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Wii Pikmin 2: New Play Control
 
 
Pikmin 2: New Play Control - Wii
Matthias Engert (10.05.2009)

SYSTEM: Wii-PAL
ENTWICKLER: Nintendo
GENRE: Sim/Strategie
SPIELER: 1-2 Spieler
HANDBUCH: Deutsch
SAVEGAME: 2 Seiten
60HZ-MODUS: Ja
SCHWIERIGKEIT: 2-8
NUNCHUK: Ja
SPRACHHÜRDE: Keine
ALTERSFREIGABE: K.E.
PLII/HDTV: Nein/Ja
TERMIN: Erhältlich
PREIS: ca.30 Euro
KOMPLETTLÖSUNG: Ja
CHEATS / TIPPS: Nein
ONLINE/LAN: Nein/Nein
MII UNTERSTÜTZUNG: Nein

   
Einleitung....

Im Frühjahr 2009 begann Nintendo damit auch in Deutschland unter der Reihe "New Play Control" ältere Gamecube Perlen noch einmal aufzuwärmen. Wobei Aufwärmen eigentlich das falsche Wort ist. Zwar kann man im Einzelfall immer darüber streiten ob der eine oder andere Titel unbedingt in diese Reihe gehört oder nicht. Im Fall der Pikmin Spiele steht das für mich außer Frage. Schon auf dem GCN war die Reihe nicht nur erfrischend mit seinem Gameplay, sondern machte auch Spaß bis zum Ende. Teil 1 war ein gelungener Auftakt, aber man hatte immer im Hinterkopf es gab ja noch einen Nachfolger. Und endlich kann man diesen wirklich genialen Titel auch auf der Wii noch mal erleben. Selbst Spieler die das Spielprinzip um die kleinen Racker schon kennen, werden mit dem Spiel erneut ihren Spaß haben. Gehe da auch von mir selber aus, der die kleine Zeitreise in die GCN Vergangenheit gerne noch mal mitgemacht hat. Und im Falle von Pikmin 2 mit einer doch recht großen Vorfreude. Natürlich hat man immer irgendwie die Hoffnung, das sich außer der Steuerung vielleicht doch noch etwas geändert hat, muss sich aber schnell eingestehen, das man auch hier eigentlich "nur" das Original mit Wii Steuerung vor sich hat. Dennoch ein Spiel das auch heute noch Spaß macht und wir euch natürlich gewohnt ausführlich vorstellen wollen.

Menus und die Story....

Auch wenn es nur ein Portierung ist, hat Nintendo natürlich daran gedacht alle Möglichkeiten der Wii Konsole auch auszunutzen. Das beginnt beim komplett deutschen Inhalt was die Texte angeht, wobei auch hier wieder Sprachausgabe ein Fremdwort ist. Hätte man sich vielleicht so als Bonus auf der Wii vorstellen können. Technisch wird alles unterstützt was geht. Sei es beim Sound die Surround Ausgabe und bei den Bildmodi das nutzen aller Möglichkeiten, sprich Ihr könnt das Spiel im 50 und 60Hz Modus spielen, sowie natürlich auch in der EDTV/HDTV Variante. Wie sein Vorgänger auch hier wieder ein Spiel, das sich auch Anno 2009 durchaus noch sehen lassen kann. Etwas überraschend ist der geringe Speicherbedarf was ein Savegame angeht. Konnte man hier den ersten Teil kritisieren, benötigt Pikmin 2 gerade mal 2 Seiten internen Speicher. Fast schon vorbildlich. Steuertechnisch sorgt auch hier das Doppel Remote und Nunchuk für die spielerische Umsetzung eurer Vorhaben. Als Zugabe empfand ich damals schon den hier auch enthaltenen 2Player Modus. Das ändert sich auch auf der Wii nicht, kommt aber auch nicht weiter über diesen Status hinaus. Storytechnisch knüpft Pikmin 2 an die Geschehnisse seines Vorgängers an. Auch im zweiten Teil dreht sich zunächst alles um den Helden Olimar, der es seinerzeit mit Hilfe der Pikmin geschafft hat die Heimreise anzutreten. Doch was war nur aus seinem Arbeitgeber auf dem Heimatplaneten geworden? Kaum war Olimar wieder daheim, vernimmt er die Sorgen seines Firmenchefs, das dieser in sehr großen Geldsorgen steckt und nur noch ein Raumschiff zum Inventar der Firma gehört. Kaum hat Olimar ausgepackt, wird der Präsident auf ein Mitbringsel Olimars aufmerksam, das eine Menge Wert ist und die Lösung aller Probleme darstellt. Die Augen leuchten und den einzigen Ausweg den der Präsident sieht ist Olimar zum Planeten der Pikmin zurückzuschicken, um noch mehr dieser Mitbringsel, auch Schätze genannt zu holen und die Firma zu retten. Allerdings und hier beginnt das Neue in der Fortsetzung stellt der Präsident Olimar einen Beigleiter zur Seite - Louis. Zusammen mit ihm sollt Ihr also nun mit 2 "Befehlshabern" auf dem Pikmin Planeten nach Schätzen suchen und die anfänglich benötigten 10.000 Pokos, die hier als Währung dienen verdienen.

