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Wii Star Wars: The Force Unleashed II
 
 
Star Wars: The Force Unleashed II - Wii
Matthias Engert (19.07.2011)

SYSTEM: Wii-PAL
ENTWICKLER: Red Fly Studios
GENRE: Action
SPIELER: 1-4 Spieler
HANDBUCH: Deutsch
SAVEGAME: 1 Seite
60HZ-MODUS: Ja
SCHWIERIGKEIT: 1-5
NUNCHUK: Ja
SPRACHHÜRDE: Keine
ALTERSFREIGABE: USK12
PLII/HDTV: Nein/Ja
TERMIN: Erhältlich
PREIS: ca.35 Euro
KOMPLETTLÖSUNG: Nein
CHEATS / TIPPS: Nein
ONLINE/LAN: Nein/Nein
MII UNTERSTÜTZUNG: Nein

   
Einleitung....

Das Star Wars Thema ist mittlerweile nicht mehr wegzudenken in der Videospiel Szene. Egal auf welche Plattform man schaut, überall haben sie Eindruck hinterlassen. So zumindest der Tenor, wenn man sich die 3 Konsolen Varianten vor der Wii genauer anschaut. Ganz speziell ist vielen sicherlich noch das Factor5 Highlight Rogue Squadron in Erinnerung. Das waren noch Zeiten, wie ich gerne zu sagen pflege. ;-) Doch die Zeiten haben sich auf der Wii Plattform leider geändert. Auch wenn es schon ein paar Vertreter der Star Wars Serie für die Wii gibt, einen richtig bleibenden Eindruck hat dabei bisher kein Spiel hinterlassen. Was durchaus auch etwas heißen will. Denn wie bei anderen Themen auch, bietet sich die Steuerungsphilosophie der Wii für Lichtschwert Action geradezu an. Was man in dieser Hinsicht bisher spielen konnte, war allerdings dann doch eher verbesserungswürdig. Mit das Gelungenste aus dem Star Wars Universum waren da noch die Lego Varianten. Nur sprechen diese nur zum Teil den Yoda und Darth Vader Fan an. Mit der Unleashed Reihe sollte vieles besser werden. Eine so kaum bekannte Story und die angesprochenen Game Play Elemente und Möglichkeiten der Wii. Da muss doch etwas draus zu machen sein. Mit Unleashed II wollen wir euch den letzten Vertreter genauer vorstellen.

Menus und die Story....

Wie immer unter dem Dach der Firma Activision Blizzard erschienen, zeichnet sich mit den Red Fly Studios ein weniger bekannter Entwickler verantwortlich. Also schauen wir was die Jungs aus dem Thema gemacht haben. Technisch machen sie zunächst vieles richtig und der Star Wars Fan bekommt ein komplett lokalisiertes Spiel, das auch über eine ebensolche deutsche Sprachausgabe verfügt. In Sachen Bild Modi stehen euch alle Varianten der Wii zur Verfügung. Schade dass man Soundtechnisch auf Surround Sound verzichtet. Bietet sich in einem Spiel wie diesem ja durchaus an. Speichertechnisch wird gerade mal 1 Seite benötigt, so dass man sich hier keine Sorgen um seinen wertvollen Speicher machen muss. Exklusiv in der Wii Version findet man zudem einen Mehrspieler für bis zu 4 Spieler. Rein auf lokale Action beschränkt, sollten sich Smash Bros. Spieler im entsprechenden Abschnitt dennoch angesprochen fühlen. Beim Thema Story bringt die Serie immer wieder interessantes hervor. So auch diesmal, wo sich wieder alles um Starkiller dreht, den ungewöhnlichen Helden, der in einer Galaxis, die dringend einen Beschützer brauchte, die Flammen der Rebellion entfachte. In der Fortsetzung kehrt Starkiller mit ungeahnten Machtkräften zurück und beginnt eine Reise, um seine eigene Identität zu entdecken und mit seiner wahren Liebe Juno Eclipse wiedervereint zu werden. In Star Wars: The Force Unleashed II ist Starkiller wieder einmal Darth Vaders Schachfigur, doch statt seinen Schützling zum gnadenlosen Attentäter auszubilden, versucht der Dunkle Lord nun, seinen ehemaligen Schüler zu klonen, um so den ultimativen Sith-Krieger zu erschaffen. Die Jagd beginnt: Starkiller ist auf der Suche nach Juno, während Darth Vader Starkiller selbst nachjagt.

