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Wii Dragon Quest Swords Die maskierte Königin und der Spiegelturm
 
 
Dragon Quest Swords: Die maskierte Königin und der Spiegelturm - Wii
Matthias Engert (03.05.2008)

SYSTEM: Wii-PAL
ENTWICKLER: SquareEnix
GENRE: Action RPG
SPIELER: 1 Spieler
HANDBUCH: Deutsch
SAVEGAME: 2 Seiten
60HZ-MODUS: Ja
SCHWIERIGKEIT: 2-8
NUNCHUK: Nein
SPRACHHÜRDE: Keine
ALTERSFREIGABE: 12+
PLII/HDTV: Nein/Ja
TERMIN: 09.05.
PREIS: ca.60 Euro
KOMPLETTLÖSUNG: Nein
CHEATS / TIPPS: Nein
ONLINE/LAN: Nein/Nein
MII UNTERSTÜTZUNG: Nein

   
Einleitung....

Mittlerweile vergeht ja kaum ein Update, an dem nicht irgendein SquareEnix Titel dabei ist. Neben der Über Serie Final Fantasy, die wohl selbst Artfremden nicht unbekannt sein dürfte, schickt sich nun auch die zweite große Serie der japanischen Software Schmiede an, die Spieler Geldbörsen zu öffnen. Die Rede ist von der Dragon Quest Serie, die mich persönlich nun schon seit GBC Zeiten erfreut. Aktuell konnte man bisher einzig auf dem DS mal loslegen um seine kleinen Monster auf die Gegner zu lassen. In wenigen Tagen wird die Serie nun auch auf der Wii Konsole spielbar sein und der Titel mit dem langen Namen "Dragon Quest Swords - Die maskierte Königin und der Spiegelturm" erscheint auch in Deutschland. Fast schon etwas überraschend, kam dafür ja eher so nebenbei die Meldung des Publishers Koch Media. Auch für mich, der eigentlich froh war die US Version samt Freeloader fertig zu haben. Macht aus diesem Test auch mal was anderes und bietet also als Grundlage 2 Versionen. Eines kann man allerdings schon zu diesem Zeitpunkt sagen. Dragon Quest Swords bietet nicht die Inhalte, die Fans der Serie vielleicht von diesem Spiel erwarten. Was man allein schon darin sehen kann, dass das Wort Monsters im Titel nicht vorkommt. Was nun drinsteckt zeigt euch der folgende Test.

Menus und die Story....

Interessant auf eine gewisse Weise ist es ja schon die US und PAL gleichzeitig zu spielen und zu Testen. Kann man doch sehr gut und schnell das ganze Vergleichen. Wobei man das ganze hier durchaus an einem großen Unterschied festmachen kann - die Untertitel. Ist in der US logischerweise alles auf Englisch, bekommen die PAL Spieler zumindest deutsche Texte im Spiel was Story und Menus angeht. Die Sprachausgabe bleibt auch in der PAL auf Englisch. Lustig wie manche Dinge durchaus 1:1 übersetzt sind und so ein wenig komisch klingen. Aber ein Kritikpunkt ist das ganze natürlich nicht. Schauen wir also weiter im Programm. Für unseren Markt wichtig sind die technischen Dinge. Neben 50 und 60Hz unterstützt das Spiel auch den EDTV/HDTV Modus. Soundtechnisch gibt es leider nur Stereo, was in der US nicht anders und schon ein wenig schade ist, aufgrund der gelungen orchestralen Stücke im Spiel. Mehrere Speicherplätze laden im Spiel zum Sichern ein und beanspruchen 2 Seiten auf dem internen Wii Speicher. In Sachen Spieler und Steuerung ist Dragon Quest Swords eines der einfachsten Spiele. Einzig die Remote kommt in diesem Single Player Game zum Einsatz. Wichtiger Punkt ist auch hier das Thema Story. Schon hier muss man anmerken das diese bei weitem nicht von dem Kaliber ist, was man sich vielleicht von einem SquareEnix Spiel erwartet. Sie spielt zwar innerhalb der Serie, hat aber weder epische Ausmaße, noch schlägt sie extrem viele neue Seiten auf. Inhalt ist zunächst das Königreich Avalonia, das 5 Jahre nach dem Sieg über den bösen Gegenspieler Xiphos ein Fest abhält. Der Zufall will es das einen Tag nach diesem Fest der Held des Spiels 16 Jahre alt wird. Ohne festen Namen übernehmt Ihr im Spiel dessen Rolle. Als Sohn eines der Helden des Königreichs, der vor 5 Jahren Xiphos besiegte, gilt es an seinem Geburtstag ein Ritual zu erfüllen.

