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Wii NBA Jam
 
 
NBA Jam - Wii
Matthias Engert (19.07.2011)

SYSTEM: Wii-PAL
ENTWICKLER: Electronic Arts
GENRE: Arcade Sport
SPIELER: 1-4 Spieler
HANDBUCH: Deutsch
SAVEGAME: 2 Seiten
60HZ-MODUS: Ja
SCHWIERIGKEIT: 3-9
NUNCHUK: Ja (CC)
SPRACHHÜRDE: Gering
ALTERSFREIGABE: USK0
PLII/HDTV: Ja/Ja
TERMIN: Erhältlich
PREIS: ca.30 Euro
KOMPLETTLÖSUNG: Nein
CHEATS / TIPPS: Nein
ONLINE/LAN: Nein/Nein
MII UNTERSTÜTZUNG: Nein

   
Einleitung....

Boom-Shaka-Laka. Lang lang ist es her, dass Videospiel Fans diese Worte hören konnten. Während Eingeweihte ganz genau wissen, woher dieser Spruch stammt, sind die jüngeren unter euch vielleicht nicht ganz so firm. Es war einmal vor langer Zeit, als Basketball Spieler mit riesigen Köpfen durch die Lüfte schwebten und vom Hallendach nach unten zum krachenden Dunking ansetzten. Beine gespreizt im Michael Jordan Style, versenkten sie teils als Feuerbälle dargestellte Würfe unter dem oben angesprochenen Slogan. Es war die Zeit, in der man NBA Jam in die Modulschächte steckte und einer Firma namens Acclaim huldigte. Ach ja das waren noch Zeiten. ;-)) Nein im Ernst. Eine Serie die seinerzeit mit der Inbegriff von spaßiger Sportaction war, erlebte nun auch sein Comeback auf der Wii Konsole. Was hierzulande ja mittlerweile auch mehr als Sinn macht. Nicht erst seit Detlef Schrempf in den 90ern und der mittlerweile etablierten deutschen Liga BBL ist das so. Wohl spätestens seit Dirk Nowitzkis NBA Titel vor ein paar Wochen, fällt Basketball und damit auch die Spiele dazu in unserem Land auf fruchtbaren Boden.

Menus und die Story....

Das Schöne an NBA Jam ist in meinen Augen die Tatsache, dass sich die Action Variante gleichermaßen an den NBA Simulationscrack richtet, sowie natürlich an alle die einfach nur abgedrehten Basketball Sport auf ihrem TV erleben wollen. Selten das ein Spiel sowohl Arcade und Sim-Spieler gleichermaßen glücklich macht. Wie sich zeigen sollte, schafft das NBA Jam auf eindrucksvolle Weise. Mittlerweile ist die Lizenz im Hause EA angelangt. Irgendwo auch logisch, haben sie mit ihrer NBA Live Serie seit Jahren das Simulationsgegenstück im Programm. Von daher sollte eigentlich spielerisch und technisch nicht viel schiefgehen. ;-) Merkt man auch schnell an den Rahmenbedingungen. Spielbar ist der Titel in allen Bild Modi der Wii Konsole. Textlich und in Sachen Sprachausgabe kommt das Spiel in Englisch daher. Was im Falle des Kommentators hier auch gut so ist. Denn wieder dürfen sich die Kenner alter Teile freuen, da man mit Tim Kitzrow genau den gleichen Sprecher hören kann, wie zu den alten Zeiten. Und er hat auf der Wii jede Menge neuer Sprüche auf Lager. ;-) Speichertechnisch müsst ihr 2 Seiten bereithalten und dürft euch in Sachen Sound auf gelungenen Surround Sound freuen. Krönender Abschluss und auch hier das Killer Feature schlechthin ist der Multiplayer. Wer damals schon gerne mit Kumpels Körbe der anderen Art geworfen hat, wird die neue Variante lieben. Denn es gibt einige neue Spielmodi in NBA JAM, die auch auf lange Sicht eine Menge Spaß machen. Einzig ein Online Modus fehlt. Der hätte hier wirklich gepasst. Schade dass man diesen nicht eingebaut hat. Über eine Story müssen wir uns hier nicht unterhalten. Die gab es damals schon nicht und natürlich auch nicht im Jahre 2011. Hier geht es einzig darum, in den einzelnen Spielmodi auch allein sein Team zu Erfolgen zu führen, um die schier unüberschaubaren Secrets alle einmal zu sehen.

