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Wii Nerf N-Strike
 
 
Nerf N-Strike - Wii
Kilian Pfeiffer (19.04.2009)

SYSTEM: Wii-PAL
ENTWICKLER: EA
GENRE: Action
SPIELER: 1-4 Spieler
HANDBUCH: Deutsch
SAVEGAME: 1 Seite
60HZ-MODUS: Nein
SCHWIERIGKEIT: 1-3
NUNCHUK: Nein
SPRACHHÜRDE: Keine
ALTERSFREIGABE: K.E.
PLII/HDTV: Nein/Nein
TERMIN: Erhältlich
PREIS: ca.60 Euro
KOMPLETTLÖSUNG: Nein
CHEATS / TIPPS: Nein
ONLINE/LAN: Nein/Nein
MII UNTERSTÜTZUNG: Nein

   
Einleitung....

Und schon wieder veröffentlicht ein Hersteller einen Wii-Titel, den er mit einem Zubehörprodukt aufwertet. Für die Käufer bringt das natürlich einen angenehmen Mehrwert, nicht nur ein bloßes Spiel, sondern gleich ein ganzes Set zu kaufen. Mit „NERF N-STRIKE" wird gleichzeitig ein Plastik-Blaster mitgeliefert, einer, der sich nicht nur für die Wii-Remote eignet, sondern mit welchem man als zweites Feature mit weichen Schaumstoffgeschossen schießen kann. Zwischenzeitlich gibt es im Fachhandel hierzu eine kaum mehr zu überschauende Palette an Plastikwaffen – dieses Mal mit federleichter Munition, die mithilfe von Druckluft verschossen wird. Einziger Wehrmutstropfen: Der Griff des „Switch Shot EX-3-Blasters" ist relativ knapp bemessen. Spieler mit großen Händen benötigen im Idealfall wohl eine andere Pistole, wenn sie diese während der Feuergefechte im Duo mit der Wii-Fernbedienung verwenden möchten. Optisch macht sie aber aufgrund ihrer hübschen Farbgebung (schwarz, gelb, orange) einiges her.

Menus und die Story....

„NERF N-STRIKE" ist im Endeffekt nichts anderes, als eine reine Arcade-Shooter-Umsetzung. Eine solche würde man auch in einer Spielhalle vorgesetzt bekommen. Nur hier eben exklusiv für die Wii programmiert und damit massenmarkttauglich gemacht. Verfolgt man die Story, wird schnell klar: Die Spielhalle ist der Ort des Ursprungs. Hier nimmt das Abenteuer seinen Lauf. Als Shane sollt Ihr zum ultimativen N-STRIKE-Agenten ausgebildet werden. Als ein solcher seid Ihr Herr über Blaster aller Art. Dass Shane einwilligt, ist angesichts der Verlockung kein Wunder. Für seine Mühen wird er mit diversen Blastern belohnt, die nach und nach während des Spielverlaufs freigeschaltet werden. Jene gilt es dann im „Missionsmodus", in einem freien Spiel, aber auch an der Mehrspieler-Front auszutesten. Zusätzliche „Codes" schalten weitere Wummen frei.

Das Gameplay....

Ein „NERF N-STRIKE"-Blaster schaut nicht nur recht gewaltig aus, nein, manchmal ist er dies auch wirklich. Je nachdem für welchen Ihr Euch entschieden habt, habt Ihr es mit Präzisionsblastern, aber auch mit durchschlagskräftigen Kawummen zu tun. Es gibt Vertreter, die pro Sekunde 16,7 Patronen abfeuern, andere wiederum schaffen gerade mal einen einzigen Schuss. Dafür ist dieser stärker in seiner Wirkung. Auch die Leistung ist ausschlaggebend, die Ladekapazität ebenso wie das Kaliber. Letzten Endes kommt man aber mit jeder der Waffen gut zurecht, auch lassen sich beinahe alle an Euch gestellten Aufgaben recht schnell lösen. Die eine Waffe eignet sich dann halt mal besser als eine andere, aber in der Regel macht eine jede ihre Aufgabe ganz gut.

