konsolenkost.de

 
Wii Mario&Sonic bei den Olympischen Winterspielen
 
 
Mario&Sonic bei den Olympischen Winterspielen - Wii
Matthias Engert (01.11.2009)

SYSTEM: Wii-PAL
ENTWICKLER: Sega
GENRE: Sportspiel
SPIELER: 1-4 Spieler
HANDBUCH: Deutsch
SAVEGAME: 33 Seiten
60HZ-MODUS: Ja
SCHWIERIGKEIT: 1-6
NUNCHUK: Ja
SPRACHHÜRDE: Keine
ALTERSFREIGABE: K.E.
PLII/HDTV: Ja/Ja
TERMIN: Erhältlich
PREIS: ca.40 Euro
BALANCE BOARD: Ja
CHEATS / TIPPS: Nein
ONLINE/LAN: Ja/Nein
MII UNTERSTÜTZUNG: Ja

   
Einleitung....

Theoretisch hat Sega mit den Olympia Lizenzen durchaus eine regelrechte Gelddruckmaschine an Land gezogen. Dazu noch die Zusammenarbeit mit Nintendo, um neben den eigenen Sega Rackern auch die Nintendo Helden in das Spiel zu bekommen. Auf dem Papier eigentlich ein Selbstläufer und nichts dürfte dem kommerziellen und spielerischen Erfolg im Wege stehen. Na ja ganz so ein Selbstläufer ist das ganze auch wieder nicht. Im Verhältnis der Möglichkeiten, die man mit einer Olympia Lizenz durchaus zur Verfügung hat, war schon die Sommer Variante nicht ganz das was man sich erwartet hat. Hätten nicht hier und da Kleinigkeiten an Olympia in Peking erinnert, das ganze hätte auch als ausladendes Party Sportspiel durchgehen können. Nicht abstreiten möchte ich natürlich den Spaßfaktor mit mehreren Leuten, aus dem Spiele wie diese durchaus ihren Reiz ziehen. Zudem hatte die Sommer Variante wenig Konkurrenz zu befürchten. Ende 2009 schickt Sega nun den zweiten Vertreter ins Rennen und die Spieler dürfen sich Fit machen für Vancouver 2010. Denn auch die Winterspiel Variante von Mario & Sonic trägt das Siegel "Offizielles Videospiel". Hier allerdings trifft der Titel vor allem spielerisch auf weitaus größere Kaliber, was die Konkurrenz angeht. Zumindest auf inhaltlichem und spielerischen Glatteis. Denn trotz des Klempners und des Igels auf dem Cover, muss ein solcher Titel auch spielerisch überzeugen. Wie gut die Chancen stehen, dieses Siegerpodest zu erklimmen und ob es für eine Medaille reicht, soll euch wie immer der Test verraten.

Menus und die Story....

Der Titel aus dem Hause Sega, bei dem Nintendo natürlich auch wieder zur Seite stand, bietet im Vergleich zur Sommer Variante viele Parallelen beim Drumherum, aber auch ein paar Neuigkeiten. Geblieben sind die technischen Details. In Sachen Bildmodi stehen euch alle Varianten zur Verfügung, welche auf der Wii machbar sind. Sprachlich bietet man euch erneut ein komplett deutsches Spiel. Sowohl was die Texte angeht, aber auch bei der enthaltenen Sprachausgabe. Auch wenn es dazu später noch ein paar spezielle Wort geben wird. Neben dem obligatorischen Multiplayer für bis zu 4 Spieler, bietet die Winter Variante nun auch eine Balance Board Unterstützung, die ja mittlerweile zum guten Ton gehört. Über die Art und Weise kann man allerdings streiten. Mit 33 Seiten recht happig, was den Wii Speicher angeht, ist auch das Thema Wi-Fi und damit eine Online Möglichkeit eingebunden. Leider allerdings wieder nur die Variante seine Rekorde hoch zu laden und sich selber so mit anderen Spielern Weltweit zu vergleichen. Eine Story gibt es natürlich schon, schließlich haben wir hier das Offizielle Videospiel in den Händen. So dreht sich natürlich alles um die Olympischen Winterspiele und dem Erringen von Siegen und Medaillen durch die enthaltenen Nintendo und Sega Charaktere. Allerdings und hier greift der gleiche Kritikpunkt wie beim Sommer Pendant. Die Präsentation der Winterspiele selber ist äußerst dürftig. Auch hier könnte man den Olympia Hintergrund heraus nehmen und hätte kaum weniger Atmosphäre als beim hier gebotenen. Nicht der einzige Punkt wo mit der Lizenz einiges mehr drin wäre.

