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Wii Bionicle Heroes
 
 
Bionicle Heroes - Wii
Matthias Engert (30.08.2007)

SYSTEM: Wii-PAL
ENTWICKLER: Travellers Tales
GENRE: Shooter
SPIELER: 1 Spieler
HANDBUCH: Deutsch
SAVEGAME: 1 Seite
60HZ-MODUS: Ja
SCHWIERIGKEIT: 1-6
NUNCHUK: Ja
SPRACHHÜRDE: Keine
ALTERSFREIGABE: 7+
PLII/HDTV: Nein/Nein
TERMIN: Erhältlich
PREIS: ca.45 Euro
KOMPLETTLÖSUNG: Nein
CHEATS / TIPPS: Nein
ONLINE/LAN: Nein/Nein
MII UNTERSTÜTZUNG: Nein

   
Einleitung....

Jeder zumindest männliche Spieler, egal ob jung oder alt, hat in seinem Leben wohl schonmal Bekanntschaft mit irgendeinem Produkt aus dem Hause Lego gemacht. Seit einigen Jahren stehen die Lego Produkte nicht mehr nur für Bastelspaß, sondern auch für virtuelles Vergnügen am heimischen TV, PC oder einem Handheld. Fällt der Name Lego denken viele Spieler wohl zuerst an die gelungene und erfolgreiche Star Wars Reihe. Aber und das übergeht man immer mal wieder schnell, sind die Star Wars Helden nicht die einzige virtuelle Umsetzung dieses Themas. Ich spreche hier von der Bionicle Serie, die immer so ein bißchen im Schatten mitschwimmt und nun auch schon einige Versionen hervorgebracht hat. Bis auf wenige Ausnahmen allerdings leider auch nicht immer gelungen. Das will man nun ändern und schickt die Heroes auf die Wii Konsole. Mehr Möglichkeiten als auf einem Handhelden ist ein Spiel daraus geworden, das zumindest überraschen kann und vielen Facetten der Bionicle Serie in einem Shooter vereint. Was drinsteckt soll euch der folgende Test zeigen.

Menus und die Story....

Entwickler des ganzen ist die Schmiede Travellers Tales. Nicht umsonst auch die Entwickler der Lego Star Wars Spiele und damit auch verantwortlich für die kommende Wii Version. Auf jeden Fall merkt man diesen Umstand im Spiel extrem. Wer einmal ein Lego Star Wars Spiel hinter sich hatte, erkennt hier eine Handschrift und kommt auch mit vielen Gameplay Inhalten sehr gut zurecht. Bionicle Heroes ist rein für einen Spieler gemacht, was man teilweise bedauern kann, da z.b. ein Co-op sich auch hier durchaus angeboten hätte. Ansonsten sind die technischen Rahmenbedingungen in Ordnung, auch wenn man auf Surround Sound und einen EDTV/HDTV Modus verzichtet hat. Dafür bietet des Spiel neben der 50Hz auch die 60Hz Variante, die dem Spiel augenscheinlich gut tut. Sehr sparsam geht das Game mit dem Wii Speicher um und verbraucht gerade mal 1 Seite. Aufgrund der doch recht zahlreichen Secrets und Speicherinhalte sehr positiv. Sprachlich kommt leider sehr wenig Sprachausgabe im Spiel vor. Etwas das dem Game atmosphärisch sehr gut getan hätte. Die wenigen Fetzen wie auch die Texte im Spiel sind aber komplett deutsch gehalten. In Sachen Story dreht sich natürlich im neuesten Bionicle Spiel auch vieles um die real erhältlichen Spielfiguren der Reihe, so das der Bezug wie immer hergestellt ist.