Hierbei dreht sich alles um einen Pfad der Prüfung, der aus einem jungen Möchtegern einen Ritter und damit vollwertigem Schwertkämpfer des Königreichs Avalonia macht. Das Spiel und damit auch die Story beginnt damit, das Ihr als Held des Spiels diese Prüfung angeht. Was unser Held nicht weiß, ist die Tatsache das Xiphos an seiner Auferstehung bastelt und dazu die Königin Curtana mittels einer Maske benutzt. Kaum sollte also unser junger Held zum Schwertkämpfer aufsteigen, beginnen die Mühlen der Story zu malen und mehr als nur diese Prüfung steht dem jungen Helden bevor....... Der eigentliche Start ist auch hier relativ simpel gestaltet. Nach dem Einschalten legt Ihr zunächst ein Profil an und gelangt danach auf das einfache Hauptmenu. Hier könnt Ihr nun einzig das Spiel beginnen, später Fortsetzen oder das eigene Profil Löschen. Optionen und ähnliches gibt es zwar, allerdings warten diese später erst im Hauptspiel selber innerhalb des Pausemenus. Neben Soundeinstellungen findet man hier auch die Option bestimmte Sounds wie z.b. Laufgeräusche auf den Lautsprecher der Remote zu legen. Dazu welches Bildformat Ihr verwendet. Hier richtet sich das Spiel zunächst aber nach den Hardware Einstellungen eurer Wii Konsole. Allerdings könnt Ihr auch im Spiel selber wählen, ob ihr in 4:3 oder 16:9 spielen wollt. Mehr ist es hier zunächst nicht und wir steigen einfach mal ein in das Gameplay von Dragon Quest Swords, das es so nur für die Wii Konsole gibt.

Das Gameplay....

Wie schon erwähnt beginnt das Spiel in Avalonia am Abend des Festes. Dabei darf man nun das Wort Königreich nicht gleichsetzen mit einem epischen Umfang an Locations. Avalonia selber besteht wenn man so will aus einigen Häusern, dem Schloss und natürlich dem weithin sichtbaren Turm. Alles durch Wege verbunden ist die Location sehr überschaubar und bietet zudem auch nur wenige immer nur herumstehende NPC’s. Angrenzend an Avalonia findet man zudem insgesamt 7 Locations, in denen später die eigentliche Action spielt. Nach und nach frei geschaltet wählt man diese Orte via Karte an. Auch hier ist das ganze also keine frei begehbare Gesamtwelt. Eingeteilt ist das Spiel in knapp 10 Chapter, an dessen Ende die Konfrontation mit Xiphos liegt. Um euch darauf vorzubereiten startet das Spiel seicht mit einem kleinen Tutorial Gameplay und zeigt euch die beiden wichtigsten Hauptdinge im Spiel. Das Bewegen innerhalb der Locations und das Kämpfen, von dem das Spiel seinen größten Reiz ziehen sollte. Nicht umsonst werdet Ihr gleich zu Beginn während des Festes im Schloss zu einem Übungskampf mit dem Großmeister Dao eingeladen und dürft die Grundsteuerung im Spiel kennenlernen. Allerdings etwas das ich euch beim ersten Ausritt in die Locations näher erläutere. Danach werdet Ihr angehalten euch ein wenig umzuschauen, nach Hause zu gehen um den nächsten Tag mit der Prüfung entgegen zu fiebern. Sobald Ihr selber steuern könnt, zeigt sich dieser Teil des Gameplays. Auch eher ungewöhnlich seht Ihr zunächst alles aus der First Person Perspektive. Lauft Ihr nur herum ist das einzige was Ihr seht ein Mauszeiger im Bild, den man wie einen Pointer bewegen kann. Zeigt man z.b. auf eine Tür, so reicht es die A-Taste zu drücken um diese zu Öffnen. Gelaufen wird ebenfalls eher ungewöhnlich. Entweder Ihr drückt das Steuerkreuz nach vorn und hinten für die entsprechenden Richtungen oder die B-Taste, die ebenfalls das einfach nach vorne Laufen abdeckt. Drückt man Kreuz oben und B zusammen kann man Rennen. Drehen könnt Ihr euch nicht via Pointer, sondern nun mittels Kreuz links und rechts. Man richtet sich so aus und drückt dann wieder Kreuz Oben. Da man beim reinen Laufen aber keine Überraschungen erlebt ist das ganze OK.

