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Wii Cocoto - Magic Circus
 
 
Cocoto - Magic Circus - Wii
Kilian Pfeiffer (18.04.2009)

SYSTEM: Wii-PAL
ENTWICKLER: Neko
GENRE: Minispiele
SPIELER: 1-4 Spieler
HANDBUCH: Deutsch
SAVEGAME: 1 Seite
60HZ-MODUS: Nein
SCHWIERIGKEIT: 1-2
NUNCHUK: Nein
SPRACHHÜRDE: Keine
ALTERSFREIGABE: 3+
PLII/HDTV: Nein/Nein
TERMIN: Erhältlich
PREIS: ca.40 Euro
KOMPLETTLÖSUNG: Nein
CHEATS / TIPPS: Nein
ONLINE/LAN: Nein/Nein
MII UNTERSTÜTZUNG: Nein

   
Einleitung....

Das Teufelchen Cocoto treibt nun auch auf der Wii sein Unwesen. Ohne Medienpräsenz hat sich das kleine Wesen auf die Wii gesellt. Spielezeitschriften und Online-Medien haben über den Release von „Cocoto – Magic Circus" kaum berichtet. Zum Leidwesen des von „Neko Entertainment" entwickelten Titels. In der Tat haben wir es mit einem Casual-Titel der ganz besonderen Art zu tun. Einem, der gar nur im Set mit einer Plastik-Pistole geliefert wird. Cocoto und Pistole – merkwürdig ist diese Kombo allemal, funktionieren tut sie aber dennoch. Wenn auch nur für eine sehr begrenzte Spielzeit. In rund eineinhalb Stunden habt Ihr den Titel nämlich durchgespielt.

Menus und die Story....

„Cocoto – Magic Circus" wäre in einem gewöhnlichen Titel, der zum Vollpreis veröffentlicht wird, nicht mehr als ein umfangreiches Minispiel-Unterfangen, das zu Unterhaltungszwecken beigelegt wurde. Denn alles was man in vorliegendem Titel machen muss, ist, mit der Plastikwaffe auf den Bildschirm zu zielen und sich durch 40 auf einem Bildschirm stattfindenden Missionen durchzuschlagen. Jeder Level dauert eine bestimmte Zeitspanne lang, in der es zu bestehen gilt.

Fairy wurde von einem Clan, der dunkle Machenschaften betreibt, entführt. Besser gesagt von einem abscheulichen Clown, der die Kleine um jeden Preis in seinen Fängen halten will. Logisch, dass Cocoto und seine Kumpanen diesem Vorhaben ein Schnippchen schlagen möchten und helfend zur Hand gehen. Als Spieler übernehmt Ihr nun die Rolle von Cocoto, Neuro, Shiny oder Baggy, packt die Pistole in den Rucksack und macht Euch auf die Suche nach Fairy. So einfach gestrickt können Stories im Jahr 2009 sein...

Das Gameplay....

Die Gameplay-Elemente und –Möglichkeiten in „Cocoto – Magic Circus" sind stark beschränkt. Es handelt sich nun mal um einen reinrassigen Casual-Shooter, vergleichbar mit klassischen Pistolen-Shootern aus der Spielhalle. Allerdings ist das Setting äußerst kinderfreundlich gestaltet, alle Feinde zeigen sich eher lustig, als angsteinflößend und überhaupt: Wer Cocoto aus diversen Videospielumsetzungen kennt, weiß, dass man es hier mit einer auf das junge Publikum zugeschnittenen Versoftung zu tun hat. Da ist es wenig verwunderlich, dass die Steuerung einfacher nicht hätte umgesetzt werden können. Alles was Ihr braucht, ist die Wii-Remote, die Ihr in die dem Spiel beigelegten Pistole klemmt. Die Pistole liegt gut in der Hand, könnte vom Aussehen her auch im Set mit dem 18er-Titel „The House of the Dead – Overkill" veröffentlicht werden. Der „Arcade"-Modus ist das Herzstück des Spieles. Diesen einmal angegangen, seid Ihr nach spätestens 90 Minuten am Ende angekommen. Und dann? Das ist eine gute Frage: Zusammen mit ein paar Kumpels dürft Ihr auf die Feindespirsch gehen. Etwas anderes gibt es leider nicht zu vermelden.

