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Fallblox (3DSWare)
Mallo scheint ein verdammt arbeitswütiges Tierchen zu sein. Als im letzten Jahr Mitte November das Puzzle-Abenteuer „Pullblox“ für den eShop veröffentlicht wurde, avancierte der Titel umgehend zu einem der beliebtesten Titel in Nintendos digitalem Bouquet. Noch heute rangiert der Titel nämlich regelmäßig unter den Top 20 der am meisten heruntergeladenen Spiele für den Nintendo 3DS. Nun, nach gerade mal einem Jahr Zieh- und Schiebepause, stürzt sich Mallo in sein nächstes Block-Abenteuer namens „Fallblox“. Ob dieses dem Vorgänger gerecht wird und was diesmal ganz anders ist, erfahrt ihr in unserem ausführlichen Test.

Zunächst braucht Mallo natürlich einen Anreiz, um die blockartigen Gebilde zu erklimmen. Während er im Vorgänger kleine…nennen wir sie mal “Gestalten“ retten musste, sind es diesmal Vögel, die an der Spitze auf ihren Retter warten. Der wirklich entscheidende Unterschied zum Vorgänger ist jedoch ganz klar gameplaytechnischer Natur. Nur nochmal zur Erläuterung: In „Pullblox“ war es Mallos Aufgabe, mehrere bunte Blöcke aus einer Rückwand herauszuziehen. Diese Blöcke waren verschieden lang, sodass sich bei wohlüberlegtem Ziehen eine Art Treppe bildete, sodass der Moppel bis ganz nach oben gelangen konnte. Auch in „Fallblox“ liegt es nun an euch, Mallo beim Stürmen der Spitze zu unterstützen. Allerdings spielt besagte Rückwand diesmal keine Rolle, denn die Blöcke befinden sich im freien Raum. Die einzelnen Bestandteile lassen sich somit nicht nur nach hinten schieben und nach vorne ziehen, sondern können auch seitlich manövriert werden. Außerdem – daher auch der Name „Fallblox“ – können sie beim Ziehen und Schieben herunterfallen, sodass sich im Spiel völlig neue Möglichkeiten ergeben.

Als Nintendo zwecks PR-Maßnahmen kurz nach der Ankündigung von „Fallblox“ einige Trailer veröffentlichte, die das Spiel zum ersten Mal in bewegten Bildern darstellten, dachte sich vermutlich jeder Veteran der Serie: „Jessas Maria, das wird noch schwerer.“ Und damit sollten sie Recht behalten. Oft muss ein Block quasi als „Schieber“ missbraucht werden, damit man sich alle anderen Blöcke zunächst zurechtbugsieren kann. Ein Beispiel: Auf einem ziemlich komplizierten und hohen Blockhaufen liegt oben ein Block, der den Weg zur Spitze versperrt. Damit dieser seinen Platz freigibt, liegt es nun an euch, einen anderen Block auszuwählen, den ihr umherschiebt, sodass der störende Block nach unten fällt. Dass das mitunter sehr fordernd sein kann, ist die Quintessenz „Fallblox‘“. Ist es dann vollbracht, denkt man sich nicht selten „Oh, Mann, wieso bin ich da nicht gleich drauf gekommen?“, da es rückblickend oft nur ein kleiner – aber entscheidender – Blockschubser ist, der zum Ziel führt. Praktisch und in vielerlei Hinsicht auch dringend notwendig ist übrigens die neue Funktion, dass ihr während des Spieles jederzeit die Ansicht ändern könnt um die Blöcke aus jeder Himmelsrichtung zu betrachten. Auch das Hinein- und Herauszoomen ist jederzeit möglich.

In Bezug auf den Umfang lässt sich „Fallblox“ wie sein Vorgänger nicht lumpen. Mallo (der meiner Meinung nach optisch übrigens einem Kreuzungsexperiment aus einem Pandabären, einem Sumo-Ringer und David, dem Kabautermann, entspricht) muss insgesamt 100 vorgefertigte Puzzle-Aufgaben lösen, die den Spieler stundenlang beschäftigen. Für alle Neueinsteiger steht zu Beginn übrigens ein vorbildliches Tutorial bereit. Apropos Hilfe: Sofern ihr bei einem „Fallblox“ partout nicht weiter wisst, steht euch euer Lehrmeister auf Wunsch mit einem Tipp zur Seite. Wer nach den 100 Aufgaben immer noch nicht genug hat oder sie irgendwann einfach als zu schwer erachtet, kann sich im Fallbloxstudio selbst Kopfzerbrecher basteln. Die Rätsel lassen sich zudem als QR-Codes speichern, sodass sie mitanderen „Fallblox“-Spielern getauscht werden können. Auch Nintendo höchstpersönlich stellt gelegentlich neue Aufgaben in Form von QR-Codes auf die „Fallblox“-Website. So wird der ohnehin schon ordentliche Umfang noch mal um einiges maximiert. Grafisch und soundtechnisch hat sich in „Fallblox“ übrigens nicht viel verändert: Immer noch dominieren Pastellfarben und ein lockerer Soundtrack. Große Änderungen waren hier aber Meinung nach auch nicht nötig, hätten vermutlich sogar den „Wolf im Schafspelz“-Charakter (das Spiel gleicht optisch einem Spiel für Kinder, wird mit zunehmendem Spielverlauf jedoch bockschwer) zerstört, der die Serie auszeichnet.

Fazit:
Jep, „Fallblox“ ist das geworden, was alle Fans von „Pullblox“ ersehnt haben – nämlich ein mehr als würdiger Nachfolger. Die Grundidee ist gleich, das Spiel unterscheidet sich vom Erstling dennoch so sehr, dass man als Genre-Fan unbedingt zuschlagen sollte. „Fallblox“ kostet zwar geringfügig mehr als besagter Erstling, liegt mit einem Kaufpreis von knapp acht Euro aber immer noch voll und ganz auf Taschengeld-Niveau und eignet sich als Handheld-Spiel für zwischendurch einfach perfekt. Nun warten wir auf „Flybox“. Oder „Liftbox“? Oder vielleicht doch „Twistbox“…? (Niklas)

Pluspunkte:
+ clever erweitertes Spielprinzip
+ starker Umfang
+ Bastler dürfen sich im Fallbloxstudio beweisen
+ ansprechendes Gesamtpaket
+ immern noch günstiger Preis

Minuspunkte:
- Optik ist passend, stößt einigen jedoch mit Sicherheit "zuckrig" auf

Wertung:
Einzelspieler: 9,0

Screenshot 1

Screenshot 2

Preis: 7,99 Euro

news@mag64.de (02.12.2012)

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