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Wii Academy of Champions feat. The Rabbids
 
 
Academy of Champions feat. The Rabbids - Wii
Jens Morgenschweiss (17.03.2010)

SYSTEM: Wii-PAL
ENTWICKLER: Ubisoft
GENRE: Sport
SPIELER: 1-2 Spieler
HANDBUCH: Deutsch
SAVEGAME: 2 Seiten
60HZ-MODUS: Ja
SCHWIERIGKEIT: 2-5
NUNCHUK: Ja (WMP, BB)
SPRACHHÜRDE: Keine
ALTERSFREIGABE: K.E.
PLII/HDTV: Ja/Ja
TERMIN: Erhältlich
PREIS: ca.20 Euro
KOMPLETTLÖSUNG: Nein
CHEATS / TIPPS: Nein
ONLINE/LAN: Nein/Nein
MII UNTERSTÜTZUNG: Nein

   
Einleitung....

Nachdem sich die "Platzhirsche" Fifa und PES in Sachen Fußball auf der Wii positioniert haben, schickt Ubisoft noch einen Titel hinterher, der sich um die Spieler kümmert, die weniger Authentizität beim Spielen benötigen. Denn das sich die Academy of Champions als Arcadespiel betrachtet, kann man schon anhand der Aufstellung erkennen. Ein typisches Kleinfeldspiel mit 5 gegen 5. Ob sich der actionlastige Titel auf Grund seiner comichaften Grafik und außergewöhnlichen Spielweise verstecken muss, versuche ich in den nächsten paar Zeilen aufzudröseln.

Menus und die Story....

Neben dem Abenteuer Modus, welcher der Kerninhalt im Spiel ist, kann man sich seine ersten Lorbeeren im schnellen Spiel verdienen. Dabei wählt man sich eine Mannschaft aus, mit der man antreten möchte und bekommt dabei um unteren Bildschirmrand eine kurze Info über deren Herkunft. Nachdem man sich nun auch noch einen Gegner aus den verbleibenden 18 Teams erwählt hat, kann man sich daran machen, aus 7 unterschiedlichen Umgebungen eine auszusuchen. Das reicht vom hellen Lichtenfelder Platz über die Savanne und den Dschungel bis zum finsteren Knochenmoor Bolzplatz. Das angebotene Regelwerk lässt jede mögliche Einstellung zu. Vom Zeitlimit bis zur Spielzeit oder der Ballart. Ihr seht schon, das man sich für das schnelle Spiel auch ein wenig Zeit nehmen muss. Die Optionen fallen dagegen sehr spärlich aus. Musik und Effekte lassen sich per Schieberegler einstellen und man kann hier auch sein Balanceboard kalibrieren. Die Videos, die man sich hier ansehen kann, guckt man in der Regel auch nur ein einziges mal an.

Die Checkliste ist eine feine Sache. Hier findet man alles, was man im Spiel freischalten kann und vor allem, wie oder wann. Was man für bestimmte Spieler und Talentsterne benötigt und wie viel Geld und Erfahrungspunkte man inzwischen eingespielt hat. Hier kann man schön stöbern gehen. Die Minispiele sind genau wie im Spiel in unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen meisterbar. Leider sind es nur 6 Rubriken, wovon eine nur für das Balanceboard geschaffen wurde. Aber egal, jeder Erfolg kommt eurem Spieler zu gute, der sich dadurch weiter entwickelt. In der Kabine können wir unsere Mannschaft aufstellen und die gekauften Erzeugnisse unserem Helden anlegen. Die meisten Sachen haben einen bestimmten Einfluss auf dem Spielfeld. Die Story zum Spiel ist meist wie immer. Man kommt als blutiger Amateur daher und sollte als gestandener Profi vom Feld traben. Das man das gepflegte Fußballspiel am besten in einem Internat lernt, ist bekannt. Aber wenn das Internat von keinem geringeren als "Pele" geleitet wird, spricht das für die hohe Fußballkunst in Lichtenfeld. In Zeiten der Gleichberechtigung ist es egal, ob ihr ein Junge oder ein Mädchen seid. Auf der Academy sind alle willkommen. Nun lernt ihr das Einmaleins des Fußballs von der Pike an und baut so ganz langsam ein gutes und schlagkräftiges Team auf, das am Ende um die Profilizenz spielt.

Das Gameplay....

Nachdem wir den kleinen Eignungstest in Lichtenfeld bestanden haben, werden wir in ein Team mit lauter Neulingen gesteckt. Und das ist nicht einmal komplett. Aber zum Glück suchen alle auf der Akademie ein Team in dem sie spielen dürfen. So bekommen wir erst einmal unser Team komplett und später jede Menge Ersatzspieler, die zu Beginn eher schlecht sind, aber durch uns an ihr Leistungsvermögen gebracht werden. ;-) Das Spiel teilt sich in vier Semester und auf dem Semesterplan hat man täglich drei Ereignisse, welche man absolvieren muss. Das kann das ganz profane Training sein, wo wir unsere Fähigkeiten verbessern können oder der nette Mittagsplausch mit Kollegen, wo ihr noch kleine Aspekte des Spiels beleuchtet bekommt. Oder Pele selbst lässt sich zu einer kleinen Schwätzerei hernieder und versorgt euch mit einigen Hinweisen. Jeder weiß, das nur Training auf Dauer langweilig wird und so werden mit kleinen Trainingsspielen die Atmosphäre aufgelockert. In jedem Spiel und jeder Übung erhalten wir Erfahrungspunkte und Geld, welche wir unseren Mitspielern und natürlich uns selbst zukommen lassen können. Für bestimmte Spielabschnitte bekommen wir Talentsterne, die unseren Mitspielern nette "Powerups" bescheren. Ob nun der Flatterball, der dem Torhüter keine Chance lässt oder der Wirbelwind, der alles auf dem Platz umhaut. Doch diese Goodies benötigen die entsprechende Energie, die wir uns auf dem Feld selbst erarbeiten. Das geht vom einfachen gelungenen Pass bis zum gewonnenen Zweikampf und natürlich dem Torerfolg. Die kleinen Minispiele beim Zweikampf bzw. Kopfball halten die Aufmerksamkeit der Spieler immer hoch. So muss man beim Zweikampf den Anweisungen auf dem Bildschirm folgen und zwei Tastenkombis befolgen. Dass das Zeitfenster dabei knapp gehalten wurde, muss ich hier nicht extra erzählen. Wer zu lange braucht oder falsch wiedergibt, hat verloren.