Aber bis dahin widmen wir uns zunächst einmal den Menus. Etwas umfangreicher als im Vorgänger erwartet euch wieder zuerst das Hauptmenu. Das Olimar nicht allein unterwegs ist, wirkt sich nicht nur auf den Singleplayer aus, sondern bringt dem Spiel auch den schon angesprochenen 2Player Modus. Neben dem erneut enthaltenen freispielbaren Challenge Modus gibt es die Optionen, den Highscore Bereich wo die erreichten 10.000 Pokos in verschiedenen Rubriken verewigt sind und den Bonibereich für die unterhaltsamen Special Videos im Spiel, die man nach bestimmten erreichten Abschnitten frei geschaltet bekommt. Die Optionen erlauben euch neben Soundeinstellungen die Sprachwahl und der auch auf der Wii enthaltene Deflicker Modus, den man Einstellen kann und die Grafik je nach Vorliebe weicher oder schärfer macht. Außer das nun halt beim Copyright eine 2009 erscheint, unterscheidet sich die Menuführung nicht zum Gamecube Original. Das gleiche gilt für den Einzelspieler Modus, dem wir uns nun ein wenig genauer widmen wollen.

Das Gameplay....

Viele Spieler hatten beim ersten Teil immer ein wenig gemault, das ihnen das Zeitfeature nicht so gefallen hat. Dabei meine ich mal gar nicht so sehr die Zeit, die für einen Tag draufgeht, sondern das große 30 Tage Ziel um die benötigten Raumschiffteile seinerzeit zu finden. Das ist eine der vielen Änderungen im zweiten Teil. Denn bedingt durch die Story macht sich der Spiele nicht auf nach 30 Teilen zu suchen, sondern muss hier nun auf Geldfang durch Schätze gehen. Und mit 201 Schätzen bietet Pikmin 2 etwas mehr das man Finden und Bergen muss. Ziel ist es hier wie schon erwähnt die fälligen 10.000 Pokos zu verdienen. Jedes gefundene Schatzteil bringt Geld und man knabbert so Stück für Stück dieses Betrages ab. Allerdings und das will ich nicht verhehlen ist auch dies nur eine Seite der Medaille. Denn diese verdient man erneut recht fix und das Spiel beginnt danach eigentlich fast noch mal und der Punkt Umfang sollte hier kein Kritikpunkt sehr sein. 10-12 Stunden für die 10.000 Pokos und über 20 Stunden für das gesamte Spiel darf man hier durchaus einplanen. Doch bis dahin ist es noch Stück und wir beginnen mal wieder bei den Grundlagen eines Pikmin Spiels. Beginnt man ein Neues Spiel, erwartet den Spieler der Levelbildschirm. Zunächst nur 1 Bereich des Planeten anwählbar eröffnen sich im Verlauf 4 Bereiche. In jedem der Bereiche ist eine bestimmte Anzahl an Schätzen versteckt, was euch auf diesem Bildschirm auch angezeigt wird. Wie viel Ihr schon gefunden habt wird euch anhand einer scrollbaren Anzeige gezeigt. Olimars erster Kontakt mit dem Planeten ist dann auch lustig wie niedlich. Zunächst einmal sind beide Helden voneinander getrennt und man muss als Spieler zuerst das Team wieder zusammenbringen. Und schon kommen auch hier die kleinen Helfer in's Spiel. Er erhält wieder die Hilfe der Bewohner des Planeten, was übrigens immer noch sehr humorvoll umgesetzt ist und vor allem durch die Gondel des Raumschiffes auch visuell immer mit einem Spruch bedacht wird. Die Bewohner gaben dem Spiel ja auch den Namen - Pikmin. Auf dem Planeten gibt es diesmal 5 verschiedene Arten der Pikmin, was 2 mehr sind als im Vorgänger. Eingeteilt sind sie wenn man so will in die regulären und Special Pikmins, wobei die Specials schwerer zu generieren sind als die normalen. Die normalen sind die gleichen 3 Arten wie im GCN Original. Rote Pikmin, gelbe und blaue. Olimar und Louis brauchen dennoch alle 5 Arten um die Schätze zu finden. Das Spiel ist dabei wieder voller Abhängigkeiten, die aufeinander aufbauen, so das es schwer ist das Spiel nun als Simulation oder Strategie zu bezeichnen.

