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Wii Dream Pinball 3D
 
 
Dream Pinball 3D - Wii
Jens Morgenschweiss (09.06.2009)

SYSTEM: Wii-PAL
ENTWICKLER: Southpeak
GENRE: Flipper
SPIELER: 1-4 Spieler
HANDBUCH: Deutsch
SAVEGAME: 2 Seiten
60HZ-MODUS: Ja
SCHWIERIGKEIT: 3-9
NUNCHUK: Ja
SPRACHHÜRDE: Keine
ALTERSFREIGABE: 3+
PLII/HDTV: Nein/Ja
TERMIN: Erhältlich
PREIS: ca.30 Euro
KOMPLETTLÖSUNG: Nein
CHEATS / TIPPS: Nein
ONLINE/LAN: Nein/Nein
MII UNTERSTÜTZUNG: Nein

   
Einleitung....

Ich glaube jeder Junge hatte diesen Traum, das in seiner eigenen Wohnung ein Tischfußball und ein Flipper stehen muss. Dieser Traum platzt in der Regel an den Räumlichkeiten oder an den Frauen, die irgendwann bei euch einziehen. Also zieht es uns in die Spielhallen und nun auch an die heimische Wii. Besser kann man es nicht haben, bequem im Sessel sitzend, die Controller lässig in den Händen haltend. Ob Dream Pinball 3D hilft, unseren Traum vom Superflipper in den eigenen vier Wänden zu verwirklichen, versuche ich euch in den folgenden Zeilen zu vermitteln.

Menus und die Story....

Das Menu sieht schon einmal ziemlich übersichtlich aus. Lediglich drei Menupunkte erwarten uns auf dem riesigen Screen. Von den mickrigen Menupunkten, nehmen schon die Credits einen Platz weg. Bleiben nur noch zwei übrig. Das sind die Optionen und der Punkt "Neues Spiel". In den Optionen kann man auf dem grafischen und akustischen Sektor noch etwas nachbessern. So kann man unter der Grafik, den Farbfilter ein- oder ausschalten. Die Wirkung ist, das bei aktivierten Farbfilter, unerwünschte Cross Color Effekte auf den Strukturen gemildert werden. So werden schillernde regenbogenfarbene Effekte, die störend wirken können, unterbunden. Nachteilig ist, das die Kantenschärfe darunter leidet.

Die akustischen Bereiche unterscheiden sich in die Musik, die Hintergrundgeräusche, Sprachausgabe und magnetischer Soundeffekt. Man sollte bei einem Flipper schon alle Geräuschkulissen aktiviert lassen, da sonst die Hälfte des Spielspaßes flöten geht. Die Steuerung kann jeder Spieler auf seine Bedürfnisse einstellen. Möchte man mit Nunchuk spielen oder lieber nur mit der Wii Mote allein. Dazu kann man noch den Bewegungssensor desaktivieren, wodurch man aber den Tischstoß nicht mehr ausführen kann. Das Storymotto besteht aus zwei Worten: Let´s Rock! Wer es krachen lassen will, der wählt das neue Spiel und schon kann es losgehen.

Das Gameplay....

Wer ein neues Spiel beginnt, kann aus sechs abwechslungsreichen Tischen wählen. Mit dabei sind das Ritter Turnier, Monsters, Dino Wars oder Amber Moon. Mit dem Steuerkreuz kann man sich einen Tisch aussuchen und kann dabei rechts daneben die Highscores betrachten, die es zu knacken gilt. Wenn man das Steuerkreuz nach links oder rechts bewegt, kann man sich einen aus vier Schwierigkeitsgraden auswählen. Dabei werden die unterschiedlichen Eigenschaften der Schwierigkeitsgrade darunter eingeblendet. Wer sich zuerst auf Leicht versucht, der kann sich auf 7 Bälle freuen und der Ballsave dauert sagenhafte 30 Sekunden. Nach jeweils 10 Mio. ändert sich der Ball und der Zeitbonus für Specials beträgt x 4. Wer sich dagegen auf Profi versuchen möchte, muss sich auf etwas härtere Zeiten einstellen. So hat man dort nämlich nur einen Ball zur Verfügung und der Ballsave fällt ganz weg. Der Ballzustand ändert sich erst nach 40 Mio. und der Zeitbonus ist mit dem Multiplikator 1 versehen. Da kann man schon absehen, das das erreichen des Highscores sehr knifflig wird.

Hat man sich für eine Variante entschieden legt man nur noch fest, ob man allein spielt, oder mit bis zu vier Mitspielern nacheinander. Dann kann die Punktejagd endlich losgehen. Mit dem A Knopf wird der Ball auf die Reise geschickt und die Flipperarme werden mit dem B und Z Button bedient. Neben den Flipperarmen kann man mit den beiden Knöpfen auch die Sammelzielreihe verschieben. Das sind Leuchtpunkte, über die die Kugel rollen muss um sie zu entzünden. So etwa die drei Buchstaben BOW beim Ritter Turnier. Wenn alle drei Buchstaben leuchten, kann man einen Zeitbonus abstauben. Diese Sammelziele gibt es auf allen Tischen. Eine sehr genaue und detaillierte Übersicht bietet das sehr gute Handbuch des Spiels. Der Spielball läuft sehr flüssig und zügig auf dem Parcours und auch die Bewegungsrichtung, die man dem Ball mit den Flipperarmen gibt ist sehr genau. Dabei sollte man aber aufpassen, das die unterschiedlichen Bälle auch verschiedene Rolleigenschaften haben. Wenn man die Grenze für einen Ballwechsel erreicht hat, ändert sich die Beschaffenheit des Balles. So beginnt man natürlich mit einem Stahlball, der sich dann in Marmor-, Elfenbein- oder Goldball. Insgesamt gibt es sechs Materialien, die zum Einsatz kommen.

