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Wii Super Mario Galaxy 2
 
 
Super Mario Galaxy 2 - Wii
Matthias Engert (16.06.2010)

SYSTEM: Wii-PAL
ENTWICKLER: Nintendo
GENRE: Jump'n Run
SPIELER: 1-2 Spieler
HANDBUCH: Deutsch
SAVEGAME: 1 Seite
60HZ-MODUS: Ja
SCHWIERIGKEIT: 1-10
NUNCHUK: Ja
SPRACHHÜRDE: Keine
ALTERSFREIGABE: USK 6
PLII/HDTV: Ja/Ja
TERMIN: Erhältlich
PREIS: ca.40 Euro
KOMPLETTLÖSUNG: Nein
CHEATS / TIPPS: Nein
ONLINE/LAN: Nein
MII UNTERSTÜTZUNG: Ja

   
Einleitung....

In den letzten Wochen mussten sich die Nintendo Gamer oftmals entscheiden, für welche Spiele man sein Geld ausgeben sollte. Kamen doch recht geballt reichlich gelungene Titel auf den Markt. Dazwischen immer wieder die sogenannten „Must Have" Titel, über die man eigentlich fast schon keinen Test schreiben muss. Aktuell befassen wir uns mit einem solchen Titel, der eigentlich in keiner Wii Sammlung fehlen darf – Super Mario Galaxy 2. Ein Titel, bei dem wohl jeder Nintendo Gamer feuchte Hände bekommt. Ging uns wohl bei allen Mario Titeln so. Auch Nintendo war ja scheinbar begeistert vom Erfolg des ersten Weltraumabenteuers des Klempners, so dass man eher ungewöhnlich für Nintendo Verhältnisse, einen zweiten Teil innerhalb einer Konsolen Generation nachschiebt. Für uns Nintendo Gamer ein ganz feiner Zug, besonders wenn das Ergebnis so aussieht, wie in Super Mario Galaxy 2. Ein Spiel das aus der Masse herausragt und einen weiteren Meilenstein in der Spiele Historie darstellt. Schon der erste Teil gefiel aufgrund seiner ungewöhnlichen Spiele Welt und strotzte vor neuen Ideen, mit dem zweiten Teil setzt man dies fort. Was mich zu dieser Meinung bringt, und was der zweite Teil der Galaxy Reihe spielerisch zu bieten hat, verrät euch der folgende Test.

Menus und die Story....

Wieder mal hat sich Nintendo etwas Neues einfallen lassen und bringt den Titel in einer etwas dickeren Packung auf den Markt. Grund ist hier die Beilage einer DVD, die anschaulich die spielerischen Möglichkeiten samt Steuerung zeigt. Es soll ja Spieler geben, die den ersten Teil nicht kennen. ;-) Über den technischen Teil müssen wir uns keinerlei Gedanken, oder gar Sorgen machen. Hier bekommt der Spieler gewohnte Nintendo Qualität geboten. Spielbar ist der Titel zunächst in allen Bildmodi, welche die Wii Hardware hergibt. Komplett lokalisiert, muss man aber wie immer, bis auf die üblichen Mario Samples, auf Sprachausgabe verzichten. Das ändert sich auch mit Galaxy 2 nicht. Speichertechnisch knapst man euch eine Seite ab und erlaubt euch damit später 3 separat nutzbare Spielstände. Familienmitglieder dürfen also jeder für sich Spielen. ;-) Soundtechnisch bietet man euch feinsten Surround, der sich nicht nur Qualitativ von anderen abhebt. Wie auch beim Vorgänger dürft Ihr einen zweiten Spieler mit einbeziehen. Auch wenn dieser Modus etwas mehr bietet, ist er in meinen Augen auch hier wieder nur Beiwerk. Aber dazu unten etwas mehr.