Schade das auch dieser Titel zunächst keinen Vorspann bietet. Hier hätte sich direkt ein kleines Remake Video mit Szenen von damals und heute angeboten. Na gut, man wird ja noch mal träumen dürfen. ;-) Hier wartet stimmige Hintergrund Musik im Rap Stil auf das Loslegen des Spielers. So landet man als Spieler schnell auf dem eigentlichen Hauptmenu, das zunächst nur wenige Auswahlpunkte bietet. Keine Sorge, das teilt sich noch reichlich auf. Neben den beiden spielerischen Punkten Play Now und den Game Modes, warten zusätzlich das Jam Camp und die Extras. Bietet das Jam Camp ein Trainingsmodus, um die Steuerung kennenzulernen, verbergen sich hinter den Extras andere Dinge. Hier findet man eine Statistik für alle Erfolge und Ergebnisse des Spielers. Zusätzlich kann man hier die Trophäensammlung der Jam Challenges einsehen, die man bekommt, wenn man bestimmte Erfolge oder Ziele im Spiel erfüllt hat. Dazu kann man die Credits begutachten und sich die einzelnen Steuersetups anschauen. Leider nur anschauen und nicht verändern. Ebenfalls über das Hauptmenu erreichbar sind die Optionen, die man aber überall im Spiel anwählen kann. Übergeordnet kann man hier neben soundtechnischen Dingen, vor allem den Schwierigkeitsgrad einstellen. Neben 3 normalen und bekannten Varianten, kommt als 4.Variante der Grad Wahnsinnig dazu. Wer denkt er hätte was drauf, darf sich gerne mal daran versuchen. Ihr werdet schon sehen was ihr davon habt. ;-)) Aber um diesen einmal zu probieren, sollte man ein wenig Erfahrung mit dem Spiel haben. Also nichts wie rauf auf das Parkett in NBA Jam auf der Wii.

Das Gameplay....

Bevor man hier loslegen will, sollte man sich durchaus überlegen, mit welcher Steuerungsmethode man spielen möchte. NBA Jam bietet euch 3 Varianten an. Zum einen könnt ihr mit dem Doppel Remote / Nunchuk loslegen, per quer gehaltener Remote allein, oder aber mittels des Classic Controllers. Mag es vielen jetzt vielleicht logisch erscheinen, aufgrund der alten Zeiten den Classic Controller zu nehmen, so muss man hier durchaus den Finger heben. Denn in den Optionen kann man zwar die Setups einsehen, aber eben nicht ändern. Und nach einigem Probieren empfand ich die Belegung des Classic Controllers als nicht ganz glücklich. Ist zwar wie immer Geschmackssache, aber ich kam mit dem Remote / Nunchuk Doppel immer noch am besten zu recht. Von daher bezieht sich die Vorstellung der Steuerung auch auf diese Variante. Ein Profil in dem Sinne legt man hier nicht an. Zumindest keines, das Modi-übergreifend funktioniert. Viel mehr kann man in den einzelnen Varianten immer wieder neue und voneinander unabhängige Profile anlegen und natürlich auch löschen. Der erste Gang sollte euch im Spiel durchaus in das Jam Camp führen. Hier erwartet euch ein Trainingsmodus, der euch die Grundlagen der Steuerung beibringt. Auch dies war schon damals eine Stärke der Serie. Keine komplizierte "100-Tasten Steuerung", sondern die Beschränkung auf das Wesentliche, um einfach Spaß zu haben. Das haben die Entwickler auch hier hinbekommen und ich will euch die Grundsteuerung einmal näher bringen.

