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Wii Donkey Kong - Jet Race
 
 
Donkey Kong - Jet Race - Wii
Matthias Engert (16.11.2008)

SYSTEM: Wii-PAL
ENTWICKLER: Nintendo/Paon
GENRE: Funracer
SPIELER: 1-4 Spieler
HANDBUCH: Deutsch
SAVEGAME: 22 Seiten
60HZ-MODUS: Ja
SCHWIERIGKEIT: 2-7
NUNCHUK: Ja
SPRACHHÜRDE: Keine
ALTERSFREIGABE: K.E.
PLII/HDTV: Nein/Nein
TERMIN: Erhältlich
PREIS: ca.40 Euro
KOMPLETTLÖSUNG: Nein
CHEATS / TIPPS: Ja
ONLINE/LAN: Nein/Nein
MII UNTERSTÜTZUNG: Ja

   
Einleitung....

Seit mittlerweile über einem Jahr sorgt Mario Kart beim Thema Funracer für ganz klare Verhältnisse. Das liegt zum einen natürlich einfach an der spielerischen Klasse, dem Funfaktor und den inhaltlichen Möglichkeiten. Dazu zählt aber mittlerweile auch das immer neue Futter via Wi-Fi Verbindung, was immer wieder etwas Neues für den Spieler bringt. Um es auf einen Punkt zu bringen, es ist einfach sauschwer in diesem Genre den Thron zu besteigen und es würde mich nicht wundern, wenn das im Wii Zeitalter keinem Konkurrenten mehr gelingt. Es sei denn vielleicht vom eigenen Nachfolger. Dennoch ist natürlich durchaus noch Platz im Funracer Genre und über Abwechslung ist nun niemand böse. Zumindest Nintendo selber hat das ebenfalls erkannt und hat mittlerweile schon länger einen zweiten Titel dieser Machart in petto, Donkey Kong - Jet Race. Neben vielen logischen Gemeinsamkeiten, denen sich auch ein Jet Race nicht entziehen kann, bietet der Titel aber bei einigen Dingen einen komplett anderen Ansatz und durchaus auf dem Papier interessante Neuigkeiten. Besonders das Thema Steuerung muss hier genannt werden. Aber wollen wir den Einzelheiten nicht vorweg greifen und schauen was Jet Race bietet und ob der Titel das Zeug hat Mario Kart ernsthaft Konkurrenz zu machen.

Menus und die Story....

Das Nintendo/Paon Gemeinschaftswerk weckt zunächst einige Erinnerungen an die Diddy Kong Racing Spiele vergangener Tage. Auch wenn man beim Thema Charaktere logischerweise alte Bekannte auftauchen, viel mehr an Gemeinsamkeiten bis auf die Funracer Zugaben gibt es hier aber nicht. Als einen potentiellen Nachfolger sollte man Jet Race also nicht ansehen. Treu bleibt man sich im Hause Nintendo allerdings bei den Rahmenbedingungen. Der für 4 Spieler gemachte Titel lässt sich in Sachen Darstellung im 50 und 60Hz Modus spielen, erlaubt aber auch die Nutzung der EDTV/HDTV Variante. 2 Dinge die eher negativ auffallen sind der recht große Speicherbedarf mit 22 Seiten und das Verzichten auf eine Surround Ausgabe in Sachen Sound. Nichts besonderes ist die komplette Lokalisierung und der eingebaute Multiplayer. Wobei hier Jet Race gegenüber dem großen Konkurrenten das erste mal etwas abfällt, denn einen Online Modus bietet der Titel leider nicht. Überhaupt ist der Multiplayer ein spezielles Thema, dem wir weiter unten auch die entsprechenden Zeilen widmen werden. Storytechnisch bietet Jet Race wie die meisten dieser Titel nichts. Denn weder ein einleitender Vorspann, noch später irgendwelche Sequenzen lassen in dieser Hinsicht etwas vermuten. Wie in den meisten Spielen dieser Art geht es hier wirklich wieder nur darum in spaßigen Rennen gegen diverse CPU Gegner zu zeigen wo der Frosch seine Locken hat. Ohne das man hier einen speziellen Bezug zu Örtlichkeiten oder Charakteren bekommt. Böse ausgedrückt könnte man die Kong und Kremlin Sippschaft hier auch gegen beliebige andere Spiele Charaktere auswechseln.

