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Wii WWE 12
 
 
WWE 12 - Wii
Jens Morgenschweiss (15.01.2012)

SYSTEM: Wii-PAL
ENTWICKLER: Yukes
GENRE: Wrestling
SPIELER: 1-4 Spieler
HANDBUCH: Deutsch
SAVEGAME: 7 Seiten
60HZ-MODUS: Ja
SCHWIERIGKEIT: 3-7
NUNCHUK: Ja (CC,GCN)
SPRACHHÜRDE: Keine
ALTERSFREIGABE: USK16
PLII/HDTV: Ja/Ja
TERMIN: Erhältlich
PREIS: ca.45 Euro
KOMPLETTLÖSUNG: Nein
CHEATS / TIPPS: Nein
ONLINE/LAN: Nein/Nein
MII UNTERSTÜTZUNG: Nein

   
Einleitung....

Jedes Jahr hoffen Nintendos Wrestling Fans auf eine grandiose Wandlung des Spielvergnügens. Da lässt doch den Spieler die Ankündigung, die neue WWE - Bigger, Badder & Better zu erleben aufhorchen. Ob man dieses Versprechen wirklich eingehalten hat, sehen wir uns natürlich genauer an.

Menus und die Story....

Das Hauptmenu nimmt sich schon mal sehr spärlich aus. Mit lediglich 5 Menüpunkten scheint der Punkt "Bigger" nicht ganz so treffend. Doch wir wollen ja nicht von vorn herein den Stab über dem Spiel brechen. Die Optionen platzen nämlich fast aus den Nähten. Hier kann der Spieler neben dem üblichen Game Einstellungen auch die Titel Einstellungen vornehmen und seiner Fantasie dabei freien Lauf lassen. Auch einen Überblick über diverse freischaltbare Objekte kann man hier nehmen. Wie schon seit eh und je kann man sich bei den "Inhalten erstellen" austoben und eine Unmenge an Zeit vertrödeln. Denn neben einem eigenen Superstar hat man die Möglichkeit seinen persönlichen Einzug in die Arena, Move Set und komplette Szenarien zu kreieren. Dazu kann man wählen, ob man ein vorhandenes Szenario verwenden will, oder komplett neu erschaffen möchte. Jeder Spieler wird hier sein eigener Regisseur und darf seinen Vorlieben, Favoriten und Gedanken freien Lauf lassen. Das bezieht sich natürlich nicht nur auf die Szenarien sondern auf alle möglichen erstellbaren Dinge.

Für die ersten Schritte sollte man die Exhibition nutzen. In diesem Modus findet man alle möglichen Einzelspielermodi, die ein geeignetes Training darstellen. Denn eine bessere Möglichkeit findet man nicht, die Tastenbelegung in Fleisch und Blut übergehen zu lassen. Der Spieler darf selbst entscheiden, ob er mit WiiMote, Classic Controller oder GameCube Pad spielen will. Ausprobieren ist das oberste Gebot bei WWE 12, da sich das Handbuch auf die grundlegende Steuerung beschränkt und die einzelnen Spielmodi nicht näher klassifiziert werden. Wer dann fit ist für die große Welt des Wrestlings, der kann sich der "WWE Welt" zuwenden oder auf die "Road to Wrestlemania" begeben. Diese beiden Modi, sind für den Einzelspieler der heilige Gral.

Das Gameplay....

Die "Road to Wrestlemania" bietet uns die gesamte Bandbreite der Show. Intrigen, Lügen und große Mäuler bestimmen die Szenarien. Wir folgen einem vordefinierten Weg, den wir mehr oder weniger feinfühlig ebnen. Mit Kämpfen im Ring, davor oder im Backstage Bereich geht es richtig zur Sache. Begleitet werden wir dabei von Untertiteln, die uns die Story optisch vermitteln. Leider kann man in bestimmten Bereichen (heller Ringboden) die Worte nicht lesen und muss sich dann doch auf die amerikanischen Ringkommentatoren verlassen. Um in der Story weiterzukommen, müssen eigentlich alle Gegner "nur" per Finisher eingedampft werden. Dazu erhalten wir immer wieder die Einblendung, was das Spiel von uns erwartet (Finisher oder sich in bestimmte Bereiche kämpfen). Erleichtert wird uns das ganze durch die permanent eingeblendeten Tasten (A + B) über unseren Köpfen. Ist unser Momentum aufgeladen, so dass wir den finalen Move machen können, erstrahlen sie und geben uns ein gut sichtbares Zeichen.

