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Wii Animal Crossing: Let's Go to the City
 
 
Animal Crossing: Let's Go to the City - Wii
Matthias Engert (08.02.2009)

SYSTEM: Wii-PAL
ENTWICKLER: Nintendo
GENRE: Simulation
SPIELER: 1(4) Spieler
HANDBUCH: Deutsch
SAVEGAME: 36 Seiten
60HZ-MODUS: Ja
SCHWIERIGKEIT: 1-6
NUNCHUK: Ja(WiiSpeak)
SPRACHHÜRDE: Keine
ALTERSFREIGABE: K.E.
PLII/HDTV: Nein/Ja
TERMIN: Erhältlich
PREIS: ca.50 Euro
KOMPLETTLÖSUNG: Nein
CHEATS / TIPPS: Ja
ONLINE/LAN: Ja/Nein
MII UNTERSTÜTZUNG: Ja

   
Einleitung....

Als Nintendo 2001 auf der Spaceworld Animal Crossing das erste mal zeigte, konnte man eigentlich nicht unbedingt damit rechnen, das dieses auf den ersten Blick etwas schräg aussehende Spiel vor allem in Europa ein so große Fangemeinde aufbauen konnte. Zu sehr konnte man sich hier durchaus von der Optik beeinflussen lassen und viele hielten das Spiel anfangs nur für Vorschulkinder geeignet. Natürlich ist dies durchaus der Fall, aber auch die älteren Semester, und dazu zähle ich mich ja auch, können ebenfalls etwas mit dem Spielprinzip anfangen. Ein Spiel das eigentlich ohne direktes Ziel auskommt und vor allem durch den Echtzeit Ablauf und das Kommunikationsfeature punkten kann. Nach GCN und Handheld Umsetzungen wurde es dann aber durchaus mal Zeit für ein Facelifting. Denn um auf Dauer punkten zu können, fehlten in den alten Teilen durchaus noch einige Feature und viele Spieler wünschten sich vor allem in Sachen Umfang und Verbindungsmöglichkeiten mehr. Mit Let’s Go to the City hat sich Nintendo diesen Dingen angenommen und bringt in der Tat einiges Neues. Ob dies ausreicht um komplett zu überzeugen und ob wieder einige Wünsche unerfüllt blieben, soll euch der folgende Test etwas näher bringen.

Menus und die Story....

Eines hat Nintendo allerdings auch diesmal wieder hinbekommen. Immer in regelmäßigen Abständen bringt man zu einem Software Produkt auch etwas zum Thema Hardware mit an den Spieler. Im Falle des aktuellen Animal Crossing ist nun das Thema WiiSpeak in aller Munde. Zwar eher von Spielern diverser Shooter gewünscht, bringt man nun eine Möglichkeit mit, per Sprache miteinander zu kommunizieren und sich mit anderen Spielern auszutauschen. Ohne Mehrkosten natürlich längst überfällig und nun verfügbar. Zwar auch einzeln erhältlich, sollte man sich als Interessierter ruhig das Bundle zulegen und bekommt neben dem Spiel selber auch die WiiSpeak Hardware. Nichts anderes als ein Gerät mit Mikro, das man einfach an den USB Port der Wii Konsole anschließt, kalibriert und später mit anderen WiiSpeak Nutzern in Animal Crossing sprechen kann. Wollen wir hoffen das bald weitere Spiele von dieser durchaus sinnvollen Hardware Gebrauch machen. Ansonsten muss man sich bei einem Nintendo Produkt wie immer keine Sorgen um die Technik und die Rahmenbedingungen machen. Neben der Unterstützung aller Bildmodi der Wii Konsole ist die größte Stärke vor allem die Möglichkeit Online andere Spieler zu treffen und vor allem Items auszutauschen, was hier ein wichtiger Bestandteil des Gameplays ist. Ein Kritikpunkt der älteren Versionen, den man hier endlich einbezogen hat. Auch wenn dennoch nicht alles Gold ist was glänzt. Speziell was die Offline Möglichkeiten angeht, sind dennoch ein paar Kritikpunkte geblieben. Soundtechnisch bietet man euch nur Stereo an und verschlingt auch im Wii Speicher mit 36 Seiten durchaus einiges. Auch wenn man hier aufgrund der Online Möglichkeiten durchaus ein Auge zudrücken kann.