Besonders typisch wird man dennoch begrüßt, sprich das gesamte Thema Musiken im Spiel ist extrem auf dieses Funracer Genre zugeschnitten. Fröhlich und rhythmisch begleitetet darf man sich danach dem Hauptmenu widmen, das euch links die einzelnen Hauptspielmodi auflistet und rechts neben Zugaben, einem einleitenden Training auch die Punkte Bestzeiten und Optionen anbietet. Spielerisch wartet der Grand Prix Modus, das Einzelrennen, der Time Trial und das Freie Rennen. Unterschied zwischen Einzel und Freiem Rennen ist die Tatsache das Ihr im Erstgenannten mit dem kompletten Fahrerfeld nach festen Runden loslegen könnt, während Ihr im Freien Rennen ganz allein und solange Ihr wollt fahren könnt. Wie schon erwähnt gibt es nun mit Crankys Flugschule einen Trainingsmodus, wo euch alle Facetten der ungewöhnlichen Steuerung näher gebracht werden. Dazu kommt der Punkt Candys Missionen, in denen Ihr einzelne Eventrennen auf verschiedenen Stufen spielen könnt, die immer bestimmte Aufgaben beherbergen. Wichtiger Punkt zum Schluss sind natürlich die Optionen. Diese bieten einige Dinge an, die das Gameplay beeinflussen können. So kann man hier unter anderen die enthaltenen Items komplett deaktivieren, wenn man das möchte. Weiterhin kann man für die Tastenaktionen die Belegung frei wählen und seinen Bedürfnissen anpassen. Weiterhin in welcher Hand man die Remote halten möchte. Da man hier mit dem Doppel Remote/Nunchuk agiert, eine sinnvolle Einstellung für Linkshänder. Für einen Überblick wo welche Funktion umgesetzt ist, kann man sich die Grundbelegung auch anschauen. Um den spielerischen Part genauer zu beschreiben, stürzen wir uns gleich in den Hauptmodus Dschungel Grand Prix.

Das Gameplay....

Auch wenn ich mir den Punkt direkt spare, für den ersten Kontakt mit der ungewöhnlichen Steuerung rate ich allen Interessierten dennoch zum Trainingsmodus. Ich spare mir dies hier und handle das Thema bei der reinen Rennaction mit ab. Kern des Spiels und auch der Punkt wo man Secrets frei spielt ist der Dschungel Grand Prix, der an sich nichts anderes darstellt als das bekannte Cup Gameplay in vielen Funracern. Wählt Ihr diesen Punkt an, erkennt man eine Besonderheit und zunächst auf dem Papier ein echter Pluspunkt. Denn auch der Grand Prix Modus ist mit bis zu 4 menschlichen Spielern machbar. Was ja mehr wäre als z.b. Mario Kart bietet. Weiter unten gehe ich aber noch intensiver auf diese Variante ein. Hier kümmern wir uns zunächst um die Einzelspieler Action. Positiv ist die Tatsache das Jet Race mal wieder euren Mii Charakter unterstützt. Zwar sieht man diesen nicht in den Rennen selber, aber das eigene Profil, sprich Bestzeiten und Erfolge werden so mit dem eigenen Mii Charakterbild versehen. Habt Ihr diese Dinge eingestellt wartet der spielerische Inhalt. Das erste ist die Wahl des Schwierigkeitsgrades. 3 verschiedene gibt es, wobei zu Beginn natürlich nur der Anfänger Modus verfügbar ist. Die Unterschiede unter den 3 Graden sind fast ausnahmslos in der KI der Gegner begründet und wie bei Mario Kart im Gamespeed. So ist die Anfänger Klasse gefühlt Arschlangsam, während am Ende auf Meister das Ganze um einiges flinker abläuft. Darf man sich also zu Beginn auch nicht täuschen lassen. Profi und Meister müssen also erst über fahrerische Erfolge frei gefahren werden. Danach folgt auch schon die Charakterwahl. Jeweils knapp 10 Charaktere aus der Kong und Kremlin Familie warten auf euch und bieten neben dem persönlichen Geschmack auch eigene Fahreigenschaften in Sachen Speed, Startvermögen und Kurvenhandling. Durchaus entscheidend und hier und da der Schlüssel zum Sieg. Habt Ihr euren Charakter gewählt, warten am Ende der Vorbereitung nun die einzelnen Cup Rennen auf euch. Auch hier anfänglich nur einer anwählbar warten pro Schwierigkeitsgrad 4 Cups mit jeweils 3-5 Rennen auf euch. Dazu kommt der Wahl Cup, bei dem man 7 Rennen als Komplettpaket fahren kann.