Was man in den letzten Monaten gefühlt viel zu oft erlebt hat, erwartet den Spieler auch hier. Oder sagen wir besser, eben nicht. Denn auch Unleashed II kommt ohne große Umschweife zum ersten Menu im Spiel. Sequenzen oder ein stimmiges Intro, sucht man hier leider auch vergebens. Das Hauptmenu kommt dabei auf den ersten Blick etwas spartanisch daher und versteckt einige spielerischen und inhaltlichen Dinge erst mal vor dem Spieler. Zu Beginn könnt ihr hier einzig ein schon gespeichertes Spiel Fortsetzen, oder natürlich wie zu Beginn den Story Modus starten. Erst auf den zweiten Blick entdeckt man übrigens, dass man hier die enthaltenen Levels auch einzeln jederzeit noch mal spielen kann. Einer der Teile, die man zunächst gut vor dem Spieler versteckt. Dazu kommen jetzt die Punkte Mehrspieler und abschließend die Credits. Sieht auf den ersten Blick äußerst dürftig aus, bietet aber dann doch noch ein wenig mehr. Denn unter dem Punkt Story Modus warten neben dem reinen Spielstart, dann auch die anderen Wahlmöglichkeiten. Dann also nichts wie los und die Lichtschwerter gezückt.

Das Gameplay....

Sobald ihr den Story Modus beginnt, entscheidet man sich hier für eines der 3 möglichen Profile, das euch immer den Spielfortschritt und das aktuelle Level anzeigt. Per A-Taste könnte man jetzt sofort loslegen, oder per Steuerkreuz die nicht gleich ersichtlichen anderen Punkte anwählen. Denn so findet man z.B. den Level Select, die Möglichkeit alternative Kostüme zu nutzen, oder aber auch die Optionen. Dazu kann man hier einen Teil von zwei möglichen Upgrade Möglichkeiten anwählen. Die zweite bekommt man später nur im Spiel selber zu Gesicht. Aber dazu später mehr. Freispielbare Cheats findet man ebenfalls in dieser Auflistung, braucht diese aber bei weitem eigentlich nicht. Selbst beim Wiederholen der Levels, bringt das Aufrüsten den Kick. Cheats sind hier irgendwie fehl am Platz. Die Optionen bieten wenige Möglichkeiten. Neben Einstellmöglichkeiten in Sachen Helligkeit oder dem Sound, kann man hier die Funktionen der A und B-Tasten vertauschen. Was durchaus Sinn macht, wie ich euch gleich erläutern werde. Doch nun wollen wir uns dann doch erst mal der Story widmen und endlich die Lichtschwerter sprechen lassen. Startet man den Story Modus beginnt alles mit dem ersten von mehreren Kapiteln, die in sich in verschiedene Levels unterteilt sind. Diese spielt man komplett am Stück hintereinander und sind dabei immer wieder durchzogen von diversen Sequenzen. Qualitativ in Ordnung punkt zunehmend die Sprachausgabe, welche die Story passend vorantreibt. Später kann man jederzeit schon gespielte Levels erneut angehen.