In meinen Augen eine kleine Mogelpackung ist die Möglichkeit den DS und die Animal Crossing Version Wild World einzubeziehen. Aber dazu später mehr. Wie immer bietet auch diese Version keine eigentliche Story oder eben ein Spielziel an sich. Ihr als Spieler erstellt auch hier eure eigene kleine Welt und dürft vom Start weg versuchen, reichlich zu verdienen und das schönste Haus zu besitzen. Nur die Möglichkeiten an sich sind zahlreicher geworden und unterstützen das geschäftige Treiben des Spielers mehr als früher. Wie auch bei den anderen Teilen ist der Start alles andere als umfangreich und ein Hauptmenu in dem Sinne gibt es eigentlich im Spiel nicht. So ist das Hauptmenu hier eigentlich mehr die Begrüßung durch den von früher bekannten Charakter, der euch nun die Auswahl unter mehreren Startmöglichkeiten gibt. So könnt Ihr euch hier entscheiden entweder als neue Person in eine Stadt zu ziehen, mittels des sogenannten DS Koffers die Handheld Version einzubeziehen und in den Optionen diverse Dinge einzustellen. Die Möglichkeit den DS einzubeziehen bietet euch 2 Möglichkeiten. Zum einen dürft Ihr den Charakter aus Wild World in die Wii Version herüber holen. Allerdings und das ist der Punkt mit der Mogelpackung ist das leider auch alles. Weder Gegenstände noch sonstige Dinge aus der DS Version spielen eine Rolle. Hier hätte ich mir viel mehr gewünscht. Der DS Koffer ist nun dazu da, mit dem Charakter der Wii Version auch offline zu einem Freund zu gelangen. Sprich man läd seinen Helden auf den DS, klappt diesen zu und geht auf Reisen. Beim Freund angekommen, kann man nun dessen Stadt betreten und interagieren. Lobenswert, aber eben nur für eine ganz spezielle Zielgruppe geeignet. Denn nicht jeder hat einen Kumpel oder Freundin um die Ecke. Glücklicherweise gibt es aber die Online Möglichkeiten, die wir euch wie immer in einem Special präsentieren. Am Ende des Tests findet Ihr den Link dazu.

Die Optionen wiederum teilen sich hier in die Punkte "Vor dem Spiel" und "Sonstiges". Im erstgenannten Teil habt Ihr die Möglichkeit neben soundtechnischen Dingen z.b. auch Menuhilfen zu aktivieren. Des weiteren könnt Ihr den Text Modus anpassen und Einstellen ob Ihr lieber im Handy oder Tastatur Modus agieren wollt. Hier gibt es ein kleines aber feines Feature. Nicht jeder will WiiSpeak vielleicht nutzen, hat aber auch keinen Bock auf das Softpad via Pointer um z.b. Briefe oder Sprechblasen zu füllen. Via USB Anschluss kann man jede herkömmliche PC Tastatur anschließen und so sehr bequem alles textliche abdecken. Letzter Punkt hier ist das Aktivieren der WiiConnect24 Funktion. Lässt man diese an, kann man jederzeit Briefe empfangen, die wahlweise von Nintendo oder Freunden kommen können. Unter dem Punkt "Sonstiges" könnt Ihr z.b. die Zeit ändern. Geht auch über das Wii Hardware Menu und ist aufgrund des Echtzeit Verlaufs durchaus sinnvoll, um verlorene Zeit aufzuholen oder um mal die Öffnungszeiten künstlich zu verlegen. ;-) Dazu könnt Ihr sowohl die eigene Stadt und alle darin befindlichen angelegten Bewohner löschen. Wer also denkt er müsse noch mal von vorn anfangen, bekommt hier die Möglichkeit dazu. Aber wir wollen ja gerade erst anfangen und stürzen uns nun einfach mal in die Neugründung einer Stadt in Animal Crossing: Let’s Go to the City.

