Komplett neu ist die Balance Anzeige, die als farblicher Strich über den gesamten Screen geht. Ich für meinen Teil fand hier alten Anzeigen besser. Erste Neuheit in der Trick Action sind hier nun enthaltenen Aggro Moves. Tricks und Bewegungen die man rein mit Bewegungen der Remote tätigt. Beispiel dafür ist der Aggro Push, bei dem man beim normalen Fahren einiges an Tempo aufnehmen kann und einfach gesagt die Beinarbeit beim Abstoßen unterstützt. Nachteil das dies zu gerne mal nicht funktioniert und die Bewegungen der Remote meist ins Leere gehen. Ist aber glücklicherweise einer der wenigen Momente, wo die reine Trick Action nicht so recht funktionieren will. Ebenfalls dabei ist ein abgewandelter Fokus Modus, bei dem Ihr in Zeitlupe durch die Luft segeln könnt. Drückt Ihr in der Luft Z+B läuft alles in Zeitlupe ab und Ihr seht meist nur euer Board samt den Beinen des Skaters. Ihr seid hier aber nicht mehr zeitlich begrenzt, sondern beendet diesen Modus erst kurz vor der Landung und eben wann Ihr es wollt. Wichtig weil auch viele Story Aufgaben auf dieser Variante aufbauen.

Schaut man sich nun die Story Aufgaben an, so fällt auf das immer weniger das Skaten um Scores eine Rolle spielt. Vor allem was die wirklich wichtigen Aufgaben im Spiel angeht. Es sind sehr viele Alternativaufgaben enthalten die vom Sammeln, über das Klettern an Häuserwänden a la Spider-Man reichen, bis hin zu Rempelaufgaben um diverse Charaktere umzuhauen. Mag das ganze sicher etwas erweitern und teilweise auflockern. Ich persönlich hätte mir Storyrelevant mehr Trick Action Aufgaben gewünscht. Natürlich ist auch dieser Punkt enthalten, aber eben mehr um z.b. den Skater zu entwickeln. Denn auch dies spielt wieder eine große Rolle. Ihr könnt hier die verschiedenen Stats wie z.b. Air, Spin oder Grind in mehreren Level Stufen pushen. Allerdings nicht durch Geld oder sammelbare Items, sondern einfach nur in dem Ihr diese Dinge unentwegt ausführt. Z.b.steigt man im Grind Level auf, wenn man einen bestimmten Wert in Sachen Grindlänge erreicht. Macht Ihr viele Air Moves wird die Zeit gerechnet und je öfters Ihr Trick Action aller Arten in der Luft macht um so schneller levelt Ihr hier auf. Besonders was die Balance und Höhe bei Sprüngen angeht ist das ganze wichtig und durchaus passend umgesetzt, das Ihr selber ja für die Level Ups verantwortlich seid. Das System wie man nun Karriere Punkte erspielt ist immer gleich. Wichtig sind hier die 3 Stiltypen und Ihr sucht euch entsprechend farbig umgesetzte Zielpunkte. Hier erwartet euch meist ein Charakter, der nach einer passend gemachten Sequenz samt Sprachausgabe etwas von euch erwartet. Auch hier reicht das ganze von Mach den Trick an dieser Stelle, über Kletter mir in der vorgegebenen Zeit hinterher, bis hin Sammel so und soviel kleine farbige Kugeln ein. Alle Storyaufgaben kann man jeweils in 3 Stufen lösen. Amateur, Profi und Krank. Auch hier ein einfaches Beispiel. Startet man z.b. eine Manual Aufgaben am Startpunkt, so liegen vor euch nun im gesamten 3 Markierungen über eine längere und mal oder weniger schwere Strecke. Schafft Ihr es den Manual bis zur ersten Markierung zu halten, schafft Ihr das ganze als Amateur u.s.w. Je weiter Ihr kommt um so mehr Karriere Punkte gibt es und Secrets in Sachen Editor werden freigeschaltet.

