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Wii Samurai Warriors 3
 
 
Samurai Warriors 3 - Wii
Matthias Engert (09.06.2010)

SYSTEM: Wii-PAL
ENTWICKLER: Koei/Omega Force
GENRE: Action
SPIELER: 1-2 Spieler
HANDBUCH: Deutsch
SAVEGAME: 12 Seiten
60HZ-MODUS: Nein
SCHWIERIGKEIT: 1-10++
NUNCHUK: Ja(CC, GCN)
SPRACHHÜRDE: Keine
ALTERSFREIGABE: USK 12
PLII/HDTV: Ja/Nein
TERMIN: Erhältlich
PREIS: ca.40 Euro
KOMPLETTLÖSUNG: Nein
CHEATS / TIPPS: Nein
ONLINE/LAN: Ja/Nein
MII UNTERSTÜTZUNG: Nein

   
Einleitung....

Die Geschichte des alten Japan fasziniert wohl viele Menschen und bietet sich aufgrund der Materie der Samurai auch ideal für den Bereich Spiele an. Seit fast schon ewigen Zeiten kümmert sich mit der japanischen Schmiede Koei, einer der Schwergewichte der Szene um dieses Thema. Mittlerweile zum zweiten mal darf man dieses Thema auch auf der Wii erleben. Einmal unter dem Dach von THQ, hat für den aktuellen dritten Teil Nintendo die Publisher Dienste übernommen. Wie schon bei vielen anderen Titeln immer ein gutes Zeichen. Auch ich persönlich bin ein großer Japan Fan und speziell das Samurai Thema fällt hier bei uns auf fruchtbaren Boden. Die Vorfreude war groß und ich war gespannt, mit welchen Umfängen und Tiefgang Teil 3 ausgestattet ist. Eines kann man nach dem Testzeitraum ganz klar sagen, Samurai Warriors 3 ist ein Spiel, an dem Interessierte nur schwer vorbeikommen werden. Was mich dazu bringt und was der Titel inhaltlich und spielerisch bietet, das soll euch der folgende Test etwas näher bringen.

Menus und die Story....

Im Gegensatz zu früheren Versionen hat Koei inhaltlich durchaus einiges dazu gepackt und deckt nun neben Einzelspieler Action ohne Ende, auch einen erweiterten Mehrspieler mit dazu. Zunächst kommen die technischen Details durchaus passend rüber. Denn spielbar ist Samurai Warrior 3 zunächst nur im 50Hz Modus. Was man ihm technisch später eigentlich kaum anmerkt. Dazu kommt ein lokalisierter Inhalt, was die Texte angeht. Nicht ganz unwichtig bei einem Spiel wie diesem, wo Texte und damit die vielen Geschichten eine große Rolle spielen. Die Sprachausgabe hat man dagegen im englischen Original belassen. Nichts schlechtes wie ich finde, kommen doch gerade die tiefen Samurai Stimmen in der hier gebotenen Betonung sehr gut rüber. Wie schon erwähnt bietet der 3er auch Action für 2 Spieler. Neben einem Offline Multiplayer, gibt es auch ein Online Gegenstück. Und positiver weise dreht es sich hier nicht um das Hochladen von Scores, sondern um wirkliches Gameplay. Speichertechnisch fordert man von euch 12 Seiten und punktet mit einer hervorragenden Surround Sound Ausgabe, die sich hier in den "Weiten Japans" natürlich anbietet. Auf die erweiterten Steuermöglichkeiten gehe ich dann im Gameplay Teil genauer ein. Beim Thema Story könnte man glaube ich kleine Romane schreiben. Zeitlich ist der Titel angesiedelt im 16. Und 17. Jahrhundert des alten Japan. Ihr steigt hier ein in die Kämpfe um die Vorherrschaft Japans. Viele, und damit meine ich sehr viele Samurai Heerführer, warten darauf von euch gesteuert zu werden. Wer sein Gedächtnis trainieren will, ist hier goldrichtig. Ein derart hohe Ansammlung an Namen und damit handelnden Personen findet man so wohl selten vor. Könnte man locker einen Aufsatz drüber schreiben lassen, wer zu welchem Klan oder Heer gehört. Hier dreht sich alles um die Kämpfe zwischen den Heeren und deren Samurai. Ihr zieht von einem Krieg in den anderen, schmiedet Bündnisse, oder findet euch in Hinterhalten der Geschichte wieder. Da jeder Charakter im Spiel sogar seine eigene Story mitbringt, habt ihr mehr als gut zu tun, die einzelnen Zusammenhänge wirklich zu durchschauen. Ist aber sehr stimmig gemacht und lässt den Spieler bis zum Ende auch nicht los. Das könnt ihr mir glauben.