Das Gameplay....

Wie immer dürft Ihr nach dem Neustart der Stadt und euch selber einen Namen geben. Logisch das meine Wenigkeit nach Mag64 gezogen ist. Ja ich weiß es gibt originellere Namen, aber M’Berg wie im Vorgänger, wollte ich dann auch nicht wieder nehmen. Habt Ihr diese Prozedur hinter euch, erwarten den Animal Crossing Kenner alte Bekannte und eine ebenso gewohnte Startphase im Spiel. Ihr erhaltet im Spiel zunächst die Möglichkeit euch für eines von mehreren Häusern zu entscheiden, das Ihr von nun an versuchen solltet, zu vergrößern und natürlich zu verschönern. Wie in allen Animal Crossing Spielen gibt es so auch hier eigentlich kein richtiges Spielziel und man kann daher z.b. das Thema Spielzeit nur sehr schlecht tangieren. Eines ist Animal Crossing aber auch in dieser Version. Nämlich nicht unbedingt das Spiel das man Stundenlang am Stück zockt wie z.b. ein Harvest Moon, sondern das man täglich einlegt und sich eher ein vergnügte halbe Stunde gönnt. Das liegt vor allem an der Tatsache das Ihr wieder dem Echtzeitsystem zu tun habt. Genau wie in der Realität vergeht auch hier die Zeit und "Vorspulen" ist wenn nur über die Systemuhr möglich. Wenn also Ereignisse für den nächsten Tag angekündigt werden, passieren sie auch real erst am nächsten Tag, sofern man eben nicht an der Uhr dreht. Müsste man das Spiel in einem Satz beschreiben, könnte man das reale Leben heranziehen. Im Endeffekt wird hier spielerisch das umgesetzt was wir alle erleben. Nämlich das tägliche Leben, mit all seinen Facetten. Geld verdienen, sich ein Heim schaffen, mit dem Umfeld klarkommen und in seiner "Freizeit" versuchen viele Aufgaben zu lösen. Unter der auch auf der Wii kindlichen Präsentation steckt in gewisser Weise eine kleine Wirtschaftssimulation, die Anleihen von Harvest Moon oder den Sims beinhaltet. Etwas anders als in den Vorgängern ist in der Wii Version die Sichtweise gestaltet. Etwas tiefer sitzt die Kamera als früher und lässt sich z.b. per Kreuz Tasten auch senken und heben, so das man z.b. den Himmel einsehen kann.

Was den reinen Spielstart angeht ist der anfängliche Ablauf wie schon erwähnt nicht anders als in den Vorgängern. Sozusagen als Willkommens Person erscheint erneut der Shop Besitzer Nook. Er ist eigentlich die Verkörperung des Kapitalismus im Spiel und sorgt lange dafür, das Ihr im Spiel immer mit Schulden zu tun habt. ;-) Es bietet euch nun eines von mehreren äußerst dürftigen kleinen Häusern an. Was auch bedeutet das innerhalb einer Stadt mehrere Personen leben können, was den menschlichen Part angeht. Natürlich kostet ein Haus etwas, so auch hier. Allerdings ist man von der Bezahlung noch weit entfernt. Also macht man gleich zum Anfang des Spiels seine ersten Schulden und darf dem guten Nook in seinem Laden zur Hand gehen. Nur durch reichlich Geld Verdienen erhalten Ihr überhaupt die Chance das eigene Heim zu verbessern. Immer größere Häuser und immer mehr edleres Ambiente darin und drum herum. So erlebt der Spieler auch gleich zu Beginn wie alles in dieser Stadt zusammenhängt. Neben eurer Person leben auch viele weitere Charaktere in der Stadt, die alle vom Äußeren her wieder an die Tierwelt angelehnt sind als an Menschen. Auch hier finden Spieler der Vorgänger neben vielen neuen Personen auch alte Bekannte. Zu Beginn sind eure Aktionsmöglichkeiten eingeschränkt. Ihr müsst erstmal für Nook einiges an Arbeiten erledigen um einen kleinen Teil der Schulden abzubauen. Immer euer Begleiter im gesamten Spiel ist die Uhr, die samt dem aktuellen Datum immer im Blick ist. Dabei bietet das Spiel erneut auch die Veränderung der Umgebung was Lichtverhältnisse und Wetter angeht, wobei ich außer Schnee noch nichts gesehen habe. Soweit drehe ich dann natürlich auch nicht an der Uhr. ;-) Aber mal wieder ein Spiel wo sich durchaus mal ein Testupdate anbietet. Alle anderen Bewohner der Stadt kennen sich, und so erledigt Ihr bestimmte Lieferaufträge für Nook. Erst nach einiger Zeit werdet Ihr aus seinen Diensten entlassen. Immer noch genug Schulden, geht das Spiel eigentlich jetzt erst richtig los und es beginnt die Geldscheffelei. Zentrale für alle Aktionen des Spielers ist das Inventory Menu, das man hier mittels 2er Möglichkeiten aufrufen kann.

