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Wii Sudoku Ball Detective
 
 
Sudoku Ball Detective - Wii
Kilian Pfeiffer (14.10.2009)

SYSTEM: Wii-PAL
ENTWICKLER: Playlogic
GENRE: Puzzle
SPIELER: 1 Spieler
HANDBUCH: Deutsch
SAVEGAME: 1 Seite
60HZ-MODUS: Nein
SCHWIERIGKEIT: 2-8
NUNCHUK: Nein
SPRACHHÜRDE: Keine
ALTERSFREIGABE: 7+
PLII/HDTV: Nein/Nein
TERMIN: Erhältlich
PREIS: ca.40 Euro
KOMPLETTLÖSUNG: Nein
CHEATS / TIPPS: Nein
ONLINE/LAN: Nein/Nein
MII UNTERSTÜTZUNG: Nein

   
Einleitung....

Ein Krimi-Szenario, Sudoku und eine in Standbildern erzählte Geschichte. Ein intelligent verpacktes Szenario also, das man bei „Sudoku Ball Detective" vorfindet. Bedauerlich nur, dass sich Wii- und Nintendo DS-Version wie ein Ei dem anderen gleichen. Wer also eine Version hat, braucht die andere definitiv nicht. Dennoch können wir Euch empfehlen – sofern Ihr Sudokus aus Leidenschaft macht – einen Blick auf das Spiel zu werfen. Habt Ihr die Wahl, greift zur Wii-Variante!

Menus und die Story....

Auch wenn wir wie üblich nicht viel von der Story vorweg nehmen wollen, sei wenigstens auf den Ausgangspunkt der Handlung hingewiesen: Edward G. Bannister, ein pensionierter Kriminalhauptkommissar, besucht seinen guten, alten Kumpel Jonathan Coleridge, der an diesem Tag seinen Geburtstag feiert – gut betucht lebt er in einem noblen Anwesen. Bis er plötzlich tot zusammenbricht, während der Feier, mitten im Gespräch. Dies ist der Ausgangspunkt für den nun folgenden Kriminalfall, den es aufzuklären gilt. Der Spieler - in der Rolle des Ermittlers - hat bis zur Aufklärung viel zu erledigen.

Neben dem „Story-Modus" warten ein „Klassischer Modus", der „Spiellevel-Modus" sowie ein „Standard-Sudoku" darauf, ausgekundschaftet zu werden. Ersterer ist der Hauptpart des Spieles, in jenem entwickelt sich die in Südengland spielende Story, die in Standbildern mit Untertiteln fortgesponnen wird. Im Laufe der Zeit begegnet Ihr einer stattlichen Zahl von Charakteren.

Das Gameplay....

„Sudoku Ball Detective" ist anders als ein gewöhnliches Sudoku-Spiel. Die Grundregeln bleiben die gleichen, allerdings wird das Spiel an und für sich auf eine Kugel verlagert. Also auf ein 3D-Objekt, um welches Sudoku-Felder angeordnet sind. Jene müssen gelöst werden – vor allem diese, auf welchen ein Fragezeichen abgebildet ist. Gelingt Euch das, habt Ihr einen weiteren Hinweis für des Rätsels Lösung entdeckt. Doch zuerst werfen wir einen knappen Blick auf die allgemeinen Sudoku-Regeln: Aus 9x9 Feldern besteht ein Sudoku. Jede senkrechte sowie waagerechte Reihe muss je die Zahlen zwischen eins und neun enthalten. Ebenso jene 3x3 Felder, aus welchen sich ein 9x9 Feld zusammensetzt. Das wäre es dann auch schon ;-). Zu Beginn sind nur einige wenige Zahlen in den Feldern platziert. Logisches Überlegen führt dazu, dass Ihr weitere Felder mit Zahlen bestücken könnt. Drei Schwierigkeitsgrade erwarten Euch, etwa im „Klassischer Modus". Neu an „Sudoku Ball Detective" ist, dass Ihr jene Kugel, um welche die Sudokus gelegt wurden, kreisen könnt. Dies geschieht mit Hilfe der Wii-Fernbedienung, allerdings reagiert die Kugel sehr extrem. Ein kleiner Stupser und sie ist kaum mehr aufzuhalten.

