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Wii Lego Star Wars III: The Clone Wars
 
 
Lego Star Wars III: The Clone Wars - Wii
Matthias Engert (23.05.2011)

SYSTEM: Wii-PAL
ENTWICKLER: Travellers Tales
GENRE: Action
SPIELER: 1-2 Spieler
HANDBUCH: Deutsch
SAVEGAME: 4 Seiten
60HZ-MODUS: Ja
SCHWIERIGKEIT: 1-7
NUNCHUK: Ja
SPRACHHÜRDE: Keine
ALTERSFREIGABE: USK6
PLII/HDTV: Nein/Ja
TERMIN: Erhältlich
PREIS: ca.50 Euro
KOMPLETTLÖSUNG: Nein
CHEATS / TIPPS: Ja
ONLINE/LAN: Nein/Nein
MII UNTERSTÜTZUNG: Nein

   
Einleitung....

Seit mittlerweile mehreren Konsolen Generationen sorgen die Lego Bausteine für Unterhaltung der virtuellen Art. Wenn man es sich das Thema immer mal wieder in Ruhe vor Augen führt, auf der einen Seite schon ein Ding, dass dies überhaupt funktioniert. Auf der anderen Seite gut das man diesen Weg gegangen ist. Was bei den ersten Titel noch mehr als belächelt wurde, hat mittlerweile sehr viele Fans und gerade diverse Helden wie Batman oder ein Indiana Jones haben nun schon mehr als genug gezeigt, wie erfolgreiche diese Mischung sein kann. Ganz oben in der Lego Liste steht allerdings das Thema Star Wars. Damit fing alles an und wir feiern mittlerweile schon die x-te Ausgabe. Egal ob für unterwegs oder die heimische TV Konsole. Nach der Handheld Version für den 3DS stellen wir euch hier nun ebenfalls die aktuellste Lego Wii Umsetzung vor. Auch hier spielen die neuen Serien Umsetzungen zu den Clone Wars die Hauptrolle und ihr als Spieler erlebt reichlich Schauplätze, Inhalte und Charaktere aus den Serien. Kein Episoden Game Play, wie man es bisher gewohnt war, sollte man dennoch spielerisch auf nichts verzichten. Schauen wir also rein in die neueste Lego Star Wars Umsetzung.

Menus und die Story....

Wie auch schon für die Handheld Varianten, zeichnet sich auch hier die Entwicklerschmiede Travellers Tales verantwortlich. Auch nichts schlechtes, haben sie ja mit diesem Thema jede Menge Erfahrung. Erschienen ist die Serie natürlich weiterhin unter dem Dach von Activision Blizzard. So muss man sich technisch und bei den Rahmenbedingungen fast keine Sorgen machen. Bildtechnisch können alle Modi der Wii Hardware genutzt werden, während man beim Sound aber leider auf Surround Unterstützung verzichtet hat. In Sachen Texten gibt es eine komplette Lokalisierung, während der Titel einer derjenigen ist, bei dem man eine Sprachausgabe zwingend vermisst. Gerade die zahlreichen Story Sequenzen leiden darunter. Auch hier bietet man euch also nur diverse Laute der Beteiligten an. Punkten kann dagegen der Mehrspieler Modus, der einige äußerst gelungene Features in meinen Augen bereithält, und gerade bei der technischen Umsetzung etwas Bahnbrechendes mitbringt, bei dem man sich fragt warum darauf noch kein anderer Entwickler gekommen ist. Aber dazu später etwas mehr. In Sachen Story bietet man euch hier eine neue Geschichte, oder sagen wir besser, wir begeben uns mal abseits der bekannten Filme in die Weiten des Alls. Denn wie schon erwähnt spielt hier die Clone Wars Serie die Hauptrolle. Ihr als Spieler erlebt hier also die Geschichte der Klonkriege und den Kampf um die neutralen Planeten. Ihr erlebt Abenteuer auf Seiten der Republik und der Separatisten. Dabei wie in der Serie auch, speziell den ersten beiden Staffeln, hier erneut auf eine sehr humorvolle Art und Weise. Dabei müsst ihr weder auf bekannte Schauplätze, oder Charaktere der Filme verzichten.