Innerhalb des Jam Camp steuert man nur einen kleinen Dummy und muss eine bestimmte Anzahl an Vorgaben erfüllen. Auch hier gibt es schon eines von über 100 Boni im Spiel. Denn beendet ihr das Jam Camp, schaltet man gleich mal die großen Köpfe auf dem späteren Parkett frei. Die Steuerung teilt sich auch hier in die Offense und Defense Variante auf. Bei beiden gleich ist die Bewegung des Spielers mittels des 3D Sticks des Nunchuk. Ebenso das Nutzen der Turbo Funktion, die man über das drücken der Z-Taste abdeckt. In der Offensive deckt nun der A-Knopf den Pass ab, während eine Aufwärtsbewegung mit der Remote und zum richtigen Zeitpunkt das Abwärtsgegenstück den Wurf abdeckt. Auch die Freunde der Crossover kommen zu ihrem Recht und mittels Z+B deckt man diesen Move ab. Zu guter Letzt gibt es per B-Taste den Spin auf dem Feld, um einen Spieler auch mal ins Leere laufen zu lassen. Dinge wie Call's zum Mitspieler um den Ball zu bekommen, oder ein Pump Fake sind ebenso enthalten. Einen krachenden Dunking setzt man hier dann an, wenn man sich in Korbnähe befindet und laufend die Auf und Abwärtsbewegung macht. Wobei nicht jeder Spieler den Dunking auch kann! Aber dazu später mehr. In der Defense kommt mit der freien Bewegung der Block zu seinem Recht, während die B-Taste den Steal abdeckt. Mittels Z+B schubst man den Gegner um, was hier ja auch keinerlei Strafen nach sich zieht. Denn so ziemlich die einzigen Regeln der echten NBA findet man in Form der 24 Sekunden Regel und beim möglichen Aktivieren des Goaltending. Ansonsten heißt es einfach nur Spaß haben. ;-)

Anwenden kann man seine ersten Gehversuche nun in den Game Modes. Denn hier schlummern das Herzstück und die eigentlichen Varianten um Spaß zu haben. Über allem steht die Klassik Tour und die Remix Kampagne. Dazu kommen weitere tolle Remix Modes wie Dominanz, Elimination, 21, Schmettern und die Boss Battles. Alles Modi auf die ich später noch kurz eingehe. Erst mal wollen wir uns den beiden Hauptvarianten widmen. Zunächst die so mehr oder weniger bekannte Klassik Kampagne. Diese stellt eigentlich nichts anderes dar, als ein riesiges Turnier durch alle Divisions der NBA und bietet dazu auch die Boss Battles gegen die sogenannten Legend Teams. Wobei das Wort Team hier anders interpretiert wird. Denn entscheidet man sich für ein Team, stehen euch zunächst jeweils 3 Spieler daraus zur Verfügung. Positiv das wir als Spieler diese bei EA im Vorfeld wählen konnten. Und Dank Lizenz sind natürlich nur reale Recken aus der 2010er Saison dabei. Im Falle der Dallas Mavericks stehen euch Dirk Nowitzki, Jason Kidd und Gerald Butler zur Verfügung. Wählen dürft ihr für das Spiel selber aber nur 2 davon. Denn mehr machen ein Team nicht aus und in NBA Jam gibt es einmal mehr nur das typische Arcade 2-2 Game Play. Und Unterschiede sind durchaus vorhanden. Man selber steuert ja immer nur einen der Spieler, sprich der andere wird immer von der CPU übernommen. Man kann auch nicht im Spiel hin und herschalten. Im Falle der Mavericks wirkt sich das z.B. so aus, dass Jason Kidd als Aufbauspieler hier durch persönliche Stats nicht Dunken kann. Das kann dann nur Gerald Butler oder eben Dirkules. So dauerte es bei mir nicht lange, dass ich oft das voreingestellte Team geändert habe und immer mit Butler und Dirk aufs Parkett bin.

