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Wii Let's Party
 
 
Let's Party - Wii
Jens Morgenschweiss (25.04.2010)

SYSTEM: Wii-PAL
ENTWICKLER: Konami
GENRE: Partyspiel
SPIELER: 1-4 Spieler
HANDBUCH: Deutsch
SAVEGAME: 1 Seite
60HZ-MODUS: Ja
SCHWIERIGKEIT: 2-5
NUNCHUK: Nein (Tanzmatte)
SPRACHHÜRDE: Keine
ALTERSFREIGABE: K.E.
PLII/HDTV: Nein/Nein
TERMIN: Erhältlich
PREIS: ca.50 Euro
KOMPLETTLÖSUNG: Nein
CHEATS / TIPPS: Nein
ONLINE/LAN: Nein/Nein
MII UNTERSTÜTZUNG: Nein

   
Einleitung....

Wenn man in der Runde rumfragt, für was der Name Nintendo hauptsächlich steht, kommt im Wii Zeitalter die Antwort, Bewegungssteuerung und Minispiele. Natürlich gibt es auch noch andere Innovationen auf dem Spielsektor, aber ganz unwahr ist diese Aussage nicht. Und mit Let´s Party! kommt wieder einer dieser Vertreter zu uns ins Haus. Eine Ansammlung von Minispielen und dazu eine Tanzmatte als Controller. Das ist für einen Kerl, der von sich selbst sagt, das er nicht faul ist, sondern nur Bewegungsoptimiert, eine harte Nummer. Das gute ist, ich habe es irgendwie überlebt.

Menus und die Story....

Eine Story sucht man, wie bei allen anderen Minispielsammlungen, vergebens. Der Spielinhalt ist schlichtweg, Bewegungslegastheniker auf Trab zu bringen und unter Umständen ihnen auch noch ein Lächeln unter dem schwitzenden Gesicht abzuringen. In dem sehr vielfarbigen Hauptmenu finden wir neben dem Partymodus und den Herausforderungen auch den Missionsmodus, der für den Einzelspieler am interessantesten ist. Bevor wir aber loslegen können, müssen wir uns ein Profil zulegen, unter dem wir Antreten. Dazu stehen uns zu Beginn nur ein paar Utensilien zur Auswahl. Neben diversen hippen Frisuren können wir noch aus einem kleinen Pool Klamotten wählen und unserem Charakter eine andere Gesichtsform verpassen. Um weitere Accessoires zu erhalten, müssen wir erst im Missionsmodus ein paar Münzen erspielen. Damit kann man dann im Party Shop einkaufen gehen und die Auswahl vergrößern. Nun runden wir das noch mit einem Namen ab und schon steht der Action nichts mehr im Wege.

Im Party Modus können sich bis zu vier Spieler in 40 Minispielen messen. Das man dafür nicht vier Tanzmatten benötigt wird die Leute beruhigen, die einen beengten Wohnbereich ihr Eigen nennen. Entweder man spielt zusammen gleichzeitig auf der Matte oder nacheinander. Für die Games die man gemeinsam bestreitet, kann es bei vier Erwachsenen ein wenig eng auf der Matte werden. Auch wenn jeder nur einen Pfeil benutzt, ist die Gefahr des Gleichgewichtsgerangels ziemlich groß. Auf der anderen Seite lebt ein Multiplayer auch von solch kleinen Gerangel, die die Fairness hinten anstehen lassen. ;-) Bei den Herausforderungen geht es darum, in einer vorher festgelegten Anzahl von Spielen, die meisten Punkte zu ergattern. Hier kann man die Spiele nicht selbst aussuchen, das übernimmt der Computer für euch. Für den Einzelspieler ist natürlich der Missionsmodus am interessantesten. Hier sehen wir uns auch die Spielbarkeit der einzelnen Spiele mal näher an.

Das Gameplay....

Im Missionsmodus macht jeder für sich seine Erfahrungen, was Beweglichkeit und Reaktionsvermögen betrifft. Dabei liegt die Meßlatte bei den ersten paar Spielen weiß Gott niedrig. Hier kann jeder in aller Ruhe die Koordination seiner Extremitäten auf der Matte testen. Das Ziel ist, die geforderten Punkte oder Ergebnisse zu erreichen bzw. zu übertreffen. Dafür bekommt man neben dem Highscore auch noch eine Anzahl Münzen, die wie oben erwähnt, im Party Shop für neue Kostüme ausgegeben werden können. Die Minispiele umfassen ein ordentliches Spektrum, was die Abwechslung betrifft. Zumindest eine Zeit lang. Die Aufgaben umfassen neben schneller Auffassungsgabe und Reaktionsvermögen auch Gehirnschmalzaktivitäten. So beschleunigt man zum Beispiel sein Airboard um dann einen ordentlichen Sprung zu vollführen. In der Luft muss man nun so viele Moves wie möglich machen. Da es aber kein Freestyle ist, bekommen wir die Pfeilkombinationen vorgegeben, die wir dann schnellst möglich mit den Füßen treffen müssen. Bei der „Hamburger Panik" gilt es vier Zutaten in der gewünschten (immer unterschiedlichen) Reihenfolge auf das Schlapperbrötchen zu bringen. Tritt man auf den falschen Pfeil, war es das für den Hamburger und der nächste kommt auf das Band. Und wenn dann noch das „schwierige Seilspringen" auf dem Programm steht, kann einem schnell die Puste ausgehen. Hier muss man zum richtigen Zeitpunkt von der Matte abspringen und dann auf den angezeigten Pfeilen landen. Macht dreimal Spaß – dann wird es anstrengend ... ;-)

