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Go Series - Pinball Attack (DSiWare)
Die Offensive arcadesker Titel aus dem Häusern Suzak und Gamebridge geht in eine weitere Runde. Diesmal jedoch kommt der neue Ableger der "Go Series" -Serie von den Entwicklern bei ArtePiazza, die für Perlen wie Teile der "Dragon Quest" -Serie oder "Opoona" stehen. Und scheinbar versteht man sich auch dort auf das Hybridisieren vermeintlich unvereinbarer Genres und Spielprinzipien.

"Go Series - Pinball Attack" mischt auf innovative Art und Weise Shoot' Em Up-Spielmechaniken mit dem klassischen Flipper-Prinzip. Heraus kommt ein "Pinball-Shooter", in dem man auf einem, sich fortlaufend nach unten bewegenden Tisch, mit seiner Kugel allerhand beweglicher und unbeweglicher Ziele ausmerzen muss. Gleichzeitig darf man sich aber auch auf sich beständig ändernde Reflexionseigenschaften der Spielumgebung einstellen, was selbst für Veteranen eine gewisse Herausforderung darstellt.

Die ungewöhnliche Anlage des Spiels führt jedoch dazu, dass man kaum gewohnte Tischaufbauten wie Bumper, Lanes oder selbst bunte Lichtchen vorfindet. Folglich kommt man nicht umhin eine gewisse Öde und Kargheit zu bemängeln, die durch die billige Optik des ganzen Spiels noch verschlimmert wird. Was jedoch ein noch viel herberer Rückschlag ist, ist die unglaublich schlechte Physik-Engine, anhand derer das Ballverhalten berechnet wird. Sowohl Ballbeschleunigung als auch Abprallrichtung scheinen arg wahllos und zufallsgeneriert zu sein. Hat dies bei der wechselnden Umgebung noch einen gewissen Reiz, so sieht dies, wenn man auf Gegner trifft, ganz anders aus: Gerade dort macht der Zufall viel zu oft dem Spielfluss einen gehörigen Strich durch die Rechnung und die Kotrolle über das Spielgerät ist dahin. Folglich hält sich der Spielspaß in Grenzen, wenn man permanent unverschuldet einen Ball nach dem anderen verliert und nichts dagegen machen kann. Da können auch die fünf Stages mit ihren eigentlich recht guten Bosskämpfen keine Abhilfe schaffen. Und auch der nicht vorhandene Onlinesupport von Ranglisten nimmt jegliches Motivationspotenzial.

Somit ist einmal mehr bewiesen, dass nicht zwingend ein jedes Projekt einer etablierten Größe in der Spieleindustrie auch zwingend deren üblichen Qualitätsstandards gerecht werden muss. Warum man ein derart liebloses und unausgegorenes Flickwerk von ArtePiazza vorgesetzt bekommt, bleibt wohl ein Rätsel.

Fazit:
"Go Series - Pinball Attack" hat zwar einen durchaus guten und lobenswerten Ansatz, jedoch ist das Endprodukt derart lieblos und von technischer Seite her untragbar zusammengeschustert, dass selbst alt gediente und sehr leidensfähige Pinball-Veteranen hier kaum Spaß haben werden. Angesichts der 500 Punkte, die man für den Titel berappen müsste und des Minimums an Spielspaß, das dafür geboten wird, sollte man eher zum Referenztitel "Pinball Pulse: The Ancients Beckon" greifen. (Michi)

Pluspunkte:
+ 5 Stages
+ Innovative Spielidee

Minuspunkte:
- Lieblose Optik
- Unberechenbare "Physik-Engine"
- Billige Präsentation
- Kein Onlinesupport

Note:
Einzelspieler: 3,5

Screenshot 1

Screenshot 2

Preis: 500 Nintendo Punkte

news@mag64.de (04.07.2011)

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