So findet Ihr wieder gleich zu Beginn die roten Pikmin. Zuerst ein paar wenige, die in einem speziellen Gebilde zuhause sind, der berüchtigten Zwiebel. Mit diesen Pikmin beginnt alles. Die Pikmin haben verschiedene Fähigkeiten, die sich im Verlauf des Spiels als unbedingt notwendig erweisen und Ausbaufähig sind. Allen gleich ist die Notwendigkeit des Vermehrens. Nur ein Pikmin reicht nicht um hier was zu reißen. Also muss man für mehr der kleinen Racker sorgen. Dies geschieht auf mehreren Wegen. Zu Beginn mit wenigen Pikmin ist dies zuerst mühselig. Erste und einfache Variante ist es kleine Items zu finden die wie ein überdimensionaler Puck aussehen. Auf diesen Items, die es in mehreren Größen gibt steht immer eine Zahl. Diese Zahl definiert die Anzahl an Pikmin die man benötigt um es durch die Gegend schleppen zu können. Neu ist nun das nun nicht mehr nur Olimar die Burschen befehligt. Olimar und Louis sind im ganzen Spiel die Befehlsgeber. Die Pikmin machen die Arbeit. Einfach gesagt drückt man die B-Taste um einen visuellen Kreis zu erschaffen. Dabei könnt Ihr via Pointer Funktion mit der Remote diesen Kreis bis in den letzten sichtbaren Bereich auf dem Screen bewegen. Alle in diesem Kreis befindlichen Pikmin folgen euch nun. Nehmt Ihr einen und werft ihn per A-Taste auf eine Pflanze mit dem Symbol 1 so "erntet" er dieses und trägt es selbstständig zu seiner Zwiebel, von der es eingesaugt wird. Praktisch wird das Items verarbeitet und oben aus der Zwiebel fällt oder fallen nun neue Pikmin der gleichen Farbe. Diese verschwinden zunächst im Boden und Olimar und Louis müssen sie herausziehen. Danach folgen sie euch ebenfalls automatisch. So ist der erste Tag eigentlich mehr der Vermehrung gewidmet und hier der Vereinigung von Olimar und Louis. Das schöne und zugleich der erste große neue spielerische Ansatz ist das agieren mit 2 Charakteren. Ihr könnt praktisch Olimar und Louis auch einzeln Befehligen und so wenn man so will Teams steuern. Hat Olimar die roten unter seinen Fittichen gibt man Louis z.b. die gelben mit. Der Kick an der Sache ist das man auch innerhalb eines Gebietes weit entfernt stehen kann und so per Minus-Taste der Remote zwischen den Truppen einfach hin und herschaltet. Weist man einer Gruppe Aufgaben zu, machen sie dies automatisch bis man die anderen wieder übernimmt. Hat man anfangs 10 oder gar 20 Pikmin zusammen kann man sich größeren Items widmen oder auch Gegnern im Spiel, von denen es reichlich gibt. Folgen euch die Pikmin automatisch könnt Ihr sie zum einen mit der C-Taste des Nunchuk wieder deaktivieren, das heißt irgendwo "parken" oder neben einem Item dazu bringen dies aufzunehmen. Gerade bei später z.b. 20 geforderten Pikmin um etwas wegzubekommen ist dies eine Erleichterung. Grobes Ziel ist es nun mit den Pikmin die verstreuten Schätze aufzusammeln und zurück zum Raumschiff zu bringen. Wie Items oder erledigte Gegner benötigt auch jedes Teil eine bestimmte Anzahl an Pikmin zum wegtragen.