Das ist leider auch eine Schwäche im Spiel. Zwar gibt es von den einzelnen Strecken verschiedene Varianten, wie z.b. die Reverse Ausgaben, dennoch bietet Jet Race was Umgebungen und verschiedene Strecken angeht nur derer 7. Im Vergleich schon ein bisserl wenig. Auch wenn die Designs durchaus zu gefallen wissen. Der Rest beim Drumherum ist nun altbekannt. Innerhalb der 3-5 Rennen geht es jeweils über 3 Runden darum Punkte einzufahren, die es nach jedem einzelnen Rennen gibt. Am Ende werden diese zusammengezählt und ergeben die Gesamtpunktzahl. Eher ungewöhnlich das man zwingend am Ende ganz Oben auf dem Podest stehen muss. Holt man nur einen Silberpokal, darf man das ganze gleich noch mal angehen. Die weiteren Cups und weitere Secrets holt man nur mit Gold Pokalen. Besonders zu Beginn und der Eingewöhnungsphase mit der Steuerung dauert es schon ein wenig. Es sei denn man kommt sofort mit der Steuerung klar. Positiv das man alle Rennen gegen 7 CPU Gegner fährt, so das man hier ebenfalls alte Regularien erfüllt. Auch wenn hier Mario Kart mehr bietet. Immer mal ein kleiner Seitenblick zur übermächtigen Konkurrenz. ;-) Wählt Ihr den Cup an, so zeigt man euch welche Strecken auf euch warten. Ohne großes Drumherum startet danach auch schon das erste der 3-5 Rennen und los geht die Jagd nach dem Sieg. Unerreicht ist bisher das Thema Ladezeiten mit Jet Race. Man fühlt sich fast schon an N64 Zeiten erinnert, da die Ladezeiten nur wenige Sekunden lang sind und die Rennaction startet. Hier kann sich fast die gesamten Konkurrenz auf der Wii aber mehr als nur eine Scheibe abschneiden. Die Rennaction in Jet Race bietet auf den ersten Blick gewohntes Gameplay, ohne das man sich großartig umstellen muss? Dies kann man ganz klar verneinen. Zwar wirkt das Ganze kunterbunt, mit vielerlei Anzeigen ausgestattet und in der üblichen Third Person Perspektive. Aber alles was danach kommt ist typisch Jet Race. Wie schon erwähnt geht es auf jeweils 3 Runden darum, möglichst am Ende weit vorn zu landen. Ganz eng verbunden mit dem Thema Steuerung ist auch ein Streckenfeature in Jet Race.

Alle Strecken bieten eine feste Bande und Begrenzung, über die man nicht hinausschießen kann. Von der Strecke abkommen kann man hier also schon mal auf keinen Fall. Auch werden Freunde der Karts, Hoover oder was weiß ich noch eher enttäuscht sein. Denn die Charaktere fahren nicht am Boden, sondern bewegen sich immer in der Luft. Dabei dienen Bongo Trommeln links und rechts als Antrieb, die einfach gesagt wie kleine Düsen oder Raketen fungieren. Bei jedem Charakter ein wenig anders gestaltet, ist das Grundprinzip aber komplett gleich. Ist das schon ungewöhnlich, kommen wir gleich mal zum Thema Steuerung, das ebenfalls totales Neuland auf der Wii darstellt. Denn das Thema Gas und Bremse wird hier nicht über Tastenaction umgesetzt, sondern mittels freier Bewegungen der Remote und des Nunchuk. Ich will euch mal die einzelnen Aktionen kurz näher beschreiben. Schweißtreibend vor allem zu Beginn des Spiels, wenn man sich daran noch gewöhnen muss. Alles beginnt mit dem Start und der Beschleunigung. Was übrigens später immer gleich ist, wenn man z.b. irgendwo aneckt oder allgemein Tempo verliert. Gas gegeben wird nur indem man Remote und Nunchuk abwechselnd wild schüttelt. Der Charakter haut so sichtbar auf seine Bongos und gibt praktisch Gas. Je nach Charakter dauert es nun verschieden lang, ehe er auf Höchstgeschwindigkeit kommt. Dann kommt eine Einblendung im Screen und man kann aufhören wie wild zu Schütteln. Ist diese HG erreicht könnte man jetzt zuschauen wie der Charakter von selbst weiter fliegt. Es sei denn er trifft auf ein Hindernis oder schlittert in Kurven an der Bande entlang, wo er wieder langsamer wird. Um Kurven nun exakt zu nehmen und ohne das man Tempo verliert gilt es also gezielt zu Lenken. Wer denkt dazu nutzt man den Stick liegt wieder falsch. ;-) Gelenkt wird ebenfalls nur via freier Bewegung. Schüttelt man den Nunchuk, lenkt der Charakter nach links, schüttelt man die Remote entsprechend nach rechts. Ein bißchen vorstellen das man hier ins Schwitzen kommt, kann man sich denke ich schon. ;-) Aber selbst das war es noch nicht mit den freien Bewegungen.

