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Pinball: Revenge of the Gator (Virtual Console | Game Boy)
Mehr als 20 Jahre sind bereits vergangen, seit HAL Laboratory - ein Tochterunternehmen von Nintendo, heute vor allem für die Smash Bros.- und Kirby-Serie verantwortlich - für den alten, klobigen Spieleklotz namens Game Boy den Titel "Pinball: Revenge of the Gator" herausbrachte. Wohlgemerkt zu einer Zeit, als Pinball-Maschinen in Spielhallen noch überaus beliebt waren. Auch wenn das allgemeine Pinball-Interesse über die letzten Jahre und Jahrzehnte stark abgenommen hat, erfreuen sich virtuelle Genre-Vertreter nach wie vor beachtlicher Beliebtheit. Doch gilt dies auch für den vorliegenden Game Boy-Klassiker?

Über das Gameplay von "Pinball: Revenge of the Gator" muss man im Grunde kaum Wort verlieren: Hier wird typische, wenngleich auch eher simple und hinsichtlich des Spieltischaufbaus wenig komplexe Flipper-Kost geboten. Mithilfe der Flipper-Kugel gilt es, möglichst viele Punkte zu erzielen. Dazu empfiehlt es sich, die Kugel an bestimmte Stellen auf den Tisch zu befördern, um Multiplikatoren zu erhalten bzw. zu aktivieren. Gespielt wird dabei auf einem Spieltisch, der sich über vier Bildschirme erstreckt, und auf ein paar Bonus-Leveln. Der Wechsel zwischen den Bildschirmen während des laufenden Spiels ist für heutige Verhältnisse jedoch ungewohnt und zugleich gewöhnungsbedürftig, da man kurzzeitig den Blick auf die Kugel verliert, was mitunter Fehler beim Spieler erzeugen kann. Auch ansonsten fehlt dem Titel aufgrund seines Alters natürlich die Kreativität, der Bombast und der "Schwung" heutiger Pinball-Ableger - an dieser Stelle sei einfach nur mal auf die Zen Studios und deren jüngste Werke verwiesen.

Dennoch kann man mit diesem Handheld-Klassiker auch heute noch seinen Spaß haben, und das nicht nur als Fan des Genres. Schaut man einmal über die limitierten Möglichkeiten aufgrund der begrenzten Game Boy-Technik hinweg, bleibt unterm Strich eine schlichte, aber überaus solide Flipper-Simulation übrig, die vor allem optisch durch ihre vielen putzigen Details auf dem Spieltisch überzeugen kann - Krokodile spielen dabei eine besondere Rolle, mehr sei an dieser Stelle nicht erwähnt. Auch die Ball-Physik ist ganz ordentlich und konnte uns während des Tests durchaus überzeugen. Und wer irgendwann die Lust daran verliert, immer nur mit sich selbst um die höchste Highscore zu spielen, kann sich zusammen mit einem Freund oder einer Freundin am Zweispieler-Modus versuchen. Zwar beschränkt sich der Mehrspieler-Part dabei auf das unspektakuläre Weiterreichen des 3DS-Geräts an den Mitspieler, sobald die eigene Runde zu Ende ist, doch das hat auch irgendwie etwas Nostalgisches an sich.

Fazit:
"Pinball: Revenge of the Gator" ist eine solide Flipper-Simulation, die modernen Genre-Veröffentlichungen in keinster Weise das Wasser reichen kann (und zwar in absolut jeder Hinsicht), aber dennoch einen ganz eigenen Charme versprüht und bereits für wenig Geld zu haben ist. Einen Blick zu riskieren, schadet folglich in keinem Fall: Weder der Spielfreude, noch dem Geldbeutel. (Alexander)

Pluspunkte:
+ Flipper in seiner reinsten Form
+ Putzige Krokodile überall!
+ ordentliche Ball-Physik

Minuspunkte:
- nur ein Tisch/überschaubarer Umfang
- Bildschirmwechsel kann stören

Wertung:
Einzelspieler: 6,0
Mehrspieler: 6,0

Screenshot 1

Screenshot 2

Preis: 2,99 Euro

news@mag64.de (02.03.2014)

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