So ganz langsam merkt der Spieler danach das mehr auf ihn wartet als gedacht. Zunächst einmal hat man nicht ewig Zeit. Geblieben ist der Zeitdruck innerhalb eines Tages vom Sonnenaufgang bis zum Untergang. Knappe 15 Minuten dauert einer der Tage. An wichtigen Steuerungs Elementen besitzt Ihr natürlich den 3D-Stick des Nunchuk, mit dem man die beiden Helden steuert. Dazu könnt Ihr euch folgende Pikmin wieder per Kreuz unten und per Pointer auch in eine Richtung schicken, selbst wenn die Befehlshaber Olimar und Louis stehenbleiben. Zumindest bei kleinen Feindscharmützeln um euch herum eine feine Eigenschaft. Mit der Z Taste kann man die Kamera hinter Olimar oder Louis holen. Mittels Kreuz Links, Rechts und Oben kann man den Viewpoint mehrfach verstellen, wobei die Nahkamera wieder irre gelungen ist was die grafische Darstellung der Pikmin und Umgebung angeht. Ist bei diesen Viewpoints die Kamera meist immer schräg von oben kann man per Z Taste diese auch direkt über Olimar platzieren. Wichtigster Knopf ist die B Taste. Mit diesem aktiviert man den Rufbefehl mit den beiden Cracks. Man erzeugt damit einen Kreis, der in Pikmin 2 sogar upgradefähig ist vor sich, den man nach allen Richtungen sowie nach oben frei bewegen kann. Damit kann man alle deaktivierten Pikmin zu sich rufen, damit sie einem folgen. Später im Spiel immer wichtiger wenn man verschiedene Pikmin Gruppen durch die Gegend schickt. Denn um sie zu behalten müssen sie am Ende eines Tages wieder in ihrem Zuhause sein. Auch etwas das mir in diesem Zusammenhang wieder sehr gefallen hat. Der Tag / Abend Rhythmus, der auch grafisch stimmig gemacht ist. Das erste Schatz Teil ist so noch leicht zu finden, die man bei genauem Hinschauen oftmals als Objekte der Realität erkennt. Batterien, Fischdosen und auch sonstige aus der Realität stammende Objekte bekannter Hersteller sind nur ein Beispiel für gutes Product Placement. Jetzt kommen weitere Neuigkeiten in das Gameplay, die das ganze ungemein aufwerten. Nach und nach finden Olimar und Louis die anderen beiden Gebilde für die gelben und blauen Pikmin. Hintergrund ist das alle verschiedene Spezialfähigkeiten haben. Die roten sind Allrounder was Kampf und Kraft angeht. Die gelben verfügen über die Fähigkeit Elektro Angriffen standzuhalten oder z.b. geladene Zäune und Tore einzureißen. Dazu die Fähigkeit der Blauen die durch Wasser gehen können. Gleichzeitig muss der Spieler aufpassen eben durch diese Fähigkeiten die anderen nicht zu verlieren. So sterben die roten bei Wasser Berührung, während z.b. die gelben und blauen bei Feuer Kontakt schnell die ewigen Jagdgründe besuchen können. Erst das Zusammenspiel aller Arten bringt dem Spieler den Erfolg. Also hier nicht wirklich was Neues. ;-)