Die Strecken bieten mehr als genug Gelegenheiten um Sprünge sinnvoll zu machen. Dazu bedarf es einer gleichzeitigen Aufwärtsbewegung beider Controller. Alles schwebend fällt man nach einer langen Flugphase wieder in die Standardhöhe, kann die Fluglänge aber nach dem Sprung ebenfalls durch wildes Schütteln beider Controller etwas verlängern. Ihr seht also das man Steuerkonzepte auch ganz anders umsetzen kann. Wie gesagt ist das Ganze vor allem zu Beginn durchaus eine Sache der Gewöhnung, vor allem weil man in der Anfängerklasse immer mal denkt das Grundtempo ist einfach zu langsam. Also schüttet man die Controller andauernd unbewusst, auch wenn man dies eigentlich gar nicht tun muss. Denn hat man wirklich einmal Tempo verloren, wird einem auch angezeigt das man Beschleunigen muss. Ist man einmal vertraut, macht in meinen Augen diese Steuerung durchaus Spaß. Auch weil das ganze durch das Fliegen an sich unterstützt wird und man eben nicht auf dem Boden in einem Fahrzeug sitzt. Aber das war es natürlich noch nicht was Aktionen angeht. Nur kommt nun doch auch der Tasten und Stickeinsatz dazu. Zunächst spielen die A und B-Taste eine Rolle. Mit A kann man um sich Schlagen und neben Gegnern auch diverse Hindernisse attackieren. Die B-Taste dient dem Item Einsatz a la Mario Kart. Auf den Strecken findet man dazu die typischen Ballons in blauer und roter Ausführung. Dabei sind die Farben nicht umsonst gewählt und bieten jeweils für Kong und Kremlin Mitglieder verschieden starke Items zum Einsatz. Jeweils 8 gibt es auf jeder Seite, wobei man auch die Items der Gegenseite nutzen kann, aber dabei meist nur die einfachen Varianten erhält. Hier bietet man euch bekannte Dinge zum Schießen, zum Legen und natürlich solche Items um sich Unverwundbar zu machen, Gegner direkt zu attackieren oder auch Streckentechnisch Hindernisse einzubauen. Gelungen und völlig ausreichend um damit Spaß zu haben, aber kaum etwas was eben nicht schon zig mal in Funracern zum Einsatz kam. Wesentlich wichtiger im Gameplay ist das Feature Affenzahn. Nichts anderes als ein zeitlich begrenzt nutzbarer Beschleuniger, die man hier also nicht über Felder auf den Strecken abdeckt. Rechts im Screen hat man dazu eine entsprechende vertikale Leiste mit zunächst abgedunkelten Flammenanzeigen an der Seite. Um diese Leiste zu füllen muss man zwingen 50 Bananen einsammeln. Ist die Leiste voll hat man einen Turbo zur Verfügung, den man via kurzem Drücken des Sticks in eine Richtung aktiviert. Vollkommen egal wohin man dabei den Nunchuk Stick drückt.