Sehr gelungen ist wieder der Vorspann, der durchaus erstmal schnell Lust auf mehr macht. Qualitativ sehr gut gemacht, werden alle Charaktere vorgestellt und man fühlt sich als Konsolero schnell zuhause. Zunächst legt man eines von mehreren möglichen Profilen an, unter dem eure Fortschritte und vor allem Erfolge gespeichert werden. Danach begrüßt euch der schnell nervig werdende Sprecher auf dem eigentlichen Hauptmenu. Neben dem Überpunkt Winterspiele bietet man euch die Partyspiele, den Punkt Einkaufen, die Rekorde Rubrik samt den Optionen. Dazu kommt ein Art Mailpostfach, das euch zu bestimmten Zeitpunkten mit mehr oder weniger wichtigen Nachrichten erfreut. Der Punkt Einkaufen bringt euch zu den mehrfach vorhandenen Shops im Spiel, die man hier direkt anwählen kann. Da diesmal auch einiges an kaufbaren Secrets im Spiel schlummert erstmal positiv. Auf die Partyspiele, die man auch allein angehen kann, gehe ich dennoch erst weiter unten im Multiplayer Abschnitt ein. Bleiben zunächst die Optionen, die neben Sound und Balance Board Einstellungen einen weiteren gelungenen Punkt bieten. Als eines der wenigen Spiele auf der Wii dürft Ihr den Wetterkanal, sofern der bei euch genutzt wird aktiviert werden, so das Ihr je nach eingestelltem Ort die dortigen aktuellen Wetterverhältnisse auch im Spiel gelten. Mehr ist es hier nicht und wir schauen uns den Punkt Winterspiele nun im Gameplay Teil etwas genauer an.

Das Gameplay....

Also zunächst mal nichts wie rein in den Wintersport Modus. Einmal angekommen, erwartet euch auch hier ein Hauptmenu, beim man aus 4 verschiedenen Spielmodi wählen kann. Über allem thront hier der Hauptmodus - das Sportfest. Ein etwas unglücklicher Titel wie ich finde. Denn das was eher nach einem Provinzveranstaltung klingt, stellt den eigentlichen "Story Modus" für die Olympia Umsetzung dar. Dazu kommt der Einzelmatch Modus, bei dem man alle enthaltenen und freigespielten Sportarten und deren Disziplinen angehen kann. Dazu kommt das Training um sich mit der Steuerung zu befassen und zu guter letzt der Punkt Balance Board. Hier geht es aber nicht darum dieses für andere Modi zu aktivieren, sondern hier wird gleich gespielt. Allerdings schade das man so nur einen Spieler unterstützt. Mehrspieler Action geht leider nicht. Auch nicht Nacheinander, was mit einem Seitenblick auf andere BB Spiele ja durchaus gehen kann. Balance Board Fans bleiben also mit den Winterspielen einsam vor ihrem TV Gerät. Das Thema Steuerung kann man auch vernachlässigen, da im Spiel selber vor jeder Sportart und Disziplin eh die Steuerung vorgestellt wird. Zwar wird man dort dann gleich in die Action geworfen, aufgrund der relativ seichten Umsetzung ist das aber bei weitem kein Problem. Man muss also nicht erst zig Trockenübungen absolvieren um hier Erfolge zu haben. Also können wir uns gleich dem Hauptmodus widmen und starten ein Sportfest. Beginnt man ein Sportfest, gilt es zunächst die Rahmenbedingungen abzustecken. Wählen könnt Ihr zunächst ob Ihr allein oder im Team antreten könnt. Gegeneinander z.b. zu Zweit das Sportfest zu spielen geht leider nicht. Habt Ihr euch entschieden, dürft Ihr die Eröffnungsfeier auf euch wirken lassen, die zwar im gleichen guten Stil wie der Vorspann gemacht ist, aber auch hier wenig Bezug zu Vancouver selber nimmt. Danach folgt die Charakterwahl. 20 Recken stehen euch zur Auswahl, was 4 mehr sind als bei der Sommer Variante. Dazu kommen erneut die Mii Charaktere eurer Wii, die ihr hier mit einbinden könnt. Und glücklicherweise hat man hier auf die Kritik zum Vorgänger gehört und bindet diese auch als verbesserbare Charaktere ein. Denn wieder bieten alle Charaktere im Spiel 4 verschiedene Fähigkeitsleisten, die nun über Belohnungen verbesserbar sind. Aber dazu weiter unten etwas mehr.