Dabei ist der eigentliche Start in das Spiel, mal wieder äußerst überschaubar gehalten. Hat man als letztes, wie bei mir der Fall, die 3DS Version noch vor dem geistigen Auge, das Titelbild kommt einem regelrecht "hässlich" vor. Zumindest was die Grafikqualität angeht. ;-) Von hier aus könnt ihr als Spieler einzig 4 verschiedene Profile anlegen, unter denen man später seine Erfolge per Auto Save gespeichert bekommt. 4 Seiten werden euch dafür im Speicher abgeknapst. Also durchaus akzeptabel. Wie immer wird euch anhand einer Prozentzahl angezeigt, wie viel vom eigentlichen Spiel ihr gelöst habt. Wobei einmal mehr diese Zahl nur die halbe Wahrheit darstellt. Die Story durchspielen und 100% in der Anzeige, sind hier völlig verschiedene Dinge. Aber dazu lasse ich mich im Game Play etwas intensiver aus. Wollen wir uns also nicht weiter mit der Vorrede aufhalten und schwingen uns in ein weiteres Bauklötzchen Abenteuer auf der Wii.

Das Gameplay....

Der spielerische Start nach der Wahl eines der 4 Profile unterscheidet sich nun um einiges im Gegensatz zu den Handheld Versionen. Ähneln sich gut 60% der Level Inhalte, so ist der Start und später ein spezieller Story Strang so nur auf der Wii spielbar. Hier im Spiel erwartet euch ohne großartiges Menu Gedöns die erste Mission in einer Gefängnis Arena. Hier lernt ihr die Grundlagen der Sichtweise und Steuerung kennen und dürft die ersten von knapp 150 Lego Charakteren im Spiel steuern und erleben. Erst danach landet man im Zentrum des Spiels, dass auch hier wieder auf Anakin Skywalkers Flaggschiff Resolute zu finden ist. Wie immer in den Lego Star Wars Spielen ist dies die Zentrale, die eigentlich in frei begehbaren 3D Umgebungen alles in Sachen Menus abdeckt. Wenn man so will also ein klassisches Hauptmenu mit allen Modi Möglichkeiten und auch den Optionen, die man per Pausenmenu aufrufen kann. Allerdings findet man hier eigentlich nur Soundeinstellungen, so dass man dieses Thema schnell abhaken kann. Ganz anders sieht es mit den Secret's allein auf dem Flaggschiff aus. Hier muss man Travellers Tales einmal mehr ein Kompliment machen und der Spieler darf sich über die spielerischen Erfolge, nach und nach durch das Flaggschiff wühlen. Viele versteckte Möglichkeiten, abseits der spielerischen Inhalte warten hier auf den Spieler, die in vielen Dingen weit mehr bieten als nur ein paar Kostüme freizuschalten. Allein die Tatsache, den Shop im bisherigen Sinne nicht mehr vorzufinden, muss hier erwähnt werden. Zu Beginn und natürlich auch sonst ist allerdings ein Hologramm Terminal erster Anlaufpunkt. Denn über dieses hier aktivierte Menu könnt ihr direkt zu den spielerischen Möglichkeiten vordringen.

