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Wii Sports Island 3
 
 
Sports Island 3 - Wii
Matthias Engert (08.11.2010)

SYSTEM: Wii-PAL
ENTWICKLER: Hudson
GENRE: Sport
SPIELER: 1-4 Spieler
HANDBUCH: Deutsch
SAVEGAME: 1 Seite
60HZ-MODUS: Ja
SCHWIERIGKEIT: 1-7
NUNCHUK: Ja (WMP)
SPRACHHÜRDE: Keine
ALTERSFREIGABE: USK0
PLII/HDTV: Ja/Ja
TERMIN: Erhältlich
PREIS: ca.30 Euro
KOMPLETTLÖSUNG: Nein
CHEATS / TIPPS: Ja
ONLINE/LAN: Ja/Nein
MII UNTERSTÜTZUNG: Nein

   
Einleitung....

Es ist gar nicht so lange her, da entlockte der Name Hudson jedem Nintendo Spieler ein vergnügtes Lächeln. Zumindest dann, wenn sie dem Party Gameplay gewogen waren und einen der zahlreichen Mario Party Titel gespielt haben. In diesem Genre immer noch der Chef im Ring, konnten eigentlich alle Mario Party Titel überzeugen. Nach dem 8.Teil ist allerdings erst mal ein wenig Ruhe um das Doppel Nintendo und Hudson geworden und beide kochen ein wenig ihr eigenes Süppchen. Aktuell sind dennoch beide wieder im Fokus der Spieler. Nintendo, die mit Wii Party die Gamer Herzen gewinnen und Hudson, die mit dem 3. Teil der Sports Island Serie auftrumpfen wollen. Auch wenn der Vergleich inhaltlich schon ein wenig hinkt, so kann man dennoch gut vergleichen, welcher Titel für die Spaß Fraktion auf der Wii mehr Unterhaltung bietet. Haben wir euch vor einigen Tagen Nintendo’s Wii Party ausführlich vorgestellt, widmen wir uns nun dem Hudson Titel Sports Island 3.

Menus und die Story....

Neben den Vorgängern auf der Wii, gibt es mittlerweile auch einen durchaus brauchbaren DS Titel der Serie. Wie viele Hudson Titel, erscheint auch dieser Teil in Deutschland unter dem Dach von Konami. Man darf vor allem für die Zukunft gespannt sein, wie sich hier die Firmenpolitik so entwickelt. Doch zurück zum Spiel. Technisch bietet der Hudson Titel zunächst einiges. So bietet der Titel neben der Unterstützung aller Bildmodi der Wii, auch eine komplette Surround Vertonung. Ebenfalls für bis zu 4 Spieler gemacht, stellt eine Besonderheit des Titels die Controller Unterstützung dar. Denn nach längerer Zeit ist Sports Island 3 mal wieder ein Titel, der die Wii MotionPlus Hardware unterstützt. Keine Sorge, spielbar ist der Titel natürlich auch mit dem normalen Remote/Nunchuk Doppel. Ob sich die Erweiterung lohnt, erfahrt Ihr weiter unten im Text. In Sachen Texten komplett Deutsch gehalten, beansprucht ein Savegame gerade mal 1 Seite im internen Wii Speicher. Wie bei vielen Spielen dieser Art, spielt auch hier ein Story keinerlei Rolle. Zwar kann man im Spiel die Inhalte, hier speziell das eigene Team personalisieren, einen direkten storytechnischen Hintergrund hat das Ganze aber nicht. Auch hier dreht es sich darum in verschiedenen Ligen und Turnieren zu bewähren und die verschiedenen Gegner Stärken und Herausforderungen im Spiel zu meistern. Im Unterschied z.b. zu einem Wii Party bietet Sports Island 3 aber einen kompletten Online Support. Vor allem das man eben auch spielerisch loslegen kann, und nicht wie bei vielen Spielen nur Scores und Zeiten vergleicht, kommt hier auf die Haben Seite.