Schön das mal wieder ein Spiel mit einem richtigen Intro daher kommt. Mächtig und Heroisch gemacht, samt der passenden Musikuntermalung, möchte man sofort loslegen. Überhaupt findet man reichlich dieser Sequenzen im Spiel, die sich wie ein roter Faden durch alle Modi und Geschichten ziehen. Im Spiel selber greift dann später ein Autosave, was den Spielfortschritt angeht. Nur den hier enthaltenen eigenen Charakter den man erstellen kann, darf man immer wieder per Hand Speichern. So landet man danach auf dem eigentlichen Hauptmenu und weiß gar nicht so recht, wo man eigentlich Anfangen soll. ;-) Oder sagen wir besser, welcher der vielen Modi ragt so ein wenig über den anderen. Nach dem Testzeitraum muss man dem Spiel zugestehen, dass eigentlich alle Punkten und reichlich Inhalt bieten. Über die Spielzeit sollte sich also hier niemand Gedanken machen. 4 reinrassige Spielmodi stehen euch zur Verfügung, die es alle in sich haben. So gibt es zum einen den Story Modus, den Freien Modus, den Punkt Burg Murasame und den Historischen Modus. Dazu kommen die Punkte Dojo und Netzwerk. Der Punkt Netzwerk ist zunächst etwas missverständlich, hat aber eine interessante Bedeutung. Wählt man diesen an, kann man seine Wii dauerhaft "Online stellen". Hat man in der eigenen Freundesliste Einträge, bekommt Ihr eine Nachricht, sobald jemand davon Online ist und eine Runde Metzeln will. Der Punkt Dojo deckt alles mögliche ab. Neben dem Editor für einen eigenen Charakter, findet man hier Belohnungen, einen Shop um Secrets zu Kaufen, damit dauerhaft Freizuschalten und zu guter letzt auch die Optionen. Hier könnt ihr spielerische Dinge anpassen wie z.b. die Kamerasteuerung, die Kartendarstellung oder ob man z.b. die Lebensleisten der Gegner sehen will. Dazu kommen Soundeinstellungen, und natürlich der wichtige Punkt Steuerung, mit dem man seinen bevorzugten Controller auch noch anpassen kann. Mehr als genug um sich endlich auszutoben im Spiel.

Das Gameplay....