Hier könnt ihr also den reinen Story Modus beginnen, der aber wie schon erwähnt nur einen Teil der Möglichkeiten bereithält. Dazu kommen auch die Einzelmodi und das Thema Multiplayer. Auch wenn ich mich weiter unten dazu noch genauer auslassen. Hier bietet man den Interessierten mehr als nur den schon lange bekannten "Ko-op Modus". Und das will schon was heißen. Ansonsten ertappt man sich nach den Story Missionen immer wieder dabei, wie man versucht alle Türen im Flaggschiff zu untersuchen. Davon gibt es einige und viele öffnet man durch bestimmte Voraussetzungen. Hier greift dann die bekannte Vorgehensweise über das Sammeln bestimmter Mengen an speziellen Items. Ehe man das alles beisammen hat, wie z.B. auch alle Charaktere oder Vehicle, vergehen weit mehr als 25 Stunden. Für den reinen Story Modus reichen dagegen schon etwa 12-13 Stunden. Aber anders als früher bietet das Spiel eben danach viel mehr, als nur den bisher bekannten Modus -Freies Spiel-. Keine Sorge den gibt es auch hier. Aber danach ist eben in The Clone Wars nicht Schluss mit Lustig. ;-) Ok soweit die grundlegende Einstimmung. Auch wie immer ist der Beginn mit 2 Helden, wobei ihr selber einen aktiv steuert, aber per C, 1 oder 2 Taste auch zwischen ihnen durchschalten könnt. Hier geht man übrigens keine Experimente ein und das Spiel wird wie immer mittels Remote und Nunchuk gesteuert. Dass man hier nun kein komplett neues Game Play erwarten darf, zeigen die spielerischen Grundlagen, die man vorstellen kann wie immer. Nicht weiter überraschend ist hier die Sichtweise in der gewohnten Third Person Perspektive, die leicht erhöht über dem Geschehen angebracht ist. Neben der Spielaction zeigt man euch auf dem Bildschirm weitere wichtige und auch bekannte Dinge an. Neben den 4 Herzen, die eure Lebensenergie darstellen, wird auch hier der gerade aktive Charakter angezeigt und eure erspielten Lego Steine, die ja wieder als Zahlungsmittel in verschiedenen Wertigkeiten enthalten sind.

In The Clone Wars haben die Entwickler die Wertigkeit der einfachen farbigen Lego Steine angehoben. Denn man braucht diese nun auch in einigen speziellen Missionen, die für mich sowieso der Kaufgrund schlechthin für das Game geworden sind, und es gibt auch abseits viel mehr Dinge die man kaufen kann. Anders als früher Jagd man hier schnell jedem gelbem und blauem Stein nach. Kann man wirklich nie genug von haben. Ebenfalls schnell lernt man auf dem Schiff so die Grundsteuerung kennen. Gelaufen wird dabei mittels 3D Stick des Nunchuks, während die A-Taste den Sprung abdeckt. Dabei beherrschen Charaktere, wie die Jedis den Doppelsprung, während z.B. ein R2-D2 mit der A-Taste wieder seinen Schwebe Move bekommen hat, mit dem er einige Meter in der Luft fliegen kann, um z.B. Abgründe zu überwinden. Die Z, aber auch B- und C-Taste dienen für alle möglichen Interaktionen mit der Umgebung und Lassen euch, je nach Charakter, deren spezielle Aktionen ausführen. Auch hier mit den gewohnten Beispielen, wie den Jedis mit der Möglichkeit die Macht zu nutzen. Die B-Taste ist mit, die am häufigsten genutzte Funktion. Sie deckt alle Arten der Attacken der Charaktere ab und ihr bekommt so die Möglichkeit z.B. die Lichtschwerter sprechen zu lassen, oder aber auch alle möglichen Arten von Fernwaffen. Auch hier gibt es Dank der Unmengen an Charakteren mehr als genug Möglichkeiten. Und auch hier machen die neuen Taktik und Strategie Missionen einen unglaublichen Motivationsfaktor aus. Ebenso bietet die B-Taste hier und da auch noch spezielle Möglichkeiten. Hält man die B-Taste gedrückt, erhält man auf dem Bildschirm ein Fadenkreuz, bei gleichzeitigem Stillstand des Charakters und kann so entfernte Ziele und Mechanismen anvisieren.