Sobald Ihr nun diese Vorbereitungen abgeschlossen habt, dürft Ihr nach den höchsten Weihen Olympias streben - den Medaillen. Wäre ja auch ein Ding, wenn es hier um Sportfest Abzeichen gehen würde. ;-)) Gewundert hätte es mich hier und da allerdings nicht. Der Ablauf eines Sportfestes, das ihr möglichst mehrmals spielen könnt und solltet, ist immer gleich. Euch stehen 16 Tage zur Verfügung um hier möglichst als Sieger das Sportfest zu verlassen. Wobei auch dies allerdings eine Mogelpackung darstellt. Denn 3 Tage gehen im Spiel für die Eröffnungs- und Schlussfeier drauf, sowie für einen Tag an dem man nur Shoppen gehen kann. Effektiv warten 13 Tage spielerische Action. An diesen Tagen bietet man euch wahlweise 2-3 Sportarten und Disziplinen an. In den ersten Durchgängen des Sportfestes oft nur als Trainings und Aufwärmdurchgang enthalten, muss man wie schon erwähnt mehrmals das Sportfest angehen um auch die entsprechenden Wettbewerbe um Medaillen dazu spielen zu können. Dazwischen in regelmäßigen Abständen, erwartet euch das Highlight des Sportfestes. Kleine Zwischengegner Wettbewerbe 1 - 1 gegen einen bekannten Bösewicht aus dem Sega und Nintendo Universum. Bis dahin gilt es nun die ersten Tage hinter sich zu bringen, die an sich immer gleich ablaufen. Ihr habt pro Tag eine Auswahl an Disziplinen. Knapp 30 davon erwarten euch im Spiel insgesamt, wobei z.b. nur derer 14 mit Balance Board und eben nur allein spielbar sind. Dazu muss man wissen, das es zu den realen Disziplinen auch sogenannten "Traum" Gegenstücke enthalten sind, bei denen sich die Entwickler abseits der realen Regeln mal austoben konnten. Soweit erstmal die groben Rahmenbedingungen. Schauen wir nun mal ein wenig in die spielerische Umsetzung und was die enthaltenen Sportarten und Disziplinen dem Spieler eigentlich so abverlangen. Bevor ich darüber ein Wort verliere, gleich 2 Negativpunkte vorneweg. Zum ersten fängt nach dem 3. Tag der Sprecher an zu Nerven. In seiner schreienden und immer gleichen Art brennt er sich sehr schnell im negativen ein, glaubt mir. Zum zweiten sind die Ladezeiten vor und nach allen möglichen Bildwechseln zuviel des Guten. Untermal von einer immer gleichen Soundschleife, nehmen diese viel vom flüssigen Spaß eines solchen Spiels. Selbst wenn man Disziplinen abbricht oder z.b. nicht schafft, durchläuft man diesen ganzen Ladevorgang erneut. Das hat mich wirklich sehr gestört.