Auch wenn das Game spielerisch ein Feuerwerk abbrennt, in Sachen Story greift man auf Altbewährtes zurück. Denn die Mutter aller Mario Geschichten ist hier die Grundlage des Geschehens. In den Weiten des Alls ist Bowser mal wieder bemüht, sich ein neues Universum zu schaffen. Und da dabei auch jemand seinen geliebten Schokokuchen backen soll, entführt er mal wieder Prinzessin Peach, die diesen Part übernehmen soll. Und das ausgerechnet am Tag des Sternenstaubfestes. Gesagt getan und es herrscht mal wieder helle Aufregung. Zum gleichen Zeitpunkt, auf dem Weg zum Fest, lernt Mario einen kleinen neuen Freund kennen, ein Baby-Luma. Kleine Sternwesen, die in vielen verschiedenen Formen Mario auf seinem Weg durch die Galaxien begleiten. Den Baby Schnuffel trägt er von da an immer unter seiner Mütze. Kaum Bekanntschaft geschlossen, wird Mario in die plötzlichen Geschehnisse eingeweiht und macht sich einmal mehr auf, Prinzessin Peach zu finden, und die Powersterne der Galaxien zu finden. Er lernt weitere Charaktere der Geschichte kennen und zusammen machen sie sich dann auf den Weg durch die Galaxien, um zum einen Bowser ein weiteres mal zu Besiegen und nebenbei die dafür erforderlichen Powersterne zu erspielen. Willkommen in der Mario Welt. ;-) Wie immer kurz und knackig ist der Start in das Spiel. Nach dem typischen Mario Jingle, erwartet euch kein Hauptmenu in dem Sinne, sondern der Savegame Bildschirm. Ihr wählt hier einen der 3 möglichen aus, weist ihm einen Mii Charakter zu und beginnt das Spiel. Wenn ihr später den Spielstand laden wollt, werden euch dort immer die erspielten Sterne angezeigt. Na ja, halt wie in alten Tagen. Einmal ausgewählt beginnt auch schon die Hats nach den Powersternen.

Das Gameplay....

Beginnt man ein Neues Spiel, so erlebt man nun auch ein wenig Sequenzen Action und die Story nimmt ihren Lauf. Dabei wird euch das Ganze immer in animierten Sequenzen in einer Buchform gezeigt. Stimmig und passend und der Spieler ist schnell wieder eingehüllt in das typische Feeling eines Mario Spiels. Schnell lernt man als Spieler einen weiteren äußerst wichtigen Charakter im Spiel kennen. Einfach gesagt die Großmutter aller Lumas, stellt sich euch schnell Lubba vor. Sie ist die Anführerin einer Gruppe durchs All reisender Luma und sorgen dafür das Mario überhaupt seine Reise beginnen kann. Denn natürlich baut das Gameplay wieder auf dem Weltraum Feature auf, sprich es geht nicht in großen ausladenden Gesamtwelten wie z.b. in SM64 oder Sunshine zur Sache, sondern eben auf zahlreichen kleinen Planeten, die hier als Galaxien bezeichnet werden und die eigentlichen Action Level definieren. Und um diese zu Erreichen, bedarf es natürlich eines Raumschiffs. Genau dieses reparieren die Luma für euch und sorgen damit dafür, dass ihr vom Start weg durchs All reisen könnt. So ist im übertragenen Sinne das Raumschiff Mario, dass übrigens auch wie sein Kopf gestaltet ist, der Ausgangspunkt und das Zentrum des Spiels. Von hier aus habt Ihr Zugriff auf die Welten und erhaltet zudem Möglichkeiten selbst hier aktiv zu werden. Des Weiteren nehmt ihr auf eurer Reise zu Bowser auch reichlich Charaktere mit an Bord. Alles Bekanntschaften die man als Spieler in den verschiedenen Welten macht und wie in einer Arche mit an Bord nimmt. Ihr bekommt hier Instruktionen zu bestimmten Spielmomenten, habt Zugriff auf ein Briefe System und könnt z.b. erspielte Sternenteile einlagern. Immer wieder Punkte, wo man auch mit bekannten Charakteren kommuniziert. Denn natürlich sorgen auch hier reichlich NPC‘s aus allen möglichen Mario Spielen für Unterhaltung. Toad in verschiedenen Ausführungen ist dabei einer den man nennen muss. Sicherlich die wichtigste Funktion auf dem Raumschiff besitzt das Welten Podest, über das man Zugriff auf die verfügbaren Spielwelten erhält. Auch hier geht Nintendo einen leicht veränderten Weg als früher und präsentiert den Weg zum Ziel etwas anders.