Alle sechs Tische haben eines gemeinsam. Sie sind schreiend bunt und sehr schillernd. Man muss schon sehr genau hinsehen, welche Rampe nun leuchtet, damit man diese anspielt. Irgendetwas blitz und blinkert immer auf dem Tisch und das Auge muss sehr viele Reize verarbeiten. Das ist in den ersten 30 Minuten auch kein größeres Problem, nur sollte man ab und an auch mal eine kleine Pause einlegen, um die Sehknöpfe etwas runter zufahren. Ein erheblicher Nachteil sind manche Tische, die so schnell laufen, das die Kamera nicht schnell genug herunter scrollt, damit der Spieler seine Flipperarme sehen kann. Und so verschwindet dann eine Kugel, die eigentlich nicht out gehen kann oder darf. Natürlich gibt es Bälle, die "weg" gehen, aber auf Grund der langsamen Kamera ist es besonders ärgerlich. Wer das Vergnügen von drei Multibällen hat, wird schnell einsehen, das von gezielten spielen nicht die Rede sein kann. Man ist eigentlich nur noch bestrebt, die Flipper zu betätigen, ohne genau zu sehen, wo welcher Ball gerade ist. Zur Unübersichtlichkeit trägt auch noch bei, das jeder Tisch über mehrere Flipperarme verfügt. Diese sind manchmal sofort erkennbar, andere verbergen sich kurz hinter den "Bumpern" oder unter Rampen, wo sie nicht sofort auffallen. Hier macht sich die Nahansicht des Tisches besonders negativ bemerkbar.

Grafik & Sound....

Optisch ist Dream Pinball 3D ein "Fluch der Farben". Die grelle Optik vermischt mit der schnellen Spielbarkeit ist ein Horror für die Augen. Man muss wirklich nach einer gewissen Zeit eine Pause einlegen, weil das Spielen eine Anstrengung für die Augen darstellt. Doch wer an einer Vielzahl blinkenden und schillernden Elementen seine Freude hat, der wird hier ausführlich bedient. Die sechs dynamischen Kameras tragen eher zur Verwirrung bei, als das sie das Spielvergnügen steigern. Rasante Kamerafahrten auf dem Tisch sind die Folge, nur wenn es ernst wird, ist keine Sicht dort, wo man sie benötigt.

Akustisch bietet das Spiel eine Menge. Die Hintergrundmusik begleitet einen nur durch das Menu. Am Tisch selbst, wird man mit einer Geräuschkulisse versorgt, die genau zum Thema des Tisches passt. Ob es nun die Rotorgeräusche sind oder das abfeuern von Bögen - alles sehr stimmig. Die Sprachausgabe fällt knapp aber gefällig aus. Es sind die kleinen Samples, wenn man eine Kugel eingelocht hat, oder wenn ein Multiplikator sich erhöht, die man auf die Ohren bekommt. Soundtechnisch hat mir Dream Pinball 3D gut gefallen.

Fazit....

Ich will hier nicht den Stab über dem Spiel brechen, doch entspanntes Spielvergnügen ist etwas anderes. Für eine schnelle Runde Flipper zwischendurch ist Dream Pinball 3D ganz ok, aber wer mit drei Freunden einen lustigen Herrenabend machen will, muss schon ganz schön überzeugt sein. Der Reiz, Highscores zu killen, ist natürlich immer gegeben, auch wenn man sich dafür richtig anstrengen muss. Durch die knallharten Anforderungen in den Schwierigkeitsgraden "Schwer" und "Profi", hat man schon ganz schön zu knabbern. Da kann man sich mit Freunden ruhig mal messen. Aber eben einen langen Abend kann man sich eigentlich nicht zumuten. Soundtechnisch hat mich das Spiel richtig überzeugt. Tolle Geräusche und eine Sprachausgabe, die kurz und knapp ausfällt, sind an dieser Stelle sehr passend. Eine farbenfrohe Optik, gepaart mit schnellen Ballläufen und vielen blinkenden Elementen kann das menschliche Auge schnell überlasten. Bitte macht ab und an mal eine Spielpause!

 

+ tolles Handbuch
+ 4 gute Schwierigkeitsgrade
+ abwechslungsr. Tischthemen
+ gute Soundkulisse
- Kameraführung nicht ideal
- anstrengend für die Augen
- nur 6 Tische

GRAFIK: 60%

SOUND/EFFEKTE: 73%

MULTIPLAYER: 60%

GESAMTWERTUNG: 68%

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