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Wii Pictionary
 
 
Pictionary - Wii
Matthias Engert (14.03.2011)

SYSTEM: Wii-PAL
ENTWICKLER: Page 44 Studios
GENRE: Gesellschaftsspiel
SPIELER: Unendlich Spieler
HANDBUCH: Deutsch
SAVEGAME: 117 Seiten
60HZ-MODUS: Ja
SCHWIERIGKEIT: 1-10++
NUNCHUK: Nein
SPRACHHÜRDE: Keine
ALTERSFREIGABE: USK0
PLII/HDTV: Ja/Ja
TERMIN: Erhältlich
PREIS: ca.25 Euro
SPEZIAL: uDraw GameTablet
CHEATS / TIPPS: Nein
ONLINE/LAN: Nein/Nein
MII UNTERSTÜTZUNG: Nein

   
Einleitung....

Stellen wir uns doch einfach mal den typischen Samstagabend vor, bei dem man sich Zuhause ein paar Freunde einlädt, um ein bisschen Zeit miteinander zu verbringen und Spaß zu haben. Ins Kino wollte man nicht, stattdessen lieber einen gemütlichen Abend Zuhause verbringen. Im Fernsehen läuft mal wieder nichts und die Pizza hat alle wunderbar faul gemacht. Warum also nicht ein zünftiges Gesellschaftsspiel veranstalten! ;-) Neben den typischen und bekannten Brettspiel Varianten, gibt es ja mittlerweile virtuell genügend Auswahl in diesem Bereich. Mit der neuen Hardware für die Wii, dem uDraw GameTablet von THQ, gibt es nun eine weitere Alternative für genau diesen Zweck - Pictionary. Alles andere als ein neues Spielsystem kennt man das Zeichne - Rate Spiel bisher über eine Leinwand und einen hohen Papier Verbrauch. Mit dem GameTablet bekommt man diese Variante nun etwas kostengünstiger geboten. Ob der Spaßfaktor auch virtuell greifbar ist, soll euch der folgende Test zeigen.

Menus und die Story....

Auch hier gilt, wie bei Doods großes Abenteuer, ohne GameTablet ist eine Anschaffung sinnlos, da auch hier zwingend das Tablet zum Spielen benötigt wird. Ebenfalls unter dem Dach der Firma THQ erschienen, ist programmtechnisch die Software Schmiede Page 44 Studios dafür verantwortlich. Eine auf der Wii eher noch unbekannte Firma. Allerdings zeigen sie bei den Rahmenbedingungen, dass sie mit der Hardware umzugehen wissen. Denn neben alle Bild Modi der Hardware, bietet das Spiel auch Dolby Sound, der sich hier auch passend einfügen sollte. Dabei gefällt die Tatsache, dass neben deutschen Texten auch der Sprecher das gesamte Spiel über, in unserer Muttersprache labert. Über die Anzahl der Spieler müssen wir uns nicht weiter auslassen. Theoretisch sind unendlich viele Spieler möglich, was durch das Spielprinzip bedingt ist. Allerdings sollten es dennoch 4 Leute mindestens sein, die an einem Spieleabend loslegen wollen. Allein ja gleich gar nicht, kommt auch bei 2 oder 3 Leuten nur bedingt Spaß auf. Dabei geht die Steuerung logischerweise nur über das Tablet vonstatten. Wie alle 3 bisher verfügbaren Titel für das GameTablet, beansprucht auch Pictionary einen großen Bereich eures Wii Speichers für einen Spielstand. Satte 117 Seiten sind notwendig, um diesen Spielstand anzulegen.

Eine Story sollte man hier natürlich nicht erwarten. Dazu sind die Spielregeln ja vollkommen eindeutig und als Gesellschaftsspiel klar abgesteckt. Hier geht es wirklich nur darum, in Teams möglichst die Begriffe der anderen Teams zu erraten, um auf den Brettern und den einzelnen Modi erfolgreich zu sein. So ist der Start in das Spiel auch nicht weiter spektakulär. Sequenzen oder ähnliches sucht man hier vergebens. Recht fix landet man auf dem Hauptmenu, das euch mehrere Punkte zur Auswahl gibt. Neben dem Hauptteil, dem Spielen Modus, findet man hier noch die Punkte Freies Malen, Team Banner und die Optionen. Freies Malen nutzt die Zeichenwerkzeige ohne Zeitdruck, bietet aber bei weitem nicht den Tiefgang und die Möglichkeiten eines uDraw Studios. Im Punkt Team Banner kann man seinem Team ein spezielles Banner erstellen, unter dem dann auch gespielt wird. Zu guter Letzt gibt es die Optionen, die neben den Soundeinstellungen und den Credits einen wichtigen Punkt bieten. Denn hier kann man den sogenannten Mal-Timer beeinflussen, sprich verschiedene Zeitvorgaben einstellen, in denen später in den Modi gezeichnet wird. Ist ja auch ein typischer Pictionary Bestandteil. Soweit so gut und wir wollen mal ein paar Runden über die Spielbretter drehen.