Benutzt man das Podest, so landet man übergeordnet auf der Weltenkarte. Insgesamt warten 7 Welten auf euch, entdeckt und gelöst zu werden. Wenn man so will 6 normale Welten bis zum Boss Kampf gegen Bowser und danach eine Bonus Welt. Innerhalb dieser Welten findet man nun die sogenannten Galaxien, die hier nichts anderes als kleine Planeten mit den Actionleveln bieten. Auch hier gibt es davon 7 pro Welt, die wiederum in sich die Power-Sterne als Auftrags Gameplay bieten. Dabei gibt es aber einige Feinheiten, die Nintendo leicht verändert hat. Simpel gesagt sind es mehr Planeten, die dafür aber weniger Sterne bieten. Lasst euch aber nicht irritieren, insgesamt kommt man auch hier wieder auf die typischen 120 Mario Sterne, die es zu holen gilt. Wobei selbst danach noch nicht Schluss ist. Aber das darf dann wie immer jeder selber Erleben. ;-) Wie es natürlich üblich ist, steht euch zu Beginn nur die erste Welt zur Auswahl. Aber selbst innerhalb dieser Welten ist das Vorankommen an Bedingungen geknüpft. Auch das erinnert an alte Mario Spiele oder auch das System der Banjo Tooie Reihe. Über Linien sind die einzelnen Planeten einer Welt miteinander verbunden. Jeder Planet bietet eine völlig andere Spielumgebung, so dass man gerade von der Abwechslung her ungemein viel Erleben wird. Allerdings habt Ihr zum einen keineswegs sofort Zugriff auf alle Planeten einer Welt, geschweige denn alle sind sofort auch sichtbar. Zunächst muss man als Spieler immer wieder bestimmte Sternmengen erspielen, um Zugriff auf bestimmte Abschnitte und Planeten der Welten zu haben. Dazu kommt die Tatsache, dass es versteckte Planeten in jeder Welt gibt, die man erst mal Freischalten muss. Hier kommt einer der vielen Luma Charaktere zu seinem Recht, den man mit einer bestimmten Anzahl an Sternenteilen füttern muss, ehe dieser den Weg zum versteckten Planeten öffnet. Und die Anzahl steigt logischerweise mit jeder Spielwelt. Aber selbst was das Auftrags Gameplay innerhalb eines Planeten angeht, sind kleine Änderungen sichtbar. Öffnet man z.b. eine Welt und wählt hier den ersten Planeten an, so kann man anfänglich nur 1 oder 2 Sterne holen. Dabei ist das System aufgebaut wie immer, wo man euch eine mehr oder weniger selbsterklärende Aufgabe gibt, um an einen Stern zu gelangen. Hat man diesen geholt kann man den Zweiten, sofern möglich angehen. Der Spielverlauf ist aber nun oft so angelegt, das man teilweise Welten und Stunden später, plötzlich einen weiteren Stern zugänglich macht, den man auf einem Planeten angehen kann. Ein interessanter Überraschungseffekt wie ich finde.

Und wem auch das dann nicht reicht, darf sich an den Fragezeichensternen versuchen, die ebenfalls sehr häufig vorkommen. Diese Aufgaben spielen in schon gelösten Sternabenteuern, nur mit dem Unterschied, dass man meist einen speziellen Luma finden muss, den man diesen geheimen Stern abkauft. Oder aber ihr werdet in diversen Geschicklichkeits- und Minispielen Herausgefordert. Schon allein hier bekommt man eine große Abwechslung selbst im Gameplay zu sehen. Aber kümmern wir uns erst mal um die Grundlagen und wie die spielerische Action zumeist abläuft. Wählt Ihr eine Sternenaufgabe an, so bekommt man wie schon erwähnt eine mehr oder weniger erhellende Beschreibung dazu. Wesentlich Aufschlussreicher ist der einleitende Kameraflug durch das aktuelle Level, wo man euch schon zeigt was am Ende warten wird oder kann. Von da an beginnt die spielerische Action und man entlässt euch am Startpunkt der aktuellen Galaxie. Wobei selbst hier Unterschiede auszumachen sind. Ebenfalls eine große Stärke. Denn nicht immer beginnt man am gleichen Ort, geschweige denn der Weg zum Ziel ist gleich. Man lernt mit vielen Sternenaufgaben auch immer wieder neue Levelabschnitte kennen, was ebenfalls der Abwechslung sehr zugute kommt und man selber als Spieler immer wieder gespannt ist, was nun auf einen wartet. Einfach ein sehr schönes Feeling. Unterstützt werdet Ihr als Spieler nun natürlich von diversen Anzeigen im Screen, die euch informatorisch Begleiten. Oben links steht die Anzahl der schon erspielten Sterne, während unten links die aktuell verfügbaren Leben angezeigt werden. Besonderheit ist das man zwar 100 Leben in einer Session erspielen kann, macht man seine Wii aus und startet später erneut, werden diese immer auf 4 Startleben herabgesetzt. Unten rechts kommt nun ein Anzeigedoppel zu seinem Recht. Hier werden euch die erspielten normalen Münzen und eben die Sternenteile angezeigt. Beides sammelt man auch Weltenübergreifend, da diese beiden Punkte nach jedem Planeten zusammengezählt werden und quasi auf einem Konto landen. Die Sternenteile, die auch ein wenig wie Kristalle aussehen, findet man wesentlich häufiger als Münzen und können zudem über den Sternencursor auch von weit entfernten Punkten eingesammelt werden. Schnell bekomme ich so die Kurve zur Steuerung und natürlich der Sichtweise auf das Geschehen.