Unter einer auch hier sehr beschwingten Musikuntermalung startet das eigentliche Spiel. Neben der Einblendung des Werbepartners, wartet als erste Amtshandlung das Einrichten eines Profils. 4 davon sind möglich, unter denen von nun an eure Erfolge gespeichert werden. Erste Auswahlmöglichkeiten im Spiel betreffen das Offline Spiel, oder ob man eben gleich Online loslegen will. Das Hauptmenu des Spiels gibt euch 3 Möglichkeiten an die Hand. Neben dem Einzelspiel, dürft Ihr das Mehrspieler Gegenstück angehen und die sogenannte Umkleide besuchen. Hier findet man einen Team Editor, um wie schon erwähnt die 6 Charaktere des Teams zu personalisieren. Aber alles Dinge, denen wir uns im Gameplay Teil intensiver widmen werden. Also nicht lange gefackelt und ab geht’s zum nächsten Testabschnitt.

Das Gameplay....

In Sports Island 3 dreht es sich weniger um eine Minispiel Sammlung im herkömmlichen Sinne, als viel mehr um das Spielen diverser real existierender Sportarten. 10 Sportarten gibt es im Spiel, wobei es hier ruhig hätte etwas mehr sein dürfen. Auch wenn man diese 10 in verschiedenen Modi angehen kann, wäre eine größere Auswahl schöner gewesen. Denn logisch, das nicht alle 10 jedem Spieler gleichermaßen gut gefallen und sich die Anzahl der wirklich gerne gespielten, so immer noch ein wenig zusammen stutzt. Dabei geht man hier eine Mischung aus Einzel- und Mannschaftssportarten ein. Das macht dann auch das Team Feature im Spiel durchaus sinnvoll. So könnt Ihr die Modi im Spiel wahlweise mit NoName Truppen angehen, oder eben gleich ein eigenes Team erstellen. Macht durchaus Sinn, um die Sessions ein wenig zu personalisieren. Aus 6 Charakteren besteht so ein Team in Sports Island 3, aus denen man vor den einzelnen Sportarten jeweils die benötigen auswählen kann. Hintergrund ist die Aufteilung in 3 verschiedene Körpergrößen und Gewichte, so das sich z.b. kleine Charaktere für Speed Sportarten gut eignen, während große Charaktere über eine gute Ausdauer und natürlich Kraft verfügen. Ansonsten kann man sie visuell verändern, die Farbe der Trikots anpassen und sie mit Namen versehen. Wer will kann die Geschlechter auch frei verteilen. Entweder man mischt, oder geht mit 6 Männlein oder Weiblein in das Spiel. Schade ist das völlige Fehlen des Mii Features. Gerade nach Wii Party wünscht man sich das durchaus, da es doch den Bezug zur Spielfigur noch mal heben kann. Zumal man hier in vielen Sportarten die Charaktere auch sehr großformatig eingebunden hat. Ein weiterer Punkt in der Umkleide ist die eigene Benutzerdatei. Eigentlich nichts anderes als eine Statistik Rubrik, die auch eure erspielten Belohnungen und Rekorde zeigt. Dazu zeigt man euch hier anhand 10 verschiedener Anzeigen, wie gut Ihr in einer Sportart seid.