Hintergrund dabei ist vor allem das Finden verschiedener Items in den Levels, die es euch ermöglichen Eigenschaften und Fähigkeiten des Helden zu verbessern. Durchzogen sind die einzelnen Levels von reichlich Speicherpunkten, die zusammen mit den ungewöhnlich umgesetzten Energieleisten zur nicht gerade epochalen Spielzeit beitragen. Zu Beginn verfolgt man als Spieler die Einführung um Darth Vader mit seinem angeblichen Schützling und dessen Flucht. Zunächst werdet ihr allerdings in einem ersten kleinen Tutorial mit der Grundsteuerung verstraut gemacht, die ja auch beim Großteil im Spiel zum Einsatz kommt. Gespielt wird hier in der Third Person Perspektive und stellt schnell fest, das sich der Held mit gleich 2 Lichtschwertern zu wehren weiß. Macht die Kampfaction durchaus ein wenig dynamischer. Innerhalb des Bildschirms werdet ihr dabei von 2 feststehenden Anzeigen unterstützt. Im ersten Teil links oben findet man dabei gleich 3 Elemente innerhalb der Anzeige. Neben der roten Lebensleiste, gibt es das blaue Gegenstück für die Machtenergie und wird abgeschlossen durch die Machtwut-Anzeige. Rechts oben findet man eine Leiste, die aus mehreren kleinen Abschnitten besteht - die sogenannte Kombo-Anzeige. Diese füllt sich beim Kämpfen und je länge ihr es schafft Gegner ohne große Pausen zu erledigen, erhöht sich der Counter und damit auch die Erfahrungspunkte die man erspielen kann.

Besonderheit der Lebens- und Machtenergie-Anzeige ist die Tatsache, dass sich diese selber wieder auffüllen. Und das auch relativ schnell. Sprich wenn man wirklich mal in ernsthafte Probleme gerät, stellt man sich irgendwo in eine Ecke und regeneriert sich wieder. Bildschirmtode sind so eher etwas Seltenes. In Sachen Attacken und Aktionsmöglichkeiten teilt sich das Spiel nun in 2 Teile. Einmal die reine Kampfaction mit den Lichtschwertern und dazu zahlreiche Machtkräfte. Immerhin 10 Stück sind enthalten, wobei man die letzten beiden, den Geistestrick und die Machtwut erst freischalten muss. Die Machtkräfte schöpfen dann ihre Energie aus der gleichnamigen blauen Leiste. Erste Variante ist aber die Lichtschwertaction und wir können uns auch der Steuerung widmen. Hier kommt einmal mehr das Remote / Nunchuk Doppel zum Einsatz. Anders als erwartet wird diese Action nicht mehr über freie Bewegungen ausgeführt, was ja im Vorgänger für eine Reihe interessanter Zubehör Artikel gesorgt hat. Hier wird nur mittels der A oder jeweils B-Taste gekämpft. Je nachdem für welches System man sich entscheidet. Ständiges Hämmern der Taste, samt der Richtung über den 3D Stick des Nunchuk, erzeugen die Attacken auf die Gegner. Dabei gibt es viele Varianten der Schwertaction, die sich zum einen aus der Entfernung und dem Stand zum Gegner definieren und auch dem Spielfortschritt, wo der Spieler mehr Möglichkeiten bekommt. Allerdings ohne das es dafür Tastenkombination gibt. Ebenso wirken sich die Verbesserungen der Lichtschwerter über die angesprochenen Kristalle darauf aus.