Da nun das Balance Board hier keine Rolle spielt, wird in Sachen Steuerung rein auf die Remote allein oder im Zusammenspiel mit dem Nunchuk gesetzt. Auch hier gibt es nach dem Testzeitraum was zu Maulen. Im Vergleich zu anderen Sportspielen und auch wieder dem eigenen Vorgänger, ist diese weit weniger Spaßig umgesetzt worden. Oder bessere gesagt ist sie recht einfach und überschaubar gehalten. Kleine Muskelkater hier und da, wie man sie bei dieser Art Spiele durchaus bekommen kann, ist hier so gut wie nicht möglich. Anhand der vielleicht bekanntesten Sportarten will ich mal das Steuerungssystem verdeutlichen. Wobei man die enthaltenen Varianten in Speed, Geschick und Timing Spielchen eingrenzen kann. Eine der ersten Disziplinen ist die Abfahrt. Eine halbwegs lange Piste, bei der es den Hang hinunter darum geht, möglichst schnell zu sein und keine Tore zu verfehlen. Sonst greift hier das WiiFit Prinzip mit 2 Strafsekunden. Ein Punkt wo man sich später vielleicht Schwierigkeitsgrade gewünscht hätte, die solche wie auch reale Regeln abdecken. Auch wenn man es nicht unbedingt erwarten würde, das Wort Simulation in irgendeiner Hinsicht sollte man hier also nicht in den Mund nehmen. Gespielt werden die Disziplinen aus der Third Person Sichtweise mit einer festen Kamera. Steht man nun am Starthäuschen, geht der Start wie in vielen Disziplinen dieser Art ab, wo man aus dem Stand startet. Man hält die Remote nach oben, wartet den 3-2-1 Countdown ab und bewegt die Remote zum richtigen Zeitpunkt schnell nach unten. Dann gibt es verschiedene Arten des Starts und Ihr schießt nach vorn. Unterstützt von diversen kleinen Speed Effekten in der Grafik, unterstützen euch nun bekannte Automatismen beim Lenken. Hier z.b. hält man beide Controller wie Skistöcke und kann somit durch die Tore fahren. Zieht man die Controller nach oben wird man langsamer und nach vorn um schneller zu werden. Theoretisch! Denn man erlebt es oft, das partout nichts passierte und man mit dem immer gleichen Speed auch versucht, die engsten Tore zu bekommen. Eingeblendet bekommt Ihr dabei immer die aktuelle Zeit, die durchfahrenen Tore und eine Fabelzeit der Entwickler. Wohlgemerkt keine der aktuellen CPU Sportfest Gegner, was einen gerne mal kurz verwirrt. Im Ziel angekommen bekommt Ihr dann eure Wertung präsentiert und beim Erreichen des Podests eine kleine Siegerehrung. Recht kurz und einfach gehalten, geht es danach auch schon weiter.

Was man bei entsprechenden Leistungen erhält, sind sogenannte Sternenmarken, die hier die Währung abdecken. Später im Shop Bereich, der gleich mal mehrere davon bereit hält, kann man sich so verschiedene Belohnungen kaufen. Vieles was man eigentlich nicht braucht, gibt es aber glücklicherweise auch sinnvolles Sachen. Bei den Speed Disziplinen gibt es solche auf Ski, wie auch z.b. im Bob oder auf Kufen. Ski Cross ist für all diejenigen eine feine Sache, die auch Gegner Kontakt haben möchten. Dann fahrt Ihr die Pisten auch gegen 3 CPU Gegner. Hier allerdings wird die Steuerung noch mal reduziert auf Remote Only Spielchen, so das man nebenbei auch die eigene Pizza halten kann. ;-) Selbst die hier mögliche Trick Action macht es nicht komplizierter. Denn dabei gilt vor einem Sprung die Remote nach oben zu reißen. Dann springt Ihr in die Luft und könnt per Richtungsbewegungen Tricks ausführen. Etwas mehr Anspruch in diesem Bereich gibt es nur bei der Halfpipe Action, wo man auch Combos hinbekommen muss um etwas zu Gewinnen. Aber in Sachen Anspruch eher die Ausnahme. Das gilt z.b. auch für das Skispringen. Erinnert mehr an WiiFit, da man hier ebenfalls per Remote / Nunchuk Doppel auf dem Schanzentisch die Balance hält, per schneller Aufwärtsbewegung abspringt und einfach nur den Charakter gerade halten muss. Am Ende zählt hier erneut ein 3-2-1 Countdown herunter, bei dem man auf 1 beide Controller nach unten reißt. Sturzgefahr hat man hier sehr wenig. Spaßig geworden ist durch das Thema Curling und Eishockey. Gerade beim Curling hat man durch die vielen Durchgänge doch mal die Möglichkeit sein Geschick zu beweisen. Auch Eishockey ist unterhaltsam. Erinnert an eine seichte, aber dennoch schnelle Variante der Mario Fußball Action auf der Wii. Schnelles Pass Spiel, gepaart mit aufladbaren Schüssen gefällt durchaus, ohne aber den Spieler auch hier großartig zu fordern. Abfallen tut in dieser Hinsicht das Eiskunstlaufen und Eisschnelllauf Wettbewerbe. Bei beiden ist man partout nur am Reagieren und macht zu bestimmten Zeiten und Punkten die Bewegungen nach, die auf dem Eis eingeblendet werden. Eisschnelllaufen kommt zudem mit einem Timing System daher, mit dem ich mich überhaupt nicht anfreunden kann. Hier vollführt der Charakter beim Schwung der Arme eine Bewegung, an dessen Ende ganz kurz eine grafische Anzeige zu sehen ist. Genau dann muss man die Remote in die andere Richtung schwingen. Nicht ideal, da man nicht selber das Tempo bestimmen kann, sondern partout nur auf das Timing des Charakters auf dem Schirm reagiert.