Nun wäre jetzt vieles wie früher und die Neuheiten würden sich in Maßen halten. Durchquert man die Locations, entdeckt man kleine Löcher im Boden die eine immense Neuerung bieten. Sogenannte Sublevels, die man betreten kann. Einfach gesagt neue Locations auf Etagen untergebracht, verschieden groß in Sachen Umfang und ebenfalls mit Schätzen gefüllt. Dabei sind diese Ebenen von der Anzahl und den darin zu findenden Schätzen fest limitiert, verändern sich bei einigen von ihnen aber bei mehrmaligem Betreten per Zufallsgenerator in ihrem Aufbau. Dabei nehmt Ihr eure Pikmin mit nach unten und müsst sie dort wie auf der Oberfläche arbeiten lassen um Schätze zu finden und Gegner zu eliminieren. Grafisch total verschieden angelegt ist dabei die Gondel eures Raumschiffes immer dabei und gefundene Schätze werden sofort abgerechnet wenn die Pikmin wie an der Oberfläche diese zur Gondel tragen. Auf jeder Etage gibt es ein Loch das weiter nach unten führt und man gelangt so durch bis zu 15 sogenannte Sublevel nacheinander bis zu einem Endgegner in jeder der Höhlen, die pro Gebiet 3 oder 4 mal zu finden sind. Allein damit ist die Spielzeit zu erklären die man vor sich hat. Aber es wird noch besser hier unten. Denn nur hier findet und generiert man die neuen beiden Rassen. Habt Ihr z.b. 100 rote Pikmin mit nach unten genommen und man findet weiße oder lilafarbene Pflanzen, wirft man 5 hinein und bekommt so 5 weiße oder 5 lila Pikmin. Die Pflanzen verschwinden dann und man muss nach dem Beenden der Höhle wieder nach unten um sie erneut zu beschaffen. Zumindest wenn man die neuen verliert. Ansonsten bleiben sie auch erhalten, wenn Ihr aus der Höhle wieder nach oben kommt. Das macht die Burschen ungemein wertvoller. Als Vergleich hatte ich meist ein Verhältnis 200 rote Pikmin in deren Behausung und 10-20 weiße oder lilane. Deren Aufgaben sind aber das Salz in der Suppe. Die weißen Pikmin können verseuchte Tore öffnen, die einen giftigen Qualm verbreiten, wo die anderen sofort sterben würden. Auch Gegner die einen weißen Pikmin fressen sterben meist sofort was immer wieder wichtig ist. Zu guter letzt graben sie Schätze aus, die man so gar nicht sieht. Die lila Pikmin sind wenn man so will die Power Jungs. 1 lila Pikmin ist soviel Wert wie 10 rote in Sachen Kraft. Egal ob beim Gegner attackieren oder Dinge tragen. Muss für einen Schatz die Pikmin Anzahl 10 sein, die ihn tragen müssen reicht also 1 von denen um 10 rote zu ersetzen. Was auch deswegen Sinn macht da wieder nur maximal 100 Pikmin unter eurer Kontrolle gleichzeitig herumlaufen können. So gibt es z.b. einen Schatz im Spiel für den 1000 Pikmin notwendig sind, was normal ja nicht geht. Also müsst Ihr 100 lila Pikmin haben und bekommt dann diesen Schatz auch weg. Allein das eröffnet im Gameplay viele neue Möglichkeiten in Sachen finden von Schätzen oder dem agieren gegen Hindernisse und Gegner.