Hintergrund dafür ist ein sogenanntes Erfahrungssystem, das allerdings nicht zu verwechseln ist mit einem waschechten RPG Feature. Bei allem was ihr im Spiel später tut, könnt Ihr Fertigkeitspunkte gewinnen. Diese dienen nicht dazu um die Charaktere besser zu machen, was man sich durchaus gewünscht hätte, sondern man erhöht den Anspruch im Spiel. Denn über die Punkte steigt man auch hier in neue Klassen auf, die dann stärkere CPU Gegner hervor bringen. Im Gegenzug kann man aber auch Fertigkeitspunkte verlieren. Spielt man schlecht oder verliert in verschiedenen Sportarten, werden diese Punkte auch wieder abgezogen. Soweit das Team Feature im Spiel. Ist man mit der Personalisierung fertig, kann man sich den Inhalten widmen. Das Einzelspieler Hauptmenu bietet euch dafür verschiedene Punkte an. So gibt es das Freie Spiel für eine Runde Just for Fun zwischendurch, den Liga Modus um alle Sportarten wie einer gesamten Meisterschaft anzugehen und zu guter letzt die Turniere, wo man zu allen 10 Sportarten jeweils ein Turnier mit Viertel-, einem Halbfinale und zu guter Letzt dem Finale spielen kann. Dazu kommen auf dem Einzelspieler Menu das Tutorial, um jede einzelne Sportart erst mal üben zu können und ein zunächst abgedunkelter Punkt, die Herausforderungen. Durchaus ein wenig der Geheimtipp, da man euch hier die Sportarten in etwas abgedrehten Umsetzungen und Locations präsentiert. Allerdings muss man diesen Modus erst Freispielen. Aber dazu später mehr. Egal was man nun auch im Spiel anwählt, der erste Bildschirm ist immer die Wahl des sogenannten Spielmodus. Hier unterscheidet man zwischen dem Normal- und dem Meistermodus. Hier kommt nun die angesprochene Wii MotionPlus Hardware zu ihrem Recht. Geht ihr mit dem herkömmlichen Remote/Nunchuk Doppel an den Start, nutzt man den Normalen Modus. Erst wenn ihr mit der Wii MotionPlus Hardware loslegt, kann man auch den Meister Modus anwählen. Die Inhalte danach sind komplett identisch. Nur eben das sich die Steuerung hier und da unterscheidet.

Schauen wir als Erstes mal in einen Liga Durchgang hinein. Eignet sich ja auch hervorragend um die eigentlichen Inhalte, die Sportarten einmal vorzustellen. Zumindest einige davon. Im Liga Modus geht es darum in jeder der 10 Sportarten Punkte zu holen. 4 Teams treten hier jeweils gegeneinander an. Für die Platzierungen in den Sportarten gibt es Punkte, die nach Abschluss aller 10 den Liga Champion ermitteln. Hier wie im Turnier Modus greifen nun die Fertigkeitspunke. Die Gegner sind daher immer so gut wie Ihr. Zumindest theoretisch. Seid Ihr also in einer Sportart besonders gut, so warten hier auch mehr oder eben weniger starke Gegner. Es gibt also in der Liga keinen allgemeinen Schwierigkeitsgrad für alles. Ein durchaus interessanter Ansatz, der auch bei anderen Spielen wünschenswert wäre. Bevor man es nun krachen lässt, kann man für jede Sportart den oder die Charaktere wählen. Wie schon erwähnt wirkt sich dies durchaus aus. Besonders spürbar bei allem das mit Speed zu tun hat. Spielerisch gibt es nun zwei Einteilungen. Einzelspieler Action oder eben die Team Varianten. Bedeutet auch das man manche Sportarten nacheinander spielt, andere eben im Vollbild gegeneinander. Begonnen wird hier z.b. mit Lacrosse, einer Feldsportart, die ein wenig an Mario Strikers erinnert, und wo es das Ziel ist mittels spezieller Schläger das Feld zu überwinden, vor dem gegnerischen Tor möglichst den Schlag aufzuladen, um einen Treffer zu landen. 2 Halbzeiten und ein recht dynamisches und schnelles Gameplay zeichnen das Ganze aus. Weiteres Beispiel für eine Teamsportart ist das Sägen von Holzscheiten, wobei hier mit einer CPU Figur wesentlich mehr erreicht wird, als mit einem menschlichen Spieler. Dabei wird in allen Sportarten nicht immer mit Remote und Nunchuk gespielt, sondern auch nur die Remote allein kommt öfters zum Einsatz. Gutes Beispiel ist das Fliegen durch Tore mit einem Flugzeug, das an die Red Bull Air Race Geschichte angelehnt ist. Hier muss man Runden durch Tore fliegen und dabei auch noch verschiedene Flugmanöver ausführen. Hier hält man die Remote wie einen Pointer, dreht sie zum Lenken und kann mittels B-Taste Flugmanöver ausführen und per A-Taste Beschleunigen. Speedlastig kommt auch der Slalom daher und Freunde der gepflegten Wii Fit Skiakrobatik kommen hier auf ihre Kosten.

