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Wii Deadly Creatures
 
 
Deadly Creatures - Wii
Matthias Engert (30.05.2009)

SYSTEM: Wii-PAL
ENTWICKLER: Rainbow Studios
GENRE: Action
SPIELER: 1 Spieler
HANDBUCH: Deutsch
SAVEGAME: 4 Seiten
60HZ-MODUS: Ja
SCHWIERIGKEIT: 3-8
NUNCHUK: Ja
SPRACHHÜRDE: Keine
ALTERSFREIGABE: K.E.
PLII/HDTV: Ja/Ja
TERMIN: Erhältlich
PREIS: ca.50 Euro
KOMPLETTLÖSUNG: Nein
CHEATS / TIPPS: Nein
ONLINE/LAN: Nein/Nein
MII UNTERSTÜTZUNG: Nein

   
Einleitung....

Wie oft haben wir uns in beklemmenden Horror und Survival Spielen über die tierischen Gegner aufgeregt, amüsiert und deren Schrecken oder eben nicht diskutiert. Eines war dabei fast immer an der Tagesordnung, nämlich das wir als menschliche oder mechanische Spielfigur die krabbelnden Gegner aller Größen und Arten bekämpft und eliminiert haben. Man hat sich in dieser Hinsicht eigentlich nie Gedanken darüber gemacht wie sich ein solches Game mal auf der anderen Seite spielen würde, sprich wir als Spieler also mal die meist ekligen Vielbeiner steuern. Das dachte man sich wohl auch im Hause THQ und schickte seine Späher aus. Mit den Rainbow Studios gibt es nun eine Firma, die wohl auch genug vom Allerwelts Survival mit der typischen Rollenverteilung hatten. Deadly Creatures war geboren und macht mittlerweile auch die deutschen Regale unsicher. Auf den ersten Blick denkt man auch bei diesem Game zunächst klar an einen Mensch gegen Monster Titel der herkömmlichen Art und merkt erst später, das man hier selber in die Rolle der kleinen, aber gefährlichen Ungetüme schlüpft. In gewisser Weise also schon ein kleines Experiment, weil einem hier durchaus auch die Vergleichstitel fehlen. Zumindest aber ein Titel, den man sich genauer ansehen muss.

Menus und die Story....

Auch wenn Menschen hier über mehrere Ecken schon eine Rolle spielen, darf man also den Slogan "Jagen oder Gejagt werden" hier in Bodennähe durchaus Ernst nehmen. ;-) Auf alle Fälle haben die Rainbow Studios in technischer Hinsicht erstmal ihre Hausaufgaben gemacht. Deadly Creatures ist dabei ein Titel, der komplett nur für einen Spieler entwickelt wurde. In Sachen Bildmodi darf dabei das Spiel in allen Varianten angegangen werden und unterstützt somit den 50 und 60Hz Modus, als auch die EDTV/HDTV Variante. Speichertechnisch ist das Spiel sparsam und verbraucht nur 4 Seiten im Wii Speicher. Eine Stärke des Spiels sollte die Atmosphäre darstellen, die natürlich vor allem vom Sound und der Kulisse in einem solchen Spiel lebt. Hier haben die Rainbow Studios ganze Arbeit geleistet und die integrierte Surround Ausgabe erzeugt nicht minder wenig Gänsehaut Feeling, als dies ein Resident Evil Game im dunklen Wald tut. Nur hier auch auf eine andere interessante Weise. ;-) Als Controller kommen einmal mehr Remote und Nunchuk zusammen zum Einsatz. Passend zum Thema stellt sich natürlich auch die Story ein wenig anders dar, als man das gewohnt ist. In Deadly Creatures übernimmt der Spieler die Kontrolle über zwei der gefährlichsten Kreaturen der Wüste, die Tarantel und den Skorpion. Der Spieler wird in eine feindselige Wüstenlandschaft versetzt und erlebt diese aus einer ganz anderen Perspektive, als man das gewohnt ist. An Wänden und über Decken kriechend, um in unterirdische Welten abzutauchen, die so noch nie vom menschlichen Auge gesehen wurden. Die tödlichen Attacken der Tarantel und des Skorpions müssen dabei gezielt dazu genutzt werden, sich gegen die aggressiven Feinde durchzusetzen. Einfach gesagt kämpft Ihr in diesem Spiel um das nackte Überleben mit zwei ungewohnten Spielfiguren……