Unterstützt werdet Ihr bei allen Dingen von den Bildschirmanzeigen die den Tagesfortschritt angeben, die Energieleisten von Olimar und Louis sowie den Pikmin die Ihr führt und die herumstehen. So sagt man sich mit der Anfangszeit ist doch alles gar nicht so schwer und man spielt locker drauf los und es macht wie damals einen Heiden Spaß seine Recken zu führen. Doch es sind die vielen kleinen Neuerungen, die das ganze noch aufbohren. Wie z.b. sollen die weißen Pikmin wissen wo sie nach einem Schatz graben sollen? Gute Frage, einfache Antwort. Der Spieler bestimmt wie schwer oder leicht man es sich im Game machen kann. Die zahlreichen Sublevel bieten nicht nur einfach Schätze die Geld bringen, sondern auch wichtige Schätze die eine Funktion haben. Ob mittendrin in einer der Höhlen oder beim Besiegen des jeweiligen Endbosses. Bestimmte Schätze verändern die Fähigkeiten unserer Helden und werten die Möglichkeiten auf. So wird z.b. bei bestimmten der Anzug unserer Recken aufgepowert. Normal würden auch Olimar und Louis einmal mit Feuer in Berührung gekommen, schreiend durch die Gegend laufen wenn sie ein Gegner mit einer Flamme trifft. Findet Ihr den entsprechenden Schatz wird der Anzug feuerresistent und Ihr lauft durch als gäbs kein Morgen. Das ganze ist enthalten für Elektroattacken, Wasserangriffe und die Giftelemente. Allein wenn man diese Upgrades hat, kann man ab und zu Gegner auch selber attackieren. Mit dem findbaren Raketenhieb bekommen die Helden sogar selbst eine Attacke die Wirkung zeigt. Oder Ihr findet den Sensor, der als Anzeige rechts im Screen per ausschlagendem Zeiger angibt wie nahe man einem Schatz ist. Ein nicht zu unterschätzendes Feature und im nachhinein ungemein wichtig, da man nicht wüsste wie man sonst die letzte Höhle und allein den Endgegner gelöst hätte. Denn Ihr werdet nicht gezwungen diese Schätze zu finden. Ihr könnt auch durch die Höhlen brettern ohne diese mitzunehmen. Oder Ihr findet eine Art Glühbirne, die in den Höhlen Licht hervorzaubert. Findet Ihr das Teil nicht, müsst Ihr immer durch sehr dunkle Höhlen Locations, was vieles erschwert. Gewissenhaftes Spielen ist hier immens wichtig. Zwischen all diesen Höhlenbesuchen, die fast die meiste Zeit in Anspruch heißt es immer Pikmin generieren und einfache Höhlen besuchen um weiße und lila Burschen wieder zu beschaffen. Denn verlieren könnt Ihr erneut genug davon. Mag das auf dem Planeten noch gehen sind Verluste unter Tage sehr schlecht. Denn einfach wieder raus geht zwar, aber nur mit dem Verlust der Schätze. Einzig ein Geysir der euch nach oben pustet, aber nicht in allen Etagen vorhanden ist hilft hier. Verliert man also auf dem Weg zum Boss in einer Etage 50 Pikmin so muss man mit dem Rest durchkommen. Das erschwert das ganze.

