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Wii Zurück in die Zukunft - Das Spiel
 
 
Zurück in die Zukunft - Das Spiel - Wii
Matthias Engert (17.05.2012)

SYSTEM: Wii-PAL
ENTWICKLER: Telltale Games
GENRE: P&C Adventure
SPIELER: 1 Spieler
HANDBUCH: Deutsch
SAVEGAME: 81 Seiten!
60HZ-MODUS: Ja
SCHWIERIGKEIT: 2-8
NUNCHUK: Ja
SPRACHHÜRDE: Keine
ALTERSFREIGABE: USK12
PLII/HDTV: Nein/Ja
TERMIN: Erhältlich
PREIS: ca.20 Euro
KOMPLETTLÖSUNG: Nein
CHEATS / TIPPS: Nein
ONLINE/LAN: Nein/Nein
MII UNTERSTÜTZUNG: Nein

   
Einleitung....

Man könnte diesen Test zunächst mit einer kleinen Fragestellung beginnen. Was ist der Vorteil, wenn man mit 40 Jahren schon zum etwas "älteren" Redakteurssemester gehört? Unter anderem die Tatsache, dass man sich an Dinge real erinnert, die viele junge Gamer eher aus den Geschichtsbüchern kennen. Na ja ganz so extrem will ich das auch nicht ausdrücken, fühle mich sonst gleich noch etwas älter. ;-)) Aber im Falle dieses Testberichts kann man das gut veranschaulichen. Denn die Grundlage für die spielerische Umsetzung zu "Zurück in die Zukunft - Das Spiel" bilden 3 Kinofilme aus den 80er Jahren und Anfang der 90er, die bei Fans schon als Kulturgut durchgehen. Begriffe wie DeLorean, Zeit-Kontinuum und nicht zuletzt der Fluxkompensator, der eigentlich schon immer falsch übersetzt wurde, erhöhen so bei älteren Gamern durchaus ein wenig den Puls. Umso schöner ist dann auch noch die Tatsache, dass der Titel hier eher etwas missverständlich ist. Denn spielerisch warten in diesem Spiel nicht die Inhalte der Original Filme, sondern neue Episoden, die man zusammen mit dem Story Guru der Filme - Bob Gale ausgearbeitet hat. Was drinsteckt, welches Genre man bedient und für wen sich das Spiel speziell anbietet, soll euch der folgende Test etwas näher bringen.

Menus und die Story....

Dabei muss man bei diesem Spiel durchaus noch etwas mehr ausholen. Denn zunächst einmal sind die Zusammensetzung und der Inhalt an sich nicht neu. Denn die hier enthaltenen Episoden gab es schon vor gut 2 Jahren auf dem PC und Mac. Schön das man nun alles komplett auch für die Wii Gamer anbietet. Als Publisher tritt dabei in unseren Breiten Deep Silver auf, während für die Programmierung die Firma Telltale Games verantwortlich war. Etwas das sich leider auch als Kritikpunkt erweisen sollte. Da die Entwicklung an sich nicht neu ist, stellt die Wii Version nur eine Portierung dar. Und da wurde dem Thema Feinschliff nicht allzu viel Beachtung geschenkt. Aber dazu später im Game Play Teil etwas mehr. Spielbar ist der Titel in allen Bildmodi der Wii Konsole und bietet soundtechnisch die einfache Stereo-Ausgabe. Für einen Spieler gemacht, kann das Spiel nicht nur durch deutsche Texte glänzen, sondern bietet eine ebenso komplett lokalisierte Sprachausgabe. Kleiner Hammer ist der Speicherverbrauch für ein Savegame in eurem Wii-Speicher. Satte 81 Seiten knapst man euch ab, die sich sicherlich auch dadurch erklären, dass man später zu allen Episoden reichlich eigene Spielstände anlegen kann, was es eigentlich nicht unbedingt gebraucht hätte. Einer der großen Pluspunkte ist die Story, die wie schon erwähnt direkt nichts mit dem Filmen zu tun hat. Die Geschichte hier schließt nach dem letzten Teil der Filmtrilogie an. Sechs Monate nach den Ereignissen des dritten Films kehrt der DeLorean nach Hill Valley zurück. Doc Brown verschwindet zudem auf mysteriöse Weise.