Eine Überraschung erwartet uns nach dem zweiten Semester. Nach dem Turniererfolg werden wir durch einen windigen Vertragspassus nach Knochenmoor transferiert. Die erklärten Lichtenfeld Feinde freuen sich diebisch über ihren Erfolg und wir müssen ein ganzes Semester in der Finsternis zubringen. Dort lernen wir aber auch, mit welchen Tricks die Gegner arbeiten. Und das ist nicht von schlechten Eltern. In reiner Spielzeit gerechnet, hab ich für das Knochenmoor Semester länger benötigt, als für die drei von Lichtenfeld. Spielerisch bietet Academy of Champions reine Arcade Action. Simulationsfirlefanz wie Abseits und Aus oder gar übertriebene Härte gibt es nicht. Man spielt mit imaginärer Bande und Foulen ist erwünscht. Mit vier sich auf dem Feld bewegenden Charakteren bleibt auch die Übersichtlichkeit gewahrt. Mit vier Steuerungsvarianten ist das Spiel reichlich ausgestattet. Die normale benötigt das Nunchuk und die WiiMote, wobei man mit dem Nunchuk steuert und sprintet und die WiiMote den Part des Passens und schießen übernimmt. Die Balanceboard Variante ist nur bei den Minispielen maßgebend. Die "Faulen" spielen nur mit der WiiMote, die man waagerecht vor sich hält. Die letzte Variante spricht die Wii MotionPlus Fans an. Hier werden die einzelnen Passvarianten ein wenig aufgepeppt. So kann man mit einer einfachen Handbewegung einen hohen Pass spielen oder einen hohen Schuss abgeben. Im späteren Spielverlauf wartet noch eine weitere Überraschung auf den Spieler. Dann werden Ubisoft Figuren in den Rooster gepackt. Ob das nun ein Rabbit ist oder ein Sam Fisher oder gar Altair. Nur sind sie eben nicht mit guten Worten zu überzeugen, bei uns zu spielen. Da muss man schon teure Sachen kaufen oder schwierige Spiele absolvieren.

Grafik & Sound....

Optisch passt die Cel Shading Grafik perfekt zu dem Spielinhalt. Was will man auch mit einer "realen" Spielerdarstellung in einem Arcade Spiel. Die Spielfeldumgebung ist zwar farblich ansprechend, aber trotz allem sehr klar strukturiert (einfach gehalten). Ein paar Zuschauer hätten auch dem Akademieturnier gut getan. Die Effekte auf dem Platz sehen recht ansprechend aus, wenn sicherlich auch noch ein wenig mehr drin gewesen wäre. Aber wir wollen ja auch nicht vergessen, was für ein Spiel wir vor der Nase haben.

Akustisch wird dem Spieler sehr wenig geboten. Wird am Anfang noch ein wenig englisch gesprochen, ändert sich das im Spiel schnell zu "Blablabla", was dann mit einem Untertitel übersetzt wird. Musikalisch ist es auch eher ein schwaches Einerlei, was uns um die Ohren gehauen wird. Die Musik ist zwar unaufdringlich, aber ein wenig mehr Pep wäre schön gewesen.

Fazit....

Academy of Champions ist ein kurzweiliger Titel, der auch nur mal für ein kurzes Spielchen Laune macht. Der Abenteuer Modus ist zwar vielfältig, aber insgesamt ein wenig kurz geraten. Der zwei Spieler Multiplayer ist für meinen Geschmack völlig ausreichend. Auch wenn das jetzt wieder viele anders sehen. Man muss nicht auf Teufel komm raus in jedes Spiel einen Online Modus einbauen, nur weil da mehr als zwei Spieler auf dem Feld stehen. Für ein kurzes Intermezzo mit dem Sohn reicht das Game völlig aus. Die Wii MotionPlus Unterstützung hätte man noch ein wenig vertiefen können, aber so kann man schon mal ein wenig Abwechslung hinein bringen. Durch die vielen Steuerungsvarianten und die einfache Spielbarkeit hat man ein gutes Fußballspiel, das einige Abwechslung bietet.

 

+ nette Story
+ gute grafische Umsetzung
+ einfache Bedienung
+ pushen von Spielerfähigkeiten
+ Ubi Charaktere
+ vielfältige Steuersetups
- ein wenig zu kurz
- Soundumgebung zu spärlich

GRAFIK: 71%

SOUND/EFFEKTE: 60%

MULTIPLAYER: 63%

GESAMTWERTUNG: 67%

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