Wii like habt Ihr dazu nun eine Tastenfunktion und könnt das ganze per Minus Taste aufrufen. Oder Ihr nutzt die Remote als Pointer und klickt am unteren Bildschirmrand auf das linke Symbol der hier dargestellten Symbolleiste. Zu diesem Zeitpunkt wichtig ist der große Mittelteil, der alle Items und Inventargegenstände auflistet und speichert. Alles was man bekommt, findet oder kauft landet als Symbol hier drin. Des weiteren findet Ihr hier euren aktuellen Geldbetrag, sowie die Briefabteilung, die nicht nur durch das neue Wi-Fi Feature an Bedeutung gewonnen hat. Innerhalb des Spiels entwickelt sich die Umgebung, die Bewohner und das ganze drum herum dynamisch mit. Die Stadt wächst, Bewohner kommen dazu und die Charaktere erweitern ihre Häuser. Die Stadt an sich ist nicht riesig, aber allemal größer als z.b im GCN Vorgänger. Mit der Zeit weiß man aber wo was ist. Per Plus Taste oder auch über ein Symbol unten im Bildschirm kann man ebenfalls die Karte aufrufen und so jederzeit sehen, ob jemand neues eingezogen ist oder alte Bekannte die Stadt verlassen haben. Neben der Bushaltestelle, die später noch wichtiger wird, gibt es reichlich Flora und Fauna sowie einen Zugang zum Meer und neben den Wohnhäusern andere wichtige Gebäude. Die Bewohner bieten allesamt Gespräche an, welche euch als Spieler später allerlei Aufträge antragen, die meist aus Bringen oder Holen von Gegenständen bestehen. Manche wollen aber auch z.b. einen coolen Gruß mit euch ausmachen, oder verschenken gar irgendetwas. Weiterhin erhaltet Ihr hier immer wieder spielerische Tipps, die im Game irgendwann mal eine Rolle spielen können. Doch wie sieht nun ein normaler Tagesablauf aus und wie wird Geld verdient? Da Ihr zu Beginn auch kein Werkzeug und ähnliches besitzt, betätigt man sich als Sammler. So kann man an bestimmten Bäumen Früchte finden oder am Strand angespülte Muscheln und ähnliches. Alles was in diesem Spiel nicht Niet und Nagelfest ist kann man bei Nook verkaufen. Im Gegenzug bietet der Shop natürlich reichlich Inventar und vieles anderes das Ihr auch kaufen könnt, wenn Ihr das nötige Kleingeld habt. Im Inventory Menu könnt Ihr so wieder 15 Gegenstände transportieren. Es gibt mehr als einen Moment, wo man sch gewünscht hätte, das die Entwickler dies erweitert hätten. Dabei könnt Ihr eines speziell auswählen oder auch mehrere markieren und danach, wie überall auf solchen Bildschirmen, Befehle anklicken. So z.b. alles in der Gegend ablegen um Platz zu schaffen oder um eben gleich mehrere Dinge mit einmal zu verkaufen.