Als wäre das noch nicht genug, wird damit begonnen der Besitz von Doc Brown zu verkaufen. Marty muss in die Vergangenheit in das Jahr 1931 zurückreisen und die Hilfe von einer widerwilligen Teenager-Variante von Emmett Brown erbitten, damit sich das Raum-Zeit-Kontinuum nicht für immer auflöst. Wobei das wirklich nur die Kurzfassung der Story darstellt. Denn was man euch hier in 5 kompletten Episoden präsentiert, sind für den Fan der Serie fast schon bahnbrechende Geschichten, in denen man zu vielen Charakteren einen völlig anderen Bezug herstellt. Würde man es ganz extrem ausdrücken wollen, spielt man hier fast schon den nie erschienenen 4. Teil der Filmserie. Das geht hier soweit, dass man mehrmals die Zeit wechselt und somit auch viele Begebenheiten und Charaktere ganz anders einzuschätzen lernt. Wirklich sehr gelungen wie ich finde. Der reine Spielstart ist auf den ersten Blick etwas unglücklich. Denn nach dem Start landet man sofort auf dem Hauptmenu, in dem man sofort alle 5 Episoden anwählen kann. Jede für sich, was leider auch so geplant ist. Denn obwohl alle Episoden aufeinander aufbauen, muss man sie einzeln spielen. Aber alles Dinge auf die ich im folgenden Abschnitt noch etwas genauer eingehe. Also halten wir uns hier nicht länger auf und starten in ein neues Abenteuer in Zurück in die Zukunft - Das Spiel.

Das Gameplay....

Wie schon oben erwähnt, ist die Spielweise der Inhalte etwas ungewöhnlich umgesetzt. Denn über das Hauptmenu ist die einzige Möglichkeit loszulegen, einfach eine Episode zu beginnen. Und kurioserweise bietet man euch ja sofort alle 5 Episoden an. Nun könnte man ja meinen, man spielt für so sich abgeschlossene Geschichten, was dies dann sinnvoll erscheinen ließe. Nur ist dem hier nicht so und alle bauen aufeinander auf. Es hätte also durchaus auch gereicht nur mit der ersten Episode beginnen zu können. Vor allem weil zum einen die Geschichte eben neu ist und nicht die Filme selber abhandelt. Und wer dann eben mit Episode 3 z.B. beginnt, dem fehlt einfach ein wichtiger Teil der Geschichte. Natürlich muss man nicht zwingend mit der ersten Episode anfangen. Aber ich glaube jeder Fan der Serie will sich das nicht entgehen lassen. Ebenfalls eher etwas unglücklich ist die Tatsache, dass man die Episoden nicht in einem Rutsch spielen kann. Sprich wenn man die erste Episode wirklich durch hat, das spezielle Ende Logo sieht und den Abspann verfolgt, muss man zwingend wieder zum Hauptmenu und per Hand dann die zweite Episode starten. Na gut, dann tun wir das also und beginnen wie es sich gehört mit der Episode 1. ;-) In allen Episoden gleich ist der Beginn. Jede verfügt über das gleiche Hauptmenu, auf dem man dann den Spielstart wählen kann, die Laden Funktion und Optionen vorfindet. Auch wenn diese hier nur soundtechnische Dinge abdecken. Eine Schwierigkeitsgradwahl ist hier nicht vorhanden, bietet sich aber bei einem Spiel wie diesem auch nicht an. Warum auch, hier sollte das Spiel nämlich vieles richtig machen.

Gespeichert wird im Spielverlauf übrigens Punktgenau und jederzeit. Das man pro Episode mehrere Spielstände anlegen kann, ist eigentlich keine Notwendigkeit und erklärt eben leider auch den hohen Bedarf an Wii-Speicher. Sobald man das Spiel startet, beginnt alles immer mit einer einführenden Sequenz. In Spielgrafik gehalten und mit kompletter Sprachausgabe unterlegt, erlebt der Spieler so die Anfänge der hier enthaltenen Geschichte mit. Ein Abend an dem sich vieles für Marty ändert. Doc samt dem DeLorean und Einstein verschwinden und Marty wacht plötzlich in seinem Zimmer auf. Er hält es für einen schlechten Traum, realisiert aber schnell, dass Doc wirklich seit einiger Zeit verschwunden ist. Der erste Weg im Spiel führt Marty in das Labor seines Freundes, wo schon damit begonnen mit, das Inventar zu verkaufen. Glücklicherweise hat sein Vater die Aufsicht über den Verkauf, so dass Marty noch einige Dinge vorfindet. Denn über allem steht für Marty fest, dass Doc trotz seines Verschwindens noch lebt. Nur wo ist er? Schnell zeigt sich hier dem Spieler auch was er eigentlich spielerisch nun vor sich hat. Man könnte bei diesem Titel viele Genres erwarten. Dass im Endeffekt ein selten gespielten Point & Click Adventure in den 5 Episoden schlummert, überrascht vielleicht den einen oder anderen. Man hätte hier auch einen Jumper oder Racer erwarten können. So überrascht das Spiel spielerisch und kann damit vor allem eines - beim Spieler punkten.

