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Wii WWE Smackdown vs Raw 2011
 
 
WWE Smackdown vs Raw 2011 - Wii
Jens Morgenschweiss (12.12.2010)

SYSTEM: Wii-PAL
ENTWICKLER: Yukes
GENRE: Wrestling
SPIELER: 1-4 Spieler
HANDBUCH: Deutsch
SAVEGAME: 6 Seiten
60HZ-MODUS: Ja
SCHWIERIGKEIT: 3-7
NUNCHUK: Ja (CC,GCN)
SPRACHHÜRDE: Keine
ALTERSFREIGABE: USK16
PLII/HDTV: Ja/Ja
TERMIN: Erhältlich
PREIS: ca.45 Euro
KOMPLETTLÖSUNG: Nein
CHEATS / TIPPS: Nein
ONLINE/LAN: Nein/Nein
MII UNTERSTÜTZUNG: Nein

   
Einleitung....

Nachdem die "Fußballer" ihre Chance hatten um die Gunst der Spieler zu werben, kommen nun die etwas handfesteren Burschen zu ihrem Recht. Es ist "Vorweihnachtszeit", das heißt nichts anderes, als das nun im Ring wieder die Post abgeht. Die 2010´er Version hatte ja im Vorjahr so gute Referenzen bekommen, das man sich dieses Jahr mächtig ins Zeug legen musste, wenn man nicht "in Verruf" geraten will.

Menus und die Story....

Der erste Blick ist ein wenig verwirrt. Als Spielmodi finden wir nur die Exhibition, die WWE Welt und die Road to Wrestlemania. Doch ich kann euch beruhigen, auf den zweiten Blick wird alles besser. Den so heiß geliebten Storymodus hat man abgewandelt. Man schickt euch durch die WWE Welt und ihr kämpft euch von einem Pay per View zum nächsten. Der Ausgang eures Kampfes formt die weitere Wegstrecke. Wer Titel holen will, der sollte nicht so oft verlieren… ;-) Die Road to Wrestlemania bietet euch fünf Wege an. Man kann also mit Christian, Ray Mysterio, Cena oder Chris Jericho ins Geschehen eingreifen, oder eine Fehde gegen den Undertaker bestreiten. Gegen den Undertaker kann man zum Bsp. mit seinem eigenen Superstar loslegen. Seinen eigenen Wrestler zu kreieren ist wie jedes Jahr eine zeitintensive Geschichte. Doch es geht nicht nur um Personen, die man selbst gestalten kann. Vielmehr sind noch komplette Move Sets, unzählige Szenarien und Einmärsche enthalten. Diesmal darf sogar ein eigener Finisher erzeugt werden. Jedem sein ureigenstes Markenzeichen. Die Ausstattung allein für den Wrestler selbst ist überragend. Man hat das Gefühl, der wird von Jahr zu Jahr ausschweifender. Ob man sich nun einen Superstar oder eine Diva erschafft, man kann aus einer Vielzahl von Vorlagen eine Vorauswahl treffen, oder komplett neu beginnen. Das beginnt bei der Frisur, wo uns zig verschiedene Modelle zur Auswahl stehen. Und dann geht es aber auch schon weiter. Allein die Kopf- und Stirnparameter, Make-up und Piercings nehmen viel Zeit in Anspruch. Und erst dann kommen wir zum Körper, mit seinem vielen Untergruppen (Figur, Muskulatur, Narben u.s.w.). Und wenn wir dann endlich bei der Bekleidung angekommen sind, hat man fast schon die Nase voll, weil man eigentlich loslegen will. ;-)

Wer wirklich einen richtigen Typen gestalten will, der vom Anblick her schon Ehrfürchtig aussieht und dazu noch über eine Sammlung gnadenloser Moves verfügen soll, der muss Minimum 2 Stunden Zeit mitbringen. Aber das ist ja nichts neues. Größtes Manko hierbei ist, dass man im Handbuch keinerlei Hilfe anbietet und man sich alles selbst erarbeiten und nebenbei viel austesten muss. Hinter "Mein WWE" verbirgt sich das Superstar- und Team Management. Hier kann man seinem Fighter einem Brand zuordnen, Verbündete und Rivalen bestimmen und wer es nicht erwarten kann, sich auch gleich noch einen Gürtel zuschanzen. Natürlich macht das keiner, aber ich will es wenigstens erwähnt haben. ;-) Wer sein eigenes kleines Team haben möchte, kann sich hier auch nach Herzenslust bedienen. Man kann sich einen passenden Namen geben, einen Tag Team Move und seine Favoriten mit ins Boot holen. Die Optionen bieten auch eine breite Einstellungsmöglichkeit. Von den normalen Matchregeln hin zu den Bildschirmanzeigen und einer separaten Road to Wrestlemania Einstellung. Gerade dort wird viel kommuniziert, was das einblenden der Untertitel sinnvoll erscheinen lässt. Wer sich, bevor es ans Eingemachte geht, noch einmal mit allen Matcharten vertraut machen möchte, der darf sich bei der "Exhibition" Option nach Herzenslust austoben. Hier findet man wirklich alles, was einem im Spiel auch begegnet. Ob nun im 1 gegen 1 oder Tag Team, 6 Man Match bis zur Royal Rumble, hier ist alles spielbar. Es wird nicht notwendig sein zu erwähnen, das dabei Steel Cage, Backstage oder Ladder und TLC Kämpfe selbstredend dabei sind.

Das Gameplay....