Ziel in der Klassik Kampagne ist es simpel gesagt Meister zu werden. Man tritt nach und nach gegen alle NBA und Legend Teams an. Immer nacheinander zählt hier logischerweise nur der Sieg um weiter zu kommen. Positiv das die Legend Teams und deren Spieler euch dann überall zur Verfügung stehen. Für mich durchaus mit Gänsehaut Momenten behaftet, da ich seit den 90ern ein glühender NBA Fan bin. Und in der Blütezeit der Meister Ära um die Chicago Bulls, gehörte mein NBA Fan Herz den New York Knicks um Patrick Ewing und John Starks. Und genau die sind eines der vielen Legend Teams und hier dann auch wählbar. Das hat schon was und ist für ältere NBA Fans eine wahre Fundgrube. Klar dass man so die Teams immer wieder erweitert und so z.B. auch Generationen auf dem Parkett erleben kann. Im Falle der Knicks z.B. ein Stoudamire und Ewing als Team. Fand ich richtig Klasse. Doch zurück zum Spiel. Will man loslegen gibt es keinen überflüssigen Schnickschnack. Nach angenehm kurzen Ladezeiten, findet man sich auf dem Parket wieder und das Spiel beginnt. Festgelegt ist die Zeit der einzelnen Viertel. Jeweils 2 Minuten lang, ist das durchaus die richtige Länge. In der typischen NBA Jam Sichtweise von der Seite spielt sich hier alles ab. Der Game Speed ist dabei angenehm schnell und die Steuerung geht wirklich schnell in Fleisch und Blut über. Das einzige an das man sich etwas gewöhnen muss, ist eben die Tatsache den zweiten Spieler nie steuern zu können. Unterbewusst ertappt man sich immer mal wieder bei dem Versuch. Aber auch das geht vorbei. Auf dem Parkett erwartet euch je nach Schwierigkeitsgrad ein machbarer Gegner, bis hin zu irrwitzigen Ergebnissen gegen euch. Hier hat man die Grade wirklich gut abgestuft.

Bedingt durch das Fehlen vieler Regeln, der Tatsache dass es kein wirkliches Aus gibt und dem Platz bei nur 2 Spielern pro Team, geht es schnell an das Eingemachte. Man passt sich den Gegebenheiten sehr schnell an und die 24 Sekunden verbraucht man nur selten pro Angriff. ;-)) Highlights sind immer die Dunkings. Auch hier funktioniert z.B. das Pass Spiel perfekt. Steigt der CPU Mitspieler auf, drückt man schnell die Pass Taste und der Mitspieler kracht den Ball in den Korb. Viele kleine grafische Gimmicks unterstützen das Ganze. Die höchsten Weihen erreicht man auch hier bei 3 Korberfolgen hintereinander, ohne dass der Gegner trifft. Dann erlebt man einen der bekanntesten Videospiel Momente - "He's On Fire". Dann brennt nicht nur der Korb des Gegners, sondern auch der Ball, wenn ihn der Spieler führt, der sich in diesem Modus befindet. Die Folge sind nun die aberwitzigsten Dunks. Allein die Drehungen in der Luft und vor allem der Luftstand an sich sind Klasse gemacht. Hier springen die Spieler bis zur Hallendecke, die Kamera zoomt auf und es kracht. NBA Jam Game Play vom feinsten, das später mit einem oder mehreren Freunden noch mehr Laune macht. Die leichtgängige Steuerung und gute KI machen den Spaß aus und in den höheren Graden wird es auch nicht langweilig. Wirklich überlegen ist man nur auf Easy. Aber den Grad legt man schnell ab. Wesentlich schwerer ist der zweite große Modus, die Remix Tour. Diese ist in der Form neu im Spiel und bietet euch auch die anderen angesprochene Arcade Modi gleich mit an. Auch hier ist zunächst alles vergleichbar in Sachen Team Wahl, Spielzeit und den Regeln. Nur kommen hier andere Dinge dazu. Zunächst spielt man hier Division-unabhängig gegen ebenfalls alle Mannschaften der NBA, inklusive seines eigenen gewählten. Wer also Dallas ausgewählt hat, spielt hier sozusagen auch mal gegen sich selbst.