Diese speziellen Kristalle sind in verschiedenen Levels versteckt und können über das Pausenmenu jeweils einem Lichtschwert zugeordnet werden. Neben belanglosen Kristallen für die Farbe, gibt es eben auch Aktionskristalle, die z.B. verbesserte Treffer ermöglichen, mehr kritische Varianten, oder auch die Wirkung steigern, sobald der Spieler nur noch über niedrige Gesundheit verfügt. Man kann sich im Pausenmenu ebenfalls darüber informieren, ob und wie viele Kristalle im aktuellen Level zu finden sind. Hat man 10 oder mehr Gegner um sich herum, kommt die reine Kampfaction sehr gut rüber und stellen für Freunde die Hau Drauf Action hier einen Pluspunkt dar, auch wenn es wie schon angesprochen viel stupide Klopperei beinhaltet. Dazu kann man eben zuschauen, wie sich die Kombo-Anzeige stetig füllt und sich vom Jedi über mehrere Stufen bis hin zur Entfesselt-Stufe verändert. Dann gibt es für jeden erledigten Gegner das Vierfache an Erfahrungspunkten. Und die kann man nie genug haben. Verbessern kann man auch die beiden Energieleisten. Auch dafür gibt es in einigen Levels entsprechende Kristalle, die man natürlich immer abseits der normalen Level Wege findet. Auch wenn man sagen muss, die Möglichkeiten vom normalen Weg abweichen zu können, sind sehr überschaubar. Auch hier sollte man keine epischen Level Ausmaße erwarten. Weiterer wichtiger Punkt in Sachen Steuerung ist Plattform Action und Unleashed II wird zum Jumper. Jeweils mittels A oder B kann der Charakter springen und es gilt einmal simple Etagen zu überwinden, aber auch über fahrende Plattformen und ähnliches zu gelangen. Hier zeigt sich dann gerade in solchen Momenten ein weiterer Schwachpunkt im Spiel.

Denn oftmals macht euch die Kamera einen gehörigen Strich durch die Rechnung. Zwar kann man die automatische Variante per Plus und Minus Taste drehen, oder mittels schnellen Drückens der C-Taste hinter den Charakter holen. Bei Zeit- und Bewegungskritischen Momenten wird die normale Variante gerne mal recht hektisch und für das nachjustieren hat man eigentlich keine Zeit. Egal ob man dabei in die Tiefe des Screens agiert, oder auch mal in guter alter 2D Manier von links nach rechts. In der normalen Kampfaction nicht so tragisch, ist man in den Jumper Abschnitten gerne mal ein wenig genervt. Was wäre aber nun ein Star Wars Spiel ohne die Macht. Klar kommt die hier zum Einsatz und dient zum einen für den Kampf, aber auch für viel vielen kleinen Rätsel. Nichts Besonderes in Sachen Anspruch, muss man sie dennoch oft einsetzen. Mal um Wege freizulegen, mechanische und elektrische Abhängigkeiten in Gang zu setzen, oder auch per speziellen Machtblick, normal nicht sichtbare Dinge zu entdecken. Speziell hier gibt euch aber ein Symbol in der normalen Sichtweise immer genau den Ort an, wo man diese Machtkraft einsetzen muss. Also schwer sieht dann eben doch anders aus. Mit der Zeit gibt es so die Favoriten, die man eben oft einsetzen muss. Mal der Machtblitz für diverse Anlagen, der Machtschub mit dem man Objekte und Wände zerstören kann und natürlich der Machtgriff, mit dem man Gegner und Objekte greifen und werfen kann. Ebenfalls oft zum Einsatz kommt der Machtrückstoss, den man z.B. mittels simplen Schüttelns des Nunchuk aktiviert. Die erzeugte Schockwelle schleudert Gegner fort und wird auch als Treffer bei Gegnern mit Schilden oder gepanzerten Elementen gewertet.