Wer sein Glück in der neuen WWE Welt versucht, hat bis zu seinen Gürtelambitionen noch reichlich Matches vor sich. Der Terminkalender ist mit Events randvoll und Kundschaft ist auch reichlich vorhanden. Macht euch also ans Werk und bestreitet einen Pay per View Event nach dem anderen, damit ihr in der Rangliste langsam nach oben kommt. Sollte einmal kein Fight auf dem Programm stehen, kann man schnell selber einen initiieren. Auch dieser Ausgang bestimmt den weiteren Weg mit, den ihr beschreitet. Die anderen Matches braucht ihr nicht zu spielen, sondern ihr könnt sie simulieren lassen. Wem die anderen Ansetzungen aber zu unspektakulär sind, kann ganz in GM Manier, „umdisponieren". Da werden die Teilnehmer geändert oder die Matchart ausgetauscht. Im Ring geht es dann wie gewohnt heftig zur Sache. Im Bildschirm werden uns aber keine unnützen Dinge vors Auge geschoben. Unter unserem Wrestler verläuft eine Linie, die sogenannte Schwunganzeige. Diese füllt sich zum einen durch gute Aktionen und zum anderen durch diverse Taunts - also Gesten zum Publikum und zum Gegner. Ist diese Schwunganzeige zu mindest 75% gefüllt, kann man einen Signature Move anbringen, der die Schwunganzeige dann gleich komplett füllt. Und damit ist für den Finisher angerichtet. Zerrt euern Gegner nach oben und mit dem A und B Knopf bzw. dem X Knopf auf dem Classic Controller, lasst ihr ihn die Wucht eurer Eigenkreation spüren.

Bekommt man selbst was aufs Horn, leert sich die Schwunganzeige. Wer es nicht deaktiviert hat, der bekommt zum Zeitpunkt, wo ein Reversal angesagt ist, ein kleines "B" über seinem Kopf. Wer den richtigen Moment erwischt, der kann seinem Gegner den Move versauen und selbst zum Zug kommen. Allerdings muss das Timing stimmen. Wer zu früh dran ist oder zu spät, der steckt die Prügel ein. Wer beim Erstellen die Superstar Fähigkeiten ausgewählt hat, der kann im Kampf, besser gesagt in einer Kampfpause, seine geschundenen Körperteile massieren und so ein wenig Gesundheit wiedererlangen. Bei der Road to Wrestlemania bewegt man sich größtenteils im Backstage Bereich, um seine Kampfpunkte in Levelsteigerungen umzutauschen oder Gespräche zu führen. Leider ist die Backstage Area ziemlich leer. Hier und da trifft man mal einen anderen Wrestler, den man anquatschen kann, aber die meisten wollen sich nicht unterhalten. Außer es gehört zur Story. Man kann auch mal hier und da provozieren, was in einem Backstagekampf endet. Doch diese Fights haben keinerlei Auswirkungen auf die Geschichte. Das ganze Drumherum wirkt irgendwie nicht ganz ausgegoren.

Grafik & Sound....

Die Einmärsche sehen noch ganz passabel aus. Ein bisschen Pyro hier und da, ein paar Spotlights und die Videosequenz im Rücken. Die Bewegungen und Moves der Wrestler sind im Gegensatz zur vorigen Jahr ein wenig besser geworden. Dennoch gibt es kleinere Ungereimtheiten. Wenn man zum Beispiel einen Gegner per Move so nah an die Seile befördert, das er hineinfallen würde, rutscht er an den Seilen herab, wie an einer Mauer. Beim "Irish Whip" ist alles so weit ok, aber bei ungewollten Aktionen, sieht es sehr abenteuerlich aus. Die Gesichter dagegen haben eine hohe Wiedererkennung mit den lebenden Protagonisten. Auch wenn die Mimik ein wenig derangiert wirkt. Da werden Augen und Münder weit aufgerissen, das man Angst haben muss, gleich fallen sie raus. An der Darstellung angeschlagener Wrestler hat man indes gut gearbeitet. Man kann deutlich erkennen, wo es am meisten "zwickt". Doch dauert es nicht allzu lange, bis sie scheinbar Wunder geheilt wurden. Die Zuschauer sind mal wieder eine „Sahne" für sich. Sie anzusehen kommt einer Strafe gleich. Am besten, die Augen nur im Ring haben.

Dafür feiern unsere Ohren Feste. Nehmen wir nur die Zuschauerreaktionen mal heraus, ist sonst alles vom feinsten. Nicht nur die Soundtracks, sondern auch die Kommentare und sonstige Konversation. Na gut, akustisch hatte Smackdown vs. RAW noch nie ein großartiges Problem.

Fazit....

Smackdown Vs RAW 2011 bringt einige Neuerungen mit, die den Spieler wieder mal lange vor der Glotze fesseln werden. Die WWE Welt und auch wieder einmal die Road to Wrestlemania lassen das Herz höher schlagen. Grafisch hält man sich wie immer sehr bedeckt und scheut anscheinend neue Wege gehen zu wollen. Im ganzen wirkt das alles nicht mehr Zeitgemäß. Und doch macht es immer wieder Spaß, seine animalischen Triebe auszutesten. Und das ist immer noch die Triebfeder für diese Reihe.

 

+ fette Moveliste
+ unendlich großer Editor
+ WWE Welt Modus
+ Finisher Editor
+ Classic und GCN Controller
- Animationen Backstage Bereich
- nicht mehr Zeitgemäße Grafik
- unzureichendes Handbuch

GRAFIK: 63%

SOUND/EFFEKTE: 75%

MULTIPLAYER: 70%

GESAMTWERTUNG: 75%

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