Denn es zeigt sich schnell, dass wir es hier nicht mit einem belanglosen "Klick mal hier oder da" Titel zu tun haben. Sobald ihr in das Spielgeschehen entlassen werdet, dürft ihr euch einem Rätsel nach dem anderen widmen, die durchzogen sind von reichlich Lauferei und vor allem dem altbekannten Dialog-System. Bedeutet hier ihr redet mit verschiedenen Personen in eurer Nähe, von denen ihr euch Lösungen bei den Rätseln erhofft. Ihr bekommt danach einen Bildschirm, auf dem zur aktuellen Rätselthematik mehrere Fragen aufgelistet sind. Je nach Umfang der aktuellen Aufgabe stehen euch mehrere Fragen zur Verfügung, die man wahlweise alle durchprobieren kann oder auch muss. Man erfährt so vieles zur Geschichte und bekommt, bei entsprechend wichtigen Fragen, gleich neue mit dazu. Verändert sich nichts, hängt man kurz mal fest und muss vielleicht in der Umgebung nach der Lösung suchen. Viele Beispiele handeln so Objekte, Mechaniken oder Gegenstände ab, die man erst Finden oder Nutzen muss, ehe sich ein Gesprächspartner zu neuen und den oft finalen Antworten hinreißen lässt. Dieses System funktioniert sehr gut im Spiel, ist anspruchsvoll und bringt schnell das berühmte Adventure Feeling zutage, das einen schon vor knapp 20 Jahren durch solche Spiele begleitet hat. Dabei bewegt ihr Marty per 3D-Stick durch die Gegend und könnt zusätzlich einen Cursor benutzen. Damit könnt ihr alles in der Umgebung absuchen und erhaltet bei einem untersuchbaren Objekt eine entsprechende Einblendung.

Dabei gibt es nun mehrere Möglichkeiten. Mal kann man ein Objekt aufheben und verstaut es im eigenen Inventory. Ein anderes Mal kann man Dinge wie Schalter oder andere Mechaniken natürlich auch benutzen und löst so wieder etwas anderes aus. Und zu guter Letzt gibt es genügend Momente, wo ein untersuchbares Objekt einfach nur eine Info preisgibt, die euch im Spielverlauf hilft. Auch schön gelöst ist der Umstand, dass viele Rätsel alles andere als leicht, linear und sofort lösbar sind. Vielmehr muss man sehr oft um die Ecke denken, oder muss die Lösung einfach auf später verschieben. Das fördert dann spätestens ab der zweiten und dritten Episode auch einen sehr gelungenen Anspruch zutage. Bedeutet auch der Titel bietet sich spielerisch ganz klar für ältere Spieler an, die viel überlegen wollen und ihren Grips bei entsprechenden Rätseln auch mal anstrengen wollen. Dabei gibt es in den Episoden dennoch hin und wieder mal Momente, wo selbst der erfahrene Adventure Crack mal festhängt. Je länger man spielt umso mehr verfällt man immer wieder in den typischen "man denkt oft zu einfach oder zu kompliziert" Effekt. Habe das selber auch ein paar Mal erlebt und sobald die Lösung erspielt ist, fragt man sich warum man den Wald vor lauter Bäumen nicht gesehen hat. Etwas das man dem Spiel durchaus als Kompliment machen kann. Ein spezielles Rätsel aus der zweiten Episode will ich euch hier mal exemplarisch als Beispiel darlegen. Hier spielt ihr im Jahr 1931 und müsst versuchen Doc Brown aus dem Gefängnis zu holen. Das geht hier nur wenn ihr sein junges Ich Emmett dazu überreden könnt, Marty seinen Raketenbohrer zu übergeben.