Hat man sich ein wenig Geld erspielt kann man ganz langsam in die Tiefen des Spiels eintauchen. Größter Schritt am Anfang ist der Kauf einer einfachen Schaufel. Mit dieser könnt Ihr den Boden löchern und Blumen oder auch Früchte pflanzen, aus denen neue Bäume wachsen und vor allem Unkraut und auffällige Stellen ausheben. Etwas das im Spiel sehr oft vorhanden ist und wie alles jeden Tag auf's neue per Zufall generiert wird. So findet Ihr z.b. sehr oft sogenannte Fossile und andere Überraschungen im Boden. Damit wird ein weiteres kleines Spielziel definiert. So befindet sich in der Stadt ein Museum. Dieses ist in mehrere Bereiche eingeteilt und stellt so z.b. Funde aus der Tier, Fisch, oder Fossil Zeit aus. Dazu eine Bilder Galerie, die Ihr als Spieler füllen könnt. Zu Beginn sind alle Bereiche leer und der Spieler bekommt mit der Zeit die Gelegenheit erst die Möglichkeit hier für Inhalte zu sorgen. So braucht man für Käfer und Schmetterlinge ein Netz und für die Fische Abteilung erstmal eine Angel. Der Fossil Teil beinhaltet die Skelette alter Dinos. Allerdings sind die Fossile, die man findet für das Museum nichts wert. Also müssen sie erst untersucht werden. Im Gegensatz zu früher muss man dafür nicht irgendwelche Briefe schreiben, sondern kann den Museumsleiter diesmal gleich selber um Erleuchtung bitten. Vorteil das man das entschlüsselte Fossil sofort zurück bekommen kann. Denn gerade am Anfang bringen die Teile ebenfalls gutes Geld. Erst im Laufe der Zeit gibt man diese auch ab. Allerdings ist das Brief und Kommunikationssystem in der Wii Version nicht minder wichtig, sondern erhält auch durch den Online Part eine neue Dynamik. Das Spiel besitzt im übertragenen Sinne ein komplettes Email und Postsystem. Vor jedem Haus befindet sich ein typisch amerikanischer Briefkasten, der euch täglich neue Post beschert, sofern es etwas gibt. Neben reinen Grüßen der Bewohner, gibt es Institutionen die euch und eure Hütte bewerten, oder aber was nun neu ist, Ihr bekommt Post entweder von Nintendo oder Freunden, die man Online schon mal getroffen hat. Dabei kann man neben dem reinen Schreiben auch Items mitschicken. Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft, wird hier also durchaus wörtlich genommen. Wie schreibt man aber z.b. nun einen Brief? Dazu bedarf es Papier das Ihr entweder findet oder kaufen müsst. Wie es sich für ein Spiel dieser Art gehört gibt es dies in unzähligen visuellen Varianten, die meist ziemlich kunterbunt und stylisch daherkommen. Wie schon erwähnt ist es eine große Hilfe das man nun jede USB Tastatur an die Wii anschließen kann und somit das Schreiben um einiges erleichtert. Das gleiche gilt auch für Sprechblasen im Screen, wenn man einmal via WFC realen Besuch in seinem Städtchen empfängt.