Aber selbst hier gibt es eine kleine Neuheit. Das erste mal könnt Ihr die Punktkäfer selber befehligen. Dazu muss man einen Käfer finden, der ein Blatt auf dem Rücken trägt. Ihm folgen meist 5-10 kleine dieser Racker. Legt Ihr den Anführer um, folgen die kleinen nun euch. Klingt hart hilft aber ungemein, da die Käfer alles können. Lob gibt es in dem Zusammenhang für das Speicherfeature. Nach jeder Etage einer Höhle wird gespeichert, während das oben auf der Oberfläche ja nicht jederzeit geht. Geht doch mal mörderlich was schief drückt man den Home Button und setzt zur Not das Spiel auf der Wii zurück und startet am Anfang der Ebene einer Höhle. Auch das ist manchmal ein großer Vorteil. Denn nicht immer sieht man was einen erwartet. Das Thema Schwierigkeitsgrad ist hier wieder so eine Sache. Während die meisten Aufgaben zwar Zeitintensiv sind, gehen sie machbar von der Hand ohne zu über oder unterfordern. Es spielt sich einfach wunderbar. Allerdings ist die vorletzte Höhle - Heldenheim - ein Ding für sich. 15 Sublevel gespickt mit Endgegnern. Zwar kann man durchkommen. Aber alle Schätze zu holen ist schon echt heftig. Es bringt da auch nichts nur lila Power Jungs mitzunehmen. Irgendwo ist Wasser oder Feuer oder Gift und man braucht eben doch alle Arten. Hier immer die richtige Mischung zu finden ist schwer und man spielt einige Höhlen schon mehrmals. Gelungen ist da die Tatsache das Ihr auf einer Etage auch zur Not allein zum Ausgang zur nächsten geht und die Pikmin, die vielleicht irgendwo anders auf der Etage herumstehen, trotzdem mitkommen. Dennoch spielt sich das alles wie aus einem Guss. Einfache Aufgaben, viele kleine Rätsel wo Abhängigkeiten durch den Einsatz mehrerer Arten gelöst werden müssen, bis zu den zahlreichen Höhlen die auch die Hardcore Spieler fordern und Pikmin 2 zu einen durchaus beinharten Spiel machen können. Es ist immer irgendwo erstmal ein Schatz wo man scheitert. Also noch mal dorthin und es versucht anders anzugehen. Darin liegt der Reiz auch im Nachfolger, der in Sachen Inhalt eigentlich alles übertrumpft was man aus dem Vorgänger kennt. Der Challenge Modus, der auch allein spielbar ist wird euch im Multiplayer Abschnitt mit vorgestellt. Wer also Teil 1 schon gerne gespielt hat, egal ob nun auf dem GCN oder der Wii. Kauft euch Teil 2 unbedingt. Man hätte sonst nur 1 Seite der Pikmin Medaille gesehen....... ;-)

Grafik & Sound....

Auch wenn wir mittlerweile eine Hardware Generation weiter sind, muss sich ein Spiel wie Pikmin 2 auch heutzutage nicht verstecken, weshalb man auch die GCN Screens locker verwenden kann. Ein immer noch sehr lebendig wirkendes Ambiente, das mit unglaublich satten Farben und Effekten glänzt, erfreuen das Auge. Zwar nicht unbedingt ein Quantensprung zum hier schon sehr guten ersten Teil wird das Auge eigentlich überall verwöhnt. Massig große Bossgegner mit einem der wohl imposantesten Endgegner und auch die Gestaltungen überzeugen auf der ganzen Linie. Die Wassereffekte gehören zum gehobenen Niveau und zeigen selbst vielen Wii Only Spielen wo der Frosch seine Locken hat. Technisch muss man sich auch auf der Wii keine Sorgen machen. Egal wie hoch die Effektpower oder was auch immer im Screen abgeht. Immer eine Top Framerate, ohne das der Spieler auch nur irgendwie Probleme kriegt. Die macht man sich wenn dann hier schon selber. ;-) Über allem steht aber auch im Nachfolger der Anblick von 100 hoch gezüchteten Pikmin, die ein wenig Blöd schauen wenn man mal nah ran zoomt und dennoch reichlich beweglich daherkommen. Man kann die kleinen Racker einfach nur mögen. Heute wie Damals. ;-)

Auch der Sound hat bei der Wiedergeburt auf der Wii nichts von seinem Klang verloren. Vor allem die Klangqualität muss man hier nennen. Satte Bässe und Surround Effekte für Spieler mit einer derartigen Anlage. Verschiedene Stücke die man schon kennt, bis zu neuen melancholischen oder einfach nur sehr melodischen Stücken unterstützen das Gameplay extrem. Wenn man meckern will dann vielleicht bei manchen Höhlensounds die teilweise etwas schräg klingen. Aber nichts was man dem Spiel hier großartig negativ anlasten kann. Dazu überzeugt der große überwiegende Teil der Stücke. Wie immer nur mit dem Seufzer, warum man solche Spiele gerade im Nachhinein nicht mit Sprachausgabe ausstattet. Würde selbst die letzten Portierungsnörgler überzeugen.

Multiplayer....