Was dazu kommt ist die Tatsache das Ihr euch nur auf festen Wegen bewegen könnt. Beispiel ist ein Weg innerhalb der Stadt, der aber links und rechts freie Wiesenflächen anbietet. Nur der Weg ist begehbar. Fix mal frei auf den Wiesen herumlatschen ist nicht. Also alles ein wenig gewöhnungsbedürftig zu Beginn. Die First Person Sicht ändert sich übrigens nicht. Einzig in Story Sequenzen seht Ihr den jungen Helden mal. Das der Bezug zu ihm auch sonst nicht so hoch ist, liegt auch an seiner Stummheit. Weder hört man ihn bei irgendwelchen Sequenzen, noch redet er "textlich" und beteiligt sich an den Gesprächen. Zwar reden alle auf ihn ein, er und damit Ihr seid aber irgendwie nur dann gefragt wenn man euch eine Abfrage stellt, ob Ihr z.b. eine Aufgabe starten wollt oder nicht. Zumindest Kleinigkeiten die mir nicht so sehr gefallen. Sobald Ihr euch nun innerhalb der Stadt frei bewegen könnt, kann man die einzelnen Häuser mal begutachten. Wie gesagt viele sind es nicht und man findet neben ein paar Shops, die erst später interessant werden, auch eine Kirche in der man das Spiel Speichern kann. Ansonsten geht das nur am Ende eines Chapters, oder wenn man eine Location mehrmals spielt und erfolgreich gestaltet. Schauen wir langsam mal ein wenig in den RPG Teil des Spiels. Ein Klick auf das Feld Menu oder die 1 Taste bringt euch zum Pausenmenu, das neben den Optionen auch das Inventory und Attribute offeriert. Grundlage des RPG Systems ist natürlich ein Level des Helden samt einer damit zusammenhängenden HP Anzeige. Dazu kommen Stats für Angriff und Verteidigung, die sich leider nicht mit den Level Ups entwickeln. Das geht einzig über neue Ausrüstung. Immerhin 5 Punkte kann man dabei beeinflussen, wo jedes neue Teil diese beiden Werte verändert. Aber auch hier gibt es später noch etwas mehr zu erzählen. Zu Beginn habt Ihr also ein einfaches Schwert, steht auf Level 1 und habt 0 Erfahrungspunkte. Damit geht ihr nun die erste Prüfung an. Dazu begibt man sich, wie später auch jedes Mal, zum Stadttor und bekommt danach den Kartenscreen zu sehen. Je nach Fortschritt im Spiel habt ihr immer mehr der 7 möglichen zur Verfügung und könnt diese natürlich immer wieder angehen. Neben EXP kann man auch Belohnungen und weitere Goodies so immer wieder holen.