Hier kommt dann ein weiteres positives Feature im Spiel zum Tragen. Denn neben der Möglichkeit die Schwerter zu verbessern, geht dies auch bei allen Machtkräften. Hier kommen dann die erspielten Erfahrungspunkte ins Spiel. Jede der 10 Machtkräfte kann man viermal verbessern. Jede Stufe kostet allerdings dann auch immer einen Heidenbetrag an Erfahrungspunkten, so dass man dafür bis zum Ende spielt, um die alle komplett zu entwickeln. Oder man besucht Levels erneut. Diese Verbesserungen wirken sich gut aus und ist auf jeden Fall mehr als nur ein Alibi Feature im Spiel. Schade nur dass andere Dinge den Wert etwas verwässern. Denn der spielerische Ablauf an sich ist ja meist gleich gehalten. Man startet ein Level, kämpft sich kloppend an Gegnern vorbei, überwindet kleinere Geschicklichkeitseinlagen und trifft auf dem recht linearen Weg zum Ende auch mal auf einen Boss Gegner. Durchaus imposant gemacht, haben diese aber eine sehr klare Taktik. Sprich es gibt immer ganz feste Wege um sie zu besiegen. Und da sie auch nicht angepasst kämpfen und auf euer Agieren reagieren, sind sie nicht das Problem. All diese Dinge erzeugen dann diesen etwas zähen und linearen Effekt des Spiels, ohne das es allzu viele Überraschungen gibt. Wenn dann sind es eher negative Dinge wie das Level auf Dagobah. Das Treffen mit Yoda und die eigentliche Level Action sind mit das schlechteste, was es in dieser Hinsicht je gegeben hat. Glücklicherweise die Ausnahme, rennt man hier einfach nur durch grottenhässliche Level Umgebungen, macht eigentlich bis auf das Ende kaum etwas anderes als Laufen und so verkommt dieses Level eher zu einer kleinen hässlichen Story Sequenz.

Was bleibt ist der gelungene Eindruck der Kampfaction an sich, der durch die einfache Steuerung und Dynamik unterhalten kann. Dafür ist es aber auch so ziemlich das Wichtigste im Spiel, was dem Thema Abwechslung nicht gerade zugutekommt. Rätsel oder sonstige etwas anspruchsvollere Inhalte bietet der Titel kaum, so das der Eindruck des seichten Game Plays, das zudem mit 8-10 Stunde nicht ewig lang ist, von Anfang bis Ende vorhanden ist. Von daher sollten sich ältere Gamer hier durchaus nach Alternativen umsehen. Eher die jüngere Generation, die es Bunt und Actionlastig mag, sollte sich hier angesprochen fühlen.

Grafik & Sound....

Im grafischen Bereich bietet der Titel Licht und Schatten. Leider insgesamt aber dann doch mehr Schatten. Fangen wir aber mal mit den gelungenen Teilen an. Beim Thema Effekte punktet der Titel, was vor allem die reinen Kampfeffekte betrifft. Sobald hier Lichtschwertaction an der Tagesordnung ist, und das ist sie nun mal oft, wird die Action durch satte Farb- und Lichteffekte untermalt. Unterstützt wird das aber vor allem auch durch den hohen Game Speed. Gerade bei den Kämpfen. Ist auch atmosphärisch recht gut gelungen. Auch die Boss Gegner und Sequenzen im Spiel sind gut gemacht und bieten im Falle der Boss Gegner teils Bildschirmfüllende Ausmaße. Hier fühlt man sich eher an andere Spiele erinnert. Was mir dagegen nicht so gefallen hat, sind die reinen Umgebungen der Levels. Hier wirkt zwar auch alles sehr farbenfroh, dafür aber auch oft recht einfach gemacht, was die Texturen angeht. Dazu ist kaum etwas animiert, was diesen Teil dann sehr steril erscheinen lässt. Grafisch wie auch spielerisch mit dem negativen Ausrutscher - dem Dagobah Level. Dunkel, einfachste Grafikumgebungen, so gut wie keine Details und auch spielerisch mit einem bisschen Lauferei und Mini Kampfeinlagen sehr dürftig. Ist aber in der schlechten Qualität die Ausnahme. Technisch soweit in Ordnung, bleibt wie im Game Play Teil angesprochen, auch hier die Kritik an der Kamera. Hier hätte wesentlich mehr Feintuning investiert werden müssen.

Beim Sound findet man wenig zum Meckern. Surround wäre halt schön gewesen, zieht den Eindruck insgesamt aber nicht nach unten. Untermalt wird die spielerische Action von typischen Star Wars Klängen, die zu gefallen wissen. Auch wenn oftmals das gleiche Thema vor sich hin dudelt. Effekte sind reichlich vorhanden und was man akustisch umsetzen kann, hat man auch getan. Auch hier wieder durchaus mit dem Highlight Lichtschwert Action. Gelungen ist die Sprachausgabe. Im Spiel bekommt man davon zwar wenig zu hören, dafür geizt man in den Sequenzen damit nicht. Eine ordentliche Betonung rundet den guten Gesamteindruck hier ab.