Wer mehr Eigenständigkeit möchte, der kann mit seinem erstellten Wrestler um die "Welt" ziehen und sich einen Titel nach dem anderen holen. Wir legen lediglich das "Brand" fest und dann mischen wir die Bande ordentlich auf. Jedes Brand hat in dem Terminkalender seine eigenen Shows mit den dazugehörigen Fights. Wer mag, kann sogar jedes einzelne Match selber bestreiten. Aber schon die Kämpfe mit seinem eigenen Haudegen fordern uns ausreichend. Nach erfolgreichen Herausforderungskämpfen können wir bei den monatlichen Highlights oder anstehenden Superevents Titelkämpfe bestreiten. Dazu bilden sich im Laufe des Spiels neue Freundschaften oder Rivalitäten, was dazu führen kann, das man eine nette Ringbegleitung erhaschen kann. ;-)) Insgesamt ist die Steuerung mit der WiiMote nicht ganz schlüssig und braucht mehr Eingewöhnungszeit, als zum Beispiel mit dem Classic Controller. Aber wer ein wenig Zeit investiert, sollte nicht gänzlich untergehen damit. Was hier uns da im Ring auffällt, sind die immer noch vorhandenen Clipping Fehler. Die Kollisionsabfrage ist auch nicht 100%ig, was den einen oder anderen Konter hervorruft. Und wenn der Gegner, statt auf der Ringmatte zwischen dem ersten und zweiten Ringseil "liegt", ruft das im ersten Moment ein Schmunzeln hervor. Durch die dadurch eingeschränkte Handlungsfähigkeit unsererseits, schwenkt diese schnell in Frustration um.

Während man Submissions noch selber abbrechen kann, ist das mit angesetzten Moves nicht möglich. So erfährt man auch an dieser Stelle die ganze Härte des Konters. Insgesamt ist die Möglichkeit des Konters gut umgesetzt. Man muss nur warten, bis über seinem Charakter der "B" Button aufblinkt und kann mit schneller Reaktion den gegnerischen Move verhindern. Je länger das Match dauert und unser Recke dementsprechend eingesteckt hat, ist das Zeitfenster zum Drücken der Kontertaste verschwindend gering. Drückt man vorher schon prophylaktisch, wird der Konter gar nicht erst möglich gemacht. Ein weiterer, wenn auch nicht gravierender Störfaktor, sind die von den Zuschauern hochgehaltenen Schilder, wo diverse Liebesbekundungen zu den Wrestlern sichtbar werden. Wenn man seinen Gegner auf den Ringboden geschickt hat und ihn dort mit ein paar Groundmoves zusetzen will, kann es passieren, dass ein Zuschauer sein Schild hochreißt und uns die Sicht versperrt. Natürlich können wir noch nach Bauchgefühl agieren und uns so einem Körperteil des Gegners zuwenden. Aber man möchte ja seinen Gegner auch quälen und wenn sein Bein schon mächtig malade ist, bringt es mir vordergründig nichts, wenn ich sein Kopf bearbeite. Aber wie gesagt, das sind kleine Kritikpunkte, die im Laufe des Spiels auffallen und uns etwas behindern.

Grafik & Sound....

Optisch bietet WWE 12 ein etwas aufgehelltes Bild, was die Akteure angeht. Die Modellierung der Wrestler ist ganz ok, auch wenn die Mimik etwas versteinert wirkt. So kann man sich mühen und rackern, Emotionen im Gesicht wird man nicht zu sehen bekommen. Bei manchen Aktionen hat man regelrecht den Eindruck, es würde dem Wrestler leidtun, seinem Gegner Schmerzen zugeführt zu haben. Dafür hat man bei der Show die ganze Palette von mitreisenden Videos und Posen. Die Darstellung der Moves ist wieder einmal sehr schön. Man hat regelrecht selber Schmerzen, wenn man den Gegner im Ring vermöbelt. Musikalisch bedient man sich wieder am rockigen Segment. Etwas anderes passt auch nicht zu diesem Spiel. Die Kommentatoren geben ihr Bestes um Emotionen und Wrestlingfeeling zu schaffen. Insgesamt gibt es hier aber auch gar nichts auszusetzen!

Fazit....

Große Schritte vorwärts kann man auch diesmal grafisch nicht erwarten. Das liegt aber weniger am Willen, statt an der ausgereizten Hardware. Stattdessen versucht man durch einen fetten Editor, einen 60 Mann starken Roster und viele Matcharten, samt kurzweiligen Singleplayermodus zu punkten. Und so kann das umfangreiche Gesamtpaket auch über diverse grafische Schwächen hinwegtrösten. Spaß macht das Spiel trotz einiger Unzulänglichkeiten trotzdem und durch die breite Controllerauswahl, ist jeder in der Lage ein Champion zu werden.

 

+ 60 Wrestler
+ unendlich großer Editor
+ viele Modi
+ kurzweiliger Singleplayer
+ Classic und GCN Controller
- schwaches Handbuch
- nervige Ladezeiten
- kein WiiMotion Plus
- vereinzelte Grafikfehler

GRAFIK: 72%

SOUND/EFFEKTE: 78%

MULTIPLAYER: 73%

GESAMTWERTUNG: 76%

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