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Wii Go Vacation
 
 
Go Vacation - Wii
Matthias Engert (04.12.2011)

SYSTEM: Wii-PAL
ENTWICKLER: Namco Bandai
GENRE: Minispiel Action
SPIELER: 1-4 Spieler
HANDBUCH: Deutsch
SAVEGAME: 80 Seiten!
60HZ-MODUS: Ja
SCHWIERIGKEIT: 1-7
NUNCHUK: Ja (BB, Zapper)
SPRACHHÜRDE: Keine
ALTERSFREIGABE: USK0
PLII/HDTV: Ja/Ja
TERMIN: Erhältlich
PREIS: 30 Euro
WII MOTIONPLUS: Ja
CHEATS / TIPPS: Nein
ONLINE/LAN: Nein/Nein
MII UNTERSTÜTZUNG: Ja

   
Einleitung....

Seit einigen Jahren kann man das Phänomen verfolgen, dass Nintendo nicht mehr nur seine eigenen Games unter die Leute bringt, sondern oft auch als Publisher in unseren Breiten auftritt. Waren das fast immer Titel der Firmen Capcom oder SquareEnix, so gesellen sich mittlerweile auch andere bekannte Größen dazu. Scheinbar ein lohnender Deal, wie die Vergangenheit immer wieder gezeigt hat. Aktuell beschäftigen wir uns dabei mal wieder mit einem Titel aus dem Hause Namco Bandai - Go Vacation. Dabei ist das Thema für Namco Bandai gar nicht so neu und das Spiel erinnert an eine Sommerausgabe der Familiy Ski Reihe auf der Wii. Denn auch hier wird Freizeit Spaß groß geschrieben. Nur eben nicht nur im Winter, sondern zu allen möglichen Gegebenheiten. Eingebettet in ein frei begehbares Ferienparadies, geht es auch hier darum in Minispielen zu brillieren. Auf der Wii Konsole findet man allerdings reichlich dieser Titel, so dass man schon etwas Besonderes bieten muss, um hier auf sich aufmerksam zu machen. Nintendo als Publisher ist da nur ein Schritt. ;-)) Wollen also schauen, was der Titel spielerisch so drauf hat.

Menus und die Story....

Eines kann man den Entwicklern schon im Vorfeld klar bescheinigen. In vielen Punkten des Spiels hat man sich Gedanken gemacht, was vor allem die Menge an Möglichkeiten angeht. Neben den zahlreichen Minispielen selber, betrifft das vor allem die Controller Auswahl. Hier wird eine Menge unterstützt. Neben dem normalen Remote / Nunchuk Doppel, kann die Wii MotionPlus Hardware genutzt werden, der Zapper und auch noch das Balance Board. Was später auch Sinn macht, da für alle Controller auch sehr passende Minispiele enthalten sind. Auch sonst fährt man alles auf, was die Hardware hergibt. Alle Bild Modi sind nutzbar und selbst Surround Sound wird geboten. Für Sprachausgabe nutzt man dies aber leider nicht. Abgesehen von ganz wenigen verständlichen Samples, kommt hier einmal mehr das Konsolen Laute Gebrabbel vergangener Generationen zum Einsatz. Ebenfalls immens schlägt das Spiel beim Speicher zu. Satte 80 Seiten dürft ihr in eurem wertvollen Wii Speicher freischaufeln, um ein Save Game anlegen zu können. Positiv wenigstens, dass darin reichlich Profile und Charaktere angelegt werden können. Ideal für ein Familienspiel, bei dem jeder seinen eigenen Racker übernehmen kann. Da Go Vacation auch das Mii Feature unterstützt, natürlich ein gelungener Fakt. In Sachen Story gibt es hier eigentlich nicht so viel zu erzählen. Auch wenn im Unterschied zu einem Sports Resort oder Wii Play eine komplett begehbare Welt zur Verfügung steht, die in Sachen Story zumindest ein bisschen mehr möglich macht.

