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Wii Angry Birds Trilogy
 
 
Angry Birds Trilogy - Wii
Matthias Engert (20.11.2013)

SYSTEM: Wii-PAL
ENTWICKLER: Fun Labs
GENRE: Puzzle
SPIELER: 1 Spieler
HANDBUCH: Deutsch
SAVEGAME: 17 Seiten
60HZ-MODUS: Ja
SCHWIERIGKEIT: 1-10+
NUNCHUK: Nein
SPRACHHÜRDE: Keine
ALTERSFREIGABE: USK0
PLII/HDTV: Nein/Ja
TERMIN: Erhältlich
PREIS: ca.30 Euro
KOMPLETTLÖSUNG: Nein
CHEATS / TIPPS: Nein
ONLINE/LAN: Nein/Nein
MII UNTERSTÜTZUNG: Nein

   
Einleitung....

Das sich die Casual Spiele speziell auf den Handhelden und Smartphones dieser Welt immer mehr vermehren, ist mittlerweile nichts Neues. Hin und wieder schaffen es aber auch diese, eher auf kurze Unterhaltung ausgelegten Spiele, auf die TV Konsolen. Heutzutage meist über die eShops zu bekommen, gibt es aber auch einige Retail Titel aus diesem Bereich. Knapp ein Jahr nach den Handheld Versionen schaffen es nun auch die Angry Birds auf die Nintendo TV Konsolen. Sorgt aktuell die Star Wars Variante für Unterhaltung, wollen wir den auch noch nicht lange erhältlichen Trilogy Ableger begutachten. Ein zeitloses Spielprinzip, gepaart mit einem durchaus anspruchsvollen Schwierigkeitsgrad machen die Angry Birds Serie aus. Ob sich der Spaß auch am heimischen TV wiederholen lässt, erzählen wir euch anhand der Wii Version zu Angry Birds Trilogy.

Menus und die Story....

Wie immer tritt auch dieses Mal Activision hierzulande als Publisher auf. Entwickelt wurde die Wii Version von der Firma Fun Labs, die in unseren Breiten eher eine unbekannte Größe darstellt. Bei den Rahmenbedingungen bietet das Spiel nichts Ungewöhnliches und beschränkt sich auf das Machbare. In Sachen Texten ein komplett deutsches Spiel, gibt es ansonsten in Sachen Akustik normalen Wii Stereo Sound. Speichertechnisch mit 17 Seiten recht sparsam, kann das Spiel in allen Grafikmodi gespielt werden, welche die Wii Hardware zulässt. Einen Mehrspieler gibt es erwartungsgemäß nicht. Leider verzichtet man auf der Wii auf die Online Ranglisten, so dass dieses durchaus motivierende Vergleichsfeature mit anderen Spielern fehlt. Das Thema Story sollte man hier nicht höher hängen als es ist. Es gibt sie, ist aber im Endeffekt nur Mittel zum Zweck. Übe fürchterliche Rache an den grünen Borstentieren, die sich erdreistet haben, die Eier der Vogelsippe zu entwenden. So lautet hier der Auftrag, wobei es spielerisch dann darum gehen sollte die befestigten Stellungen niederzureißen. Da in der Wii Version 3 Teile der Serie vorhanden sind, kommt z.B. auch die Entführungsgeschichte der Vögel nach Rio zum Tragen, wo dann auch die Aras aus dem gleichnamigen Film eine Rolle spielen. Aber alles nur ein wenig Beiwerk, um den spielerischen Part auszuschmücken. Eine wichtige Rolle spielen die Geschichten für das Game Play nicht.

Der Start in das Spiel ist wie bei allen Versionen relativ unspektakulär. Ihr wählt einen der 6 möglichen Speicherplätze und gelangt danach zu den Inhalten des Spiels. Jetzt folgt das eigentliche Hauptmenu, das euch mit 6 verschiedenen Menüpunkten begrüßt. Bedient wird hier alles über einen Mauszeiger, den man frei über die Remote via Pointer Funktion benutzt. Dass der Titel inhaltlich lohnenswert ist, sieht man schnell an der Verfügbarkeit der 3 Einzelversionen Classic, Seasons und Rio. Auf dem PC als einzelne Versionen erhältlich, hat man hier alle in einem Spiel. Einzig der letzte Ableger Space fehlt hier. Diesen wollte man dann wohl nicht in eine Sammlung packen. Na ja dafür gibt es ja nun ganz aktuell die Star Wars Version. Dazu gesellen sich nun 3 weitere Punkte. Neben den Optionen für Sound und Sprache, findet man die Ranglisten und die eigenen Scores, sowie abschließend den Punkt Extras. Positiv das man die Ranglisten zumindest lokal für alle Spielstände einsehen kann. Spielen also daheim mehrere Leute mit unterschiedlichen Profilen, kann man die Scores so doch direkt vergleichen. In den Extras kann man sich die Credits zu Gemüte führen, oder die kleinen Background Infos zu den enthaltenen Birds nachlesen. Aber alles zunächst nicht weiter wichtig, so dass wir uns nun den eigentlichen Modi widmen können.

