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Wii Play the World
 
 
Play the World - Wii
Kilian Pfeiffer (28.09.2009)

SYSTEM: Wii-PAL
PUBLISHER: Tivola
GENRE: Minispiele
SPIELER: 1-4 Spieler
HANDBUCH: Deutsch
SAVEGAME: 1 Seite
60HZ-MODUS: Nein
SCHWIERIGKEIT: 1-2
NUNCHUK: Ja
SPRACHHÜRDE: Keine
ALTERSFREIGABE: K.E.
PLII/HDTV: Nein/Nein
TERMIN: Erhältlich
PREIS: ca.30 Euro
Balance Board: Ja
CHEATS / TIPPS: Nein
ONLINE/LAN: Nein/Nein
MII UNTERSTÜTZUNG: Nein

   
Einleitung....

Nun ist auch Tivola auf den Wii-Zug mit aufgesprungen. Mit „Play the World" bringt der Publisher seinen ersten Wii-Titel auf den heiß umkämpften Wii-Software-Markt. Speziell für das jüngere Semester entwickelt, ist der Inhalt dann auch recht leicht verständlich und einfach in der Beherrschung. Eventuell unterschätzt das Spiel selbst die Fähigkeiten der angesprochenen Zielgruppe. Denn die zwölf enthaltenen Minispiele sind nicht gerade das Maß aller Dinge was den Umfang angeht. Wir hatten den Titel nach 45 Minuten durchgespielt – so weit man eine Minispiel-Sammlung überhaupt durchzuspielen imstande ist.

Menus und die Story....

„Play the World" ist eine Reise um die Welt, ohne große Storyline, angesiedelt auf sechs Kontinenten. Schade: Eine Hintergrundgeschichte tut gut, hat verbindenden Charakter und würde die Klientel mit Sicherheit besser an den Titel schweißen. Leider hat man sich dagegen entschieden, alles was man bietet, ist eine Einzelspieler-Tour sowie die Möglichkeit des Multiplayer-Parts.

Das Gameplay....

Großer Worte bedarf es nicht, will man „Play the World" der Leserschaft etwas näher bringen. Weil der Umfang recht dürftig ist, gibt es nicht viel zu erklären, zumal das, was angeboten wird, in der Erklärung mit wenigen Worten abzuhandeln ist. Ganz nett: Man entschied sich, einzelne Minispiele per Balance Board steuern zu können, muss dies aber nicht tun. Nicht jeder Wii-Besitzer hat im Übrigen jenes Zubehör zu Hause stehen, daher ist die umgesetzte Lösung auch die optimale. Für gewöhnlich steuert Ihr jedes Minispiel entweder mit dem Controller-Duo, bestehend aus Wii-Fernbedienung und Nunchuk, oder aber mit der Wii-Remote alleine. Eine kurze Texterklärung zeigt Euch, wie Ihr während des jeweiligen Minispiels vorzugehen habt. Witzig sind definitiv die umgesetzten Settings, relativ anspruchslos ist aber das Gameplay innerhalb der spielerischen Einlagen.

In Neapel bewerft Ihr hungrige Pizzabäcker mit Pizzen, schwingt die Wii-Fernbedienung zum Nachladen und feuert per Nunchuk-Hieb weitere Leckereien gen hungrige Mäuler. Nun ja… Im „Spinning Camel" geht es rund her – sprichwörtlich! Mit der Wii-Remote gleicht Ihr die Bewegungen des Kamels aus und solltet Vorsorge dafür tragen, nicht herunter zu purzeln. Um in Paris den Eiffelturm zu erklimmen, schwingt Ihr die Wii-Remote und steuert gleichzeitig mit Hilfe des Control Sticks auf dem Nunchuk, von der Freiheitsstatue macht Ihr anspruchslose Fotos – mit möglichst hoher Punktzahl! Mönche haltet Ihr in ihren süßen Träumen und verjagt das störende Ungeziefer, das den Glatzköpfen den wohlverdienten Schlaf rauben möchte. Mit einem Esel geht es auf Wassersuche, irgendwo in Afrika führt Ihr den Regentanz auf, haltet die dort lebenden Tiere auf Trab und schlagt rechtzeitig die Trommeln (linke, mittlere und rechte Trommel – leichter hätte man es dem Spieler nicht machen können!). Ihr werft mit Melonen auf Tempelwächter, um diese in die Flucht zu schlagen (vergleichbar mit der Pizzabäcker-Fütterung), zielt mit Suppennudeln auf Ninjas (schon wieder dasselbe!) oder quert eine Hängebrücke während Ihr die Wii-Fernbedienung wie eine Balance-Stange haltet. Wie bereits erwähnt lassen sich solche virtuellen Ausflüge auch mit dem Balance Board bestreiten – so auch das „Sumo Wrestling". Für besonders hohe Punktzahlen und viele Treffer hagelt es Medaillen, die allerdings recht flott erspielt sind. Der Wiederspielwert hält sich demnach in Grenzen. Zu einfach ist die Bewältigung des Spielerischen, zu kurz das gesamte Unterfangen. Obwohl währenddessen durchaus Unterhaltung aufkommt.

Grafik & Sound....

Die Optik von „Play the World" ist klar auf den Geschmack der jüngeren Fraktion zugeschnitten. Tanzende Elefanten vermitteln das ebenso, wie die an „Wii Sport" erinnernden Mii-Verschnitte. Alles ist recht bunt gehalten, die Umgebungen sind witzig, aber wenig eindrucksvoll. Besondere grafische Schmankerl gibt es keine.

Zum Geschehen passende Sounds sorgen für das passende Flair. Weniger trifft man auf richtige Ohrwurm-Sounds, als vielmehr auf befriedigende Akustik, die das Geschehen untermalt, fröhlich daherkommt und Stimmung während des Spielens erzeugt. Vor allem die mitgesungenen Einlagen der irgendwie an talentfreie Hobby-Sänger erinnernden „Sänger" sind nett und zum Schmunzeln zugleich.

Multiplayer....

Alles was man alleine spielen kann, darf man auch im Duo, im Trio oder aber im Quartett spielen. Das ist gut so, macht Spaß und bringt Unterhaltung. Auf lange Sicht ist das Gebotene aber trotzdem zu wenig, um eine hohe Wertung zu rechtfertigen. Wie dem auch sei: Der Multiplayer-Part ist durchaus ein Aspekt der „Play the World" gut zu Gesicht steht.

Fazit....

Tivolas Wii-Erstling ist für die angestrebte Zielgruppe in Ordnung, hebt sich aber von den bereits auf dem Markt platzierten Software-Entwicklungen in diesem Bereich in keiner Weise ab. Auch hier wird der Fehler gemacht, eine Storyline auszusparen, ganz abgesehen vom Umfang, der einfach viel zu dürftig ausfällt. Wie sehr es dem Spiel doch gut getan hätte, hätte man durch eine Hintergrundgeschichte die Einlagen miteinander in Verbindung gebracht. So spielt man den – sehr leicht geratenen Titel – einmal durch, kassiert den Großteil an zur Verfügung stehenden Auszeichnungen und kann sich zufrieden zurücklehnen. Nach maximal zwei Stunden dürfte man jedes Minispiel mit „Gold" beendet haben.

 

+ zwölf Minispiele
+ sehr kinderfreundlich
+ gewaltlos
+ integrierter Multiplayer
- maximal 2 Stunden Spielzeit
- keine Schwierigkeitsgrade
- fehlende Story

GRAFIK: 55%

SOUND/EFFEKTE: 61%

MULTIPLAYER: 60%

GESAMTWERTUNG: 59%

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