So ist es auch gar nicht so einfach, einen der 4 Spielmodi heraus zu greifen. Bieten zwar in sich schon diverse Eigenheiten und Unterschiede, das Gameplay ist aber eigentlich überall gleich. Schauen wir uns am besten einmal den Story Modus an. Es ist zwar der Einzige, bei dem der eigene erstellte Charakter nicht genutzt wird, dafür sorgen knapp 35 andere Samurai Größen für Geschichten und Action ohne Ende. Zu Beginn stehen euch nur ausgewählte Charaktere zur Verfügung, über deren Geschicke ihr vom Start weg wachen sollt. Erst mit zunehmenden Spielfortschritt und den hier dafür notwendigen Tonnen Reis, könnt Ihr weitere Recken Freischalten. Übrigens die Währung im übertragenen Sinne. Und wie schon erwähnt bringt jeder Samurai seine Story mit, sprich ihr spielt sehr oft völlig neue Karten und Schlachten. Dabei ist Samurai Warriors 3 grob eingetaktet ein Live Action Titel mit reichlich Rollenspiel- und Entwicklungseigenschaften. Genau diese Mischung macht den Titel vor allem auf lange Sicht sehr motivierend Spielbar. Gehen wir anhand eines Story Charakters das ganze Prozedere mal durch und ich hoffe euch hier anschaulich vermitteln zu können, was der Titel so zu bieten hat. Beginnt man den Story Modus, erwartet euch zuerst die Charakterwahl. Knapp 10 stehen euch zu Beginn zur Verfügung, aus denen ihr wählen könnt. Jeder mit seiner Handlung und Schlachtabfolge. Alle Charaktere sind zu Beginn auf Level 1 Niveau. Im Verlauf levelt man logischerweise auf und nimmt diese Stärke auch mit in die anderen Modi. Habt Ihr also mit einem Charakter dessen Story Modus durch und seid vielleicht auf Level 25, samt der erspielten Waffen und Ausrüstung, so steht euch genau dieser auch in den anderen Modi in der Stärke zur Verfügung. Wobei ich persönlich sagen muss, nichts geht dort über den eigenen Recken. ;-) Aber dazu später mehr. Der Level 1 Wert definiert auch gleich einige wichtige Stats, die im Verlauf logischerweise mitentwickelt werden. Ganz typisch natürlich z.b. die Werte für Angriff und Verteidigung. Ok, ihr habt euch einen Helden oder eine Heldin ausgesucht, das nächste was folgt ist der Schwierigkeitsgrad. Immer so eine Sache, da man diesen später vor jeder Schlacht neu einstellen kann. Man ist also nicht festgelegt und könnte zwischendurch auch mal einen leichteren einstellen, wenn man sich überfordert fühlt. Man sollte aber ruhig auf den höheren spielen. Nicht nur weil es Anspruchsvoller ist, sondern weil man dafür auch besser Waffen und Ausrüstungen einfach schneller erspielen kann. Man wächst also mit seinen Aufgaben.

3 Grade stehen euch zu Beginn zur Verfügung. Schafft Ihr es in allen Modi eine Schlacht oder eine Szenario zu gewinnen, so erhaltet ihr den versteckten Chaos Grad. Hier solltet Ihr schon genau wissen was ihr tut. ;-) Der mittlere ist aber ideal getroffen wie ich finde und reicht vollkommen aus, um Spaß ohne Ende zu haben. Ebenfalls in der Vorbereitung steht euch ein Schmied zur Verfügung. Zumindest dann wenn Ihr einige Story Schlachten siegreich beendet habt. Dazu ebenfalls später mehr. Bevor man sich nun auf das Schlachtfeld wagen kann, gibt es eine Story Einführung zu jeder Schlacht. Mal in simplen Bildern samt Texten gehalten, aber auch hier und da mittels der gut gemachten Sequenzen. Dann geht es so langsam an das Eingemachte und die sogenannte Schlachtvorbereitung steht an. Hier wird das komplette Gebiet, in dem gleich die eigentliche Action tob, aus der Luft anhand eines Modells gezeigt. Dabei bekommt Ihr Infos wo euer Startpunkt ist, wie man möglichst Vorrücken sollte und ganz wichtig, wo der Feind steht. Oder sagen wir besser die Feinde. Denn selbst innerhalb einer Schlacht warten davon reichlich. Des Weiteren bekommt Ihr Infos ob die kommende Schlacht auch Zeitintensiv ist. Normalerweise habt Ihr 60 Minuten Zeit um die Ziele zu erfüllen. Zwischendurch gibt’s aber auch solche Schlachten die nur 15 Minuten dauern dürfen, oder es geht dann soweit das innerhalb der Schlacht z.b. ein bestimmter Gegner in ein paar Minuten gefunden und eliminiert werden muss. Man merkt schon hier sehr schnell, dass auch Taktik ein überaus große Rolle in diesem Titel spielt. Habt Ihr euch diese Kartenansicht zu Gemüte geführt, könnt Ihr zu guter Letzt auch noch eure Ausrüstung beeinflussen. Und auch da wächst das Arsenal und die Möglichkeiten im Spiel. Kümmern wir uns gleich drum. Bleiben wir also erst mal bei den Basics.