Als Spieler geht Ihr mit fünf Lebenspunkten in das Spiel. Solltet Ihr eine Herausforderung nicht gleich beim ersten Mal bestehen, wird Euch ein Lebenspunkt abgezogen. Allerdings lassen sich diese in Form von Bonus-Items wieder einholen. Aufgeteilt ist der Titel in fünf Spielwelten (Heaven, Jungle, Abyss, Volcano, Atlantis), an deren Ende immer eine Bonuswelt wartet, in der es gilt zehn „Golden" zu treffen. Geling der Coup, wartet ebenfalls ein weiteres Bonusleben auf Euch. Die Levels variieren vom Vorgehen her nur minimal. Mal müsst Ihr diverse kartenähnliche Feinde, die überall auf dem Bildschirm auftauchen, abschießen oder innerhalb der Zeit eine gewisse Anzahl herumirrender Gegner treffen, ehe ihr die aktuelle Mission beendet. Weitere Bonusgegenstände wie Zeitboni, Bomben, Zusatzschüsse, Extrapunkte, aber auch Bildschirmverdreher-, Waffenversager- und Beschleunigungsitems sorgen für „kurze Kurzweil".

Grafik & Sound....

Charme kann man „Cocoto – Magic Circus" definitiv nicht absprechen. Der Titel kommt in einem Cel Shading-Stil daher und wurde – was die Umgebungen angeht – sehr abwechslungsreich gestaltet. Tiefgrüne Waldszenarien, gruselig anmutende Geisterareale oder farbenfroh in Szene gesetzte Spielzonen – hinsichtlich der Umgebungen macht der Titel kaum etwas verkehrt. Die Schusssequenzen sind ebenso hübsch in Szene gesetzt, allerdings ist das Spielgeschehen wenig lebendig.

Beim Sound zeigt sich die Sache nicht anders. Die Akustik des Titels ist nicht besonders einzigartig. Allerdings verlangt das der Titel auch gar nicht. Zum einen, weil das Spiel sowieso schon nach kurzer Zeit beendet werden kann, zum anderen, weil das Flair weniger aus der Akustik herrührt, sondern aus der optischen Präsentation. Auch hier also nur gutes Mittelmaß.

Multiplayer....

Für Mehrspieler wartet ein Turnier-Modus auf dessen Entdeckung, ebenso ein Duell-Modus, in dem maximal vier Spieler gegeneinander antreten können. Speziell sich deswegen den Titel zu besorgen, wäre überflüssig, als beiliegender Zusatz geht dieser ab vollkommen in Ordnung.

Fazit....

„Cocoto – Magic Circus" ist für ein Vollpreisspiel definitiv zu teuer. Allerdings wird der mit Pistole ausgelieferte Titel zum Budgetpreis schon interessant. Aber nur dann, wenn Ihr kurzzeitig auf Minispielsuche seid und es Euch ausreicht, 40 Missionen in 90 Minuten zu beenden. Technisch kann der Titel überzeugen, auch wenn keine Besonderheiten auf Euch warten. Mit „Cocoto – Magic Circus" habt Ihr es also mit einem reinrassigen Casual-Game erster Güte zu tun. Core-Gamer sind hier definitiv an der falschen Stelle!

 

+ mitgelieferte Pistole
+ nette Umsetzungsweise
+ eingängig
- äußerst kurze Spielzeit
- Vollpreisspiel

GRAFIK: 66%

SOUND/EFFEKTE: 65%

MULTIPLAYER: 55%

GESAMTWERTUNG: 54%

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