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Game & Watch Gallery (Virtual Console | Game Boy)
Kennt Ihr Nintendos „Game & Watch“-Serie? Jene kleinen Mini-Computer, die es vor gefühlten Jahrzehnten gab und die heutzutage nur noch zu hohen Sammlerpreisen den Besitzer auf Online-Auktionsplattformen wechseln? Wenn nicht, habt Ihr was verpasst. Wenn doch, umso besser. Um Verpasstes nachzuholen, wenigstens einen kleinen Teil, gibt es auf der Virtual Console nun die „Game & Watch Gallery“, eine Sammlung von vier klassischen Titeln, die damals als eigenständiger Mini-Computer erschienen sind. Das Neue daran: Jedes „Game & Watch“ liegt in einer klassischen sowie einer modernen Variante – mit Nintendo-Charakteren - vor.

„Manhole“ – so heißt der erste Titel, dem wir uns widmen. Jedes „Game & Watch“ spielt sich übrigens auf einem einzigen Bildschirm ab. Bei „Manhole“ müsst Ihr im Endeffekt Menschenleben retten. Das tut Ihr, indem Ihr Löcher in einer Brücke „stopft“ und es den wie Lemmingen ziellos umherlaufenden Personen ermöglicht, ohne Gefahr die Brücke zu passieren. In der klassischen Variante schlüpft Ihr in die Rolle eines nicht näher definierten Mannes, der Brückenteile an insgesamt vier verschiedenen Stellen kurzfristig anbringt, um Schlimmeres zu vermeiden. In der modernen Version, jener mit Nintendo-Charakteren, schlüpft Ihr in die Yoshi-Rolle und lenkt dessen Zunge und einen daranklebenden Steinbrocken. Das Spielprinzip bleibt das Gleiche.

Bei „Fire“ steuert Ihr zwei Krankenwagenfahrer, die, mit einem Sprungtuch ausgestattet, Menschen retten. Diese wiederum hüpfen aus einem brennenden Haus. Ein Sturz auf den Boden muss unbedingt verhindert werden, um nicht bereits nach wenigen Sekunden den Game over-Bildschirm zu Gesicht zu bekommen. Das Witzige dabei: Die Patienten, die in das Sprungtuch gefallen sind, springen wie Gummibälle wieder nach oben, sodass Ihr erneut ein paar Schritte nach rechts laufen müsst, um abermals als Retter in letzter Sekunde einzuschreiten. Sobald ein Patient beim Krankenwagen angekommen ist, ist dieser gerettet. Das gleiche Spiel gibt es in der Download-Version mit Nintendo-Figuren.

In „Octopus“ seid Ihr auf Schatzsuche im Meer. Ein großer Oktopus versucht, den Schatzsucher daran zu hindern, an den Schatz heranzukommen. Da die einzelnen Arme langsam zurückgezogen werden, um im nächsten Moment wieder nach vorne zu schnellen, ist das Unterfangen gar nicht so einfach. Ihr solltet Vorsicht walten lassen – gleichgültig, ob Ihr mit der klassischen Figur unterwegs seid oder aber als Mario auf Tiefseetauchgang geht.

Und auch „Oil Panic“ ist ein Titel, der in zwei Fassungen vorliegt – selbstverständlich gibt es in jeder Fassung einen „Easy“- und einen „Hard“-Modus. Die Herausforderung ist bei letzterem nochmals deutlich höher. Wie der Name schon sagt, müsst Ihr Öl, das nach unten fällt, in einem Gefäß sammeln und Schlimmeres vermeiden. Das Öl wiederum, das Ihr in dem Gefäß aufgefangen habt, solltet Ihr über das Fenster weiter nach unten befördern, da ansonsten Euer Behälter übergeht und ein heftiges Feuer für das Spielaus sorgen würde.

Fazit:
Die „Game & Watch Gallery“ bietet für drei Euro kurzen Spielspaß in sehr übersichtlichem Klassik-Gebiet. Vier „Game & Watch“-Spiele sind nun wirklich nicht die Welt, wenn man bedenkt, was einem darin geboten wird. Natürlich werden Nostalgiker ihrem Drang, den Titel zu ergattern, kaum widerstehen können, doch muss klar gesagt sein, dass jeder Titel nicht mehr als eine halbe Stunde Spielspaß zulässt – positiv geschätzt… (Kilian)

Pluspunkte:
+ vier "Game & Watch"-Klassiker
+ inklusive moderner Varianten
+ Musikuntermalung

Minuspunkte:
- wenig Inhaltliches
- teils sehr knifflig

Wertung:
Einzelspieler: 3,5

Screenshot 1

Screenshot 2

Preis: 3,00 Euro

news@mag64.de (23.10.2011)

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