Hier holt das Spiel richtig aus, denn Emmett will das nur tun, wenn er einen speziellen Treibstoff dafür bekommt und ihm jemand hilft die Vorladungen vom Gericht zuzustellen. Denn im Jahr 1931 hält er seinen Hang zur Wissenschaft noch geheim und arbeitet für seinen Vater am Gericht. Hier greifen also zunächst mehrere Teilrätsel in ein großes Ganzes. Zunächst müssen also die Vorladungen verteilt werden, oder besser gesagt hier eine wichtige. Ausgerechnet an Arthur McFly, der im Jahr 1931 für den Gangster Kid Tannen arbeitet. Der schickt Arthur in ein Versteck, so dass man ihn zunächst erst mal finden muss. Dazu muss der Spieler hier in Sachen Lösung erst mal herumsuchen und sich Kid stellen. Nach dem Dialog-System muss man Kid einen Hut klauen, der Arthur gehört. Daran lässt man den ebenfalls vorhandenen Hund Einstein schnüffeln, der euch zunächst zu Arthur führt. Na gut nun steht man am Haus in dem er sich versteckt, nur tut der alles andere als herunterzukommen, damit man ihm die Vorladung in die Hand drücken kann. Wieder überlegt man hin und her, was man tun könnte. Das einzige was Arthur von sich gibt ist die Tatsache, dass ihm Kid verboten hat, herunter zu kommen. Wie lockt man ihn also herunter? Jetzt kommt ein weiterer Aspekt zum Tragen. Im Inventory werden Objekte gespeichert, die durchaus aus einer anderen Episode stammen können. In dem Falle ein kleines Aufnahmegerät, dass man fast schon vergessen hat. Hier nun muss man erneut in die Nähe von Kid laufen, der danach die Verfolgung aufnimmt, klar er ist ja immer noch sauer auf euch. Er jagt euch in den Park von Hill Valley, in dem sich Marty auf ein kleines Dach rettet. Von unten brüllt nun Kid ständig, er solle runterkommen und welcher Nichtsnutz er doch ist.

Benutzt man jetzt das Aufnahmegerät, nimmt man diese Aufforderung auf Band auf. Im Anschluss schaut man sich von oben um, klickt den Hund Einstein an und lenkt so die Gangster kurz ab, um zu verschwinden. Mit der aufgenommenen Stimme bekommt man nun Arthur aus seinem Versteck, da der denkt Kid Tannen ruft ihn. So löst man erst mal den ersten Teil dieses Rätsels. Danach folgt der ganze Rattenschwanz in Sachen Treibstoff, so dass dieses Rätsel ein sehr gutes Beispiel, für den guten Anspruch darstellt. Wobei das große Finale, wie man hier den Treibstoff mischt ein echtes Highlight darstellt. Spielerisch aber auch vom Humor her. Fand ich ganz toll gemacht. Kommt man übrigens wirklich mal nicht weiter, gibt es im Pausenmenu je nach Rätsel, Hilfen die man in Anspruch nehmen kann. In diesem Format und Anspruch bewegen sich wirklich viele Rätsel, die dadurch auch der Spielzeit zugutekommen. 12-14 Stunden Spielzeit kann man locker mit diesem Spiel zu bringen, wobei jede Episode mit anderen Rätseln daherkommt. Logisch spielen sie doch alle immer in verschiedenen Zeitlinien. Das hat mir wirklich gut gefallen. Gleichlaufend wird dem Spieler eben auch viel Interessantes beigebracht. Oder sagen wir besser dem Fan der Serie, der hier erfährt mit wem Doc einmal verheiratet war, warum er fast seine Liebe zur Wissenschaft aufgegeben hat oder wie sich Hill Valley einmal verändern sollte. Hier will ich gar nicht so viel erzählen. Das wäre ja fast schon Spoilern in einem Spiel wie diesem. Schade ist dann eben die technische Seite, auf die sich im nächsten Abschnitt noch eingehe. Sie sollte dann doch einiges an Punkten kosten. Dennoch bleibe ich dabei. Zurück in die Zukunft ist ein spielerisch gelungenes Adventure, dass mit seiner Rätselumsetzung auch höheren Ansprüchen genügt.

Grafik & Sound....