Die Schlacht selber beginnt damit, das es einen kleinen Kameraflug über das Areal gibt. Man sieht schnell, das die 3D Umgebungen äußerst ausladend sind und vor allem Laufend mit dem Charakter einiges in Anspruch nehmen was den Zeitfaktor angeht, wenn man sie durchquert. Nach dem Kameraflug findet man sich in der eigentlichen spielerischen Action wieder und Samurai Warriors 3 zeigt sein wahres Gesicht. Wie schon erwähnt ist es ein reiner Live Action Titel, bei dem Ihr den Helden aus der Third Person Sicht zu sehen bekommt. In dieser Sichtweise steuert ihr ihn logischerweise auch und dürft von nun an eure Waffen sprechen lassen. Gerade im Hinblick auf den kürzlich vorgestellten Red Steel 2, sollte man sich aber schnell vor Augen führen, das der Titel nichts mit Freien Bewegungen am Hut hat. Bei 500 und mehr Gegnern pro Schlacht könntet Ihr sonst wohl auch euren Schwungarm in die Ecke stellen. ;-) Wobei die Zahl nur die erledigten Gegner beschreibt. Begegnen werden euch teilweise mehrere Tausend Gegner auf den Schlachtfeldern, wenn auch nicht alle gleichzeitig. Da wäre wohl jede Konsole überfordert. ;-) Die reine Grundsteuerung ist zunächst relativ simpel und erlaubt es euch auch deshalb, neben dem Remote/Nunchuk Doppel den Classic Controller oder das GCN Pad zu benutzen. Man setzt hier auf ein sehr herkömmliches Steuersetup, was aber in meinen Augen nichts Schlechtes ist. So bewegt man seinen Helden per Stick nach allen Richtungen und hat mit der A-Taste den Standardschlag, mit dem man auf seine Feinde einschlagen kann. Einen mächtigeren, aber langsameren Angriff hat man über Kreuz unten abgedeckt. Ist zunächst etwas gewöhnungsbedürftig, geht aber schnell in Fleisch und Blut über. Hat auch damit zu tun, weil weitere Funktionen eine Rolle spielen, die ja irgendwie auch auf Tasten gelegt sein müssen. So gibt es Spezialfähigkeiten, wie kurzzeitig erhöhte Angriffskraft, die man über die Minus Taste abdeckt, während man mit der Plus Taste z.b. Ausweichen kann. Ebenfalls über das Kreuz sind Items nutzbar um z.b. die Energie zu heilen oder aber Ihr könnt damit euer Pferd rufen. Auch etwas das später intensiviert wird. Die 1-Taste steht für das Karten Feature. Oben rechts wird diese eingeblendet und kann wahlweise in einer Total- oder Zoomansicht aufgerufen werden und bleibt dann auch dauerhaft sichtbar.