Aber greifen wir dem Geschehen nicht vor. Der wichtigste Punkt im Spiel ist aber die Mission Wahl. Über ein Hologramm umgesetzt, kann der Spieler hier zu den Missionen gelangen. Neben den neuen, sind natürlich auch alle bereits gespielten wählbar. Kommt ja nicht von ungefähr, da auch die dieser Teil einen sehr hohen Wiederspielwert hat. Schauen wir uns also das Ganze mal ein wenig genauer an. Die Art & Weise der Wahl ist nun ein wenig anders als früher, im Episoden Game Play. Das im Spiel an die 60 Missionen warten, ist so nämlich nur die halbe Wahrheit. Denn nur ein Drittel davon spielen auch innerhalb der Story. Der Rest verteilt sich auf Einzel- und Bonusmissionen, die aber im Falle der Strategie/Taktik Missionen einfach nur geil gemacht sind. Die reinen Story Missionen sind aufgeteilt auf 3 Story Stränge, die euch an die verschiedenen Locations führen und diverse Bösewichte als Hintergrund haben. Egal ob Count Dooku oder z.B. General Grievous. Über jeweils 6 Missionen erstrecken sich diese Stränge, ehe man nach jedem den Abspann der Entwickler zu Gesicht bekommt, um danach auf dem Flaggschiff weitermachen zu können. Die einzelnen Missionen wählt man ganz bequem über ein Art Planetensystem, so dass man hier immer weiß wo man gerade ist. Eingestimmt vor jedem Level wird man im Spiel über ordentliche Sequenzen, die euch immer wieder neu in die Geschichte einführen und diese auch vorantreiben. Schade eben dass keine Sprachausgabe vorhanden ist. Die fehlt mir persönlich hier sehr und hätte der Atmosphäre sehr gut getan. Im ersten Durchspielen einer Story Mission seid ihr wie immer in Sachen Charakteren gebunden und das Spiel gibt es euch festgelegte Racker an die Hand. Erst wenn man ein Level komplett gelöst hat, darf man das bekannte Freie Spiel nutzen und sich seine Truppe, zumindest in Teilen selber zusammenstellen.

Grund ist erneut das Feature, dass man beim ersten Durchspielen bei weitem nicht alle Secrets erspielen kann. Es fehlen einem einfach die passenden Charaktere und deren spezielle Fähigkeiten. Erst wenn man die zur Verfügung hat, kann man die Levels erneut angehen. Und mit knapp 150 enthaltenen Charakteren des Star Wars Universums, ist genug Potential im Spiel vorhanden. Nach der einführenden Sequenz, erhält man die Kontrolle über den Charakter. Wie immer auf den TV Versionen sind alle aktiven Helden zu sehen. Neben dem aktiv gesteuerten läuft der oder die CPU gesteuerten mit euch herum, auch wenn sie mal wieder in Sachen KI zu wünschen übrig lassen. Stehen oft genug wieder nur gelangweilt in der Gegend herum. Neben Blaster Charakteren, die auf die Entfernung angreifen, sorgen Lichtschwert Helden für die Nahkampfaction und die Charaktere wie R2-D2 für das Lösen kleinerer Rätsel. Die Ziele in den Missionen sind immer wieder verschieden, was auch am Game Play selber liegt. Denn neben den typischen Jumper Abschnitten, gibt es auch einige Flugeinlagen in den Weiten des Alls. Mal müsst Ihr einen Endpunkt erreichen, während in anderen das Zerstören oder Eliminieren bestimmter Ziele die Aufgabe ist. In den Laufmissionen spielt sich nun vieles wie in einem oft gespielten Action Game. Reichlich Gegner wollen euch am Vorankommen hindern und euch kommt so einiges an Kanonenfutter entgegen. Dabei ist auch die KI aller Gegner nicht besonders hoch und wirklich Probleme, an Gegnern vorbei zu kommen, hat man nicht. Auch die speziellen Boss Gegner sind nicht wirklich ein Problem.