Eigentlich müsste man technisch den Mantel des Schweigens über die Wii-Portierung legen. Nur im Falle von Zurück in die Zukunft beeinflusst der grafische und technische Teil auch den Spielspaß spürbar, so dass man dies nicht einfach so abhandeln kann. Man verspielt so vor allem auch eine bessere Wertung, die der Titel vor allem spielerisch eigentlich auch verdient hätte. Dabei ist die etwas antiquiert wirkende Grafik nicht mal das Hauptproblem. Sondern vor allem die ständig ruckelnde Engine, bei wirklich allem was man tut. Ich gehe sogar soweit, dass gut 30 Minuten Spielzeit einzig des langsamen und ruckelnden Spielgeschehens geschuldet sind. Allein das Benutzen des Sticks und des Cursors bei Rätseln, oder um Marty durch die Gegend zu bewegen, stockt ständig mehr oder weniger stark. Das darf einfach nicht passieren und zieht den Titel leider im Gesamten spürbar nach unten. Auch Kleinigkeiten wie die Ladezeiten und nicht angepasste Laufsystem bei Bildwechseln stört mit der Zeit. Es spricht dann wirklich sehr für den spielerischen Inhalt, dass man trotz dieser markanten Schwächen weiter Lust hat zu spielen. Einfach weil die Rätsel und die Geschichte auch höheren Ansprüchen genügen. Das trifft auf die Grafik eben leider nicht zu. Sehr grobe Texturen, komplett sterile Umgebungen und teils etwas übertriebene Farben erzeugen nur selten Atmosphäre in dieser Hinsicht. Da ist Hill Valley im Jahr 1931 noch am stimmigsten gelungen. Zumal auch oft Fehler stark zu sehen sind. Da spielt Marty einen kompletten Abschnitt plötzlich ohne ein Auge, was ihn eher wie ein Zombie aussehen lässt. Hier spürt man die schlechte Portierung leider sehr.

Beim Sound im Allgemeinen sieht das schon besser aus. Musik ist zwar wenig vorhanden, passt aber wenn vorhanden recht gut. Zumal man eben auf bekanntes setzt. Allein der einführende Jingle ist sehr markant und oft zu hören. Effekte gibt es viele, wenn auch oft etwas blass umgesetzt. Auch hier wäre ein bisschen mehr Feintuning wünschenswert gewesen. Gelungen empfinde ich die Sprachausgabe, die allgemein eine Stärke des Spiels geworden ist. Spielt ihr mit englischer Sprache, dürft ihr die original Synchro der Amis hören. Bei eingestelltem Deutsch sind es nicht die original Sprecher. Ist hier aber auch nicht so schlimm, da die Betonung dennoch recht ordentlich getroffen wurde. Zumal im Spiel auch wirklich viel erzählt wird. Nicht nur durch die vielen Frage/Antwort Dialoge, sondern auch im Rest des Spiels wird erstaunlich viel mit Sprachausgabe abgedeckt. Insgesamt zeigt sich hier ein ordentliches bis gutes Bild.

Fazit....

Zurück in die Zukunft - Das Spiel ist ein Titel der wirklich extremen Gegensätze. Würde man hier nur die technische und grafische Seite bewerten, es gäbe kaum etwas Positives zu vermelden. Nimmt man den reinen spielerischen Inhalt zur Hand, zeigt sich der Titel von der sehr gelungenen Sorte. Das eh schon selten so spielbare Point & Click Adventure Genre auf den Konsolen, wurde hier sehr stimmig umgesetzt. Wirklich viele, logische und auch anspruchsvolle Rätsel wurden hier eingebaut, die den Spieler trotz technischer Schwächen bei der Stange halten. Ging mir nicht anders und man flucht zwar reichlich über die stockende Engine, markante Ladezeiten und teils abstrakte Grafikfehler. Aber aufhören wollte ich dennoch nicht. Klar ist der Titel insgesamt schon ein klares Fangruppenspiel, was die Serie angeht. Und wer die Filme alle selber kennt, wird vor allem die Story hier schnell ins Spielerherz schließen. Bei allen anderen Spielern, die "nur" mal wieder ein richtig gutes Adventure dieser Machart spielen wollen, tue ich mich aufgrund der technischen Seite äußerst schwer eine Empfehlung auszusprechen. Der günstige Preis und die gebotene Spielzeit sollte man aber dennoch ebenfalls dem Spiel zugutehalten.

 

+ Neue Story nach den Filmen
+ 5 einzelne Episoden
+ Selten gespieltes Adv.Gameplay
+ Gelungene Rätselkost
+ Für Filmfans sehr lohnenswert
+ Gelungener Humor im Spiel
+ Highlight Treibstoff Zubereitung
+ Komplett Deutsch
- Technisch leider sehr schwach
- Ruckler/Ladezeiten/Grafik
- Episoden nicht in 1 Rutsch
- Hoher Speicherbedarf

GRAFIK: 40%

SOUND/EFFEKTE: 72%

MULTIPLAYER: --

GESAMTWERTUNG: 68%

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