Auch dies ist eigentlich ein positiver Aspekt. Denn viele Aufgaben sind vor allem zu Beginn niemals auf Krank zu schaffen. Einmal weil der Skater noch nicht so gut entwickelt ist und weil man als Spieler eben doch noch ein wenig Üben muß. So hat man mit dem eigentlich immer machbaren Amateur Rang zumindest etwas verdient und kommt langsam im Spiel voran. Karriere Aufgaben beinhalten zudem viele Größen der Szene, die Ihr mit bestimmten Moves an den unmöglichsten Stellen beeindrucken könnt. Es geht dabei auch um Videodrehs, Sponsoren und eben den kommerziellen Erfolg. Bei den Hardcore Aufgaben zählt dann Gottseidank oft auch der reine Score, so das hier Trick Action schon eine große Rolle spielt. Allerdings bieten sie auch das Gegenteil mit den in meinen Augen unpassenden Rempelaufgaben. Nach Zeit mittels nach vorn Bewegung von Remote und Nunchuk müßt Ihr hier Typen umhauen. Zum einen läßt hier wie bei den Aggro Moves das Timing arg zu wünschen übrig und zum anderen nerven diese Missionen auch noch mit Gegenwehr. Klingt blöd, nervt aber tierisch wenn man kaum noch Zeit hat und euch die Typen andauernd zu Boden hauen. Das schnelle Aufstehen wie früher ist nämlich nicht mehr vorhanden und so kostet das Zeit und Nerven. Der dritte Stil ist das Riggen. Ebenfalls neu dürft Ihr hier als Bauleiter in den Levels Hand anlegen. Sobald Ihr das Rigger Menu freigeschaltet habt, geht es in diesem Aufgaben darum, an Stellen wo eigentlich nichts zum Skaten ist, etwas hinzubauen und zu benutzen. Gutes Beispiel sind die Automissionen. Einige davon gibt es in der jeweilgen Location und das Ziel ist es diese zu überspringen. Allerdings ist weder davor noch dahinter irgendeine Rampe oder ähnliches. Und mit reiner Sprungkraft kommt man auch nicht drüber. Also fährt man dorthin, drückt die Minus Taste und aktiviert das Rigger Menu. Jetzt hat man wie in einem Skate Editor die Möglichkeit verschieden Baugruppen so zu platzieren, das man die Aufgabe erfüllen kann. Mit der Zeit werden diese Aufgaben durchaus heftig. Über einen Hafenbereich eine Railanordnung so zu bauen, das man in der Luft hängende Objekte in einem Rutsch einsammelt ist schon ein Ding für sich. Dennoch unterbricht es in meinen Augen den Spielfluß etwas.

Die für mich kurioserweise schönsten Momente sind die eher nebenbei zu findenden Automaten. Diese gibt es in mehreren Varianten und lassen euch in die Rolle der Cracks schlüpfen. Während ein Automat einen extrem hohen Zielscore vorgibt, den man nach Zeit knacken muß, gefällt mir der berühmte Tony Hawk 2000 Automat am besten. Aktiviert man ihn so darf man auch in den Locations in Proving Ground das Ur Gameplay genießen. 3x Scores brechen, das geheime Tape finden und wie immer COMBO und SKATE Buchstaben finden. Positiv in allen Aufgaben ist das Feature, das beim Scheitern nicht immer komplett neu angefangen werden muß und man bei Teilaufgaben auch mittendrin nochmal starten kann. Was die Locations an sich angeht sind viele kleiner gehalten als in früheren Tony Hawk Spielen. Zwar gibt es dafür Trick Action auf eher kleinerem Raum und dementsprechend viele Möglichkeiten, dafür fehlen oft freie Areale oder große Half Pipes um einfach mal die Sau rauszulassen. Viel mehr setzt man hier auf Gaps ohne Ende, kleinere Rampen, Rails ohne Ende und simplere Pipes. Auch so ein Punkt, der mir nicht ganz so gut gefällt. Der Spaßfaktor im Spiel steigt dann ein wenig an, wenn Ihr zumindest alle Facetten mal gesehen und gespielt hat und der Skater so langsam auch in Sachen Stats seinen Namen verdient. Denn schafft man erstmal die Grundaufgaben jeder Location, schaltet man unaufhörlich viele neue frei. Zwar bei weitem nicht alle spielerisch wirklich gehaltvoll, punktet dann durchaus die Menge und man kümmert sich um die, welche einem Spaß machen. Da man im normalen Gameplay auch frei Skaten kann und keinerlei Zeitdruck hat, hebt das den Spaß an. Zumal man eben nicht alles lösen muß um die Locations frei zu schalten und allein dadurch eine ganze Weile schon Abwechslung zu bekommen. Die Schwächen des Spiels liegen neben vielen nicht so prickelnden Aufgaben durchaus auch in der Technik. Auch wenn ich mich dazu noch im Grafikteil äußere, kann man das hier durchaus mal ansprechen. Nicht nur die Aggro und Freien Bewegungen geben in Sachen Timing Anlaß zur Kritik, sondern oftmals die Framerate die gerne mal ins Stottern kommt.