Zu Beginn geht Ihr nun allein auf Pirsch, auch das ändert sich später noch. Aber zumindest kann ich euch erstmal die Steuerung und das Kampf Gameplay erläutern. Kaum angekommen hält das Spiel auch hier seine Linearität. In hier teilweise sehr schönen Naturumgebungen, die ebenfalls 3D Ambiente suggerieren, geht es nach wie vor schnurstracks geradeaus. Dabei sind alle Locations so eingeteilt das Ihr immer von einem Anfangspunkt zu einem Endpunkt gehen müsst. Auf dem Weg zum Ziel erhaltet Ihr hier und da Gabelungen, wo Ihr euren Weg wählen könnt. Oftmals allerdings reine Dead Ends, wo z.b. Kisten zu finden sind. Erreicht man an einer Gabelung einmal ein Ende, werdet Ihr danach an die letzte Kreuzung zurück gebeamt und wählt einen weiteren Weg. Zum Ende einer Location und damit immer einem obligatorischen Boss Kampf geht es nur auf einem der möglichen Wege. Deshalb gibt es auch weder Rätsel noch sonstige Dinge die das Vorankommen erschweren. Der Fokus liegt hier nun wie schon erwähnt auf dem Kämpfen. So lauft Ihr zunächst ohne große Hektik immer nach vorn, bis plötzlich euer Schwert durch das Bild huscht und auch die Musik in Kampfambiente gehüllt wird. Jetzt beginnt die Kampfaction, bei der euch viele Gegner aus dem Dragon Quest Universum entgegen kommen. Bestes Beispiel sind gerade zu Beginn die Slime Varianten, die jeder Dragon Quest Spieler nur zu gut kennt. Die Gegner müssen nun also besiegt werden. Dabei ist das Kampf Gameplay so ausgelegt, das Ihr das Schwert mittels der Remote live schwingt und diese Bewegungen sofort auf dem Bildschirm umgesetzt werden. Funktioniert tadellos, macht tierisch viel Spaß und fördert den Tennisarm. ;-) Dabei ist das Grundprinzip so angelegt das Ihr per Links rechts Bewegungen, Hoch und Runter und schrägen Bewegungen zentriert auf dem Bildschirm agiert. Recht meist aus um die auftauchenden Gegner zu erwischen. Ein ganzes wichtiges Feature ist nun der Zielmarker. Attackiert euch ein Gegner z.b. von einem Bildschirmpunkt, der nicht genau im Bewegungsradius der Grundaktionen liegt, so zielt man mit dem Pointer auf diese Stelle und drückt die A-Taste. Macht man jetzt seine Schwertbewegungen gehen die Angriffe genau durch diesen Marker.

Getroffene Gegner haben wie Ihr unten links eine Lebensleiste und Ihr bekommt sehr passend gemacht Treffer als Zahlenwerte angezeigt. Zudem seht Ihr deren Balken und somit wie oft Ihr noch zuhauen müsst. Ebenso bekommt Ihr beim Ableben eines Gegners sofort die erhaltenen Erfahrungspunkte angezeigt. Unten links in der Anzeige für euren Charakter steigt danach, ähnlich dem Pokemon Prinzip, eine Balkenanzeige. Ist diese voll gibt’s ein Level Up und die HP Wertanzeige steigt. Ebenso füllt sich bei jedem Treffer eine blaue Schwertanzeige unterhalb der Lebensleiste. Diese definiert den Meisterstreich (Master Strike in der US klingt aber viel besser. ;-)) ). Dies ist ein Special den nur Ihr ausführen könnt. Ist die Leiste voll kann man per 2-Taste diese Moves aufrufen. Anfangs habt Ihr nur einen zur Verfügung. Das Bild wird in eine komplett andere Animation gehüllt und Ihr müsst in mehreren Stufen diesen Special umsetzen und ausführen. Innerhalb von 3 Sekunden muss man bestimmte Bewegungen ausführen oder das Schwert, sprich die Remote in die Luft halten. Danach erneut nur mehrere Sekunden lang um Hiebe auszuführen, die nun ebenfalls Bildschirm füllend auf den Gegner niedergehen. Vor allem bei den Boss Gegner eine feine Sache und immens wichtig. Ebenfalls gut gemacht ist die Abwehr. Per B-Taste könnt Ihr euer Schild benutzen, das Ihr ebenfalls sofort im Screen seht und frei bewegen könnt solange Ihr die B-Taste drückt. Zum einen könnt Ihr Nahkampf Attacken sehr gut abwehren und solche Angriffe aus der Ferne abblocken. Je mehr Ihr es benutzt um so poröser wird das Schild. Zu Beginn bei 100% verliert es immer mehr an Energie und kann auch komplett kaputt gehen. Jedes mal neu Kaufen muss man es nicht, da es am Ende immer wieder repariert wird. Innerhalb der Kampflocation kann man es ebenfalls erneuern. Dafür gibt es ein spezielles Item, das man Kaufen oder auch Finden kann. Wobei das Thema Items so eine Sache ist. Zwar kann man bis zu 8 verschiedene Dinge mitnehmen, aber leider nur sehr begrenzt in der Anzahl. Einfache Heilitems bis zu 9 Stück, die richtig guten gar nur 3x. Auch wenn es in den meisten Fällen ausreicht und später auch durch andere Feature entschärft wird. Die Kampfaction selber ist wirklich die große Stärke des Spiels und macht durchgehend Spaß.