Oftmals sind die Rätsel so angelegt, dass sie in der Story eingebettet wurden – was wiederum bedeutet, dass Ihr abhängig von Eurer Spielweise (etwa auf Zeit!) ein Sudoku lösen müsst, um nicht bei Euren Ermittlungen entdeckt zu werden. Wollt Ihr ein noch leeres Feld ausfüllen, genügt es, dieses mit der Wii-Remote anzuklicken und des Rätsels Lösung in Form einer Zahl anzutippen. Was leider fehlt und demnach sauer aufstößt, sind jene Merkfelder, die man bei vielen Sudoku-Versoftungen zur Verfügung stehen hat und die dem Spieler die Gelegenheit bieten, Zahlen einzutragen. Solche etwa, bei welchen man sich sicher ist, dass sie nicht in dieses Feld gehören – Ausschlussware also!

Insgesamt 90 Sudoku-Balls finden sich im „Klassischer Modus"-Bereich, je nach Anspruch 30 Rätsel, die geknackt werden wollen. Im „Spiellevel-Modus" gibt es hingegen storyrelevante Sudokus zu erspielen. Nochmals sei gesagt, dass jene Zahlen-Rätseleien, in welchen ihr die Geschichte vorantreibt, am meisten Unterhaltung bieten, vor allem wenn das Rätsel in den eigentlichen Ablauf eingebunden ist. Da gilt es dann Hinweise unter Zeitdruck zu finden, Schlösser zu knacken, aber nur dann, wenn Euch die Zeit nicht im Nacken sitzt, oder aber Ihr verfolgt verdächtige Personen unter Anzeige eines Verfolgungsmessers, der angibt, wie weit Ihr vom Zielobjekt noch entfernt seid.

Grafik & Sound....

Brrr, einmal warm anziehen bitte, es wird frostig! Frostig was den Auftritt der Puzzelei betrifft. Die Sudokus, die an besagter Kugel „kleben", sind nicht besonders hübsch anzusehen, jedoch ansehnlicher als auf dem Nintendo DS. Unkomfortabel ist, dass sich die Kugel – einmal in Bewegung gesetzt – nur schwerlich stoppen lässt. Das hätte bequemer ausfallen können. Ganz nett ist die Standbildchen-Galerie, innerhalb dieser die Story fortgesponnen wird. Dennoch schade, dass man wohl aus Kostengründen selbstlaufende Sequenzen gestrichen hat.

Dass der Titel im guten alten Großbritannien spielt, zeigt sich ein wenig an der Akustik, die ein gewisses Flair vermittelt, Flair, dass ein Sudoku-Titel für gewöhnlich nicht mit sich bringt, im Falle von „Sudoku Ball Detective" aber vorweisen kann. Auf eine Sprachausgabe müssen wir verzichten, allerdings ist das ohne weiteres zu verkrafen und zu vertreten.

Fazit....

Ein Sudoku-Spiel mit Hintergrundstory, schön ist so etwas schon. Vor allem, wenn man das Spiel – zwar mit einigen Steuerungsmacken – recht komfortabel auf der Wii spielen darf. Allerdings muss man als Sudokorianer auf Komfortfunktionen wie etwa das Ausschließen bestimmter Zahlen verzichten. Überhaupt bietet ein Titel wie „Platinum Sudoku" mehr als vorliegendes Spiel, jedoch ist die Story etwas, was man bislang bei jeder Umsetzung des inzwischen weltweit bekannten Spielprinzips misst. Somit gibt es also Sonnen-, aber auch Schattenseiten, was das Ganze etwas ausgleicht. Sudoku ist unverwüstlich, also kann „Sudoku Ball Detective" überzeugen. Wenn Ihr die Wahl habt und Wii sowie Nintendo DS zu Hause stehen habt, greift zur Wii-Umsetzung. Die ist nochmals einen Tick besser.

 

+ süchtig machend
+ Krimi-Rahmen
+ drei Schwierigkeitsgrade
- keine Komfortfunktionen
- mäßige Technik
- fehlender Mehrspieler-Modus

GRAFIK: 60%

SOUND/EFFEKTE: 64%

MULTIPLAYER: --

GESAMTWERTUNG: 71%

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