Im Gegenzug macht Short Track wieder Spaß, da man hier ein anderes und schnelleres Timing selber in der Hand hat. Hier ist das Kurvenverhalten viel wichtiger auf den kurzen Strecken. Auch sind hier die Traum Varianten sehr unterhaltsam. Lange Strecken, auf denen es auch Items a la Mario Kart gibt. Dazu CPU Gegner, so das hier auch der Spaß nicht zu kurz kommt. Die restlichen Traumvarianten bieten wenn nur kunterbunter Pseudostrecken oder bei den Skisprung Wettbewerben einen Minutenlangen Sprung durchs All. Dabei könnt Ihr während des Sprungs versuchen Items einzusammeln, Ringe zu durchfliegen und so auf Punkte zu kommen. Ist alles mal ganz nett für Zwischendurch, aber in meinen Augen wie vieles weit weg von hohem Anspruch. Die anspruchsvollsten Wettbewerbe sind die Boss Gegner, wenn man sie so nennen will. In regelmäßigen Abständen, nach bestimmten Tagen erwartet euch ein Gegner, der von Eggman bis zu Bowser reicht. Sie warten meist in einem Speedevent 1-1 auf euch und Ihr müsst einzig eher im Ziel sein als die Gegner. Hier gibt es schon mal Momente, wo man den nervenden Sprecher und die Ladezeiten öfters erlebt. Ansonsten hält sich der Schwierigkeitsgrad aber zumeist bedeckt. Auch das Thema Shops wirkt nicht so ganz durchdacht. Dafür gibt es ein Art Olympisches Dorf, in dem man mit der Zeit auch einen geheimen Shop Freischalten kann. Neben Musik, Artworks und kleinen Büchern zum Thema Olympia ist wirklich lohnenswert nur die Boutique. Denn hier kann man Klamotten aller Arten kaufen, die auch den eigenen Charakter verbessern. Wer seinen Mii im Spiel steuert, kann hier durchaus etwas mehr aus seinem Helden machen. Auch wenn die Kostüme, mal abgesehen vom auch schräg aussehenden Bowser Kostüm, fast nur auf weibliche Spieler zugeschnitten sind. So feminin wie hier habt Ihr euren Mii noch nie gesehen. ;-)) Das fügt sich leider in die eher mäßige Bewertung des gesamten Spiels mit ein. Vieles wirkt eher etwas halbherzig oder einfach zu simpel umgesetzt. Hier wäre in meinen Augen viel mehr drin gewesen und die Lizenz und der Name ziehen auf den ersten Blick am meisten. Inhaltlich gibt es auf der Wii auch zum Thema Wintersport durchaus Titel, die vor allem auf lange Sicht mehr bieten.

Grafik & Sound....

Ich muss ehrlich gestehen, das mich der Titel grafisch enttäuscht hat. Der grandiose Vorspann ist leider der einzige Aha Effekt im Spiel, was die Präsentation angeht. Zwar ist der Titel sauber und spielt sich sehr flüssig, aber was vor allem die Backgrounds angeht, tritt hier schnell Ernüchterung ein. Da hätte ich vom Gespann Sega/Nintendo schon mehr erwartet. Sicherlich kann man aus Winterlandschaften weniger rausholen, als bei Wald und Wiesenlandschaften. Aber das hier gebotene ist oft sehr mager und trist. Verwaschene Texturen, unscharfe Objekte und oft auch pixelig wirkende Maskottchen als Zuschauer lassen diese Teilwertung nach unten gehen. Zwar wirken viele Austragungsorte sehr farbenfroh, aber eben Detailarm und Trist beim Drumherum. Hier wäre mit der Lizenz durchaus mehr drin gewesen. Selbst Spiele wie Wii Sports Resort oder WiiFit Plus, die nicht unbedingt den Anspruch mitbringen Grafikburner zu sein, bieten da teilweise mehr. Noch am gelungensten sind Dinge rund um euren Charakter. Egal ob Ihr nun mit den gestellten Charakteren spielt, oder den eigenen Mii benutzt. Hier hat man solide Arbeit geleistet. Beim Rest hätte ich bei diesem Spiel wirklich mehr erwartet. Und das man dabei dauernd Ladezeiten in Kauf nehmen muss, verwundert um so mehr.