Zu guter letzt deckt Remote-technisch die B-Taste den sogenannten Musou-Angriff ab. Eine sehr typische Aktion der Serie, die einen weiteren mächtigen Angriff definiert. Bleiben die Tasten des Nunchuk. Auch diese sind belegt und man kann mit der Z-Taste Blocken und nach dem Hinfallen schnell wieder aufstehen. Die C-Taste wiederum deckt die letzte Angriffsvariante ab, den Geistangriff. Für diesen und die Musou Varianten existieren um das Charakterbild links unten jeweils Anzeigen. Zu Beginn des Spiels stehen euch nur die kleinen Kreise für die Geistattacke zur Verfügung, während bis zu 3 Einheiten für den Musou-Angriff erst nach und nach erspielt werden müssen. Logisch das Gegner das zeitliche segnen müssen, um diese Anzeigen zu füllen. Wenn ich euch jetzt noch erzähle, dass man all dies noch in diverse Combos umgesetzt hat, könnt Ihr euch vorstellen, was bei der Menge an Gegnern und Attacken Möglichkeiten auf dem Screen abgeht. Es ist dann schon eine einzige Metzelei. Neben diesen Anzeigen fehlt dann eigentlich nur noch die eigene Lebensleiste, die man tunlichst im Auge behalten sollte. Denn nur hier im Story Modus kann man auch mitten in der Schlacht mal Speichern, bei den anderen Modi müsst Ihr neu Anfangen oder eben die Schlacht zu Ende spielen. Ausgestattet mit diesem Grundwissen, könnt Ihr euch nun an die Spielziel wagen. Auch da geht das Spiel einen mehr als geilen Weg. In jeder Schlacht gibt es natürlich ein übergeordnetes Ziel, das sich meist dadurch definiert, dass Ihr einen gegnerischen Heerführer und damit anderen Samurai eliminieren müsst. Das sind dann so nach und nach alle, die man auch selber führen kann. Auch das macht es durchaus interessant. Hier heißt es also diese zu Finden. Neben diesem Hauptziel gibt es aber auch abseits einiges zu tun, mit dem man sich selber zum einen Belohnen kann, oder auch die Schlachten selber erleichtert. Alles nicht ganz unwichtig. Auch wenn euch tausende an Fußtruppen entgegengeworfen werden, zwischendrin laufen auch reichlich Offiziere umher. Diese erkennt man an einer entsprechenden Bezeichnung über dem Kopf. Eliminiert man diese, erhält man zum einen neue und teils seltene Waffen und Ausrüstungen, oder einen sogenannten Taktik Bonus. Erledigt ihr z.b. einen Samurai, der mit seinen Truppen ständig eure linke Flanke angreift, so hat sich das Thema mit seinem Tod erledigt.

Und das System geht noch viel weiter. In den Schlachten seid Ihr auch nie allein unterwegs und habt eurerseits auch eigene Truppen mit. Die machen zwar gerne mal was sie wollen, aber ihr könnt sie auf diesem Wege unterstützen. Stichwort Festungen. Die Wege durch die einzelnen Schlachtfelder führen euch zwar meist durch Wald und Wiesenlandschaften. Durchzogen sind diese aber oft von befestigten Stellungen der Gegner. Dort gibt es immer einen Kommandanten. Würde man stur seinem Ziel folgen, hättet Ihr immer mit Hinterhalten und neu auftauchenden Tuppen zu tun. Da eure eigenen Mitstreiter oft auch eigene Ziele verfolgen und an völlig anderen Orten der Karte kämpfen, sind Hinterhalte und ständig neue Gegner nie was Gutes. Also eliminiert man den Kommandanten einer Festung und nimmt sie damit praktisch ein. Sie gehört dann euch und Ihr habt hier nichts mehr zu Befürchten. Gelingt euch das nicht, werdet Ihr ansonsten oftmals zu Hilfe gerufen und müsst eure eigenen Pläne erst mal über Bord werfen. Denn ab und zu darf auch ein bestimmter Mitstreiter oder eigener Offizier nicht sterben, weil sonst die Schlacht als Verloren gilt. Alles Dinge die man hier beachten muss. Die Kampfaction selber geht äußerst flüssig von der Hand und es ist ein einziges Gemetzel. Macht aber ungemein Spaß und man wird motiviert durch reichlich begleitende Dinge. Zunächst mal das Rollenspiel Feature. Jeder erledigte Gegner bringt EP. Wird euch zwar nicht in Form von Zahlenwerten angezeigt, führt aber bei entsprechender Menge zu einem Level Up Live in der Schlacht. Logisch das dann alle Werte des Charakters steigen und man immer mitgeht, was die neue Stärke beim Gegner ausmacht. Noch besser wird es aber dann, sobald eine Schlacht vorbei ist. Dann kommt das große Thema Belohnungen und selbst das RPG Feature nimmt noch mal Fahrt auf. Denn neben den EP in der Schlacht gibt es weitere auch als reine trockene Bewertung nach der Schlacht noch mal. Dazu erhaltet Ihr die Währung im Spiel, die Tonnen an Reis, mit denen Ihr z.b. im Shop neue Charaktere freischaltet. Weiterhin schaltet Ihr den Schmied frei und bekommt nun dargelegt, wofür man z.b. die ebenfalls erspielten Kristalle in zig Wertigkeiten nutzen kann. Denn diese kann man einsetzen um Waffen und Ausrüstungen zu Verbessern. Erinnert ein wenig an PSO und Monster Hunter, da hier ein Art Slot Gameplay greift.