Ist ein Brief fertig, wobei Romane auch diesmal nicht möglich sind, begibt man sich hier auf ein Postamt, in dem zum einen Geld eingezahlt werden kann um die Schulden zu tilgen und eben Briefe hinbringen. Im Gegensatz zu früher geschieht dies nun auch via Automaten. ;-) Gern gesehene Post für alle Innenarchitekten ist die in regelmäßigen Abständen einfliegende Bewertung eures Heims. Denn neben mehrere Stufen, in denen man das Haus in seiner Größe vergrößern kann, muss man gleichzeitig das ganze auch mit Möbeln und anderen passenden Objekten füllen. Es gibt hunderte an Möbelstücken aller Arten und allem möglichen Inventar im Spiel. Man kann es kaufen, findet es oder bekommt es durch das Lösen von Aufträgen der Bewohner seiner Stadt. Es gibt immer was zu tun. Aber auch das ist nur ein kleiner Teil des Gameplays. Aufgewertet wird das gesamte Spiel nun dadurch, das man durch das Online Feature, oder wahlweise einem Freund in der Nähe das Thema Geld Scheffeln um einiges beschleunigen kann. Und Sternis, so heißt die Währung in Animal Crossing sind nie genug da. ;-) Die Möglichkeiten 100.000e oder gar Millionen davon auszugeben ist gegeben. Überlegt man sich aber nun das z.b. sammelbare Gegenstände vielleicht ein paar hundert Sternis bringen, muss es ja mehr geben als nur den Jäger und Sammler zu spielen. Einfaches Beispiel ist das Thema Obst. Jede Stadt die man generiert bietet danach für sich nur eine einzige Obstsorte. In meinem Fall waren das die Birnen. Würde man nun z.b. per Stick des Nunchuk durch die Gegend laufen und einen solchen Baum finden, so stellt man sich daneben und drückt C um diesen zu schütteln. Drei Früchte pro Baum sind das Maximum und man kann diese auf dem Boden liegend per Z aufheben und steckt sie in sein Inventory. Damit könnte man zu Nook flitzen und bekäme für 1 Birne 100 Sternis. Bei 15 tragbaren maximal 1500 Sternis. Auch nicht so die Welt. Zwar gibt es reichlich dieser Bäume in euerer Stadt, aber reich wird man dadurch nur auf lange Sicht. Um mit den Früchten mehr zu verdienen muss man andere Sorten in die eigene Stadt bekommen. 2 Möglichkeiten hat man dazu. Entweder man besucht per WFC eine andere Stadt die z.b. Äpfel besitzt und nimmt dort mehrere mit, oder man hofft ein wenig auf sein Glück und eine Kokosnuss wird am heimischen Strand angespült. Alle fremden Sorten bringen nämlich statt 100 nun 500 Sternis bei Nook. Hat man fremde Früchte im Säckel ist die Vorgehensweise auch wieder die gleiche und bietet schon mal genug Beschäftigung. Denn dann kann man mit der Schaufel wo Platz ist, Löcher in den Boden graben und dort z.b. die Kokosnuss oder eben den Apfel einpflanzen. Einige Tage später gedeiht dort z.b. ein Apfelbaum, der nun ewig vorhanden ist. Mit dessen Früchten kann man nun regelrechte Plantagen nach und nach anlegen.

Das war auch bei mir nicht anders, und mit dem Sterni Blick unterwegs mussten fast alle meine Birnbäume dran glauben und wurden durch Apfelvarianten ersetzt. Aller 3 Tage kann man ernten und so locker an einem Tag bis zu 150.000 Sternis verdienen. Das ist dann schon ein anderes Kaliber als Muscheln zu sammeln. Auch wenn Ihr dann wirklich ewig lange nur hin und her rennt um zu Ernten und zu Verkaufen. Geldgeil wird man in diesem Spiel also schon. Was auch seinen Grund hat. Denn neben der neuen Möglichkeit z.b. Geld zu spenden, ist allein die Möglichkeit in die große Stadt zu fahren ein Grund um immer eine volle Brieftasche sein Eigen zu nennen. Und schon kommen wir zur vielleicht größten Neuerung in der Wii Version zu Animal Crossing. Irgendwo muss ja auch der Untertitel herkommen. Das Let‘s Go to the City ist dabei also nun die Möglichkeit eine Stadtlocation zu besuchen. Per Bushaltestelle in der eigenen Stadt kann man diese jederzeit besuchen. Einmal dort angekommen gibt es durchaus sinnvolle Dinge, aber auch viel Gimmick. Zunächst ist die City nicht riesig, sondern einfach nur ein großer Marktplatz mit verschiedenen Läden und Personen Drum herum. Neben einem schweineteuren Shop für Möbel und Klamotten kann man z.b. ein Theater besuchen, um maximal 4 sogenannte Gefühlsarten zu nutzen. Am oberen Bildschirmrand kann man dazu diese anklicken und darf bei Besuch und allen anderen Personen Gefühlsregungen ausdrücken. Eine der Gimmicks in meine Augen. Handfest ist dagegen der Friseur, der euch die Möglichkeit gibt, das Aussehen eures Helden zu verändern. Und passender weise dürft Ihr euch hier in eurem Mii verwandeln. Weiterhin findet Ihr hier einen geheimen Laden mit edlen Objekten zu einem besseren Preis und einen Versteigerungsraum. Zu bestimmten Zeitpunkten dürft Ihr hier wahlweise eigene Objekte und Items anbieten und auch auf fremde Objekte bieten. Je mehr Freunde man z.b. Online hat, um so sinnvoller allein dieses Feature. Was mir hier allerdings ein wenig fehlt, ist das gleiche als Online Variante. Eine große Lobby, ohne das man auf Freundescodes angewiesen ist, in der Machart der City wäre um einiges motivierender gewesen. So ist die Stadt zwar öfters mal interessant, täglich hinzufahren lohnt aber in meinen Augen nicht.