Interessant ist der Start in das Spiel gemacht. Zwar nicht wie man es vielleicht erwartet über einen intensiven Vorspann, dafür aber mittels eines sehr interessant gemachten Hauptmenus. Unter anspannender Musik, kann man hier ein Stück in die Tiefe des Bildschirms schauen. Aber eben nicht weit genug um dort etwas zu sehen. Bedingt durch Geräusche und die Musik weiß man aber genau das dort irgendwas kreucht und fleucht. Und wartet man lange genug, sieht man auch wer die Geräusche macht. Nicht nur ein Wesen, das hier für ganz eigene Momente sorgt. ;-) Ansonsten ist das Hauptmenu an sich sehr spartanisch angelegt. Ihr habt hier die Möglichkeit das Abenteuer zu beginnen, die Optionen zu besuchen und die Extras Rubrik. Schade das man hier nur das Thema Credits und Konzeptgrafiken findet. Man hätte hier durchaus auch ein wenig Wissenswertes über die enthaltenen „Charaktere" und deren Gegnerschaft einbauen können. In den Optionen findet man auch nicht soviel wichtiges. Neben dem Sound findet man hier eine Option um die Helligkeit des TV anzupassen, da man doch oftmals in recht dunklen Ecken spielt. Allerdings keine aktive Variante, sondern man muss aufgrund einer Anzeige selber Hand anlegen an seine Fernbedienung, um alles optimal sehen zu können. Wichtigster Punkt sind sicherlich die Einstellmöglichkeiten für die Steuerung. Bedeutet hier das man Empfindlichkeit aller möglichen Aktionen anpassen kann. Sei es bei der eigentlichen Action oder auch was die Achsen Empfindlichkeit beim Umschauen angeht. Aber erstmal kann man diese Dinge so belassen und wir steigen ein in dieses etwas andere Spiel auf der Wii.

Das Gameplay....

Deadly Creatures ist in vielerlei Hinsicht ein ungewöhnliches Spiel, das können sich die Entwickler also allemal auf die Fahnen schreiben. Zunächst steht allerdings der reine Spielstart an. Beginnt Ihr also den Abenteuer Modus, so landet man auf einem Kapitel Bildschirm. Von hier aus startet die Reise durch 10 aufeinander folgende Kapitel, in denen Ihr abwechselnd mal den Scorpion und die Spinne übernehmt. Beide besitzen verschiedene Fähigkeiten und Möglichkeiten. Speziell die Tarantel bietet mehr davon und spielt sich so auch etwas „umfangreicher". Hier darf man dann später durchaus auch mal ein wenig um die Ecke denken, auch wenn das Wort Rätsel hier nichts zu suchen haben wird. Sobald Ihr das erste Kapitel gelöst habt, dürft Ihr dieses, wie später natürlich auch alle anderen, jederzeit noch mal spielen. Hintergrund ist hier vor allem das Thema Jäger & Sammler. Bedingt durch ein paar hundert enthaltene Maden, die mal als Spieler finden und zermatschen darf, kann man damit bei entsprechenden Mengen die angesprochenen Konzeptgrafiken frei schalten. Ebenfalls bedingt durch Move Upgrades der Charaktere macht dies durchaus Sinn, auch wenn es an sich kein übermäßiges Killer Feature darstellt. Zu guter letzt könnt Ihr bei jedem Kapitel Neustart, oder einem erneuten Besuch einen von mehreren Schwierigkeitsgraden wählen. Richtig knackig in einigen Momenten ist aber nur der letzte Teil des Spiels. Sollte neben der recht linearen Spielführung einer der Schwachpunkte des Spiels sein, da man dadurch nicht episch lange an diesem Spiel sitzt. Aber greifen wir den Dingen hier nicht vor. Sobald Ihr das erste Level angehen könnt, wartet noch ein weiterer Pluspunkt auf euch, der das Thema Story betrifft. Auch wenn Ihr euch sehr oft unter der Erde in diversen Höhlen fortbewegt und die Welt um euch herum logischerweise aus der Sicht eines „Käfers" seht, begleiten euch auf dem Weg durch die Wüste immer wieder 2 dunkle Gestalten. 2 Menschen, deren Gespräche untereinander Ihr immer wieder mitbekommt und schnell merkt das sie auf der Suche nach einem Schatz sind. Und denkt nicht, das ist nur einfach so eingebaut. Ohne jetzt zuviel zu verraten. Aber am Ende des Spiels kreuzen sich die Wege von Tier und Mensch auf eine interessante Weise. Das hat man als Abschluss wirklich gut hinbekommen.