Gespielt wird das Ganze wie immer in einer Third Person Sichtweise auf den Helden, die je nach Umgebung mal Höher oder Niedriger angesetzt ist, oder auch verschiedene Zoomstufen anbietet. Man selber kann die Kamera mittels Steuerkreuz beeinflussen und so auch in die First Person Perspektive wechseln um sich z.b. ein wenig Umzuschauen. An einigen Orten allerdings ist die Kamera Funktion deaktiviert, worüber man sich auch mal ein wenig Ärgern kann. Aber überstehen tut man auch diese Stellen. In Sachen Steuerung erlebt man nun Mario Gameplay wie man es aus seinen 3D Abenteuern gewohnt ist und nicht nur Spieler des eigenen Vorgängers sind eigentlich nach wenigen Sekunden wieder drin in der Materie. Grundlage ist auch hier wieder das Doppel Remote/Nunchuk. Dabei ist die Grundausstattung des Klempners so wie man das gewohnt ist. Mittels Stick bewegt ihr euch und könnt per A-Taste Springen. Auch sonst sind über die Tasten alle bekannten Moves abgedeckt. Ihr könnt euch Ducken, habt wieder der Rückwärtssalto zur Verfügung und könnt ebenso wieder von Wand zu Wand springen. Ihr habt die Stampfattacke per A+Z zur Verfügung, oder könnt erneut Dinge aufheben und Werfen, an Masten und sonstigen geeigneten Orten Klettern, Schwimmen samt Tauch Feature und natürlich den Zeitkritischen Hechtsprung ausführen. Alles geht dabei so von der Hand wie man das seit Super Mario 64 schon kennt und was eigentlich auch bei jedem Mario Gamer als Gen in einem schlummert. ;-)) Die erweiterten Möglichkeiten werden nun wieder durch freie Bewegungen abgedeckt und natürlich über die Verwandlungen, die man als Mario Spieler erleben darf. Wie schon erwähnt kann man mittels des Sternencursors auf dem Screen alle möglichen Sternenteile einsammeln und z.b. auch Gegner oder Objekte mit der B-Taste beschießen. Schüttelt man die Remote, so macht Mario wieder seine Drehattacke, mit der er Gegner erledigen, oder auch Objekte zerstören kann. Im Sprung erlaubt euch das Geschüttel auch einen etwas weiteren Sprung, was oftmals ungemein wichtig sein kann. Wesentlich wichtiger, weil natürlich oft gefordert, sind nun die erweiterten Möglichkeiten und Marios Verwandlungen erwarten euch mehr als man denkt. Mal gilt es damit ganze Planeten zu durchforsten, um zumeist Abschnitte zu erleben, bei denen eine Verwandlung notwendig ist.