Multiplayer....

Wie oben schon angesprochen, ist der Mehrspieler eher etwas für den Smash Bros. Fan, als den eingefleischten Star Wars Crack. Würde man die Lichtschwerter heraus nehmen, man könnte meinen Smash Bros. für Arme vor sich zu haben. Denn hier geht es nicht darum im Hauptspiel als Ko-op Partner zu glänzen, sondern es geht in Prügler Manier zur Sache. Teilnehmen können an diesem Modus 2-4 Spieler. Es stehen euch verschiedenen Arenen oder Locations zur Auswahl, die sich natürlich an die Story Schauplätze anlehnen. Danach wählt jeder Spieler einen Charakter aus, die zum Teil noch freigeschaltet werden müssen. Ebenso wie bei den Locations selber, geschieht dies normal über den Fortschritt im Einzelspieler Story Modus. Dabei stehen euch beide Seiten der Star Wars Story zur Verfügung. Wer also schon immer mal mit Darth Vader spielen wollte, bekommt hier die Gelegenheit. Spielerisch geht es hier wirklich nur darum, durch simple Klopperei, die Lebensleiste des Gegners zu leeren. Dabei sind die Areale über Etagen verteilt, was eben an die Nintendo Konkurrenz erinnert. Positiv sicherlich das man bei 4 Leuten auch im Vollbild spielt. Dennoch auf Dauer mit zu wenig Möglichkeiten. Ist eher eine nette Beigabe, ein Killer Feature stellt der exklusive Mehrspieler nicht dar.

Fazit....

Auch mit dem aktuellen Star Wars Titel schafft man es nicht, einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Zu viel ist einfach noch verbesserungswürdig. Zwar punktet der Titel durch die kurzweilige und effektreiche Action an sich, dafür fehlt es in meinen Augen beim Drumherum. Das sehr lineare Game Play, die Umsetzung der Energieleiste und damit einhergehende eher mäßige Spielzeit wirken sich negativ auf den Spielverlauf aus. Abgesehen von einigen Boss Gegnern und kleineren Rätseln, ist es halt doch immer wieder dasselbe, was den Spieler erwartet. Dazu die mäßige Kamera und mancher Geschicklichkeitsabschnitt, wo man auch gerne mal flucht. Gute Ansätze sind ja durchaus vorhanden. Ganz oben zu nennen das Kristall Feature, um neben der Farbe auch verschiedene Verbesserungen der Lichtschwerter zu erreichen. Auch die Möglichkeit alle Aktionen des Helden zu verbessern, gehören hier klar mit dazu. Nur leider reicht das nicht, um den Tiefgang signifikant zu erhöhen. Und selbst wer nur auf den Action Gehalt schaut, bekommt zum einen kein ewig langes Spiel und hat mit den wenigsten Gegnern im Spiel wirklich ein Problem. Für jüngere Star Wars Fans, die einfach nur bisschen herum kloppen wollen, ist der Titel noch in Ordnung, der ältere Star Wars Spieler bekommt hier einfach zu wenig geboten und wird nicht sonderlich gefordert. Also heißt es weiter auf einen Star Wars Kracher warten, der auch ältere Spieler überzeugen kann.

 

+ Dynamische Lichtschwertaction
+ Charakter Entwicklung
+ 10 entwickelb.Machtkräfte
+ Deutsche Sprachausgabe
+ Komplett Deutsch
+ Flüssig spielbar...
- ...aber Linear und zu Leicht
- Fast nur noch Tastenaction
- Umgebungsgrafik
- Kamera bei Jumper Einlagen
- Multiplayer nur Beiwerk

GRAFIK: 67%

SOUND/EFFEKTE: 73%

MULTIPLAYER: 60%

GESAMTWERTUNG: 64%

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