Das Gameplay....

Der eigentliche Spielspaß beginnt, sobald man sich auf der Wii den 3 separat spielbaren Versionen widmet. Es reicht eigentlich schon den Packungsrücken zu studieren, um zu sehen welche Masse an Levels man hier bekommt. Wie immer soll der Test auch den Spielern eine Hilfe sein, die das Spielprinzip vielleicht noch nicht kennen. Die soll es ja geben. Von daher sollten mir es die Cracks also nachsehen, wenn ich das Spielprinzip hier und da noch einmal vom Urschleim an aufwärme. Gerade die Konsolengamer sind ja doch ein wenig Außen vor gewesen. Es sei denn, man ist auf allen Plattformen zuhause, inklusive Smartphones und dem PC. Freuen dürfen sich alle Spieler, die auf anspruchsvolles und unterhaltsames Puzzle Game Play stehen. Denn sie werden vor allem eines haben - langen Spielspaß. Enthalten sind insgesamt an die 800 Levels, inklusive 19 neuer Bonusvarianten, die speziell für die TV Konsolen entwickelt wurden. Und glaubt mir, an manchen beißt man sich die Zähne aus. Wählt man eine der 3 Varianten aus, landet man zunächst auf einem "Weltenscreen". Zumindest will ich den mal so nennen. Hier findet man über mehrere Bildschirme verteilte Container, die in sich die eigentlichen Action Levels enthalten. Auf dem Weltenbildschirm gibt es auch einen Namen für die jeweiligen Zusammenstellungen, einen aktuell erspielten Score und spezielle Belohnungen. Neben dem Erspielen von möglichst hohen Punktzahlen, gibt es pro Level maximal 3 Sterne zu verdienen. Und hier greifen nun ganz bekannten Regularien. Wählt man einen Container das erste Mal an, gibt man euch nur wenige Levels zur Auswahl. Eingeteilt in die übliche Schreibweise 1-1, 1-2, usw. darf man außer den ersten Levels alle weiteren schön nacheinander freispielen. Auch dadurch wird man motiviert in diesem Spiel.

Hängt man mal fest, verliert man hier auch nicht die Lust. Denn es gibt genug alternative Möglichkeiten im Spiel, sowie eine Hilfefunktion, welche für den reinen Spielfortschritt jedes der Level lösbar macht. Aber dazu gleich mehr. Schauen wir mal in die Grundlagen des Spielsystems. Dabei sind der Start und die Darstellung zunächst gleich, was die Einteilung angeht. Beginnt ein Level, so sieht man zunächst links in einer nahen Zoomvariante die Schleuder und nutzbaren Birds, während danach kurz auf die rechte Seite geschwenkt wird, wo man nun das eigentliche Ziel zu sehen bekommt. Passend für die TV Konsolen kann man nun eine Zoom-Funktion via Steuerkreuz nutzen, die euch auch das gesamte Areal zeigt. Kommt zwar etwas grob auf der Wii rüber, ist aber ausreichend um alles zu sehen und zu agieren. Will man dann loslegen, kann man den Vogel via gedrückt gehaltener A-Taste greifen und in der Schleuder nach hinten ziehen, loslassen und nach rechts ins Bild schleudern. Eine Alternative Steuerung gibt es nicht und einzig die Remote wird genutzt. Nach anfänglich kurzer Eingewöhnungszeit geht das Prozedere aber locker von der Hand. Rechts im Bild steht die mehr oder weniger gut befestigte Stellung der Gegner, die es mit den Birds soweit zum Einsturz zu bringen gilt, das erst einmal alle Gegner erwischt werden.100% zerstören muss man also nichts. Simples Beispiel sind Bauten, die aus 4 Balken bestehen. Darauf befindet sich ein Gegner und man sollte hier den linken Balken so treffen, dass das gesamte Gebilde einstürzt und den Gegner mit nach unten zieht. Dann hat man das Level gelöst und darf weiter. Positiv das es keinen Zeitdruck gibt. Vorher festgelegt ist allerdings überall im Spiel, wie viele Birds ihr zur Verfügung habt.