Ihr beginnt im Spiel mit einer eher einfachen Waffe. Erledigt Ihr gegnerische Offiziere, erhaltet Ihr deren Waffen und Ausrüstungen. Wobei man dies auch Ablehnen kann und bekommt stattdessen den Gegenwert in Kristallen. Blut leckt man als Spieler dann, wenn man die erste mächtige Waffe erhält. Nicht nur das ein neues Schwert eventuell um einiges stärker ist als das eigene, es kann auch eine Klasse besitzen wie z.b. Feuer. Das bedeutet später, das im Kampf Feuerattacken unter die Normalen gemischt werden, die natürlich mehr Wirkung beim Gegner zeigen. Oder aber ihr habt die Slots zur Verfügung. Das kann von 1-8 Slots reichen. Diese definieren, wie oft man eine Schwertfähigkeit aufrüsten kann. So findet man vielleicht ein Schwert, das den Wert 1 bei der Fähigkeit Schwertmeister hat. Mittels der Kristalle kann man das aufwerten. Sehr stimmig gemacht. So passiert es relativ oft, das man im eigenen Arsenal mehrere Schwerter des gleichen Typs hat, aber immer wieder ein Neues nimmt, weil es völlig neue Eigenschaften und mehr Slots hat. Das hat mir sehr gefallen und unterstützt die Spieler, die gerne den ultimativen Helden entwickeln wollen. Selbst mein eigener mit Level 40 und guter Ausrüstung ist noch lange nicht dort wo er hin könnte. ;-)) Diese Feature gibt es nun auch für Rüstungen, Stiefel oder Handschuhe. Zu guter letzt schaltet Ihr das Pferd frei. Zwar könnt Ihr von Anfang an in der Schlacht ein Pferd rufen, um Reitend durch die Gegnermassen zu metzeln. Starten könnt Ihr damit nur, wenn diese Eigenschaft freigeschaltet ist. Außerdem ist es euch dann möglich das Pferd eines besiegten Samurai zu Reiten. Nach einer Schlacht dürft Ihr es dann in den eigenen Reitstall einverleiben. Denn auch die Pferde haben eigene Stats, was sich wiederum auf das Gameplay auswirkt. Ich denke ihr könnt euch vorstellen, was allein mit diesen Feature möglich ist. Kleinere Kritikpunkte im Kampf selber sind die KI der Gegner und manchmal ein Übersichtsproblem. Die Kamera dreht recht fix, so das man kurzzeitig mal die Übersicht verliert wo man ist und hin muss. Klingt komisch, ist aber so. Beim Thema KI merkt man schon das viele Gegner, die nicht unmittelbar neben euch kämpfen, eher gelangweilt herumstehen. Einzig die gegnerischen Offiziere sind das was man gemein hin eine harte Nuss schimpft. Die haben es gerade auf den höheren Graden in sich. Dennoch macht das ganze einen ungemein großen Spaß und die Belohnungen und auch lange dauernden Schlachten von bis zu 45 Minuten ohne Action Pause gehören hier ganz klar auf die Haben Seite.