Um hier voran zu kommen, erwarten euch die Gegner nun aber auch in den anderen Spielvarianten, die ich euch hier gut vorstellen kann. Belohnungen und Spielziele sind hier in Form von Gold, Silber und Bronze machbar, so dass es auch länger dauert, ehe man hier etwas erreicht hat. Erster Modus ist Remix 2-2. An sich nichts anderes als in der Klassik Variante, nur mit dem Unterschied das nun auch Power-Ups auf dem Parkett herumliegen und eine große Rolle spielen. Das fängt bei einer Power Variante an, bei dem euch kein Gegner der Welt vom Korberfolg abhalten kann, reicht über eine aberwitzige Geschwindigkeit auf dem Parkett, bis hin zu Varianten, wo man schrumpft oder die Präzision verbessert. Hier kommen dann auch ganz andere Ergebnisse heraus. Teams gegen die man auf dem gleichen Grad in der Klassik Variante noch locker gewonnen hat, zeigen euch hier schnell die Grenzen auf. Im Dominanz Modus muss man Körbe von bestimmten Punkten auf dem Parkett erzielen. Im Modus 21 siegt das Team, das zuerst 21 Punkte erzielt. Richtig cool finde ich den Modus Schmettern, bei dem es das Ziel ist das Brett samt Korb des Gegners zu zerstören. Das Brett besitzt wie eine Art Lebensleiste und jeder Korb verringert diese Energie. Klar das Dunkings mehr abziehen als Korbleger. Höchste Abzüge gibt es bei On Fire Moves. Hier brennt die Halle. ;-) Auf jeden Fall sehr abwechslungsreich gemacht und später auch im Multiplayer einer der vielen gelungenen Modi. Wie unten zu lesen gibt es im Spiel ja noch weitere Varianten. All dies sorgt für einen Heidenspaß, der auch allein lange vor dem Bildschirm hält. Denn auch Niederlagen erlebt man zuhauf und in jedem Rematch will man es besser machen. Natürlich kann man diese Varianten auch einzeln Just for Fun spielen und muss nicht zwingend einen Freund zur Hand haben oder gleich eine komplette Tour beginnen. Wobei aber natürlich eine komplette Tour viel motivierender ist.

Grafik & Sound....

Grafisch haben die Entwickler versucht, eine Mischung aus dem alten Grafikstil und den aktuellen Möglichkeiten hinzubekommen. Wie ich finde ist ihnen das recht gut gelungen. Die Mischung aus den bewegten Bereichen, samt der Anlehnung an alte Bitmap und Sprite Zeiten ist durchaus eine Stärke des Spiels und trägt zum Flair von NBA Jam mit bei. Denn man erwartet hier gar nicht mal unbedingt die HighRes Grafik mit geschmeidigen Bewegungen. Arcade Action mit Luftständen ohne Ende, kann man ja teilweise auch nur mit brachialen Animationen umsetzen. Genau das bietet der Titel. Technisch sehr flüssig und ohne Probleme im Spiel selber, gehört auch dies ebenfalls auf die Haben Seite. Schön das man jede Halle auch entsprechend der Teams umgesetzt hat. Dazu auch reichlich Phantasie Varianten, die vor allem den Legend Teams zugutekommen. Das man in Sachen Gesichtern, die man bei vielen Aktionen auch mit Mimik versehen hat, dennoch sehr gut erkennt um wen es sich handelt, ist dann sicher ein Verdienst der aktuellen technischen Möglichkeiten. Und ich meine damit nicht nur die aktivierbaren großen Köpfe. Ich für meinen Teil kann dem Stil hier sehr viel abgewinnen.