Aber bis dahin steht einiges an Gekrabbel, Fights und z.b. Sprüngen auf dem Plan für den Spieler. Wie schon erwähnt wechseln sich in den Kapiteln beide Charaktere immer wieder ab. Einfach gesagt prescht Ihr mit dem Scorpion vor, um danach mit der Spinne ungefähr den gleichen Weg zurück zu legen. Aber eben nur ungefähr und ein Pluspunkt zeigt sich hier im Spiel. Denn bedingt durch mit der Zeit immer gravierender werdenden Unterschiede in den Aktionsmöglichkeiten gehen beide oft verschiedene Wege zum Ziel. Einfachstes Beispiel ist das Sprungfeature, das nur die Spinne besitzt. Der Scorpion kann aber z.b. später Graben und schon findet man die größten Unterschiede, die klar machen warum sich also kein Kapitel wie das andere spielt. Allerdings sind beide Charaktere zu Beginn des Spiels noch Rookies in der Szene. ;-) Sprich sie verfügen nur über eingeschränkte Möglichkeiten und entwickeln sich erst im Laufe des Spiels. 2 Dinge sind dabei sehr wichtig, wenn man das Thema „Upgrades" ansprechen will. Zum einen gibt es oben rechts im Screen die Lebensleiste und die Aktions- und Moveliste. Beides kann man durch eigene Aktionen verbessern. Hintergrund sind Erfahrungspunkte die man erspielen kann und bei bestimmten Grenzen eben diese beiden Rubriken erweitern. Aber genug mit der Theorie, nun wollen wir auch mal ein wenig in Bodennähe agieren und schauen wie sich Deadly Creatures nun spielt. Egal mit welchem der beiden Charaktere ihr loslegt, das Grundlayout der Steuerung ist zunächst gleich. Beide seht Ihr als Spieler aus der Third Person Perspektive, auch wenn diese je nach Umgebung teils sehr nah umgesetzt ist. Ebenso könnt Ihr euch via 1-Taste in den First Person Modus begeben und euch die Umgebung, stillstehend anschauen. Auch gleich ist die Nutzung der 2-Taste. Damit kann man einen Pfeil im Screen aktivieren, der euch immer und überall anzeigt, wohin Ihr eigentlich müsst. Was beim Scorpion so gut wie nie gebraucht wird, ist bei der Spinne vor allem in den hinteren Leveln mal ganz sinnvoll. Aber im gesamten auch ein Umstand, der die Spielzeit natürlich nicht gerade verlängert. Wobei das Spiel eh recht linear gehalten ist und man fast immer genau weiß, wohin die Reise gerade geht.

Logisch das in Sachen Steuersetup auch das Bewegen an sich bei beiden gleich ist. Via Stick des Nunchuk könnt Ihr euch frei in den Umgebungen bewegen, was aufgrund der teils sehr nahen Kamera durchaus fast einen Tick zu direkt abgeht. Vor allem wenn Ihr mit der Spinne auf engen Stegen (Für uns Äste) balancieren müsst. Mit viel gutem Willen kann man auch der A-Taste noch eine Gemeinschaft bei beiden beschreiben. Damit vollführen sie wenn man so will ihren Standard Angriffs Move. Schlägt die Tarantel regelrecht zu, vollführt der Scorpion seinen Scherenschlag. Ausprobieren könnt Ihr dies recht fix, da man euch auch in den ersten beiden, als Tutorial Abschnitte angelegten Kapiteln, die ersten kleineren Käfer als Gegner entgegenschickt. Leichte Gegner und man sieht selbst bei eigenen Treffern keine signifikante Veränderung in der eigenen Lebensleiste. Aber wir wollen uns ja auch langsam an die Materie heran tasten. ;-) Auch wenn man diesen Grundmove schon recht oft nutzt, auch später im Spiel, sind es doch die alternativen Aktionen und Moves, die das reine Action Gameplay ausmachen. Einfach nur auf Tasten hämmern wäre dann auch mit einer Spinne oder einem Scorpion etwas langweilig. Hier greifen die Entwickler nun glücklicherweise zum Wii Feature der freien Bewegung. Denn so gut wie alle alternativen Dinge führt man mit diversen Bewegungen sowohl der Remote und des Nunchuk aus. Oder auch mit beiden zusammen. Das reicht dann von Feger Moves, dem extremen Benutzen des Scorpion Schwanzes oder einem Netzschuss mit der Spinne. Wobei dies nur einen kleinen Ausschnitt darstellt. Beide verfügen voll „aufgelevelt" über jeweils 18 Moves (Scorpion) und 9 verschiedene Aktionen (Spinne). Für viele Gegner gibt es Moves die sich mehr oder wenig gut eignen und man findet mit der Zeit eine gute Mischung aus einfachen Aktionen und den alternativen Varianten. Auch weil sie sich eigentlich durchweg gut anbringen lassen, sprich die Aktionen auch geplant über den Screen gehen. Ein Grund für die gute Steuerung bei den Moves ist auch die Zuhilfenahme verschiedener Tasten. Neben reinen Bewegungen gibt es auch Moves, die z.b. auch die A oder C-Taste mit zu Hilfe nehmen. Man macht wirklich selten den falschen Move. Sobald Ihr nun Gegner eliminiert, bekommt Ihr dafür je nach Wertigkeit des Gegners EP zugeschrieben. Erreicht Ihr bestimmte Score Grenzen, erhaltet Ihr eine neue Aktion, die nicht immer unbedingt ein Angriffsmove sein muss.