Denn hier gilt es auf einem Parcour möglichst schnell nach unten zu kommen und dabei die Tore nicht zu verfehlen. Denn die geben Zeitaufschlag auf eure Gesamtzeit. Hier hält man natürlich die beiden Controller wie Skistöcke und kann per Neigung Tempo rausnehmen oder eben Beschleunigen. Ins gleiche Horn stößt die Snowboard Varianten in der Half Pipe. Allerdings in meinen Augen viel zu einfach gemacht, da nur das Absprungtiming zählt. Einmal in der Luft bringt leichtes Gefuchtel auch Tricks zutage. Beim Turmspringen hat man noch mit am ehesten eine Minispiel Umsetzung vor sich. Hier muss man zunächst auf dem Brett an bestimmten Zeitpunkten die Remote schwingen, um sich optimal in die Luft zu katapultieren. Die Höhe entscheidet dann über die Zeit für Tricks in der Luft. Dabei muss man möglichst schnell vorgegebene Symbole nachzeichnen. Zu guter letzt muss das Eintauchen in das Wasser stimmen. Dabei müssen ich 2 Ringe möglichst überdecken, wobei wieder der richtige Moment für das Schwingen der Remote gefunden werden muss. Weiterhin gibt es auch Sportarten, wo man die Remote quer halten muss. Kajak Fahren wird so gespielt, wo dann mittels Paddelbewegungen vorwärts kommt. Auch hier Theoretisch…. Weitere Sportarten sind das Fechten oder auch Squash. Beim Fechten geht es über mehrere Runden, bei denen man die A-Taste zum Vorwärts Bewegen braucht, während man mit B zurück läuft. Um Treffer anzubringen, muss man die Remote schnell nach vorne Bewegen. Mittels seitlich Schwingen der Remote kann man Ausweichen und einen Angriff versuchen zu parieren. Squash ist ganz nett gemacht und geht auch im Vollbild zur Sache. Beide Spieler bewegen sich im Squash Feld via 3D Stick und reale Schlagbewegungen befördern den Ball nach vorn. Gut gemacht ist der Speed und auch die physikalischen Abpraller des Balles. Etwas das den Squash Sport ja auch auszeichnet. Zu guter letzt gibt es mit Volleyball auch eine Sportart, wo das gesamte Team teilnehmen darf. Ebenfalls im Vollbild umgesetzt, beginnt hier alles mit der Angabe. Man schwingt die Remote nach oben und im richtigen Moment wieder nach unten. Der Ball geht im Idealfall auch über das Netz und der Gegner oder Ihr versuchen den Ball wieder zum Gegner zu befördern. Per typischer Volleyball Bewegungen umgesetzt, kann man am Netz auch Schmetterschläge ausführen oder eben simpel "Baggern". Dazu kann man per Steuerkreuz ein Art Spielzugsystem wählen, welcher Spieler schmettern soll.