Bionicle Heroes entführt den Spieler auf die mysteriöse Insel Voya Nui. Hier schlüpft er in die Rolle der heldenhaften Toa Inika, um die heimtückischen Piraka zu besiegen und die Zukunft der Insel zu sichern. Die sechs Piraka haben die Bewohner der Insel versklavt und die allmächtige Maske des Lebens gestohlen. Die mysteriösen und gefährlichen Mächte der Maske des Lebens haben die Bewohner der Insel in boshafte Kreaturen verwandelt, die zum Teil seit Jahren nicht mehr gesehen wurden. Der Spieler schlüpft in die Rolle der Helden, um die sechs Piraka zu besiegen und der Insel den Frieden zu bringen. Ihr als Spieler schlüpft so eigentlich zunächst in die Rolle eines NoName Toa, dem bedingt durch 6 magische Masken die Fähigkeiten der Bionicle Heroes zuteil werden. Mittels dieser Masken seid Ihr fähig den Schergen auf der Insel das Fürchten zu lehren. Ein Prinzip das sich hier sehr anbietet. Der Start in das Spiel ist relativ einfach gehalten. Zwar präsentiert man euch einen recht umfangreichen Vorspann, allerdings läßt die Qualität des Intros zu wünschen übrig. Gottseidank, und das betone ich hier besonders ändert sich das Bild in Sachen Spielgrafik um einiges. Anfangs erwartet man in diesem Bereich nicht soviel. Nach dem Anlegen eines Profils, das auch euren Fortschritt in Prozent wiedergibt, erwartet euch das Hauptmenu des Spiels. Hier findet man eigentlich garnicht soviel. Ihr könnt ein neues Spiel starten, ein gespeichertes Laden, sowie die Optionen und Extras besuchen. Diese bieten unter anderem einen Lego Star Wars Trailer für das kommen Wii Spiel. Allerdings auch hier in sehr mäßiger Qualität. Die Optionen beschränken sich auf Soundeinstellungen und das Invertieren der Achsen. Wiegesagt, Bionicle Heroes ist ein waschechter Third Person Shooter mit Zugaben, der komplett über Remote und Nunchuk gesteuert wird.

Das Gameplay....

Startet Ihr ein neues Spiel werdet Ihr erneut in die Story anhand einer Sequenz eingeführt und bekommt erste Instruktionen was Ihr hier eigentlich zu tun habt. Einen Schwierigkeitsgrad an sich gibt es im Spiel nicht. Hier seid Ihr also auf Gedeih und Verderb den Entwickler Vorstellungen ausgeliefert. Der Startpunkt im Spiel und erster Kontakt wenn man so will ist in der Matoran Enklave, die noch frei von Feinden ist. Man muß sich dies wie einen großen Platz vorstellen, von dem aus Ihr verschiedene Wege gehen könnt. Einmal zu überraschend vielen Räumen um euch herum, die Secrets und Boni anzeigen und euch auch eine kleine Datenbank über das Thema Bionicle bieten. Desweiteren findet Ihr hier einen Shop und einen Eingang in den Berg vor euch, von wo Ihr zu den 6 im Spiel enthaltenen Spielwelten gelangt. Das Gameplay ist hier also so angelegt, das Ihr nicht eine einzige große Welt habt, sondern über diesen Zentralbereich die einzelnen Bereiche der Insel erkundet. Über Türen im Berg könnt Ihr die Inselbereiche betreten und erhaltet danach nochmal eine Auswahl in Sachen Spiellevel. Beides wird natürlich nach und nach erst zugänglich. Alle Welten, geschweige denn Level sind natürlich am Anfang nicht zugänglich. Danach löst Ihr das aktuelle Level einer Welt und werdet nach Abschluß wieder in den Zentralbereich gebeamt. Hier könnt Ihr euch den Boni widmen, oder was ich ganz besonders gelungen finde, die einzelnen Toa aufrüsten und per Shop upgraden. Etwas das die Motivation in diesem Game sehr hoch hält. Allein was die freischaltbaren Dinge angeht muß sich das ganze nicht vor einem Lego Star Wars Prinzip verstecken. Wie schon erwähnt sind einige Parallelen sehr deutlich und in meinen Augen auch sinnvoll und gelungen. Schauen wir uns zunächst das grobe Gameplay an und natürlich die Steuerung. Startet Ihr das Spiel seht Ihr euren Toa aus der Third Person Perspektive. Eigentlich immer gleich gestaltet ist links im Bild ab der Hüfte aufwärts euer Toa zu sehen. Um ihn herum dreht sich alles, so das er wenn man so will das Zentrum der Sicht und es Gameplays ist.