Beim Sound ist es eigentlich ähnlich. Auch wenn keine bekannten Interpreten oder Stücke zu hören sind. Die Musik ist Basketball like immer im Rap Stil gehalten, was hier natürlich sehr passend rüber kommt. Auch die Effekte sind in Ordnung und vor allem die krachenden Dunkings, samt dem On Fire Game Play, sind auch akustisch gut umgesetzt. Und dennoch ist das Highlight beim Sound etwas anderes. Denn mit dem Sprecher der Originals Tim Kitzrow, hat EA einen tollen Schachzug gelandet. Gerade die älteren Spieler unter uns, kennen die Sprüche nur zu gut. Und in der aktuellen Version sind viele schräge Sprüche dazu gekommen und kaum eine tolle Aktion auf dem Parkett bleibt unkommentiert. Auch so kann man das Flair eines Spiels durchaus heben.

Multiplayer....

Der Mehrspieler ist das eigentliche Killer Feature des Spiels. Das war schon damals so und ist auch 2011 nicht anders. Auch wenn man sagen muss, das aufgrund des umfangreichen Einzelspieler Modus, die Spielzeit und der Langzeitspaß auch allein hoch ist. Dennoch mit Freunden hier loszulegen ist ein Genuss. Sobald sich 2 oder gar 4 Freunde einfinden, die dem NBA Jam Spielprinzip zugetan sind, kommt Freude auf. Dabei stehen euch ja auch wirklich alle Varianten zur Verfügung. Sei es eine normale Partie, oder aber eben auch alle Remix Modi. Genau das ist die Stärke des Spiels. Sind hier vor allem viele Legend Teams und Hallen freigespielt, machen gerade diese Modi viel Laune. Dabei kann man entweder in Teams an den Start gehen, aber im Falle der Domination oder Elimination auch im Jeder gegen Jeden Game Play glänzen. Dennoch finde ich die Variante Schmettern, bei dem es darum geht das Brett des Gegner Teams zu zerstören auch hier sehr stimmig. Alles in allem eine sehr runde Sache und eine willkommene Abwechslung im Mini Spiel Universum auf der Wii.

Fazit....

NBA Jam ist wirklich eine sehr positive Überraschung auch Abwechslung auf der Wii. Normalerweise verlieren diese Remakes etwas vom Flair des Originals. Da helfen dann auch die neuen technischen Möglichkeiten oft nicht weiter. Das ist hier anders und EA hat den Spagat hinbekommen, das Flair des Originals in die aktuelle Ära mit rüber zu retten. Ich für meinen Teil, der schon mit dem Acclaim Original seinen Spaß hatte, war auch hier schnell wieder Feuer und Flamme. Technisch ohne Probleme, gefällt die reine Spielaction ungemein. Schnelle Arcade Action, die Spaß ohne Pause bietet, wird hier abgerundet durch viele gelungene Spielmodi. Das bringt dann selbst für den Einzelspieler einen Gewinn, der hier durchaus eine Weile zu tun hat, um die Unmengen an Secrets zu erspielen. Dazu mit der Original Stimme aus alten Tagen - Tim Kitzrow, auch atmosphärisch sehr gelungen. Die gute Mischung aus alten Grafikelementen und neuen Bestandteilen heben den Titel klar aus der Masse heraus. Wer dem Spielprinzip zugetan ist, oder gar das Original noch in spaßiger Erinnerung hat, sollte zugreifen.

 

+ Arcade Spaß vom Feinsten
+ Geeignet für Sim/Arcade Cracks
+ Einfache Steuerung
+ Reichlich Inhalte
+ Sprecher Urgestein Tim Kitzrow
+ Multiplayer rockt das Haus :-)
+ Unmengen an Secrets
- Online wäre der I-Punkt
- Steuersetups nicht änderbar

GRAFIK: 77%

SOUND/EFFEKTE: 84%

MULTIPLAYER: 85%

GESAMTWERTUNG: 81%

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