Soweit die Vorstellung einiger Inhalte des Spiels. Kommen wir mal zum praktischen und vor allem dem Spielspaß Aspekt. Denn hier zeigt das Spiel Stärken und Schwächen. Da kann dann auch die Wii MotionPlus Hardware nur bedingt helfen. Die Unterschiede zur "normalen" Remote zeigt sich nicht überall. Und wenn auch nicht immer so wie man es denkt. Im Lacrosse ist diesmal das Pass Spiel erschwert, da man nicht mehr per Knopf zwischen den Spielern umschaltet, sondern eben die genaue Richtung der Remote entscheidet. Beim Kajak Fahren wird es ganz schlimm, das übrigens überhaupt der größte Fehlgriff im Spiel in meinen Augen ist. Oft genug fahren die Charaktere bei den kleinsten Remote Bewegungen völlig verkehrt und lassen sich mit eigentlich logischen Bewegungen nicht mehr richtig ausrichten. Das nervt dann nur noch. Da ist es völlig egal, ob man im normalen Modus oder mit der Wii MotionPlus Hardware spielt. Wirkliche Unterschiede fallen eigentlich nur beim Squash und dem Slalom auf. Hier zeigt die exakte Umsetzung auch Wirkung beim Spieler und erhöht dadurch auch den Spaß. Mäßig ist hier vor allem das Thema Holz Sägen. Im Team mit 2 menschlichen Spielern hat man eigentlich immer das Nachsehen, da sich beide wirklich perfekt ergänzen müssen, um gegen die CPU Dödel zu bestehen. Ansonsten bringt die Wii MotionPlus Hardware nicht das, was man vielleicht erwartet. Hier hätte man nicht unbedingt Entwicklerzeit verschwenden müssen. Die hätte man lieber in ein paar mehr Sportarten investieren sollen. Das hätte dem Spiel gut getan. Denn der Umfang ist so eine Sache. Selbst im Liga Modus ist man logischerweise in gut 45 Minuten fertig und hat zumindest hier nur bedingt Lust weiter zu machen. Einzig wer immer stärkere Gegner möchte, bekommt durch das Feature mit den Fähigkeitspunkten eine gewisse Motivation. Auf der anderen Seite ist es nach einer gewissen Übungszeit vollkommen wurscht, welche Stärke die CPU Gegner haben. Denn liegt einem die gerade gespielte Sportart, hat man wenig Probleme zu gewinnen. In der Liga gleicht sich das zwar wieder aus, da man woanders einfach nur grottig spielt, Stichwort Kajak, aber wirkliche Probleme hat man eben nicht. So stellt sich zumindest allein in Sports Island 3 sehr schnell ein gewisses Sättigungsgefühl ein.

2 Dinge gibt es aber, die eben doch wieder auf der Haben Seite des Titels landen. Neben dem Multiplayer und Online Modus müssen hier die Herausforderungen genannt werden. Gewinnt man ein Turnier z.b. im Slalom, darf man auch die dazugehörigen Herausforderungen spielen. Hier warten dann z.b. völlig neue Strecken und ganz abgedrehte Parcoure auf euch. Schlängelpisten, die in Sachen Fahrspur immer enger werden, sind spätestens dann mit der Wii MotionPlus Hardware eine ganz spezielle Herausforderung und machen vor allem auch über einen längeren Zeitraum Spaß, auch allein. Eben weil man hier auch diverse Alternativstrecken, Routen oder Pisten zu Gesicht bekommt. Anfangs denkt man nämlich eine ganze Weile, jede entsprechende Sportart hat nur jeweils 1 Auswahlmöglichkeit. So fällt der Spaß allein insgesamt doch stark ab. Bis auf die Herausforderungen hat man schnell alles gesehen und ist wenig motiviert den Titel immer wieder neu zu spielen. Da fehlt es dann einfach am Umfang.

Grafik & Sound....

Auch beim Thema Grafik kann man sich einen Vergleich mit Wii Party nicht verkneifen. Was die Qualität angeht, nehmen sich beide Titel eigentlich nicht soviel. Auch Sports Island 3 ist Farbenfroh und bietet hier und da gelungene Animationen und lebendig wirkende Umgebungen. Dennoch brachte das Mii Feature in Wii Party den gewissen Kick in Sachen Atmosphäre, den die Allerwelts Charaktere in Sports Island 3 eben nicht erreichen. Hier hätte man durchaus noch etwas herausholen können. In Sachen Gamespeed passt eigentlich alles. Zumindest da wo es sich anbietet. Technisch sind die Steuerungen und das Thema Kollisionsabfrage ordentlich. Ausnahme bleiben das Sägespielchen und mein ganz spezieller Inhalt, das Kajak Fahren. Effekte sind im Spiel durchaus dezent gehalten und wie die gesamte Optik zwar farbenfroh, aber wenig spektakulär. Auch hier ein typischer Familientitel.