Bleibt also das Tagwerk in der eigenen Stadt wenn man allein unterwegs ist. Und da gibt es abseits der Ernteaction auch mehr als genug. Neben immer mal auftauchenden Personen, die nur einen Tag da sind und spezielle Bedeutungen haben, kann man sich z.b. stundenlang nur mit dem Angeln beschäftigen. Sobald Nook mal die Angel anbietet, kann man sich an alle möglichen Wasserstellen begeben und entspannt der Angelleidenschaft frönen. Auch hier findet man von Fischen für ein paar Hundert Sternis bis hin zu solchen, die gleich mal 5stellige Summen bringen einiges um die Geldbörse zu beschweren. Dazu das ständige kontrollieren der eigenen Stadt und die eben tägliche Arbeit reicht locker um eben fix mal eine halbe Stunde zu investieren und die Konsole wieder auszumachen. Unterstützt wird man dabei von der guten Steuerung, die eine gelungene Mischung aus Tasten und Freier Steuerung bietet. Auch kleine Shortcuts um z.b. die Werkzeug aufzurufen gehört da mit dazu. Wer möchte kann seine gesamten Arbeiten auch per Fotofunktion dokumentieren. Steckt eine SD Karte im Slot, könnt Ihr Fotos schießen und speichern, so oft Ihr wollt, oder bis die Karte eben leer ist. Positiv das Nintendo ebenfalls für Abwechslung sorgt und ab und zu seine Jünger mit Geschenken erfreut. Stadtinterne Events gehören ebenfalls zur spielerischen Abwechslung, wie die reine Entwicklung der Stadt. Nooks Laden wird wie euer Haus immer größer und relativ oft wechseln die Bewohner der Stadt. Wirklich schade ist dennoch das man die DS Version so simpel einbezogen hat und man sich Offline hier und da doch noch ein paar mehr Möglichkeiten gewünscht hätte. Vor allem aber für Kontaktfreudige unter euch bietet sich das Spiel durchaus an. Denn bedingt durch die Online Möglichkeiten ist hier nun einiges mehr möglich als früher. Doch damit beschäftigen wir uns etwas intensiver im Wi-Fi Special zu Animal Crossing.

Grafik & Sound....