Denn das ganze ist kein wildes herumfuchteln, sondern vor allem in den hinteren Locations etwas das von der Beherrschung lebt. Die Richtungen werden sehr gut umgesetzt und man muss mehr als man denkt genau ausholen. Die Schwert Kits diverser Zubehörhersteller machen sich hier durchaus gut und erhöhen das Feeling. Erreicht man das Ende einer Location wartet der Boss Gegner auf euch. Je nach Spielfortschritt sind natürlich die jeweils ersten Begegnungen schwer und man gewinnt nicht selten auf der letzten Rille. Hier macht sich der geringe Umfang an mitgeführten Items durchaus bemerkbar. Schafft Ihr es den Boss zu besiegen steht das Belohnungssystem auf der Tagesordnung. Jeder Durchlauf in einer Location wird bewertet und ergibt einen Score und Rang. Je nachdem wie gut Ihr wart erhaltet Ihr Boni. Das können seltene Rohstoffe sein, normale Items und Ritterpunkte, die euren Rang innerhalb des Königreiches erhöhen. Dies wirkt sich z.b. auf die Meisterstreiche aus und Ihr bekommt bei Aufstiegen neue dazu oder die vorhandenen werden besser. Übrigens sollte man möglichst nicht draufgehen, ehe man fertig ist. Denn dann verliert man die Hälfte seines erspielten Geldes. Entschärfen kann man dies durch eine Kiste im eigenen Wohnhaus, wo man Geld deponieren kann. Allerdings blöd gemacht geht das nur in 1000er Schritten. Habt Ihr 999 Münzen, könnt ihr diese nicht deponieren. Geld und die Rohstoffe als Belohnungen sind immens wichtig und das Thema Waffen und Ausrüstungen kommt zu seinem Recht. Denn wieder daheim könnt Ihr im Bereich Verteidigung was Schilde, Helme oder Rüstungen angeht einkaufen. Neue Schwerter gibt es auf einem ganz anderen Weg.

Besucht man diesen Shop gibt es neben der Kaufen Optionen den viel wichtigeren Punkt Entwickeln. Sprich Ihr könnt das anfangs einfache Schwert z.b. in drei Richtungen upgraden. Klassentypisch in Feuer, Blitz und Eis Varianten. Um dies jedoch tun zu können, müsst Ihr zum einen Geld besitzen und Rohstoffe mitbringen. Ab der 3. Stufe muss man zwingend manche alten Locations nochmals spielen um die Menge eines Rohstoffes zu bekommen. Denn die Belohnungen, sprich was für Rohstoffe es für die Ränge gibt ist immer gleich. Bis auf das letzte Schwert, das man nur im Spiel selber bekommen kann, sind neue und wirklich mächtige Schwerter möglich. Nicht so gelungen finde ich hier zum einen, dass das Master Schwert für den Endboss schwächer ist, als ein selbst hoch geleveltes. Dennoch brauch man das Master Schwert um die letzte Location frei zu schalten. Wieder so Kleinigkeiten die einen stören. Auch ist die Anzahl nicht sonderlich hoch. Man kauft vielleicht von allen Ausrüstungen maximal 3. Auch wenn diese wenn man sie hat immens etwas bringen. Mit der Zeit kommt dazu ein fliegender Händler, der extrem gute Dinge anbietet, die aber schweineteuer sind. Aber auch hier bietet das Spiel einen vielleicht ungewollten Trick. Während der Action in den Locations kann man sogenannte Mini Medaillen einsammeln. Diese sind eigentlich dafür gedacht, in einem speziellen Ort Avalonias gegen seltene Items und Ausrüstungen eingetauscht zu werden. Beispiel sind Wiederbelebungsitems, die man so nicht findet oder kaufen kann. Gegen 4 dieser Medaillen tauscht man eines davon und kann es für 2000 Gold verkaufen. Da man Mini Medaillen durchaus reichlich findet, eine ganz einfache Möglichkeit an wirklich viel Geld zu kommen. Dazu verkauft man mit der Zeit alte Ausrüstungen und hat ab einem bestimmten Zeitpunkt eigentlich keine Geldprobleme mehr. Den motivierenden Punkt wenn man ein neues Ausrüstungsteil oder Schwert sein eigenen nennt, erzeugt das Spiel allemal und man will sofort raus in die Pampa und Zeigen wer hier der Boss ist. Deswegen ist das ganze solange man spielt sehr gelungen macht aufgrund der reinen Schwertaction eine Menge Spaß.

