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Wii Tischfußball 2008
 
 
Tischfußball 2008 - Wii
Jens Morgenschweiss (26.07.2009)

SYSTEM: Wii-PAL
ENTWICKLER: 505 Games
GENRE: Sport
SPIELER: 1-4 Spieler
HANDBUCH: Deutsch
SAVEGAME: 1 Seite
60HZ-MODUS: Ja
SCHWIERIGKEIT: 1-4
NUNCHUK: Ja
SPRACHHÜRDE: Keine
ALTERSFREIGABE: 3+
PLII/HDTV: Nein/Nein
TERMIN: Erhältlich
PREIS: ca.25 Euro
KOMPLETTLÖSUNG: Nein
CHEATS / TIPPS: Nein
ONLINE/LAN: Nein/Nein
MII UNTERSTÜTZUNG: Nein

   
Einleitung....

Der Kickertisch spielte in den Planungsträumen unserer ersten eigenen Wohnung eine genauso große Rolle, wie der Spielautomat und der Billardtisch. Dass sich diese Träume rasch als Schäume erweisen, merkten wir alle schnell. Bloß gut, das es diese kleinen Videospielkonsolen gibt, die uns das gesamte Repertoire an „Jungenspielzeug" handlich und platzsparend ins Haus bringen. So durfte man gespannt sein, wie es sich mit der WiiMote und dem Nunchuk so kickert.

Menus und die Story....

Was sofort auffällt, das Hauptmenu ist sehr übersichtlich und vor allem sehr schlicht gehalten. So haben wir ein Tutorial, ein Zweikampf Mode, die Meisterschaft und die obligatorischen Optionen. Das Tutorial ist hervorragend dafür geschaffen dem Spieler die Handhabung der Stangen – sprich Steuerung beizubringen. Dem Spieler werden bestimmte Dinge, die ihm im Spiel auch begegnen können, vorgesetzt um sie auszuführen. Ob nun ein vertikaler Pass oder ein diagonal Pass oder eben auch der simple Torschuß, alles ist dabei. Nach und nach, schaltet man die anspruchsvolleren Übungen frei. Neben den verschiedenen Möglichkeiten den Ball ins gegnerische Tor zu wuchten, kommen wir natürlich auch mit den unterschiedlichen Steuerungsvarianten in Berührung. Man kann die gesamte Kickeraction nur mit der Fernbedienung spielen oder aber auch erweitert mit dem Nunchuk. Die Drehbewegungen der Stangen werden logischerweise mit der WiiMote ausgeführt. Je nachdem ob wir die Fernbedienung 90° nach links oder rechts drehen, bewegen sich auch die Spielfiguren. Persönlich finde ich die erweiterte Steuerung leichter zu handhaben. Aber das ist wie alles auf der Welt Geschmacksache.

Die User Optionen weichen hier mal ein wenig ab, von dem, was man erwartet. Man kann hier lediglich die Steuerung und Teamoptionen regulieren. Teamoptionen bedeutet, das man sich einen von 8 fiktiven Figuren aussucht und eins von 8 Trikotdesigns. Zu Beginn sind es lediglich zwei, aber wer eine Weile spielt, der wird letztendlich über die gesamte Fülle verfügen können. Die Steuerungseinstellung beziehen sich nur auf die Schubgeschwindigkeit der Stangen und der Drehgeschwindigkeit der Figuren. Das war alles, was es in den Optionen zu erledigen gibt. Doch nun wollen wir kickern.

Das Gameplay....

Zu Beginn scheint ein einfaches Spielchen gegen einen Computergegner ratsam. Wir nehmen den Zweikampf mit den offiziellen Regeln. Bevor wir mit einem Freund ein Doppel veranstalten, sollten wir zumindest ein Spiel alleine absolviert haben, damit wenigstens einer weiß, wie gespielt wird. Nachdem wir uns für einen Slot entschieden haben und festgelegt haben wie stark unser CPU Gegenüber sein sollte, kann es eigentlich losgehen. In einem völlig leeren Raum steht nun der Kicker und wir können das aus dem Tutorial erlernte gleich in die Realität umsetzen. Wenn wir die B Taste gedrückt halten, beginnen die vier Stangen zu leuchten, das Zeichen, das alles Bereit ist. Nun stoßen wir an und versuchen den Ball am Gegner vorbei ins Tor zu befördern. Was natürlich nicht ganz einfach ist. Mit dem analog Stick schieben wir die Stangen hoch und runter in der Hoffnung die Lücke zu finden. Gott sei Dank haben die Gegner die gleichen Probleme. Das größte Hindernis ist es aber, zu verhindern Eigentore zu schießen. Und das geht schneller als uns lieb ist. Man braucht nur einmal die Fernbedienung einmal leicht in die falsche Richtung verkanten und schon wuchtet man den Ball Richtung eigenen Goalie. Gänzlich unbeliebt sind die ungewollten Ballstafetten. Man schießt Richtung gegnerischen Tor, der erste generische Plastikspieler lässt abprallen und der Ball rollt zu uns zurück und mit seiner eigenen WiiMote Rückwärtsbewegung legt man sich das Ei in den eigenen Kasten. Ganz klasse ...!