Auch welche Arten zur Verfügung stehen, legt hier das Spiel fest. Es soll ja auch nicht zu einfach werden. ;-) Ewig "herumballern" könnt ihr also nicht. Das es aber selbst dabei nie langweilig wird, liegt an den ständig erweiterten Möglichkeiten, was in Form immer neuer spezieller Birds umgesetzt ist. Denn die im Spiel nach und nach verfügbaren, bringen mit der Zeit immer neue Möglichkeiten und Specialmoves mit, um den Festungen auch dadurch Schaden zuzufügen. Das durchaus sehr feinfühlige Game Play beginnt schon damit, dass der Winkel in dem man den Vogel nach hinten zieht variiert werden kann, und damit die Flugbahn und natürlich den Trefferpunkt beeinflusst. Hier ist ein gutes Beispiel, wenn sich die Zielbauten hintereinander über mehrere Etagen verteilen. Zielt man auf den ersten Teil, stürzt dieser vielleicht in sich zusammen. Zielt man auf den höchsten Punkt und trifft dort die richtige Stelle, so verursacht der Einsturz vielleicht eine Kettenreaktion ins Tal und reißt dadurch schon den Rest der Festung mit ins Nirvana. Einer der ganz speziellen Momente im Spiel, da man mit diesem Vorsatz mit der Zeit alle Level versucht anzugehen. Heißt auch man vertieft sich in viele Levels ungemein und schaut sich erst mal an, wie man vielleicht am besten vorankommt. Ein wenig Kritik gibt es beim Thema Physik. Gefühlt ist diese nicht ganz so geschmeidig, um es mal etwas anders auszudrücken. Auf den ersten Blick haut alles hin und auch die Kettenreaktionen funktionieren nachvollziehbar. Aber es gibt auch immer wieder Momente, wo man denkt, na das Teil müsste doch auch noch fallen oder sich bewegen. Ist zumindest ein subjektiver Eindruck. Dabei wird man auch technisch unterstützt und kann sich die Bauten und Umgebungen etwas näher heranzoomen, um den einen oder anderen Detailblick zu lassen. So findet man oft genug doch die eine oder andere Schwachstelle in der Festung.

Die Art und Weise ist dabei höchst unterschiedlich, wie die Gegner ihre Festungen gebaut haben. Mal in zig Etagen nach oben, mal extrem in die Länge gebaut, oder eben mittels großer Höhenunterschiede und diversen Plattformen schräg übereinander, oder sogar mehrere kleine Bauten unabhängig voneinander. Auch wenn man das zu Beginn nicht annimmt, es gibt reichliche Herausforderungen im Spiel. Klar das man anfänglich immer erst einmal denkt, wo soll es denn hier Schwierigkeiten geben. Aber dieses Gefühl gibt einem ja so ziemlich jedes gute Action Puzzle Game zu Beginn. ;-) Und doch gibt es mit der Zeit gegnerische Festungen, denen man auf normalem Wege nur sehr schwer den Garaus machen könnte. Damit auch hier der spielerische Kick etwas erhöht wird, kommen die schon angesprochenen verschiedenen Vogelarten zum Einsatz. Einfach nur im richtigen Winkel einen Vogel auf die Festung zu Ballern, wäre mit der Zeit fast schon zu langatmig. Also gibt euch das Spiel mit fortschreitender Spielzeit mehr Möglichkeiten an die Hand und die neuen Vögel bieten spezielle Eigenschaften, mit denen man alle Festungen irgendwie zum Einsturz bringen kann. So gibt es einen Vogel, den man normal abschießt, im richtigen Moment die A-Taste drückt und dieser dann ein Ei als Bombe nach unten fallen lässt. Andere wiederum kann man im Flug teilen und hat plötzlich 3 statt 1 Vogelgeschosse. Wieder ein anderer kann im richtigen Moment per A-Taste dazu gebracht werden eine Kehrtwende in der Luft zu machen, um Bauten auch von der anderen Seite zu erwischen. Ein weiterer kann kurz vor dem Treffmoment stark beschleunigt werden, um mehr Wucht zu entwickeln. Oft der Tie-Breaker ist die Variante, die sich als komplette Bombe tief in die Festung bohrt, dort kurz liegenbleibt und dann eine große Explosion verursacht.

