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Wii Tom Clancy's H.A.W.X. 2
 
 
Tom Clancy's H.A.W.X. 2 - Wii
Jens Morgenschweiss (18.11.2010)

SYSTEM: Wii-PAL
ENTWICKLER: Ubisoft
GENRE: Action
SPIELER: 1-4 Spieler
HANDBUCH: Deutsch
SAVEGAME: 1 Seite
60HZ-MODUS: Ja
SCHWIERIGKEIT: 1-6
NUNCHUK: Ja
SPRACHHÜRDE: Keine
ALTERSFREIGABE: USK12
PLII/HDTV: Ja/Ja
TERMIN: Erhältlich
PREIS: ca.30 Euro
KOMPLETTLÖSUNG: Nein
CHEATS / TIPPS: Nein
ONLINE/LAN: Nein/Nein
MII UNTERSTÜTZUNG: Nein

   
Einleitung....

Flugsimulationen sind immer schon was besonderes gewesen. Das wird sich auch die nächste Zeit nicht ändern. Zumindest wenn es einen realen Bezug wenigstens auf die Flugzeuge gibt. In dieser Beziehung bin ich ein wenig "Retro". Ich liebe es, wenn Flugzeuge noch wie solche aussehen. Eine F-16 oder F-18 bzw. eine SU-27, das sind noch Kampfmaschinen. Nicht diese radarabsorbierenden Flundern (F-117), wie man sie heute baut und einsetzt. In dieser Beziehung hat mich HAWX 2 schon mal zu 90% überzeugt.

Menus und die Story....

Die Story ist ein wenig weit hergeholt. Ein aus der Air Force unehrenhaft entlassener Pilot, gründet seine eigenes Militärunternehmen, um die Welt zu tyrannisieren. Er lockt junge hungrige Piloten zu sich, um sie für seine Zwecke einzusetzen. Es ist nicht notwendig zu sagen, das Ehre und Anstand nicht zu den Einstellungskriterien zählen. Bei dieser DDI beginnen auch wir zu fliegen. Doch bald schon bekommen wir mit, wie "unmenschlich" dieses System agiert und wechseln die Seiten. Die dazugehörende Familiengeschichte erspare ich mir, sie ist aber auch ein Teil des Spiels. Ziel ist es, diesen Lt. Colonel "Rainmaker" zu vernichten.

Das Hauptmenu besteht nur aus Bildern, hinter denen sich die einzelnen Punkte verbergen. So etwa die Auszeichnungen, die komplett erworben, ein vollständiges Hintergrundbild ergeben. Im Laufe des Spiels schaltet man auch von allen Beteiligten die Biografien frei, wo man sich ein Bild der Person machen kann. Interessant ist vielleicht noch der Hangar, wo man sich alle freigeschalteten Flugzeuge in Ruhe ansehen kann. Die Optionen lassen einen kleinen Eingriff in die Steuerung zu, was zumindest die Achsenumkehr betrifft, oder die Autopilotfunktion. Die Kameraeinstellungen sind allerdings nicht veränderbar. Insgesamt gibt es vier Ansichten beim Spielen. Im Luftkampf sehen wir unsere Maschine vom Heck aus (Third Person Perspektive). Das gleiche gilt für den Bodenangriffsmodus (dritte Person Ansicht unter dem Heck) und den Übersichtsmodus (dritte Person Ansicht weit über dem Flugzeug). Beim Heli Einsatz sitzen wir direkt im Cockpit. Der Übersichtsmodus ist dann doch sehr gewöhnungsbedürftig, was die Steuerung betrifft.

Als Spielmodi bietet man uns den "Schauplatz" an, wo man gegen einen oder zwei Gegner bestehen muss oder beim "Überleben", wo der Name Programm ist. Man kann sich auch die Landschaften des Spiels aus der Perspektive eines Wanderfalken ansehen. Doch das Hauptspielziel ist natürlich die Kampagne.

Das Gameplay....

Was zu Beginn ein wenig irritiert ist die Comicgrafik in den Sequenzen. Sehr unspektakulär und mit vielen Gesprächen vollgepackt, so dass oft kein richtiges Feeling für den Inhalt aufkommt. Nun erwartet jeder, das es in diesem Stil weitergeht, aber weit gefehlt. Das Szenario hat man versucht in reale Strukturen zu packen. Was auch gelungen ist. Ein wenig erinnert HAWX 2 an "The Sky Crawlers". Nur das eben hier die moderneren Maschinen am Himmel stehen.