Dennoch gibt es hier und da schon noch Kritik. Vor allem was die Spielzeit angeht. Auch wenn vieles linear und nach und nach anzugehen ist, 12 Stunden oder weniger sind für ein Dragon Quest Spiel dieser Art fast schon zu wenig. Ich habe manchmal während des Tests überlegt und geträumt was man eigentlich an Umfang hätte machen können, allein mit diesem Kampf und RPG Feature. So wirkt vieles wie ein wenig zusammen gestutzt. Denn überzeugen kann eigentlich auch das Team Feature. Sobald Ihr die Locations nach und nach kennen gelernt habt, steigen auch 3 weitere Charaktere in das Spiel ein. Diese spielen einmal in der Story eine Rolle, begleiten euch mit der Zeit auch. Beim jeweils ersten mal zugeteilt, könnt Ihr danach bei neuen Besuchen frei wählen wen Ihr mitnehmt. Diese Charaktere kämpfen mit euch und haben im Gegensatz zu euch die Fähigkeit Magie einzusetzen. Was bei euch die Schwertleiste ist, das ist bei ihnen eine MP Leiste. Sie erhalten genauso wie Ihr EXP, steigen im Level auf und erlernen weitere Magie Attacken. Unter anderem auch das Thema Heilen, so das diese neben Attacken auch die HP Leisten im Auge behalten. Man kann ihnen einen Kampfstil zuweisen, aber im Gegenzug z.b. leider keinen Einfluss auf deren Ausrüstung nehmen. Sie behalten ihre Ausrüstung von Anfang bis Ende. Spaß macht das Team Gameplay dennoch, vor allem am Ende in den Locations von Xiphos. Denn hier zieht zum einen das Spiel an sich noch mal an und der Anspruch steigt zum Ende hin. Wobei im gesamten dieser passt und in meinen Augen sehr gelungen ist. Klar zieht hier auch das Feature des überlegenen Ausrüstens. Macht man mittendrin einfach mal eine Storypause und geht lieber mehrmals alte Orte an um Rohstoffe und Geld zu erspielen, geht man stärker und besser vorbereitet in die anstehenden Aufgaben. Vielleicht auch der Punkt wo man die Spielzeit durchaus erhöhen kann.

Dem entgegen steht leider keinerlei Überraschung wenn man alte Orte noch mal besucht. Man kämpft sich einfach noch mal von Anfang bis Ende. Auch das die immer gleichen Gegner an immer den gleichen Stellen warten, ist hier wieder so eine Kleinigkeit. Wirklich schade das man nicht mehr aus dem Spiel gemacht hat. Die Möglichkeiten sind eigentlich immens. Denn am Gameplay meckern kann man so eigentlich nicht und solange man spielt hat man seine Freude an Dragon Quest Swords. Eine gute Steuerung, durchaus motivierendes RPG System und viele Gegner samt passender Locations. Nur eben irgendwie in überschaubarem Umfang und ohne eine episch anmutende Story. Ich kann nur hoffen das sich das Spiel dennoch gut verkauft und SquareEnix über einen Nachfolger nachdenkt. Denn wie nur für wenige Genre erkennt man hier eigentlich das riesige Potential das dieses Gameplay bietet.