Das Game Play / Multiplayer....

Möchte man loslegen, geht alles über den Modus Spielen. Da es ja logischerweise keinen Einzelspieler Modus gibt, handeln wir also das spielerische gleich hier mit ab. Auch der Grund, warum es keinen separaten Multiplayer Abschnitt gibt. Von daher sollte man also gleich von vornherein mindestens 4 Leute um sich versammeln, damit auch wirklich Spaß aufkommt. Die ideale Besetzung für einen gemütlichen Abend sind 2 Pärchen, die gegeneinander antreten und für den Spaß einer Pictionary Session zu haben sind. Alle anderen, die eher ein weiteres Gesellschaftsspiel im Stil von Mario Party suchen, sind hier definitiv falsch. Ihr habt also 4 Leute beisammen, dann kann es ja losgehen. Ihr habt zunächst die Auswahl aus 2 Varianten. Dem herkömmlichen Pictionary, wie man es auch als "Offline Variante" kennt und den Modus Pictionary Mania, der ein paar Gemeinheiten mitbringt und durchaus den Punkt Hektik und Überraschung ein wenig mehr in den Vordergrund rückt. Wir befassen uns erst mal mit der herkömmlichen Variante, anhand ich euch auch die Steuerung und Umsetzung etwas näher bringen kann. Bei beiden Modi gleich ist die Team Auswahl. Maximal 4 Teams sind im Spiel möglich, wobei eben die Anzahl der Mitglieder pro Team theoretisch unendlich sein kann. Sind dann halt mehr Personen zum Raten vorhanden. ;-) Begrüßt von einem Sprecher geht es danach auch schon auf das Spielbrett, das von den Teams auch Würfelaction verlangt. Zunächst geht es dabei um die Reihenfolge.

Gesteuert wird nun alles über das GameTablet, was zumindest in den Menus ein wenig umständlich abläuft. Denn hier sind die A und B Tasten der Remote nicht nutzbar, so dass alles über das Bewegen und Drücken des Stiftes gemacht wird. Da manche Auswahl und Bestätigungsfelder etwas klein geraten sind, teils etwas Tricky gemacht. Vor allem für ungeübte Mitspieler. Ein GameTablet reicht allerdings, so dass man in der Runde dieses immer nur weiterreicht. Beim Würfeln, egal in welcher Runde, macht man dabei einfach eine Wischbewegung mit dem gedrückten Stift. Danach laufen die Teams, die hier in Form animierter Würfel über die Bretter huschen, über die einzelnen Felder. Diese haben dabei eine spezielle Bedeutung, bringen aber noch nicht die Gemeinheiten der Mania Variante mit. Hier entscheiden die farblichen Felder einmal darüber ob nur ein Team oder alle mit raten dürfen, oder ob der Zeichner z.B. die Kategorie ansagen kann, aus der das gleich gezeichnete Motiv stammt. Danach kommt dann auch schon der Kern des Spiels zutage. Landet ein Team auf einem Zeichenfeld, so bekommt man zunächst die Auswahl, ob der zu erratende Begriff aus dem Kinder oder dem Erwachsenen Grad stammt. Unterschied ist hier, dass beim Kinder Modus ein helfender Begriff eingeblendet wird. Ansonsten fordert der Sprecher nun alle nicht beteiligten Teams auf, kurz wegzuschauen. In diesem Zeitraum wählt der Zeichner seinen Begriff. Dabei kann dies wahlweise einer von mehreren zu Auswahl stehenden sein, oder aber ein einzelner Begriff. Gefällt einem dieser nicht, kann man auch weiter drücken und sich einen neuen Anzeigen lassen, bis man seine Wahl getroffen hat.

Immerhin 2500 Begriffe bietet Pictionary, die man so eingebunden hat. Von einfachen Varianten reicht die Auswahl, bis zu Begriffen, wo man sich fragt wie man diese in der vorgegeben Zeit halbwegs sinnvoll hinbekommen soll. So Bekommt z.B. der Zeichner und dessen Team den Begriff -Sprungbrett- angezeigt. Jetzt ist es an der Zeit diesen künstlerisch zum Besten zu geben. Eine Leinwand taucht auf und der Zeichner versucht nun per GameTablet auf der Leinwand eine Zeichnung zu erstellen, aus dem die anderen Mitspieler den Begriff erraten sollen. Standard sind 90 Sekunden Zeit dafür. Dabei können die Teams jederzeit raten. Liegen sie falsch scheiden sie aus der Runde logischerweise aus. Schafft es ein Team den Begriff zu erraten, so bekommen sie einen Punkt und sind dran mit Würfeln. Schafft es kein Team geht's die Runde herum weiter. Mehr ist es eigentlich nicht, reicht aber eben aus um viel zu lachen, ob der eventuell kläglichen Versuche des Zeichners, eine sinnvolle Zeichnung hinzubekommen. Im Gegensatz dazu natürlich für den Zeichner lustig, auf was für Ideen die anderen Mitspieler so kommen. Genau das ist ja auch der Spaß in einem Pictionary. In der Mania Variante setzt man diesem Game Play noch eins drauf. Hier geht es in einer Art Treppe ein Spielfeld nach oben und es gelten zunächst grob die gleichen Regeln für das Würfeln und Bewegen. Nur das jetzt die Felder teils andere Bedeutungen haben und diverse kleine Gemeinheiten mitbringen. So gibt es hier Felder, auf denen der Zeichner nur gerade Linien benutzen und zeichnen darf. Hier ist dann auch das GameTablet so eingestellt. Oder ihr könnt nur diverse kleine Stempel benutzen, die man euch über den Zeichenbereich zur Verfügung stellt.

