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Kung Fu Rabbit (Wii U Download-Software)
Jetzt gibt's gepflegt eins aufs Maul! Böse Kreaturen aus den Weiten des Weltalls haben die Erde heimgesucht und dabei sämtliche Schüler eines Hasentempels entführt. Nur der erfahrene Sensei der verschleppten Junghasen konnte sich erfolgreich verstecken und somit dem heimtückischen Angriff des Bösen entgehen. Zeit für eine Revanche: Schnappt euch euer Wii U GamePad und dann auf sie mit Gebrüll - oder was auch immer Hasen so von sich geben, wenn sie wütend sind!

Willkommen also zu "Kung Fu Rabbit", einem putzigen 2D-Plattformer aus dem Hause Neko Entertainment, der zunächst für Android und iOS-Systeme veröffentlicht wurde und vor einiger Zeit nun auch seinen Weg in den eShop der Nintendo Wii U gefunden hat. In der Rolle des oben genannten Kung-Fu-Hasens müsst ihr hier durch mehr als 80 Level hüpfen und dabei eure gekidnappten Schüler befreien. Inspiriert wurden die Entwickler dabei offenbar von dem Indie-Meisterwerk "Super Meat Boy", den die Spielmechanik von "Kung Fu Rabbit" weist in dieser Hinsicht einige erstaunliche Parallelen auf. Innerhalb der durchgängig kurzen Level besteht euer primäres Ziel zunächst darin, diverse Hindernisse, tödliche Fallen und ebenso schädliche Gegner geschickt zu überwinden und den Levelausgang in Form eines eingeschlossenen (und damit zu rettenden) Hasens zu erreichen. Eine zentrale Fähigkeit unseres Protagonisten mit den langen Ohren, neben den genretypisch ausgeprägten Sprungmöglichkeiten, stellt dabei der Wandsprung dar, der es euch ermöglicht, vertikale Objekte nahezu mühelos zu erklimmen. Stoßt ihr auf eurem Weg zum Ziel - sowohl am Boden wie in der Luft - auf patroullierende Feinde, könnt ihr diese entweder stilvoll umgehen oder direkt besiegen, sofern ihr in Kontakt mit deren Schwachstellen kommt. Aber Achtung: Jede sonstige Berührung mit diesen grotesken Alien-Wesen schickt euren sonst taffen Kampf-Hasen direkt ins Jenseits - also an den Anfang des Levels. Checkpoints innerhalb der einzelnen Spielabschnitte gibt es übrigens nicht - welche angesichts der überschaubaren Dauer der Level jedoch auch nicht ernsthaft notwendig sind.

Der Schwierigkeitsgrad ist dabei insgesamt äußerst moderat und das Erreichen des Levelausgangs stellt - selbst in den zusätzlich freischaltbaren "Hardcore"-Abschnitten - tatsächlich keine übermäßig anspruchvolle Aufgabe dar. Interessanter und spielerisch fordernder wird der vorliegende Titel dagegen, wenn man auch das sekundäre Spielziel erfüllen möchte: das Einsammeln aller in den Leveln verstreuten Möhren. Jeweils vier davon sind in jeder Stage versteckt und nahezu jeder Versuch, diese allesamt einzukassieren, ist stets mit gewisser Gefahr verbunden. Nicht selten steht man daher beim Spielen vor der konkreten Frage: Weitergehen und das Ziel sicher erreichen oder doch versuchen, ein weiteres Exemplar des begehrten Wurzelgemüses einzusammeln und unter Umständen dabei zu sterben? Mut zum Risiko wird - das sei an dieser Stelle verraten - gleichwohl stets belohnt, denn eingesammelte Möhren können im Dojo gegen zahlreiche neue Items, nützliche Fähigkeiten, welche das Vorankommen im Spiel mitunter erheblich erleichtern können, oder andere Gimmicks wie spezielle Outfits eingetauscht werden. Was letztlich allerdings im Gesamtkontext fehlt, ist ein eindrucksvollerer Ideenreichtum und mehr Abwechslung im Spieldesign, denn neue Spielelemente werden nur sehr schleppend und nur in größeren Abständen eingeführt, bei den anzutreffenden Alien-Gegnern handelt es sich im Kern immer um dieselben Gestalten und selbst der Soundtrack besteht offenbar nur aus wenigen, sich ständig wiederholenden Melodien. Eine abschließende Feinjustierung wäre zudem auch bei der leicht schwammigen Steuerung nötig gewesen, denn während unseres Tests sind wird beispielsweise häufiger versehentlich von Plattformkanten heruntergefallen, weil Meister Lampe spontan und unsererseits unbeabsichtigt den Halt verlor. Die Sprungmechanik hat folglich so ihre Tücken - und manchmal eben auch Ungenauigkeiten. Aber immerhin: Sämtliche dem System zur Verfügung stehende Controller werden vom Spiel unterstützt. Wii U GamePad, Pro Controller, Wiimote und Classic Controller können entsprechend, je nach persönlicher Präferenz, zum Spielen verwendet werden. Einen signifikanten Unterschied im Spielerlebnis erzeugt eure Wahl aber letztlich nicht.

Fazit:
"Kung Fu Rabbit" ist ein amüsanter 2D-Plattformer, der für kleines Geld einen überraschend großen Umfang und ein unterhaltsames Spielprinzip bietet. Freilich, nicht alles ist dabei perfekt: Eine spürbare Redundanz im Gameplay lässt sich kaum abstreiten, sei es nun hinsichtlich des Leveldesigns, der Gegnervielfalt oder mit Blick auf den kläglichen Soundtrack. Ebenso mangelt es der Steuerung an entsprechend akkurater Genauigkeit, die man von anderen Vertretern dieses Genres kennt und eigentlich auch hier erwartet. Dennoch: Wer zufällig noch etwas virtuelle Kohle auf seinem eShop-Konto übrig hat oder sich etwa dem Jump'n'Run-Genre - in welcher Form auch immer - innerlich verbunden fühlt, sollte "Kung Fu Rabbit" definitiv bei Gelegenheit eine Chance geben. Wann bekommt man schließlich schon mal die Möglichkeit, einen Hasen mit Kampfkunst-Erfahrungen in den Kampf gegen Aliens zu schicken? (Alexander)

Pluspunkte:
+ forderndes und unterhaltsames Spielprinzip, (...)
+ beachtlicher Umfang (80+ Level)
+ viele freischaltbare Items und Fähigkeiten
+ sämtliche Wii U-/Wii-Controller werden unterstützt

Minuspunkte:
- (...) das mit der Zeit jedoch etwas eintönig wird.
- mickriger Soundtrack
- Steuerung könnte präziser sein

Wertung:
Einzelspieler: 6,0

Screenshot 1

Screenshot 2

Preis: 4,99 Euro

news@mag64.de (02.06.2013)

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