Leider ist der vorliegende Titel was den Umfang betrifft, alles andere als eine Granate. Nach rund drei Stunden kann man „NERF N-STRIKE" ohne weiteres durchspielen, alle Blaster hat man dann zumindest einmal gesehen, exklusive Shooter findet Ihr über bestimmte Codes, die es einzugeben gilt. Vier Gegner stehen auf dem Plan: Komodo, Jackal, Raven und Tango – diese zu besiegen, ist das Ziel von Shane. Immer wieder warten Punktehürden darauf, von Euch bezwungen zu werden. So müsst Ihr beispielsweise eine Roboterarmee, die ungestüm auf Euch losstürmt, in ihre Einzelteile zerlegen. Mit dem Blaster anvisieren, die Pistole laden und mit großer Wucht die Kugeln gen Ziel feuern. Je nach Ergebnis wartet eine Bewertung in Form von Medaillen (bronze, silber, gold). Was uns gut gefällt, ist die zunächst angenommene spielerische Abwechslung: Es gibt einige Aufgaben zu erledigen, die sich aber – innerhalb der sowieso schon recht kurzen Spielzeit – wiederholen. So müsst Ihr beispielsweise weit entfernte Ziele direkt treffen, einen Stapel aus quadratischen Blöcken zerstören oder in einem Reaktionstest möglichst schnell – im Stile eines Wild West-Filmes – Roboter ausschalten. Oder Ihr zerstört alle Ziele, die sich Euch in den Weg stellen, sammelt per Treffer Power-Ups ein oder treibt sogenannte Magnosphären in vakuumbefüllte Tunnels, um Punkte zu kassieren. Oder aber: Ihr färbt jene Sphären in der Euch zuteil gewordenen Farbe ein. Erschwert wird das Geballer durch die andauernd kippende Arena, in welcher die Kugeln hin- und herwippen. Achten solltet Ihr darauf, dass Ihr jederzeit für neue Munition sorgt, die per Knopfdruck nachgeladen wird. Leider fehlt auf Dauer die Action, die man sich für einen solchen Titel gewünscht hätte. Leider bewegt sich der eigene Held wie auf Schienen – also nichts mit einem Third-Person-Shooter. Das ist insofern schade, als die eigenen spielerischen Möglichkeiten stark eingeschränkt sind.

Grafik & Sound....

Vor allem der Comic-Charakter von „NERF – N-STRIKE" weiß zu gefallen. Nicht nur die zahlreichen Sequenzen zu Beginn der Story, sondern die generelle Optik. Langweilig wirken die wenig abwechslungsreichen Gegner, auch die Areale sind nicht immer vom Feinsten, aber entsprechen dem Anspruch, der an das Spiel angelegt wird. Wesentlich benutzerfreundlicher und spannender hätte das Gameplay ausfallen können – hierzu hätte man einfach ein freieres Steuerungskonzept integrieren müssen. Es reicht einfach heutzutage nicht mehr, lediglich stupide das Ziel ins Visier zu nehmen. Wenn dem doch so ist, hätte man wenigstens die Rahmenbedingungen verbessern müssen.

Deutsche Sprachausgabe erfreut uns immer wieder. Diese wurde reichhaltig gestreut – alle Blaster-Erklärungen wurden mit deutschen Sprach-Samples unterlegt. Was die musikalische Komponente betrifft, erwartet den Spieler Durchschnittliches. Ok, manchmal kann man damit schon etwas anfangen, etwa dann, wenn man durch dunkle Tunnels huscht und hinter der nächsten Ecke einen Gegner erwartet. Ohrwurm-Kracher bekommt Ihr allerdings nicht vorgesetzt.

Multiplayer....

Bis zu vier Teilnehmer sind im Mehrspieler-Modus erlaubt. Eine Wii-Remote pro Spieler reicht aus und die „Action" kann beginnen! Ihr kreiert Wettbewerbe, die sich aus bis zu zehn Herausforderungen zusammensetzen. Je nach Belieben! Dass hier auch Spaß aufkommt, darf nicht verhehlt werden. Allerdings wäre der Unterhaltungsfaktor größer, wenn man sich durch riesige Arenen ballern könnte – ganz ohne „Schienen"-Zwang.

Fazit....

„NERF – N-STRIKE" kommt über den guten Durchschnitt leider nicht heraus. Ok, dem Titel liegt eine Plastik-Wumme anbei. Das war es dann aber größtenteils auch schon. Der Spielumfang ist viel zu kurz, um überhaupt eine gesonderte Erwähnung zu finden, auch die Abwechslung lässt bereits nach kürzester Zeit nach. Es fehlt der Motivationsfaktor, der bei einem solchen Casual-Titel vonnöten wäre. Herausforderung hin oder her – die Blaster-Merkmale sind zu identisch, um dem Titel eine taktische Komponente aufzudrücken. Ein einmaliges Durchspielen macht durchaus Laune – nach dieser kurzen Zeit ist der Großteil der Luft dann aber draußen.

 

+ Plastik-Blaster liegt bei
+ viele freischaltbare Wummen
+ witzige Story-Ideen
- zu knappe Spielzeit
- Gameplay wie auf „Schienen"
- Abwechslung kommt zu kurz
- recht leicht zu meistern

GRAFIK: 63%

SOUND/EFFEKTE: 63%

MULTIPLAYER: 62%

GESAMTWERTUNG: 60%

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