Gelaufen wird zunächst mittels des 3D Sticks auf dem Nunchuk. Vor, zurück und seitlich Laufen wird damit abgedeckt. Das Schauen nach allen Richtungen, sowie nach oben und unten übernimmt die Remote, die so euer verlängertes Auge ist. Auch natürlich um Ziele anzuvisieren. Allein mit diesen beiden Aktionen geht die reine Fortbewegung vonstatten. Aktionen wie z.b. Sprünge werden über die Toa Masken abgedeckt. Doch dazu gleich mehr. Ein klein wenig Kritik gibt es am Drehtempo, wenn man sich mittels Remote schnell drehen will. Hier wäre eine schnellere Geschwindigkeit ab und zu wünschenswert. Mit der Zeit arrangiert man sich damit und die Mischung aus Laufen und gleichzeitigem Drehen geht recht gut von der Hand. Mehr ist es hier im Zentralbereich zunächst nicht. Kümmern wir uns um das erste Actionlevel und damit den ganzen Rest des actiongeladenen Gameplays. Sobald Ihr ein Level betreten habt erwartet euch erneut ein kleiner Vorspann, der euch oft zeigt das am Ende ein kleiner Boss Kampf auf euch wartet. Danach landet Ihr im Anfangsbereich des Levels und könnt loslegen. Ab jetzt tauchen auch reichlich Anzeigen im Screen auf. Angefangen rechts unten mit dem Radar, das euch zum einen die Wege zeigt, aber auch die sammelbaren Items und natürlich auch Gegner, die ab jetzt auf euch lauern. Das Ziel in den Leveln ist im übrigen besondere Masken zu erspielen. Entweder durch einfaches finden, oder eben durch das Besiegen eines Bosses. Oberhalb findet man nun das typische Lego Feature, nämlich den Lego Zähler. Alles was Ihr im Spiel kaputtmachen könnt hinterläßt Unmengen an kleinen Legosteinen. Diese sammelt man auf und gelten wie in Lego Star Wars auch als Geld. Man ist nach einem Besuch im Shop bemüht wirklich jede Kleinigkeit aufzusammeln und alles an Objekten zu zerstören was möglich ist. Darüber findet man die sogenannten Helden Anzeige. Durch das stetige Sammeln der Lego Steine füllt man nicht nur den eigenen Geldbeutel, sondern auch diese Leiste. Ist diese voll werdet Ihr zum goldenen Toa und habt mehr Wumms in euren Waffen und seid unverwundbar für eine ganze Weile. Links unten kommen nun die beiden wichtigsten Anzeigen zum Zuge. Zum einen die Lebensleiste, die aus mehrteiligen Herzen besteht und eure Trefferpunkte darstellt.

