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Pokémon Traumradar (3DSWare)
Ob man sie nun hasst oder liebt – die Pokémon sind einfach ein Phänomen. Obgleich die Spiele der Hauptserie im Grunde immer wieder dasselbe Prinzip präsentieren, verkaufen sich deren neuesten Editionen – vor allen Dingen im Heimatland Japan – hervorragend, wie Pokémon Schwarz und Weiß 2 in diesem Sommer mal wieder demonstrierten. Nachdem die Spiele im Herbst auch bei uns eintrudelten, ist seit Kurzem im eShop das sogenannte „Pokémon Traumradar“ erhältlich. Was es damit auf sich hat und ob sich ein Kauf für Besitzer der eben genannten Editionen lohnt, erfahrt ihr in den nun folgenden Zeilen.

„Pokémon Traumradar“ klingt nach einem recht außergewöhnlichen Titel und so präsentiert sich dementsprechend auch der Inhalt. Eine Pokémon-Professorin braucht eure Hilfe, um mehr über die sogenannte Traumkluft zu erfahren. Hier kommt ihr ins Spiel: Mit einer Linse ausgestattet ist es eure Aufgabe, die hier befindlichen Wolken abzuschießen. Auf dem Bildschirm des Nintendo 3DS seht ihr die in der realen Welt vor euch liegende Umgebung, die nun plötzlich von besagten Wolken bevölkert ist. In den Wolken befinden sich Traumtropfen, gelegentlich schlummern darin aber auch Pokémon. Stoßt ihr auf ein solches, fliegt das Pokémon – dargestellt durch eine weiße Kugel – hin und her. Um es einzufangen, müsst ihr es im Visier behalten und gleichzeitig den A-Knopf drücken, bis sich eine unten angezeigte Leiste geleert hat. Wart ihr erfolgreich, seht ihr auch sogleich, welches Pokémon hinter der Kugel steckte. Das Fangprozedere ist aufgrund eines Zeitlimits recht hektisch geraten, erfüllt aber seinen Zweck.

Übrigens: Es sind nicht nur Pokémon, die sich in der Traumkluft tummeln. Gelegentlich birgt eine Traumwolke auch ein seltenes Item. Oder aber das gefangene Pokémon trägt solch ein besagtes Stück. Aber ob ihr nun Pokémon oder Items eingesackt habt, könnt ihr eure Beute auf ein eingestecktes Modul von Pokémon Schwarz oder Weiß 2 übertragen. Sofern ihr am Tage mehrere Fangsessions hinlegen möchtet, müsst ihr Geduld beweisen. Es dauert nämlich einige Minuten, bis sich nach einem leergefegten Bildschirm neue Traumwolken bilden. Zur Not lassen sich jedoch auch gesammelte Spielmünzen opfern, um diesen Prozess zu beschleunigen. Mit den gesammelten Traumtropfen ist es darüber hinaus möglich, das eigene Equipment zu erweitern, sodass ihr beispielsweise eine verbesserte Linse benutzen könnt.

„Pokémon Traumradar“ fällt allgemein ziemlich aus dem Rahmen. Natürlich sind wir es mittlerweile gewohnt, dass es jede Menge Spin-Off-Titel des Pokémon-Franchises gibt. Dennoch ist das „Pokémon Traumradar“ im Grunde nicht mehr als ein Zusatz für Besitzer der neuesten Editionen, die die seltenen Formen von Boreos, Demeteros und Voltolos erhaschen wollen – die gibt es nämlich nur hier. Übrigens: Wer bestimmte Versionen wie Diamant, Perl oder eine der Neuauflagen von Gold oder Silber einsteckt, kann auf legendäre Pokémon wie Lugia oder Palkia stoßen.

Fazit:
Abwechslung, hemmungsloser Spielspaß und Ideenreichtum – all das hat das „Pokémon Traumradar“ nicht zu bieten. Der Titel ist einzig und allein als Fan-Service zu betrachten, der Pokémon-Fanatikern die Chance gibt, besonders seltene Exemplare auf ihre Titel zu übertragen. Das Spielprinzip des Titels ist sehr eintönig und man spielt das Spiel im Grunde nicht um seiner selbst Willen – sprich: zwecks Spielspaß – sondern lediglich, um endlich auf die legendären Pokémon einzutüten. Verschmerzbar ist indes der günstige Preis von gerade mal 2,99 Euro. (Niklas)

Pluspunkte:
+ exklusive Pokémon vorhanden
+ Equipment ist aufrüstbar
+ sehr günstiger Preis

Minuspunkte:
- keinerlei Abwechslung
- Spielanreiz fußt nicht auf Gameplay
- mitunter ziemlich hektisch

Wertung:
Einzelspieler: 5,0

Screenshot 1

Screenshot 2

Preis: 2,99 Euro

news@mag64.de (02.12.2012)

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