Der Multiplayer war seinerzeit für GCN Spieler im zweiten Teil etwas völlig neues. Enthalten ist dieser auch in der Wii Version, kommt aber in meinen Augen nicht über einen guten Bonus Inhalt hinweg. Egal ob Challenge Modus oder 2 Player an sich. 2 Spieler steuern auf einem Split Screen ihre Pikmin. Dabei kann man unterscheiden. Der Challenge Modus, der ja auch allein geht, ist dabei angelegt wie ein Co-op, während es im 2Player Modus gegeneinander geht. Der Challenge Modus besteht aus 30 Szenarien in denen man euch eine feste Anzahl an Pikmin vorgibt, mit denen Ihr das Szenario lösen müsst. Nach Zeit gilt es hier einige Etagen der Höhlenlevel zu spielen und dabei einen Schlüssel als Schatz zur Gondel zu tragen. Dazu sollte man andere Schätze für einen guten Score einsammeln. Nachteil das man hier unter Zeitdruck steht und eine Uhr nach unten läuft. Je schneller um so besser, ist dies also für eine entspanntes Spielchen zwischendurch fast schon das falsche. Wer hier zu zweit spielt und sich so aufteilen kann hat mehr Spaß an diesem Modus. Das gleiche gilt für den reinen 2Player. Zumindest was den Druck angeht. Auch hier bestimmt Ihr vor dem Beginn wie viele Pikmin Ihr in die Schlacht führt. Verschiedene Umgebungen, die alle aus dem Hauptspiel und den dortigen Höhlen stammen stehen euch zur Verfügung. Ziel ist es hier eine Kugel des Gegners oder 4 herumliegende spezielle Murmeln in die eigene Basis zu bringen, der dies natürlich tunlichst vermeiden will. Hier hat man auch mehr Möglichkeiten als im Challenge Modus, da die Vorgaben wegfallen. Wobei die Schwierigkeit darin besteht das man gefallene Pikmin durch Gegner nicht wiederbeschaffen kann. Hier ist z.b der gelbe Saft um die eigenen zu pushen wichtig und kleine Schlachten zwischen beiden Spielern sind immer wieder an der Tagesordnung. Ein Rat für Spielspaß gilt heute wie damals auf dem GCN. Ein großer Bildschirm ist nicht von Nachteil.

Fazit....

Nachdem ich nun auch den zweiten Teil viel zu lange noch mal gespielt habe, drängt sich mir so langsam etwas anderes auf, als nur den Titel zu bewerten. Warum hat Nintendo die Serie eigentlich nicht fortgesetzt? Selbst mit dem simplen Steuerungswechsel vom GCN auf die Wii, hat man den Spielen nichts von ihrem Reiz genommen. Spaß hatte ich damals ohne Ende und kann nicht sagen, es hätte sich etwas geändert. Das Spielprinzip ist nach wie vor genial und gerade mit dem 2er noch mal etwas schwerer und anspruchsvoller geworden. Ob technisch oder selbst grafisch gehören die Spiele immer noch in das obere Feld selbst der Wii Spiele. Warum gibt’s also keinen dritten Teil? Müsste man echt mal intensiver nachhaken. Ich könnte zwar jetzt alle meine Eindrücke noch mal hier wiedergeben, aber ich will mich nicht andauernd wiederholen. ;-) Wer die Serie nicht kennt und sich angesprochen fühlt greift zu. Und selbst Kenner der Originale werden für den passenden Preis noch einmal vortrefflich unterhalten.

 

+ Immer noch Klasse Spielprinzip
+ Liebenswerte Charaktere
+ Wii Steuerung gelungen
+ Viele Abhängigkeiten
+ Immer noch Suchtpotential
+ Grafik/Sound immer noch gut
+ Neue Pikmin/Fähigkeiten
+ Gute Boss Kämpfe
+ Umfangreicher als Teil 1
- Nur Steuerung wirklich Neu
- Nur 100 Pikmin gleichzeitig
- Zeitfeature Geschmackssache
- Challenge/MP nur Beiwerk

GRAFIK: 80%

SOUND/EFFEKTE: 79%

MULTIPLAYER: 70%

GESAMTWERTUNG: 81%

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