Hier erlebt man auch reichlich Humor bei diesen Aktionen, wobei schon manche Verkleidung dabei für den einen oder anderen Lacher sorgt. Dabei gibt es hier bekannte Verwandlungen, aber auch neue Varianten. Gleich bei allen ist nun eben die Möglichkeiten eine bestimmte Fähigkeit zu haben. Findet man z.b. die Feuerblume, kann Mario für eine bestimmte Zeit Feuerbälle auf seine Umgebung loslassen, oder aber als Bienen Mario in einem solchen Outfit, summend und für kurze Zeit durch die Gegend düsen. Biene Maja lässt grüßen. ;-) Eher selten findet man den Regenbogen Mario, mit dem man Unbesiegbar durch die Gegend rennt. Ebenfalls bekannt ist der Geist und Feder Mario, die euch zum einen erlauben durch Gitter hindurch zu kommen, oder wie mit einer Spirale, sehr hohe Bereiche zu erreichen. Für mich Persönlich auch die einzige Verwandlung, die vielleicht ein wenig mäßig spielbar ist. Zum Glück ist sie selten anzutreffen. Einen äußerst regen Gebrauch macht das Spiel dagegen von den beiden Neuzugängen bei den Verwandlungen. Zum ersten dem Wolken-Mario. Hier schlüpft er in ein weißes Kostüm und sieht erstmal ein wenig wie ein Bäcker aus. ;-) Zudem schleppt er nun sichtbar 3 kleine Wolken hinter sich her. Vollführt man nun einen Sprung und schüttelt in der Luft die Remote, erzeugt man eine große Wolke auf der man stehen kann. Diese halten nicht ewig und auch sonst muss man seine 3 Wolken oft Weise einsetzen. Aber natürlich findet man ausreichend Nachschub. Wegbleiben sollte man hier aber von Wasser, das die Verwandlung sofort aufhebt. Zweite Neuerung ist der Felsmario, bei dem das Spiel auch mal zum Zeitkritischen Racer werden kann. Denn mit dieser Verwandlung könnt Ihr euch zu einem runden und rollenden Stein verwandeln. Damit kann man nun nicht nur Gegner aus dem Weg räumen, sondern vor allem Hindernisse und Objekte zerstören. Und selbst bei Minispielen macht man damit eine gute Figur. So bietet ein Bonusstern die Aufgabe, als rollender Stein wie eine Bowling Kugel über viele Plattformen zu Rollen, um Pins umzustoßen. Dabei geht es wie bei einigen anderen Minispielen auch um Punkte und nur ein bestimmter Score bringt euch Schlussendlich den ersehnten Stern.

Aber selbst das war natürlich noch längst nicht alles an Unterstützung. Die bekommt man auch von externe Seite. Zum ersten ist Luigi als spielbarer Charakter enthalten, der in manchen Verwandlungen urkomisch rüber kommt, und zudem sich leicht anders spielt, was die Steuerung angeht. Hat man ihn einmal „Freigeschaltet", wartet er auf einigen Planeten auf euch, wo sich seine Fähigkeiten durchaus bezahlt machen. Ein Muss ihn zu benutzen gibt es aber nicht. Ganz anders sieht es dagegen bei einem alten Bekannten aus. Yoshi, der schon seit Konsolen Generationen an Marios Seite werkelt, darf hier ausgiebig genutzt werden. Mit ihm erlebt man altes Gameplay auf neue Art und Weise. Auch für und mit ihm gibt es wahlweise mal ganze Planeten, oder eben auch hier nur Abschnitte. Seine Fähigkeiten sind neben dem Benutzen seiner Zunge, ebenfalls Verwandlungen. Mittels Zunge kann man zum einen Gegner Fressen und wieder Ausspucken. Gutes Beispiel sind Stachelgegner, die einmal im Maul auch als Geschosse genutzt werden können, um z.b. Glaskuppeln zu zerstören. Oder aber man zielt mit dem Sternencursor auf Blumen in der Luft, an denen Yoshi sich dran Hängen und mitsamt Mario Schwingen kann, um Abgründe zu überstehen. Oder aber er frisst eine bestimmte Frucht, die ebenfalls seine Fähigkeiten erweitern. So kann Yoshi zum Ballon werden und schwebt Wario like für eine Weile nach oben. Weiterhin kann man eine Paprika Schote fressen und er rennt los, wie von der Tarantel gestochen. So kann er z.b. über Wasser rennen oder immense Steigungen nach oben Laufen, die eher an ein Sonic Spiel erinnern. Die Möglichkeiten sind immens. Oder wie wäre es mit dem Glüh-Yoshi. Erstmal nicht besonders vielsagend, kann er so Umgebungen erhellen und nicht sichtbare Wege nutzbar machen. Wie immer alles zeitkritisch, gilt es immer für Nachschub zu sorgen. Im gesamten Spiel gelangt man so von einer Überraschung zur nächsten und erlebt immer wieder neue Aufgaben. Dabei ist in meinen Augen der 2er durchaus Rätsellastiger, wenn man das so sagen kann. Man muss hier und da schon mal ein wenig Überlegen, wie bestimmte Abläufe zusammenhängen. Überhaupt hat man viel mehr knifflige Situationen eingebaut, die z.b. mit Schwerkraft, gefrierenden Umgebungen oder diversen Abhängigkeiten zu tun haben. Die Zeiten mit simpler Hüpf Action sind nicht erst seit dem 2er glücklicherweise vorbei.