Bananen erhält man auf verschiedenste Weise. Es gibt solche als Items die man nutzen kann, findet sie zumeist auf den Strecken als einzelne Varianten oder Stauden herumliegend, oder erhält welche wenn man Fässer zerstört oder Gegner mittels A-Taste erwischt. Positiv das alle herumliegenden Bananenvarianten in jeder Runde aufs neue vorhanden sind und so jedes Mal generiert werden. Dazu bietet der Turbo noch ein weiteres feines Feature, das hier und da durchaus über Sieg und Niederlage entscheiden kann. Nutzt man ihn, so hält die Wirkung nur wenige Sekunden an. Schafft man es aber während des Einsatzes ein Hindernis wie Holzfässer oder auch Gegner zu erwischen, verlängert sich der Turbo jeweils um das doppelte. Es gibt auf allen Strecken Abschnitte wo man sogenannte Combos hinbekommen kann, sprich ein Hindernis nach dem anderen erwischt und so mit Turbo Speed eine ganze Weile unterwegs ist. Wobei hier auch die Steuerung wichtig ist. Je höher der Speed, um so feinfühliger muss man seine Controller schütteln. ;-) Aber es geht und stellt auch später in den schnellen Cups vor keine Probleme. Dafür sorgen wenn die Strecken selber und die Gegner. Ebenfalls gefallen haben mir die Streckendesigns, die viel Auf und Ab bieten und reichlich Möglichkeiten mitbringen alternativ loszulegen. Seien es Abkürzungen oder die vielen eingebauten und typischen DK Fässer. Verschiedene Funktionen decken diese ab und reichen eben vom Erreichen eines alternativen Streckenabschnitts, über Tempofässer, die üblichen nachteiligen TNT Varianten bis hin zu Trick Fässern, bei denen man in kurzen Abständen gezeigte Bewegungen nachmachen muss, um Bonusbananen zu erhalten. Desweiteren kann man dadurch auch die 4 enthaltenen Helfer erreichen. Sei es der Hai unter Wasser auf den man hüpft, das Nashorn oder der Schlitten um eine kleine Bobbahn nach unten zu schießen. Bringt zumindest viel Abwechslung in die auch so schon abwechslungsreichen Strecken. Auch die Gegner KI spielt in den Spaß durchaus mit rein. Denn diese wissen auch allzu gut wie man sich wehrt und einen selber zur Weißglut bringen kann.

Dabei gibt es aber die Möglichkeit auch Vorsprung heraus zu holen, oder bedingt durch ein künstliches Handicap auch Rückstände wieder aufzuholen. Oft habt Ihr Momente wie bei Mario Kart wo man gefühlt alle Items der Gegner mit einem mal auf den Pelz gebrannt bekommt. Da ist man dann teilweise arg am Schütteln und dem Spieler wird wieder etwas wärmer im wahrsten Sinne des Wortes. ;-) Auch spürt man die verschiedenen Stats der Charaktere sehr gut. Wer also einen Tick schneller ist, der holt eben auch auf. Das sieht man förmlich wenn man mit einem schnelleren Charakter hinter einem langsameren her fliegt. Auch dieser Punkt passt sehr gut. An sich ist das Gameplay schon eine feine Sache und punktet in meinen Augen durch die neuartige und ungewöhnliche Steuerung. Es sind eher reine Fakten die das Ganze etwas nach unten ziehen. Vor allem die reine Anzahl an Cups und den enthaltenen Strecken muss hier genannt werden. Nur derer 7 Strecken und die 12 "richtigen" Cups sind einfach zu wenig um eine epische Spielzeit zu erzeugen. Zwar macht das Ganze solange man spielt ungemein viel Spaß, verliert aber dann ebenso schnell seinen Reiz. Da hilft auch der Wahl Cup nur wenig. Eigentlich schade, denn mit konsequenter Erweiterung der reinen Inhalte hätte das Spiel um einiges besser abgeschnitten, auch wenn ebenfalls gerade inhaltlich zu Mario Kart noch einiges fehlt. Etwas wett macht man dies mit den Candy Missionen, die in Sachen Spielzeit das ganze wenigstens auf eine gutes Niveau heben. Denn hier warten in 4 Stufen jeweils 8 Aufgaben auf euch, wo es darum geht bestimmte Vorgaben nach Zeit zu erfüllen. Mal heißt es Bananen in bestimmter Menge einzusammeln, Gegner mit bestimmten Items zu treffen oder z.b. in richtigen Rennen bestimmte Positionen zu erreichen. Alles in allem ist Jet Race ein unterhaltsames Spiel, dem in Sachen Einzelspieler in meinen Augen etwas beim Thema Umfang fehlt. Hier wäre wirklich mehr drin gewesen.

Grafik & Sound....