Darunter erscheint nun die Maskenanzeige, ohne die Ihr das Spiel nicht lösen könnt. Diese Masken sind der Schlüssel im Spiel und eigentlich das wichtigste Feature. Auch weil fast alles im Gameplay auf diesen Masken aufbaut. Ihr startet ein Level meist mit 2 dieser Masken. Im gesamten gibt es 6 davon, die euch wie schon erwähnt die Möglichkeit geben sich in einen der Bionicle Heroes zu verwandeln. Die Masken besitzen gleich mehrere Aufgaben und vor allem Fähigkeiten. Zum einen bietet jede Maske eine andere Waffe, die man mittels der B-Taste abfeuert. Mit ihnen spielt sich das ganze wie ein Shooter alter Machart. Dazu kommt das jede Maske über eine Spezialfähigkeit verfügt. Ein paar Beispiele sollen euch das System näher bringen. Grob kann man die Masken in Klassen einteilen wie Feuer, Wind, Eis oder Wasser. Setzt Ihr z.b. die Wasser Maske auf könnt Ihr auch durch das feuchte Naß ohne Probleme hindurch marschieren. Setzt man die Feuer Variante auf, ist auch Lava kein Problem. Zusätzlich bestimmten die Masken eure Aktionsvielfalt. Mit der Feuermaske könnt Ihr Dinge anbrennen, mit der Wind Variante entfernte Objekte beeinflussen oder mit der "Sprung Maske" Abgründe und Sprungpassagen meistern. Dabei ist das ganze so angelegt das Ihr zwischen den Masken live im Spiel mittels C und Z jeweils nach links und rechts durchschalten könnt. Sofort wechselt der Toa sein Aussehen, die Waffe und damit seine Fähigkeiten. Oft findet man kleine Trümmerteile oder Wege die verschlossen sind. Wie in Lego Star Wars kann man mit einer Maske und dem Drücken der A-Taste diese Trümmerteile zusammensetzen. Diese ergeben mal einen Schalter oder auch einen Helfer, der euch Hindernisse und sonstige Sachen in eurem Weg beiseite räumt. Das hier und da natürlich schon die jüngere Zielgruppe angesprochen wird, sieht man an den entsprechenden Orten. Dort gibt es eine Einblendung welche Maske vonnöten ist um ein kleines Rätsel oder Aufgabe zu lösen. Allerdings und das trägt wiederum zum Thema Langzeitmotivation bei sind die Grundvarianten der Masken nur eingeschränkt nutzbar.

Oft genug steht man an alternativen Wegen in den Leveln, die also nicht nur aus einem linearen Weg zum Ziel bestehen, und zeigen euch das die mitgeführte Variante noch nicht genügend Power besitzt um die Aufgabe vor einem zu lösen. Also muß man das ganze noch links liegen lassen und weiter voran im Level gehen. Wie Lego Star Wars unterstützt auch Bionicle Heroes das System die Level mehrfach besuchen zu können. Dem spielt in die Hände, das man viele versteckte Items finden kann, ohne die man alle Secrets im Spiel nie erhält. Silberne und Goldene Container seien hier als Beispiel genannt, die meist gut versteckt sind, oder eben nur mit gepushten Masken erreichbar sind. Um die Masken zu pushen muß man zwangsläufig den Shop nach Abschluß eines Levels besuchen. Und um da Hallo sagen zu können braucht man Knete. ;-) Also heißt es Geld verdienen. Neben den angesprochenen zerstörbaren Objekten gilt das vor allem für die Allerweltsgegner, die in den Leveln auf euch warten. Auch hier gibt es ein wenig Kritik, da deren KI, bis auf die Bosse sehr einfach gehalten ist. Masse statt Klasse ist ab und zu mehr der treffende Satz. In Shooter Manier dürft Ihr nun die Waffen sprechen lassen. Die Abwechslung über die Masken und damit Waffensysteme ist angenehm gelungen. Bietet z.b. die Feuermaske ein MG ähnliches Gerät, könnt Ihr mit der Eismaske einen kalten Strahl auf alles loslassen das sich bewegt. Es gibt zielsuchende Raketen und einen Art Grantenwerfer, der auf Entfernung alles zerbröselt was euch aufhalten könnte. Gegner und Objekte haben dabei eine Lebensleiste, so das man immer sieht wieviel man noch feuern muß. Dabei greift im Spiel bei allem was Ihr anvisiert ein Aim. Dreht Ihr euch mit dem Toa erscheint ein Art Energiestrahl, der den Blick des Toa darstellt. Mit diesem Blick könnt Ihr alles erfassen und fest einklinken. Ohne eine Aktionstaste könnt Ihr euch weiter drehen und der Strahl geht immer mit. Auch teilweise am Anfang etwas ungewohnt ist das ganze aber ein sinnvolle Variante des Aims. Das System an die Masken zu gelangen ist nun relativ simpel umgesetzt. Denn neben den anfänglich mitgenommenen zum Levelstart, findet man alle anderen mehr oder weniger gut versteckt mitten auf den Wegen und Abschnitten des Levels. Sehr gut und auch notwendig das Ihr gepushte Masken auch so findet.