Hier geht es darum die Kawawii-Insel unsicher zu machen. Mit Urlaubsfeeling gesegnet, dürft ihr nach und nach die Bereiche der Insel erkunden und bekommt von der hilfreichen Mitarbeiterin des Infozentrums - Lily, gleich auch eine Aufgabe für das Spiel. Nämlich den sogenannten Stempel-Sprint zu schaffen. Eine Aufgabe bei der ihr alle Minispiele, die hier Aktivitäten genannt werden, finden und möglichst erfolgreich abschließen müsst. Als krönender Abschluss winkt euch eine eigene Villa und aus den Ferien könnte ein fester Wohnsitz werden. ;-) Übrigens genau das Richtige für Sims Spieler. Der reine Spielstart ist zunächst wenig aufregend gemacht. Als erstes stellt man ein, wie viele Spieler an der folgenden Session teilnehmen sollen. Danach dürft ihr wie schon erwähnt einen Charakter erstellen und dabei auf euer Mii Arsenal zurückgreifen. Einmal erstellt, könnt ihr den später auch verändern und mit immer neuen Klamotten ausstatten. Eine der Stärken für die Zielgruppe, das man Unmengen an freischaltbaren Dingen erspielen kann. Überhaupt ist der Social Gedanke hier stark verbreitet. Die Sims & Co lassen mehr als oft grüßen.

Das eigentliche Hauptmenu lässt euch die Wahl unter 5 verschiedenen Punkten, die man im Spielverlauf aber erst füllen muss. Über allem steht der Punkt Resorts, unter denen sich die 5 möglichen Gebiete der Insel besuchen lassen. Habt ihr alle freigespielt, könnt ihr auch an jedem Punkt sofort starten. Zu Beginn steht euch nur ein Gebiet zur Verfügung. Dazu kommen die Aktivitäten selber, bei dem man alle freigespielten Minispiele sofort anwählen und spielen kann. Aber nicht der einzige Punkt, wo man Mehrspieler Action erleben kann. Dazu kommen 3 kleinere Menu Punkte. Zum einen kann man in einem Art Trainingsmodus alle verfügbaren Fortbewegungsmittel ausprobieren, die ja Dank reichlicher Controller auch Sinn machen. Dazu kommt das Foto Album, das es euch erlaubt, im Spiel geschossene Erinnerungen als Dia Show an sich vorüber ziehen zu lassen. Zu guter Letzt gibt es den Punkt Ballon Nachrichten. Ein kleines Nachrichten System des Spiels, bei dem man erhaltene Gerüchte und Tipps, hier gebündelt noch einmal nachlesen kann. Doch nun genug der Vorrede, machen wir uns auf den Weg zur Kawawii-Insel und ihren vielen Gebieten und Minispielen.

Das Gameplay....

Habt ihr euren Charakter erstellt, der wie schon erwähnt ein Mii Bewohner eurer Konsole sein kann oder eben einer der Gast Avatars, könnt ihr euch in das eigentliche Hauptspiel stürzen. Über den Punkt Resorts auf dem Hauptmenu, gelangt ihr zum ersten von insgesamt 5 Gebieten im Spiel. Wobei das letzte Gebiet eher an die Sims Spieler unter euch gerichtet ist und kein Minispiel Resort in dem Sinne darstellt. Denn hier kann man sich seine eigene Villa in Go Vacation erspielen, Ausbauen und Einrichten. Wem der Sinn danach steht auch mehrere davon. Aber später dazu noch ein paar Zeilen. Bis auf das Startgebiet am Strand sind auch die anderen zu Beginn noch nicht zugänglich. Dazu müsst ihr ein paar spezielle Spielziele erfüllen, ehe ihr das Resort wechseln könnt. Wer jetzt denkt, Go Vacation wäre ein typischer Minispieltitel mit Spielfeldern oder simplen Auswahlmöglichkeiten, der irrt hier gewaltig. Denn eine ganz große Stärke des Spiels ist die komplette Begehbarkeit der verschiedenen Gebiete. Komplett im Adventure Stil gehalten, könnt ihr euch vollkommen frei bewegen und die einzelnen Inhalte dürfen gesucht und gefunden werden. Für Fans dieser Entdecker Spielereien ist Go Vacation also auch ein sehr passendes Spiel. Unterstützt wird das Ganze durch überraschend weitläufige Gebiete, die man nicht mal eben fix durchquert. Hier bieten manche Adventure nicht so viel Raum für Streifzüge. Speziell die Strandlocation zu Beginn und später am Ende das Berggebiet muss man hier hervorheben.