Man spielt in jeder Mission sich immer weiter in die Geschichte hinein, ohne sie wirklich zu verstehen. Erst am Ende des Spiels offenbaren sich die Zusammenhänge. Starts und Landungen gibt es (Gott sei Dank) nicht, sondern man befindet sich schon hoch oben. Sein Einsatzbriefing erhält man erst in der Luft. Der Zielpunkt ist mit einer Entfernungsangabe grün dargestellt. Auf dem Weg dahin erfahren wir dann alle Tücken des Luftkampfes. So greifen feindliche Jäger an, oder die Flak bzw. SAM Stellungen nehmen uns ins Visier. Gut das die Boden - Luft und auch die Luft - Luft Raketen eine deutliche Spur am Himmel hinterlassen. Auch sind die Gefechtsköpfe so groß, das sie per Bordgeschütz vernichtet werden können und auch müssen. Denn Flares (Täuschkörper oder Dümpel) haben wir nicht an Bord. Und auch mit Flugbewegungen können wir die Raketen in den seltensten Fällen abschütteln. Denn viel mehr als eine Rolle oder einen Looping bringen wir nicht zustande. Insgesamt ist die Steuerung sehr einfach gestrickt. Gas geben, Luftbremse, links, rechts, oben und unten - das war es schon. Dafür reagiert das Flugzeug prompt auf das Kommando. Das ein Bomber etwas schwerfälliger ist, als ein Jäger kann sich ja jeder denken. Also muss man eine etwas größere Schleife fliegen, um das Ziel erneut anzugreifen. Schwierig wird es nur, wenn man im Tiefstflug durch Canyons jagt und auf Grund der Perspektive und Steuerung nicht an allen Felswänden vorbei kommt. Gerade beim Verfolgen, wenn der Abstand nicht zu groß werden darf, kann man leicht verzweifeln. Aber auch hier hat man vorgebeugt. Nach dem dritten vergeblichen Versuch bietet das Spiel den Autopiloten an. Man muss ihn nicht aktivieren, aber man kann. Ehrlich, ich hab es auch zweimal getan. Es ist keine Schande. ;-)

In vielen Missionen gilt es auch Bodenziele auszuschalten, was dahin gehend viel Spaß macht, weil viele Panzer und mobile SAM Stellungen vorhanden sind. Wer hier mit seinen ungelenkten Raketen rein hält …! Gegen Ende des Spiels wird es immer futuristischer. Man hackt AWACS Flugzeuge, fliegt mit dem Space Shuttle ins All und vor allem mit dem Raumanzug zurück zur Erde. Naja, was man nicht alles macht für den Frieden. ;-)

Grafik & Sound....

Optisch bietet HAWX 2 ein buntes Durcheinander. Die unscharfe Comicgrafik in den Sequenzen, die alles andere als ansehnlich ist und als Kontrast die Luftkämpfe in fast realer Umgebung. Dabei hat man einen fantastischen Ausblick auf die Landschaft, auch wenn die Übersicht im Kampf durch die angebotenen Perspektiven eher schlecht ist. Die Darstellung gegnerischer Einheiten konnte man, auf Grund der Geschwindigkeit, getrost vernachlässigen. Man erkennt ob es ein Flugzeug ist, eine Drohne oder ein Panzer. Feinheiten oder Details kann man nicht erkennen.

Soundtechnisch brilliert die Sprachausgabe. Betonungen zur jeweiligen Situation und die Klarheit der Stimme fand ich sehr gut. Musikmäßig bleibt man im dezenten Bereich, was angenehm auffällt. Funksprüche sind gut verständlich und werden zur Not noch einmal schriftlich eingeblendet. Die Waffengeräusche finde ich wieder etwas fad. Das eine Rakete nicht viel Aufhebens macht ist klar, aber ein Bordgeschütz hat schon einen satteren Sound.

Fazit....

HAWX 2 bietet neben einer komplexen Story, mit einigen Wendungen, auch viel Flugvergnügen. In satten 37 Missionen kann man sich beweisen, ob man einer der besten ist oder nicht. Das Fluggefühl wäre vielleicht noch ein wenig verstärkt worden, wenn man verschiedene Perspektiven angeboten hätte. Das Thema Simulation hat sich schon nach der ersten Flugstunde erledigt. Endlos Raketen und Munition fürs Bordgeschütz, sprechen eine deutliche Sprache dagegen. Und nachdem wir ins All geflogen sind und auch noch "nur" im Raumanzug zurück zur Erde, bleibt nur eine Arcade oder Dogfight Version übrig. Dafür ist sie mit viel Action und Gegnern gespickt, die einem wirklich viel abverlangen. Die Spielgrafik ist in Ordnung und die Comicgrafik in den Sequenzen zu verschmerzen. Mit einer Vielzahl an unterschiedlichen Flugzeugen und Hubschraubern hat man versucht, Abwechslung zu generieren. Einen großen Unterschied in der Manövrierfähigkeit oder Geschwindigkeit ist allerdings nicht festzustellen. Wer nicht zu viel hinterfragt und viel Spaß in der Luft braucht, ist mit HAWX 2 gut bedient. Simulationsfreunde und Kenner diffiziler Feinheiten werden hier und da die Nase rümpfen und auf was besseres warten (müssen).

 

+ 37 Missionen
+ viele untersch. Flugzeugtypen
+ viele Gegner in allen Bereichen)
+ Levelrücksetzpunkte
+ auf Wunsch Autopilotfunktion
- teilweise unrealistisch
- Perspektiven am Flugzeug
- zu Arcadelastig

GRAFIK: 72%

SOUND/EFFEKTE: 75%

MULTIPLAYER: --

GESAMTWERTUNG: 73%

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