Grafisch merkt man dem Spiel schon sehr an das Nintendo selber seine Finger im Spiel hatte. Denn die Strecken und Rennaction ist grafisch sehr gelungen in Szene gesetzt und muss sich teilweise nicht hinter einem Mario Kart verstecken. Vor allem die vielen Details, animierten Umgebungen und stellenweise satte Farbpower gehören hier klar auf die Haben Seite. Dazu kommen die Gestaltungen der Charaktere, die man witzig und passend animiert hat. Auch die Abwechslung unter den Strecken ist gelungen und decken alles ab, was der Spieler sich so wünscht. Natürlich findet man dabei immer Parallelen zu anderen Funracern. Wald und Wiesenstrecken, Lava und Höhlenabschnitte wechseln sich ab mit Unterwasserpassagen, Strandabschnitten, Winterlandschaften und der abschließenden Kosmo Strecke, die natürlich klar an den Regenbogen Boulevard erinnert. Ganz freimachen von der Konkurrenz kann sich auch ein Jet Race also nicht. ;-) Dazu passt auch die Technik und die Framerate kommt sehr sauber daher. Auch der Gamespeed legt mit der Zeit los. Wirkt das Spiel auf Anfänger noch wirklich sehr langsam, so geht es auf Meister schon sehr gut ab was das Tempo angeht. Auch die Kollisionsabfrage und wichtige Umsetzung der eigenen Schüttelaction ist technisch sehr sauber umgesetzt. In diesem Bereich gibt es eigentlich nichts zu meckern.

Das gilt eigentlich durchweg auch für den Sound. Neben der sehr stimmigen und eindringlichen Menumusik gefallen auch alle Hintergrundstücke auf den Strecken. Der Action und thematischen Umgebung angepasst, wird der Spieler hier sehr gut unterhalten. Auch die Effekte haben ihren eigenen Reiz und bieten je nach Charakter auch eigene Samples. Egal was gerade abgeht, alles ist irgendwie mit verschiedenen Soundeffekten untermalt.

Multiplayer....

Der Multiplayer ist auf dem Papier durchaus ein gelungener Punkt. Praktisch lässt er allerdings doch einiges an Punkten. Da spreche ich mal gar nicht den fehlenden Online Modus an, der sich hier logischerweise wie bei allen Funracern angeboten hätte. Zunächst natürlich schön das sich der komplette Grand Prix Modus auch mit menschlichen Spielern zocken lässt. Allerdings gibt es hier 2 entscheidende Negativ Punkte. Zum einen fährt man nicht um Wertungen, sprich Siege werden nicht in Pokale umgemünzt und man fährt so Just for Fun die Grand Prix Strecken. Ärgerlicher ist der Umstand das nur 4 Spieler loslegen in den Rennen. Da sind die CPU Dödel schon mit einbezogen. Spielt Ihr also zu Zweit, werden nur 2 CPU Recken dazu gepackt. Bei 4 Spielern fahren nur die menschlichen Kontrahenten um den Sieg. Trotz technisch sehr guter Umsetzung bei der Splitscreen Action lassen diese beiden Punkte den Multiplayer etwas abfallen. Nicht nur hier bleibt Mario Kart das Maß der Dinge.

Fazit....

Donkey Kong - Jet Race bietet nicht nur durch sein sehr ungewöhnliches Steuerkonzept viel Potential um Spaß zu haben. Auch die gelungenen Strecken und die reine Rennaction unterhält so lange man spielt. Viele gelungene Kleinigkeiten wie das Affenzahn Feature wissen zu gefallen, lässt aber im Gesamten durch einen zu geringen Umfang und den eher mäßigen Multiplayer einiges an Punkten. Wirklich schade weil auch die Präsentation und der Sound, selbst ohne eine Storyeinbindung zum besseren auf der Wii gehören. So verschenkt man leider einige Punkte und man wünscht sich hier schon klar einen umfangreicheren Nachfolger, der vor allem auch die Online Sparte abdeckt. Denn was damit allein auf lange Zeit zu erreichen ist, zeigt Mario Kart auch heutzutage immer noch.

 

+ Ungewöhnliche Steuerung
+ Streckendesigns
+ Item Action/Gegner KI
+ Bekannte DK Charaktere
+ Funracer Musik gefällt
+ Grafisch sehr passend
+ Candys Missionen
+ Sehr geringe Ladezeiten
- Mäßiger Multiplayer
- Kein Online Modus
- Insgesamt zu wenig Strecken
- Mehr Cups wünschenswert

GRAFIK: 81%

SOUND/EFFEKTE: 81%

MULTIPLAYER: 69%

GESAMTWERTUNG: 74%

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