Einmal angekommen, werdet ihr als Spieler nun von der zarten Lily begrüßt. Die junge Dame und Angestellte des Infozentrums gibt euch nun einen ersten Einblick und begleitet euch das gesamte Spiel über. Denn spielerisch hat man nun verschiedene Dinge vor sich. Über allem steht natürlich, möglichst alle Minispiele zu lösen. Aber man kann eben auch völlig ohne Zwang die Gegend unsicher machen und die Inhalte, die nicht nur aus Minispielen bestehen selber entdecken. Finde ich gut gemacht. Zumal auch die Anzahl an herumwuselnden NPC's recht hoch ist, wobei es hier neben wirklich wichtigen Charakteren, auch genügend "Auffüller" gibt, die nur stupide in der Gegend herumlaufen oder fahren. Für das übergeordnete Ziel im Spiel, alle Minispiele zu spielen und möglichst zu gewinnen, gibt es auch einen verkappten roten Leitfaden im Spiel. Dieser nennt sich hier Stempelsprint und ist eigentlich nichts anderes, als alle Minispiel in einer festen Reihenfolge zu spielen. Lily ist dann immer so freundlich und markiert euch auf der Karteneinblendung per roten Punkt das jeweils nächste Minispiel. Daran seid ihr aber nicht gebunden. Entdeckt man zwischendurch andere Minispiele in der Gegend, die sich immer bei Charakteren mit einem bestimmten Symbol verbergen, kann man auch diese starten. Der Stempelsprint ist nun so angelegt, das man für gespielte Minispiele für jedes Gebiet eine Art Stempelkarte bekommt und diese jeweils abgehakt werden. Bei bestimmten Mengen die man erspielt hat, schaltet man nun nach und nach die anderen Gebiete frei und kann per Pausenmenu schnell dorthin wechseln. Man muss also auch nicht zwingend ein Gebiet komplett lösen, ehe man zum nächsten gelangt.

Anlaufstelle in allen Gebieten ist das jeweilige Informationszentrum. Hier kann man sich Klamotten kaufen, über den Spielfortschritt informieren oder auch Lily nach speziellen Aufgaben befragen. So gibt es in jedem Gebiet eine bestimmte Anzahl an geheimen versteckten Truhen und sogenannte Fotopunkte, die hier einen spielerischen Hintergrund haben. Lohnenswert für die Sims Freunde, da man damit dann viele Sachen für seine Villa freischalten kann. Ebenfalls ein Pluspunkt ist in dem Zusammenhang die Karte selber. Ruft man diese als Vollbild auf, kann man anhand fester Punkte an verschiedene Stellen sofort reisen. Wer also nicht auf die langen Wege durch die Gebiete steht und schnell zu den eigentlichen Inhalten will, kann diese "Teleporter" nutzen. Dabei bietet euch das Spiel in jedem Gebiet nach und nach auch mehrere Fortbewegungsmittel an. Auch deshalb gut weil das Lauftempo nicht gerade sehr hoch ist. Aber mit Geräten wie einem Jetski, Buggy, Jeep, Pferd, Snowboard oder auch Schneemobil ist dieser Kritikpunkt schnell vergessen. So ertappt man sich hier schnell, dass man eben nicht die direkten Wege zu den Minispielen nutzt, sondern erst mal ein wenig die Gegend unsicher macht. Hier gefällt ein weiteres Feature richtig gut. So existiert am Strand z.B. ein Punkt, an dem ihr per Rundflug die gesamte Insel erkunden könnt. Einmal in der Luft müsst ihr selber nicht Fliegen, sondern könnt per Tasten Bedienung aus verschiedenen Kameraperspektiven und dem Stick frei die Gegend nach interessantem absuchen. Ist auch irgendwie entspannend. Im Berggebiet kann man sich auch in den Zug setzen, der dann eine ganze Weile durch das gesamte Gebiet fährt.

Weil wir gerade beim Thema Steuerung sind. Hier darf zum einen beim Thema Fahren immer mit freien Bewegungen agiert werden. Im Falle des Remote / Nunchuk Doppels lenkt man mittels paralleler freier Bewegungen. Hier merkt man sehr schnell einen Mehrgewinn, wenn man mit der Wii MotionPlus Hardware spielt. Da ist die Lenkung bei allem was fährt, egal ob im Adventure Mode oder in Minispielen, um einiges exakter. Spielt man ohne Wii MotionPlus, wirkt die Steuerung viel schwammiger. Hier ist Go Vacation eines der Spiele, das ganz klar von der WMP Hardware profitiert. Was übrigens auch für die Minispiele gilt, bei denen das Bewegungstiming wichtig ist. Pro Gebiet steht nun eine feste Anzahl an Minispielen auf dem Programm, egal auf welche Weise ihr diese angeht. Dazu muss man besagten Charakter finden, der ein entsprechendes Symbol auf dem Kopf hat. Spricht man ihn an, kann man das Minispiel angehen und bekommt es auf jeden Fall auf der Stempelkarte markiert. Man muss es zunächst nicht zwingend gewinnen. Eine wichtige Belohnung gibt es aber erst nach dem Sieg in einem Minispiel. Denn schafft man dieses, bekommt man weitere Varianten zur Auswahl, die man um Score und Zeiten spielen kann. Beispiel sind die Rennspiele aller Variationen. Schafft man die Grundvariante, schaltet man plötzlich nur zu diesem Minispiel allein, weitere Rennvarianten und Strecken frei. Dadurch erhöht man nochmals die Anzahl und natürlich auch die Abwechslung. Ebenso gefällt hier durchaus, dass die Minispiele durchaus auch recht umfangreich sind. Wario Ware Kaliber muss man hier also nicht befürchten. Allein viele Rennen sind oft vollwertige 3-Runden Varianten. Ist auch eines der meistgenutzten Genres, so dass man Rennaction in viele Varianten hier vorfindet.