Wäre ja auch schlimm wenn Ihr eine Maske upgradet, beim nächsten Level diese aber nicht zum Start dabei habt und als gefundene Variante wieder bei Null wäre. Also ballert Ihr euch in wilder Manier, was manchmal in einer unaufhörlichen Dauerfeuer Orgie endet, durch die Level auf dem Weg zum Ziel. Dazwischen die vielen kleinen Rätsel und Aufgaben, so das sich das Game äußerst flüssig spielt. Setzen euch die Gegner und vor allem die wirklich gelungenen Boss Gegner zu sehr zu greift euch das Spiel auch wieder ein wenig unter die Arme. Jede Maske enthält wenn man so will eigene 5 Herzen. Ist also eine Maske vor dem Ende wechselt man schnell auf eine andere und hat wieder komplette 5 Herzen zur Verfügung. Vor allem da man sich mit der Zeit auf ein oder zwei spezialisiert, gerade was die Wirkung der Waffe angeht, so kann man das ganz gut beeinflussen. Es gibt also immer einen kleinen Ausweg. Hat man ein Level hinter sich gebracht, was bei den 24 enthaltenen durchaus eine ganze Weile dauert steht der Weg zum Shop an. Etwas auf das man sich hier schnell freuen wird. Denn im Shop kann man neben Bonusleveln und diversen "Spaß Secrets" für die Freien Spielmodi auch sämtliche Masken und damit Toa upgraden. Einmal kann man für alle die Panzerung verbessern, dazu die jeweilige Fähigkeit pushen und zu guter letzt auch die Schußkraft der Waffe. Denkt ja nicht das geht von jetzt auf gleich. Allein um einen Toa in allen 3 Kategorien voll aufzuleveln sind ungefähr 4 Level zu lösen. In der Leiste unten links wird euch ein komplett gepushter Toa anhand eines Plus Zeichens angezeigt. Viele Rätsel in den Leveln zeigen euch auch schon genau dieses Bild des entsprechenden Toa, samt dem Plus Zeichen, so das man weiß später gibt es hier noch einiges zu tun. So greifen die Gameplay Facetten wie ich finde sehr schön ineinander. Man geht Level mehrmals an um mit neuen oder entwickelten Masken alles abzuklappern um es nachträglich zu holen. Und Lego Steine verdient man eh immer wieder aufs neue, so das man nebenbei auch seinen Geldbestand immer weiter erhöht.

Das ganze unterstützt dabei auch die Levelgestaltung. Nicht nur das alle Welten unterschiedliche Umgebungen bieten, die man Innen und mal Außen spielen. Auch der Untergrund spielt hier mit rein. Mal geht es an der Küste zur Sache, innerhalb von Wäldern oder Schluchten aus Fels und Gestein bis hin zu einer Festungsanlage. Das durchstreifen der Level, das durchaus von 30 - 60 Minuten pro Level dauern kann, sofern man alles erkunden will macht Laune, hat aber in seiner Stärke auch die größte Schwäche. Trotz motivierender Gameplay Feature ist es im gesamten schon sehr oft das gleiche Prozedere und beschränkt sich natürlich in der Hauptsache auf das Ballern. Hier ist es schade das die Story in meinen Augen zu wenig Einzug hält. Mehr stimmige Sequenzen und vor allem Sprachausgabe hätte dem ganzen einen viel besseren Kick geben können. Hätte auch den Bezug zu den Toa erhöht. Da wäre eindeutig mehr drin gewesen. Auch der angesprochene Co-op wäre eine perfekte Dreingabe gewesen. Dennoch bin ich vom aktuellen Bionicle Titel positiv überrascht. Er ist erwachsender geworden und bietet weit mehr Action als früher. Dazu das Einbinden der Masken samt Fähigkeiten und deren Aufrüstbarkeit. Das Thema Secrets muß man hier nicht weiter erwähnen. Wie in Lego Star Wars auch gibt es einiges freizuschalten. Für Bionicle Fans ein durchaus interessantes Spiel, das auch normalen Shooter Fans, die seichtere Kost mögen durchaus gefallen könnte. Das dynamische Gameplay spricht eindeutig dafür.