In Sachen Sound gibt es Licht und Schatten. Die Musik ist zwar äußerst fröhlich, hat aber oft ein wenig den Hang etwas aufdringlich rüber zu kommen. Auch hier war die Nintendo Konkurrenz zumindest einen Tick besser. Anders sieht es bei den Effekten aus. Zwar recht simpel gestrickt, passen sie aber und begleiten das Spielgeschehen akustisch auf ordentliche Weise.

Multiplayer....

Beim Thema Multiplayer hat Sports Island 3 der Nintendo Konkurrenz durchaus etwas voraus. Weniger wenn es um Offline Inhalte geht. Denn hier kann man ebenfalls mit 4 Leuten ein paar Runden angehen und darf sich auch in Teams gegeneinander bewähren. Positiv das man hier auch Turniere spielen kann. Nur die Liga fehlt hier. Auf der einen Seite schade, andererseits fällt das hier nicht so ins Gewicht. Klare Stärke ist hier der Online Modus, den Wii Party eben nicht bietet. Da holt Sports Island 3 einiges an Punkten. Denn neben dem Online Spielchen gegen einen Freund, oder einfach nur allein um Scores und Zeiten, die man auch Online abgleichen und sich verewigen kann, gefällt das Freie Spiel gegen Gegner aus aller Welt. Zumal man hier auch Bedingungen und Regeln festlegen kann. Da es Online auch ein komplettes Ranglistensystem gibt, ist auch für Motivation gesorgt.

Fazit....

Auch wenn der Vergleich durchaus ein wenig hinkt, vergleichen mit einem Wii Party hat die Hudson Variante das Nachsehen. Die Idee der Sportarten an sich ist ja nichts schlechtes, krankt aber hier vor allem am Umfang. Zwar klingt das Wort Sportart irgendwie nach mehr, als wenn man nur über Minispiele redet. Dennoch erfüllen die 10 hier gebotenen nur zum Teil den Spielspaß Anspruch. Das muss sich Hudson gefallen lassen und Nintendo erreicht da wesentlich mehr mit seinen 80 Minispielen, wo natürlich auch nicht alle bombastisch sind. Die Modi hier passen, nur hat man relativ fix alles mal gesehen. Glücklicherweise gibt es den Mehrspieler und vor allem Online Modus im Spiel. Dazu als kleiner Geheimtipp die Herausforderungen für einen Spieler. Schade das man auf das Mii Feature verzichtet hat. Hätte Sports Island 3 mehr Atmosphäre gegeben. So bleibt ein solider Familientitel, der aber gegenüber der Konkurrenz federn lässt. Und die durchaus gelungenen Sportarten in Sports Island 3, gibt es in anderen Games auch. Ein wirkliches Killer Feature bringt Sports Island 3 leider nicht mit, um in der Masse an entsprechenden Spielen in der Oberliga mitzumischen.

 

+ Ordentliches Familienspiel
+ Online Umsetzung gefällt
+ Team Editor
+ Stufensystem für CPU KI
+ Turnier und Liga Gameplay
+ Geheimtipp Herausforderungen
+ Wii MotionPlus Einbindung...
- ... wenn auch nicht konsequent
- Sportarten Kajak und Sägen
- Insgesamt zu wenig Inhalt
- Keine Mii's nutzbar
- Allein schnell alles gesehen

GRAFIK: 66%

SOUND/EFFEKTE: 68%

MULTIPLAYER: 68%

GESAMTWERTUNG: 60%

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