Da ist man selig wenn die „Wassergefahr" absolvieren kann. Hier lässt man während des Bungeesprungs seinen Fuß ganz still auf seinem Pfeil und erst wenn man den freien Fall beenden will, nimmt man ihn einfach runter. Pure Entspannung für strapazierte Oberschenkelmuskeln. Auch weniger körperlich anstrengend sind die geistigen Aufgaben. Beim „Codebrecher" ist eine orange Zahl vorgegeben, die die Summe ergeben muss, aus den anderen Zahlen ringsherum. Nun muss man durch drücken der vier Pfeiltasten die Zahlen im Außenbereich so verändern, das diese die geforderte Summe in der Mitte ergeben. Ist am Anfang noch recht Easy, gestaltet sich aber im Laufe des Spiel zur Anstrengung, weil auch die Uhr im Hintergrund mittickt. Zu jedem Minispiel gibt es eine Erklärung, die entweder mit dem Steuerkreuz der WiiMote oder den Pfeiltasten der Tanzmatte umgeblättert werden kann. Die Erklärungen sind manchmal nicht ganz so aussagekräftig wie man es sich wünscht, aber man versteht es spätestens nach dem dritten Versuch auch in der Praxis. Die Steuerung mit der Matte funktioniert erstaunlich gut. Ich war ja zu Beginn ein wenig skeptisch, muss aber eingestehen, das mich das Ergebnis überzeugt hat. Selbst große Füße finden immer den richtigen Bereich auf der üppig proportionierten Matte.

Grafik & Sound....

Grafisch muss man seine Anforderungen deutlich nach unten schrauben. Die Optik kann man gerade noch als zweckmäßig beschreiben. Texturen aus längst vergangenen Tagen und das fehlen von ein paar auflockernden Effekten machen für das menschliche Auge nichts her. Auf der anderen Seite kann man diesen Makel nur entdecken, wenn einem nicht gerade der Schweiß ins Auge tropft. Zumindest haben die Entwickler versucht, ihre Scharte auszuwetzen und ballern den Spieler mit knalligen Farben zu. Aber sehen wir es locker, es ist ein Partygame.

Nur das ein Partygame eigentlich eine ordentliche Musik auf die Nutzer rieseln lässt. Hmmm, hier kann man das nicht wirklich sagen. Die Musik ist weiß Gott nicht nervig oder einschläfernd, aber ein bisschen fetter Beat hätte uns allen gut getan. Zudem hat man sich dafür entschieden, keine Sprachausgabe zu integrieren. Wenigstens klatschen uns die Effekte um die Ohren, damit wir die Lautstärke nicht ganz auf Null regulieren.

Fazit....

Let´s Party ist ein Spiel, dass das hält, was man von ihm erwartet. Spaß, Abwechslung und einen großen Motivationsfaktor, wenn man im Rudel spielt. Der Singleplayer nutzt sich erwartungsgemäß schnell ab, dafür bleibt das Funlevel im Mehrspieler hoch. Vor allem wenn sich vier Leute auf der Tanzmatte tummeln und es darum geht, den Highscore aufzustellen. Das man bei jedem Minispiel auch was für den Körper tut, kann man nach jedem Spiel anhand der verbrauchten Kalorien ablesen. Auch wenn die Werte mit Sicherheit nicht wissenschaftlich erstellt werden, dienen sie doch der geistigen Zufriedenheit, etwas getan zu haben. ;-) Grafisch und akustisch sicherlich nicht der Burner, aber das kann man durch den Spaß beim spielen gut wegstecken. Wenn sich für mich einmal die Frage stellt, 2 km joggen oder eine Stunde Let´s Party spielen, habe ich meine Antwort gefunden....:-)

 

+ 40 abwechslungsr. Minispiele
+ motivierender Multiplayer
+ Bewegungsintensive,....
+ aber auch ruhige Spielphasen
+ Angabe von verbrannten Kalorien
- Allein nutzt es sich schnell ab
- Optisch und akustisch Mittelmaß

GRAFIK: 55%

SOUND/EFFEKTE: 55%

MULTIPLAYER: 88%

GESAMTWERTUNG: 73%

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