Und es gibt noch einiges mehr zu Erzählen. Neben den Sternenringen, die euch auch mal zu den verschiedenen Bereichen eines Planeten bringen, müssen auch andere Dinge oft erst aktiviert werden. Oft bedient man sich dabei auch diverser Hilfsmittel wie dem Wirbelbohrer, der es euch erlaubt sich quer durch Bauten oder kleine Planeten hindurch zu Graben. Weiterhin gibt es Teleporter, die euch zu kleineren Minispielen bringen, Pflanzen die wirbelnd nach Oben schnellen oder die Sternenkugel, auf der ihr euch nach allen Seiten rollend durch meist enges und schwieriges Terrain bewegen müsst. Zudem dürft Ihr Boot fahren, an den sogenannten Tuku-Gleitern auch fliegend durch Abschnitte manövrieren, oder sich im freien Raum über die Greifsterne fortbewegen. Auch dabei dient der Sternencursor als Hilfe, um diese anzuvisieren und sich mittels A-Taste von einem zum anderen zu Hangeln. Dazu kommen reichlich Schalter in verschiedenen Formen, ohne die auch kein Mario Spiel mehr auskommt. Es gibt einfach so viele Möglichkeiten, dass man kleine Romane schreiben könnte, um alle Möglichkeiten und Feature halbwegs ansprechend vorzustellen. Dazu kommen natürlich auch sammelbare Gegenstände. Neben den Sternenteilen und normalen Münzen sind die überdimensionalen Kometenmünzen sicherlich sehr begehrt. Sie sorgen nämlich ebenfalls zu verschiedenen Zeitpunkten, oder besser gesagt wenn man eine bestimmte Menge erspielt hat dafür, dass plötzlich in einer bestimmten Welt ein sogenannter Kometenstern möglich wird. Wieder mit spezieller Aufgabe, sorgen dann meist diverse Boss Gegner für Action. Wobei man auch hier ein ganz große Lob an die Entwickler aussprechen muss. Die Fülle an Ideen, allein was die Zwischen- und Endgegner angeht ist teils atemberaubend. Auch die Art und Weise wie man sie oftmals besiegen muss, ist ein Ding für sich. Vielleicht mit 1-2 Ausnahmen nicht die Allerschwersten ihrer Zunft, machen sie allesamt richtig Spaß. Immer wieder kleine Highlights im großen Ganzen namens Super Mario Galaxy 2.