Grafik & Sound....

Im Bereich Grafik ist Dragon Quest Swords nichts Außergewöhnliches. Nimmt man Avalonia als Stadtlocation als Maßstab ,wäre das Spiel so wohl auch auf dem GCN möglich gewesen. Zwar wirkt die Umgebung detailreich und farbenfroh, schaut man genau hin und vor allem in vielen Nahaufnahmen sichtbar, bietet das ganze recht einfache Texturen, mit je nach Bildschirm mehr oder weniger zu sehenden Treppeneffekten. Auch die Skins der Charaktere die man so treffen kann sind überschaubar und nichts was nun sonderlich gut geworden ist. Ordentlich trifft es ganz gut. Anders sieht es in vielen der Locations aus. Diese bieten z.b. von der Atmosphäre und den dortigen Texturen durchaus edles an. Das beginnt bei den Wiesenlandschaften und endet vor allem in den letzten Lava Umgebungen bei Xiphos. Hier wirkt die Grafik durchaus kräftig und anspruchsvoll. Auch gelungen ist der Punkt Gegnerskins. Egal ob nun ein einfacher Slime Gegner oder mächtiger Grossmesser, diese hat man passend gestaltet. Dazu sehr schöne Bewegungen, wenn sie einem vor dem Schwert austänzeln wollen. Viel bringen tut ihnen das aber nicht. ;-)) Klar gelungen ist aber die wichtige technische Seite. Ein sehr genaues Umsetzen eurer Bewegungen, samt Kollisionsabfrage ohne Ruckler oder andere nachteilige Dinge lassen das Spiel hier wirklich gut dastehen. Im gesamten ein gutes Spiel, das aber auch auf dem GCN nicht unmöglich gewesen wäre.

Der Sound punktet zunächst durch die orchestralen Stücke. Egal ob in der Stadt, vor allem der Kirche und auch den angrenzenden Locations. Zwar nicht ewig viele,aber dafür alle gelungen. Schade das man keinen Surround Sound eingebaut hat, der durchaus noch ein wenig mehr Soundkick gebracht hätte. Effekte gibt es reichlich und vor allem die Schwertaction selber ist klanglich gut umgesetzt. Auch hier gibt es eigentlich nichts zu meckern.

Fazit....

Im gesamten habe ich schon ein weinendes und lachendes Auge, wenn ich über Dragon Quest Swords urteilen darf. Auf der einen Seite macht die edle Live Action gegen bekannte Dragon Quest Monster eine Menge Spaß und überzeugt solange man spielt. Dennoch hätte das Spiel gerne doppelt so umfangreich sein können. Sehr schade das die Story hier nie ihren Kick oder Reiz richtig ausspielt. Was auch am irgendwie immer unbeteiligt wirkendem Helden des Spiels liegt. Auch das RPG Feature hätte man noch immenser ausbauen können. Wobei das gebotene hier ausreicht und den Spaß unterstützt. Aber man sitzt eben nicht ewig und hat in meinen Augen zu wenig abseits der sehr guten und motivierenden Kampfaction. Das ist eigentlich die größte Schwäche. Vieles wirkt ein wenig zusammen gestutzt und könnte in vielen Bereichen viel mehr Umfang vertragen. Raum und Platz für Verbesserungen in einem eventuellen Nachfolger gibt es mehr als genug. Was man spielt macht Laune und Dragon Quest Swords ist beileibe kein schlechtes Spiel. Aber auf der anderen Seite sind aber irgendwie noch zuviel Wünsche offen. Also SquareEnix, ran an den Nachfolger…. ;-)

 

+ Einfache gute Steuerung
+ Unterhaltsame Schwertaction
+ Schwierigkeitsgrad
+ Enthaltene RPG Feature
+ Team Action gelungen
+ Kampflocations/Sounds
+ Motivierend solange man spielt
- Story könnte dichter sein
- Nicht ewig lang (12 Stunden)
- Nur 1 Stadtlocation
- Wenig Shopaction
- Keine Rätsel/kaum Secrets

GRAFIK: 78%

SOUND/EFFEKTE: 78%

MULTIPLAYER: --

GESAMTWERTUNG: 74%

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