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Wii Ju-On: Der Fluch
 
 
Ju-On: Der Fluch - Wii
Kilian Pfeiffer (24.11.2009)

SYSTEM: Wii-PAL
ENTWICKLER: Rising Star
GENRE: Action
SPIELER: 1 Spieler
HANDBUCH: Deutsch
SAVEGAME: 1 Seite
60HZ-MODUS: Ja
SCHWIERIGKEIT: 3
NUNCHUK: Ja
SPRACHHÜRDE: Keine
ALTERSFREIGABE: 16+
PLII/HDTV: Nein/Ja
TERMIN: Erhältlich
PREIS: ca.40 Euro
KOMPLETTLÖSUNG: Nein
CHEATS / TIPPS: Nein
ONLINE/LAN: Nein/Nein
MII UNTERSTÜTZUNG: Nein

   
Einleitung....

Brrr… Da lief es uns eiskalt den Rücken herunter, als wir „Ju-On - The Grudge" für Nintendo Wii in den Disc-Schacht schoben. Nicht, weil wir uns in bestimmten Momenten gruselten, weil wieder einmal der kleine Junge mitten im Bildschirm auftauchte und uns zum Erschrecken brachte. Eher deshalb, weil die Steuerung des Titels so derartig mies ist, dass sie jedes nur aufkommende Spielgefühl im Keim erstickt!

Menus und die Story....

Eigentlich sind wir von „Rising Star Games" viel Gutes gewohnt. Etwa Spiele wie „Little King’s Story". Mit „Ju-On - The Grudge" hat man sich hingegen keinen Gefallen getan, sondern sich ein Bein gestellt. Mit bösen Folgen, die die Wertung in den Abgrund reißen. Da folgt man als Hauptdarsteller schon einmal der Spur seines Hundes hinein in eine verlassene Fabrik – und dann? Dann folgt nichts als Grauen. Und die Trauer darüber, viel zu viel Geld für einen viel zu schlechten Titel ausgegeben zu haben. Wir klären auf, warum!

Das Gameplay....

„Ju-On - The Grudge" hätte gut werden können: Weil Schockmomente in jedem Fall eine gute Idee sind. Wenn diese gut umgesetzt wurden, kann man aus so ziemlich jedem Spiel viel machen. Spätestens in der Qualitätskontrolle hätte den Verantwortlichen aber auffallen müssen, dass vorliegender Titel in jedem Punkt in die Hose gegangen ist – bis auf jene besagten Schockmomente, die der Titel sehr gut hinbekommt. In der Tat werdet Ihr immer mal wieder in Situationen geworfen, in welchen etwa eine Hand wie aus dem Nichts von rechts in den Bildschirm schießt, von oben ein kleiner Junge seine blasse Fratze in den Screen streckt oder Euch ein markerschütternder Schrei zusammenzucken lässt.

Werft Ihr aber einen Blick auf die Steuerung, wird Euch schlecht. Versteht uns nicht falsch: In einem 3D-Titel, in welchem Ihr Lokalitäten erkunden müsst, stellen wir uns wenigstens vor, selbstständig Hand anlegen zu können, um den Charakter durch die Räumlichkeiten zu bewegen. Bestenfalls mit Hilfe des Control Sticks. In „Ju-On - The Grudge" drückt Ihr hingegen auf den „B"-Knopf, um los zu schleichen. Das ist im Übrigen auch die einzige Fortbewegungsmöglichkeit im Spiel. Laufen – davon haben die Programmierer wohl noch nie etwas gehört. Wie Ihr Euren Charakter navigiert? Ist doch logisch: mit Hilfe des Pointers, also der Taschenlampe, die Ihr mit Euch führt. Allerdings funktioniert das Herumschauen nur bedingt, schlechtestenfalls „mangelhaft". Immer wieder hakt es bei der Orientierung, die Kamera schwenkt zu weit, steckt plötzlich fest oder bewegt sich keinen Deut.

Alles was Ihr im Spiel letztlich machen könnt, ist das Aufnehmen von Gegenständen, etwa Taschenlampenbatterien oder Schlüssel. Oft gilt es auch Türen zu öffnen. Die Nerven des Spielers werden dadurch strapaziert, dass Ihr die Gegend nur im Schleichtempo erkunden könnt, oft ohne Orientierung herumirrt, ehe Ihr beim nächsten storyrelevanten Gegenstand ankommt. Hin und wieder werdet Ihr vom Fluch gepackt, dem es zu entkommen gilt. Ein bisschen die Wii-Remote schwingen und das war es dann auch schon! Solltet Ihr dem Fluch nicht entkommen können oder aber die Batterien der Taschenlampe zur Neige gehen, ist das Spiel beendet – der Spielspaß hat schon lange zuvor seinen Nullpunkt erreicht. Ein heuchlerischer Mehrspieler-Modus, in dem der zweite Spieler per Knopfdruck Panikattacken auslöst, ist eher ein schlechter Witz, als ein gelungenes Element.

Grafik & Sound....

Gleich im ersten Moment waren wir an das Gamecube-Zeitalter erinnert, als der Hund in der Fabrik verschwand. Die Texturen sind verwaschen, nichts von fortschrittlicher Technik, die man sich erwarten könnte. Sehr düster ist der Titel, die Umgebung wird lediglich durch die eigene Taschenlampe erleuchtet.

Der Sound ist gelungen, viele schnell einsetzende Effekte sorgen für Gänsehaut, Schreie erklingen, schräge Sounds, dort drüben ein nicht zu identifizierender Ton. Sprachausgabe gibt es in „Ju-On - The Grudge" keine, die wenigen Texte wurden jedoch in’s Deutsche übersetzt.

Fazit....

„Ju-On - The Grudge" für Wii ist leider nicht mit dem ersten Teil der Film-Trilogie gleichzusetzen. Dazu ist die Videospielumsetzung viel zu schlecht, es kommt keinerlei Spielgefühl auf, die Steuerung ist ein Graus, das schleichende Vorankommen ein gameplaytechnisches Übel, das leider nicht umgangen werden kann. Vor allen Dingen gibt es kaum etwas zu entdecken, die wenigen Schockeffekte täuschen über dieses Manko nicht hinweg. Und überhaupt schwebt die Frage im Raum, was man eigentlich genau macht, bei einem Titel, in dem es irgendwie kaum etwas zu machen gibt.

 

+ Schockmomente
- furchtbare Steuerung
- lähmend-langsames
Vorwärtskommen

GRAFIK: 62%

SOUND/EFFEKTE: 70%

MULTIPLAYER: --

GESAMTWERTUNG: 30%

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