Wie schon erwähnt unterscheiden sich beide auch in Sachen Fortbewegung und damit Wegen durch die Level. Vor allem die Tarantel gewinnt dadurch an Bedeutung und man spielt in deren Kapiteln immer einen Tick länger. Größter Unterschied ist wie schon erwähnt das Sprungfeature. Zusammen mit dem Netzschuss kann man sich damit z.b. von Spinnwebe zu Spinwebe bewegen und macht somit viel mehr Höhenunterschiede wett. Klar das dadurch auch die Level Umgebungen bei der Tarantel abwechslungsreicher sind, während der Scorpion ja fast nur am oder unter dem Boden agiert. Krönung was den Sprung angeht ist der entsprechende Angriffsmove der Tarantel. Man kann hier die C-Taste drücken und dann via Fadenkreuz einen entfernten Gegner anvisieren. Drückt man nun noch die A-Taste springt die Tarantel direkt auf den Gegner. Ist auch Sequenztechnisch sehr stimmig umgesetzt und bringt vor allem einiges an Power, als wenn man Gegner nur mit der A-Taste bearbeitet. Auf der anderen Seite bietet der Scorpion Finisher Moves. Im Mortal Kombat Universum würde man dazu Fatality sagen. ;-) Dazu gilt es in bestimmten Reihenfolgen auf dem Bildschirm auftauchen Controller Bewegungen exakt nach zu machen. Neben dem normalen Vorankommen in den Kapiteln, erwarten euch neben einfachen und normalen Gegnern auch etwas seltener anzutreffende stärkere Varianten. Schon diese werden in kurzen speziellen Sequenzen vorgestellt und zeigen euch, das hinter der nächsten Biegung etwas warten wird…. Krönung sind die seltenen, aber sehr gut gemachten Boss Kämpfe. Vor allem die riesige Schlange muss man hier nennen, der man zu Beginn und gegen Ende begegnet. Hier darf die Spinne dann zeigen was sie Sprung- und Ausweichtechnisch so drauf hat. Solltet Ihr dennoch mal draufgehen, was bei der Spinne durchaus auch ein Sturz aus großer Höhe sein kann, helfen euch gut platzierte Rücksetzpunkte in den Kapiteln. Auch ein Kapitel Übergang ist hier fließend gemacht und man erlebt keine abrupten Endings in den einzelnen Kapiteln. In Sachen Atmosphäre liegt nun wieder der Scorpion öfters vor der Tarantel. Was einfach daran liegt, das man eben oft in diversen und oftmals recht engen Höhlen zur Sache geht. Spätestens wenn der Scorpion seinen Grabungsmove bekommt und noch weiter nach unten kann. Die Entwickler erzeugen die gute Atmosphäre aber auch durch das oft beklemmende Feeling mit wenig Musik, aber dafür viel Gekrabbel und reine Geräusche um euch herum.

Wer also so seine Gänsehaut Momente mit lebendigen Tieren dieser Art hat, darf das hier durchaus ab und an etwas exzessiv genießen. Schade eben bei beiden, das man wenig abzweigen kann und somit fast immer linear geführt wird. So ein wenig das Feeling des „Verloren Fühlens" wenn man sich mal verlaufen hat, fehlt hier an vielen Stellen. Da hätte ich mir mehr gewünscht. Nicht umsonst kommt man im Spiel mit 7-9 Stunden locker hin um das Ende zu sehen. Oft ist man mit dem Scorpion in 30 Minuten durch dessen Abschnitte gehuscht und die Tarantel darf dann etwas länger gesteuert werden. Eben auch deshalb weil hier mehr Akrobatik vonnöten ist. Quer über kleine Schluchten, was die Relation für eine Spinne angeht um später z.b. ein komplettes Autowrack zu überwinden. Und dann wäre eben noch das angesprochene Ende und die Begegnung mit dem Faktor Mensch. ;-) Deadly Creatures ist definitiv kein Spiel, das man unterschätzen sollte, aber auch nicht überbewerten darf. Wer mit krabbelnden Vielbeinern in der Realität so seine Probleme hat, wird hier schon ein Gänsehaut Feeling erleben. Denn animiert sind die Burschen schon so wie man es erwartet. Auch hier sorgt die Tarantel mit ihren behaarten Beinchen für ganz eigene Momente. ;-) Auf der anderen Seite fehlt dem Spiel in meinen Augen der Umfang. Auch der fehlende Widerspielwert trotz Upgrades und Sammelfeature hält sich in Grenzen. Das sind so die beiden großen Kritikpunkte, die man Deadly Creatures ankreiden kann und auch muss. Hat man sich nämlich einmal an die beiden Akteure und das Umfeld gewöhnt, möchte man eigentlich noch mehr davon spielen.