Hier wie bei so ziemlich allem, was nicht irgendwie Niet und Nagelfest ist, dürft Ihr nun die Sau rauslassen und findet unter fast allen zerstörbaren Umgebungsobjekten die sammelbaren "Lego Münzen". Die Aufgaben in den Levels sind dabei natürlich an eure Charaktere angepasst. Gutes Beispiel sind die Jedi Ritter, welche Mittels Z-Taste die Macht auf alle möglichen Objekte ausüben können, solchen die z.B. per Seil Vorsprünge nach oben klettern können oder den Blaster nutzen, um bei entsprechender Gegnerschaft auf die Entfernung ballern zu können. Das Feature der Charakter Eigenschaften kann man anhand einiger kleiner Beispiele gut erklären. Ihr findet Türen die nur bestimmte Charaktere öffnen können. Ein Bild an der Tür zeigt euch dabei, um wen es sich dabei handelt. Alles was man beeinflussen kann, schimmert ein wenig und hebt sich so etwas von der Umgebung ab. Im Falle der Jedi Charaktere übt man damit die Macht aus und hat so immer die Spezialfähigkeit der Charaktere zur Hand. Die entsprechenden Charaktere die mit der Macht umgehen können, haben nun die Möglichkeit die Umgebung neben der Attacke zu beeinflussen. Insgesamt sind weniger Rätsel enthalten, die man als solche auch durchgehen lassen kann. Humorvolle Action mit reichlich machbaren und flüssig spielbaren Geschicklichkeitseinlagen sind hier wesentlich häufiger anzutreffen. Viele Gegner aus dem Star Wars Universum erwarten euch dabei und trachten dabei nach dem, was oben links zu sehen ist. 4 Herzen, die eure Lebensleiste darstellen und bei einem Treffer eines davon immer geleert wird. Hier kommt ein weiteres Feature zum Tragen, das mir wieder sehr gefallen hat und auch jüngeren Spielern nicht den Spaß am Spiel versaut. Das Spiel bietet an sich weder Rücksetzpunkte, noch ein Lebensfeature.

Sind alle Herzen einmal verbraucht, so wird euch zwar etwas an Geld abgezogen, dafür werdet Ihr gleich wieder neu abgesetzt. Man sollte also immer dafür sorgen, genug Kleingeld dabei zu haben, was aber ob der vielen Möglichkeiten daran zu kommen, nicht das Problem ist. Eingeteilt in verschiedene Akte, sind die Levels größer als früher um Erfolge zu haben, oder eben Mist zu bauen, auch wenn das wirklich selten ist. Habt Ihr ein Level einmal gelöst könntet Ihr es jederzeit wieder besuchen. Dann gibt es neben dem Story Play auch den Modus -Freies Spiel-. Der Clou ist nun, dass Ihr alle bis dahin erspielten und gekauften neuen Charaktere mitnehmen und selber wählen könnt, was im Story Game Play ja nicht geht. Und hier kommt man durch die Charakterwahl auch an alle versteckten Items oder Bauteile auch heran. Denn man fragt sich anfangs schon wie man die als ein Spielziel vorhandenen 130 goldenen Legosteine bekommen soll. Denn 1 bekommt man zunächst immer, nämlich nach dem Durchspielen einer Mission. Alle anderen erhält man z.B. wenn man den "Wahrer Jedi" Zustand in einem Level erreicht, alle Minikit Teile findet, oder eine bestimmte Anzahl an temporären Zielen zerstört. Ein Level bietet z.B. 10 versteckte Terminals. Findet man alle und zerstört diese, gibt es eben auch eines der begehrten goldenen Teile. Nötig sind diese, um auf dem Flaggschiff alle Etagen und Türen zu erreichen. Hier findet man dann nämlich den Editor, spezielle Bonus Level und den Hangar, in dem man sich bis zu 50 Vehicle anschauen und käuflich in seine "Garage" holen kann. Und schon bekomme ich ein wenig die Kurve zu den genialsten Inhalten im Spiel - den neuen Taktik und Strategie Missionen.