Hier mit rein spielen auch 2 Feature, die natürlich wieder sehr Frustvermeidend eingebaut sind. Zum einen sind Rücksetzpunkte durchaus oft und auch sehr passend platziert und zum anderen sorgt die Lebensenergie mit maximal 6 Kraftpunkten für genug Reserven in brenzligen Situationen. Zwar muss man für 6 Kraftpunkte einen bestimmten Pilz finden oder kaufen. Aber wie auch die Rücksetzpunkte sind diese immer an passenden Orten platziert. Ansonsten heißt es immer wieder Gegner zu eliminieren, um über die zurückgelassenen Münzen an frische Kraftpunkte zu kommen. All dies ist nun eingebettet in eine Spielweit, die vor Ideen nur so strotzt und von Anfang bis Ende unterhält. Extreme Höhenunterschiede, knifflige und zeitkritische Geschicklichkeitsabschnitte, bis hin zu ausladenden Umgebungen aller Arten. Eigentlich gefällt wirklich jede Welt, auch wenn sie ihre spielerischen Tücken haben. Man startet z.b. in einer kompletten Lava Umgebung, verwandelt die Umgebung danach in einen Eispalast, um zunächst als Wolkenmario voran zu kommen. Später schüttelt man auf dem eisigen Untergrund die Remote und Mario wird zum Schlittschuhläufer. Immer wieder Kleinigkeiten, die den Spieler vor neue Herausforderungen stellen und man fasziniert der Dinge harrt, die auf einen zukommen. Man freut sich einfach auf jede Welt und erlebt hier und da ein Deja Vu nach dem anderen. Regelrecht Gänsehaut habe ich bekommen als die komplette Wolkenwelt aus SM64 auf einen gewartet hat. Hat einfach was und geht jedem Mario Fan sofort unter die Haut. Egal ob solche Momente oder einfach die Gestaltung, Sounds und bekannten Gegnerhorden. Selten das ein Spiel einen so in seinen Bann zieht, weil man trotz vieler neuer Ideen, dennoch vieles einfach wiedererkennt. Das ganze Spiel ist einfach eine runde Sache und lässt sich auch in Sachen Spielzeit nicht lumpen. Wobei man diese auch schwer einschätzen kann. Um Bowser das erste Mal zu Treffen, reichen vielleicht 10-15 Stunden. Ehe man aber bei 120 Sternen angekommen ist, kann man gerne das Doppelte einplanen. Wie ich immer gerne sage. Es gibt Spiele, für die braucht man eigentlich keinen Test. Super Mario Galaxy 2 ist einer der Gründe für diese Aussage. Und an alle, die noch nicht wissen ob sie Zuschlagen sollen oder nicht, worauf wartet ihr also noch. ;-)

Grafik & Sound....

Grafisch dürft Ihr euch auf einen der gelungensten Titel für die Wii freuen. Was euch hier an farbenfrohen Umgebungen geboten wird, inklusive der wunderbaren animierten Charaktere, gehört eindeutig mit zum Besten was ein Mario Fan jemals zu sehen bekommen hat. Auch wenn der Grafikstil natürlich seine Grenzen hat, es zeugt von viel Liebe zum Detail, was sich Nintendo allerorten hat einfallen lassen. Allein schon die Farbenpracht der zahlreichen Galaxien ist äußerst beeindruckend. Für mich persönlich, der sehr auf die „extremen" Umgebungen wie Eis oder Lava steht, gibt es in Galaxy 2 mehr als genug zu sehen. Dazu überall Gewusel ohne Ende, so dass die gesamte Spielwelt auch äußerst lebendig wirkt. Das beginnt bei den Gegnern, die man aus unzähligen Mario Abenteuern kennt, reicht über Effekte von Flammen bis Wasser und endet in den „Kristallverseuchten" Gegenden. Klasse finde ich das Einbinden alter Bekannter Level aus SM64. Ruft Erinnerungen wach, die Wolkenwelt in neuem Glanz zu erleben. Ebenfalls äußerst beeindruckend sind viele Boss Gegner. Neben bekannten Gegnern, warten auch neue darauf besiegt zu werden. Oft in verschiedenen Varianten, sind auch die Gestaltungen teils sehr detailliert und teilweise Riesig oder gar gleich Bildschirmfüllend. Die Drachenvariante z.b. hat es mir dabei angetan, wobei auch Bowser sehr passend in Szene gesetzt ist. Auch wenn er nicht der schwerste ist. ;-) Technisch muss man sich hier keine Sorgen machen. Alles läuft super flüssig ab und einzig die Kamera ist ab und zu mal der Grund für kurzes Schimpfen. Allerdings kein Vergleich zu früheren Titeln. Weder Clipping Fehler, noch sonstige Einschränkungen erlebt man als Spieler. Auch hier ist Galaxy 2 ganz nahe am perfekten Spiel.

Auch beim Sound gibt es nur Lobeshymnen auf das, was man euch hier anbietet. Egal ob man sich über die Musiken unterhält oder die Effekte. Hintergrundmusiken, die so zahlreich und verschieden sind, wie die enthaltenen Galaxien selber und eigentlich durchweg stimmig und melodisch daher kommen. Mir ist eigentlich kein Stück in Erinnerung, dass mal nicht passte. Bei den Effekten kann man zwar „nur" von gewohnten Klängen berichten. Nur sind die eben so ziemlich das Beste, was der Jumper Markt hergibt. Egal ob Geräusche aus den Anfangstagen oder den letzten Mario Titeln. Es ist eigentlich alles drin und das Spiel nimmt euch allein schon beim Thema Sound mit auf eine Zeitreise durch viele Mario Abenteuer. Egal ob mit Mario und Luigi allein, oder gar im Doppelpack mit Yoshi. Man fühlt sich als Nintendo und speziell Mario Fan sofort Zuhause.