Grafik & Sound....

Grafisch bietet das Spiel wie bei den Level Umgebungen Licht und Schatten. Gelungen sind vor allem die Animationen der Hauptakteure, aber auch der Gegner an sich. Zwar sind nun keine hundert verschiedene Gegnerarten vorhanden. Aber was man krabbeln und fliegen sieht, Wespen lassen grüßen, hat man recht detailliert hinbekommen. Auch die Kapitel mit der Tarantel, die oft an der Oberfläche spielen, sind stimmiger umgesetzt. Eher trist geht es beim Scorpion zu, der das aber teilweise durch ein beklemmendes Gefühl beim Spieler wieder wett macht, was den Sound in Sachen Geräusche angeht. Alles in allem sind die Texturen recht klar umgesetzt. Was man ab und zu auch mal zu sehen bekommt sind kleinere Ruckler in manchen Abschnitten. Zwar nichts was den Spielspaß nach unten zieht, aber auch nicht weg zu reden ist. Ansonsten passt die Technik. Vor allem die nicht ganz unwichtige Kollisionsabfrage und Steuerungsumsetzung können punkten. Eure Bewegungen werden akkurat und schnell umgesetzt, so das es hier nichts zu meckern gibt.

Beim Sound gefällt mir, das man sehr oft auf Hintergrundmusik verzichtet hat, um dafür viel mehr auf Umgebungsgeräusche wert gelegt hat. Gerade in einem solchen Spiel ist dies der Atmosphäre äußerst zuträglich. Das typische ich höre die Gegner, sehe sie aber nicht, haben die Entwickler sehr gut hinbekommen. Selbst die Gespräche zwischen den Menschen erzeugen einen ganz eigenen Reiz im Spiel und der Spannungsbogen, ob sie nun noch eine direkte Rolle spielen oder nicht, baut sich gut auf. Wo Musik zu hören ist, kommt sie ruhig daher. Alles andere wäre auch unpassend. Ausnahmen sind die Boss Kämpfe, wo man das Adrenalin Feeling so noch etwas verstärkt. Denn da geht’s nun wirklich mal hektisch zu.

Fazit....

Deadly Creatures ist ein interessantes Spiel, ohne aber nun sensationell daher zu kommen. Die Idee mal kriechende und krabbelnde Wesen zu steuern verdient Lob und Respekt. Ist ja doch mal etwas anderes und durchaus mal Neuland. Vor allem im Hinblick auf die Steuerung, Aktionsmöglichkeiten im allgemeinen und der Atmosphäre punktet das Spiel ungemein und steht einem Resi Game in nicht viel nach. Was allerdings das ganze etwas nach unten zieht, ist die recht lineare Kapitelführung und damit vor allem die reine Spielzeit. Diese empfinde ich als zu kurz, zumal man am Ende des Spiels durchaus Lust hat noch mehr zu spielen. Auch der Schwierigkeitsgrad könnte einen Tick härter sein. Wer sich mit den Gegebenheiten in diesem Spiel arrangiert hat, kommt mit wenigen Ausnahmen recht zügig durch die Abschnitte. Lohnenswert allemal, da die Spielidee wirklich mal ein wenig aus dem Rahmen fällt. Für einen Top Hit fehlt dem Spiel hier und da noch etwas. Also genug Raum für Verbesserungen in einem eventuellen Nachfolger.

 

+ Mal eine andere Sichtweise :-)
+ 2 "Charaktere"/Animationen
+ Wii Steuerung gelungen
+ Kombo System/Move Upgrades
+ Boss Gegner Kämpfe
+ Atmosphärisch sehr gut
+ Gut gemachte Geräuschkulisse
- Sehr Linear
- Umgebungen oft recht eintönig
- Auf Normal nicht allzu lang

GRAFIK: 74%

SOUND/EFFEKTE: 84%

MULTIPLAYER: --

GESAMTWERTUNG: 74%

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