Dazu ist das ganze auch zu gerne mal Absturzfreudig. Speziell wenn Ihr eine Aufgabe gelöst habt und neue Klamotten bekommen habt. Wechselt man direkt von hier aus in das "Eigene Zimmer" hängt sich die Wii zu gerne mal auf. War zumindest bei mir relativ oft der Fall. Glücklicherweise und das sollte man auch hier tun, kann man jederzeit Speichern. Im gesamten fehlt dem Spiel der Kick im Gameplay. Die Sachen die Neu sind kommen oft zäh und teilweise nicht funktionierend rüber. Die gewohnte Trick Action ist zwar gut umgesetzt, aber auch nichts was man nicht schon auf dem GCN erleben konnte. Und speziell bei der technischen Seite muß schon ein bißchen mehr passieren um den Spieler zu überzeugen. Im Vergleich zu den GCN Versionen gibt es hier keinen Grund sich eine Wii nur für Proving Ground zu kaufen. Hier sollte Activision als Publisher aufpassen und dafür sorgen das die Umsetzungen auch ansprechend gemacht sind. Alles in allem ist Proving Ground im Vergleich mit allen anderen Teil mit der schlechteste Tony Hawk Titel.

Grafik & Sound....

Wie schon erwähnt ist der technische und vor allem grafische Teil eine Schwäche des Spiels. Zuerst sorgt die reine Spielgrafik dafür, die auf mittelprächtigen GCN Niveau daherkommt. Wenig zu sehen von Kantenglättung, edlen Effekten und abwechslungsreichen Texturen. Gerade sie geben vielen Locations einen eher sterilen und biederen Touch. Auch wenn der Vergleich etwas hinkt, aber Downhill Jam allein sah um einiges besser aus. Und Trick Konkurrent SSX Blur zeigt Proving Ground ebenfalls klar die Rücklichter. Zudem bietet die Framerate Anlaß zur Kritik. Nicht immer sauber und gerade bei schnellen Richtungswechseln ist immer wieder ein unterschwelliges Ruckeln zu sehen. Was Animationen und sonstige Bewegungen angeht ist Proving Ground nichts besonderes und bietet eigentlich die gleichen Animationen wie die GCN Ausgaben.

Der Sound ist auch so eine Sache im Spiel. Mal abgesehen von den ordentlichen bis guten Effekten was die reine Skater Action angeht, ist hier vor allem die Soundqualität zu nennen. So schön der Sound Track z.b. mit den Beastie Boys auch ist. Klanglich klingen die Stücke sehr blass. Auch der Raumklang ist bei weitem nicht das was man erwarten darf. Gerade in den freien Locations sollte davon mehr rüberkommen. Tut es aber nicht und unterstützt die Atmosphäre leider kaum. Schade auch hier muß das Spiel Punkte lassen.

Multiplayer....

Der Multiplayer erlaubt euch die Möglichkeit gegen einen zweiten menschlichen Spieler anzutreten. Über das Hauptmenu wählt Ihr dabei aus den bekannten Helden der Serie aus und stürzt euch in die jeweils freigeschalteten Locations. Ihr könnt hier entweder nur frei skaten, kleine Trick Turniere ansetzen oder im allseits bekannten LOSER Modus per Combo Gameplay den Gewinner ausskaten. Ohne irgendwelche Anreize bietet der Modus aber nichts was einem Killer Feature entspricht. Auch hier kann man zu den GCN Versionen greifen und hat genauso viel Spaß. Oder holt euch dafür lieber Downhill Jam, der mit Freunden mehr Spaß macht. Auch wenn dort die CPU Fahrer fehlten.

Fazit....

Tony Hawks Proving Ground ist zumindest was die Wii Version angeht in fast allen Bereichen ein klarer Rückschritt. Ob das nun nur an den Entwicklern liegt sei mal dahingestellt. Aber allein die technische Seite gibt oftmals Anlaß zur Kritik. Die Freien Bewegungen und damit eher die Neuheiten in der Steuerung sind oft nicht funktional und das Timing recht schlecht, die Framerate ist nicht ideal und hier und da ruckelt das Spiel im ja nur vorhandenen 50Hz Modus. Blasse Sounds und Gameplay technisch viele Aufgaben, die nicht soviel Spaß machen gehören dazu. Da helfen auch die ordentlichen Basics in Sachen Trickaction oder das wieder gelungene Skater Entwickeln nichts. Was Spaß macht findet man in der Form auch noch auf dem GCN vor. Für Proving Ground braucht man vieles, nur keine Wii Konsole.

 

+ Basic Steuerung
+ Skater Entwicklung
+ Automaten Gameplay
+ 3 Ränge pro Aufgabe
+ Gelungener Editor
+ Komplett Deutsch
- Ständige Ladevorgänge
- Timing Freie Bewegungen
- Technik / Framerate
- Grafisch nur GCN Niveau
- Surround Sound ???
- Inhalte vieler Aufgaben

GRAFIK: 69%

SOUND/EFFEKTE: 63%

MULTIPLAYER: 60%

GESAMTWERTUNG: 60%

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