Wer nach den offiziellen Regeln spielt, wird feststellen, das es ähnlich wie beim Tennis, Sätze gibt. Mit den ersten 5 Toren hat man den ersten Satz für sich entschieden. Die Lichtpunkte oben am Bildschirm zeigen die gewonnenen Sätze an. Nachdem wir uns nun mit einem ersten Spiel an die Schnelligkeit gewöhnt haben, wollen wir nun die Meisterschaft angehen. Auch hier können wir entscheiden, ob wir nach eigenen Regularien spielen wollen oder die Offizielle Version bevorzugen. Seine eigenen Einstellungen kann man nach Spielzeit (1, 5, 15 , 30 min.), Tore (3, 5, 7, 9) und die Spielsätze (1 - 5) treffen. Die Ballauswahl erscheint mir eher sekundär, das alle Bälle recht schnell sind. Obwohl sie ja unterschiedliche Eigenschaften haben. Nun freut man sich auf ein aufregendes Turnier und schwupps, nach 5 Spielen ist schon Schluss. Man bekommt angezeigt, was man freigeschaltet hat und landet wieder im Hauptmenu. Etwas verwundert reibt man sich die Augen, aber da kommt nicht mehr. Zu diesem Zeitpunkt hält die Ernüchterung Einzug. Das ist definitiv zu wenig.

Grafik & Sound....

Bei diesem Spiel von Grafik zu sprechen ist eigentlich vermessen. Die verschiedenen Tische unterscheiden sich lediglich in Form und Farbe, was aber völlig egal ist, da man eh nur die Draufsicht hat. Das die Spielfiguren ein etwas anderes Design bekommen, ebenfalls total egal. Optisch bietet das Spiel das, was man von dieser Genre erwartet - nüchterne Zweckmäßigkeit.

Soundtechnisch kann man sich der grafischen Bewertung anschließen. Ein Titel dudelt die gesamte Zeit aus den Boxen. Soundeffekte sind lediglich bei den Ballberührungen zu vermerken und wenn man ganz genau hinhört, kann man nach einem Tor, ganz leise Zuschauerreaktion wahrnehmen. Aber da muss man schon dicht vor dem TV sitzen.

Multiplayer/Online....

Der Multiplayer lässt vier Leute gegeneinander antreten, wobei man zwei Teams bildet. Was auf geselligen Runden ein echter Renner ist, wird hier aber auch nur schnell langweilig. Da möchte man dann doch lieber richtige Stangen in der Hand halten.

Fazit....

Vom Grundgedanken her, hätte man viel erreichen können. Die Steuerung ist eigentlich für die Wii wie geschaffen, doch dann hätte man das Ringsherum auch noch ein wenig aufpeppen müssen. Der Spielumfang ist ein richtiger Witz, da kann man nichts anderes sagen. Auch äußerlich hätte man das eine oder andere ein wenig attraktiver gestalten können. Die Spielgeschwindigkeit ist recht ok und die Steuerung funktioniert auch, wenn auch manchmal zu sensibel. Die vielen Eigentore fangen irgendwann an zu nerven. Aber das kann man wahrscheinlich noch der eigenen Blödheit zuordnen. Unterm Strich bleibt ein mageres Spiel mit fast keinem Umfang.

 

+ ordentliche Steuerungsansätze
+ ausführliches Tutorial
+ freispielbare Boni
- nur zwei Spielmodi
- keine Spieltiefe
- optisch & akustisch Magerkost

GRAFIK: 40%

SOUND/EFFEKTE: 40%

MULTIPLAYER: 50%

GESAMTWERTUNG: 35%

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