Dazu kommen reichliche Sportspiele, bei denen das Wort Mini fast schon etwas untertrieben ist. Ob Golf, Tennis oder auch Volleyball. Es ist wirklich einiges drin im Spiel. Der Rest teilt sich in verschiedene Genres auf, bietet aber eine sehr gute Streuung. Es gibt z.B. Minigames zum Gleitschirmfliegen, Baseball, diverse Geschicklichkeits- und Reaktionsspielchen bis hin zu einigen witzigen Shooter Varianten. Auch eines der wirklich gelungenen Minispiele, wo man hier mit Wasserflinten bewaffnet, gegen 3 andere Spieler in einem festen Areal die Lebensleisten bearbeitet. Oder das Ganze als Schneeballschlacht Umsetzung im Schneegebiet. Ist auch eines der Spiele, bei denen man alternative Controller nutzen kann. Hier natürlich den Zapper, wobei aber auch für das Balance Board einiges enthalten ist. Auch dies tut dem Spiel gut und lässt euch abseits eines Wii Fit mal wieder das Board entstauben. ;-) Da Skate- und Snowboard im Spiel enthalten sind, natürlich eine gelungene Sache. Extra für das Spiel eins kaufen, wäre aber dann doch wieder zu viel zu Guten. Was hier dann aber doch bei allem Lob dem Spiel Punkte kostet, ist der Anspruch für erfahrene Gamer, welche die Minispiele recht schnell lösen und auch gewinnen. Es gibt dann schon Passagen, bei denen man im Spiel regelrecht durchfegt. Wer zumindest hier nur auf das Freispielen aus ist, kommt locker in 5-6 Stunden auf eine volle Stempelkarte überall. Das ist ein wenig Schade. Dafür ist aber der Wiederspielwert dank Score und Zeitenjagd recht hoch. Dazu eben auch die dann zusätzlichen Varianten, die euch zur Verfügung stehen.

So als finale Belohnung schaltet man dann das Villen Gelände frei. Mit einem eigenen anfangs kleinen Haus gesegnet, erspielt man über Erfolge in den Gebieten genügend Mittel, um die Villa auszubauen. Auch dafür gibt es ein Infozentrum, bei dem man nun auch allerlei Möbel und ähnliches kaufen kann. Die Villa kann mehrere Etagen haben und ihr dürft im Inneren nach Herzenslust einrichten und dekorieren. Wobei man sagen muss, grafisch einfach gehalten muss man dafür ein Faible haben. Wem so was gefällt, findet hier durchaus einen längeren Zeitvertreib. Abwechslungsreich ist das Spiel also allemal. Auch die Inhalte in der Masse punkten schon und es gibt vieles zu entdecken. Aber eben mit dem Augenmerk auf den jüngeren Gamer. Ältere Spieler haben auf der Wii noch einige lohnenswertere Alternativen.

Grafik & Sound....

Bei der grafischen Gestaltung haben die Entwickler versucht, das Ambiente nicht zu kindlich zu machen. Auch wenn die Mii Charaktere und ähnlich gestalteten NPC's dieses Bild schnell suggerieren, die Umgebungen könnten auch aus diversen Sport- und Adventure Spielen stammen. Dabei zeigt das Spiel aber durchaus auch 2 Gesichter. Das Strand- und das Berggebiet punkten atmosphärisch recht gut, während die Stadt und gerade das Schneegebiet doch um einiges schwächer daher kommen. Das Villengelände tut sich da weder im positiven und negativen hervor. Am Strand und in den Berggebieten gefällt mir vor allem der Weitblick und die gut gemachte Umgebungsfülle, die dem ganzen Areal dort jeweils ein gelungenes Flair verleihen, während in der Stadt alles eng und künstlich wirkt, sowie das Schneegebiet durch wenige Auflockerungen glänzt. Schaut man genau hin, fehlen allen Arealen die Animationen der Natur. Sprich Bäume und ähnliches. Einzig das Wasser ist optisch passend animiert. Fällt aber weniger auf, da doch mehr als man denkt an NPC's durch die Gegend wuseln und eine gewisse Lebendigkeit vorgaukeln. Das Thema eigene Villen einrichten oder Klamotten erspielen verliert aufgrund der recht groben Grafik der jeweiligen Teile viel von seinem Reiz. Hier stimmt die Detailgrafik nicht in meinen Augen. Technisch ist das Spiel in Ordnung, auch wenn das Lauftempo etwas höher sein könnte. Aber na gut, dafür gibt es ja genug Alternativen für die Fortbewegung. Kleines Highlight sind die alternativen Blicke, die man über die Gegenden schweifen lassen kann. Am Strand kann man per Flugzeug die komplette Insel abfliegen und sich in Ruhe von oben alles anschauen, während man z.B. im Berggebiet den Zug nehmen kann und verschiedene Kameraperspektiven interessante Einblicke geben. Speziell wenn man die Gebiete bei Tag und am Abend bereist.