Lego Star Wars like spielen diese natürlich auch in Echtzeit, entwickeln aber einen ungemein hohen Suchtfaktor und waren auch bei den Bonusmissionen bei mir nach dem Ende der Story der Anlaufpunkt. Denn glücklicherweise gibt es genug davon. Im Dooku Strang gibt es sie aber auch innerhalb der Story. Und im Gegensatz zu den Bonus Missionen, wo leider auch ein Zeitfeature eine Rolle spielt, kann man sich hier Zeit lassen. Einfach gesagt spielen sich diese Missionen wie ein Warcraft oder Starcraft Szenario, bei dem ihr Einheiten und Basen bauen müsst, um die Gegner zu besiegen, aber die Einheiten selber live besteigen und nutzen könnt! Hier werden eure eingesammelten Lego Münzen gleich live im Level genutzt. In riesigen 3D Arealen spielt das Ganze. Dabei geht es hier um Bauten, Geschütze und mobile Einheiten. Natürlich alle aus dem Star Wars Universum. Ein Kartenbildschirm zeigt euch schnell über farbige Kreise an, wie viele Basen maximal möglich sind. Neben eigenen gibt es die der Gegner und neutrale, die man schnell einnehmen sollte. Ihr agiert hier mit euren zunächst zugewiesenen Bodentruppen, nutzt diverse Gleiter, die immer wieder neu generiert in der Gegend herum stehen, und müsst versuchen schneller zu Bauen und Stärker zu werden als der Feind, der zu Beginn einer solchen Mission immer viel mehr Ressourcen und Einheiten zur Verfügung hat. Pro Basis die eigentlich zunächst nur aus einer kreisrunden markierten Fläche besteht, können bis zu 3 verschiedene Bauten aufnehmen. Wahlweise Geschütze, Kasernen um Bodentruppen zu generieren und zu guter Letzt "Fabriken" für schwere Einheiten wie AT's oder auch Panzer.

Alles kostet ohne Ende, so dass man hier nicht bauen kann wie man will. Man sollte möglichst versuchen gegnerische Gebäude und Einrichtungen, oder diverse Landschaftsbauten zu zerbröseln um an Geld zu kommen. Dabei greifen viele Abhängigkeiten. Bestimmte Gebäude und Einheiten des Gegners sind nur mit speziellen eigenen Waffen und Vehiclen zu zerstören und selbst die Aufbaustrategie geht erst nach und nach vonstatten. Denn über ein Bau Menu hat man hier Zugriff auf die einzelnen Kategorien. Dabei bekommt man immer neue Möglichkeiten dazu, je mehr Basen man sein Eigen nennt. So tummeln sich hier mit den Bodentruppen hunderte bis tausende Einheiten, auch wenn gerade bei den Bodentruppen viel gescriptet ist. Aber es macht einen sehr großen Spaß und ist für mich der Kaufgrund für The Clone Wars auf der Wii. Das Aufbau Genre hat einfach was und zumindest als Bestandteil hier jede Menge Spaß zu bieten.

Grafik & Sound....

Grafisch muss man schon ein wenig differenzieren und auch The Clone Wars ist in der Lego Grafik nur bedingt etwas fürs Auge. Auf der einen Seite gibt der Lego Stil nicht mehr her, dennoch wären hier und da vielleicht ein bisschen mehr edle Umgebungen oder Glanzeffekte möglich gewesen. Selbst die Effekte bei Explosionen sind eher etwas mau und so auch auf dem GCN schon zu sehen gewesen. Natürlich bietet der Stil auch seinen Reiz und Star Wars Charaktere sehen hier auf eine gewisse Art immer wieder äußerst knuffig aus. Denn den gewissen Humor in Sachen Bewegung und Mimik hat man ebenfalls wieder gut hinbekommen. Technisch gibt es daher auch nichts zu bemängeln. Egal ob Laufmission oder actionreiche Flug Mission. Das ganze läuft sehr flüssig und eigentlich ohne Fehler ab. Etwas auffällig ist die grobe Darstellung gerade in den spielerisch sehr gelungenen Strategie Missionen. Hier merkt man trotz der teilweise gescripteten Abläufe der Bodentruppen, dass schon einiges darzustellen ist. Glücklicherweise ruckelt es aber nicht. Was hier und da ebenfalls wieder sehr markant auffällt, ist die mangelnde KI der CPU Mitstreiter, die hier einfach nur blöd in der Gegend herum stehen. So nimmt man dem Ganzen ein wenig die Dynamik in vielen Momenten. Aber machbar ist das Spiel ja auch allein. ;-)