Grafik & Sound....

Ebenfalls überrascht bin ich von der grafischen Gestaltung. Doch recht detailliert und mit warmen Farben samt vielen gelungenen Texturen. So präsentiert sich Bionicle Heroes dem Wii Spieler. Hier spielen die gelungenen Skins der Toa mit hinein und die teils angenehm verwinkelten Leveldesigns. Lichteffekte vor allem der Waffen sind durchaus etwas fürs Auge und gehören auf der Wii zu den besseren Titeln. Gamespeed und Technik sind vollkommen in Ordnung und nur bei bestimmten Situationen erlebt man mal einen kurzen Ruckler. Gelungen ist der Tag/Nacht Effekt den das Spiel bietet. Zwar im Zeitraffer enthalten, erlebt man viele Orte in verschiedenen Zeiten. Auch sonst ist alles dabei was man sich in einem Shooter wie diesem wünscht. Nebel, Regen und einfach nur farbenfrohe Wald & Wiesenumgebungen. Denn im Gegensatz zu einem Lego Star Wars kommt Bionicle Heroes in einem normalen Grafikstil daher.

Auch der Sound weiß sehr zu gefallen. Grund dafür sind die sehr stimmigen Hintergrundsounds. Pop samt Techno angehauchte Musiken, die vor allem dem dynamischen Ballergameplay sehr gut zu Gesicht steht. Sehr motivierend gemacht unterstützt diese das Gameplay sehr gut. Effekte sind ebenfalls reichlich enthalten, bieten aber nichts außergewöhnliches. Alles Waffen klingen verschieden und haben auch dadurch einen unverwechselbaren Touch. Besser machen hätte man die Einbindung der Gegnereffekte und eben die angesprochene Atmosphäre, die man mittels mehr Sprachausgabe besser hätte zum Spieler transportieren können.

Fazit....

Alles in allem ist Bionicle Heroes ein überraschend gelungenes Spiel, das sich auch mal von der Kinder Zielgruppe abhebt. Als Shooter umgesetzt passen die einzelnen Gameplay Inhalte sehr gut zusammen. Passende Technik, die verschiedenen Masken samt Fähigkeiten und Waffen, mehr Rätsel und das sehr gelungene Shop System für Upgrades und Secrets. Es macht Laune sich durch die einzelnen Level zu ballern, kleinere Rätsel zu lösen und Lego Steine en masse einzusammeln. Gute Bossfights, die vielen Secrets und der Shop sind ebenfalls zu nennen. Hier und da noch ein bißchen mehr Story Einbindung samt Sprachausgabe und auch atmosphärisch wäre der Titel noch besser geworden. Das Genre erfindet das Game nun nicht neu. Allerdings ist die Bionicle Serie damit erwachsener geworden und spricht nicht mehr nur die Kids an.

 

+ Gute Steuerung
+ Gelungene Spielzeit
+ Waffen/Aktionsvielfalt
+ Shop Feature
+ Gelungene Präsentation
+ Shop Feature
+ Flüssig spielbar
+ Komplett Deutsch
- Gegner KI bis auf Bosse
- Kein Multiplayer
- Story zu wenig eingebunden
- Nicht beinhart schwer

GRAFIK: 76%

SOUND/EFFEKTE: 75%

MULTIPLAYER: --

GESAMTWERTUNG: 74%

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