Zwar geht es oftmals auch Nachts zur Sache, aber selbst hier hat man es mit stimmigen Schlachtfeldern zu tun, die ihre Atmosphäre vor allem durch die Massen an Gegnern bekommen. Wenn es ein Spiel gibt bei dem es völlig egal ist, ob die Umgebung animiert ist oder nicht, dann hier. ;-) Außerdem sorgen allein die beide Specials, Geist- und Musou Angriff für reichlich Action auf dem Screen. Nun soll es ja Spieler geben, die lieber einen eigenen Helden zu Ruhm und Ehre führen wollen. Dafür ist der Story Modus ja nicht gemacht. Allerdings gibt es ja noch andere Möglichkeiten. Über den Punkt Dojo könnt Ihr euren eigenen Helden erschaffen. Egal ob Männlich oder Weiblich, könnt Ihr diesen Personalisieren und vor allem in Sachen Kleidung herrlich anpassen. Von der zarten Amazone bis zum mächtigen Samurai Heerführer stehen euch hier genug Möglichkeiten zur Verfügung. Und diese kann man nun im Freien Modus, der Burg Murasame und vor allem dem Historischen Modus nutzen. Level und Ergebnisse die man im einen Modus erreicht hat, nimmt man logischerweise auch hier mit in die anderen. Motivation pur! Kann man den Freien Modus noch am schnellsten abhandeln, weil man hier alle freigespielten Schlachten aus dem Story Modus auch einzeln angehen kann, so sind die beiden anderen ein paar Zeilen mehr wert. Für Langzeitspieler bieten sich beide an. Der Historische Modus ist eigentlich nichts anderes als eine komplette Variante, bei der ihr alle wichtigen Schlachten nacheinander spielt. Also auch solche, die man im Story Modus nur über mehrere Charaktere verteilt vorfindet. Hat natürlich auch seinen Reiz und dauert dementsprechend. Die Burg Murasame ist eine ebenfalls ständige Abfolge an Schlachten, bei denen man aber über ein Kartengebiet, erst mal derer 5 Schlachten Freischalten und Gewinnen muss, die dann wie auf einem Würfelbrett angeordnet sind. Oder wie in Mario Galaxy die Levelwege. Schön eine Schlacht nach der anderen, wo man auch reichlich Spezialaufgaben für euch bereithält und nicht immer Tausende von Gegnern auf sich zukommen sieht. Hier wird’s auch mal kniffliger, weil spezielle Gegner auf euch warten und auch die Umgebung mal mit einbezogen wird. Ist auch der Modus bei dem Ihr Online mit einem Mitstreiter loslegen könnt!

Alles in allem kann man nur den Hut ziehen und den Entwicklern viel Fleiß bescheinigen. Die Fülle an Schlachten und Möglichkeiten macht selbst mit den kleinen Kritikpunkten eine Unmenge an Spaß. Man will einfach Leveln ohne Ende und saugt jede Story auf, die man erleben kann im Spiel. Dazu die wirklich gelungenen Spielmodi samt Belohnungen. Unter 20 Stunden geht man hier auf keinen Fall raus und stellt das Spiel ins Regal. Dazu bietet es einfach zu viel. Wer auf dieses Gameplay steht, sollte nicht lange warten. Ein echte Empfehlung auf der Wii!

Grafik & Sound....

In Sachen Grafik bietet das Spiel vielleicht nicht unbedingt die große HighEnd Grafik, was die Umgebungen angeht. Hier bekommt man oft recht grob und sterile Backgrounds geboten. Allerdings fällt das nicht so ins Gewicht, wie man vielleicht denken könnte. Denn die Action auf dem Screen, bei den Massen an umherwuselnden Gegnern, lässt euch oft genug kaum Zeit mal in der Gegend herumzuschauen. Hier und da hätte ich mir mehr Tagesschlachten gewünscht, viele spielen nur am Abend oder Nachts. Allerdings auch kein wirklicher Kritikpunkt, sondern eher eine persönliche Anmerkung. Dafür habt Ihr eine wunderbare Weitsicht und müsst überraschenderweise kaum mit Clipping Fehlern und ähnlichen Einschränkungen leben. Gerade im Hinblick das man euch nur den 50Hz Modus bietet. Aber es gibt auch einiges für das Auge. Die Charaktergestaltungen, gerade der Offiziere, und natürlich die Effekte der Spezialangriffe haben was. Atmosphärisch wie eben auch grafisch. Auch die Animationen sind gelungen und unterstützten das Schlachtfeeling. Man findet hier wirklich subjektiv wenig, an dem man wirklich echte Kritik üben kann. Wenn dann sicherlich die ab und zu etwas hektische Kamera und die oft eher mäßige KI des Fußvolkes. Mit beidem arrangiert man sich aber im Verlauf des Spiels. Dagegen überwiegen die guten Dinge einfach.