Multiplayer....

Wenn man an irgendetwas wirklich herummäkeln wollte, dann vielleicht beim Multiplayer. Schon im Vorgänger eher als Alibi Funktion eingebaut, schafft er es auch im zweiten Teil nicht über diesen Status hinaus. Auch wenn man schon sagen muss, das Nintendo diesen etwas erweitert hat. So könnt Ihr einen zweiten Charakter mit Einbinden, der sichtbar im Screen als Baby-Luma um euch als Hauptspieler herumwuselt. Der Mitspieler bekommt einen eigenen Sternencursor im Bild und kann damit unterstützend tätig werden. So kann er via B-Taste Kristalle verschießen und so z.b. Gegner daran Hindern euch zu Nahe zu kommen, oder im Falle der Geister diese auch komplett verscheuchen. Über die Kreuzfunktion kann er diverse Laute machen und euch so anfeuern. Dennoch und das merkt man auch schnell, ist das Ganze auch durchaus störend für den Hauptspieler. Denn oftmals ist man froh, wenn eben nichts Ablenkendes um einen herumwuselt. Also ich für meinen Teil empfand das Ganze gerade in kniffligen Abschnitten eher als Nervend und Hinderlich. Sicherlich Geschmackssache, aber alles andere als ein Killer Feature. Aber keiner wird dazu gezwungen und daher will ich meine Kritik auch damit gut sein lassen. ;-)

Fazit....

Es ist gar nicht so einfach Mario Galaxy 2 richtig zu Bewerten. Zumindest nicht wenn man nach den richtigen Superlativen sucht. Ich für meinen Teil bin einfach nur begeistert vom zweiten Weltraumabenteuer des rotbemützten Rackers aus Kyoto. Das Spiel ist einfach in allen Belangen eine regelrechte Bombe. Spielerisch mit alten und neuen Inhalten gesegnet, stecken vor allem im Level Design Unmengen an Ideen, die auch im Laufe des Spiels nicht abflachen. Selbst in der Bonus Welt warten Überraschungen ohne Ende, so das man es hier nicht mir der üblichen Spielspaßkurve zu tun hat. Von Anfang an ist man drin in einem Spiel, das Fasziniert und mal wieder überdeutlich zeigt, warum ein Mario Jumper immer etwas ganz Besonderes sein wird. Vom Umfang her mit dem Vorgänger vergleichbar, ist er in meinen Augen einen Tick schwerer und bietet dennoch für alle Ansprüche etwas. Es gibt Welten wo man locker durch kommt, um dann immer wieder auf die eine oder andere richtig harte Nuss zu treffen, an der man erst mal eine Weile verzweifelt. Aber man will es eben wissen und versucht es immer und immer wieder, bis der Stern schließlich geholt ist. Klasse Umfänge der Welten, wirklich gelungene Boss Gegner, eine Farbenpracht wohin man schaut, und gepaart mit der typischen Mario Steuerung samt den Möglichkeiten die man euch bietet. Wie sein Vorgänger ist auch Galaxy 2 ein Meilenstein in der Videospiel Geschichte. Zwar bringt er nicht mehr den Aha Effekt mit, wie seinerzeit Super Mario 64, ein Knaller und Must Have Titel für alle Nintendo und Mario begeisterten Spieler ist der Titel aber natürlich allemal. Wie schon erwähnt einer der Titel, für den man eigentlich keinen Test als Kaufempfehlung braucht. Lasst euch also Marios neuestes Abenteuer auf keinen Fall entgehen.

 

+ Typische Mario Steuerung
+ Faszinierendes Gameplay
+ Level Designs voller Ideen
+ Sehr gute Spielzeit
+ Yoshi Action super umgesetzt
+ Für alle Ansprüche was dabei
+ Grafisch wunderschön gemacht
+ Sounds/Effekte wie eine Zeitreise
+ Technisch ohne Kritik
- Kamera hier und da
- Multiplayer Geschmackssache

GRAFIK: 94%

SOUND/EFFEKTE: 94%

MULTIPLAYER: k.W.

GESAMTWERTUNG: 97%

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