Aber das sind noch gar nicht mal die schlimmsten Varianten. Stellt euch vor, ihr zeichnet ein Bild für die anderen und der Zeichenbereich dreht sich dabei. Ein anderes Mal geht einem ständig die Tinte zur Neige, sprich man hat nur eine begrenzte Menge zur Verfügung, um seine Zeichnung zu vollenden. Die beiden extremsten Varianten sind die Falsche Hand und der Ohne Hingucken Modus. Bei der falschen Hand dürfen Rechtshänder die linke Hand zum Zeichnen nehmen, was es logischerweise sehr schwer macht, den Begriff zu zeichnen und damit für die anderen zu erraten. Im Ohne Hingucken Modus, geht es wie der Name schon sagt darum, das der Zeichner überall hinschauen darf, nur eben nicht auf den Leinwand Bereich. Eines gilt aber auch hier. Eine gewisse Eingewöhnung beim Umgang mit dem Stift und dem Tablet muss auch hier eingeplant werden. Mitspieler, die so was noch nie an einer Konsole gespielt haben, werden erst mal ein wenig herum probieren müssen. Von daher ist der Freie Malen Modus durchaus hilfreich. Alles in allem ein Spiel, das eine ganz klare Zielgruppe hat und auch nur für diese wirklich sinnvoll ist. Wer mit dem Thema nichts anfangen kann, den bringt auch das GameTablet inklusive Pictionary nicht dazu.

Grafik & Sound....

Grafisch gibt es so viel eigentlich gar nicht zu Schreiben. Über allem darf man aber dem Spiel eine äußerst farbenfrohe und effektreiche Umsetzung bescheinigen. Dafür, dass abseits des Malens das Thema eigentlich wenig hergibt, um grafisch etwas zu machen, bietet der Titel relativ viel. Die Spielbretter sind detailliert dargestellt, passende Dinge animiert und überall blinkert und funkelt es im Spielbereich. Technisch ohne Probleme, wäre hier alles andere aber auch sehr überraschend gewesen.

Auch beim Sound kann man das gleiche Lied anstimmen. Die Musiken, die man zu hören bekommt, sind einfacher und dudelnder Natur. Passen zum Spielgeschehen, ohne sich aufzudrängen. Highlight in diesem Bereich ist der Sprecher, der zwar schon nach einer gewissen Zeit immer irgendwie das gleiche erzählt, aber dennoch atmosphärisch etwas bringt. Nicht zuletzt durch die komplett deutsche Synchronisation.

Fazit....

Alles in allem ist Pictionary auf der Wii, das was man erwarten kann. Im Zusammenspiel mit dem uDraw GameTablet entfaltet das Spielprinzip schon seinen Reiz. Nach einer gewissen Eingewöhnung für ungeübte im Umgang mit dem Tablet und dem Stift, werden zumindest Runden mit 4 Spielern und mehr durchaus unterhaltsam. Weniger sollten es keinesfalls sein. Dafür lohnt die Anschaffung nicht. Ideal für größere Familien, die am Sonntagnachmittag mal ein wenig Unterhaltung daheim suchen. Hier erlebt man dann in größeren Runden einige Lacher bei den Versuchen der Zeichner, einen Begriff malerisch umzusetzen und im Gegenzug bei den anderen Teams, das eigene Gekritzel auch richtig zu deuten. Wer Pictionary mag und selber gerne mal in dieses Spielprinzip zuhause eintaucht, bekommt hier mit der virtuellen Variante eine ordentliche Umsetzung, die eine Menge Papier spart. ;-))

 

+ Für Pictionary Fans geeignet
+ 2500 fertige Begriffe
+ Gimmicks im Mania Modus
+ Präsentation/Dt.Sprecher
+ Mit Freunden unterhaltsam
+ Komplett Deutsch
- 4 Leute sind für Spaß Minimum
- Menu Handling umständlich
- Freies Malen nur Beiwerk
- Speicherverbrauch sehr hoch

GRAFIK: 69%

SOUND/EFFEKTE: 69%

MULTIPLAYER: 70%

GESAMTWERTUNG: k.W.

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