Beim Sound gibt es ebenfalls Licht und Schatten. Genau wie in den Vorgängern fehlt einfach die Sprachausgabe, die dem ganzen Spiel schon noch einiges mehr an Atmosphäre verpasst hätte. Einfach immer nur Laute und stumme Helden sind nicht das Gelbe vom Ei. Schade dass man jetzt keinen Surround Sound mehr bietet. Den hatten die Vorgänger und bietet sich bei einem Spiel wie diesem natürlich an. Dennoch gefallen die Musiken. Logisch wenn man dem Star Wars Thema zugeneigt ist. Denn klar dass alle Musiken aus diesem Universum stammen. Ebenso punkten die Effekte, die oftmals auch sehr satt klingen. Gerade die Flug und Strategie Missionen kann man hier hervorheben. Musik und Effekte sind in Ordnung, dennoch ärgert man sich über die fehlende Sprachausgabe und Surround Sound.

Multiplayer....

Einen klaren Gewinn stellt der Mehrspieler Modus dar. Sogar noch mehr als früher, da man dem Spieler einfach mehr bietet, sofern er einen Freund zur Hand hat. Fast schon normal ist der Ko-op Modus im Hauptspiel, bei dem man jederzeit einen Kumpel ins Boot holen, aber auch jederzeit wieder rausschmeißen kann. Sprich man spielt auch die Story wieder komplett zu Zweit. Und dabei haben Travellers Tales etwas richtig Geniales hinbekommen. Startet eine Mission, befinden sich im Ko-op beide Spieler innerhalb eines Bildschirms. Nun hat man ja bei allen Spielen mit diesem Feature das Problem, dass sobald man sich 1 Bildschirmlänge voneinander weg bewegt, der voranflitzende Charakter abrupt gestoppt wird. Das ist hier ganz anders. Sobald der eine Spieler zu weit entfernt ist, wird automatisch in einen Split Screen geschaltet. Butterweich im Übergang ist das ein ganz feines Feature in meinen Augen. Sind dann beide wieder innerhalb eines Bildschirmausschnitts, geht's wieder im Vollbild weiter. Cool! Warum das so noch keiner gemacht hat fragt man sich? Aber auch die Bonus Missionen sind nun zu zweit spielbar. Und vor allem die Strategie Missionen. Zwar hier auf jeden Fall im vertikalen Split Screen umgesetzt, gibt es Einstellungen vor den Schlachten und beide Spieler dürfen nun genau dieses Aufbau Szenarios auch gegeneinander erleben. Neben dem eh immer gelungenen Ko-op Modus eine wirkliche Bereicherung für die Serie.

Fazit....

Die Lego Clone Wars Umsetzung war eines der Spiele, bei der die Spielspaßwertung mit dem Spielfortschritt einherging. Anfangs dachte ich noch, na ja nichts Neues und halt das typische Game Play. Was ja nichts Schlechtes ist und locker für eine mittlere 70er Wertung gereicht hätte. Denn auch die wichtige Spielzeit überzeugt wieder. Den Kick nach oben schaffte das Spiel durch die neuen Taktik und Strategie Missionen. Auch hier denkt man das zu Beginn gar nicht. Aber es gibt im Count Dooku Story Strang eine solche Mission, die es richtig in sich hat und den Spieler schnell in ihren Bann zieht. Das macht den Titel aus und punktet zusammen mit den viel mehr versteckten Modi Möglichkeiten und Secrets. In Sachen Präsentation und Sound nicht so bahnbrechend, gibt es hier ein dickes Kompliment. Neben den vielen Bekannten Game Play Inhalten genau der Punkt, der den Titel so interessant macht.

 

+ Gewohnt spaßiges Gameplay
+ Boden/Strategie Missionen !!!
+ Dooku Story, Bodenmissionen!
+ Nie Unfair, flüssig spielbar
+ Technische Umsetzung Multipl.
+ Umfangreich durch viele Modi
+ Komplett Deutsch
- Grafisch oft etwas grob
- KI der CPU Mitstreiter
- Surround Sound wäre schön
- Sprachausgabe wird vermisst

GRAFIK: 70%

SOUND/EFFEKTE: 74%

MULTIPLAYER: 80%

GESAMTWERTUNG: 81%

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