Klarer Pluspunkt ist der Sound. Nicht nur durch die Surround Umsetzung, die bei einem Schlachtfeld Gameplay wie hier durchaus seinen Reiz ausspielt. Da bedingt durch die Action, Gefahr von allen Seiten droht, ist eine solche Soundunterstützung sehr zu begrüßen. Aber auch sonst punktet das Spiel hier. Neben den oft herrlich anzuhörenden typischen Musikklängen des Samurai Themas, muss man die Effekte nennen. Kampfgeschrei überall, das Nutzen der Waffen bis hin zu den Specials. Mächtig und Heroisch, wie man es sich für ein Spiel dieser Art wirklich wünscht.

Multiplayer....

Der Multiplayer dürfte sicher den Eingefleischten der Warrior Serie gefallen. Vor allem auch deshalb weil man fast alle Modi zu Zweit spielen kann, oder eben im Falle des Modus Burg Murasame auch Online mit einem Freund oder beliebigen Gegner weltweit antreten kann. Auch dies verlängert den Spielspaß durchaus. Geht man Offline zu Zweit auf Pirsch, muss man allerdings hier und da mit kleineren Rucklern leben. Hier geht es auf horizontal geteiltem Splitscreen zur Sache, wo man doch ab und zu mal mit kleinen technischen Unzulänglichkeiten leben muss. Ein großer Bildschirm sollte es ebenfalls sein, gerade wenn man in der Schlacht an verschiedenen Schauplätzen agiert. Stichwort Übersicht, die ja allein schon mal etwas flöten gehen kann. ;-))

Fazit....

Klassenziel erfüllt. So könnte man Samurai Warriors 3 ganz schnell beschreiben. Ein Titel an den ich eine recht hohe Erwartung geknüpft habe, die nicht enttäuscht wurde. Ein atmosphärisch und auch geschichtlich sehr gelungener Titel, der wirklich viele sehr positive Dinge bietet. Neben den überaus gelungenen Spielmodi, die zu einer hohe Spielzeit führen, sorgen das RPG und Entwicklungsfeature für eine hohe Motivation beim Spieler. Einen eigenen Recken in die Schlachten zu führen, macht sich da natürlich immer gut. Aber auch sonst passt sehr viel. Action ohne Ende, die auch technisch sehr flüssig abgeht, lässt einen schwer von loskommen. Einzig die Kamera ist ab und zu mal der Grund, dass man kleinere Übersichtsprobleme bekommt. Aber das bekommt man in den Griff. Von Passend bis richtig schön Schwer stimmt auch der Anspruch. Grafisch mit Highlights hier und da, punktet zudem der Sound und auch die vielen Geschichten der enthaltenen Samurai. Alles in allem wieder ein sehr gelungener Titel. Gerade im Moment, wo die Wii einen Knaller nach dem anderen bekommt. Wer sich für das Thema interessiert - Zugreifen!!

 

+ Viele Klasse Modi
+ Über 35 Charas/Storys
+ Action ohne Ende
+ RPG Feature/Chara Entwicklung
+ Stimmige Sequenzen
+ Überzeugender Soundpart
+ Gameplay Online
+ Hohe Spielzeit
+ Motiviert bis zum Ende
- Übersicht leidet manchmal
- Zeitdruck hier und da
- KI der Fußtruppen mäßig

GRAFIK: 79%

SOUND/EFFEKTE: 85%

MULTIPLAYER/WiFi: 81%

GESAMTWERTUNG: 85%

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