Der Sound ist hier so eine Sache. Mit persönlich ist es zu viel Allerweltsgedudel, das oft übertrieben fröhlich wirkt. Es sind selten wirklich schöne und melodische Musiken, die euch begleiten. Auch die Effekte klingen sehr oft, wie aus einer festen Auswahl an Standard Varianten. Hier hätte man mehr variieren und auch klanglich besseres bieten können. Tiefpunkt hier ist das Gebrabbel der NPC's, das eigentlich gleich mit der Begrüßung anfängt etwas zu nerven. Man drückt es ganz schnell weg. War zumindest meine Erfahrung.

Multiplayer....

Der Multiplayer teilt sich hier in 2 große Bereiche ein. Zum einen kann man natürlich über das Hauptmenu alle enthaltenen und freigespielten Minispiele mit Freunden angehen und so auch zu viert agieren. Für eine unterhaltsame Runde zwischendurch gut geeignet. Gerade bei speziellen Varianten wie z.B. Sport Minispielen oder dem Wasser Shooter. Die machen auch mal zwischendurch Laune. Der zweite große Teil besteht darin, dass man selbst das Hauptspiel mit mehreren Leuten spielen kann. Zwar agiert man hier im Splitscreen, aber alle Mitspieler sind frei in ihren Entscheidungen. Einzig ein Gebietswechsel kann nur von Spieler 1 vorgenommen werden. Speziell für 2 Leute mit einem großen Fernseher lohnt sich das durchaus und unterhält die Spieler auf längere Sicht. Bei mehr Spielern wird es abseits der Minispiele dann doch etwas zu unübersichtlich in meinen Augen.

Fazit....

Für jüngere Spieler kann man Go Vacation klar empfehlen. Allein die Masse an Minispielen, die wirklich überraschend großen 4 Hauptgebiete und die zahlreichen Dinge die man freispielen kann, unterhalten hier von Anfang bis Ende. Secrets und sehr gut versteckte Boni laden diese Zielgruppe immer wieder zum Zocken ein. Auch Erwachsene haben mit dem Spiel durchaus ihren Spaß, werden aber in der Masse eher unterfordert. Vor allem die Standard Varianten aller Minispiele stellen erfahrene Gamer wirklich selten vor Probleme. Wenn dann sind es die zusätzlichen Varianten, die man nach dem Lösen der Standard Ausgabe eines Minispiels bekommt, die auch ältere Game mal herausfordern. Hier hätte man die Schwierigkeit gerne etwas höher ansiedeln können. So wundert es dann auch nicht, dass man in 5-6 Stunden zumindest die Areale und so gut wie alle Minispiele freigeschaltet hat. Alles finden und gewinnen ist dann zwar eine andere Geschichte, lässt aber im Gegensatz zu anderen Konkurrenzspielen dennoch ein paar Punkte liegen. Für Familien oder eben junge Minispiel Fans aber eine klare Empfehlung. Allein das Adventure Feeling und Game Play abseits der Minispiele, ist in der Form äußerst selten auf den Plattformen anzutreffen.

 

+ Masse an Minispielen
+ Wii MotionPlus Unterstützung
+ Abwechslungsreich
+ Multiplayer Möglichkeiten
+ Ideal für jüngere Spieler
+ Controller Vielfalt
+ Score Game Play
- Sprechlaute der NPC's nervig
- Online wäre wünschenswert
- Unterfordert ältere Gamer
- Racer Steuerung ohne WMP
- Speicherbedarf Savegame

GRAFIK: 75%

SOUND/EFFEKTE: 70%

MULTIPLAYER: 73%

GESAMTWERTUNG: 72%

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