Als Bonus kann man diesen Vogel aber auch jederzeit in der Luft per A-Taste explodieren lassen. Und das waren immer noch nicht alle Arten, so dass man dadurch ebenfalls stark in seiner Denkweise beeinflusst wird. Man sieht welche Vögel einem zur Verfügung stehen im aktuellen Level und denkt sich so ein wenig einen Schlachtplan aus. Schade dass man die Reihenfolge nicht ändern kann. Aber auch damit wäre es manchmal auch wieder zu einfach. ;-) Auch diese Momente des Grübelns und Nachdenkens sind eine große Stärke im Spiel. Angry Birds ist eben nicht nur ein simples "drauflosballern". Positiv das man jederzeit das Level sofort wiederholen kann und keine langatmigen Wartezeiten entstehen. Und kommt man irgendwann doch mal nicht voran, gibt euch das Spiel nach einer gewissen Anzahl an Fehlversuchen eine massive Lösung an die Hand. Vergleichbar mit dem unverwundbaren Mario in seinen Spielen, gibt es auch hier eine Möglichkeit eigentlich jede Festung dem Erdboden gleich zu machen. Man kommt so zwar in der Level Abfolge weiter, bekommt aber keinerlei Belohnungen. Ansonsten wäre es auch zu viel des Guten. Wer dann abseits der 3 Hauptspiele mal Spaß haben will, schaut sich die Bonuslevel an. Hier spezielle an die TV Screens angepasst und in ihren Ausmaßen etwas größer und umfangreicher. Das es insgesamt nie langweilig wird, liegt aber nicht nur daran, sondern eben am jederzeit möglichen Wechsel der enthaltenen Teile. Und mit dem Hilfe Feature, kann man sich zunächst auch erst einmal alle Levels freispielen und sich dann in Ruhe dem Score Game Play widmen. Und damit ist man bei der Anzahl der enthaltenen Levels auf lange Sicht auf der sicheren Seite.

Grafik & Sound....

Grafisch gibt es nur wenige Punkte, über die man hier wirklich intensiv reden müsste. Die Darstellung der Levels ist sehr typisch für die Angry Birds. Alles andere wäre ja auch Unsinn. Gespickt mit leicht animierten Hintergründen sind die Gestaltungen ansonsten sehr klar und das verspielte Ambiente beschränkt sich auf die Festungen der Gegner. Das passt und hat nur beim hohen Zoom Faktor auf der Wii die etwas grobe Darstellung als Nachteil. Hinderlich ist das aber nicht. Es gibt ein paar mehr Sequenzen als in den Originalen, wobei aber auch dies kein Killer Feature darstellt. Alles in allem die gewohnte Angry Birds Optik, so dass man hier weder positiv oder negativ überrascht wird.

Der Sound ist gewohnt fröhlich und auch fordernd, kann aber auch mal ein wenig zu aufdringlich sein. Manche Hintergrundmusiken sind schon etwas schräg angehaucht, sind aber noch weit weg von einer nervenden Geräuschkulisse. Die Effekte sind stimmig, ohne etwas Besonderes darzustellen. Das gilt sowohl für die Geräusche der Birds, aber auch alle Geräusche, die ihr bei Treffern auf die Festungen der Gegner zu hören bekommt. Auch hier das was man erwartet.

Fazit....

Nach wie vor ist der große Pluspunkt der Trilogy Version der Inhalt. Die 3 enthaltenen Spiele mit über 800 teils auch kompletten neuen Levels sorgen für langanhaltenden Spaß. Vor allem Angry Birds Spieler, die noch nicht alle Versionen kennen, machen hier keinen Fehler und können sich ideal auf die aktuelle Star Wars Variante vorbereiten. Technisch in Ordnung, ist die Darstellung auf der Wii beim Zoomen etwas grob, was aber keinen Spielspaß kostet. Das ständige Wiederholen, wenn es mal nicht so klappt und einfach die immer neuen Herausforderungen machen den Langzeitspaß aus. Preislich in Ordnung ist die Trilogy Version für Cracks und Neulinge durchaus interessant.

 

+ Zeitlos geniales Spielprinzip
+ Einfache/Gute Steuerung
+ Teils sehr anspruchsvoll
+ Alle 3 Versionen in 1 Spiel
+ Neustarts schnell möglich
+ Lohnenswert für AB Neulinge
+ Bonus Level
- Grafisch etwas grob beim Zoom
- Physik nicht ganz exakt
- Keine Online Ranglisten

GRAFIK: 65%

SOUND/EFFEKTE: 69%

MULTIPLAYER: --

GESAMTWERTUNG: 74%

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