Grafisch ist auch die Wii Version reine Geschmackssache. Die Serie hat seit dem ersten Titel ihren eigenen Stil, den man eben mag oder auch nicht. Zum Spielprinzip selber passt das ganze ohne Zweifel. Auch wenn ältere Semester locker Spaß mit dem Spiel haben, ist die Hauptzielgruppe schon etwas jünger angesiedelt. Wie immer ist die Umgebung in seiner Art Kunterbunt gehalten und punktet durch den wieder enthaltenen Tag/Nacht Rhythmus. Texturen Liebhaber werden in einem Animal Crossing aber dennoch nie auf ihre Kosten kommen. Auch Detailverliebtheit sollte man hier nicht erwarten, wobei die Mimiken wieder enthalten sind. Das gibt der Stil dann einfach nicht her. Auch in der nächsten Konsolen Generation werden wir dieses Thema wieder mit den gleichen Sätzen beschreiben. Da bin ich mir sicher. Technisch muss man sich dafür aber auch keine Sorgen machen. Alles was man tut geht reibungslos von der Hand und wird auch von der guten Steuerung unterstützt. Hier spielt sich das Game absolut flüssig und alle Arbeiten gehen wunderbar leicht von der Hand.

Beim Sound gilt auch das gleiche, was man schon zu GCN Zeiten angesprochen hat. Keine Sprachausgabe, sondern wieder die angedeuteten Laute aller Beteiligten. Melodisch und das Spielprinzip unterstreichend kommt die Musik daher. Zwar immer mit einem gleichen Grundsound ausgestattet, wird ja nach Tageszeit und Ort auch variiert. Effekte sind vorhanden, aber auch hier oft zweckmäßig und wenig variierend. Soundtechnisch also nur ein durchschnittliches Spiel.

Multiplayer....

Den Multiplayer kann man eigentlich relativ fix abhandeln. Zumindest wenn man sich über die Offline Varianten unterhält. Denn hier gibt es diesen eigentlich nicht. Auch ein Punkt den ich sehr schade finde. Denn gleichzeitig zu zweit oder zu viert kann man nur Online umherstreifen. Hat man Offline mehrere Charaktere angelegt, geht das immer nur mit einem Charakter. Das gilt auch für das DS Koffer Feature. Daher ist die Multiplayer Wertung fast nur auf den Online Modus bezogen.

Fazit....

Das Fazit ist schon etwas gemischt. Auf der einen Seite ist auch die Wii Version ein gefundenes Fressen für Animal Crossing Liebhaber. Einiges Neues im Spiel, was vor allem den Online Modus betrifft, hat man erneut auf lange Sicht zu tun, ohne das man das Spiel täglich Stundenlang zockt. Hat man seine Anfangserfolge hinter sich gebracht, macht man meistens seine täglichen Rundgänge und Erledigungen oder besucht eben die im Titel angesprochene City. Gerade Offline hätte man sich aber doch noch ein paar mehr Betätigungsfelder gewünscht. Auch die Einbindung des DS ist viel zu stiefmütterlich geraten. Hier hatte ich mich auf viel mehr gefreut um meine Wild World Inhalte vielleicht nutzen zu können. Gelungen ist die Steuerung, die eine ideale Mischung aus Tasten und Freier Steuerung bietet. Für Online Freunde gibt es nun natürlich endlich die Möglichkeit sich zu besuchen und „Freien Handel" zu treiben. Auch das Postsystem samt Einbinden jeder normalen PC Tastatur und das WiiSpeak sind gelungen. Im gesamten kein Meilenstein, aber eine spürbare Weiterentwicklung der Animal Crossing Reihe. Wünsche für einen weiteren Teil gibt es aber dennoch……

Das Mag64 Wii Wi-Fi Special
Hier findet Ihr Infos zum Online Gameplay zu Animal Crossing Wii.(Voraussetzungen/Möglichkeiten)

 

+ Gut umgesetzte Steuerung
+ Spielzeit eigentlich unbegrenzt
+ Echtzeitablauf
+ Mehr Möglichkeiten
+ Wirtschaftstouch
+ Online Modus/WiiSpeak
+ Reise Feature/City
+ Technisch ohne Kritik
- Offline mit alten Schwächen
- Mogelpackung DS Verbindung
- Online Lobby wünschenswert
- Offline nur allein spielbar
- Grafik/Sound Geschmackssache

GRAFIK: 72%

SOUND/EFFEKTE: 68%

MULTIPLAYER/WiFi: 82%

GESAMTWERTUNG: 80%

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