Die Kritik geht auch beim Sound weiter. Die Musiken sind teilweise zwar passend gemacht, bieten aber auf der anderen Seite durchaus leicht schräge Musiken. Richtiggehend eingebrannt haben sich bei mir 2 Dinge. Zum einen der schnell nervige Sprecher, der Markschreierisch in der immer gleichen Tonlage bei jedem Home Shopping Sender Karriere machen könnte. Und die Endlosschleife bei den Ladezeiten, die man leider zu oft hört. Mehr als solide und durchschnittlich kommt der Soundpart hier nicht daher. Auch bei den Effekten, die man bei Wintersport Titeln wirklich prägnant einbauen kann, lässt der Titel einige Punkte liegen.

Multiplayer....

Der Multiplayer ist eine der Stärken des Spiels. Das liegt zum einen in der Natur der Sache bei einem Spiel wie diesem. Zum anderen ist die Herangehensweise und Umsetzung gut gemacht. Mit mehreren Leuten kann man sowohl alle Disziplinen einzeln spielen, oder auch im Team. Selbst die Meisterschaften sind zumindest im Team machbar. Balance Board Freunde dagegen schauen wie oben angesprochen in die Röhre. Hier bleibt es bei einem Spieler. Interessant sind die Minispiele, von denen es leider nur derer 3 gibt. Aber hier gefällt die Art und Weise, wie man den Spieler loslegen lässt. Denn hier spielt man nicht nur simpel ein paar kleine Party Spielchen, sondern muss immer in 2 Teilen antreten. Beispiel dafür ist die Ballon Action. Zunächst entscheiden sich die Spieler für eine der Sportarten und Disziplinen. Z.b. nimmt man die Abfahrt und je nach Zeit und Geschick auf der Piste, die man komplett nach unten fährt, bekommt man dann Bälle. Mit diesen geht es dann zum eigentlichen Minispiel und muss nach Punkten, Zeit und Wertigkeit mit seinen erspielten Bällen, vor sich auftauchende Ballons zerschießen. Die Gegner tun das gleiche und man kann Gegner auch noch beeinflussen, wenn man keine Bälle mehr hat. Das hat durchaus was. Wirklich Spaß macht es aber mit 3 oder 4 Leuten. Für 2 Spieler gibt es durchaus bessere Alternativen auf der Wii.

Fazit....

Ich muss zugeben, ich bin von der Wintersport Variante der Olympia Umsetzungen durchaus etwas enttäuscht. Bei den Firmen, die hier dahinter stehen, darf man mehr erwarten. Es sind viele Kleinigkeiten die zur mäßigen Einschätzung führen. Neben der schwachen Lizenz Ausnutzung, der mäßigen Präsentation und oftmals sehr nervigen Ladezeiten gibt es aber auch spielerische Kritikpunkte. Mich persönlich stört am meisten, das man in Sachen Steuerung mehr reagiert. Zwar sauber umgesetzt hat man nicht immer das Gefühl, wirklich die eigene Leistung ist entscheidend und man reagiert zuviel, anstatt das man agiert. Auch ist die Steuerung oft simpler als z.b. in der Sommer Variante. Dazu kommt der Schwierigkeitsgrad, der einige Klassen tiefer angesetzt ist, als beim sommerlichen Bruder. Dadurch hat man auch zu schnell alles gesehen. Da war das Zirkel Gameplay ein anderes Kaliber. Schade und Wintersport Fans sollten eher ein Auge auf die WinterSports Reihe riskieren, oder zu meinem immer noch gültigen Geheimtipp - Biathlon 2009.

 

+ Vancouver Lizenz...
+ Disziplinen Vielfalt
+ Reichlich Charaktere
+ Balance Board (aber nur 1P)
+ Umsetzung Partyspiele
+ Verbesserbarer Mii Charakter
+ Wetterkanal Einbindung
+ Multiplayer unterhaltsam
- ...die man kaum ausnutzt
- Allein irgendwann die Luft raus
- Präsentation des Drumherum
- Im Gesamten viel zu Leicht
- Zielgruppe zu niedrig
- Grafisch eher enttäuschend
- Wi-Fi nur für Rekorde
- Ladezeiten, nerviger Sprecher

GRAFIK: 67%

SOUND/EFFEKTE: 67%

MULTIPLAYER: 72%

GESAMTWERTUNG: 63%

Sämtliche Inhalte wie Bilder und Texte zu diesem Artikel sind geistiges Eigentum des Mag'64. Eine Benutzung oder anderweitige Verwendung darf nur mit ausdrücklicher Genehmigung des Mag'64 erfolgen.

 
                   

Game-and-Fun.de